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Ricya

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Samstag, 15. März 2008, 10:42

Wer erfand eigentlich........

Liebe Leute der PP-Gemeinde, ich werde mich künftig in diesem Thread ein bißchen um unser aller Allgemeinwissen kümmern! ;)
Von daher möchte ich hier die Erfindung bekannter Alltagsgegenstände sammeln. Wer mithelfen möchte, ist gerne willkommen!

Diesmal:

Wer erfand das Pflaster?

Heute nicht mehr wegzudenken: Das Pflaster.
Wir sind damit in der Lage kleinere Wunden selbst zu versorgen und in speziellen Fällen sogar Pflaster mit Medikamenteninhalt zu verwenden. Doch, wer kam eigentlich auf diese glorreiche Idee? Wer erfand das Pflaster, wie wir es heute kennen?


Paul Carl Beiersdorf nennt sich der Mann. Am 26.03.1836 wurde er geboren, doch über seine Kindheit ist wenig bekannt. Erst ab 1880 kann man sein Leben detailliert nachvollziehen. Denn in diesem Jahr, fing er an eine Apotheke in Hamburg zu betreiben. Als Apotheker führte er auch physiologische und lebensmittelchemische Untersuchungen durch.


So entwickelte er z.b. Salbenmullbinden. Aus den USA waren ihm sogenannte "Kautschukpflaster" bekannt, die er in Deutschland als erste, auch im kalten Zustand haftende Pflaster einführte.

Zitat

Beiersdorf entwickelte die Heftpflaster zu Heilpflastern weiter, indem er sie mit klebendem Harz und mit Guttapercha versah, worauf die Pflaster mit unterschiedlichen Arzneistoffen bestrichen wurden. Am 8. November 1882 erhielt er sein Patent zur Produktion "gestrichener Pflaster". Dieses Datum gilt als Geburtsstunde des Unternehmens Beiersdorf.

http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=2186&RID=1

Weitere Quelle: http://www.beiersdorf.de/Area-About-us/U…hichte.aspx?l=1

Na, jetzt wissen wir, an wenn wir denken müssen, wenn wir z.b. die aufgeschlagenen Knie unserer Kinder versorgen müssen! :P

Lg Ricya
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Sonntag, 16. März 2008, 11:01

Re: Wer erfand eigentlich........

Heute:

Die Cornflakes (Corn=Mais /Flakes=Flocken)

Jeder kennt die beliebten Frühstücksflocken, die es mittlerweile in zig Varianten zu kaufen gibt.
Doch, wie kommt man auf so eine Idee?


Nennen wir es den Faktor Zufall:

Man schrieb das Jahr 1897. Die Brüder Dr. John und William Kellog waren in einem Erholungsheim tätig. John Kellog war sogar Chef dieser Einrichtung. Er war ein fanatischer Gesundheitsapostel und lehnte kategorisch alles ab, daß ein bißchen ungesund sein könnte. Aus diesem Grund stellte er eine spezielle Kost für seine Patienten zusammen: kein Kaffee, kein Zucker, kein Fleisch - zwar ziemlich Bäh, aber Hauptsache gesund.
Um auch einmal etwas anderes als Brot servieren zu können, begannen die Brüder eine Art "Kekse" selbst herzustellen, die den Patienten dann auf den Tisch gestellt wurden.

Und da passierte es:
Will vergaß am Abend eine Schüssel mit angerührtem Weizenteig. Das Ergebnis am nächsten Tag, waren hart gewordene Brocken. Man kam auf die Idee das Ganze trotzdem durch eine Rolle zu lassen und die "Brösel" ganz austrocknen zu lassen.
So wurden am 7.März 1897 die Cornflakes erfunden.

Den Patienten zog es die Dinger natürlich nicht großartig rein. Angeblich schmeckten sie grauenhaft. Da kam Will auf die Idee, die Flocken mit Malz und Zucker zu versüßen. (John dagegen muß das gar nicht "geschmeckt" haben) Und so gründete Will Kellog alleine das Großunternehmen, dessen roten Hahn auf der Schachtel wir noch heute beim Frühstück angucken können.

