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Frank D

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Dienstag, 9. November 2010, 17:42

Nein, die Pyramiden sind nicht nach Sternen ausgerichtet, auch wenn ein Autor das seit 20 Jahren behauptet.
Das Labyrinth ist natüröichen Ursprungs und beginnt rund 2 km westlich der Pyramiden. Der Eingang liegt in einem ptölemäischen Felsgrab, und wurde wohl auch erst zu der Zeit, über 2000 Jahre nach den Pyramiden, entdeckt. Alles was man bislang in den Höhlen gefunden hat entstammt auch dieser Zeit.
Mit den Pyramiden hat dieses Labyrinth nichts zu tun.

jonas

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722

Freitag, 22. März 2013, 03:13

Interessanterweise erinnern mich Pyramiden an die sogenannten Hünnengräber, die wie die Kurgane auch aufgeschichtet waren.
Nur sind die eben viel älter als die Pyramiden und die Aufschichtung hat sich längst natürlich abgetragen, sodas heute nur noch die Findlinge herum stehen die einst die Gänge und Kammern waren. Einige dieser Konstruktionen, die sogenannten Ganggräber sind durchaus recht lang und bemerkenswert auch mit verschiedenen Kammern ausgestattet gewesen.
Das ganze wirkt durchaus wie die große Galerie einer Pyramide nur das dieser "Hügel" künstlich ist. Und nicht zu vergessen, das war locker mehr als 1000 Jahre vor den Pyramiden.
Nicht das sich Imhotep nachher noch als Import von Europa heraus stellt. Die frühen Völker der Agais müssen ja schon äußerst seetüchtig gewesen sein. Ich hab sogar neulich gelesen das der Stuhl der Germanischen Anführer exakt den Maßen eines Pharaonenstuhls entspricht, also exakt das gleiche Design. Ist doch merkwürdig gelle? :D

Aber es gibt auch noch einige Punkte die ich ansprechen will.

Der Hawaz ist wohl derzeit weg vom Fenster.
Nicht destotrotz muss man sehen, das sein Land viele Jahre lang von archäologischen Abenteurern geplündert wurde. Die Schätze Ägyptens sind in alle Museen der Welt zerstreut und die Methoden wie diese teilweise entfernt wurden, haben mit der heutigen Vorstellung auch recht wenig zu tun. Ganze Obeliken wurden verschenkt und weggeschleppt.

Hawaz mag zwar nicht so wirklich toll sein, sein Ego riesig und er hockte wie eine Glucke auf Ägypten, aber er sorgte auch dafür, das man aus Ägypten nicht mehr einfach was rausschleppen kann. Er sorgt dafür das die empfindlichen Bereiche mehr geschützt sind, um sie länger zu erhalten und das die gefundenen Dinge in die Hände des Ägyptischen Staates kommen. Er sorgte auch dafür das die Ägyptischen Wissenschaftler bevorzugt die Schätze ihrer Ahnen erforschen können und nicht wie vorher als Letzte.
Seine Methoden mögen teilweise fragwürdig sein und sicher wären viele
Stücke in Europäischen Museen besser aufgehoben als im Keller des ägyptischen Museums in
Kairo,
aber das ist das Erbe der Ägypter.
Ich finde es schon richtig wenn das Erbe des Volkes auch dort bleibt wo es gefunden wurde.
Und natürlich ist es sehr schön wenn man die Teile dann später auch in Ausstellungen anderer Museen
als Leihgabe gibt, damit sie eben auch in Berlin, London, Paris oder New York
gesehen werden können. Ich wäre auch dafür das die Kleopatra wieder nach Ägypten kommt. Mir reicht ne sehr gute Kopie, das sollte doch kein Problem sein.
Aber dafür würd ich mir wünschen das die deutschen Schätze aus Russland wieder heimkehren oder die Preußenkrone aus Österreich.
Natürlich sind die Pyramiden auch ein wichtiger Anziehungspunkt für den Tourismus, also muss er auch zusehen das 'ein bisschen Geheimnis" übrig bleibt, um den Tourismus nicht zu gefährden. Er nimmt sich viel heraus, puscht sich sehr stark in den Vordergrund aber nur deshalb nehmen wir doch überhaupt wahr das Ägypten inzwischen auch eine eigene Riege von Ägyptologen haben.

