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Claxan

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Mittwoch, 3. Februar 2010, 11:31

Re: Ego-Shooter "Kritiker" Christian Berg

Bei Menschen die potentielle Amokläufer sind kann ein solches Spiel der Auslöser sein für eine solche Tat.

Aber zu behaupten Killerspiele würden Menschen zu Amokläufern machen ist absolut dumm. Und ich hab auch schon mit 5 Jahren Doom gespielt und bin eig. immerschon mit Gewaltspielen aufgewachsen. In der Grundschule war Mortal Kombat auf der SNES der Renner.

Also langsam ist die Diskussion echt schon ganz ganz ganz unnötig... :roll:
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Mittwoch, 3. Februar 2010, 18:04

Re: Ego-Shooter "Kritiker" Christian Berg

Ich versteh immer nich warum es grausam und brutal is in EgoShootern "Leute" abzuschiessen aber in Rpg's is es in ordnung sie mit Schwert und Axt abzuschlachten. Es is immerhin einfacher anne Axt zu komm als anne AK.
Naja hier in Deutschland wird doch sowieso schon alles indiziert, zensiert oder landet aufn Index sobald ma ansatzweise gewalt dargestellt wird, Spiele ab 18 braucht man sich in DE eh nich mehr holen (zb.Left4Dead2).
Vieleicht stehn solche Spiele ja in irgend einem zusammenhang mit Amokläufen aber es wird ja wohl keiner ernsthaft glauben das nach einem Verbot von "Killerspielen" auf einmal Friede Freude Eierkuchen in Deutschland herrscht. Bei sonem Amokläufer is gewiss einiges ganz schön verkorkst und ich maße mir mal an zu behaupten das das soziale Umfeld dieser Person den größeren Einfluss hat als irgend ein Spiel.
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Mittwoch, 3. Februar 2010, 18:56

Re: Ego-Shooter "Kritiker" Christian Berg

Naja ich denk das Argument zieht nicht weil du im RPG in der 3rd Person bist und du beim Ego-Shooter ja alles "erlebst" als wärst du der Schütze.

Aber wiegesagt...ich find all diese Argumente nur dumm weil jemand der nicht potentieller Amokläufer ist von Natur aus, wird nie wegen einem Ego-Shooter einen Amoklauf starten.
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Mittwoch, 3. Februar 2010, 19:53

Re: Ego-Shooter "Kritiker" Christian Berg

Zitat

Ich versteh immer nich warum es grausam und brutal is in EgoShootern "Leute" abzuschiessen aber in Rpg's is es in ordnung sie mit Schwert und Axt abzuschlachten. Es is immerhin einfacher anne Axt zu komm als anne AK.

Ich weiss nicht genau welche RPG´s du meinst.

Die Forderung nach einem Verbot computerbasierter Rollenspiele gibt es doch schon längst. Wobei die Verbotsbefürworter natürlich keinen blassen Schimmer haben, ob es sich bei einem beanstandeten Spiel um einen Egoshooter, ein RPG oder ein Strategiespiel handelt. Es reicht allein schon aus, dass das Spiel "War" im Namen trägt, um es für ein "Killerspiel" zu halten. :roll:
Z.B. wurden World of Warcraft und sogar Warcraft3 schon desöfteren als "Killerspiele" bezeichnet. (Quellen kann ich bei Interesse nachliefern.)

Es kann natürlich auch sein, dass du Live-RPG´s meinst. Da gab es aber auch schon Verbote:
http://www.derwesten.de/staedte/dortmund…r-id570961.html

Darüber wurde übrigens hier schon mal diskutiert.

Zitat

Bei Menschen die potentielle Amokläufer sind kann ein solches Spiel der Auslöser sein für eine solche Tat.

Das sagt wer?
Und wenn ein potentieller Amokläufer morgens in der Badewanne ausrutscht, im Bus keinen Sitzplatz bekommt und es anschließend auch noch regnet und er keinen Regenschirm dabei hat, kann das auch ein Auslöser für eine solche Tat sein.
Genauso wie bei schwüler Hitze, mit kaputter Klimaanlage genervt im Stau zu stehen:



Ich hoffe du verstehst, worauf ich hinaus will. Es geht nicht darum, was einen potentiellen Amokläufer dazu bringt tatsächlich einen Amoklauf zu begehen, sondern darum wie dieser Mensch überhaupt zu einem potentiellen Amokläufer wurde.