Quellen:
http://www.kindernetz.de/infonetz/erfind…xmie/index.html
http://www.br-online.de/kinder/fragen-ve…sen/2006/01455/

Lg Ricya
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Nieselpriem

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Sonntag, 16. März 2008, 15:43

Re: Wer erfand eigentlich........

Netter Thread. Da kann ich gleich mal etwas Lokalpatriotismus einbringen. Denn Dresden ist nicht nur DIE Kulturstadt Deutschlands, sondern auch eine Stadt der Erfinder. Aber fangen wir doch einfach mal klein an.

Und zwar mit dem Kaffeefilter.

Erfunden hat ihn Melitta Bentz (* 31. Januar 1873 in Dresden; † 29. Juni 1950 in Holzhausen an der Porta Westfalica), geborene Liebscher, und zwar 1908.

Melitta war bis zur ihrer Erfindung Hausfrau. Da ihr und ihren Freundinnen diese braunen Krümel im Getränk regelmäßig das Kaffeekränzchen verhagelten, fing sie irgendwann an, mit den Löschblättern aus den Schulheften ihrer Söhne zu experimentieren. Diese legte sie in einen Messingtopf, den sie selbst mit Nägeln durchlöchert hatte. Als der kaffeesatzfreie Kaffee auf allgemeine Begeisterung stieß, entschloss sie sich Unternehmerin zu werden.

Mit einem Eigenkapital von 73 Pfennigen meldete sie am 8. Juli 1908 beim kaiserlichen Patentamt Gebrauchsmusterschutz an und gründete am 15. Dezember zusammen mit ihrem Ehemann Hugo das unternehmen "Melitta".

Er und ihre Söhne Horst und Willi waren auch die ersten Mitarbeiter des aufstrebenden Unternehmens. 1910 errang die Firma goldene und silberne Medaillen der internationalen Hygieneausstellung und des sächsischen Gastwirtevereins. 1915 und 1920 mußte ihrUnternehmen wegen Platzmangels bereits zweimal umziehen. Und 1924 waren bereits 100.000 Filter produziert worden.

1927 war die Nachfrage nach den Produkten schon so hoch und die Firma so erfolgreich, dass die 80 Arbeiter nun im Doppelschichtsystem arbeiten mussten. 1929 zog man ins ostwestfälische Minden, da sich in Dresden keine geeigneten Produktionsräume fanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg war man fast am Ende und die Arbeiter mussten erst einmal in alten Fabriken oder Kasernen arbeiten, da die Hauptfabrik im Krieg zerstört worden war.

Heute ist das von Melitta Bentz gegründete Unternehmen, die Melitta Unternehmensgruppe Bentz KG, eine internationale Gruppe mit 3.300 Beschäftigten, die von ihren Enkeln Thomas und Stephan geführt wird und mit einem Jahresumsatz von mehreren Milliarden Mark weltweit die Nummer eins auf dem Kaffezubehörmarkt. Der Hauptsitz der Firma liegt im ostwestfälischen Minden.

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Melitta_Bentz
http://www.erfinder.at/mellitta.php

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Montag, 17. März 2008, 12:27

Re: Wer erfand eigentlich........

Das Fahrrad:


Ab dem 17.Jahrhundert sind Aufzeichnungen bekannt, nach denen in dieser Zeit die ersten von menschlicher Muskelkraft betriebenen Fuhrwerke durch die Gegend gondelten.
Natürlich beschränkte sich das auf die Reichen unter der Bevölkerung, die sich mit diesen Vehikeln von ihren Lakaien durch schöne Parklandschaften kutschieren ließen:

Zitat

sie wurden über Pedale vom Personal angetrieben. Jedoch benötigten Muskelkraftwagen wegen der immensen Masse viel Kraft, so dass eine relativ schnelle Ermüdung die Folge war.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrrad

Tja...........die Lakaien hatten scheinbar mächtig Freude dran! 8-)


1817 erfand dann der Freiherr Karl Drais das einspurige Zweirad, daß der Vorläufer unseres heutigen "Drahtesels" ist.
Der Fahrer saß zwischen zwei Rädern und stieß sich mit den Füßen vom Boden ab. Damals war das Gefährt noch ganz aus Holz und erhielt bald den Namen seines Erfinders: "Draisine". Es wurde mit dem Vorderrad gelenkt, aber Kettenantrieb und Pedale kamen erst später.