Zu den Sternendeutungen. Also anhand des Gilgamesh-Mythos wird von Papke nachgewiesen das hier der Himmel nicht in Längen und Breitengraden sondern in 3 Bereiche und Sternbildern eingeteilt ist. Wenn man diese Mythen perfekt beherrschte, ist das sicher ähnlich gut wie das Längen- und Breitengrad-System.
Wie man weiss haben so die Südseevölker ein Gebiet besiedelt und dabei zielsicher auch die winzigste Insel inmitten des weiten Ozeans finden können. Sie benutzten dazu Sterne und verbanden es mit einem Knotensystem (soweit ich weiss..)
Sterne dürften u.a. auch den Wikinger den Weg nach Amerika gewiesen haben, denn soweit ich weiss hatten sie noch jahrhunderte Probleme die Breitengrade auf See zu schätzen.
In dieser Sichtweise des Gilgamesh wäre ein 30er Grad durchaus realistisch. Bekannt war die runde Form der Erde warscheinlich schon sehr viel länger. Belegt ist sie allerdings für Trajan 100%ig. Der hat im Trajansbrunnen in Ephesos eine Figur mit Erdkugel aufstellen lassen. Es gibt jedoch auch in Indien schon Anzeichen die vermuten lassen das die Indoarier sich die Erde als Kugel dachten und sogar eine Vorstellung vom Weltall hatten die wir erst mühsam gegen die Kirche durchboxen mussten.

Und zu Pamukkale, die Salzterrassen sind gesperrt und dürfen jetzt nicht mehr von Touristen betreten werden. Sie sind strahlend weiss. Ist doch schön das sie das wieder hinbekommen haben. Natürlich wär ich gern näher rangegangen, aber ist schon ok so, hab mir ja ne Kamera mit riiiiieeessigem Zoom zugelegt.
Man stelle sich vor wir würden jeden Vogel anfassen der uns gefällt, vermutlich würde der Vogel das nicht lange überleben.

Was ich allerdings unverschämt finde ist wie man in Berlin mit Museen umgeht. Da darf man nicht knipsen, der Eintritt ist unverschämt teuer und jedes bisschen kostet extra.Alles organisiert von einem Küngelclub. Ich denke das ist ein kulturelles Erbe das dem Volk gehört und daher sollte es auch zu erschwinglichen Preisen für das Volk zu sehen sein.
Es ist ja gut bei empfindlichen Bereichen ein "Blitzlicht verboten" hinzustellen, aber für den Garten des Potsdamer Schlosses fällt mir keine glaubwürdige Begründung ein,
dort das Knipsen zu verbieten, es sei denn jemand hat schon Blumen umfallen sehen. :evil:

Und ich würd mir wünschen das man wieder Germanen erforscht, und sie nicht durch Kelten und Römer ersetzt.
Germanen waren niemals Nazis, die haben nicht gewusst das da mal einer kommen würde, der ihre ganze Mythologie von a bis z missbraucht um völlig idiotische Raum- und Rassenthesen damit zu begründen. Aber übereifrige Antifaschisten zensieren jeden der irgendwelche neuen Thesen hat, als wäre alleine das ein Verbrechen.
Und das Ende ist, das die gerademal 400 Jahre existierenden Kelten offenbar die Krone der Schöpfung Europas waren. Jedenfalls aus Sicht der Möchtgern-Neo-Kelten.
Leider passt das mit der Archäologie überhaupt nicht zusammen.

Zu guter Letzt, gibt es denn nun ein künstliches Höhlensystem zwischen den Pyramiden, der Sphinx oder in anders gearteter Form? Kam man also auf einen unterirdischen Weg in die Pyramiden rein? Und was ist mit diesem Osirisgrab und der Kammer der Erkenntnis?

