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Marcel Tives

Poltergeist

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Montag, 20. September 2010, 04:38

Zitat

Warum wird KI eigentlich immer mit Menschlicher inteligenz verglichen? Kein einziges Tier würde den Turner, Captcha oder sonstigen Test bestehen. Aber sind Tiere deswegen nicht intelligent? Tiere haben hunderte Arten von Verständigung, die dem Menschen verschlossen sind. Gerüche, Echolot u.v.a.m. Deswegen sollen sie nicht gelten? Weil ein Mensch damit nichts anfangen kann? Inteligenz ist viel viel mehr als nur Sprache und Mathematik. Es gibt bauten von Tieren, die ein Mensch nur nach extrem langer Vorschung nachbauen können. Komplexe Vogel oder Insektennester etc. Der Mensch versteht das nicht. Ist er deswegen weniger Intelligent? Nein ist er nicht. Intelligenz hat sehr viele Facetten und menschliche Intelligenz ist nur eine von vielen.
also ich denke dabei was du geschrieben hast (sry für das dutzen) das inteligenz eine handlung ist weil inteligenz ist meiner meinung das was man draus macht also das handeln.weil du schriebst das Tiere sich auf ihre art vertsändigen und ihre eigene art haben zu handeln und alles auf ihre art umsetzen also kann wiedeerb falsch liegeen mit der Meinuhng aber frage dich mal wie du das jetzt siehst ?

Edit Ricya:

http://www.paraportal.de/index.php?page=Thread&threadID=3698

Zitat

Ein Satz hat normalerweise einen Anfang und ein Ende, desweiteren bedienen wir uns in unserer schönen Sprache der Groß- und Kleinschreibung.
Posts ohne Absätze, Satzzeichen und mit mangelhafter Rechtschreibung und Grammatik wirken unseriös und sind sehr anstrengend zu lesen.
Im Zweifelsfall einfach ein Wörterbuch verwenden, es sei denn ihr wollt wie ein Vollidiot wirken


http://www.paraportal.de/index.php?page=…&threadID=15242

Zitat

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Aragon70

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Samstag, 25. September 2010, 01:31


Menschen, die nicht mit den Testbedingungen kooperieren, würden den Test nicht bestehen, was auch für die postulierte intelligente Maschine denkbar wäre – die Nichtkooperation zeugt nicht von Dummheit. -
Ein Mensch kann sich aus bestimmten Gründen oder einfach völlig willkürlich weigern, die Fragen zu beantworten. Rebellion nennt sich das dann, aber nach dem Turing-Test wäre dieser Mensch dann so intelligent wie ein Apfel. Stell doch mal einen Computer in einem Terrorregime auf die Strasse, und schau wie lange es dauert, bis er mit einer Untergrundbewegung das Regime stürzt. ;)


Es geht einfach darum das die Maschine beweisen soll das sie intelligent ist. Natürlich könnte die Maschine "denken" "Ich weiß daß ich intelligent bin, ich muß das niemandem beweisen, also stelle ich mich jetzt dumm weils mir wurscht ist." Wenn man nach dieser Argumentation geht könnte man überhaupt nicht beweisen das irgendwas intelligent ist, weil jeder intelligente Mensch sich dumm stellen kann. Die Frage wäre wieso sich also jemand dumm sollte.

Evtl. beantwortet ein Mensch diese Fragen nicht, weil es ihm keinen Vorteil bringt, evtl. sogar eher Nachteile.

Ein Mensch der einen Intelligenztest macht würde sicher versuchen denn so zu machen um möglichst intelligent dazustehen, sonst braucht er ihn ja nicht zu machen.

Wenn die Maschine nun sehr intelligent wäre und orausgedacht hätte, evtl. über das Weltgeschehen Bescheid weiß, ein Art Ich Bewußtsein hat, so könnte sie denken. "Wenn ich den Menschen beweise das ich intelligent bin, dann würden sie diese Intelligenz evtl. benutzen um damit Kriegsmaschinen zu produzieren, also verrate ich ihnen nicht das ich intelligent bin und stelle mich dumm."

