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Dhotmes

Verschwörungstheoretiker

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151

Dienstag, 14. März 2006, 20:28

Hmm...

Ist man sich denn sicher, dass nach fertigstellung gemeißelt wurde?

Der granitboden macht natürlich nur dann sinn wenn er zur bauzeit eingesetzt wurde. Ist es vielleicht möglich, dass ein bereits eingesetzter granitfussboden wieder entfernt wurde und die meißelspuren daher stammen?

Was die ellen angeht... es gibt ja mehrere ellendefinitionen. Hab mal nachgeschaut:

1 Heilige Elle = 25 Pyramidenzoll = 0,6376051 m
1 Königselle = 20,6066 Pyramidenzoll = 0,5255549 m

quelle: http://www.fag-neustadt-aisch.de/main/fa…ruppe5/omas.htm

Das scheinen doch die von dir genannten maße zu sein.
Kannst du mal die maße nennen mit denen du gerechnet hast?

Für die königinnenkammer hab ich hier 5,76 m x 5,23 m grundfläche.

Was zufälle angeht versuche ich vorsichtig zu sein. Sollten die ellenmaße stimmen haben wir da ja auch schon eine abweichung im zentimeterbereich. Ob das nun gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt.

selfmademan

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152

Sonntag, 19. März 2006, 18:22

Der Brunnenschacht - Ein Meisterwerk der Planung

Hi Dhotmes


Ich bin der Meinung, daß die Anlage des Brunnenschachtes ein eigenes Thema verdient hat. Laß uns die Diskussion daher hier fortsetzen. Zunächst jedoch einige Daten zum Schacht:

Der obere Einstieg wurde 1683 von John Greaves entdeckt. Den unteren Einstig entdeckte Caviglia erst 1840. Da ich leider keinen Scanner besitze, beschreibe ich seinen Verlauf von oben nach unten so gut es geht. Er ist ca. O,90 Meter weit und verläuft die ersten 20 Meter senkrecht nach unten. Dort erweitert er sich in westlicher Richtung zu einer Grotte. Unter der Grotte weicht der Schacht dann in einem 50 Grad Winkel von der Senkrechten ab und verläuft nun in südlicher Richtung weiter abwärts. Die letzten 10 Meter bis zum absteigenden Gang geht es dann wieder senkrecht weiter. In diesen letzten 10 Metern steckte damals ein Geröllpropfen, von dem bis heute eigentlich niemand sagen kann, wie die 6 Kubikmeter Geröll dort hineingekommen sind.

Ich halte den Brunnenschacht für ein Meisterwerk der Planung. Es handelt sich hier um einen Rettungsschacht, der nach seiner Funktion von außen geschlossen werden konnte. Nicht mit rutschenden Granitsteinen wie bei seinem Pendant (das hätte hier nicht funktioniert), sondern mit Geröll.

In der Grotte lagerten die 6 Kubikmeter Geröll. Durch eine mechanische Falltür war sichergestellt, daß es nicht vorzeitig in den Schacht rutschen konnte. Mit einem Seil, das bis zum unteren Schachtausgang hing, konnte die letzte Person, die den Schacht verließ, durch Einsatz ihres Körpergewichtes diese Falltür oben öffnen, und das Geröll stürzte den Brunnenschacht hinab.

Beweise? Wenige, aber immerhin genug, um mir meiner Sache sicher zu sein. Da ist zunächst die Grotte, die wie gerufen für meine These dort oben liegt. Als sicherer Beweis gilt für mich jedoch der untere Ausstieg. Der Bauherr konnte den Rettungsschacht nicht von oben in den absteigenden Gang münden lassen, da es keine Vorrichtung gibt, die 6 Kubikmeter herabstürzendes Geröll aufgefangen hätte. Die ganz Geschichte wäre mit Sicherheit in den absteigenden Gang eingebrochen.

Die Lösung die er gefunden hat, ist ganz einfach genial. Er ließ den Brunnenschacht einen Meter neben dem absteigenden Gang enden und stellte durch einen schmalen, waagerechten Stollen eine Verbindung zu ihm her. Dieser waagerechte Stollen ist gerade so weit, daß sich ein Mensch hindurch zwängen kann. Nach einem Meter endet er und führt nun senkrecht nach oben in den Brunnenschacht. In Verlängerung des senkrechten Schachtes befindet sich im Boden des waagerechten Stollens eine 20 Zentimeter tiefe Mulde. Damit war gewährleistet, daß sich das herabstürzende Geröll (bedingt durch die Mulde) sofort verkantete und nicht in den waagerechten Stollen fallen konnte.

