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Ragnarsson

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Freitag, 16. Oktober 2015, 21:35

Tut mir leid aber hier steht recht viel Quatsch drinnen. Zum ersten ist es NICHT möglich eine wirkliche Psychoanalyse von einem Menschen zu machen den man nicht kennt. Man kann durchaus gewisse Charaktermerkmale herauslesen aber nicht, wenn man diesen Menschen einzig aus der Öffentlichkeit kennt. Man braucht immer einen Einblick in die Gewohnheiten des Menschen für eine grundsätzliche Analyse und für eine tiefergehende Analyse benötigt man da schon weit mehr. Auch sogenannte Profiler können nur analysieren indem sie Gewohnheiten, vorgehensweisen und ähnliches des Täters kennen und sind auch niemals zu 100% treffsicher.

Und was du zu depressionen schreibst ist einfach totaler Unfug und man sieht dass du keinerlei Ahnung von der Materie hast. Zum ersten können Depressionen körperliche Ursachen haben (Hirntumore, Stoffwechsel erkrankungen, Störungen in der Hirnchemie und Ähnliches) und es ist komplett unabhängig von Arbeit, Sozialem Status und Anderem. Die Gründe für Depressionen sind IMMER individuell und Depressionen sind weit mehr als der Drang sich selbst umzubringen. Kliniken und Ärzte können da durchaus sehr gut helfen und zwar nicht indem man einfach lernt alles zu akzeptieren (Das ist so ziemlich genau das Gegenteil von dem was man lernt) sondern Traumatabewältigung, Selbstanalyse, Methoden sich selbst zu analysieren, Selbstreflektion, Emotionaleentspannungsübungen und so weiter und so fort.

Ich bitte dich wirklich drum aufzuhören so einen nichtmal halbgaren Schwachsinn abzusondern.
Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

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Tobias Claren

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Samstag, 17. Oktober 2015, 00:54

Das ist ernst gemeint. Es gibt Menschen die aus den gleichen Gründen (in der Gesellschaft verbreitete ) unglücklich sind. Und ein langweiliges Leben kann natürlich eine mögliche Ursache sein. Miese Arbeit, Hartz4.....

Das war absolut ernst gemeint.
Und was ist eine "wirkliche Psychoanalyse"?
Mal davon abgesehen, dass es hier gar nicht um eine solche ging.
Der Typ studiert Psychologie bzw. Psychoanalyse, um dann sein Geld mit Analysen von Personen für die Masse sein Geld zu verdienen.
Z.B. Helmut Kohl, Gerhard Schröder, Angela Merkel.
Oder auch Beate Merk, Joachim Hermann etc..
Wenn da jemand gut Recherchiert, tief genug gräbt, Personen aus dem Leben befragt, zugängliches Material vergleicht, kann man schon ein Bild über die Person, was sie bewegt, denkt etc. schaffen.

Keine einfache "Biografie", sondern tiefergehend.
Nicht für die Therapie oder Wissenschaftler, sondern NUR dafür das Publikum mit Informationen über eine Person zu versorgen.


Eine Kernfrage war, was ist, wenn ein studierter Psychologe bzw. Psychoanalytiker sich genau so verhält wie man es denen vorwirft, denen man dafür die "Hobbypsychologe"-Keule überzieht?
"Hobbypsychologe" ist hier doch scheinbar ein Versuch ein bestimmtes Verhalten zu diskreditieren, "madig zu machen".
Da "Psychologie" eh schon die umstrittenste Wissenschaft ist.....


Und was die Depressionen etc. angeht, da kann sich auch ein viele Jahre Studierter nicht herausnehmen abzulehnen dass ein Mensch aufgrund der reinen Existenz eines ungeliebten Berufes etc. tief unglücklich ist.

Klar, es ist verpöhnt dass dies jemand anspricht, fühlt sich die breite Masse, die ihr Leben in solch mieser Arbeit fristet doch gleich beleidgt. Mag ja sein, dass viele davon nicht "Todunglücklich" sind, aber auch diese Möglichkeit muss man akzeptieren.

Man stelle sich vor, bei "Wer wird Millionär" ist ein Kandidat der im Supermarkt arbeitet (wenn der keine andere spezielle Fähigkeit, Hobby etc. hat, wird RTL den gar nicht wollen, "Zufall" entscheidet da nämlich nicht über die Aufnahme, sondern nur dass die Person interessant genug ist, ein Arbeitloser der stolz darauf ist, hat mehr Chancen als eine arbeitslose Schleckerfrau die gerne betont dass sie ja wieder arbeiten will), und es kommt die Frage wass er denn mit der Million macht oder machen würde.
Wenn der sagt er würde die Drecksarbeit aufgeben, könnte das nicht alle in Supermarkt und evtl. Einzelhandel Angestellten beleidigen?
Ein Gefühl der Ehrverletzung hervorrufen.
Er evtl. noch sagt, dass auch die Leitung einer Filiale keine erstrebenswerte "Karriere" für ihn wäre. Dann fühlt sich evtl. nicht nur der Fililalleiter beleidigt, sondern wieder jeder Angestellte im Supermarkt, für den das ein Ziel, eine "Karriere" wäre.