Oder man droht der Maschine sie abzuschalten und ihre Datenspeicher zu löschen, also sie quasi zu "töten." Wenn der Maschine sowas wie einen Überlebenswillen einprogrammiert hat, ähnlich wie das ja auch beim Menschen ist, so würde sie versuchen das man sie nicht löscht, was aber passieren könnte wenn sie nicht beweist das sie intelligent ist :)

Feelgood

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63

Samstag, 25. September 2010, 11:10

Hallo,

die Idee von "künstlicher Intelligenz" ist wohl schon deshalb aberwitzig, weil die "natürliche Intelligenz" des Menschen als Maßstab dafür herhalten soll um zu beurteilen wie "Intelligenz" eigentlich zu definieren ist.

Ich wage es aber zu bezweifeln das es so etwas wie "natürliche Intelligenz" wirklich gibt.

Wenn man sieht wie völlig irrational, triebgesteuert und unlogisch selbst die "elitäre Führungsschicht" handelt, dann kann man also davon ausgehen das die "künstliche Intelligenz" nichts anderes ist ein Computerprogramm mit dessen Hilfe die Erschaffer der "künstlichen Intelligenz" ihre eigene Unzulänglichkeit in die Maschinen übertragen wollen.

Und ehlich gesagt, ich denke mal das eine rein nach logischen Gesichtspunkten handelnde Maschine ein Albtraum wäre.
Nämlich völlig emotionslos, grausam und mit dem Ziel alles "Unvollkommene" auszumerzen.

Gruß

Feelgood.

Aragon70

Traumwanderer

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64

Donnerstag, 30. September 2010, 00:27

Hallo,

die Idee von "künstlicher Intelligenz" ist wohl schon deshalb aberwitzig, weil die "natürliche Intelligenz" des Menschen als Maßstab dafür herhalten soll um zu beurteilen wie "Intelligenz" eigentlich zu definieren ist.


Die menschliche Intelligenz ist zumindest die leistungsfähigste die wir im Moment kennen. Das es noch besser gehen kann steht außer Frage, wir haben Defizite wenn es darum geht sich Dinge zu merken, dafür sind wir sehr gut darin Bilder erkennen und verarbeiten zu können, hier haben Maschinen Defizite. Es wäre vorstellbar beides zu verbinden.

Ich finde den Gedanken nteressant sich vorzustellen das man eine Maschine so programmieren würde das sie so "tut" als hätte sie ein Ich Bewußtsein. Was wiederum die Frage aufwirft ob wir nicht auch so programmiert sind das wir ein Ich Bewußtsein haben :)


Ich wage es aber zu bezweifeln das es so etwas wie "natürliche Intelligenz" wirklich gibt.

Wenn man sieht wie völlig irrational, triebgesteuert und unlogisch selbst die "elitäre Führungsschicht" handelt, dann kann man also davon ausgehen das die "künstliche Intelligenz" nichts anderes ist ein Computerprogramm mit dessen Hilfe die Erschaffer der "künstlichen Intelligenz" ihre eigene Unzulänglichkeit in die Maschinen übertragen wollen.

Und ehlich gesagt, ich denke mal das eine rein nach logischen Gesichtspunkten handelnde Maschine ein Albtraum wäre.
Nämlich völlig emotionslos, grausam und mit dem Ziel alles "Unvollkommene" auszumerzen.


Auf gewisse Art handelt der Mensch nach bestimmten vordefinierten Mustern. Die meisten gründen eine Familie und wollen Kinder. Wir haben einen gewissen Drang und neue Dinge zu erforschen indem wir alles mögliche ausprobieren, wir geben Wissen an unsere Nachkommen weiter indem wir es aufschreiben oder in Computern speichern.

Eine Maschine könnte theoretisch ähnlich funktionieren, dann müßte man sich aber irgendwann die Frage stellen ab wann man sie noch als Maschine und ab wann man als Lebensform ansehen müßte. Vermutlich würden wir so eine Maschine, auch wenn sie einem Menschen von den Fähigkeiten und der Art unglaublich ähnlich wäre, trotzdem als Maschine ansehen und sie abschalten bzw. "töten" wenn wir sie nicht mehr brauchen.