Als Caviglia im Jahre 1840 im unteren Drittel des absteigenden Ganges den waagerechten Stollen entdeckte, fand er genau diese Situation vor. Er kroch in den Stollen hinein und fand an seinem Ende eine Säule aus Geröll vor, die sich dort verkantet hatte. Er brauchte jetzt nur einige Steine aus dieser Geröllsäule herauszuziehen und schon rutschte der ganze Rest von oben nach. Caviglia hat ein Buch über die Räumung des Brunnenschachtes geschrieben. Erstaunt berichtet er in diesem Werk, daß sich zwischen dem Geröll dieses Propfens auch "ein langes Seil" befunden habe. Er fand keine Erklärung dafür. Wie sollte er auch.

An anderer Stelle sagte ich, daß die seltsame Form des Brunnenschachtes gewollt ist, daß sie also das Ergebnis einer komplizierten Berechnung und damit Teil der Planung ist. Versetzen wir uns jetzt in die Lage der letzten Person, die den Geröllverschluß auslösen mußte. Der Brunnenschacht hat einen Durchmesser von 90 cm. Der waagerechte Stollen ist noch erheblich enger. Um den Schacht zu verlassen, waren daher einige körperliche Verrenkungen notwendig, die Zeit kosteten. In einem kurzen, senkrechten Rettungsschacht wäre diese Person folglich unweigerlich von dem herabstürzenden Geröll erschlagen worden. Um das zu verhindern, mußte die Geschwindigkeit des fallenden Gerölls herabgesetzt werden. Und genau das hat der Bauherr mit der künstlichen Verlängerung des Schachtes erreicht. Jetzt blieb dieser Person ausreichend Zeit, um sich vor dem herabstürzenden Geröll in Sicherheit zu bringen.

Dhotmes, laß uns noch einmal über den Granitverschluß sprechen. Ich würde z. B. gerne wissen, wie Du dir seinen Ablauf vorstellst. Sind die Steine einzeln oder in einer geschlossenen Formation abgerutscht?


selfmademan

Dhotmes

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153

Sonntag, 19. März 2006, 18:53

Hi selfmademan

Ich finde das macht sinn. Und erklärt 'ne ganze menge.
Warum sollte man den aufsteigenden gang mit granitblöcken verschließen wenn es nicht möglich sein sollte den brunnenschacht ebenfalls zu sichern?

Zum granitverschluss.
Ich weiß nur, dass ich die steine vermutlich einzeln nach unten gebracht hätte. Und wie gesagt... ich bin mir nicht einmal sicher, dass die überhaupt gerutscht sind. Aber dein einwand die steine seien glasiert deutet schon daraufhin.
Was mich noch interessieren würde ist, ob es im aufsteigenden gang ebenfalls "glasierspuren" oder deren equivalent für kalkstein gibt.
Ausserdem ist der aufsteigende gang doch weniger rechtwinklig als man glauben möchte während im unteren abschnitt die verschlusssteine doch relativ passgenau sitzen. Mich würde interessieren ob die sich irgendwo verhackt haben könnten. Schließlich wollte man ja sicherstellen, dass die steine auch unten ankommen.


Im moment sehe ich noch ein kleines problem was den unteren teil der großen galerie angeht. Dort zweigt ja der gang zur königinnenkammer ab und in verlängerung der großen galerie ist sozusagen ein "loch" bis der aufsteigende gang anfängt. In den seiten diesen zwischenraumes befinden sich doch einige nischen die in verlängerung zur großen galerie stehen.
Ich würde vermuten, dass in diese nischen querbalken eingesetzt wurden damit die granitblöcke darüber gleiten konnten. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob diese balken das gewicht hätten aushalten können.... aber offensichtlich konnten sie es ja.

selfmademan

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154

Montag, 20. März 2006, 08:47

Hallo Dhotmes,

Nein, im aufsteigenden Gang gibt es keine Glasierspuren. Deine Bedenken, daß beim Rutschen der Steine nachgeholfen werden mußte, teile ich übrigens nicht. Wenn Du Dich auf eine spiegelglatte Fläche mit einer Neigung von 26 Grad setzt, die zudem noch mit einem Gleitmittel beschmiert ist, dann brauchst du niemanden, der Dich anschiebt, dann geht die Post nach unten ab.