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Freitag, 22. März 2013, 19:22

Zitat

Ich hab sogar neulich gelesen das der Stuhl der Germanischen Anführer
exakt den Maßen eines Pharaonenstuhls entspricht, also exakt das gleiche
Design. Ist doch merkwürdig gelle?
1. Wo hast du das gelesen?
2. Warum sollte das mehr als ein Zufall sein? Zur Zeit der Germanen war die Pharaonenherrschaft längst vorbei und Ägypten von Griechen bzw. Römern beherrscht.

Zitat

Ich wäre auch dafür das die Kleopatra wieder nach Ägypten kommt.
Du meinst Nofretete?

Zitat

Was ich allerdings unverschämt finde ist wie man in Berlin mit Museen
umgeht. Da darf man nicht knipsen, der Eintritt ist unverschämt teuer
und jedes bisschen kostet extra.
Ich weiß ja nicht, welche Museen du meinst, aber ich war bereits in mehreren Berliner Museen (Neues Museum, Pergamonmuseum, Museuskomplex Dahlem). Da ist Fotografieren grundsätzlich überall erlaubt. Ausgenommen sind lediglich Sonderausstellungen.

Zitat

Und ich würd mir wünschen das man wieder Germanen erforscht, und sie nicht durch Kelten und Römer ersetzt.
Wo hast du das denn her? Germanen werden heute genauso intensiv erforscht wie Kelten und Römer.

Zitat

Zu guter Letzt, gibt es denn nun ein künstliches Höhlensystem zwischen
den Pyramiden, der Sphinx oder in anders gearteter Form? Kam man also
auf einen unterirdischen Weg in die Pyramiden rein? Und was ist mit
diesem Osirisgrab und der Kammer der Erkenntnis?
Nein, es gibt nur natürliche Hohlräume im Giza-Plateau. Man kann also nicht unterirdisch in die Pyramiden rein. Das Osirisgrab stammt aus der Spätzeit und hat mit den Pyramiden erstmal herzlich wenig zu tun: http://gizapyramids.org/pdf%20library/hawass_fs_oconnor.pdf
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Samstag, 23. März 2013, 12:52

Zitat

Ich hab sogar neulich gelesen das der Stuhl der Germanischen Anführer
exakt den Maßen eines Pharaonenstuhls entspricht, also exakt das gleiche
Design. Ist doch merkwürdig gelle? :D
Merkwürdig ist v.a. "der Stuhl der Germanischen Anführer". Es gab ja keinen "gemeingermanischen Anführer", auf wessen Stuhl beziehst du dich hier also? Welcher Germanen? Was sind überhaupt Germanen? Die rechtsrheinischen Stämme, die Cäsar und Konsorten beschreiben? Die unterschiedlichen Völker, die in den Migrationsbewegungen der Spätantike eigene Reiche auf dem Boden des (ehemaligen) Weströmischen Reiches errichteten? Die Franken im Besonderen (von Prokop von Caesarea z.B. synonym für Germanen gebraucht)?


Zitat

Und ich würd mir wünschen das man wieder Germanen erforscht, und sie nicht durch Kelten und Römer ersetzt.
Das geschieht doch unentwegt! Wer ersetzt denn bitte "die Germanen" durch Römer und Kelten? Und wo genau?


Zitat

Germanen waren niemals Nazis, die haben nicht gewusst das da mal einer
kommen würde, der ihre ganze Mythologie von a bis z missbraucht um
völlig idiotische Raum- und Rassenthesen damit zu begründen. Aber
übereifrige Antifaschisten zensieren jeden der irgendwelche neuen Thesen
hat, als wäre alleine das ein Verbrechen.
??? Auch das geschieht nicht, nirgendwo? Was für Literatur liest du denn bitte?