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Mittwoch, 3. Februar 2010, 19:53

Re: Ego-Shooter "Kritiker" Christian Berg

Joa, nur lässt sich tatsächlich eine veränderte Qualität (im neutralen Sinn) von Amokläufen feststellen. Betrachtet man die Geschichte von Schulmassakern, lässt sich feststellen, dass
a) vermehrt Schüler selbst die Täter sind
b) vermehrt Schusswaffen eingesetzt werden

Und dieser Sachverhalt ist in der Tat erklärungsbedürftig. Keine Frage, gefrustete Schüler und psychisch labile Persönlichkeiten gab es auch früher schon, aber die Tendenz zur Schusswaffengewalt ist ein moderne Phänomen. In früheren Amokläufern wie dem von Volkhoven oder Bath waren die Täter erwachsene Männer und die Tatwerkzeuge keine Feuerwaffen. Die Vermutung, dass aufkommende mediale Gewalt dafür verantwortlich ist, ist in der Tat naheliegend. Die Frage ist dann, ob hier ein "cum hoc ergo propter hoc"-Schluss vorliegt oder eine tatsächliche Korrelation gegeben ist. Und diese Frage zu klären ist Aufgabe der Studien.
Insofern ist es auch ein wenig kurz gedacht, das alles zum Unsinn zu erklären, weil "man selbst ja auch kein Amokläufer" oder "das Trinken von Alkohol noch gefährlicher" sei. Die Frage, woher diese neue Qualität von Amokläufen herkommt, steht noch immer unbeantwortet im Raum.

Bevor es wieder jemand, der das ganze nur halb liest, falsch versteht: ich bin gegen ein Verbot von Computerspielen egal welcher Art und sehe hier auch keinen Sinnzusammenhang. Das aber nicht aus kategorischer Ablehnung oder vermeintlichem "gesunden Menschenverstand", sondern weil die Studien zu diesem Thema einen solchen Zusammenhang nicht nahelegen.

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Claxan

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21

Mittwoch, 3. Februar 2010, 20:14

Re: Ego-Shooter "Kritiker" Christian Berg

Zitat

Und wenn ein potentieller Amokläufer morgens in der Badewanne ausrutscht, im Bus keinen Sitzplatz bekommt und es anschließend auch noch regnet und er keinen Regenschirm dabei hat, kann das auch ein Auslöser für eine solche Tat sein.
Genauso wie bei schwüler Hitze, mit kaputter Klimaanlage genervt im Stau zu stehen:


Genau darauf wollte ich eigentlich hinaus.

Du kannst es NIE ändern, dass Leute wegen sowas vlt. ihre letzte Hemmung verlieren.
Ich glaub auch, dass es genug stark gewaltbereite Menschen gibt die die Egoshooter einfach zum Agressionen abbauen verwenden.
Nur ein Verbot dieser Spiele ändert niiiiiiemals die Tatsache, dass Leute Amok laufen werden.
Höchstens eine genaueste Prüfung des Käufers wär eine Lösung aber mach das mal...rofl...das ist ein absolutes Ding der Unmöglichkeit und darüber hinaus auch lächerlich find ich.

Vielleicht wärs mal eine Lösung die Amokläufer nicht monatelang oder in Steinhäusers Fall jahrelang immer wieder als Schlagzeilenknüller und Flaggschiff für großen Rummel um das Thema zu benutzen. Das würde sicherlich dazu beitragen, dass kleine Hossenscheißer Amokläufer in spe vielleicht doch keinen Motivation darin finden dann groß rauszukommen und etwas "bewegt" zu haben.
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Mittwoch, 3. Februar 2010, 20:48

Re: Ego-Shooter "Kritiker" Christian Berg

Zitat

Joa, nur lässt sich tatsächlich eine veränderte Qualität (im neutralen Sinn) von Amokläufen feststellen. Betrachtet man die Geschichte von Schulmassakern, lässt sich feststellen, dass
a) vermehrt Schüler selbst die Täter sind
b) vermehrt Schusswaffen eingesetzt werden

