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Irrwisch

Tückebothe

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16

Mittwoch, 3. November 2010, 02:55

Die Clownsgeschichte wird von denen auf den Film "Poltergeist" zurückgeführt.
Nein, das ist nicht korrekt. Nur das "cover with a sheet" dieser UL hat mit dem Film "Poltergeist" zu tun. Mehr nicht und ist auch nur eine Variante der Clown-Story.
[Anmerkung: im Film "Poltergeist" hat der Sohn angst vor der Clownspuppe, die in seinem Zimmer grinsend auf dem Stuhl sitzt, und er wirft ein Handtuch oder T-Shirt über die Puppe. Später im Film greift ihn die Puppe an.]

Und das in West Palm Beach war nicht annähernd etwas, was mit der UL zu tun hat, sondern es wurde nur jemand an der Haustür von einem Clown erschossen. Sowas kommt vor.

Tina

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17

Mittwoch, 3. November 2010, 12:45

Zitat

Ich kenne ihn nicht persönlich, da der Ort schon seine 40km von meinem zuhause entfernt ist, das zähle ich auch noch zu Umgebung.


Wie hast Du denn von dem Fall erfahren?
Tina

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18

Mittwoch, 3. November 2010, 17:19

Zitat von »Irrwisch«

Und das in West Palm Beach war nicht annähernd etwas, was mit der UL zu tun hat
Schon klar. Ich wollte ja auch nur mal nen schnellen Einblick in die große, bunte Welt der Killerclowns geben.
Aber danke für die Berichtigung mit "Poltergeist". Da hab ich wohl nicht richtig aufgepasst, besonders da ich den Film selbst noch nicht gesehen hab.
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Irrwisch

Tückebothe

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19

Mittwoch, 3. November 2010, 17:41

Aber danke für die Berichtigung mit "Poltergeist". Da hab ich wohl nicht richtig aufgepasst, besonders da ich den Film selbst noch nicht gesehen hab.
Das würde ich dann eher als Bildungslücke sehen. ;) "Poltergeist" ist m.E. einer der besten Gruselfilme, v.a. weil da mal kein wildgewordener Psychopath rumspringt. (Aber Poltergeist 2 und 3 kannst Du gerne links liegen lassen!)

Ich verstehe allerdings nicht, weshalb über ULs hier generell diskutiert wird, wenn doch schon allein der Threadtitel sagt, dass es eine UL (!!!) ist. Eine ähnliche "Clownsgeschichte" hat sogar Otto Waalkes in einem seiner Filmchen gebracht.
Etwas Ähnliches kommt auch im Film "Babysitter wanted" vor, wobei sich dort allerdings das Kind als der "Teufel" entpuppt.

Krobelus

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20

Mittwoch, 3. November 2010, 21:17

Ich find die Geschichte ziemlich krass da es wohl problemlos möglich wäre sich als "puppe" zu tarnen....

nur jetzt soll mir mal wer sagen ich hab unbegründet n mulmiges gefühl bei clowns und puppen =D

für mich ne nette lagerfeuergeschichte die den ein oder anderen nen schrecken einjagen kann ;)

das mit dem "echtheitsgrad" zweifel ich dennoch an =) ich mein.. soll 40km weiter entfernt passier sein.. vll. auch ne nachmache.. dazu findet man aber wirklich rein nix

dennoch 1A zum erzählen :)

greetz krobi
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grimcore

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21

Samstag, 13. November 2010, 05:55

Der böse Clown - Kindheitserinnerung

Auf Grund eines anderen Posts mit einem ängstlichen Kind , dachte ich an meine Kinderzeit zurück.
Wovor hatte ich Angst;da fiel mir besonders dieser Clip aus der Sesamstrasse ein:

http://www.youtube.com/watch?v=Vs5VYOnpMrw

Immer noch sehr komisch und unheimlich!
Meine Mutter musste sich immer vor den Fernseher stellen. :(
Zum Glück hab ich keine bleibenden Schäden.....
Kennt diesen Clown noch jemand?