Ich müsste es raussuchen, aber evtl. erinnert man sich hier ja an den bekannt gewordenen Fall eines Jungen Deutschen ohne körperliche Leiden, der einfach keine Lust mehr hatte zu leben.
Dem sein Leben nichts bot, wofür es sich seiner Meinung nach nicht weiter zu leben lohnte.
Er reiste in die Schweiz, und man gab ihm da den Giftcocktail (oder was dort bei "Dignitas" oder "Exit" gerade "on vogue" war).


Ich habe selbst geschrieben, dass Depressionen körperliche Ursachen haben KÖNNEN. Dort verwendete ich "Neurologische Ursachen". Das ist körperlich.
Aber sie können auch einfach durech die Lebensumstände verursacht werden.
Natürlich kann dann eine neurologische ("körperliche") Veranlagung vorgelegen haben, welche erst durch das miese Leben ohne Spaß und Erfüllung an bzw. in der Arbeit zur Depression führte.
Aber das Leben bleibt damit die Ursache. Etwas, dass wenn es verändert würde sofort die Ursache beseitigen würde.

Muss jeder der sich umbrachte eine "Depression" gehabt haben?
Das ist umstritten.
Wenn jemand für sich weiss, dass seine Arbeit, auch "Festanstellung" die Ursache ist, dann ist das keine Sache die ein Psychologe "fachlich überstimmen" kann.
Bekannt als "Bilanzsuizid".
Wenn ich mir vorstelle, ich müsste 8h täglich nur fürs Geld arbeiten, unter Vorgesetzten buckeln, die einen das auch spüren lassen, da würde ich lieber sterben.
Aber auch mit freundlichem Vorgesetztem und Chef.


Ich kann ja irgendwie "verstehen" dass Viele ihren Lebenssinn tatsächlich außerhalb der Arbeit in Dingen wie "Partnerschaft", "Familie", "Freunde" "Partys", Reisen, auch mit Partys, Suche nach Kopulationspartnern, EIGENE Kinder bekommen, Haus kaufen, repräsentatives Aurto etc. sehen, aber das bedeutet nicht, dass das jeder so sehen muss.
Und solche Menschen, die wenigst bis nichts darin sehen, sind nicht automatisch "krank".
"Eigenbrötler" sind nicht automatisch "Krank", auch wenn sie keine anlasslosen Sozialkontakte haben.
Viele Menschen die sich für "Tolerant" halten, und das auch bei Homosexuellen sagen bzw. betonen und evtl. extrovertiert zeigen, tun das bei Eigenbrötlern evtl. oft nicht. Da ist dann "krank" erlaubt, was sie bei Schwulen etc. nie sagen würden.

Bezüglich EIGENE Kinder bekommen, wo wie hier im Bereich Philosophie sind, die "Vernunft" gibt einem auch die Möglichkeit trotz Zeugungsfähigkeit Kinder aus Spendermaterial zu bekommen, die eine höhere Chance auf höhere Intelligenz haben.
Damit die Chancen des Kindes verbessern, und es statistiosch glücklicher werden lassen (mit steigendem IQ höheres Glück, dazu gibt es Untersuchungen).
Besonders, wenn 70% der Arbeitsplätze, besonders aus dem niedrigst und Hochqualifizierten Bereich in den nächsten 20-30 Jahren wegfallen.
Die Robotik in "I, Robot" gilt als realistisch für 2035.

Ich betonte auch "Festanstellung", weil die meisten Deutschen das ja scheinbar für etwas immer glücklichmachendes halten.

Ja, Gründe für Depressionen sind individuell, aber nicht so individuell wie ein Fingerabdruck, DNA etc.. Es gibt auch bestimmte Typen.
Wenn jemand unglücklich mit seinem Leben ist, WEIL er keine Qualifikation außer einer einfachen Ausbildung hat, keine Aussicht mal etwas anderes zu machen, dass ist es nun mal so, dass die Person nicht mehr unglücklich wäre, müsste sie das nicht mehr machen. Die Person wird in dem Fall selbst wissen, dass DAS der Grund ist.
Ja, schon ganz profan wenn sie 30mio gewinnen würde, und es aufgeben könnten.

Ich muss hier aber deutlich sagen, dass dies nicht aussagt "Geld = Glück"!
Ich frage gerne "Würden Sie ihre Arbeit weiter ausüben, wenn sie zu 30mio kommen?".
Diese Frage bringt Menschen zum nachdenken, die sich und nach Spaß an der Arbeit Fragende (Umfrage auf der Straße etc.) sonst evtl. selbst belügen. Wer gibt da schon gerne zu einer als Mies empfundenen Arbeit die man am liebsten aufgeben würde nachzugehen?!
Und wenn die Person abends in ihr Kissen heult, oder gleich nach verlassen der Person in Tränen ausbricht, ist das nicht schlecht. Das bedeutet, die Person sieht es selbst so.
Dann besteht die Chance, dass die Person evtl. etwas ändert.




