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Davy Jones

mürrischer Meeresgeist

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Mittwoch, 18. Februar 2009, 10:50

Federkranz - ein Fluch?

Hallo Leute.... :winks:

Ich denke mal, dass is hier richtig gepostet.

Ich habe ja schon in einem anderen Thread hier angedroht, dass ich eine Begebenheit posten wolle, die ich mir nicht erklären kann.

Also erstmal zu Vorgeschichte:
In dem besagten Thread ging es um eine Hexengeschichte (Thread „Hexen machen Spuk“ in der Geisterabteilung). Ich wollte den Beführwortern dieser Hexengeschichte beweisen, dass es früher in vielen Dörfern solche Hexengeschichten gegeben hat. Dass es also sozusagen nur frühere Urban Ledgens waren, die sich überall gleichen.
Dazu wollte ich meine Großeltern befragen, die in unterschiedlichen Dörfern unabhängig von einander aufgewachsen sind.

Meine Großeltern sind nicht so die typischen Großeltern, die etwas senil im Schaukelstuhl sitzen, stricken und Geschichten aus dem WWII erzählen.
Nein, meine Großeltern sind körperlich und geistig (wichtig!) noch sehr fit.
Das sei nur gesagt, damit nicht jemand auf die Idee kommt, die folgenden Begebenheit als Ergebnis einer Altersdemenz einzustufen. :twisted:

Meine Oma erzählte mir folgende Geschichte:
Es war um 1950 herum. Meine Oma war zu der Zeit um die 13 Jahre alt und lebte mit ihre Familie in einem Dorf an der Müritz.
Sie teilte sich das Bett mit ihrer Zwillingsschwester. Als ihre Mutter einmal das Bettzeugs (Federbett) neu aufschüttelte, bemerkte sie einen festes Gebilde in der Bettdecke. Sie öffnete diese und holte etwas heraus. Sie erschrak, nahm das Ding, wickelte es in Zeitung ein und versteckte es hinter dem Ofenrohr.
Meine Oma und ihre Schwester befanden sich im gleichen Raum und haben das Vorgehen heimlich beobachtet.

Als die Mutter am selben Tag das Haus verlies (aus welchem Grund auch immer, vielleicht einkaufen) haben meine Oma und ihre Schwester aus Neugier das Bündel hinter dem Ofenrohr hervorgeholt und ausgepackt, weil sie wissen wollten, was ihre Mutter da aus ihrem Bett geholt hat.

Mein Oma beschrieb das Ding so:
Es war ein tellergroßer Kranz aus ineinander verflochtenen Federn (den Federn des Bettes). Innerhalb dieses Kranzes waren Federn verwoben wie ein Spinnennetz, in deren Mitte ein Loch blieb (ca. Tischtennisballgroß).

Die beiden fragten ihre Mutter dazu, aber die wollte dazu nix sagen.

Ein Paar Tage später kam die Tante meiner Oma zu besuch (also die Schwester der Mutter meiner Oma)
Die Tante und die Mutter unterhielten sich über den Kranz. Die Tante nahm den Kranz sofort und warf ihn ins Feuer.
Das Ding verbrannte in einem einzigen Stoß. (ich hab noch nie ne Feder angezündet, aber ich glaube das ist normal, dass das so schnell verbrennt)

Später fragten meine Oma und ihre Schwester die Tante zu dem Kranz aus, und die erzählte ihnen:
Der Federkranz ist der Fluch einer Hexe. Er bildet sich in den Kopfkissen, oder Bettdecken.
Er wächst langsam nach innen hin zu (das Spinnenwebenartige). Und wenn er sich komplett schließt, dann stirbt der Mensch, der in dem Bett geschlafen hat.
Wenn man so einen Kranz bemerkt muss man ihn sofort verbrennen, um das Unheil abzuwenden.