mfg
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Ricya

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22

Samstag, 13. November 2010, 08:43

@grimcore,

wir hatten mal eine Umfrage dazu, wer Angst vor Clowns hat:

http://www.paraportal.de/index.php?page=…owns#post221325

Und auch hier

http://www.paraportal.de/index.php?page=…highlight=clown

outen viele ihre Angst vor Clowns. Seltsam wie viele Menschen es gibt, die Clowns nicht mögen. (Ich übrigens auch nicht, ich mag dieses übertrieben aufgemalte "Gute-Laune-Gesicht" nicht. Und noch weniger mag ich diese traurigen Clowns mit der Träne, die einem ein Gefühl vermitteln, als müßten sie alles Elend dieser Welt aushalten!)

An den von Dir gezeigten Clown aus der Sesamstraße kann ich mich nicht erinnern.
Als Kind sieht man viele Dinge wohl anders, aber wenn ich mir diesen Clip jetzt, als Erwachsener ansehe, muß ich eher lachen, denn der Typ hat einen Blick drauf, als hätte er sich vor dem Dreh enorm zugekifft! :mrgreen:

Lg Ricya
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Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

Irrwisch

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23

Montag, 15. November 2010, 07:05

Und noch weniger mag ich diese traurigen Clowns mit der Träne, die einem ein Gefühl vermitteln, als müßten sie alles Elend dieser Welt aushalten!)
Synonyme zu Clown:
Hanswurst, Harlekin, dummer August, Geck, Jeck, Kasper, Kasperle, Spaßmacher, Possenreißer, Faxenmacher, Komiker, Humorist, Schalk, Schelm, Schäker, Narr, Hofnarr, Witzbold, Spaßvogel

Quelle: Wörterbuch Deutsch "Synonyme", ISBN 978-3-8174-7483-7

Bei den unterstrichenen Synonymen zum Wort "Clown", kann ich zur angemalten Träne nur spekulieren, da sich zum Begriff "Clown" nicht wirklich etwas handfestes finden lässt. Aber gerade diese Harlekins, Narren und Hofnarren haben sich vermutlich diese Träne angemalt, weil sie für sich (!) nicht als "dummer August" oder "homo insipiens" gelten wollten, aber sich dumm stellen mussten, um am Hofe arbeiten zu können und dementsprechend essen konnten. Ich kann mir also vorstellen, dass es fürs eigene Ego gemacht wurde, á la "ich muss mich zum Affen machen, aber ich hasse es!".


Ansonsten scheint Coulrophobie eh eine Volkskrankheit zu sein. Liegt wohl an Pennywise und Joker.

ad_santiago

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24

Montag, 15. November 2010, 10:38

Ich würde das nicht überinterpretieren. Ohne mich in dieser Sache wirklich auszukennen, würde ich behaupten, dass die aufgemalten Tränen in erster Linie als Stilmerkmal begriffen werden müssen und keinen Rückschluss auf persönliche Befindlichkeiten zulassen. Auch sind die genannten Begriffe keine Synonyme, sondern werden in unterschiedlichen Kontexten verwendet - der Harlekin geht als Figur der commedia dell'arte zum Beispiel dem modernen "Clown" voraus, und der Hofnarr als Teil des aristokratischen Hofstaates stellt auch eine Sonderform dar. Man muss zwischen den verschiedenen Formen der "Narren" also fein unterscheiden, weil sie jeweils in unterschiedliche zeitliche und kulturelle Kontexte eingebunden sind.