Genaueres dazu kann man hier nachlesen:
http://www.br-online.de/kinder/fragen-ve…sen/2008/02145/

Von da an tingelten die seltsamsten Arten von Fahrrädern durch die Weltgeschichte.


Nun ja, jetzt wissen wir´s. Vielen Dank Herr Karl Drais für aufgeschlagene Knie und gebrochene Gliedmaßen! :mrgreen:

Lg Ricya
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Freitag, 21. März 2008, 17:27

Re: Wer erfand eigentlich........

Das Deodorant:

Es war einmal ein Mann, der hieß: Theo Dorant!
Und der dachte sich: "Jetzt machen wir einmal den Stinkern in unserer Gesellschaft den Garaus!

Nein, ganz so war es nicht! :lol:

-Aber wie kamen wir dann zum Deo?

Die Geschichte um Selbiges zieht sich durch mehrere Jahrhunderte. Erstmals ist bei den Ägyptern die Rede von duftenden Substanzen, die sie sich auf den Körper taten um gut zu riechen.

Zitat

Frühe Berichte über die Verwendung von Vorläufern des Deodorants stammen aus dem alten Ägypten, wo auch Duftbäder, die Entfernung von Körperhaaren und das Einreiben mit parfümierten Ölen praktiziert wurden.


"die Entfernung von Körperhaaren " (Elper; aufgepasst!) :mrgreen:

Zitat

Im 18. Jahrhundert erfolgten zwei grundlegende Fortschritte zur Entwicklung des heutigen Deodorants: Während in Grasse die Kunst der Parfümproduktion verbessert wurde, entdeckte man woanders die Schweißdrüsen bzw. deren Funktion.

http://de.wikipedia.org/wiki/Deodorant

Die Technik wurde weiter ausgefeilt:
Im 19. Jahrhundert wurde zuerst Ammoniaktinktur benutzt, die allerdings Hautreizungen verursachte. Der Erfinder des Deodorants Mum auf Basis von Zinksalbe ist unbekannt, da die Vermarktung zuerst über sein Kindermädchen und ab 1931 über die Firma Bristol Myers erfolgte und der Mann aus Philadelphia anonym blieb.
Helen Barnett Diserens, hieß die Dame, die in besagter Firma schließlich den Roll-On-Deostift erfand. Der gegen Ende der 1940iger Jahre erfundene Kugelschreiber brachte sie auf diese Idee.

(Nur gut, daß sie die Deoroller größer gemacht haben, denn bei der Größe eines Kugelschreibers würde man eine Stunde brauchen um sich "einzuduften" 8-) )

Einge Zeit davor hatte man den Ammoniak durch Aluminiumchlorid ersetzt, welches heute noch benutzt wird.
1965 wurde dann das Deo in Sprayform auf den Markt gebracht. Doch da bald bekannt wurde, welche Wirkungen das FCKW auf die Umwelt hat, wurden die Roll-On-Stifte wieder beliebter.

Heute sind die Sprays FCKW- frei. Man bekommt Deos verschiedenster Fabrikate und Duftrichtungen.
Und es ist eben eine billigere Alternative zum hochwertigeren Parfüm.



Nun denn, "gut Duft"

Lg Ricya
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Dienstag, 25. März 2008, 11:21

Re: Wer erfand eigentlich........

Die Zahnbürste:




"Es würde nicht schaden auch einmal Zahnpflege zu betreiben....": dachten sich die Ägypter 3000 v.Chr. und begannen sich ihren Mund täglich mit Natron auszuspülen.
Wie lecker!


-Im Laufe der Zeit entwickelten sich dann die ersten "Zahnbürsten" die so aussahen:
Bild nicht mehr existent!