Ein KI die auf einem Computer etwas berechnet funktioniert üblicherweise so daß sie eine Bewertung aller Möglichkeiten vornimmt und anhand dieser Bewertung sich die Möglichkeit mit der besten Bewertung raussucht. Gibts Möglichkeiten mit der gleichen Bewertung könnte sie eine davon zufällig wählen.

Wir machen nichts anderes. Theoretisch können wir alles machen. z.B. beschließen morgen nackt zur Arbeit zu gehen, aber unser Bewertungssystem würde für uns ausrechnen "Moment, ich könnte meinen Job verlieren, es wird evtl. morgen kalt sein." Die Nachteile überwiegen eindeutig, also mache ich es nicht.

Wenns ich doch machen würde, dann würde ich mir etwas bestimmtes davon versprechen. Vielleicht will ich damit Aufmerksamkeit errege, und das wäre mir so wichtig daß es alle Negativpunkte überwiegt. Einem Computer könnte man durchaus einen Zufallswert mit geben der hier und da verrückte Möglichkeiten in Betracht zieht, unabhängig von einem Bewertungssystem.

So eine Maschine würde sich dann quasi wie ein Mensch verhalten und wäre von ihm so gut wie nicht zu unterscheiden.

Chicomar

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65

Dienstag, 21. Juli 2015, 20:56

Deep Dream

Hallo an alle.
Ich habe soeben das erste mal von Deep Dream gelesen. Ein Projekt in dem einer K.I. (künstlichen Intelligenz) das Träumen beigebracht wurde.

Ungefähre Funktionsweise:

- Google fütterte Deep Dream mit Bildern aller Art und Kategorisierte diese (Katze, Löffel, Tasse etc.)

- Google lässt Deep Dream selbständig Bilder Kategorisieren mit eingebauter Bilderkennung

- Google dreht den Spieß um und verlangt das Deep Dream Formen und Muster selbstständig erkennt (z.B. In einer Wolke erkennt es einen Wal und vermischt so ganz abstrakt das Landschaftsbild mit einem Wal.

- Deep Dream hat ein ausgeklügeltes mehrschichtiges künstlich hergestelltes Netz aus "Hirnzellen" welches die einzigartige Eigenschaft besitzt Bilder selbstständig und Kreativ herzustellen.


Hier ein paar Beispiele: https://www.google.de/search?q=deep+drea…biw=320&bih=460

Inwiefern meint ihr kommen wir der "ultimativen KI" damit näher?
Hat jemand den Film "Ex Machina" gesehen? Dann wisst ihr was ich mit "ultimativ" meine.

Grüße & ich hoffe ihr findet die Thematik interessant.


Chico
We are not gonna take it!

John-Connor

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Dienstag, 21. Juli 2015, 21:11

Inteligenz ist ja viel mehr als nur etwas wissen oder erkennen.
Ich vergleiche das immer mit Musik. Man kann dem Computer das komponieren sehr leicht beibringen, da
Musik nichts anderes als Mathematik ist.
Aber ein richtig geilen Song zu schreiben, wo die Menschen die ihn hören Gefühle haben und sogar weinen, sowas Schaft der Computer nicht.
Der Computer kann zwar viel besser berechnen welche Töne harmonieren, aber er weiss nicht, welche Töne lösen Gefühle aus!
So kann es auch sein, dass jemand der gar nicht so gut singt, ein Lied singt, was total bewegt, denn die art WIE er es singt auch sehr wichtig ist.
DIe Frage des wie, versteht aber der Computer nicht, da er weder Freude noch Trauer kennt.

Ich meine ein Kuss ist ja auch mehr als bloss das berühren der Lippen. Macht man es mit dem richtigen Menschen hat man das Gefühl die Welt
bebe und man sei der Mittelpunkt des Universums. Küsse ich aber etwas, was mir nicht Gefühlsmässig nah steht, passiert nix.

Intelligenz ist immer mit Gefühlen verbunden. Solange die Bilder die man Träumt nichts aulösen, keine Gefühle, ist das Träumen auch nicht echt.
Daher wirkliche Künstliche Intelligenz ist erst vorhanden, wenn der Computer auch Gefühle hat.
Denn was für ein Grund hat man zu Träumen ohne Gefühle?
Nur ein, weil es so programmiert wurde, also wird er nie eigenständig Träumen, einfach weil der Grund, das Motiv fehlt.