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Samstag, 23. März 2013, 16:31

Bezüglich des Stuhls fällt mir ein, doch selbst mal etwas ähnliches gehört zu haben. Allerdings bezog sich das nicht auf die Germanen sondern noch auf die Bronzezeit. Damals gab es aber auch Handelsnetzwerke, die vom Nil bis an die Ostsee reichten, so dass es einen regen kulturellen Austausch gab. Ich werde mal nach genaueren Informationen suchen.
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jonas

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Sonntag, 24. März 2013, 17:30

Merkwürdig ist v.a. "der Stuhl der Germanischen Anführer". Es gab ja keinen "gemeingermanischen Anführer", auf wessen Stuhl beziehst du dich hier also? Welcher Germanen? Was sind überhaupt Germanen? Die rechtsrheinischen Stämme, die Cäsar und Konsorten beschreiben? Die unterschiedlichen Völker, die in den Migrationsbewegungen der Spätantike eigene Reiche auf dem Boden des (ehemaligen) Weströmischen Reiches errichteten? Die Franken im Besonderen (von Prokop von Caesarea z.B. synonym für Germanen gebraucht)?
Der germanischen Anführer, das ist Mehrzahl... und soweit wie man feststellte, saßen alle auf Stühlen dieser Bauart.

"Zur Zeit der Germanen war die Pharaonenherrschaft längst vorbei und Ägypten von Griechen bzw. Römern beherrscht."


Was ist mit den Germanen vor Caesar? Existieren die nicht? Nur weil die Römer und Griechen sie nicht Germanen genannt haben, heisst das doch nicht das sie nicht da waren?
Und auch diese müssen logischerweise eine Geschichte haben...

So ich muss weg

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Sonntag, 24. März 2013, 18:30

Zitat

Der germanischen Anführer, das ist Mehrzahl... und soweit wie man feststellte, saßen alle auf Stühlen dieser Bauart.
Bitte eine Quelle für diese Aussage. Wo hat man Exemplare bzw. Abbildungen solcher Stühle gefunden?

Zitat

Was ist mit den Germanen vor Caesar? Existieren die nicht?
Vor Cäsar war Ägypten 300 Jahre lang von den Ptolemäern beherrscht. Das waren Griechen und keine Ägypter. Zu der Zeit gab es sicherlich schon Germanen, aber das allerfrüheste, was man vielleicht als wirklich germanisch ansehen kann, ist die Jastorf-Kultur. Die reicht bis 600 v. Chr. zurück, ist vielleicht aber auch nur eine Vorläuferkultur der Germanen. Wirklich sicher greifbar wird die germanische Kultur erst im 1. Jahrhundert v. Chr. Da gab es kein pharaonisches Ägypten mehr.
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Dienstag, 26. März 2013, 01:47

Zitat

Der germanischen Anführer, das ist Mehrzahl... und soweit wie man feststellte, saßen alle auf Stühlen dieser Bauart.
Bitte eine Quelle für diese Aussage. Wo hat man Exemplare bzw. Abbildungen solcher Stühle gefunden?

also ich hatte mal den Forschungsbericht gelesen aber den find ich jetzt nicht mehr. aber das hier fand ich:
http://www.mysteria3000.de/2012/technolo…pa-und-agypten/

Zitat

Was ist mit den Germanen vor Caesar? Existieren die nicht?
Vor Cäsar war Ägypten 300 Jahre lang von den Ptolemäern beherrscht. Das waren Griechen und keine Ägypter. Zu der Zeit gab es sicherlich schon Germanen, aber das allerfrüheste, was man vielleicht als wirklich germanisch ansehen kann, ist die Jastorf-Kultur. Die reicht bis 600 v. Chr. zurück, ist vielleicht aber auch nur eine Vorläuferkultur der Germanen. Wirklich sicher greifbar wird die germanische Kultur erst im 1. Jahrhundert v. Chr. Da gab es kein pharaonisches Ägypten mehr.


Vielen Dank, das du mich an deiner Weisheit teilnehmen lässt. Hab ich irgendwo in Frage gestellt das die Ptolemäer keine Griechen waren?
Und da du es so erwähnst, was war vor der Jasdorfkultur? Wo ist die deiner Meinung nach hergekommen?
Und warum bezeichnet man die Ägypter im 3. und 4. Jahrtausend als Ägypter? Steht das irgendwo ? Haben die sich als Ägypter vorgestellt?
Warum sollen die Menschen die seit Jahrtausenden im Siedlungsgebiet der Germanen lebten nicht Germanen sein? Was genau sollen sie denn sein?
Was genau unterscheidet sie diesbezüglich von den Ägyptern? Oder ist es einfach deswegen weil es um Germanen geht?
Ich meine mit den Basken haben wir da auch kein Problem, die als alteuropäisch zu bezeichnen.

