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Ricya

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Samstag, 8. März 2008, 10:55

Racetrack: Wandernde Felsen des Death Valley

1915 wurde das seltsame Phänomen zum ersten mal entdeckt:

Die wandernden Steine im Death Valley/Kalifornien:
[attachment=2] bild01.jpg [/attachment]

In einem ausgetrockneten Seebett genannt "Racetrack Playa", scheinen sich Steine und Felsbrocken wie von Geisterhand selbst über den Boden zu Schieben............
Niemand hat dieses Ereignis live beobachtet, man sieht nur immer die "Gleitspuren", die die scheinbar mit Eigenleben ausgestatten Brocken hinterlassen.
Manche legen dabei eine Strecke von bis zu 800 Metern zurück und das obwohl sie oft ein Gewicht von bis zu 300 Kg aufweisen!

Erklärungsversuche:

In den 1960iger und 1970iger Jahren gingen viele Menschen davon aus, daß Außerirdische Nachts den See besuchen und die Steine hin und her schieben...............

Wenn man mal von dieser drolligen Annahme absieht, hat die Wissenschaft doch einige Erklärungen parat, die sich etwas logischer anhören, aber deren Richtigkeit dennoch nicht zu Beweisen sind:

1.Theorie:
Aufgestellt von dem Geologen Bob Sharp, der 30 dieser Gesteinsbrocken beobachtete. Er kam zu dem Ergebnis, dass die Bewegungen durch Sturm entstanden waren, wobei einige der Brocken mit mehr als einem Meter pro Sekunde unterwegs gewesen sein müssten. Interessant war, dass von den 30 beobachteten Steinen 7 gänzlich verschwunden waren.

2. Theorie:Kam im Jahr 1996 von der Geologin Paula Messina von der Jose State University, die 162 Exemplare dieser "Rolling Stones" dokumentierte die Wanderungen während regelmässiger Besuche untersuchte. Sie kam zu dem Schluss, dass der Transport der Gesteine nach den seltenen, aber heftigen Regenfällen stattfand, wobei der trockene lehmige Boden des Seebettes Wasser aufsaugt, extrem glitschig wird und sich unter die Gesteinsbrocken schiebt. Gleichzeitige starke Winde bis 100 km/h sollen dann, so der Schluss der Geologin, die Steine auf dem schlüpfrigen Boden mit hoher Geschwindigkeit bewegen. Diese "Aquaplaning" - Erklärung wurde jedoch mittlerweile von anderen Geologen bestritten. Deren eigene Untersuchungen ergaben, dass die Windgeschwindigkeit ca. 280 km/h betragen müsste, um Brocken dieser Größe einfach über rutschigen Boden zu Schieben.
[attachment=0] VIEW.jpg [/attachment]


3. Theorie:
stammt vom Geologen John Reid. Dieser nimmt an, dass eine Anzahl von Gesteinsbrocken in einer Eisdecke gelegen hat und dass sich die Brocken bei starken Winden alle parallel auf dieser Eisschicht bewegten. Diese These ist jedoch nur bedingt aussagefähig, da es Stellen gibt, an welchen keine Parallelbewegung feststellbar ist, und manche Spueren sogar im Zickzack verlaufen. Auch diese Theorie, vorgeschlagen im Jahr 1955, wurde später verworfen.
[attachment=1] bild02.jpg [/attachment]


Also, was passiert da?
Es bleibt ein Rätsel! Und das obwohl man meinen möchte, daß die Wissenschaft bei dem heutigen Stand der Technik schon lange etwas hätte herausfinden können..............


Quellen:
www.mineralienatlas.de/lexikon/i ... e%20Steine
www.pm-magazin.de/de/wissensnews/wn_id1022.htm
www.freenet.de/freenet/wissensch ... ne/02.html
www.freenet.de/freenet/wissensch ... index.html

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Samstag, 8. März 2008, 14:15

Re: Die "wandernden Steine" im Death Valley

Naja, sicher hätte man die Ursache schon längst herausfinden können. Dafür müßte man nur an genügend Steinen Kameras aufstellen und sie über einen längeren Zeitraum beobachten. Die Frage ist nur, wer würde das tun und vor allem bezahlen? Ich schätze mal, ein paar "wandernde Steine" sind nicht unbedingt ein vorrangiges Ziel der Wissenschaft. Aber selbst die Zickzackspuren lassen sich erklären. So sind diese Steine ja quasi nie völlig rund. Und solang sie sich nirgendwo verhaken, rutschen sie eben stur geradeaus, wenn der Wind sie schiebt. Sobald sie sich aber irgendwo festkrallen, drehen sie sich um eben diesen Punkt und ändern die Richtung. Und je nachdem, wie knubbelig so ein Brocken ist, tut er das eben öfter, oder garnicht. Also schließt die Tatsache, dass sie sich eben nicht immer in gerader Linie fortbewegen Wind als Ursache nicht aus.

