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Manta

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31

Montag, 26. Oktober 2009, 22:55

Re: Strategische Meisterleistungen und Fehler im 2. WK

@ Zweifler

Zitat

aber von 2 Weltkrieg kann ich nichts an Meisterleistungen erkennen. aber ich verspreche dir mich aussführlich damit zu beschäftigen ok. und kann hoffendlich was vernünftiges dazu beitragen.


Tuh das wirklich mal,wenn man sich in diese Thematik mal rein gearbeitet hat,dann ist es wirklich interessant. :winks:
Auch wenn wir im Moment erstmal die technischen Aspekte und die Ausrüstung ausdiskutieren. ;)
Du auch Dirk. ;)

Der Krieg und auch das Deutsche Reich sollen in diesem Thread nicht schön geredet oder glorifiziert werden.Mich selber(und ich denke auch Midgardschlange und LimDul) faszinieren aber z.B. die technischen Leistungen und die Anstrengungen die erbracht wurden um so einen globalen und schrecklichen Krieg führen zu können.


So genug Off-Topic, kommen wir zurück zu den bisherigen Themen :readit:



Zitat

Aber dem stand dann krass die PPSH gegenüber was so ein ziemliches über MP zu der Zeit war.


Sie war ja auch eine begehrte Beutewaffe bei den Landsern.Leichte Wartung,sehr zuverlässig,Dreck nahm sie nicht übel.Gibt ja genug Fotos von der Wiederverwendung bei der Wehrmacht.


Zitat

Panther und Tiger - die beiden besten Panzer der Welt, zumindest ab da wo die Kinderkrankheiten behoben waren.


Sind beide zwei ausgezeichnete Konstruktionen.Aber man könnte darüber diskutieren ob es vertretbar war die Ressourcen
so aufzuteilen.Meiner Meinung nach war die Produktion des Tigers aufgrund Panthers unnütz.Die Leistung des Panthers war so gut wie ebenbürdig.Nur das er leichter herzustellen,wartungsärmer und VIEL Beweglicher war.Dies wurde später ja auch erkannt als man mit Tiger II und Panther II versuchte die Typen anzugleichen,was aber nicht gelang.

Hab grad einen interessanten Eintrag in dem Buch "Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr,Wehrmacht und Bundeswehr" von Werner Oswald vor mir,wo die Preise für Fahrzeuge(ohne Waffen,Funk,Optik und Sonderausrüstungen) stehen.Demnach kostete ein Tiger in der Produktion 260000 RM,während ein Panther mit 130000 RM zu Buche schlug.


Zitat

Obwohl Panzer ja immer die Achilles Sehne der West Aliierten waren.


Hast du Recht.Die allierten Konstruktionen waren ab 1942 den deutschen Typen bis zum Kriegsende nicht mal ansatzweise ebenbürdig.(Bis auf den Firefly,aber auch nur aufgrund der Bewaffnung,der Rest davon war ja nur ein Sherman :mrgreen: )Aber zu ihrem Glück hatten sie die absolute Lufthoheit.Sobald ein Tiger gesichtet wurde,wurde sofort erstmal die Air Force herbeigerufen.Ein Analyse der US Army berichtete davon das in einem Panzergefecht 5 Shermans nötig wären um einen Tiger auszuschalten.4 als Ablenkung(wobei diese fast immer als Verlust endeten!) und einer der versuchte hinter den Tiger zukommen um ihn im angreifbaren Heck kampfunfähig zu machen.

Im Pazifikraum sah es genau andersrum aus.Die japanischen Typen waren gegen die Allierten chancenlos.Abgesehen davon das Japan nicht in der Lage war überhaupt genug Panzer herzustellen.