Was das betrifft, bringt es Claxan perfekt auf den Punkt:

Zitat

Vielleicht wärs mal eine Lösung die Amokläufer nicht monatelang oder in Steinhäusers Fall jahrelang immer wieder als Schlagzeilenknüller und Flaggschiff für großen Rummel um das Thema zu benutzen. Das würde sicherlich dazu beitragen, dass kleine Hossenscheißer Amokläufer in spe vielleicht doch keinen Motivation darin finden dann groß rauszukommen und etwas "bewegt" zu haben.

Das geht mir auch ganz gewaltig auf den Senkel. Schließlich gibt es auch ein stillschweigendes Übereinkommen der Medien, so wenig wie möglich über Suizide zu berichten, um keine Nachahmungstaten zu provozieren. Prominente wie Robert Enke sind da natürlich eine Ausnahme, wobei mich die Berichterstattung über dessen Tod auch ziemlich genervt hat.

Und bei dem Fall in Ansbach ging das Ganze schon wieder los. Schaut euch dazu mal den Gastbeitrag auf Fernsehkritik.TV an:
"Ansbach-Die andere Seite"
http://fernsehkritik.tv/folge-35/38/

Keeper

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Mittwoch, 3. Februar 2010, 23:45

Re: Ego-Shooter "Kritiker" Christian Berg

Ich glaube nicht, das wir heute mehr Schüler haben, die Amok laufen im Bezug von damals, mit damals meine ich Zeiträume wie kurz nach den 2 Weltkrieg.

Bedenkt, damals gab es gewiss Waffen in Überschuss, kaum eine war registriert.
Der Punkt ist, das damals nicht über jede Tat berichtet wurde, der Nachrichten bzw. Medien Konsum war nicht so Intensive wie heute.
Wenn heute ein Schüler so laut furzt das sein Nachbar davon Taub werden kann, weiss es wenig später die ganze Welt.

Allerdings muss man bedenken, das Lehrer damals Respektpersonen waren und auch in der Erziehung des Kindes mit eingriffen.
Respekt von Schülern den Lehrern gegenüber hat heute eh kaum noch jemand, was vor allem daran liegt das Lehrer heute einfach keine Macht mehr besitzen, bzw Macht ausüben können.

Was ich auch Interessant finde, das überall immer etwas von Amok Läufer steht.
Amok, ein begriff wie Beserk, Wut, Agressive, blind Angreifen, soviel Schaden anrichten wie möglich, der Tod ist egal und wird in kauf genommen.

Amok Läufer, laufen aber nicht weg, versuchen zu flüchten etc. wie es bei uns bisher immer der Fall war, der letzte genannte Amok Läufer wurde so gar Wäret der Flucht von der Polizei erschossen.

Demnach sind unsere Jugend Killer die zu viele Killerspiele gezockt haben? keine Amok Läufer, sondern ganz normale Serien Killer, verursacht durch Psychische Labilität.
Auch begehen Amok Läufer keinen Selbstmord, wie unser erster, sondern würden versuchen, weiterhin schaden anzurichten, egal ob ein Polizeieinsatz Kommando draußen im Flur steht und wartet. Immerhin hatten alle Täter Geiseln und dennoch ging es doch recht Glimpflich aus, es hätte gewiss schlimmer kommen können. Soviel steht Fest.

Demnach würde die Bedeutung, Kamikaze Schüler ;) besser passen. Da Kamikaze zwar auch bedeutet, sein Leben zu riskieren um möglich viel Schaden zu verursachen, jedoch heißt das nicht in Kamikaze, das man sich irgendwann nicht zurückziehen darf. Quasi flüchten.

Kamikaze = ein gezielter Angriff für seine Ideale, für jeden preis, wurde dieses erreicht, gilt es sich zu retten, wenn denn möglich. Gefangennahme ausgeschlossen, Ergebnis Suizid

Egal, wie schon viele bereits schrieben, leider ist es so, das Schulen, Lehrer und die Erziehungsberichtigten leider die Schuld tragen, niemand anderes, außer der Schuldige selbst versteht sich, der sich aber danach nicht mehr Verantworten kann.