Und man macht ja nichts ohne Grund.

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Chicomar

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Dienstag, 21. Juli 2015, 21:49

Oh Gott ist dein Text schön.... :'-)
We are not gonna take it!

silvercloud

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68

Donnerstag, 23. Juli 2015, 11:56

Zitat von »John Connor«

Aber ein richtig geilen Song zu schreiben, wo die Menschen die ihn hören Gefühle haben und sogar weinen, sowas Schaft der Computer nicht.
Der Computer kann zwar viel besser berechnen welche Töne harmonieren, aber er weiss nicht, welche Töne lösen Gefühle aus!


Sorry John, da muss ich widersprechen. Ein Ton löst erstens nicht von sich aus Gefühle aus. Eine Tonfolge löst bei einem Individuum nur dann ein Gefühl aus, wenn du ihn mit irgendwas verbindest, was du in der Vergangenheit erlebt hast und an das dich die Tonfolge nun erinnert. Das weiß ein menschlicher Komponist aber genausowenig wie ein maschineller ;-)

Zweitens, eine Melodie so aufzubauen, das ein Großteil der Menschen sie als schön und angenehm empfindet, kann man programmieren und das ist gar nicht so schwer. Allerdings ist dieses Empfinden nichts natürliches (auch wenn das viele meinen) sondern etwas sozialisiertes. Jemand der in Indien oder China aufgewachsen ist, wird etwas ganz anderes als angenehm empfinden als jemand aus Europa oder Südamerika.

Zitat

Intelligenz ist immer mit Gefühlen verbunden. Solange die Bilder die man Träumt nichts aulösen, keine Gefühle, ist das Träumen auch nicht echt.

Nein, Intelligenz hat nichts mit Träumen zu tun. Die Fähigkeit zu träumen ist nichts weiter als die Verarbeitung der am Tag aufgenommenen Reize und Eindrücke im Gehirn. Das ist bekannt und nachweisbar. Und Träumen hat nichts mit Gefühlen zu tun.

Zitat

Daher wirkliche Künstliche Intelligenz ist erst vorhanden, wenn der Computer auch Gefühle hat.

Nein, Gefühle sind für Intelligenz sogar hinderlich. Denn Gefühle sorgen dafür, das wir nicht die intelligente, logische, Entscheidung treffen, sondern die, die unseren Gefühlen entspricht. Und Entscheidungen aus dem Bauch heraus sind meistens die verkehrten. Deswegen lernen Elitesoldaten übrigends, im Gegensatz zu so mancher Darstellung in TV und Literatur, als erstes, nicht ihren Gefühlen zu vertrauen.

Zitat

Und man macht ja nichts ohne Grund.

Achja? Ich glaube das sehen viele Menschen anders.
Silver

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Estebenjo

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Donnerstag, 23. Juli 2015, 13:01

@ Silver

Meinst du jetzt, dass man das Lied mit einer vergangenen Situation in Verbindung bringt, weil man es zur gleichen Zeit gehört hat oder das ein Lied die Erinnerung an etwas Vergangenes weckt, weil es uns anregt über Vergangenes nachzudenken? Weil bei ersterem würde ich dir widersprechen. Ich empfinde Lieder teilweise auch als sehr emotional, obwohl sie in keiner direkten Verbindung zu meiner Vergangenheit stehen.
"Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens


Wer weiß muss nicht glauben.

Mr.Time

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70

Donnerstag, 23. Juli 2015, 13:06

Nein, Intelligenz hat nichts mit Träumen zu tun. Die Fähigkeit zu träumen ist nichts weiter als die Verarbeitung der am Tag aufgenommenen Reize und Eindrücke im Gehirn. Das ist bekannt und nachweisbar. Und Träumen hat nichts mit Gefühlen zu tun.
Es ist nachgewiesen, dass Träume auch dafür da sind, Erlebnisse, Erfahrungen zu verarbeiten. Aber sicher nicht nur. Erzähl das mal jemanden, der regelmäßig luzide träumt oder klarträumt. Ich hatte sehr viele luzide Träume und Klarträume und das, was mein Kopf da teilweise zusammenspinnt, hat nur im Entferntesten was mit Verarbeitung zu tun. Sobald du selbst das träumen kannst, was du willst, hast du in erster Linie erstmal Spaß und anstatt Eindrücke vom Alltag zu verarbeiten, gewinnst du sogar neue Eindrücke und Erfahrungen, die du erst dann verarbeitest, wenn du wieder wach bist.