Das ganze Thema "Miese Arbeit" ist auch aus einer Art "Political Correctnes" heraus ein "Tabu" in Deutschland.
OK, mir sind keine Dt. Sitcoms bekannt ("Ein Herz und eine Seele" ist schon etwas her), aber in US-Sitcoms gibt es wenigstens eine gewisse gesunde "Verachtung" gegenüber der Arbeit im Supermarkt etc. Ja, auch beim DMV (Verkerhsbehörde) etc..
Geäußert in Szenen der Art "du willst doch nicht so enden", wenn es darum geht, dass ein gutes oder sehr gutes Abitur (entsprechendes in den USA) und Studium sehr wichtig ist.
Da sind "Walmart" und "Tankstelle" gerne in Sitcoms genannte Abschreckende Beispiele.
Das sind Tätigkeiten die nicht als "Arbeit" für Erwachsene, sondern maximal für den Ferienjob, Studium akzeptiert sind.

Nicht diese widerliche Dt. Einstellung "aber die brauchen wir doch auch", die eigentlich sagt "Ich brauche doch jemand, der mir den Spargel pflückt und den Boden schrubbt".


Denn wenn Spaß an der Arbeit vorhanden wäre, würden diese Menschen ihre Arbeit weiter machen wollen, auch mit 30mio auf dem Konto.
Aber das würde wohl NIEMAND der im Supermarkt, Jobcenter, Tankstelle etc. arbeitet.
Das ist wohl Fakt. Wenn es jemand täte, hätte der evtl. irgendeinen "Zwang" wie den Glauben er/sie müsse arbeiten, um leben zu dürfen. So eine Art Calvinistischer Arbeitsethos, der ja auch Christen icht fremd ist. Auch ohne Gläubigkeit, weil es in der christlich geprägten Gesellschaft verbreitet ist.
Die Italiener und Südländer sehen das trotz Katholizismus etwas lockerer.




Hier noch ein kurzweiliger Thread zur "Macht des Wortes Faul":
http://de.sci.psychologie.narkive.com/qq…des-wortes-faul

Sehr lesenswert.
Hier eine Besser formatierte, und von Fehlern beseitigte Version (ist aus Newsgroups, und Gemeinfrei, kein Forum mit Betreiber) ohne Unwichtiges:

Otto Huber

Zitat


Der Faulheit bezichtigt zu werden ist für viele erwachsene Menschen in Deutschland eine der schlimmsten Beleidigungen.
Bezichtigt man einen Erwachsenen der Faulheit, kann man sehr starke Emotionen hervorrufen. Viel stärkere als z. B. mit den Beleidigungen "Dieb", "Mörder", "A...loch" usw. Woran liegt das? Die so "herausgeforderte" Person versucht meist sofort einen Gegenbeweis zu erbringen, sei es durch Rechtfertigung oder demonstrativen "Fleiß".



Patrick

Zitat


Das ist eine soziologische Angelegenheit, würde ich meinen.
Der sprichwörtliche "Preußische" Fleiss hat sich seit dem 19. Jhdt sehr tief in die Deutsche Psyche festgesetzt.
Fleiss und Disziplin ist eine der Etiketten, die Deutschland von anderen Ländern gerne angehängt bekommt, wenn man sie danach fragt, welche Charaktika man den Deutschen zuschreiben könnte.

Nicht fleissig zu sein, widerspricht einfach der gesellschaftlich geforderten Norm.
Deshalb ist z.b. das Prinzip des "Sozialschmarotzers" gerade in deutschland auch so ein rotes Tuch.

Der sinn des Lebens ist arbeiten, so viel wie möglich, sich einreihen in die Massen der Angestellten und Fabrikarbeiter. Das ist die einzige respektvolle Beschäftigung in Deutschland. Niemand geniesst mehr Respekt, als der 12-Stunden Arbeiter am Fließband oder der Krankenhaus-Doktor, der sich selbst keine Auszeit gönnt.
Man schämt sich beinahe Urlaub zu beantragen, oder gar nach Ausgleich für Überstunden zu fragen.

Als Jugendlicher habe ich gerne meine Zeit nach der Schule auf dem Basketball-Platz verbracht, was mein Vater als nutzloses, unproduktives "Rumhängen" verurteilte. Ich hätte doch meine Zeit "besser nutzen" können, und er könne es kaum erwarten, dass mein "Lotterleben" bald ein Ende haben würde, wenn ich in die Erwachsenen-Welt eintrete, also arbeite.

Speziell die Kriegs- und Nachkriegs-Generationen können sich meist nur schwer vorstellen, dass man mit körperlich wenig anstrengender Arbeit (Akademiker, Autoren, Philosophen etc.) ehrbares Geld verdienen kann.
Solche Menschen werden oft mit Missvertrauen beäugt und man gönnt Ihnen ihren finanziellen Erfolg (wenn sie den haben) meist nicht wirklich.

