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Tina

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91

Dienstag, 12. Januar 2016, 13:37

Zitat

Die Zaster-Fingergeste hast du zuvor echt noch nie gesehen?


Ich habe sie nicht als solche identifiziert, weil logischerweise auf dem Foto die Bewegung fehlt. Fuer mich sah's aus als schnippst er mit den Fingern!

Zitat

In ner Gegend Afrikas mit drölf anderen Leuten in nem Dorf zu sein ist btw was anderes als mit exakt einer anderen Person zu stranden. In zweiterer Situation herrschen andere zwischenmenschliche Regeln, z.B. müsste ein denkender Mensch jede Sekunde davon ausgehen, dass er von seinem Partner verraten werden wird, weil dieser sich selbst retten will.


Ich wuerde sagen, das kommt ganz darauf an, wie der Partner veranlagt ist! Hast Du Dir mal den Bericht des Schiffbruechigen durchgelesen? Da kommt genau das zum Tragen, was fuer viele, meiner Meinung nach (ist eine persoenliche Einschaetzung!) sogar die meisten Menschen, noch schlimmer ist als zu sterben, naemlich ganz allein zu sein! Aber das kommt natuerlich wie ich schon sagte auf die Veranlagung an. Allerdings - wer eher die einzige Gesellschaft toetet um sich selbst zu retten als gemeinsam auf Rettung zu hoffen oder zumindest zu warten, bis einer der beiden tot ist, zeigt meiner Einschaetzung nach soziopathische Zuege.
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92

Dienstag, 12. Januar 2016, 14:07

Auch auf die Gefahr hin, dass die Frage, die ich gleich stelle, schon in diesem Thread beantwortet wurde (ich habe ihn nicht vollständig gelesen): Wie sah die Insel eig aus? So wie man sich eine worst-case Strandungsinsel vorstellt. Also ein öder Haufen Sand mit maximal einer Palme drauf?


//edit

Die Frage hat sich geklärt, Danke!
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Knurzhart« (12. Januar 2016, 14:22)


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93

Dienstag, 12. Januar 2016, 14:22

Es gab keine Insel. Die waren auf einem Boot auf See abgetrieben und der Motor war kaputt. Der Ueberlebende hat sich von Fisch und Moewen ernaehrt, und der zweite Schiffbruechige hat das Zeug wohl nicht vertragen.
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94

Dienstag, 12. Januar 2016, 14:40

Mich wundert es, dass er den anderen getötet haben soll, um ihn zu essen. Er trieb fast ein Jahr lang auf dem Meer. Da macht der eine Mensch mehr als Nahrung kaum etwas aus. Es ist durchaus möglich, mehrere Wochen ohne Nahrung auszukommen, abhängig vom Ernährungszustand. Viel wichtiger wäre die Versorgung mit Trinkwasser. Bei zwei Menschen ist es, denke ich, sehr schwierig, genügend Trinkbares in Form von wohl hauptsächlich Blut, Urin oder Kondenswasser aufzutreiben. Da hätte man also durchaus ein Motiv die Anzahl der Betroffenen zu reduzieren. Das muss ja nicht aus Böswilligkeit geschehen. Eine Affekthandlung auf Grund der angespannten Lage reicht aus. Zumal sie auf einem Fischerboot waren und damit die technische Ausstattung besaßen, um Fische zu fangen, auch wenn es sich auf dem offenen Meer als schwieriger darstellt.
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Dienstag, 12. Januar 2016, 14:58

Ich glaube ehrlich gesagt ueberhaupt nicht, dass er ihn getoetet hat. Ich finde seine Aussage ueberaus glaubwuerdig. Hier geht es nur ums Geld.
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96