Als meine Oma mir das alles erzählt hat, und ich erstmal skeptisch geguckt hab, bestätigte mein Opa dies.
Er erzählte, das ein Mann, der in der nähe von ihm gewohnt hat auch einen solchen Federkranz mit einem größeren Loch in der Mitte in seinem Kopfkissen gefunden und verbrannt hat.

Ja, ich weiß, die Geschichte klingt echt schaurig und unglaubwürdig.
Aber ich Glaube meiner Oma, weil sie den Federkranz mit eigenen Augen gesehen hat, und weil sie eigentlich n Skeptiker ist, was paranormale Erscheinungen angeht.


Ich möchte von euch jetzt wissen, was ihr davon haltet.
Habt ihr schon mal was von solchen Federkränzen gehört (Google ist nicht sehr kooperativ)? Kennt ihr ähnliche Geschichten?
Gibt es eine logische, physikalische Erklärung für die Bildung solcher Federkränze?

lg Davy
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2

Mittwoch, 18. Februar 2009, 12:04

Re: Federkranz - ein Fluch?

Ich habe auch Google bemüht, doch das einzige, das ich finden konnte war, dass die Feder das Element Luft darstellt und dass bei bestimmten "Verwünschungen" schwarze Federn benutzt werden sollen.
(Hexenfederverkleidungen findet man allerdings massenhaft. Oder dass die Feder gleichsam Fluch und Segen ist. :roll: :lol: )

Um auf deine Geschichte einzugehen:

Ich denke mal, dass man dem was du hier schreibst uneingeschränkt glauben darf, dass es sich so abgespielt hat und auch, dass die beteiligten Personen vollständig so glauben, wie du es hier dargestellt hast.

Da du selbst an eine frühere Urban Legend glaubst, bleiben wir einfach mal spekulativ bei den realistischen Möglichkeiten.
Das einzige, dass mir dazu jedoch einfällt, wäre eine Ratte oder ein anderes kleines Tier, das sich in der Matratze eingenistet haben könnte, um seine Jungen zur Welt zu bringen. Ich bin mir nicht sicher, ob Ratten kunstvolle Nester bauen, doch meine Rennmäuse verbauen alles mögliche von Pappe bis Heu, um es sich muckelig warm zu machen. Wer weiß, was sie mit Federn anstellen.
Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass die Person, die in einem Bett mit einer Ratte schläft, über kurz oder lang stirbt (insbesondere wenn die medizinische Versorgung noch nicht weit entwickelt ist), da die Biester erhebliche Krankheitsüberträger sind.
Allerdings wundert mich ein wenig, dass deine Großmutter und deine Großtante noch so stark an Hexen glaubten. Immerhin dürften beide zwei Weltkriege miterlebt haben. Da scheint etwas derartiges doch wirklich "Kinderkram" zu sein.
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obsidienne

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3

Mittwoch, 18. Februar 2009, 12:27

Re: Federkranz - ein Fluch?

Zitat von »"Zensur"«

Allerdings wundert mich ein wenig, dass deine Großmutter und deine Großtante noch so stark an Hexen glaubten. Immerhin dürften beide zwei Weltkriege miterlebt haben. Da scheint etwas derartiges doch wirklich "Kinderkram" zu sein.


Als ich vor 13 Jahren schwanger war, hat mir die über 80-Jährige Schwiegermuddi verboten, über Kabel und Schnüre zu steigen, weil sie felsenfest überzeugt war, daß sich sonst die Nabelschnur um Babys Hals gewickelt hätte. :| :roll:
Die Frau hatte in ihrem Leben leider wenig möglichkeit, sich zu bilden...

Die Theorie mit der Ratte im Bett klingt ganz gut, aber ich kann mir nur schwer vorstellen, daß das Tier unentdeckt blieb. Ratten zerfetzen doch liebend gerne alles mögliche und hätten wenigstens ein Loch ins Federbett beißen müssen, um an die Federn zu kommen.