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Samstag, 8. März 2008, 14:31

Re: Die "wandernden Steine" im Death Valley

@Niesel

die wanderndern Steine sind gut dokumentiert und auch gefilmt worden,kam vor ein-zwei Jahren mal ne Doku mit solchen und ähnlichen Phänomenen auf BBC- "das Geheimnis von Death Valley" oder so

man hat tatsächlich filmen können wie sich die Steine bewegen-sorry-Ausserirdische wurden nicht gefilmt

vielmehr sind die Steine scheinbar von allein gewandert, selbst die Windgeschwindigkeit war nicht extrem hoch (wobei,wenn sich unter den Steinen in der eisigen Wüstennacht eine Eisschicht gebildet hätte, hätt er vielleicht doch ausgereicht)

Tatsache ist dass man immer noch keine klaren Beweise hat was diesen Effekt verursacht

Zitat

Die Frage ist nur, wer würde das tun und vor allem bezahlen? Ich schätze mal, ein paar "wandernde Steine" sind nicht unbedingt ein vorrangiges Ziel der Wissenschaft

es gibt unsinnigere Projekte der Wissenschaft-irgend jemand wird sich schon finden

Zitat

Aber selbst die Zickzackspuren lassen sich erklären. So sind diese Steine ja quasi nie völlig rund. Und solang sie sich nirgendwo verhaken, rutschen sie eben stur geradeaus, wenn der Wind sie schiebt. Sobald sie sich aber irgendwo festkrallen, drehen sie sich um eben diesen Punkt und ändern die Richtung. Und je nachdem, wie knubbelig so ein Brocken ist, tut er das eben öfter, oder garnicht.


gutes Argument-sehe ich genauso
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Samstag, 8. März 2008, 16:30

Re: Die "wandernden Steine" im Death Valley

Zitat

So sind diese Steine ja quasi nie völlig rund. Und solang sie sich nirgendwo verhaken, rutschen sie eben stur geradeaus, wenn der Wind sie schiebt. Sobald sie sich aber irgendwo festkrallen, drehen sie sich um eben diesen Punkt und ändern die Richtung. Und je nachdem, wie knubbelig so ein Brocken ist, tut er das eben öfter, oder garnicht. Also schließt die Tatsache, dass sie sich eben nicht immer in gerader Linie fortbewegen Wind als Ursache nicht aus.


Ja, stimmt, Niesel, das Argument ist wirklich gut.................
Sie bleiben irgendwo hängen (reicht ja ne kleine Unebenheit) und der Wind fängt sich und drückt sie sozusagen in eine andere Richtung!´

Aber dann haben wir mit dieser Aussage noch ein Problem:

Zitat

Deren eigene Untersuchungen ergaben, dass die Windgeschwindigkeit ca. 280 km/h betragen müsste, um Brocken dieser Größe einfach über rutschigen Boden zu Schieben.


Lg Ricya
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Samstag, 8. März 2008, 16:52

Re: Die "wandernden Steine" im Death Valley

Ich habe hier eine sehr interessante Seite dazu gefunden. Darin steht, dass die "Wind und Matsch"-Theorie eben NICHT widerlegt ist, sondern im Gegenteil wieder aktuell. Im Grunde gibt es zwei Theorien, die sich gegenseitig nicht ausschließen, da sie ihrerseits jeweils verschiedene Charakteristika dieses Phänomens recht gut erklären. Einmal halt die mit dem Matsch. Und dann die, dass diese Steine im Eis einfrieren und sich dann mitsamt dieser Eischollen bewegen. Das erklärt auch, dass viele dieser Spuren synchron verlaufen, weil sich mehrere, in der selben Scholle eingeschlossene Steine eben auch nur gemeinsam in jeweils die selbe Richtung bewegen können. Letzte Sicherheit gibt es zwar noch nicht, aber es ist auf jeden Fall nichts Übernatürliches daran. Es ist einfach ein seltenes und ziemlich witziges Phänomen, dass offensichtlich auch weiterhin erforscht wird.