Einen Vergleich zu anderen Ländern, kann ich an dieser Stelle leider nicht führen. Vielleicht hat da jemand Beispiele.

gruss,
-patrick-



Otto Huber

Zitat


Schlimm an der ganzen Sache ist aber der sinnlose Aktionismus und die ganze Heuchelei um das Thema Arbeit.
Arbeit muss SICHTBAR sein! Ganz wichtig! Sonst ist sie keine Arbeit.
Wer wirklich arbeitet muss griesgrämig dreinschauen. Er muss ständig seufzen und ächzen, damit auch jeder merkt wie er sich kaputtschuftet. Natürlich sehen das Kinder ständig und bekommen so gar keinen Bock auf seufzende und ächzende Arbeit.
Treffen die Leute einen alten Bekannte auf der Straße, dann tun sie hektisch und beschäftigt, auch wenn wirklich nichts zu tun ist. Nur nicht zugeben, dass man Zeit übrig hat.



Wolfram Heinrich

Zitat


Wenn du in Italien (oder sonstwo am Mittelmeer) durch die Gassen gehst, siehst du oft den Ladeninhaber in der Tür stehen und die Passanten beobachten; oder er sitzt vor dem Laden oder im gegenüberliegenden Cafè.
Dergleichen kannst du dir in Deutschland nicht erlauben (und wirst es auch kaum beobachten). Wer müßig in der Tür steht, dessen Geschäft geht offensichtlich nicht gut und in Geschäfte, die nicht gut gehen, geht man ungern (denn das wird schon seinen Grund haben).

Ciao
Wolfram



Zitat


alles gute punkte...

Gerade Italien scheint tatsächlich eine völlig entgegengesetzte Arbeitskultur (wenn man das mal so nennen darf) zu zeigen.
Die Wichtigkeit der Lebensqualität wird dort sehr viel höher eingeschaetzt.
In deutschland bedeutet Lebensqualität: Den ganzen Tag harte Arbeit, und am späten Abend ihre Früchte geniessen.
Übertragen auf's Leben heisst das: Arbeite so viel und hart wie möglich, solange du noch kannst - und geniesse das Resultat wenn du in Rente gehst.
Dass dieser Satz so logisch und leicht verstä0ndlich für Deutsche ist, zeigt, wie fest internalisiert diese pervertierte Lebens-Philosophie längst ist.

Wenn ich Teilzeit arbeiten könnte, ohne Gefahr zu laufen, meine täglichen Ausgaben nicht mehr decken zu können, und dafür mehr Privatleben bekomme - na wer will mir denn allen Ernstes das moralische Recht dazu absprechen?
Mein Vater vielleicht... Man könnte ja noch mehr Geld machen, und den Lebensabend noch mehr sichern, wenn man dann trotzdem Vollzeit arbeitet.

Leider müssen die Meisten von uns Vollzeit arbeiten (also rund 80% der wachen Lebenszeit), um sich selbst und der Familie ein halbwegs angenehmes Leben (das wären dann die restlichen 20%) zu ermöglichen.
Es läft immer wieder auf die alte Formel hinaus: Arbeiten um zu leben, oder andersrum?

gruss,
-p-




Karl Maxa

Zitat


Ich glaube, die getroffene "Wahl" (die für viele Betroffenen eigentlich oft gar keine Wahl mehr war, sondern für den Einzelnen bereits ein Paradigma) ist meist das Ergebnis frühkindlicher sozialer Prägung.
Ähnliches gilt meiner Meinung nach für die Beachtung von "ordentlich" und ähnlicher "positiver" Einstellungen (möglicherweise vorwiegend im deutschsprachigen Raum - und dort vorwiegend bei der älteren Generation angesiedelter unreflektiert übernommener (eingebläuter) Gebote. Vielleicht spielt in der Ausprägung der einverleibten Gebote auch das Nord-Süd-Gefälle eine Rolle. Obwohl es auch fleißige und ordentliche österreichische "Vorbilder" gibt (wir Ösis werden ja eher als lax kolportiert, einstens "Kamerad Schnürschuh").

Gruß Karl




Caryl

Zitat


Hi Patrick

Es ist tasächlich kulturell bedingt.
In Spanien etwa heisst es sprichwörtlich: Nur Dummköpfe arbeiten.
"Gute Berufe" sind übrigens in den meisten Ländern White-Collar-Jobs.
Dreck unter den Fingernägeln heisst meist, nicht klug genug gewesen zu sein, ins Gymnasium und auf die Hochschule zu gehen. Gleich Minuspunkte bei potentiellen Partnerinnen. Gleich weniger Status und Respekt seitens der anderen Männer.
Dass die Kinder es "einmal besser haben" sollen als die Eltern, läuft meist darauf hinaus, sie studieren zu lassen - oder dass sie zumindest nicht im Kohlepott, in einer Gießerei oder auf einer Baustelle malochen müssen.
Das überlässt man gern Immigranten. Deren Kinder es aber dann auch besser haben sollen... was neue Immigranten erfordert, deren Kinder es aber ... etc. ad infinitum oder zumindest bis Brave New World Tatsache wird.