Markenzeichen der Narren ist die expressive Übersteigerung von Mimik und Gestik, die die enge Verbindung zwischen Theater und Narrentum aufzeigt; der Narr macht nicht einfach nur Witze, sondern stellt eine Figur dar, die selbst der größte Witz sein soll - dazu gehört auch das Schwanken zwischen verschiedenen Gefühlsausbrüchen, weil der Narr sein Verhalten nicht kontrolliert, sondern sich schamlos den Affekten hingibt (wo doch gerade an Hof die Etikette derartiges verbot). Die aufgemalte Träne wäre demnach ebenso wie das zur Schau getragene Grinsen ein offensiv vor sich her getragenes Zeichen für diese "Affektiertheit" (nicht im ugs. Sinne zu verstehen). Dass sich aus der Kunst (auch der darstellenden) Rückschlüsse auf persönliche Befindlichkeiten ziehen lassen, ist eigentlich eher selten, auch wenn man eine Zeit lang - vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts - überall nach solchen Psychologisierungen suchte.

Die Ursache für die Clown-Phobie würde ich in der Verschleierung der Mimik sehen; wir Menschen sind es ja gewohnt, aus der Mimik einer Person Informationen über ihren emotionalen Zustand abzuleiten. Im evolutionären Sinne half uns das zum Beispiel dabei, Gefahrensituationen zu erkennen. Der Clown nun trägt nicht einfach nur eine Maske, sondern spielt bewusst mit dem natürlichen Drang, ein Gesicht lesen zu wollen: wäre sein Gesicht völlig verschleiert, würden wir die Informationen eben auf andere Weise zu erlangen versuchen. Da er sein Gesicht aber in der Regel nur angemalt hat, werden die Grenzen zwischen falscher und echter Mimik verwaschen - diese Widersprüchlichkeit macht den Clown für den "Affen in uns" zugleich interessant und unberechenbar.

santiago
~ felix qui potuit rerum cognoscere causas ~

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25

Montag, 15. November 2010, 15:00

Zitat

Gründe für die Clownphobie
Über die Gründe einer Colourphobie gibt es nur unzureichende wissenschaftliche Erkenntnisse. Coulrophobiker berichten allerdings oft über die gleichen, meist aus der Kindheit stammenden Auslöser ihrer Angst. Zum einen ist es das breite, aufgemalte Grinsen, die undurchdringliche Maske, die ein Erkennen wahrer Gefühle nicht zulässt. Ob ein Clown freundlich gesonnen ist oder ein böses Wesen hinter der Schminke verbirgt, ist schwer auszumachen. Zudem sind Clowns meist laut und aufdringlich, und sie benehmen sich merkwürdig. Dieses Verhalten kann insbesondere sensible Kinder verschüchtern und Angst machen.


http://aengste-phobien.suite101.de/article.cfm/coulrophobie

Zitat

Zum Anderen resultiert aus dem beruflichen Zwang, immer witzig und pointiert darstellen zu müssen, für den Künstler selbst oft eine innere Anspannung, die er, wie viele Berufstätige in Sozialberufen auch, nicht mit in das Privatleben nehmen kann. Die extreme Trennung von beruflichem Erleben und privater Sozialisation bringt für den Clown oft eine langsame, aber stetige Entfremdung mit sich, die bei fahrendem Gewerbe zusätzlich noch mit sozialer Entwurzelung außerhalb des Kollegiums einhergeht. Die sich so mitunter entwickelnde Einsamkeit, aber auch die fehlende Bereitschaft, privat nun auch noch wenigstens ab und an „lustig“ sein zu müssen (also den Sozialkonventionen zu folgen), kann zu einer Einschätzung führen, dass der Clown eigentlich ein sehr trauriger Beruf sein müsse


das sagt wiki zum thema "trauriger clown"

Joah entweder symbolisiert die Träne das traurige Leben eines Clowns oder es ist eine ganz gewöhnliche Alternative zum sonstigen Lachen :D
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Rônin