Wie viele Lehrer geben heute gerne schlechten Noten? Mündlich schwach heißt es, oder bewerten Hausaufgaben schlecht, trotz das viel mühe darin steckte.
Unsere Jugend heute, ist einen enormen Stress ausgesetzt.

Wo Damals die Volksschule langte, und fast alle Türen offen standen, für sehr viele Berufe, da benötigt man heute mindestens einen sehr guten Real Abschluss und auch da stehen die Chancen eher schlecht.
Nicht jedes Hirn wurde von Gott gesegnet, dennoch haben jene diverses können, egal worin und da werden sie nicht gefordert, schlechtes Englisch vielleicht? oder Mathe und dennoch ein unwichtiges Fach, für das, was man eventuell letzten Endes Arbeiten möchte.

Da Lobe ich mir Amerika, keine Ausbildung, Schule, danach Arbeiten, Learning by Doing. Hat viele Vorteile. Unser System mit Ausbildung und co, ist Miserabel, dazu kommen noch schlechte Schulen, mit alten Büchern und Lehrern die nur noch ihre Zeit absitzen bis zur Rente.

Ganz klar, da müssen KillerSpiele dahinter stecken. Klingt besser und schadet das Image von Deutschland weniger, die Pisa Studie reicht den Politikern anscheinend bereits.

Mehr gibt es dazu meiner seits nicht mehr zu sagen.
Hauptsache Tante Emma ist glücklich, Deutschland Wirtschaftet sich tot mit Gesetzen und wir hocken auf der Straße. Berlin hat bestimmt noch massig Platz...

mfg

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24

Donnerstag, 4. Februar 2010, 00:11

Re: Ego-Shooter "Kritiker" Christian Berg

@Mods
Es wäre nett, wenn ihr die letzten Beiträge in einen thematisch passenderen Thread verschieben könntet. Mit den Verbotsforderungen von Christian Berg haben die nämlich nur noch am Rande zu tun.

ad_santiago

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25

Donnerstag, 4. Februar 2010, 00:24

Re: Ego-Shooter "Kritiker" Christian Berg

Zitat

Wenn heute ein Schüler so laut furzt das sein Nachbar davon Taub werden kann, weiss es wenig später die ganze Welt.

Über Amokläufe wurde auch damals schon international berichtet, das zeigt zum Beispiel das Massaker von Bath 1927.

Zitat

Ich glaube nicht, das wir heute mehr Schüler haben, die Amok laufen im Bezug von damals

Oh doch, ich denke schon. Ich kann das aber gerade nicht mit Zahlen belegen. Eine Google-Recherche dürfte vielleicht Statistiken zutage fördern.

Zitat

Amok Läufer, laufen aber nicht weg, versuchen zu flüchten etc. wie es bei uns bisher immer der Fall war, der letzte genannte Amok Läufer wurde so gar Wäret der Flucht von der Polizei erschossen.

Der Duden definiert Amoklauf so:
Amok laufen: in einem Zustand krankhafter Verwirrung [mit einer Waffe] umherlaufen u. blindwütig töten.
Da ist es relativ egal, ob man versucht zu flüchten oder nicht. Die extreme Ruhe und scheinbare Professionalität, die Amokläufer an den Tag legen, ist vielmehr gerade ein Ausdruck einer psychischen Störung. Kennzeichnend für den Amoklauf ist vor allem das Ausschalten jeder Vernunft und die völlige Konzentration aufs Töten - in welcher Form auch immer.

Zitat

keine Amok Läufer, sondern ganz normale Serien Killer, verursacht durch Psychische Labilität.

Serienmörder töten eher über längere Zeiträume hinweg - da steckt ja das Wort Serie drin (und damit Abfolge, "Rhythmus" u.ä.). Abgesehen davon denke ich auch nicht, dass so eine Namensklauberei sinnvoll ist.