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729

Dienstag, 26. März 2013, 12:34

Zitat

Der germanischen Anführer, das ist Mehrzahl... und soweit wie man feststellte, saßen alle auf Stühlen dieser Bauart.
Da schließe ich mich dem einsamen Schützen einfach mal an: Quellen bitte! Und die Mehrzahl konnte man in deinen Ausführungen auch temporal verstehen...


Zitat

Was ist mit den Germanen vor Caesar? Existieren die nicht? Nur weil die
Römer und Griechen sie nicht Germanen genannt haben, heisst das doch
nicht das sie nicht da waren?

Und auch diese müssen logischerweise eine Geschichte haben...

Warum sollen die Menschen die seit Jahrtausenden im Siedlungsgebiet der
Germanen lebten nicht Germanen sein? Was genau sollen sie denn sein?
Das Problem ist, dass sich diese nur nie als Germanen bezeichnet (und wohl auch nicht empfunden) haben. Die Bezeichnung "Germane" ist ja in erster Linie eine Fremdbezeichnung. Und das mit dem "da waren"; tja, so läuft das bei Migrationsbewegungen nunmal; der Donauraum im heutigen Deutschland war auch einmal fest in keltischer Hand; nur, weil später da mal die Baiuwaren siedelten, heißt das noch lange nicht, dass das schon immer so war...
Mir kommt es mehr und mehr so vor, als würdest du einem ganz bestimmten "Germanenwahn" unterliegen...

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Dienstag, 26. März 2013, 15:36

tja, so läuft das bei Migrationsbewegungen nunmal; der Donauraum im heutigen Deutschland war auch einmal fest in keltischer Hand;

Und was sagt uns das? Es gab mal ne Zeit da gehörte Sachsen zum Polnisch-litauischem Reich, Rügen war mal schwedisch (glaub ich ) und Saarland war Frankreich. nicht zu vergessen das gotische Italien und das suebische Galizien oder die Vandalen in Afrika.
Wie genau empfindet man sich denn Germanisch?

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731

Dienstag, 26. März 2013, 16:18

Zitat

Und was sagt uns das? Es gab mal ne Zeit da gehörte Sachsen zum
Polnisch-litauischem Reich, Rügen war mal schwedisch (glaub ich ) und
Saarland war Frankreich. nicht zu vergessen das gotische Italien und das
suebische Galizien oder die Vandalen in Afrika.
Benötigst du eine Nachhilfestunde in Ethnologie und Geschichte? Kann ich dir gerne geben ;)
"Es gab mal ne Zeit da gehörte Sachsen zum
Polnisch-litauischem Reich" Falsch, weder das heutige Bundesland Sachsen, noch die ursprünglich von den Sachsen besiedelten Territorien gehörten jemals zum "Polnisch-litauischen Reich". Dazu muss man nicht einmal spezifische Quellen anführen, ein einfacher Blick in Wikipedia reicht schon.
Rügen war nie schwedisch, sondern zeitweise dänisch, siehe.
Und das Saarland war auch nie französisch, sondern höchstens von Frankreich okkupiert bzw. Teil der französischen Besatzungszone; ich dachte, das sei allgemein bekannt...
Und bezüglich des Rests, ach komm, das stützt deine Argumentation nicht ein bisschen, weshalb auch? In der "Völkerwanderung" haben unterschiedliche Völker unterschiedliche Regionen in Besitz genommen? DAS ist ja nun wirklich kalter Kaffee... Oder willst du damit sagen, Italien, Portugal und Tunesien waren mal "germanisch"? Tja, da muss ich dich leider schon bei Italien enttäuschen, denn die (Ost-) Goten empfanden sich nicht als Germanen, sondetn als Goten...
Quellen: Jedwede halbwegs aktuelle Edition von Cassiodor, Iordanes, Prokop, Marcellinus Comes, Ennodius etc. pp.