Mfg Manta

32

Montag, 26. Oktober 2009, 23:39

Re: Strategische Meisterleistungen und Fehler im 2. WK

Wenn man die Wirtschaftlichkeit miteinbezieht bin auch der Meinung das der Panther die bessere Lösung war. Auch der Panther konnte über noch relativ große Entfernung die Panzerung des T-34 durchbrechhen. Insgesamt währe es denke ich auch besser gewessen wenn es einheitlicher abgelaufen währe, zwecks Versorgung und Nachschub zb Ersatzteile.

Und das es teilweise sehr gute Ausrüstung und Fahrzeuge gab ist ja ricgtig, bloss wenn es zu wenig ist oder auch Teilweise falsch eingesezt wird ist es dumm/pech. Zb wurde den neuaufgestellten Luftwaffenfelddivisionen gute Waffen, Ausrüstung ect gegeben aber sie hatten kaum eine Ausbildung dran, und dieses Gerät fehlte dann der Wehrmacht. Auch wurden kurz vor dem erzwungenem Abtritt der Finnen durch die Russen noch Fabrikneue Sturmgeschütze an die Finnen geliefert ( Typ weiss ich jetzt nich genau ).
Generell dieser Kampf zwischen Wehrmacht, Marine, Luftwaffe und Waffen-SS war doch sowieso nur hinderlich und irgendwie auch kindisch. Jeder wollte die Erfolge für sich beanspruchen....


Ganz kleiner Tip am Rande: Im Museum in Münster steht unter anderem ein Königstiger und ein Sturmtiger(Raketenmöser).Aber auch noch paar andere Interessante Fahrzeuge.

Midgardschlange

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33

Dienstag, 27. Oktober 2009, 07:53

Re: Strategische Meisterleistungen und Fehler im 2. WK

Zitat

Sind beide zwei ausgezeichnete Konstruktionen.Aber man könnte darüber diskutieren ob es vertretbar war die Ressourcen
so aufzuteilen.Meiner Meinung nach war die Produktion des Tigers aufgrund Panthers unnütz.Die Leistung des Panthers war so gut wie ebenbürdig.Nur das er leichter herzustellen,wartungsärmer und VIEL Beweglicher war.Dies wurde später ja auch erkannt als man mit Tiger II und Panther II versuchte die Typen anzugleichen,was aber nicht gelang.

Zitat

Wenn man die Wirtschaftlichkeit miteinbezieht bin auch der Meinung das der Panther die bessere Lösung war. Auch der Panther konnte über noch relativ große Entfernung die Panzerung des T-34 durchbrechhen. Insgesamt währe es denke ich auch besser gewessen wenn es einheitlicher abgelaufen währe, zwecks Versorgung und Nachschub zb Ersatzteile.


Der Panther hatte sogar bessere Leistungen als der Tiger.
Die sehr lang 75mm KWK übertraf auf gewissen entfernungen sogar die Gefürchtete AchtAcht des Tigers.
Der Panther war Schneller, wendiger, Günstiger, Schneller herzustellen (wo 2 Panther an die Front kamen kam grad mal ein Tiger aus dem Werk) und in sich eine gelunge Kontruktion.
Nicht umsonst sagen viele Experten das der Panther der beste Panzer des 2. Wk war.

Der Tiger stand aber auch mit einigen Vorteilen dem Panther gegenüber.
Die beeidruckende Panzerung von 110mm an der Front.
Das nicht so anfällige Laufwerk.
Und was ich mit am wichtigsten finde. Die Moralische Wirkung.
Bei den Westalliierten wurde es sogar nachher verboten den Tiger in Funksprüchen zu erwähnen weil dann regelrecht Panik enstand.
Aus guten Grund.

Trotzdem war die Schwäche des Tiger die Rückkehr zu den nicht abgeneigten Panzerplatten.
Schwere Kanonen konnte die Flanke durchbrechen. Aus dem Grund standen in der Tiger Fibel auch die "Mahlzeitstellungen". So war der Tiger fast unzerstörbar

Zitat

Ein Analyse der US Army berichtete davon das in einem Panzergefecht 5 Shermans nötig wären um einen Tiger auszuschalten.4 als Ablenkung(wobei diese fast immer als Verlust endeten!)