Dienstag, 12. Januar 2016, 17:59

Ich glaube diesbezüglich überhaupt nichts. Ich stelle nur eine Vermutung auf, wie sie mir plausibel erscheint. Und die Angehörigen des Toten erachte ich als zutiefst verwerflich, denen es scheinbar nicht mal reicht das er tot ist, nein. Sie versuchen daraus auch noch Geld zu machen, indem sie sein Leben mit einem Preis gleichsetzen und ihn so gering schätzen. Den Angeklagten habe ich nicht persönlich getroffen, daher weiß ich nicht ob ihr Vorwurf, dass er den anderen getötet haben soll, berechtigt ist. Aber so wie die Sachlage ausschaut wird man das wohl nicht mehr herausfinden können und diese Klage ist damit vollkommen unnötig.
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Tina (13.01.2016)

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Mittwoch, 13. Januar 2016, 00:21

Und die Angehörigen des Toten erachte ich als zutiefst verwerflich, denen es scheinbar nicht mal reicht das er tot ist, nein. Sie versuchen daraus auch noch Geld zu machen, indem sie sein Leben mit einem Preis gleichsetzen und ihn so gering schätzen.
Das sehe ich auch so, deshalb schrieb ich ja, eine Befragung und psychologische Hilfe hätten gereicht. Dass die Angehörigen in so einer Situation aus Fassungslosigkeit und Trauer einen Sündenbock suchen ist zwar verständlich, aber ich vermute hier eher Geldgier. Dazu fällt mir eine Reportage über den Absturz in den Anden ein, in dem die Überlebenden sogar zugegeben haben, kleine Stücke der Toten gegessen zu haben. Die Angehörigen der Toten wurden gefragt, wie sie mit diesem Wissen umgehen. Alle die vor der Kamera gesprochen haben sagten, dass die Jungs untereinander befreundet waren und dass auch die Familien sich kannten. Deshalb empfanden die Angehörigen der Toten es sogar als Trost, dass ihre Söhne den anderen beim Überleben quasi geholfen haben und die Angehörigen sahen es so, dass ihre verstorbenen Söhne auf die Art in gewisser Weise weiterleben.

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98

Mittwoch, 13. Januar 2016, 09:44

Ich sehe da auch echt das Problem nicht, wenn Tote gegessen werden. Dafuer morden halte ich aber nach wie vor fuer verwerflich.
Tina

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Rônin

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99

Samstag, 25. März 2017, 16:38

Kannibalismus ist weiter verbreitet, als du denkst
https://www.vice.com/de/article/kannibal…t-als-du-denkst

Ist ein Interview mit Bill Schutt, dem Autor von Cannibalism: A Perfectly Natural History.
"I knew this day would come. Now that it's here, it seems so sudden, and at the same time as if it took forever.
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100

Dienstag, 25. Juli 2017, 18:15

Wendigopsychose:

The Wendigo is a mythical monster that is featured in the folklore of some northern Native American and Canadian tribes. They all describe it as a "malevolent, cannibalistic, supernatural being of great spiritual power, associated with winter, coldness, famine and starvation." Basically, it's what vampires were before Anne Rice hand-stitched giant pussies into their mythos.
Now that we've cleared up what a true Wendigo is, you might be wondering in terror what exactly "Wendigo Psychosis" entails, and if you're not, you should probably start right about now.
It's when a person becomes convinced that they are a Wendigo... most prominently marked by an intense craving for human flesh. Yes, this is a real thing, that happened to real people.
Many tribal societies were familiar with cannibalism, having to eat human flesh during dire periods of starvation and all, but sometimes the guilt and fear associated with the act was so great that it drove them insane. When you end up snacking on a dude, it's not hard to imagine yourself as a kind of monster. After all, isn't it better to see yourself as a mythical beast than just a hungry guy with low standards?
That's the best guess as to where Wendigo Psychosis comes in. But understand that once it kicks in, the victim believes they're an invincible man-eating monster regardless of how much actual food is around. When people would start to feel the symptoms coming on, they would sometimes actually ask to be executed before they could go on a man-eating frenzy.

http://www.cracked.com/article/80_5-ment…ne-place-earth/
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101

Dienstag, 3. Oktober 2017, 15:05

"I knew this day would come. Now that it's here, it seems so sudden, and at the same time as if it took forever.
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