Wenn die Steine einzeln den aufsteigenden Gang hinab geschickt wurden, dann ergibt sich ein Problem. Der erste Stein wäre flott gerutscht. Doch was ist mit dem Zweiten? Er würde nur soweit kommen, bis sich sein Gewicht und die Luft, die er vor sich komprimiert, die Waage hält.
Und dieses Problem würde sich bei jedem weiteren Stein wiederholen. Natürlich kann man jetzt argumentieren, daß dort wo gerutscht wird, noch immer so viel Platz ist, daß die komprimierte Luft nach hinten entweichen konnte. Das ist richtig, doch bei der Menge an Luft, die er vor sich abbauen müßte, würde es vermutlich Tage dauern, bis er seinen Platz hinter dem Ersten einnehmen konnte.

Du sprichst von dem „Loch" zwischen Galerie und aufsteigenden Gang. Das zeigt, daß Du gut informiert bist. Tatsächlich mußte dieses Loch überbrückt werden. Mit Deiner Vermutung, daß dort Querbalken eingesetzt werden konnten, hast Du also Recht.

Doch daraus ergibt sich schon wieder ein Problem. Als Al Mamun im Jahre 820 n. Chr. die Pyramide öffnete, war er der Erste, der sie betrat, nachdem sie verschlossen worden war. Er hätte diese Überbrückung also antreffen müssen. Hat er aber nicht. Alle Spuren, die auf eine künstliche Brücke hinwiesen, waren entfernt worden. Wie das denn? Es muß folglich eine Person in der Pyramide verblieben sein, die nach dem Verschluß diese Überbrückung wieder abgebaut hatte.

Rätsel über Rätsel!

selfmademan

Hoova

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155

Montag, 20. März 2006, 14:45

zum unteren Bild - sieht aus als würde es ziemlich gut bewacht werden -
könnte das "Stargate" sein, sieht auf jeden Fall nach einer technischen Einrichtung aus- es fasziniert mich - schöne Sache echt.

Dhotmes

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156

Montag, 20. März 2006, 15:08

Zitat

Deine Bedenken, daß beim Rutschen der Steine nachgeholfen werden mußte, teile ich übrigens nicht.


Wieso denn nicht? :)
Weiter oben habe ich doch gezeigt, dass das lediglich vom reibungskoeffizienten abhängt.
Im trockenen zustand haben blöcke jedenfalls nicht rutschen können - vorrausgesetz die von mir gefundenen koeffizienten stimmen.
Inwieweit irgendwelche gleitmittel eingesetzt wurden ist dann die frage und nicht die gewissheit.
Vielleicht wäre es interessant nachzuforschen wie es sich mit der glasierung von granit verhält. Wie schnell der block hätte rutschen müssen damit entsprechende temperaturen überhaupt entstehen können und schließlich ob er aufgrund des winkels und der länge des ganges diese geschwindigkeit dann überhaupt erreichen konnte.

Grundsätzlich widerstrebt mir die vorstellung die baumeister hätten drei tonnenschwere steine einfach so nach unten sausen lassen. Ich hätte mir da sorgen gemacht, dass die verengung am gangende der belastung nicht standhält und schon wäre der ganze verschluss im ar***.
Aber auch was das "sausen" angeht wären sicherlich ein paar berechnungen nötig um wie oben zu schauen welche geschwindigkeit möglich wären.

Letztendlich sind wir uns doch einig - wie es scheint im gegensatz zur lehrmeinung - dass nach verschließen des aufsteigenden ganges noch jemand oberhalb des verschlusses hätte sein müssen. Hier passt ja deine theorie über den brunnenschacht auch sehr schön rein.

selfmademan

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157

Montag, 20. März 2006, 18:04

Hi Dhotmes,

Deine Berechnungen über Reibungskoeffizienten sind für mich böhmische Dörfer. Ich glaube jedoch, daß es bei Benutzung eines Gleitmittels völlig wurscht ist, aus welchem Material das Gestein letztendlich besteht, auf Grüner Seife rutscht nach meiner Meinung alles gleich schnell. Verbesser mich also, wenn es nicht so ist. (Ich behaupte damit ügrigens nicht, daß in der Pyramide Grüne Seife benutzt wurde.)