Ich hab mal gelesen:

1 verlorener Tiger auf 26 Shermans
1 verlorener Tiger auf 63 (!) T34

Aber was bringt einem das?
80% der Tiger gingen durch Jabo angriffe verloren.
Und bei 40.000 Shermans und 54.600 T34 dem nur 1360 Tiger und an die 4500 Panther gegenüberstanden. Jedoch war der Panzer 4 zumindest bei den West Alliierten ebenfalls gefürchtet. Gute Kanone die einen Sherman auf 2000m knacken konnte und äußerlich dem Tiger sehr sehr ähnlich.

Qualitativ war die Wehrmacht ab 43 allen Kontrahenten weit überlegen.
Aber irgendwann steht Quantität über Qualität.
Mann muss sich noch mal vor augen halten der allein die T34 Produktion die Produktion ALLER deutschen STUGs, Kampfpanzer und Jagpanzer übertraf!

Zitat

Im Pazifikraum sah es genau andersrum aus.Die japanischen Typen waren gegen die Allierten chancenlos.Abgesehen davon das Japan nicht in der Lage war überhaupt genug Panzer herzustellen.


Kann man die Japanischen eig als Panzer bezeichnen?^^
Ich meine selbst die Schwersten Modelle hatten eine so Gefährlich Dünne Panzerung.
Selbst der leichte "Honey" Panzer war den Japnischen standartmodellen Ha Go und Chi Ha Welten überlegen.
Nie zuvor in der Geschichte des kriegerischen Konflikts verdankten so viele so wenigen so viel.

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Nexus

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Dienstag, 27. Oktober 2009, 15:29

Re: Strategische Meisterleistungen und Fehler im 2. WK

Hallo, :)

ich versuche mich auch mal in die Debatte einzuklingen. Bisher geht es ja vorrangig und den Sichelschnitt-Plan, Dünkirchen wurde debattiert und viele militärische Einzelheiten bei den Einheiten etc.

Erstmal:

@Midgardschlange:

Zitat

Ich will nur mal die 6. Panzerdivision unter Rommel erwähnen ;)
Die berüchtigte Gespensterdivision.


Ich will nicht klugscheissen, aber du dürftest die 7. Panzerdivision meinen, wenn ich nicht gänzlich irre. ;)

Kommen wir mal zu "Operation Merkur".

Hier wird bis heute kontrovers debattiert, wie man die Eroberung Kretas werten soll. Soweit ich informiert bin, hat Generalmajor Freyberg ja bis zum Schluss noch eine Offensive von der Seeseite her erwartet und hier einen strategischen Fehler begangen, den er auch durch kurzzeitige taktische Änderungen nicht mehr abwenden konnte. Aber dennoch verlor die Wehrmacht (hier variieren die Zahlen stark) zumindest um die 6 500 Soldaten, zumeist eben Fallschirmjäger. Es war sicherlich unerwartet, dass der gesamte Schlag gegen Kreta in einer großen Luftlandeoperation mündete und zeugte gleichzeitig von einer Art großer Kühnheit, denn man riskierte sehr viele Menschenleben - und das war dem Oberkammondo bekannt.

So konnte man zwar den "festen Flugzeugträger" Kreta besetzen, zeitgleich geht Kreta für mich aber als ein Pyrrhussieg in die Geschichtsbücher ein, denn hier wurden auch sehr viele Menschenleben in die Waagschale geworfen und zwar in dem Wissen, dass nur wenige Soldaten diese Operation überleben werden.

Grüße,

Nexus

Manta

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35

Dienstag, 27. Oktober 2009, 15:54

Re: Strategische Meisterleistungen und Fehler im 2. WK

Zitat

Die sehr lang 75mm KWK übertraf auf gewissen entfernungen sogar die Gefürchtete AchtAcht des Tigers.