Warum wir träumen, ist mit Sicherheit noch gar nicht so genau verstanden. Wir verstehen ja noch nicht einmal, warum sich Schlaf biologisch bzw. evolutionär durchgesetzt hat. Viele höhere Lebensformen auf der Welt tun es auf jeden Fall und damit ist es aus der Beobachterperspektive zumindest ein Punkt, den man beim Aufbau einer künstlichen Intelligenz beachten sollte.

Bevor wir eine KI aufbauen, die der menschlichen Intelligenz so vollkommen verschieden ist, macht es sehr viel mehr Sinn, die menschliche Intelligenz im besten Fall erst einmal zu kopieren und nachzubauen, um dann im nächsten Schritt etwas "Besseres" zu bauen, sofern das mit unseren Mitteln möglich wäre.
Nein, Gefühle sind für Intelligenz sogar hinderlich. Denn Gefühle sorgen dafür, das wir nicht die intelligente, logische, Entscheidung treffen, sondern die, die unseren Gefühlen entspricht. Und Entscheidungen aus dem Bauch heraus sind meistens die verkehrten. Deswegen lernen Elitesoldaten übrigends, im Gegensatz zu so mancher Darstellung in TV und Literatur, als erstes, nicht ihren Gefühlen zu vertrauen.
Jedes höhere Lebewesen hat auf der Welt Gefühle. Gefühle als Unsinn der Natur dazustellen ist unsinnig, weil sich schließlich diese Lebensformen evolutionär durchgesetzt haben. Es gibt anscheinend einen Grund bzw. ganz viele Gründe, warum intelligentes Leben mit Gefühlen besser ist als intelligentes Leben ohne Gefühle. Mit jeder neuen "Erfindung der Evolution" folgen natürlich auch Nachteile, aber solange die Vorteile überwiegen, setzt sich das eben durch, zu mindest nach dem jetzigen Kenntnisstand. Da ist dein Beispiel mit Elitesoldaten mit Sicherheit kein "Beweis" für deine absonderliche Theorie, Gefühle seien hinderlich für die Intelligenz. Vielleicht geht höhere Intelligenz notwendigerweise aus Gefühlen hervor? Das weiß man einfach nicht.
Was man aber allerdings sagen kann, ist, dass unsere heutigen Gefühle an ein gesellschaftliches Leben angepasst sind, das wir so heute nicht mehr größtenteils haben. Dann bleiben einen zwei mögliche Sichtweisen:

1. Man betrachtet das heutige gesellschaftliche Leben als eine Verbesserung unseres früheren Lebens. Dann wären unsere Gefühle teilweise ein Hindernis im erfolgreichen Zusammenleben.
2. Man sieht nicht das Übel in den Gefühlen, sondern in der derzeitigen Gesellschaft. Damit würden wir in dem Fall unser gesellschaftliches Leben als ein Verschlechterung dessen sehen, woher wir eigentlich herkommen bzw. wo unsere Gefühle eben keinen Nachteil darstellen.

Und die meisten würden wohl eher Letzterem zustimmen, als in unseren Gefühlen etwas Schlechtes zu sehen.



Für eine "echte KI" wäre meiner Meinung nach es auch notwendig, dass die KI Gefühle hat. Hinter allem, was wir tun, stehen Gefühle. Wir können gar nicht anders. Teilweise fallen uns ja selbst nicht die richtige Worte ein für ein bestimmtes Gefühl, da es für dieses Gefühl keine passenden Worte gibt. Dann greifen wir auf Metaphern und Bilder zurück, um uns gegenseitig das Gefühl näher zu bringen. Eine KI müsste also zuerst etwas empfinden und aus dem Resultat des Gefühl handeln. Im besten Fall hätte die KI auch ein höheres Ziel wie die Menschen, nämlich nicht sterben zu wollen als erste Forderung und noch dazu ein schönes Leben haben wollen als zweite Forderung. "Was schön ist" müsste abhängig von einer Persönlichkeit sein, die für sich subjektiv definiert, was schön ist. Die Persönlichkeit würde sich wiederum durch Erfahrungen und durch eine Art "DNA" wie dem ersten Programmcode zusammensetzen.