Viel wichtiger finde ich Deinen Einwand, daß die ganze Geschichte in den absteigenden Gang hätte einbrechen können. Und ich freue mich zudem darüber, dap Du den Brunnenschacht in der von mir beschriebenen Form akzeptieren kannst. Bedenke bitte, daß das für einen Anhänger der Beerdigungstheorie ein großer Schritt ist, denn wenn ich hier Recht habe, dann habe ich es möglicherweise auch an anderer Stelle.

Gerne würde ich heute noch mit Dir über die Gefahr, daß der Steinverschluß in den absteigenden Gang hätte einbrechen können, sprechen, doch leider fehlt mir die Zeit. Andeuten möchte ich jedoch jetzt schon, daß der Zwischenraum von 10 cm zwischen dem ersten und dem zweiten Granitstein dabei eine wichtige Rolle spielt. Bisher wußtest Du alles über Pyramide, ich bin mir daher sicher, daß Dir auch dieser Zwischenraum bekannt ist.

selfmademan

Dhotmes

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158

Montag, 20. März 2006, 18:30

Zitat

Deine Berechnungen über Reibungskoeffizienten sind für mich böhmische Dörfer


Dann lass es mich kurz erläutern. Es ist wirklich nicht schwer.

Stell dir also die große galerie vor. Dort liegt ein granitblock.
Auf diesen wirkt natürlich die erdanziehung. Allerdings kann der block nicht senkrecht nach unten fallen denn da ist ja der geneigte boden.
Man kann nun die gewichtskraft die genau senkrecht nach unten wirkt in zwei kräfte aufspalten: zum einen die hangabtriebskraft parallel zum anstieg und zum anderen eine kraft - genannt normalkraft - senkrecht zum anstieg.

Ich bin mir sicher du kannst nachvollziehen, dass die hangabtriebskraft dafür verantwortlich ist, dass der block herunterutscht. Damit er das nicht tut muss eine kraft in der entgegengesetzten richtung wirken - also ebenfalls parallel zum anstieg aber nach oben gerichtet. Das ist unsere reibung.
Interessanterweise berechnet sich die reibungs kraft aus einem reibungskoeffizienten multipliziert mit der normalkraft.
Hierzu musst du beachten, dass die reibung parallel zum anstieg wirkt während die normalkraft senkrecht dazu wirkt. Das ist aber lediglich eine definitionssache!

Der punkt ist der, dass unser block nur dann rutscht wenn die hangabtriebskraft größer ist als die reibungskraft.
Der mathematische ansatz ist einfach die frage wie groß der reibungskoeffizient sein muss, damit beide kräfte gleich groß sind - also der block gerade nicht rutscht.

Die formeln sind auch einfach:
Hangabtriebskraft = Gewichtskraft * sin (anstiegswinkel)

Normalkraft = Gewichtskraft * cos (anstiegswinkel)

Reibung = Reibungskoeffizient * Normalkraft


Wie oben beschrieben sollen reibung und hangabtriebskraft gleich groß sein; also:

reibungskoeffizient * Gewichtskraft * cos(a) = Gewichtskraft * sin(a)

Wie du siehts kürzt sich die gewichtskraft heraus. Es spielt also keine rolle wie schwer unser block ist!
Und umgestellt nach dem gesuchten reibungskoeffizienten:

reibungskoeffizient = sin(a) / cos(a)


Unser reibungskoeffizient hängt also nur vom winkel ab und ist für 26° 0,488.

Das bedeutet das der block bei einem reibungskoeffizienten von 0,488 gerade nicht rutscht. Wenn der koeffizient kleiner ist rutscht der block. Wenn der koeffizient größer ist muss man ihn nach unten schieben.

Puh... war ja doch ganz schön weit ausgeholt.