Dazu muss man aber auch erwähnen,das die KWK des Panthers auch als solche entwickelt wurde.Die Acht-Acht des Tigers war immerhin aus einer Flugabwehrkanone adaptiert.


Zitat

Nicht umsonst sagen viele Experten das der Panther der beste Panzer des 2. Wk war.


Er vereinte ja auch alle guten Eigenschaften eines Panzers,gute Bewaffnung,gute Panzerung,Beweglichkeit und Funkausrüstung.Man hätte trotz der Erfolge des Tigers sich nur auf den Panther konzentrieren sollen.Eine zu grosse Typenvielfalt ist halt hinderlich in der Rüstung.Als bestes Beispiel sah man das ja in den rückwärtigen Diensten,dutzende verschiedener PKWs und LKWs,dazu noch Beutegerät.Die Logistik und das Ersatzteilmanagment pfiff aus allen Löchern.


Zitat

Ich hab mal gelesen:

1 verlorener Tiger auf 26 Shermans
1 verlorener Tiger auf 63 (!) T34



Meine erwähnte Analyse bezog sich ja nur auf ein direktes Gefecht.


Zitat

edoch war der Panzer 4 zumindest bei den West Alliierten ebenfalls gefürchtet.


Seine Tage waren aber auch gezählt.Die Grundkonstruktion war von 1936,aber sein Vorteil war noch gegenüber dem Panzer III das man ihn noch besser anpassen und verbessern konnte.Seine Produktion sollte 1944 schon auslaufen und der Panther ihn komplett ersetzen.Aber wie so oft konnte man die Produktion nicht beenden,ohne die Front nicht zu stark zu schwächen wenn diese Produktionslinien erst auf ein anderes Muster umgestellt werden müssen.


Zitat

Aber irgendwann steht Quantität über Qualität.


Indem erwähnten Buch von Werner Oswald,steht ein Zitat von einem Militärhistoriker,dass mal errechnet wurde,das eine 4fache quantitative Überlegenheit nur durch eine 2fache qualitative Überlegenheit ausgeglichen werden könnte.

Dies war ja wie bekannt niemals der Fall.


Zitat

Kann man die Japanischen eig als Panzer bezeichnen?^^


Ich glaube die meisten japanischen Typen fallen noch unter die Kategorie Tanketten. :mrgreen:


Mfg Manta

Midgardschlange

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Dienstag, 27. Oktober 2009, 17:43

Re: Strategische Meisterleistungen und Fehler im 2. WK

Zitat

Ich will nicht klugscheissen, aber du dürftest die 7. Panzerdivision meinen, wenn ich nicht gänzlich irre. ;)


Asche auf mein Haupt. :oops:
Has recht.

Zitat


So konnte man zwar den "festen Flugzeugträger" Kreta besetzen, zeitgleich geht Kreta für mich aber als ein Pyrrhussieg in die Geschichtsbücher ein, denn hier wurden auch sehr viele Menschenleben in die Waagschale geworfen und zwar in dem Wissen, dass nur wenige Soldaten diese Operation überleben werden.


Hmmm
Pyrrhussieg...
Denke zu 50% kann man das so nennen.
Die Wehrmacht an sich hat es nicht wirklich geschwächt aber was gravierend war, war die Tatsache das Hitler die Fallschirmjäger nicht mehr zu dem einsetzen wollte wofür se gedacht waren.
Darum wurde Malta nie genommen. Was Strategisch noch wichtiger war als Kreta.
Und Gibraltar wurde auch nicht genommen, obwohl Hitler da noch auf Franko hoffte.
Und was der kleine Felsen da zwischen Atlantik und Mittelmeer wert war und ist brauche ich ja nicht zu sagen.