Man nannte sie "Miswak". Dazu wurden Wurzeln gesucht, auf eine bestimmte Größe zugeschnitten, gewaschen und an einem Ende abgekaut, bis man eine Art faserige "Bürste" erhielt.
Auch "Zahnpasta" durfte nicht fehlen, die wurde aus Honig, Öl, pulverisiertem bengalischem Pfeffer, Zimt, Ingwer und Salz zusammengemischt.
(Also irgendwie lob´ich mir da unsere heutige "mintfrisch" 8-) )


1498 fand dann der Durchbruch in China statt. Man erfand die erste wirkliche Zahnbürste, die allerdings noch mehr wie ein Pinsel aussah. Man befestigte Schweineborsten an einem Knochen oder Bambusstöckchen. Großer Beliebtheit erfreute sich das Pflegeuntensil Anfangs nicht gerade und die meisten Leute benutzten zur Zahnreinigung lieber kleine Schwämmchen.

Zitat

Im deutschen Sprachraum wird die Zahnbürste 1700 zum ersten Mal von Vhr. Hellweg schriftlich erwähnt. Der Engländer William Addis gründete 1780 die erste Firma, die Zahnbürsten professionell aus Kuhknochen und -borsten herstellte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zahnb%C3%BCrste

Zahnbürsten waren nur den reichen Menschen vergönnt und man kann den Hype darum auch schön beobachten. Schließlich gab es ab dem 18. Jahrhundert richtige Manifakturen, die sich mit der Herstellung edler Zahnbürsten beschäftigten.
http://www.zm-online.de/m5a.htm?/zm/5_05/pages2/hist1.htm


Erst 1938, als die Nylonborsten erfunden wurden, wurde die Zahnbürste Gebrauchsgegenstand für Jedermann.
In allen Farben und Formen, ja sogar elektrisch betrieben, können wir uns heute der Zahnpflege widmen.
Also, auf in den ewigen Kampf gegen das "Kariesmonster".

Quellen:
http://www.kindernetz.de/infonetz/erfind…yw19/index.html
http://www.healthystick.com/sites/geschichte.htm

Lg Ricya
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Samstag, 5. April 2008, 12:32

Re: Wer erfand eigentlich........

Die Briefmarke:

Briefe schreiben hat eine lange Tradition. Schon vor über 2000 Jahren, wechselten Schriftstücke per Brieftauben den Besitzer. Und wer hat sich das natürlich wieder ausgedacht? Na, na.......?
Richtig, wieder einmal unsere lieben Ägypter! (Was täten wir nur heute, ohne sie 8-) )

Briefttauben waren billig und eigentlich auch zuverlässig! Trotzdem wurden im Mittelalter die ersten Boten damit beauftragt Briefe zu befördern. Was natürlich erschwinglich war, solange der Empfänger in demselben Ort wohnte. Mußte aber ein Schriftstück einen weiten Weg zurücklegen, wurde die ganze Sache schon etwas Kostenaufwändiger.
Deshalb erhielten auch nur reiche Leute Post. Denn die "Reisekosten" des Briefes wurden dem Empfänger auf´s Auge gedrückt.

Das änderte sich 1840. Da kam ein gewisser Lord Rowland Hill auf die Idee, daß man doch gerade so gut den Absender löhnen lassen könnte und präsentierte gleich "Wertmarken" mit, die man anhand eines Klebefilms auf der Rückseite auf das Briefkuvert kleben konnte.

Und so war die erste Briefmarke geboren. Sie zeigte das Bild der englischen Königin Viktoria.


So sieht übrigens die erste in Deutschland benutzte Marke aus:

Bild nicht mehr existent!

So langweilig Briefmarkensammeln erscheinen mag. Es ist es nicht! Briefmarken sind wunderbare Zeitzeugen wie ich finde, die sicher eine Menge zu erzählen hätten, wenn sie es denn könnten! ;)

Quellen:
http://www.br-online.de/kinder/fragen-ve…sen/2006/01508/
http://www.phila-gert.de/150jbm/150jbm_intro.html
http://www.mittelbayerische.de/zinni/weiss_was2/

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Mittwoch, 9. April 2008, 03:15

Re: Wer erfand eigentlich........

Nun ja, ich wollte eigentlich selbst was schreiben, aber hab dann diese nette Seite gefunden.
Und da ich nicht noch mehr Schawachsinn ablassen will und mich gleich selbst druaf lege..erm
hier die Luftmatratze :mrgreen:
und Gummi an sich ist ja auch ganz interessant.