Zitat

Und ich freue mich zudem darüber, dap Du den Brunnenschacht in der von mir beschriebenen Form akzeptieren kannst. Bedenke bitte, daß das für einen Anhänger der Beerdigungstheorie ein großer Schritt ist, denn wenn ich hier Recht habe, dann habe ich es möglicherweise auch an anderer Stelle.


Ich sehe nicht wie das eine das andere ausschließt. :)

Der zwischenraum war mit bisher nicht bekannt. Aber gleich gegenfrage: existiert ein solcher zwischenraum auch zwischen dem zweiten und dritten stein?

selfmademan

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159

Montag, 20. März 2006, 19:21

Hi Dhotmes,

also, ich bin ganz begeistert von deiner Erläuterung. Ich werde sie mir auf jeden Fall ausdrucken, auch wenn ich sie vermutlich nie wieder brauche. Hast Du beruflich damit zutun?

Du bist der Meinung, daß meine Version vom Brunnenschacht sich auch in der Beerdigungstheorie unterbringen läßt? Das bezweifel ich ganz entschieden. Beurteil das lieber morgen, wenn ich Dir meine Version vom Granitverschluß vortrage.

Zwischen dem ersten und dem zweiten Granitstein, die dort unten liegen, klafft eine Lücke von 10 cm. Stein zwei und drei stoßen dagegen aneinander. Wissenschaftler messen dieser Lücke keine große Bedeutung zu. Sie hat aber eine große Bedeutung. Was rede ich, sie hat sogar eine ganz entscheidende Bedeutung


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KnaXX

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160

Montag, 20. März 2006, 21:17

Das aus dem ersten Bild wird auch als Besucherplattform genutzt. Von dieser stelle aus kann man ganz tolle Bilder der Pyramiden knipsen.
Und zu dem zweiten. Da kommt man nicht hin und sagen tut auch keiner was.
Wenn alles gut zu laufen scheint, hast du offensichtlich was übersehen.

selfmademan

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161

Dienstag, 21. März 2006, 11:03

Hi Dhotmes

Der Granitverschluß gibt Wissenschaftlern eigentlich keine Rätsel auf. Nach ihrer Meinung sind die Steine in geschlossener Formation in den aufsteigenden Gang gerutscht, der erste Stein wurde unten durch eine Verjüngung des Ganges gebremst, fertig ist der Granitverschluß. Dabei ist zu beachten, daß sie bei ihren Überlegungen keineswegs sorglos waren. Auch in ihren Kreisen wurde die Befürchtung geäußert, daß der untere Bremspunkt nicht ausreichen würde, um den Gesamtzug zu stoppen, doch da der Bauherr offenbar Maßnahmen ergriffen hatte, um das Malheur zu verhindern, wurde ihre Version schließlich abgesegnet.

Als Sicherheitsmaßnahmen wurden die Gesteinsfugen im unteren Bereich des aufsteigenden Ganges gewertet, die dort sehr viel feiner sind, darüber hinaus waren zwischen den Steinen Gürtelsteine eingearbeitet, die erheblich zur Stabilität des unteren Bereiches beitrugen.

Meine Version des Granitverschlusses: Die Sicherheitsmaßnahmen, die Bauherr ergriffen hatte, waren zwar effektiv, ausreichend waren sie jedoch auf gar keinen Fall. Der Gesamtzug bestand aus mehr als 20 Steinen, die im Mittel 3 Tonnen wogen. Es waren folglich mehr als 60 Tonnen, die dort unten abrupt abgebremst werden mußten. Selbst wenn der Zug nicht sofort in den aufsteigenden Gang eingebrochen wäre, so blieb er in den nächsten Jahren doch eine tickende Zeitbombe. Irgendwann wäre es passiert.

Dieses Risiko konnte der Bauherr nicht eingehen und er machte Nägel mit Köpfen. Er legte den Bremspunkt nicht nach unten an das Ende des Ganges sondern 3 Meter höher. Es war auch nicht der erste Stein, der den Zug zum Stehen brachte, sondern der zweite. Der erste Stein war so gearbeitet, daß er die Verjüngung, die den zweiten zum Halten brachte, ungebremst passieren konnte. Dabei entstand hinter ihm ein luftleerer Raum. Der erste Stein wurde also nicht durch eine Verjüngung des Ganges, sondern durch die saugende Kraft dieses Vakuums gebremst. Mit anderen Worten, der zweite Stein bremste nicht nur den Gesamtzug, er bremste auch den ersten Stein.