Zitat

r vereinte ja auch alle guten Eigenschaften eines Panzers,gute Bewaffnung,gute Panzerung,Beweglichkeit und Funkausrüstung.


so isset.
Obwohl die Schwächen eine Recht Schwache Flankenpanzerung, sehr Kompliziertes Schachtelgetriebe und ein zu Schwacher Motor für den Turm war.
Den Turm konnte man bei Schieflage des Panzers nur noch Manuell drehen.
Nie zuvor in der Geschichte des kriegerischen Konflikts verdankten so viele so wenigen so viel.

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Manta

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Donnerstag, 29. Oktober 2009, 16:13

Re: Strategische Meisterleistungen und Fehler im 2. WK

Zitat

Hmmm
Pyrrhussieg...
Denke zu 50% kann man das so nennen.


Mein erster Gedanke war auch gerade im Sinne für die Fallschirmjägertruppe,da sie danach nicht mehr so eingesetzt wurden.Aber dann viel mir eine andere Tatsache ein(welche auch den Einsatz der Fallschrimjäger arg einschränkte),die auch einen Einfluss auf die weitere Kriegsführung hatte!
Nämlich die grossen Verluste die die Transportflieger bei der Eroberung einstecken mussten.Bei der Landung auf Kreta gingen von 493 Ju52 174 verloren,unzählige stark beschädigt.Das waren knapp ein drittel der gesamten Transportkapazität der Luftwaffe!

Dadurch standen der Luftwaffe als zwei Monate später Barbarossa begann,nur noch 238 einsatzfähige Ju52 zu Verfügung.

Ich habe mal Bestandszahlen heraus gesucht die nicht uninteressant sind.


Polenfeldzug : 547 Ju52 Verluste 59
Weserübung : 573 Ju52 Verluste 150
Fall Gelb : 475 Ju52 Verluste 167
Kreta : 493 Ju52 Verluste 174
Kessel von Demjansk : Verluste 262
Tunesien : Verluste um die 400

Wie man sieht waren bei Kreta zwar nicht die grössten Verluste.Aber es hatte schon Einfluss auf die Möglichkeiten der Wehrmacht.


Zitat

Darum wurde Malta nie genommen. Was Strategisch noch wichtiger war als Kreta.


Kreta war nicht der einzige Grund warum Malta nicht angegriffen wurde.Der Gedanke Malta zu erobern war italienischerseits schon 1940 vorhanden.Aufgrund mehrerer Gründe ist es mehrmals verschoben und zuletzt komplett abgesagt worden.Dabei ist interessant das es immer andere Gründe(die sich dabei abwechselten) gab um die Operation zu verlegen.Zu einem war eine reine Luftoperation nicht ratsam.Durch die Topografie der Insel waren Landeplätze für Lastensegler etc. kaum vorhanden.Die italienische Flotte war aber nicht in der Lage eine Landungsoperation durch zuführen,aufgrund des Mangels an Landungsfahrzeugen(und der Unerfahrenheit in solchen Operationen),der Transportkapazität und des Ölmangels.Abgesehen davon war die italienische Admiralität,seit dem Desaster von Tarent,bemüht ihr Flotte nicht in offensive Handlungen zu schicken.

Als man 1942 dann die letzte Möglichkeit hatte,musste man sich entscheiden die Landung doch noch durch zuführen oder die Offensive in Nordafrika zu unterstützen.Man entschied sich für die Offensive weil sie auch leichter zu bewerkstäligen war.

Zu der Thematik empfehle ich wieder mal ein Buch :mrgreen: . "Entscheidung im Mittelmeer-Die südliche Peripherie Europas in der deutschen Strategie des Zweiten Weltkriegs 1940-1942" von Ralf-Georg Reuth.



Mfg Manta

donnie darko

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Freitag, 30. Oktober 2009, 15:13

Re: Strategische Meisterleistungen und Fehler im 2. WK

Hallo Leute !

Sehr interessantes Thema, überraschend sachlicher Faktenaustausch, Respekt.

War voriges Jahr auf Kreta.Die Hauptlandestelle lag beim Ort "Maleme". Dort befand sich das britische Flugfeld - wo die Landung der deutschen Fallschirmjäger begann und dort befindet sich heute auch das Gräberfeld der deutschen Landser, wird von Deutschen und Griechen gepflegt, sehr schön (im Sinne von Ehrfurchtergreifend).