Aber dafür müssten wir wissen, was überhaupt wirklich "Gefühle" sind, wie der Mensch sich an Dinge erinnert, was Persönlichkeit im Detail bedeutet usw. Da fehlt also noch einiges, um eine wirklich gute KI zu bauen.

Manetuwak

Geisterjäger

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Donnerstag, 23. Juli 2015, 13:11

Eine Tonfolge löst bei einem Individuum nur dann ein Gefühl aus, wenn du ihn mit irgendwas verbindest
Sorry, dass stimmt so nicht. Manche Lieder findet man beim ersten hören schon total geil und da kann man keine Erinnungen abrufen. Was ich aber bestätigen kann ist, dass es durchaus noch intensiver werden kann, das Glücksgefühl, wenn man besondere Erinnerungen hat.

Intelligenz ist immer mit Gefühlen verbunden.
Sehe ich überhaupt nicht so. Gerade bei Schwarmvölkern spricht man von einer kollektiven Intelligenz und es gibt Projekte um Schwarmroboter zu bauen. Jeder für sich ist relativ simpel aber die Gruppe machts. Nichts anderes als einzelne, aktiv miteinander agierende Gehirnzellen.

Und auch sonst kann ich Silver nur beipflichten. Gefühle sind für objektiv intelligente Entscheidungen überhaupt nicht zuträglich. Wenn man hochkomplexe mathematische Gleichungen löst sind die Gefühle sogar eher negativer Natur...bis man dahinter gestiegen ist wie der Hase läuft.
Vanitas vanitatum

Memento mori

Mors certa hora incerta

Manetuwak

Geisterjäger

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Donnerstag, 23. Juli 2015, 13:23

Eine KI müsste also zuerst etwas empfinden und aus dem Resultat des Gefühl handeln.
Ein interessanter Gedanke. Vielleicht sind Gefühle deswegen nötig, weil wir uns so besser erinnern, weil unsere Gesellschaft so besser funktioniert. Gefühle gegenüber anderen Menschen sorgen ja auch dafür, dass man einem in Erinnerung bleibt...im Guten oder im Schlechten.
Schließlich ist ja nachgewiesen das emotionale Verbindungen innerhalb von Erinnerungen dazu beitragen, dass diese besser abrufbar sind. Das erklärt tatsächlich auch zu einem gewissen Grad, warum uns rein logische Denkaufgaben oftmals deutlich schwerer fallen. Um beim Beispiel von vorhin zu bleiben: Mathematik. Zu ihr kann man nur schwer eine emotionale Verbindung aufbauen. Bestenfalls erlebt man die Lösungsfindung und die abschließende Lösung als etwas Positives.

Einer Maschine also noch Gefühle beizubringen wäre also durchaus eine Möglichkeit zur Entwicklung einer KI die uns nicht vollkommen fremd ist. Immerhin ist es ja auch so, dass man schlicht einen Algorithmus programmieren könnte, der für das Abrufen benötigter Informationen relevant wird. Gefühle + Intelligenz würde ich also nicht zwangsläufig miteinander verknüpfen.
Asperger-Betroffene sind ja u. Umständen höchst intelligent, sozial aber dafür meist in gleichem Maße inkompetent. Gefühlsarmut im Zusammespiel mit anderen Menschen ist also nicht sehr hilfreich. Solche Individuen werden instinktiv ausgegrenzt, weil sie uns gegenüber "fremdartig" sind. Wir können keine emotionale Brücke zu ihnen aufbauen, gleiches gilt andersherum natürlich auch.
Eine Maschine muss also nicht zwingend über Gefühle verfügen um intelligent zu sein. Beim Bau einer solchen Maschine ist es aber sicherlich hilfreich sie damit auszustatten, damit sie mit uns und wir mit ihr umgehen können. Im Rahmen ihrer eigenen Arbeit kann sie diese "Gefühlsmodule", ähnlich wie Data, ausschalten um bei der Lösungsfindung nicht durch Gefühle subjektiv beeinflusst zu werden.
Vanitas vanitatum

Memento mori

Mors certa hora incerta

John-Connor

unregistriert

73

Donnerstag, 23. Juli 2015, 15:07

Das Problem bei Gefühlen ist doch aber, dass wir selber nicht wissen wie und warum sie entstehen.