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Samstag, 19. April 2008, 10:10

Re: Wer erfand eigentlich........

Die Kerze


Einen direkten Erfinder der Kerze gibt es nicht, wann und wo solche "erfunden" wurden, ist auch nicht mehr so direkt nachvollziehbar.....

Was wir heute allerdings wissen ist, daß verschiedene Völkergruppen schon lange "Lichtquellen" benutzten um Sprichwörtlich "Licht ins Dunkel" ihrer Wohnräume und Tempel zu bringen.
In Griechenland (6.Jahrhundert vor Christus) wurde z.b. Holz in Schalen mit Öl und Fett getränkt.
Bei den Ägyptern war es Rizinusöl und die Römer benutzten Talg und Öl.
Diese "Leuchtschalen" erhellten von nun an das Leben unserer Vorfahren.

Die Erfindung des "Bienenwachses" und somit der ersten Wachskerzen, wird den Römern zugeschrieben.
Wachs wurde aber zum Luxusgut, weshalb Kerzen lange Zeit nur reichen Leuten vorbehalten waren. Die ärmeren mußten weiterhin ihre Leuchtschalen aufstellen.

Um aber im Zusammenhang mit Kerzen doch einen Mann zu nennen:

Zitat

Eugene Chevreul meldete 1824 ein Patent an. Aus Stearin wollte er Kerzen herstellen. Stearin ist ein Wachs, das aus der Palmatinpflanze gewonnen wird. Ein Jahr später meldete er ein Zusatzpatent an für einen chemisch konservierten Doch, der geflochten war. Die heutige Form der Kerze entstand

Quelle: http://www.artikel-base.de/sonstiges/kerzen.aspx


-Der Brennvorgang einer Kerze ist sehr komplex:



Grundvoraussetzung sind 3 aufeinander abgestimmte Komponenten:
Sauerstoff, Wärme, Brennmaterial.

Zitat

Wenn Wärme zugeführt wird (Streichholz), wird der Brennstoff im Docht und an der Spitze der Kerze (Brennteller) bei einem Schmelzpunkt um 60 °C verflüssigt. Ein beständiger Teil der Brennstoffmoleküle wird vom Docht aufgesogen. Durch die Wärmenergie der Zündquelle verdampft bei ca. 300 °C der Brennstoff und wird an die Umgebungsatmosphäre (Luft) freigegeben. Dort reagieren die Brennstoffmoleküle mit den Sauerstoffmolekülen der Luft. Bei dieser Reaktion entsteht Wärme und Licht. Die entstehende Wärme reicht aus, um den Prozess am Laufen zu halten.
Quelle: http://www.feuerwehr-halle.de/Feuer/Fahn…zen/kerzen.html

Weitere Quellen:
http://display-magazin.net/thema/strahle…ikel--40--kerze
http://de.wikipedia.org/wiki/Kerze


So, wieder was gelernt! ;)

Lg Ricya
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Dienstag, 29. April 2008, 23:34

Re: Wer erfand eigentlich........

Passend zur Kerze... das Streichholz ... ein langer Weg



Ob man sie nun Streich- oder Zündhölzer nennt - die kleinen Hölzchen mit dem roten Zündkopf haben schon so manche Kerze aufbrennen lassen und dem Menschen damit den Abend erhellt. Eigentlich könnte man sie sogar als "Dauerbrenner" bezeichnen, denn trotz der starken Konkurrenz des Feuerzeugs haben sie es bis heute geschafft, auf dem Markt zu bestehen. Doch ihre gegenwärtige hohe Qualität und ihr heutiges Design haben sie erst nach einer langen Serie von Erfindungen innerhalb der Naturwissenschaften erhalten.

1669

Phosphor wurde von dem deutschen Alchemisten Henning Brand entdeckt - eher zufällig, denn eigentlich war er auf der Suche nach der Formel für Gold. Jedenfalls beobachtete er während des Versuchs Urin zu destillieren und einzudampfen einen weißen Dampf, der sich zu einer grünlich leuchtenden Masse verdichtete und zum Erstaunen Brands zu brennen begann: Phosphor war entdeckt - wurde aber erst ab Anfang des 19. Jahrhunderts bei der Herstellung von Zündhölzern verwendet.