Könnten solche zusammengeklumpten Federn nicht auch durch nächtliches Schwitzen entstehen?
Oder durch irgendwelche Milben?
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4

Mittwoch, 18. Februar 2009, 12:49

Re: Federkranz - ein Fluch?

Zitat von »"obsidienne"«

Ratten zerfetzen doch liebend gerne alles mögliche und hätten wenigstens ein Loch ins Federbett beißen müssen, um an die Federn zu kommen.
Das dachte ich auch zuerst - aber andererseits muss die Oma von Davy ja auch den Kranz problemlos herausgeholt haben. Und ob man dafür die ganze Matratze aufschneidet?
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5

Mittwoch, 18. Februar 2009, 12:58

Re: Federkranz - ein Fluch?

Davy hat ja geschrieben, daß der Kranz in der Feder-Bettdecke der Oma war und diese dann geöffnet wurde.
Damals wurden Federbetten noch von Hand zugenäht und man brauchte nur ein paar Fäden auftrennen, um an den Inhalt zu gelangen.
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Davy Jones

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6

Mittwoch, 18. Februar 2009, 13:31

Re: Federkranz - ein Fluch?

Hallo ihr beiden, und danke schon mal für eure Antworte...

Ich werde es mal lieber noch mal richtig betonen:
Ich weiß nicht, in wie weit diese ganze Geschichte stimmt. Ich weiß nur das, was meine Oma gesehen hat. Also wie der Federkranz ausgesehen hat, dass er aus der Bettdecke kam, und ins Feuer gegangen ist. Das benenne ich hier mal als Fakt (ist ja auch nix unglaubwürdiges dran).
Die Sache mit dem Hexenfluch hat meine Oma auch nur erzählt bekommen und selbst nie behauptet, dass das so stimmt. ;)

Zitat von »"obsidienne"«

Davy hat ja geschrieben, daß der Kranz in der Feder-Bettdecke der Oma war und diese dann geöffnet wurde.
Damals wurden Federbetten noch von Hand zugenäht und man brauchte nur ein paar Fäden auftrennen, um an den Inhalt zu gelangen

Genauso siehts aus.
Die Rattentheorie klingt ja ganz gut, dass war mir noch nicht in den Sinn gekommen, aber in der Bettdecke würde man solche Tiere schnell entdecken, da man die Bettdecke ja täglich bewegt.

Zitat von »"Zensur"«

Allerdings wundert mich ein wenig, dass deine Großmutter und deine Großtante noch so stark an Hexen glaubten. Immerhin dürften beide zwei Weltkriege miterlebt haben. Da scheint etwas derartiges doch wirklich "Kinderkram" zu sein

Meine Oma hat nur einen miterlebt, ihre Tante wohl beide.
Aber du würdest dich wundern, wie stark solch ein Aberglaube noch bis vor kurzem überlebt hat.
Ich hab doch gesagt, das ich die Geschichte nur rausgefunden hab, weil ich nach ländlichen Hexengeschichten aus der Zeit gesucht hab. Mit den Geschichten, die ich rausgefunden habe könnte ich ein ganzes Unterforum füllen. Nur sind das alles Geschichten alá: "Bauer Humpes Schwein is gestorben, Bauer Müller hat erzählt dass die Alte Meier kurz zuvor im Stall war. Die wars, wissen doch sowieso alle, das sie sowas kann." -> UL
Nur die Federkranz-Geschichte finde ich interessant, weil sie quasi aus erste Hand, einer für mich sehr glaubwürdigen Quelle, kam. ;)

Zitat von »"obsidienne"«

Könnten solche zusammengeklumpten Federn nicht auch durch nächtliches Schwitzen entstehen

Das hatte ich auch schon überlegt. Besonders Tellergroß im Kopfkissen (Kopfabdruck?) könnte so passen.
Aber meine Oma hat gesagt, dass das nich aussah, wie normal verklumpt. Es war eher Verknotet/verflochten. Kann mir das jetzt bei Federn auch nich so gut vorstellen.
Und in alten Federbetten sind Verklumpungen durch Körperflüssigkeiten (Schweiß) nicht selten gewesen. Da erkannte man früher, was normal aussieht, und was nicht.