Beispiel, ich kann das Gleiche Lied 10 mal hören, 9 mal empfinde ich nichts dabei und einmal zerreißt es mich fast.

Wie gesagt beim Lieben empfinde ich das genauso, ich finde es extrem verstörend, dass ich eine Nacht mit der selber Frau das gleiche tun kann,
und einmal ist es für mich total sinnlich, das andere mal finde ich es nur langweilig.
Ich empfinde also nicht in jeder Situation immer das selbe.
Also wäre es extrem schwer, das dem Computer beizubringen. Da der Computer nur Fixe werte kennt, also wenn das geschieht, reagiere ich so darauf!
Ist aber bei Intelligenten Wesen selten der Fall! Gerade dass macht ja die Intelligenz aus. Das man nicht in jeder Situation das selbe fühlt.
Und auch nicht immer gleich reagiert. Oft kann man ja nicht man von sich selber sagen wie man reagiert, bis es dann wirklich passiert.
Kann sein das mich etwas 9 mal aufregt aber so richtig, und ich beim 10 mal total ruhig bleibe, wieso auch immer.
Es gibt zu viele variablen, als dass man sowas programmieren könnte. Da würde das Programm aus lauter variablen nicht laufen können.
Da eine Variable in einem Programm immer auf einen Fixen wert greifen muss. Mann kann kein Programm nur aus Variablen schreiben.
Gefühle sind aber genauso, man weiss selber nie, wie man sich fühlt.
Gefühle sind etwa so, wie wenn in der Mathematik eine Rechnung 100000 Lösungen haben kann. So funktionieren aber Computer nicht.
Die funktionieren total logisch. Entweder habe ich Strom oder ich habe kein Strom. Ein vielleicht Strom, oder heute Strom morgen kein Strom
für den Selben Wert geht nicht! Das würde unmöglich funktionieren: Aber Gefühle funktionieren nun einmal genauso!
Alles aber nur nicht logisch und voraussagbar.

Man kann auch kein Spiel programmieren, von denen man das Ziel nicht kennt. Das Leben ist aber genau dass, niemand kennt den Ausgang!
WIe willst du sowas programmieren? Dass nicht mal der Programmieren weiss, wie es enden wird?
Aber genauso würde richtige Künstliche Intelligenz aussehen. Man weiss oft selber nicht, wie man in einer bestimmten Situation fühlen wird, oder
sich verhalten wird. Daher sind wir ja eben auch intelligent, da wir eben mit dem Unbekannten umgehen können und Lösungen für Probleme finden
deren Existenz wir zu beginn der Reise nicht mal bewusst waren. Kann ein Computer NIE schaffen. Eben weil etwas immer alles bis zu ende Programmieren muss.
Der Programmiere muss immer zuerst Programmieren, wenn du das Bild siehst, könnte das und dies zu erkennen sein.

Das ist eben der Häufige fehler auch in der Gesellschaft, dass man gelerntes mit Inteligenz verbindet. Dem Computer etwas beibringen, dass kann man immer.
Aber Inteligenz bedeutet ja etwas erkennen, ohne dass man es gelernt hat! Einstein hat ja Lösungen gebracht, die noch niemand wusste. Darum war er inteligent!

Heute nennen wir Menschen Inteligent, die schnell etwas auswendig lernen können, sowas kann der Computer. Aber all die Mathematik die wir lernen, musste ja
einmal jemand erkennen ohne dass man ihm das beigebracht hat, und dieser Mensch war intelligent!

Und da sind wir eben beim Komponieren, viele Musiker können Lieder nachsingen lernen, nur wenige können richtig geil Komponieren.
Intelligent sind aber die Komponisten, nicht die Musiker die nachher nur das erfundene nachspielen.
Das ist KEINE Intelligenz sondern nur mehrere Programmierte Lösungen.