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Dirk (26.03.2013)

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Dienstag, 26. März 2013, 18:49

@jonas

Zitat

Hab ich irgendwo in Frage gestellt das die Ptolemäer keine Griechen waren?
Nein, habe ich auch nicht behauptet. Es ging mir nur darum, klarzustellen, dass es zwischem den sicher nachweisbaren Germanen und Ägypten als eigenständiger Großmacht praktisch keine zeitliche Überschneidung gibt. Das ist alles.

Zitat

was war vor der Jasdorfkultur? Wo ist die deiner Meinung nach hergekommen?
Davor gab es als große Kultursphären die nordische Bronzezeit, die Urnenfelderkultur und die Lausitzer Kultur sowie viele kleine Regionalgruppen dazwischen. Keine davon lässt sich eindeutig einer bestimmten Ethnie zuordnen und auch in Kultur und Religion gibt es keine besonderen Ähnlichkeiten zu den Germanen oder anderen späteren Völkern. In der Nordischen Bronzezeit spielte zum Beispiel der Sonnenkult eine zentrale Rolle, was bei den Germanen nicht der Fall war.

Zitat

Und warum bezeichnet man die Ägypter im 3. und 4. Jahrtausend als
Ägypter? Steht das irgendwo ? Haben die sich als Ägypter vorgestellt?
"Ägypter" ist eine Fremdbezeichnung, die die Griechen für das ägyptische Volk verwendeten. Die Ägypter selbst nannten sich Rmt n Kmt (Bewohner des schwarzen Landes = Bewohner Ägyptens). Sie übernahmen aber später das Griechische Wort als Eigenbezeichnung, um sich selbst von der griechischen Oberschicht abzugrenzen. Aus "Aigyptos" wurde dann durch Verkürzung "Gypt" bzw. "Qubt", woher das heutige Wort "Kopten" stammt.

Zitat

Warum sollen die Menschen die seit Jahrtausenden im Siedlungsgebiet der
Germanen lebten nicht Germanen sein? Was genau sollen sie denn sein?

Was genau unterscheidet sie diesbezüglich von den Ägyptern?
Das ist eine recht komplexe Angelegenheit und mit reiner Genetik ist es das nicht getan. Da spielt auch das kulturelle Selbstverständnis eine Rolle. Die Träger bspw. der Lausitzer Kultur mögen vielleicht genetisch die Vorfahren der Ostgermanen gewesen sein (vielleicht aber auch der Slawen). Kulturell unterscheiden sie sich aber deutlich von ihren Nachfolgern. Kulturen sind nicht schon immer da gewesen, sondern sie entstehen und können auch wieder vergehen. Eine Bauernfamilie aus der Nähe von Bagdad zum Beispiel kann dort schon seit Jahrtausenden ansässig gewesen sein. Ihre Vorfahren waren irgendwann mal Akkader, dann Babylonier, Assyrer, Perser und Araber. Die heutige Familie würde sich wohl als Araber oder Iraker fühlen, aber nicht unbedingt als Babylonier, nur weil ihre Vorfahren das vielleicht mal waren.

Ägypten ist da in gewisser Weise ein Sonderfall. Es ist ein recht fest umrissenes Gebiet, das von mehreren Seiten von großen Wüsten umgeben ist. Somit konnte es über viele Jahrtausende seine politische und kulturelle Eigenständigkeit bewahren. Selbst zeitweilige Fremdherrschaft war da nicht so schlimm, da es sich bei den Herrschern immer nur um eine kleine Oberschicht handelte. Das Volk konnte nach wie vor seine eigene Sprache sprechen und seine eigene Religion pflegen. Ein größerer Bruch kam erst mit der Islamisierung. Und selbst der hat die ägyptische Kultur nicht völlig umgestürzt. Ein Teil der Ägypter pflegte weiterhin die alte Sprache und das mittlerweile angenommene Christentum. Koptisch, die Spätstufe der Ägyptischen Sprache starb erst im 17. Jahrhundert als gesprochene Sprache aus.