Zitat

Auch begehen Amok Läufer keinen Selbstmord, wie unser erster, sondern würden versuchen, weiterhin schaden anzurichten

Falsch - viele Amokläufe enden mit dem Selbstmord des Täters. Wie oben bereits geschrieben handelt es sich um einen Zustand extremer psychischer Verwirrung mit Abschaltung jeder Logik und reiner Konzentration aufs Töten. Ein Selbstmord ist sogar viel wahrscheinlicher als der "Versuch, weiter Schaden anzurichten", sofern letzteres gezielte Planung voraussetzt (die während der Amokläufe in der Regel nicht erfolgt).

Zitat

Da Kamikaze zwar auch bedeutet, sein Leben zu riskieren um möglich viel Schaden zu verursachen, jedoch heißt das nicht in Kamikaze, das man sich irgendwann nicht zurückziehen darf. Quasi flüchten.

Kamikaze ist ein spezifisch japanischer Begriff, der auch nur auf die japanische Geschichte angewandt werden sollte.

Zitat

Kamikaze = ein gezielter Angriff für seine Ideale, für jeden preis, wurde dieses erreicht, gilt es sich zu retten, wenn denn möglich.

Ist nicht Thema, darum geh ich jetzt hier nicht näher darauf ein. Wer daran interessiert ist, kann ja ein neues Topic eröffnen. Kamikaze war aber in erster Linie eine politisch instrumentalisierte Verzweiflungstat, die sich auf vermeintliche Traditionen und tatsächliche Ideologien berief - deine Definition klingt arg romantisiert. Ein Kamikaze-Flieger war de facto auch ein Selbstmordattentäter, konnte sich also nicht retten.

Insofern ist der Begriff "Amokläufer", bzw. "Amoklauf" schon ganz richtig und sehr sinnvoll.
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Donnerstag, 4. Februar 2010, 10:54

Re: Ego-Shooter "Kritiker" Christian Berg

um da nochmal "kurz" was dazu zu sagen " hab ich ja weiter vorne schon "

bitte definiert doch mal das wort AMOK . ok ?

schon das passt nicht zum "irren" der killerspiele zockt .

im übrigen find ich counter strike ziemlich gäähn weil soviel abwechslung .... ist da nicht
gibts besseres .

das umfeld prägt den menschen ....... nicht der flimmerkasten vor den augen

ansonsten gehört rambo , matrix, etc. und andere filme auch verboten oder ins 24 uhr programm der sender!
denkt mal drüber nach .

das einzige worum es in dieser debatte wirklich geht ist es sich hervorzutun , sich wichtig darzustellen um bei der nächsten wahl wieder mit im stinkenden kahn der politik und industrieboote zu schwimmen .

und zu christian berg....... ich kann mir nicht vorstellen das der liebe herr schonmal ein ordentliches game gezockt hat. und ich kann auch nichts dafür das er lieber rosa plüschhasen auf seinem fernseher hoppeln sehen würde als den terminator wo jeder 15-16 jährige gespannt zuschaut.
nein der gute mann wird vom volk der verantwortungsvollen eltern etc . für sehr human gehalten und kann natürlich dadurch besser verkaufen . punkt aus . so siehts aus.

ich habe auch kinder so ist es nicht mein sohn darf das spielen was im FSK erlaubt ist für sein alter .
allerdings sollte man schon aufpassen das die kinder nicht nur noch damit sich beschäftigen das gebe ich gerne zu wäre nicht ok.
zum glück ist mein sohn begeisterter fußballer und hat einen gesunden verstand zum denken , deshalb ist diese debatte eher sinnlos hier denn zum schluß ... gehts nur ums geld.
na toll nun isses doch wieder länger geworden ^^

in diesem sinne ;)
"Ist es Fortschritt wenn Kanibalen mit Messer und Gabel essen ?"

"es ist erstaunlich mit welcher Aggressivität hier diskutiert wird,............(!)(,)(!)

gut das ein Monitor dazwischen ist"

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Donnerstag, 4. Februar 2010, 14:00

Re: Ego-Shooter "Kritiker" Christian Berg

Zitat

das umfeld prägt den menschen ....... nicht der flimmerkasten vor den augen


Nicht ganz. Immerhin haben wir schon oft genug gesehen und gehört (ich glaub sogar in Bowling for Columbine), dass es sehr wohl eine Auswirkung auf die Leute hat wenn in den Medien dauernd von Morden und Verbrechen berichtet wird!