Nur vor ein paar Jahren spielten sich unschöne Szenen ab als deutsche und griech. Anarchos sich trafen und die Anlage verwüsteten.
Zu meiner Überraschung können diesem hirnlosen Unterfangen auch die Kreter (mit denen ich sprach)nix abgewinnen.

Auf jeden Fall kann man in der Anlage tw noch orig. Material ansehen, ein Gebäude in der Anlage ist zum Museum umgebaut, an den Wänden kann man große Pläne, Anflugspläne etc begutachten, es laufen an Monitoren ständig Orgig. Wochenschauen.

Für die Briten müssen diese deutschen Landser aber wie Teufelskerle gewirkt haben. Tw landeten die Flugzeuge ohne Fahrwerk am Bauch, völlig egal hies die Devise, nur irgendwie runter.
Ausgerüstet waren die deutsch. Landungstruppen aber nur mir vorwiegend leichten Infanteriewaffen. Artillerie, schwere gep. Fzg und Versorgung wurden einfach von den Briten erobert welche völlig überrascht waren.

Kreta konnte eingenommen werden, aber vom Glanz dieser Aktion blieb nicht viel. Denn man hatte sich bei der kretischen Bevölkerung verrechnet. Man war nämlich der Meinung, kaisertreue Kreter würden die Landung der Deutschen begrüßen, einige taten das auch, aber die große Unterstützung (ggn die Briten, die ja auch nicht gerade beliebt waren als Invasoren in Kreta) blieb aus. Im Gegenteil, blutige Partisanenkämpfe begannen. Die unbezähmbaren Kreter, die ja schon den türkischen Invasoren Jhdte zuvor blutigen Widerstand geliefert haben, verwickelten die Deutschen in etliche Gefechte, na und deren Gegenschläge ließen klarerweise auch keine Fragen offen...nehme an der blutige Rest ist eh bekannt.
Zum Sterbenden, der gerade noch die Antwort röcheln kann:
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Freitag, 30. Oktober 2009, 15:29

Re: Strategische Meisterleistungen und Fehler im 2. WK

Eine der eindrucksvollsten Luftlandeoperationen war freilich die blitzschnelle Einnahme des belg. Sperrforts Eben-Emael. Eine riesige Bunkeranlage.Beton über Beton.

1940 schaffte es die deutsche Wehrmacht mit lediglich 56 - 70 Pionieren, welche mit Hilfe einer Handvoll Lastensegler mitten in der Anlage landeten, die 700 - 1200 Mann Besatzung binnen 30 Stunden (!!!) zur Kapitulation zu bringen.

Diese Aktion verblüffte (und erschreckte) damals die halbe Welt. Heute noch wird dieses Manöver in fast allen Militärakademien der Welt (auch Westpoint) als Lehrstück der Kriegsführung gelehrt.

de.wikipedia.org/wiki/Fort_Eben-Emael

Extra für dieses Unterfangen wurden auch die erste Hohlladungs - Sprengsätze entwickelt:

www.bmlv.gv.at/truppendienst/aus ... php?id=402
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Freitag, 30. Oktober 2009, 16:14

Re: Strategische Meisterleistungen und Fehler im 2. WK

Eben-Emael war wirklich ein großes Meisterstück.
War eben so das die Belgier auf die Infanterie warteten die mit VOlldampf gegen die Mauern aus Beton und MGs gelaufen wären.

Damals war der Krieg aus der Luft ja was völlig neues.
Schon allein die Boden Unterstützung der Stukas war völlig neu, und das jetzt noch Plötzlich SOldaten aus der Luft kamen und plötzlich hinter der Front Operierten überfoderte die Alliierten komplett.

Hohlladungen kamen ja zum ersten mal in einem solchen Unfang zum Einsatz.
Auf die Artillerie Bunker drauf und bum.