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26

Montag, 15. November 2010, 15:29

Bin ich eigentlich der einzige, der Clowns als Kind einfach nur witzig fand? Clowns und Zauberer fand ich im Zirkus immer am Besten. Deshalb war ich auch schon ewig mehr in keinem, weil solche Nummern immer mehr reduziert werden, und auf den Plakaten der größeren Zirkusse sogar stolz mit "sensationellen Tiershows" und "atemberaubenden Trapeznummern" geworben wird, und sowas find ich einfach stinköde. Ein Pferd das Kreis rennt beeindruckt mich gar nicht - ein witziger Clown aber schon, denn gute Comedy sieht man so gut wie kaum mehr im Fernsehen. Zauberkunst gibts ja fast gar nicht mehr im Zirkus, für eine richtig gute Show müsste man da schon extra nach Vegas fahren.
Solche wahnsinnig tiefgeifenden psychologischen Analysen über die Clownerie und ihre innerlich zerfurchenden Folgen auf den Akteur und seine Umgebung find ich dann doch etwas übertrieben. Das sind Leute mit Farbe im Gesicht, die sich zum Affen machen. Das ist nichts anderes wie mit den geschminkten Schicksen auf der Straße, nur dass ein Clown das mit Absicht macht und nicht bemitleidenswert sondern lustig ist.
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Lexidriver

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27

Montag, 15. November 2010, 15:58

Zitat

Bin ich eigentlich der einzige, der Clowns als Kind einfach nur witzig fand?
Anscheinend! :mrgreen:

Ich habe mich ja schon zu den Clowns geäußert, ich mag sie nicht. :schlecht:

Wie oben schon geschrieben wurde, sie sind aufdringlich, laut, lästig, überzogen komisch und absolut nervig, und die Bemalung hat nichts witziges, die ist zum Fürchten.

Bei uns gibt es das "Pflasterspektakel" in Linz, eine ziemlich bekannte Sache mit Gauklern, Musikern, Artisten...und da ist mir mal so ein penetranter Clown nachgelaufen.
Der hat mit seinem Leben gespielt.

Zitat

Solche wahnsinnig tiefgeifenden psychologischen Analysen über die Clownerie und ihre innerlich zerfurchenden Folgen auf den Akteur und seine Umgebung find ich dann doch etwas übertrieben.
Das finde ich nicht, ich kann mir durchaus vorstellen das diese Arbeit sehr anstrengend ist und auf die Psyche geht.

Ich kenne einen Magier, und das einzige was der hört, egal wo er ist, "zeig mir mal ne Nummer".
Glaubst Du nicht das ihm das auf den Sack geht?


MfG Lexidriver
Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

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28

Montag, 15. November 2010, 16:12

Zitat

Wie oben schon geschrieben wurde, sie sind aufdringlich, laut, lästig, überzogen komisch und absolut nervig, und die Bemalung hat nichts witziges, die ist zum Fürchten.
Geschmackssache. Kommt außerdem auch stark auf den Clown an. Solche die eher für Kinder gedacht sind, arbeiten natürlich hauptsächlich mit Slapstick und Krachbumm. Ich war da aber mal vor Ewigkeiten in so einem richtig großen Zirkus, mit einem Clown, der eine fantastische Mischung aus Zaubereffekten, Artistik, Wortwitz und natürlich auch Slapstick hingekriegt hat. Das Ganze mit perfekter musikalischer Untermalung, und das fand ich toll. Die Tiger und Löwen in ihren 3x3 Meter großen Käfigen haben mich da nicht mehr sonderlich interessiert.

Zitat

Glaubst Du nicht das ihm das auf den Sack geht?
Kann ich mir durchaus vorstellen. Soll er halt einfach Geld dafür verlangen, dann hört das schnell auf. :mrgreen: Ich kann mir aber trotzdem nicht vorstellen, dass alle Clowns privat heroinsüchtige, depressive Penner Marke Krusty sind. Die machen den Job schließlich freiwillig, und man wird schon seine Gründe haben, wenn man so einen Beruf wählt. Ich gehe also mal davon aus, dass ein Zirkusartist prinzipiell gerne Leute unterhält. Stressfrei ist ja sowieso kein Beruf.
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Ricya

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29

Montag, 15. November 2010, 16:19

Bin ich eigentlich der einzige, der Clowns als Kind einfach nur witzig fand?