Zitat von »"obsidienne"«

Oder durch irgendwelche Milben?

Davon hab ich noch gar nix gehört, das Milben auch "ihre Umgebung sichtbar umgestalten". Is ne Überlegung wert.

Wenn ihr noch weitere Fragen habt, dann werd ich sie sammeln und bei Zeiten meinen Großeltern wieder nen Besuch abstatten.

lg Davy
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Loxarde

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Mittwoch, 18. Februar 2009, 14:18

Re: Federkranz - ein Fluch?

HiHo!

Also, eine Ratte kann das nicht gewesen sein! Hab auch eine und die zerfetzt wirklich alles, was ihr in die Finger kommt!

War denn mal jemand im Haus (Hexe o.Ä.), die das Ding da reingemacht haben könnte?? kann es sich ggf. um einen makaberen Scherz handeln?
Irgendeine Idee deiner Großmutti, wer das gewesen sein könnte mit den Fluch und Warum?

Lieben Gruß! :-)
Ich hab meine Meinung, verwirr mich nicht mit Tatsachen!!

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Donnerstag, 19. Februar 2009, 13:08

Re: Federkranz - ein Fluch?

Diese "Federkranz-Geschichte" ist tatsächlich sehr verbreitet. Auch im Bestatterwebblog findet sich so eine Geschichte.
Wenn früher jemand starb, dann hatte man hin und wieder die Kissen aufgemacht und einen Kranz gefunden. Dementsprechend wurden die Kissen manchmal auch bei Krankheit geöffnet. War ein Kranz drin, wurde dieser entfernt und die Person wieder gesund.

Ich habe aber auch schon mal von anderen Gebilden gelesen, wie z.B. ein Kreuz oder ähnliche Artefakte. Da ging es ebenfalls um diverse Krankheiten.

Heutzutage kann man die Federn reinigen lassen. Da sind diese Verklumpungen wohl eher seltener geworden.

obsidienne

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9

Freitag, 20. Februar 2009, 22:31

Re: Federkranz - ein Fluch?

Ich könnte mir vorstellen, daß kleine Krabbeltierchen die Federn mit ihrem Kot oder Spinnfäden oder sonstigen Ausscheidungen verkleben.
Das ist bestimmt nicht gesundhietsförderlich. Es ist ja bekannt, daß Manche Menschen auf Milben und deren Hinterlassenschaften allergisch sind und davon z.B. Asthmaanfälle bekommen.

Möglicherweise hat sich diese Geschichte auf dieser Basis entwickelt.
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Davy Jones

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Freitag, 27. Februar 2009, 11:50

Re: Federkranz - ein Fluch?

Sorry, hat mit der Antwort n bissel länger gedauert. Hab nämlich noch weiter gesucht, aber nich viele Infos gefunden.

Zitat von »"Irrwisch"«

Auch im Bestatterwebblog findet sich so eine Geschichte.

Danke für den Tipp, Irwisch. Hab mich da umgeschaut.
Scheint ja doch n bissel weiter verbreiteter Aberglaube zu sein, als ich dachte.

Zitat von »"obsidienne"«

Ich könnte mir vorstellen, daß kleine Krabbeltierchen die Federn mit ihrem Kot oder Spinnfäden oder sonstigen Ausscheidungen verkleben

Also Spinnenfäden denke ich eher weniger, da diese in einer Bettdecke eher fehl am Platz wären. Man bedenke, wozu Spinnenweben da sind: zum Fang von Insekten aus der Luft. ;)

Kot und sonstige Ausscheidung von Krabbelviechern (und Schweiß von Menschen) halte ich für eine gute Erklärung der Verklumpung/ evtl Verflechtung, Aber für diese Kranzform? Oder auch die von Irwisch genannten anderen Formen, wie Kreuze?
Da kommt mir sofort Fehlinterpretation in den Sinn. Ich werd versuchen in der nächsten Woche meiner Oma noch mal n Besuch abzustatten, und sie bitten, das mal zu zeichnen.