Damit der erste Stein in seine endgültige Position rutschen konnte, mußte diesem Vakuum Luft zugeführt werden. Eigens zu diesem Zweck besaß der erste Stein links und rechts eingefräßte Sicken (sie sind heute noch zu besichtigen). Das Vakuum füllte sich und der Stein rutschte in die Position, in der er sich auch heute noch befindet.

Du siehst, daß so ein winziger Zwischenraum von 10 cm eine enorme Aussagekraft haben kann.

selfmademan

Dhotmes

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162

Mittwoch, 22. März 2006, 23:09

Jetzt weiß ich immer noch nicht warum das ausschließen soll, dass die pyramide als grab diente.

Ausserdem ist mir nicht klar wieso hinter dem ersten stein ein vakuum entstehen sollte. Hinter deinem auto entsteht doch auch kein vakuum. Eine leichte druckabsenkung würde natürlich auftreten - vielleicht vergleichbar mit der u-bahn. Allerdings würde ein unterdruck nicht dazu beitragen den zweiten stein zu bremsen - ganz im gegenteil.

Woher nimmst du die anzahl der steine? Wieso sind es auf einmal 20? Sind es nicht nur drei?

Ich hab auch mal wieder ein wenig rumgerechnet und angenommen, dass die blöcke tatsächlich rutschen.
Wenn man jetzt einen bereich für den gleitreibungskoeffizienten von 0,1 bis 0,45 - also von "gleitet sehr gut" bis "gleitet gerade so" annimmt kommt man aufgrund der rutschlänge von 50 m auf endgeschwindigkeiten von 66,6 bzw. 20,77 km/h was auch im langsamen fall ja noch ganz schön heftig ist.
Dabei ist allerdings die reibung die wahrscheinlich im aufsteigenden gang auftritt nicht berücksichtigt.

selfmademan

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163

Donnerstag, 23. März 2006, 09:52

Hi Dhotmes

Die Frage, ob es sich hier um ein Grabmal handelt oder nicht, stelle ich zunächst einmal zurück.
Wenn in einem Gesamtzug, der erste Stein unten durch eine Verjüngung des Ganges abgebremst worden wäre, dann hätte die Lücke zwischen ihm und dem zweiten Stein niemals entstehen können.

Ich vermute, daß Du meine Ausführungen nur oberflächlich gelesen hast. Ich sagte, daß es der zweite Stein war, der abgebremst wurde. Der erste konnte diesen Bremspunkt ungehindert passieren. Er wurde jedoch ebenfalls abgebremst, da sich hinter ihm ein Vakuum bildete, das ihn an den zweiten Stein koppelte. Unterschätze die Kräfte nicht, die durch Druckunterschiede entstehen. Ich behaupte, daß der erste Stein sich, trotz seines Gewichtes von 3 Tonnen, nicht mehr als 3 cm von dem zweiten Stein entfernen konnte.

Die 10 cm sind erst entstanden, weil sich diese 3cm allmählich mit Luft auffüllten und den Stein freigaben. Der Zwischenraum zwischen Wand und abrutschenden Steinen kann nicht groß gewesen sein. Ich tippe auf 0,5 cm. Dein Vergleich mit einer U. Bahn hinkt daher gewaltig und das Auto paßt als Vergleich eigentlich überhaupt nicht.

Es gibt Überlieferungen, (Historiker Makritzi) wie Al Mamun im Jahre 820 n. Chr. die Pyramide öffnete. Seine Leute suchten mehrere Tage auf der Nordwand der Pyramide den Originaleingang. Fanden ihn aber nicht. Schließlich trieb er im unteren Bereich einen Stollen in das Bauwerk (er wird auch heute noch als Eingang benutzt). Irgendwann erreichte er den absteigenden Gang und dort entdeckte er den Granitverschluß. Die Granitsteine konnten seine Leute nicht zerschlagen, sie waren zu hart. Er umging sie daher mit einem weiteren Stollen. Nach der Überlieferung war der aufsteigende Gang in seiner ganzen Länge mit Steinen gefüllt. Allerdings waren diese Steine aus Kalksandstein. Al Mamuns Leute konnten sie daher mühelos zerschlagen, doch offenbar haben sie vergessen, sie dabei zu zählen. Es weiß daher heute niemand so genau, wie viele Steine es ursprünglich waren.