Für die Besatzung bedeutete das nur den grausamen verbrennungstod.

Fallschrimjäger waren die Elite der Wehrmacht.
Ihre erfolge in Norwegen, Eben-Emael und Kreta sprechen für sich.
Ich nenne Kreta auch mal als erfolg.
Weil eine "kleine" Gruppe Fallschrimjäger ohne Schwere Waffen gegen einen gegner in der überzahl mit schweren Waffen.
Das war schon eine Meisterleistung die den hohen Ausbildungsstandart der Deutschen wiederspiegelt.

Was noch erwähnt werden sollte.
Monte Casino war erfolgreich Monate lang gegen die Alliierten verteidigt wurde, von Fallschirmjägern.
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Montag, 9. November 2009, 07:03

Re: Strategische Meisterleistungen und Fehler im 2. WK

Also ich steig hier auch mal mit ein, weil ich mich für Militär und Waffentechnik interesiere. Ich bin vielleicht nicht ganz so Fit wie ihr was die einzelnen Schlachten und Schlarmützel angeht aber ich denk ich hab ganz ordentliche Kentnisse. Auch hab ich viele von den Waffen schon mal in den Händen gehabt und auch abgefeuert, also praktische Erfahrung. Auch bin ich Soldat und hab von daher ne gute taktische Ausbildung.

Also ich steig direkt hier mal ein:

Zitat

Damals war der Krieg aus der Luft ja was völlig neues.


Ja stimmt, sieht ma denk ich auch daran das vor allem die Briten oft Jagdbomber aus dem ersten Weltkrieg gegen Schiffe einsetzten und mit völlig veralteten Torpedos angriffe auf große Deutsche Verbände geflogen sind.

Auch das Beispiel mit den Stukas ist find ich wirklich gut gewählt. Weil deutsche SS Verbände die ersten Infanterie Verbände waren die jemals mit koordinierter Luftunterstützung gearbeitet hatten. Also ich rede nicht nur von "bombadiert Ziel A und haut ab" sonder wirklich von taktischer unterstützung bis hin zu Flankendeckung. Das war vor allem daher sehr effektiv da die Allierten Anfangs keine mobile Luftabwehr bei der vorrückenden Infaterie hatten und Waffen wie die Thompson einfach nicht taugen um einem Stuka wirklich gefährlich zu werden.

Zitat

Hohlladungen


Die find ich auch sehr interessant. Wurden auch von uns deutschen zum ersten mal eingesetzt an der Ostfront wenn ich mich nicht irre gegen die Masse der russischen Panzer. Weil man gegen diese Menge eine billige Waffe entwickeln wollte. Allerdings wurden von den besserentwickelten Panzerfäusten 60 und 100 M nicht mehr so viele produziert wie nötig gewesen währen.

Zitat

Fallschrimjäger waren die Elite der Wehrmacht.


Was denk ich darauf beruht das die Falschirmjäger gut ausgewählt wurden, zumindest anfangs und oft auch mehr Kampferfahrung hatten als die normalen Truppen. Auch war die Kampfmoral und die Bewaffnung höher als bei der normalen Infaterie.

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Montag, 9. November 2009, 07:53

Re: Strategische Meisterleistungen und Fehler im 2. WK

Zitat


Die find ich auch sehr interessant. Wurden auch von uns deutschen zum ersten mal eingesetzt an der Ostfront wenn ich mich nicht irre gegen die Masse der russischen Panzer. Weil man gegen diese Menge eine billige Waffe entwickeln wollte. Allerdings wurden von den besserentwickelten Panzerfäusten 60 und 100 M nicht mehr so viele produziert wie nötig gewesen währen.