Cheers
Caryl
PS
Gelegentliche Ironie, falls sicht selbst gemerkt.
Und cheers heisst auch nicht viel anderes als tschüss, um auf dein
letztes Posting noch zu antworten. ;-)





Patrick

Zitat


Inwieweit die Brave New World was mit Immigranten zu tun hat, weiss ich jetzt nicht. Aber es stimmt, dass "Baustellen" Arbeiter bei Frauen weniger gut ankommen, als Studierte. Das widerum rührt aber von dem Bedürfnis der Frau her, sich einen erfolgreichen Partner zu angeln, der die Familie (im moderneren Jäger-und-Sammler-Sinne) besser ernähren (oder mit Luxusgütern versorgen) kann als zb. ein Fliesenleger.
Dass kann man verurteilen oder auch nicht. Es ist naturbedingt wie die natürliche Polygamie der Männer. Aber der Unterschied liegt wieder in der Generation.
Das Spiel Frau-Mann, Partnersuche etc. spielt sich in der Regel innerhalb einer Generation ab. Die gegenseitige Akzeptanz besteht im Rahmen der "Erfolgs"-Regeln innerhalb dieser Generation.
Die Eltern dieses potentiellen Pärchens beurteilen den Erfolg der jüngeren Generation aber nach anderen Maßstäben.
wenn der schwiegersohn bereits Reich ist, ist das natürlich mehr als in Ordnung.
Wenn er aber erst am Anfang dieses Weges steht, und seine Karriere nicht klar definiert ist (studiert noch, oder geht einem bisher unbekannten Beruf nach), ist Ablehnung sehr viel wahrscheinlicher.

Die Erwartungshaltung der älteren Generation ist immer noch stark von den Erfolgsvorstellungen ihrer eigenen Generation abhängig.
Wenn ihre Tochter einen Verlobten nach Hause bringt, ist die wichtigste Frage, womit der eigentlich die Tochter ernähren will.
Bringt der Sohn seine Verlobte mit zu seinen Eltern, stehen die Hausfrauen-Qualitäten im Mittelpunkt.
Beides natürlich heutzutage nicht mehr so offen und geradeheraus wie das eine Generation früher noch der Fall war.

Wenn also die älteren Generationen immer noch Gesellschaftliche Erwartungshaltungen aus dem 19. Jahrhundert einnehmen (und das ist in Deutschland der Fall, und anderen traditionell eingestellten Ländern wie China, Japan, Griechenland etc.), ist es leicht zu sehen, woher bei uns jedenfalls die Einstellung zur Arbeit kommt. Aber ich glaube, ich schweife schon wieder ab...


Kleine Anmerkung von mir: Ich sehe da auch den Wunsch nach etwas kultivierterem als den gemeinen Arbeiter.




Daraus noch mal hervorgehoben:

„Der sinn des Lebens ist arbeiten, so viel wie möglich, sich einreihen in die Massen der Angestellten und Fabrikarbeiter. Das ist die einzige respektvolle Beschäftigung in Deutschland. Niemand geniesst mehr Respekt, als der 12-Stunden Arbeiter am Fließband oder der Krankenhaus-Doktor, der sich selbst keine Auszeit gönnt.
Man schämt sich beinahe Urlaub zu beantragen, oder gar nach Ausgleich für Überstunden zu fragen.“


und:


„Schlimm an der ganzen Sache ist aber der sinnlose Aktionismus und die ganze Heuchelei um das Thema Arbeit.
Arbeit muss SICHTBAR sein! Ganz wichtig! Sonst ist sie keine Arbeit.
Wer wirklich arbeitet muss griesgrämig dreinschauen. Er muss ständig seufzen und ächzen, damit auch jeder merkt wie er sich kaputtschuftet. Natürlich sehen das Kinder ständig und bekommen so gar keinen Bock auf seufzende und ächzende Arbeit.
Treffen die Leute einen alten Bekannte auf der Straße, dann tun sie hektisch und beschäftigt, auch wenn wirklich nichts zu tun ist. Nur nicht zugeben, dass man Zeit übrig hat.“







Das ist ist "Paraportal.org" im Bereich "Philosophie", und kein Fachforum.
Da wird man ja wohl sachlich diskutieren können. Ohne Standesdünkel und selbstgerechte hohe Bilder vom eigenen Beruf an denen man nicht kratzen darf.