1680

Der englische Physiker Robert Boyle überzog ein kleines Stück Papier mit Phosphor und ein kleines Stück Holz mit Schwefel. Dann rieb er das Stück Holz am Stück Papier: Ein Feuer entflammte. Trotz dieser Entdeckung hatte Boyle noch kein brauchbares streichholzähnliches Design erfunden.

1805
Der Franzose Jean-Louis Chancel erfand die ersten Zündhölzer, die mit einer Mischung aus Kaliumchlorat, Schwefel, Zucker und Gummiarabikum überzogen waren. Die Zündung erfolgte durch das Eintauchen der Hölzer in Schwefelsäure, die in einem kleinen Behälter untergebracht war. Diese Erfindung wurde "Tunkfeuerzeug" genannt.

1827
John Walker, englischer Chemiker und Apotheker aus Stockton-on-Tees, erfand die ersten Reibzündhölzer. Er entdeckte, dass ein Feuer entstand, wenn er das Ende eines Hölzchens mit bestimmten Chemikalien überzog, es trocknen ließ und dann zwischen Glaspapier rieb. Die Chemikalien, die er verwendete, waren Schwefelsäure, Kaliumchlorat, Gummiarabikum und Stärke. Wie Chancel benutzte auch Walker noch kein Phosphor.

1830

Der französische Chemiker Charles Sauria brachte Zündhölzer mit weißem Phosphor hervor. Eine leichte Reibung an irgendeinem Gegenstand erzeugte genügend Energie, um den Phosphor zu entzünden. Man spricht hier von Überallzündhölzern. Sie waren praktisch, hatten aber zwei große Nachteile: Da nur eine geringe Energiezufuhr zur Zündung notwendig war, waren sie extrem gefährlich. Zudem stellte sich ihre Herstellung als sehr gesundheitsschädigend für die Arbeiter in den betreffenden Fabriken heraus: Die so genannte Phosphornekrose äußert sich durch Knochenveränderungen, in besonderen Fällen kann sie zum Verlust des ganzen Unter- oder Oberkiefers führen. Sie wurde zur Berufskrankheit der Arbeiter in der Zündholzindustrie.

1832
In England ließ sich Mr. Samuel Jones unter der Nummer 6335 die Erfindung von Reibzündhölzern patentieren. Er kam groß ins Geschäft, indem er John Walkers Erfindung übernahm und die Zündhölzer unter dem Namen "Lucifers" verkaufte. Dieser Name wurde gerade unter Rauchern sehr populär. Die "Lucifers" waren relativ ungefährlich, aber sie hinterließen beim Anzünden einen unangenehmen Geruch.

1844

Der schwedische Chemiker Gustaf Erik Pasch erfand die ersten Sicherheitszündhölzer mit getrennter Zünd- und Reibmasse und ließ sich diese Erfindung patentieren. Sie eroberten bald als "Schwedenhölzer" die Welt. Den Namen Sicherheitszündhölzer erhielten sie aus folgendem Grund: Der Reaktionspartner des Zündkopfes war nun nicht mehr irgendeine Fläche, sondern nur noch die Reibefläche an der Schachtel, die mit rotem Phosphor überzogen war, einer etwas ungefährlicheren Form des Phosphors.

1884
Nach dem Reichsgesetz vom 13. Mai durfte in Deutschland weißer Phosphor nur noch unter sehr strengen Auflagen gefertigt werden. Später wurde die Verwendung von weißem Phosphor in Zündhölzern ganz verboten.