Fast.
Die "handlichen" Hohladungsgschossen kamen an der Ostfront das erste mal zum einsatz.
Aber bereits in Belgien wurden mit großen "Paketen" Bunker geknackt.
Später dann der riesen erfolg gegen Panzer.
Der aber auch net lange anhielt da mein Hohlladungen allein mit Sandsäcken neutralisieren kann
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Montag, 9. November 2009, 08:04

Re: Strategische Meisterleistungen und Fehler im 2. WK

Ja stimmt. Das ist eben der Nachteil von Hochladungsgeschossen, die Abwehr ist sehr leicht und billig zu machen. Selbst an panzern reicht ein Eisengestänge das außen an die Panzer angeschweißt wird um den Panzer fast völlig vor Hohlladungsgeschossen zu schützen. Das das mit Bunker fast genauso funktioniert ist ja klar.

Im Endeffekt sind Hohlladunge ja auch nur ein Beispiel für den technischen Fortschritt der während großen Kriegen rasend schnell voran schreitet, auf dem militärischen Sektor. Innerhalb des zweiten Weltkriegs wurden technische Fortschritte gemacht die bis heute die Grundlage für viele technische Elemente der Kriegsführen bilden.

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44

Montag, 9. November 2009, 13:45

Re: Strategische Meisterleistungen und Fehler im 2. WK

@Jagtelite

Zitat

Also ich rede nicht nur von "bombadiert Ziel A und haut ab" sonder wirklich von taktischer unterstützung bis hin zu Flankendeckung.


Absolut.Die deutsche Luftwaffe war ja vor Allem dazu gedacht die Bodentruppen effizient zu unterstützen. Man arbeitete im Großen und Ganzen mit Jagdstaffeln, welche pausenlos gegnerische Fahrzeug- Truppen- und Nachschubkolonnen angriffen. Große Bomberverbände hatte die Luftwaffe nicht, eben weil man auf die Jagdverbände setzte.

Das man aber im Hinterland quasi die Zivilisten als Strafaktion in Grund und Boden bombt, weil man vorne an der Front (trotz Übermacht und Materialüberschuß) nicht weiterkommt ist eine angloamerikanische Spezialität. ;)

"Die Area Bombing Directive stellte einen bedeutsamen Politikwechsel dar. Hohe Verluste der deutschen Zivilbevölkerung wurden damit nicht mehr nur billigend in Kauf genommen, sondern sie wurden zum eigentlichen Ziel der Luftangriffe."

http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%A4chenbombardement
http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburgisierung
http://de.wikipedia.org/wiki/Area_Bombing_Directive

Buchtipp dazu:

http://www.perlentaucher.de/buch/12358.html
Zum Sterbenden, der gerade noch die Antwort röcheln kann:
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Dienstag, 10. November 2009, 07:42

Re: Strategische Meisterleistungen und Fehler im 2. WK

Zitat

Innerhalb des zweiten Weltkriegs wurden technische Fortschritte gemacht die bis heute die Grundlage für viele technische Elemente der Kriegsführen bilden.


Is aber wohl auch auch einzig "positive" was man am 2. WK erkennenen kann.

Raketenforschung
Düsenflugzeuge

In der Medizin kamen auch einige Durchbrüche.
Penyzylin z.B, war zwar ein riesen versehen, aber ich glaube ohne den 2 WK hätte es keine Chance bekommen sich zu beweißen.

Zitat

Das man aber im Hinterland quasi die Zivilisten als Strafaktion in Grund und Boden bombt, weil man vorne an der Front (trotz Übermacht und Materialüberschuß) nicht weiterkommt ist eine angloamerikanische Spezialität. ;)


Ach.
Von den Amerikanische Kriegsverbrechen wie Dresden spricht doch keiner.
Einmal im Jahr wird getrauert, während wir immer noch am jahres Tag der Reichskristall nacht etc verurteilt werden.
Das los des verlieres ;)

Oder man müsste einfach USA heißen.
Mi Lay Number 4 wird auch kaum verurteilt, obwohl die Amis diesen Krieg verloren haben.

Aber ich schweife ab.

Back zum Topic
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