Natürlich hat sich die ägyptische Kultur im Laufe der Zeit stark gewandelt aber kein Umbruch war so stark, dass sich die Ägypter plötzlich nicht mehr als Ägypter fühlten. So etwas geht aber meist nur in geografisch gut abgegrenzten Gegenden über Jahrtausende hinweg gut. Japan wäre da noch ein Beispiel. In Europa gab es aber immer starke Wanderbewegungen und Durchmischungen, sodass sich die eizelnen Kulturen meist nur einige Jahrhunderte gehalten haben. Frankreich war bspw. keltisch. Dann kamen die Römer und blieben ein paar Jahrhunderte. Heute ist außer vielleicht in der Betagne kaum noch etwas übrig von der keltischen Kultur in Frankreich, obwohl die meisten Franzosen eben nicht von Einwanderern aus Italien abstammen, sondern von romanisierten Kelten.

In Mitteleuropa ist es letzlich genauso. Wir können zwischen der Lausitzer Kultur und der ostgermanischen Przeworsk-Kultur keine größeren Wanderungsbewegungen nachweisen. Das spricht dafür, dass sie genetisch durchaus verwandt sein könnten. Allerdings gibt es in der materiellen Kultur klare Unterschiede und über die Sprach wissen wir nichts. Wir können daher ehrlicherweise nur sagen, dass wir nicht wissen, ab wann sich diese Leute selbst als "Germanen" fühlten. Von daher verzichtet die Forschung heutzutage darauf, für die Zeit vor Jastorf und Przeworsk von Germanen zu sprechen und spricht lediglich von archäologischen Kulturen statt von Völkern.
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Mittwoch, 27. März 2013, 14:15

Bezüglich des "germanischen" Stuhls hab ich jetzt
doch noch etwas gefunden und meine Erinnerung hat mich nicht getäuscht: Es
handelt sich tatsächlich um Stühle aus der älteren Bronzezeit im 14. und 15.
Jahrhundert v. Chr. Das war also lange, lange vor den Germanen.



http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-85431550.html
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Donnerstag, 28. März 2013, 02:29

Falsch, weder das heutige Bundesland Sachsen, noch die ursprünglich von den Sachsen besiedelten Territorien gehörten jemals zum "Polnisch-litauischen Reich". Dazu muss man nicht einmal spezifische Quellen anführen, ein einfacher Blick in Wikipedia reicht schon.

Falsch, lies Deine Quellen. Fuckin Wiki.
http://de.wikipedia.org/wiki/Sachsen-Polen

Rügen war nie schwedisch, sondern zeitweise dänisch, siehe.

Doch war es (wieder Deine Lieblingsbücherei ;) ):

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwedisch-Pommern

Die Nachhilfe hat erhebliche Lücken......

LG
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Toleranz ist ein Beweis des Mißtrauens gegen ein eigenes Ideal.
Nietzsche
Es gibt Dinge, die sind so falsch, daß noch nicht einmal das absolute Gegenteil richtig ist.
Karl Kraus

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Donnerstag, 28. März 2013, 03:12

Danke, soviel zum Thema Nachhilfe

zum Saarland:
Nach dem Dreißigjährigen Krieg wuchs der Einfluss Frankreichs auf die Saargegend. 1680 wurde das Gebiet während der Reunionen dem Königreich Frankreich angegliedert, das die neu gewonnenen Gebiete zu einer Saarprovinz zusammenschloss. Dieser Zustand endete 1697, als Frankreich im Frieden von Rijswijk die Reunionen an der Saar und in der Pfalz wieder aufgeben musste.

Infolge der Französischen Revolution wurden die Fürsten 1793 vertrieben und das gesamte linke Rheinufer der Ersten Französischen Republik angeschlossen – zugleich die Überwindung der territorialen Zersplitterung des Ancien Régime. Der zentrale Teil des heutigen Saarlandes kam zu dem 1798 errichteten Département de la Sarre, Gebietsteile westlich der Saar und östlich der Blies zum Département de la Moselle bzw. zum Département du Mont-Tonnerre.

Von 1920 bis 1935 stand das „Saargebiet“ (so der damalige Name) unter der Verwaltung des Völkerbundes, während es zum französischen Wirtschaftsraum gehörte. Am 1. März 1935 wurde das Saargebiet unter dem Namen Saarland nach einer Volksabstimmung wieder Teil des Deutschen Reiches.
Kann man hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Saarland

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