Zitat von »"Loxarde"«

War denn mal jemand im Haus (Hexe o.Ä.), die das Ding da reingemacht haben könnte?? kann es sich ggf. um einen makaberen Scherz handeln?
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Ja, dass Haus war eine Sammelstelle für Eier. Da kam auch eine alte Frau öfter vorbei, die im Dorf als "Hexe" verschrieen war.
Aber ob das direkt was mit dem Erscheinen des Kranzes zu tun hat bezweifle ich.

Wenns n makaberer Schwerz war, dann war aber nicht mal die Mutter eingeweiht. Also müsste sich heimlich jemand Zutritt zum Haus verschafft haben.
Aber ich glaube um sowas zu Klären liegt die Geschichte viel zu lange zurück (an die 50 Jahre). ;)

lg Davy
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11

Freitag, 27. Februar 2009, 14:21

Re: Federkranz - ein Fluch?

Hallo Zusammen :winks:

Ich habe da noch ne frage, wer hat denn die Federdecken gemacht?
Könnte es evtl. sein dass die Person die die gemacht hat diesen Federkranz hinein"genäht" hat?.
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12

Freitag, 27. Februar 2009, 15:08

Re: Federkranz - ein Fluch?

Zitat von »"Davy Jones"«

Also Spinnenfäden denke ich eher weniger, da diese in einer Bettdecke eher fehl am Platz wären. Man bedenke, wozu Spinnenweben da sind: zum Fang von Insekten aus der Luft. ;)

Ich schrieb nicht Spinnenfäden sondern Spinnfäden. Es gibt auch Tiere, die Spinnfäden nicht zum Insektenfang produzieren. Z.B. kennt wohl jeder die Spinnmilbe, die auf Pflanzen zu finden ist.
Die Larven der Kleidermotte fressen übrigens auch das in Federn enthaltene Keratin und bilden Gespinste...
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Freitag, 17. September 2010, 20:28

Gleiches Erlebnis

Hallo Davy Jones,

Interessante Geschichte, und ich muss sagen, dass auch meine Oma mir sowas erzählt hatte, allerdings war es bei ihr kein Federkranz, der nach innen zuwuchs, sondern einer, der einfach rund wuchs, und wenn er sich komplett geschlossen hätte, wäre die Person, in dessen Kissen er war, gestorben.

Meine Oma allerdings erfuhr, dass das etwas mit schwarzer Magie und dem 6. und/oder 7. Buch Mose zu tun hatte.

Also ich wusste damals auch nicht, ob ich es glauben sollte, aber mitlerweile tu ich es schon, weil ich selbst immer mehr übernatürliche Dinge erlebe!



Glg Justin
Es gibt verschiedene Blickwinkel, mit denen man Dinge betrachten kann. Welcher der klügste ist, muss jeder für sich selbst entscheiden!

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14

Freitag, 17. September 2010, 22:59

Könnten es nicht auch gewöhnliche Kleidermotten sein?
Ich denke die spinnen ebenfalls Fäden, an denen sich Federn verklumpen können. Ich meine Motten waren zur der Zeit nichts ungewöhnliches.
Und die Moral von der Geschicht'

Spoiler Spoiler

Gibt es nicht!

Davy Jones

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Sonntag, 19. September 2010, 18:23

Hallo Justin, kannst du vielleicht sagen, aus welcher gegend deine Oma kommt? Mich würde interessieren, ob dieser spezielle Glaube eher Regional ist, oder doch weiter verbreitet.

@misirlou: die Sache wird wohl auf die Spinnfäden irgend einer Art hinauslaufen. Leider kann man das nach so vielen Jahren wohl nicht mehr komplett rekonstruieren.

lg Davy
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