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Samstag, 8. März 2008, 16:56

Re: Die "wandernden Steine" im Death Valley

sagt ja auch keiner dass es übernatürlich sein soll (mal von der Alientheorie abgesehen :mrgreen: )-nur eben noch nicht erforscht

ich finde die Erklärung schlüssig-ist aber im Grund au mal wieder nix neues
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Samstag, 8. März 2008, 16:59

Re: Die "wandernden Steine" im Death Valley

Ja, Hey, super!
Danke für den Link, Niesel! ;)

Zitat

sagt ja auch keiner dass es übernatürlich sein soll (mal von der Alientheorie abgesehen )-nur eben noch nicht erforscht


Stimmt, hat keiner behauptet, ich finde es eben, wie Niesel schon sagt, eine witzige Laune der Natur, bei der ich es unglaublich finde, daß es eben die Natur so schwer macht, den genauen Vorgang heraus zu Finden und uns Menschen immer wieder vor Rätsel stellt!

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Samstag, 8. März 2008, 17:02

Re: Die "wandernden Steine" im Death Valley

jau-klasse Niesel-

genauso wie die Orte an denen angeblich Gegenstände bergauf rollen sollen (müsst ihr mal googeln)
eine nette Laune der Natur, aber meist mit optischer Täuschung erklärbar
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9

Sonntag, 9. März 2008, 10:02

Re: Die "wandernden Steine" im Death Valley

Zu den Gegenständen, die "angeblich" bergauf rollen, haben wir einen extra Thread hier:


Und da handelt sich im Gegensatz zu den Steinen im Death Valley tatsächlich nur um optische Täuschung!

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Montag, 10. März 2008, 12:37

Re: Die "wandernden Steine" im Death Valley

Hallo Ricya

Auch hierzu kann ich mit nem weiteren interessanten Link dienen.
Bebildert und auch mit Grafiken versehen, die versuchen eine mögliche Ursache des Phänomens zu begründen.
Ist halt in englisch. Und mein englisch ist in aller sa*. ;) Habe es halt in der schule nicht gehabt. :oops:
Aber hier ist, soweit ich es verstehe, auch wieder von Eisdecke und Winden die Rede.
Hier der Link: http://sophia.smith.edu/~lfletche/deathvalley.html

Gruß
Frank
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. (Mark Twain)
Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wieviel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen. (A. Einstein)

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11

Montag, 10. März 2008, 13:59

Re: Die "wandernden Steine" im Death Valley

Danke, Frank M!

Nieselpriem hat diese Seite zwar weiter oben schon verlinkt, aber es freut mich immer, wenn User versuchen Neues herauszufinden! ;)

Lg Ricya
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Samstag, 31. Mai 2008, 21:17

Re: Die "wandernden Steine" im Death Valley

In diesem Youtube Video wird erstmals festgehalten, wie sich die Steine Bewegen.


Am südlichen Ende des Racetrack Playa, liegt ein kleiner See, der nach starkem Unwetter überbleibt. Der starke Wind sorgt nun dafür, dass sich das Wasser ausbreitet (ähnlich wie die Wasserfarbbilder aus der Grundschule, bei denen man mit Hilfe von Strohhälmen die Wasser-Farben Mischung dazu bringt sich auf dem Blatt auszubreiten). Das Wasser gefriert in den kalten Wüstennächten und der Boden wird zu einem Gemisch aus Eis und Matsch, der Wind sorgt nun dafür, dass selbst die großen und schweren Steine sich über den Racetrack Playa wie von Geisterhand fortbewegen. Das Wasser verdunstet nun wieder über die heißeren Tage bis zum nächsten Unwetter. Die Steine hinterlassen eine markante Spur am Boden.


Video:
Moving Rocks of Death Valley
"In Christianity neither morality nor religion come into contact with reality at any point." - Friedrich Nietzsche, The Antichrist, section 16

moonshaman

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Samstag, 18. Oktober 2008, 21:23

Re: Die "wandernden Steine" im Death Valley

erstensmal zur 1. theorie die ganz oben angeführt ist wie soll den bitte schön ein sturm solche brocken bewegen?
zweitens hatt eigntlich schon mal die steine auf einen bestimmten metallgehalt überprüft der möglicherweise auf etwas magnetisch reagiert :idea:
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Samstag, 18. Oktober 2008, 23:24

Re: Die "wandernden Steine" im Death Valley

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moonshaman

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Sonntag, 19. Oktober 2008, 00:55

Re: Die "wandernden Steine" im Death Valley

weil es SEHR wahrscheinlich keine gibt zumindest nicht auf der erde und deshalb diskutieren wir über wahrscheinlichere theorien :mrgreen:

lg
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