Naja, es kommt auf die Clowns an, sage ich mal........
Ich hatte mal im Fernsehen diese Übertragung des Zirkus in Monaco angesehen und da waren zwei Clowns dabei, die eine gute Show zeigten, bei der auch Akrobatik dabei war UND die beiden waren nicht so saudoof angemalt mit einer roten Lockenperücke und roter Knubbelnase. Die fand ich richtig gut! ;)
Aber ich hasse dieses scheinheilig wirkende aufgemalte Grinsegesicht und diese penetranten Perücken dazu zum Schaudern.

Und wie gesagt:
diese "Harlekins" mit der aufgepinselten Träne und den aufgemalten hängenden Mundwinkeln finde ich noch absurder.
Die führen Kinder Zaubertricks und so einen Kram vor, sollen sie also Unterhalten, zum Lachen bringen ; und sehen aber aus, als hätten die Hühner ihnen gerade das Brot geklaut......geht gar nicht! *schüttel*

Lg Ricya
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30

Montag, 15. November 2010, 19:46

Die aufgemalte Träne ist kein "Erkennungszeichen" des Harlekins, sondern dient meist nur der moderneren künstlerischen Gestaltung - beispielsweise bei dem beliebten Tattoomotiv der beiden Masken.
Der Harlekin ist zudem kein "Clown", wie die Spaßmacher die sich im Zirkus mit Torten bewerfen und sich mit 50 Leuten in einen Trabi quetschen.
Der Harlekin entstammt dem Theater - womit auch direkt deutlich wird, dass diese Gestalt viel tiefgründiger ist als der "gewöhnliche" Possenreißer, haftet doch ein Hauch von Tragödie und des Eigensinns an ihm.
Wikipedia sagt über seinen Charakter:

Zitat

Der Harlekin besitzt eine agile und flexible Natur. So ist er niemals still, geruhsam oder träge, sondern meist von ausgelassener Lustigkeit. Auch wenn er gelegentlich ungehobelt wirkt, ist er nicht dumm, sondern in Wahrheit geistreich und schlagfertig. Ebenfalls individuelle Eigenschaften des Harlekin sind sein ständiger Hunger, Durst und sein „sexueller Appetit“, d. h., dass er eine gewisse Vorliebe für Erotik und weniger Interesse an einer festen Bindung hat. Sein sprunghaftes Wesen kommt in seinen akrobatischen Künsten zum Vorschein, wenn er Sprünge vollführt oder Purzelbäume schlägt. Er kommt nie zur Ruhe und ist immer „auf dem Sprung“. Diese Agilität kommt in fast allen Bildern zum Ausdruck, in denen ein Harlekin abgebildet ist, denn meistens sieht man ihn hüpfen oder ein Bein vor das andere stellen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Harlekin#Charakter
Den bekannten Schalk Till Eulenspiegel könnte man durchaus als einen Harlekin bezeichnen, ist er doch immer rege und für Spötteleien gut.


Ich gehe davon aus, dass die veränderten Proportionen von Mund und Augen auf ein Kind beängstigend wirken, wenn ein Clown zu nah heran kommt - wodurch die "spaßige" Bemalung bedrohlich wird. Dabei wird dies ganz direkt damit zu tun haben, dass der Durchschnittsclown wenig zu lachen hat - das Publikum jedoch trotzdem bei Laune halten muss und so für jeden offensichtlich die "gute Miene" aufsetzt/zum bösen Spiel macht.

Und spätestens seit Kings Clown Pennywise aus "ES" beschleicht jeden von uns eine leichte Beklemmung, wenn ein Clown ausserhalb einer Arena mit Sägespänen oder ein Bündel Luftballons in der Abenddämmerung auftaucht.
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