1884 über 1898 bis heute
Henri Sévène und Emile David Cahen entdeckten, dass sich Zündhölzer bei Zusatz von Phosphorsesquisulfid statt weißem Phosphor im Zündkopf auch an jeder rauen Fläche entzünden lassen. Diese Überallzündhölzer kennt man aus unzähligen Western-Filmen: Ein Cowboy entfacht das Zündholz mit lässiger Bewegung an seinem Stiefel. Auch heute sind Überallzündhölzer noch gelegentlich in Gebrauch. Doch durchgesetzt hat sich das Sicherheitszündholz.
Der Zündkopf der heutigen Sicherheitszündhölzer besteht aus Sauerstoffträgern (Kaliumchlorat, Mangandioxid insbesondere), leicht brennbaren Stoffen (Schwefel), reibenden Zusätzen (Glaspulver) und Farbstoffen sowie Bindemitteln (Tierleim), die ebenfalls als Flammen bildende Stoffe dienen können. Die Hölzchen sind meist mit Paraffin getränkt

Quelle Text: http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,…,,,,,,,,,,.html

LG
Frank
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. (Mark Twain)
Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wieviel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen. (A. Einstein)

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Dienstag, 29. April 2008, 23:49

Re: Wer erfand eigentlich........

Wer erfand den Pappteller?

Wir kennen ihn alle, den praktischen Pappteller beim Kindergeburtstag oder auf der Kirmes beim Würstchenessen. Aber wer hat ihn eigentlich erfunden? Vielleicht Herr Pappenheimer?


Nein, so einfach ist es nicht. Früher gab es für Zeitungen nach der Lektüre eine Zweitverwendung. Man packte damit - auch in Geschäften - Lebensmittel ein. Schon vor 150 Jahren fanden Ärzte das ziemlich unhygienisch, Fleisch und Brot in Zeitungspapier einzuwickeln. Das kam einem gewissen Hermann Henschel zu Ohren, der im brandenburgischen Luckenwalde eine Buchbinderei hatte. Er schaffte Prägepressen an und fertigte damit 1867 die ersten Pappteller. Seine Erfindung wurde ein großer Erfolg. Henschels Firma existiert noch heute und produziert pro Tag rund eine halbe Million Pappteller.

Zitat

"Die Bedeutung dieser Erfindung ist nicht so groß für Luckenwalde. Heute würde es aber ohne Henschels Einweggeschirr kein McDonald's und kein Burger King geben", sagt Roman Schmidt, der das Heimatmuseum leitet.


Damit ist er dann eigentlich noch als Miterfinder des "Rettungsrings" hervorzuheben.:mrgreen:
Wie dem auch sei, bevor ihr das nächste mal in einen Burger beißt, legt eine Gedenkminute ein für diesen großen Mann. ;)

Quellen:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeit…0030/index.html
http://www.main-rheiner.de/kinderecke/ob…ikel_id=2032340
„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.”
David Ben Gurion (1886-1973), isr. Politiker
Duerme. La noche es larga, pero ya ha pasado.
Vicente Aleixandre

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Samstag, 10. Mai 2008, 10:00

Re: Wer erfand eigentlich........

Den Rasenmäher



Die allerfrüheste Form vom Rasenmäher ist uns allen bekannt:
Das Schaf:

Hehe........ne, Quatsch!

Mühsam mußten die Menschen damals Wiesen mit Sensen mähen. Das war nicht nur anstrengend sondern auch sehr zeitaufwändig:

Zitat

Im 18. Jahrhundert breitete sich aus England kommend eine neue Form der Gartenkunst, der Landschaftsgarten mit intensiv gepflegten pleasure grounds im Schlossumfeld, in ganz Europa aus. In diesen riesigen Parks war das Mähen mit der Sense ein immenser Aufwand. Noch Anfang des 19. Jahrhunderts waren beispielsweise im Park von Blenheim Palace (England) ständig 50 Angestellte mit dem Mähen des Rasens beschäftigt.

:shock:

Das ließ Edwin Beard Budding, einem Textilingenieur aus Gloucestershire/England, keine Ruhe.
Im Jahr 1830, kam er dann auf eine Idee:
Er sah eine Maschine in einer örtlichen Weberei:

Zitat

Diese führte den Stoff nach dem Weben an einer feststehenden Klinge entlang und trennte durch eine rotierende Spindel mit weiteren Klingen überstehende Fasern ab, um ein gleichmäßigeres Aussehen zu erreichen.


Budding versuchte nun, dieses Prinzip auf das Schneiden von Rasen zu übertragen und meldete noch im selben Jahr ein Patent auf eine Maschine an, die wir heute noch als Spindelmäher kennen.