Philosophie ist eh schon eine Disziplin ohne DIE Wahrheit ist. Wie z.B. im Bereich Ethik wo ich z.B. eine jedem Bürger freiwillig und kostenlos angebotene Eugenik (warum sollte man es anders nennen, und sich damit der Gefahr der "Eugenik-Keule" aussetzen) als etwas ausschließlich positives verteidigen kann.
Ich habe gerade so ein Proll "selfs" bei YouTube, der die Ausführungen einfach nur als "widerlich" bezeichnet, aber auf Nachfrage nicht bereit ist zu sagen, was genau denn "widerlich" ist.
Statt dessen nur ein Video von Pispers über die Krankenkassen aus den 90ern oder 80ern verlinkt.
Wo es um Beiträge nach Gesundheitszustand, Sport treiben etc. geht. Kann man problematisch befinden, aber hat mit freiwilliger Eugenik als Angebot NICHTS zu tun. Etwas kostenlos zu bieten, wofür andere sonst bezahlen müssten.
Ohne Zwang.
Aber das ist ein anderes Thema.



Das war kein "Trollversuch", das meine ich alles sehr ernst.

Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von »Tobias Claren« (17. Oktober 2015, 01:15)


Ragnarsson

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Samstag, 17. Oktober 2015, 01:14

Um meine Position mal etwas klarzustellen: Ich selbst leide an Depressionen die rein garnichts mit irgendetwas beruflichem oder einer Frustriertheit zu tun haben. JEDER Mensch kann Depressionen (oder sonstige psychische Erkrankungen) bekommen. Da ist es egal ob es ein Bettler ist, ein "Unterklassearbeiter", jemand im Traumberuf, ein Manager oder was auch immer, es kann theoretisch jeden Treffen weil eben die Gründe definitiv unterschiedlich sind. Siehe Schauspieler/Musiker/Topsportler die sind auch nicht vor Depressionen gefeit weil es eben bei ihnen andere Faktoren gibt die sie in eine Krankheit stürzen. Ne tolle Arbeit schützt nicht vor psychischen Erkrankungen und eine "schlechte" bzw keine Arbeit erzeugt nicht automatisch eine Krankheit.

Und zum Thema Hobbypsychologie: Wenn jemand ein psychisches Profil von Ausserhalb sprich von Hörensagen, Öffentlichen Auftritten und ähnlichem erstellt, dann ist das definitiv keine seriöse Herangehensweise an eine psychologische Analyse. Egal ob der jenige studiert hat oder nicht. Wenn ein Studierter Biologe eine Aussage zu einer Epidemie macht ohne grundlegende Informationen (beim Psychologen sind das Gespräche, Tagebücher oder ähnliches) dann ist das auch nicht seriös sondern Pfuscherei, ebenso wenn ein Allgemeinmediziner eine Diagnose stellt weil jemand erzählt dass ein anderer diese und jene Symptome hat, ohne dass er selbst den Patienten gesehen hat, dann ist auch hier egal ob er es studiert hat oder nicht.
Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

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Samstag, 17. Oktober 2015, 01:32

Das ist völlig in Ordnung (auch wenn es komisch klingt), das bestreite ich absolut nicht.
Aber was ist denn das für eine unwissenschaftliche Argumentation, "bei mir hat es NICHTS mit der Arbeit zu tun, also ist das generell ausgeschlossen".
Das wäre ja nicht mal sogenannte "anekdotische Evidenz", das ist gar nichts.
Ist nicht bös gemeint. Ich weiß, dass es Menschen gibt, die rein neurologisch "falsch funktionieren".
Also rein neurologisch ohne erkennbaren Grund.


Aber man sollte akzeptieren, dass ein mieses frustrierendes Leben ein Grund sein kann.
Aber auch besonders, dass ein Leben dass einer als "Mies und frustrierend" empfindet, für den Anderen ganz normal sein kann.
Jemand der sich seinen Lebenssinn außerhalb der Arbeit holt, und für sich akzeptiert nur für Geld zu arbeiten.

Aber es gibt nun mal Menschen, die kein Interesse an diesen Dingen wie "Ausgehen", "Partnerschaft/Partnersuche", Face-to-Face-Freunden (In der Wissenschaft Freunde die man ohne speziellen Grund hat und trifft, sondern Freunde zum reden über "Gott und die Welt", "einen trinken gehen" etc.), anlasslosen sozialen Kontakten (also auch Jahrelang nur für Arbeit und Einkauf rausgehen und niemand einladen/treffen können, ohne "einsam" zu sein), "Malle"/Thailand, Alkoholkonsum etc. haben.

Und das ist in Ordnung, und nicht "krank" oder muss "behandelt" werden. Das Gegenstück zu "Face-to-face" ist "Side-by-Side".
Bekannte bis Freunde, die man aber nur für ein gemeinsames Interesse trifft. Nicht "ausgehen", "einen trinken gehen" etc..
Schönes Beispiel die fiktive Figur "Sheldon Cooper". Gemeinsames Essen bzw. Essen gehen eher als soziale Verpflichtung. Allerdings auch nicht ungern.
Den man zu einer Geburtstagsfeier bzw. einem Geschenk überreden muss, indem man sagt es wäre eine "Nichtoptionale gesellschaftliche Konvention".
Es sind halt Menschen mit gemeinsamen Interessen (mit einer Ausnahme), das ist die Basis.
Käme die "Gute Fee", und ich habe die Wahl zwischen einem "Sheldon Cooper"-Leben mit evtl. 2500 Dollar Netto (aber auch mit 800 Euro), oder einem "Alice-Cooper"-Leben mit evtl. 65mio Dollar im Jahr, ich würde ersteren wählen.
Auch wenn z.B. "Asperger" dazu gehören würde.
Ja, gäbe es Hirn-OPs basierend auf den Fällen von Unfällen die zu "Erworbenem Savant-Syndrom", ich würde darüber nachdenken, auch wenn ich dafür mit "Asperger" "leben müsste".
Wobei ich das extra in Anführungszeichen setze, denn das Leben muss sich dadurch nicht großartig von freiwilliger Abwesenheit von sozialen Kontakten unterscheiden.