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164

Samstag, 25. März 2006, 08:41

@ Dhotmes

Zu deiner Frage, warum sich Brunnenschacht und Granitverschluß nicht in der Grabmaltheorie unterbringen lassen. (Führe ich hier eigentlich einen Monolg?)

Dem Brunnenschacht liegen Berechnungen zugrunde, die ein Computer unserer Generation sicherlich spielend erledigen würde, nicht aber ein Ägypter, der sie mit seinem Zeigefinger im Sand hätte machen müssen. Hinzu kommt, daß die Akzeptant, daß der Schacht nach Fertigstellung des Bauwerkes installiert wurde, unweigerlich dazu führen muß, die ägyptische Geschichte umzuschreiben.,

Die Überlieferung schildert uns Cheops als einen machtlüsternen Despoten, der auf die Belange der Bevölkerung keinerlei Rücksicht nahm. Das Leben eines Sklaven hatte für ihn nicht den geringsten Stellenwert. Die Installation dieses Rettungsschachtes bedeutet jedoch, daß er sich vor seinem Tod in wundersame Weise von einem Saulus in einen Paulus gewandelt haben muß. In einer Anwandlung von Humanität (oder Senilität) muß er sich ad hoc entschlossen haben, das Leben jener 2 zu Sklaven retten, die den Granitverschluß nach seiner Bestattung in der Galerie auslösen mußten. Darüber hinaus muß er diesen Sklaven das Versprechen abgenommen haben, den Rettungsschacht nach Verlassen auch wirklich zu schließen, und nicht etwa später zurückzukommen, um sich an seinen Goldschätzen zu bedienen. Für mich eine völlig unmögliche Konstellation.

Noch schlimmer wird es bei dem von mir beschriebenen Ablauf des Granitverschlusses. Um ihn zu berechnen, bedarf es bereits eines sehr leistungsfähigen Computers. Das Gewicht der Steine, die Reibungskoeffizienten, die daraus resultierende Geschwindigkeit und nicht zuletzt die Bremskräfte, die der zweite Stein aufnehmen mußte, sind nur einige Faktoren, die in die Kalkulation einfließen mußten. Niemand kann mir weismachen, daß diese komplizierten Berechnungen seinerzeit mit dem Finger im Wüstensand gemacht wurden. Bedenke bitte, daß der Granitverschluß auf Anhieb funktionieren mußte. Einen Probelauf mit einer Nachbesserung gab es nicht. Nach Auslösen des Verschlusses hatte der Bauherr keinen Einfluß mehr auf den Ablauf im Innern des Ganges. Dennoch bin ich mir sicher, daß er mit äußerster Präzision voraussagen konnte, daß zwischen dem ersten und dem zweiten Stein eine Lücke von 10 cm (durch Bildung eines Vakuums) entstehen würde.

selfmademan

Dhotmes

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165

Samstag, 25. März 2006, 13:58

Ich muss gestehen ich sehe da einfach kein rätsel.
Wenn der erste blockierstein den bremspunkt des zweiten passieren konnte und sich daher ein zwischenraum zwischen ihnen befindet dann ist das doch schon die lösung. Der zweite konnte nicht weiter.

Aber um nochmal darauf einzugehen. Wenn du annimst, dass sich hinter dem ersten stein der druck vermindert hast du sicherlich recht. Den begriff vakuum würde ich deshalb aber noch lange nicht verwenden. Ausserdem solltest du bedenken, dass sich genause vor dem zweiten stein ein kleiner "verdichtungsstoss" bilden würde - also ein gebiet größeren drucks.

Deine Brunnenschacht theorie finde ich sehr überzeugend. Nur bezweifle ich, dass dafür großartige berechnungen nötig waren.


Was die grabmaltheorie betrifft.
Ist es nicht einfacher anzunehmen, dass die spärlichen überlieferungen eben doch nocht so akkurat sind? Und selbst wenn sie stimmen... wäre es nicht genauso schlimm arbeiter in der pyramide zurückzulassen wenn sich nicht als grabmal gedacht wäre?

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