Nachdem sie das Patent von Budding gekauft hatten, begann 1832 (nach anderen Quellen 1836) die Firma Ransomes mit der fabrikmäßigen Produktion. Ransomes entwickelte 1902 den ersten motorbetriebenen Rasenmäher.

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rasenm%C3%A4her

In diesem Sinne, gehe ich bei diesem schönen Wetter nun nach draußen und werfe die Erfindung von Edwin Beard Budding an!


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Freitag, 23. Mai 2008, 20:11

Re: Wer erfand eigentlich........

...Die Büroklammer



Der heutigen Büroklammer vergleichbare Gegenstände finden sich schon ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. bei den Sumerern. Der tatsächliche Ursprung der Erfindung der Büroklammer ist unklar. Büroklammern wurden seit etwa 1890 von The Gem Manufacturing Company in England industriell gefertigt. William Middlebrook aus Waterbury, Connecticut wurde im Jahr 1899 ein Patent für die industrielle Fertigung von Büroklammern erteilt.



Am 12. November 1899 beantragte der Norweger Johan Vaaler aus Kristiania (Oslo) ein deutsches Patent auf einen Vorläufer der heutigen Büroklammer. Diese hatte noch nicht die heute übliche innere Windung und war deutlich runder. Ebenfalls 1899 erwarb der US-Amerikaner William Middlebrook das Patent für eine Maschine, die Büroklammern herstellt. Ob es sich dabei um das oben genannte Patent des Herrn zur industriellen Fertigung handelt oder um ein zweites Büroklammer-Patent des gleichen Erfinders wurde für die Wikipedia noch nicht abschließend recherchiert.

Im Jahr 1919 wurde durch den österreichischen Fabrikbesitzer Heinrich Sachs die heutige optimierte Form mit spitzem Ende entworfen. Ferner wird ihm, nicht ganz zweifelsfrei, die Erfindung des Reißnagels zugeschrieben.

Im April 1940 wurde Norwegen durch die deutsche Wehrmacht besetzt, woraufhin die Norweger das Tragen einer Büroklammer am Kragen als Symbol der Verbundenheit mit König und Regierung etablierten. Diese Handhabung wurde daraufhin durch die Besatzer verboten.

Außerdem werden viele Büroklammern zu Kunstwerken verbogen und verdreht – meist bei langweiligen Vorträgen, Telefonaten oder Konferenzen. Beliebt war in den 1970er Jahren das Zusammenhängen der Klammern, so dass teilweise Meter lange Ketten entstanden. Auch werden die aufgebogene Drähte von Büroklammern zu grösseren Kunstwerken verlötet.

Auch heute erfüllt ein beachtlicher Teil der Büroklammern nicht seinen ursprünglichen Zweck. Sie dienen als Pfeifen- oder Ohrenputzer, Nagelreiniger, Krawattennadel oder als Schraubendreher.

Erscheinungsformen

Heutige Varianten der Büroklammer gibt es in zahlreichen Größen und Formen. Größere Exemplare werden auch Aktenklammern genannt, da sie zum Zusammenklammern von Schnellheftern u. ä. geeignet sind. Sie werden auch aus Kunststoff gefertigt, der je nach Ausführung sogar bedruckt werden kann. Die Kunststoffvarianten weichen teilweise jedoch stark von der klassischen Büroklammerform ab und weisen materialbedingt eine geringere Stabilität auf.

Im geschäftlichen Büroalltag werden Büroklammern aus Metalldraht am häufigsten verwendet. Sie sind entweder verzinkt, vermessingt oder verkupfert, um ein Rosten zu verhindern, was die verbundenen Blätter durch Rostspuren verschmutzen würde. Büroklammern aus Draht werden auch mit (farbigem) Kunststoff beschichtet.

Um Kratzer und andere Beschädigungen des Papiers beim Aufschieben der Büroklammer zu verhindern, gibt es seltene Ausführungen mit kugelförmigen oder abgerundeten Drahtenden.

Ein gewellt gebogener Mittelteil besonders bei großen Büroklammern verhindert ein Abrutschen beim Verbinden größerer Papiermengen.


Quelle
Ich kann nicht aufhören zu denken und zu hinterfragen...und je mehr man die Welt versteht, desto weniger will man es...


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