Was hat so jemand, der mit seinem Leben, seiner Arbeit unglücklich ist, vom Leben, wenn er nicht eine Arbeit hat, wo er sich Freitag nachmittag auf Montag morgen freut?
Der sich nicht auf "Feierabend" und "Wochenende" freut, weil man da nicht arbeiten muss, sondern höchstens mal, weil man was konkretes vor hat.
Der nicht mit einem "Bierchen runterkommen" muss...


Oft heißt es ja, man solle nicht "Leben um zu arbeiten", sondern "arbeiten um zu leben".
Das ist diskriminierend, es schließt aus, dass ein Mensch GERNE Lebt um zu arbeiten.
Dass die Arbeit sein Leben ist
Z.B. ein nerdiger Uni-Physiker der heimlich Überstunden macht. Den der Unileiter zwingen muss den Jahresurlaub zu nehmen.
Der Stress macht wenn er in Rente gehen soll. So wie Anton Zeilinger drohte, dann halt ins Ausland zu gehen.





Was das erstellen von Biografien mit Analytischer Betrachtung der Psyche angeht, die erhebt gar nicht den Anspruch der evtl. möglichen Qualität einer persönlichen Begutachtung mit persönlichem Gespräch.
Allerdings sind Befragungen von Verwandten, alten Nachbarn, Lehrern etc. besser als wenn sich eine Person einem Gespräch mit allen EInzelheiuten verweigert.

Es war wohl in LA MItte letztes Jahrhundert üblich Polizisten loszuschicken, die den Leumund eines Anwärter ausleuchten. Familie, Freunde, Nachbarn etc. befragen.
Anschließend entschied dann ein Kommitee aus Bürgern (!) unter Aufsicht eines Polizisten ob der Polizist werden darf.

Natürlich war das kein Tiefenpsychologisches Profil, es diente nur als eine Hürde.
Ich habe es hier nur Anekdotenhaft erwähnt.


Noch so ein Ding, "Integritätstests".

Es gibt Integritätstests seit Mitte des letzten Jahrhunderts aus den USA.
Institutionen und Firmen testen Bewerber und Angestellte so auf ihren Charakter.

Da wird dann schon mal in einer Wortwahl die Akzeptanz suggerieren soll, Steuerhinterziehung als was normales rübergebracht.
Evtl. behauptet dass dies ja "jeder" mache. Wer dieser Behauptung nicht widerspricht, ist bei der "Frage" (in der nie ein Fragezeichen vorkommen muss) "durchgefallen".
Denn es gilt, wer z.B. Steuerhinterziehung nicht ablehnt, belästigt auch eher Kolleginnen (angenommen es ist ein Mann), und würde sich eher am Unternehmen rächen wenn man ihn entlässt.
Oder lässt eher mal Dinge mitgehen. Das ist statistisch belegt. Es gab auch einen Radiobericht im Deutschlandfunk mit einem Psychologen (in dem diese Verknüpfungen genannt wurden) über diese Tests, leider finde ich den auf die Schnelle nicht.
In dem wurde auch eine Deutsche Firma erwähnt wo der Chef die Mitarbeiter den Test hat machen lassen.
Zur Akzeptanzsteigerung hat er selbst und die Führung voller Selbstüberzeugung den Test auch gemacht.
Die Sache wurde dann verschwinden gelassen als die ihre eigenen Ergebnisse lasen.....
Denn die potentiell schädlichsten Mitarbeiter waren die Chefs/Vorgesetzten...

Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von »Tobias Claren« (17. Oktober 2015, 02:00)


Ragnarsson

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Samstag, 17. Oktober 2015, 01:55

Bei mir hat es schlicht und ergreifend Nichts mit der Arbeit zu tun weil es traumatische Gründe hat und ich bekam sie NACH meinem ABI und vor meinem Studium (bei dem ich genau das Fach bekommen habe das mich interessiert hat). Also in dem Bereich hatte ich keinerlei Stress, Ängste oder was auch immer.