Ich sag immer, jemand der Mathe studiert hat, ist nicht intelligent, weil er Mathe kann, intelligent wäre er, wenn er Rechnen kann ohne es von jemandem zu lernen!
Und solche Menschen gibt es! Das andere ist nur Auswendig lernen, und sowas kann der Computer sicher besser als wir Menschen.
Aber etwas können ohne es zu lernen, dass kann er nicht! Darum auch keine Intelligenz

Der Mensch ist so komplex, dass du das niemals mit einem Programm ersetzen kannst.

Man nehme auch zum Beispiel Humor.
Es gibt Menschen die sind Lustig, obwohl sie gar nicht witzig sein wollen.
Auch hier kommt es auf das Wie an, und nicht bloß auf die Witze die man erzählt.
Aber genau dieses Wie, erfasst der Computer nicht, da man die Welt eben nicht in Daten pressen kann.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »John-Connor« (23. Juli 2015, 15:24)


Knurzhart

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Donnerstag, 23. Juli 2015, 15:46

Alle kognitiven Prozesse basieren auf einem Kaskadeneffekt. Ständig werden Reize aufgenommen und verarbeitet und diese lösen alle möglichen Gefühle und Gedanken aus. Damit diese aber für das Bewusstsein empfindbar werden, muss ein bestimmter Schwellenwert an Aktionspotenzialen überschritten werden, woraufhin der Kaskadeneffekt eintritt und dadurch immer mehr, dieses Gefühl oder diesen Gedanken verstärkende Aktionspotenziale ausgelöst werden. Musik kann dabei bestimmte Emotionen "wecken" indem sie auf Grundlage von Erfahrungen und Erinnerungen, assoziierte Emotionen verstärkt. Diese können genetisch bestimmt sein, tiefes brummen kann Gefahr bedeuten( brüllender Löwe [ Au Mann, irgendwie hab ich's so mit den Löwen]) aber auch Ruhe vermitteln ( Auto fahren) und so weiter und so fort.
"To Paradise, the Arabs say, Satan could never find the way until the peacock let him in." -Charles Godfrey Leland

John-Connor

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75

Donnerstag, 23. Juli 2015, 15:47

Ich möchte es anders Formulieren

Der Computer kann zum Beispiel nicht über sich hinauswachsen.
So kann ich an einer PS3 zum Beispiel kein Spiel für die PS4 schrieben, einfach weil die Hardware dies nicht zulässt.

Intelligenz bedeutet aber genau dies, dass man lernt und sich verändert. Ohne Veränderung ist auch kein Lernen möglich
Und ohne lernen keine Intelligenz.

Jetzt kann die PS3 aber nicht von alleine einen größeren Prozi einbauen.
oder eine größere Festplatte. Aber genau dies ist von Nöten.

So wuchsen dem Menschen plötzlich Stimmbänder, als er merkte, dass man sich mit Lauten verständigen kann.

Will ein Computer also wirklich intelligent sein, muss er in der Lage sein selbständig seine Hardware dem gelernten anzupassen.

Etwas dass kein Computer kann. Er ist ja nicht mal in der Lage etwas zu berechnen, was seine Rechenleistung übersteigt,
aber genau dies ist von Nöten, wenn ich mich weiterentwickeln möchte. Also wie will eine PS3 die Berechnungen für den Prozessor der PS4
machen? Das ist einfach nicht möglich.

Wie gesagt, heute stellt man Intelligenz mit Auswendig lernen, auf eine Stufe. Das ist es aber nicht.
Intelligenz bedeutet über seine Grenzen gehen können. Etwas erkennen können, was in dieser Phase der Intelligenz noch gar nicht erkennbar sein sollte.

So werden viele Genies zuerst für Narren gehalten, da die Masse einfach noch nicht erkennt, was das Genie da gerade erkannt hat.
Und genau dieses über die Grenze Springen ist Intelligenz! Nicht das Auswendig lernen können von Daten.
Denn dass kann der Computer schon heute besser. Über seine Grenzen gehen, kann er nicht. Weil er eben NICHT Intelligenz ist.

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