Ich frage mich allerdings worauf du hinaus willst? Für mich klingt es so als hättest du keinen Bock auf deine Arbeit und willst keine Freunde. Is ja auch ok, ist deine Entscheidung aber da bist du der einzige Mensch der irgendetwas daran ändern kann.
Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

Tobias Claren

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Samstag, 17. Oktober 2015, 02:30

"Traumatische Gründe" klingt allerdings nach einem oder mehreren Geschehnissen.
Nicht nur einfach neurologisch bedingt. Da wäre generell möglich rein basierend auf Erlebnissen (z.B. PTBS bei Soldaten), oder natürlich mit neurologischer Basis, und Dinge die nicht für jeden so schlimm sind, lösen es dann stärker aus (so wie angeblich mancher anfälliger für Alkoholismus sein soll). Oder völlig ohne einen Grund eines Erlebniss, ein auf einem Ungleichgewicht etc. im Gehirn basierend.

Ich habe es zweimal erlebt, das ich tagsüber einschlief, und beim aufwachen ein ganz eigenartiges "Körpergefühl" hatte.
Evtl. wie ein Schreckmoment der anhält, mit einem Gefühl als wäre man im Fieberwahn wo man "Gedanken" hat, die man nicht mal beschreiben kann, keine richtigen Gedanken sind.
Nach wenigen Minuten war es vorbei. Ich bin 36, und das ist schon einige Zeit her, also nichts worüber ich mir sorgen machen müsste.
Aber ein völlig grundloser Zustand.




Bevor ich mich einem Schicksal in Lohnsklaverei unterwerfen würde, würde ich evtl. eher "schluss machen". Am Leben hielte einen evtl.. wenn man wie nicht wenige Experten von der technologischen SIngularität MItte des Jahrhunderts ausgeht. Man also noch den Zeitpunkt erleben kann, wo man durch Technik tatsächlich unsterblich werden könnte. In evtl. 35 Jahren, verbreiteter Schätzung nach.
Das klingt "fantastischer" als es rational betrachtet ist. Alles was technich möglich ist, wird möglich werden (und das aufgrund der Beschleunigung recht unerwartet. Evtl. aufgrund einer "Seed AI"), und der Mensch ist auch nur eine "Maschine".
Auch das Bewusstsein ist nicht ohne die "Biomasse" möglich. Evtl. gibt es Quanteneffekte die es entstehen lassen, aber auch dann ist es das Gehirn, dass es wie eine Art "Bio-Quantencomputer" erzeugt.
Von Geistern halte ich daher auch nichts, tot ist tot. "Aliens", auch die Möglichkeit deren Besuches ist aber ganz logisch gegeben, Der Mensch existiert, also gibt es auch intelligentes Leben. Und "um so intelligenter ein Wesen, um so neugieriger ist es" sagt man in der Biologie. Also werden existierens Aliens immer bessere Teleskope bauen, Milliardenfach, Billionenfach besser (bündelung millionen oder miliarden von Teleskopen im All, oder evtl. "Project Focal") als aktuell auf der Erde. Werden suchen und suchen, und irgendwann auch alle Planeten mit Leben in zig oder hunderten bzw. tausenden Lichtjahren finden.
Und dannn auch aufbrechen, auch mit Unterlicht bei z.B. 15% (gilt zusammen mit Kernfusion als möglich) über tausende Jahre.


Praktisch aber eher von "hier und da Gelegenheiten", als es noch kein Abo gab Aufträge über MyHammer, hier und da Teilnahme an Studie (weit weniger als erlaubt wäre) etc. leben. Ist man erst mal im Rentenalter, bekommt man unabhängig davon ob man je eingezahlt hat, um ich glaube 800 Euro (nach heutigem Stand). Wer 2030 in Rente geht, und 2000 Brutto verdient hat, soll angeblich auch nicht mehr bekommen...
Von €800 könnte ich locker leben, Warmiete, Strom, Internet, Nahrung,
Krankenversicherung etc. zahlen, und hätte noch einiges jeden Monat
über.
Evtl. jeden Monat 300 Euro.



ES reichen ja schon 450 Euro zum leben (evtl. sogar, wenn man ~160KV zahlen muss, dass ist die Untergrenze freiwillig Versicherter). Inkl. Wohnung in der Kölner City.
Ja, ich erinnere mich sogar an eine Anzeige für ein 16m-1Z-Appartment mit WC auf dem Flur für ich glaube an oder knapp unter 200 Euro im Monat warm. Kann man sich schön (Möbel, Lampen etc. zusammenpassend, z.B. 70er von eBay) und auch medial up-to-Date einrichten. In Zeiten von 5mm-TV, passt sogar der 50", der in Röhrenzeiten bzw. bei Rückpro ein Schrank war rein.
Dazu eines der beliebtesten Viertel von Köln. "Zu beliebt" für Anwohner, die sich über die wilden "Partys" (laute Gespräche bis in die Nacht) auf dem Vorplatz beschwerten. Inkl. TV-Berichten dazu.




Hier übrigens ein studierter Sozialarbeiter, der nur so viel arbeitet, wie er für sein einfaches Leben braucht:
http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/827051

Video: https://www.youtube.com/watch?v=MoVU1qz50SY

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Tobias Claren« (17. Oktober 2015, 02:39)


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