Zitat

ansonsten gehört rambo , matrix, etc. und andere filme auch verboten oder ins 24 uhr programm der sender!
denkt mal drüber nach .


Nein eben nicht.
Das Hauptargument gegen Ego-Shooter ist die Aussage: "Der Spieler übernimmt hier die Rolle des Mörders und erlebt alles aus 1. Person!"
Wenn ich einen Film schaue gibt mir der mir nicht das Gefühl, dass ich der Protagonist bin und ich das alles mache was im Film passiert.

Zitat

ich habe auch kinder so ist es nicht mein sohn darf das spielen was im FSK erlaubt ist für sein alter .
allerdings sollte man schon aufpassen das die kinder nicht nur noch damit sich beschäftigen das gebe ich gerne zu wäre nicht ok.


Und genau das ist es.
Mehr gibts dazu nicht zu sagen.
Die Kinder können doch eh spielen was sie wollen. Wiegesagt...mir hat als kleines Kind Mortal Kombat und Doom auch nicht geschadet. Warum nicht? Weil ich net permanent diese Games gespielt hab...sondern genausooft Brettspiele mit meiner Familie oder mit Freunden aus der Schule, ich hab gelesen, ich hab auch gern Fernsehen geschaut und so weiter...
Wenn ich permanent Gewalt konsumiere von kleinauf, dann desensibilisiert mich das.
Genauso wie Kinder eines Metzgers der schlachtet auch kein Problem damit haben zu sehen wie ein Tier umgebracht wird.
Es geht um Gewohnheit einfach.
Und wenn wir unseren Kindern genug Abwechslung bieten ist es scheißegal ob sie zwischendurch mal ein Spiel spielen wo Leute umgeknallt werden.
Solang man ihnen zeigt und erklärt, dass das Gewalt ist und schlecht ist, und sie das ganze nur in Maßen bekommen wird nie ein Problem entstehen.


EDIT: Und noch was...
Ich bin in meinem 1. Gymnasium wo ich war auch gemobbt worden von sämtlichen Mitschülern sowie einigen Lehrern.
Theoretisch hätt ich ja dann auch Amok laufen müssen. Ich hab brutale Spiele gespielt, ich wurde vom Umfeld fertig gemacht usw.
Und wieso bin ich nicht Amok gelaufen?
Weil ich einfach gesagt hab zu meinen Eltern, dass ich nicht mehr in die Schule geh weil ich Angst vor denen hab.

Vielleicht ist das jetzt voreilig und vielleicht lieg ich falsch. Nur ICH bin überzeugt davon, dass VIELE jugendliche Amokläufer absolut keine emotionale Beziehung zu ihren Eltern hatten. Also, dass sie daheim nie die Möglichkeit hatten zu sagen, dass es ihnen schlecht geht.
Und das ist sehr wohl ein gewaltiges Verschulden der Eltern...
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Donnerstag, 4. Februar 2010, 17:58

Re: Ego-Shooter "Kritiker" Christian Berg

Zitat von »"Claxan"«

Und das ist sehr wohl ein gewaltiges Verschulden der Eltern...
Das kann man nicht so stehen lassen. Wenn der Schüler Rachepläne schmiedet, der Schüler sich ne Waffe greift, der Schüler damit zur Schule geht, und der Schüler dort Menschen tötet - Wer ist dann die Leute umgebracht? Seine Eltern? Die Politik? Das Umfeld? Sein Hund? Oder (um zurück zum Thema zu kommen) seine Computerspiele?
Tut mir leid, aber auch Beeinflussungen ändern an der Schuldfrage nichts, wenn die Person nicht gerade schwer geistig behindert war. Auch so leichte Beeinflussbarkeit ist eine Verschuldung, besonders dann, wenn man deswegen schlussendlich zur Waffe greift.

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29

Donnerstag, 4. Februar 2010, 18:44

Re: Ego-Shooter "Kritiker" Christian Berg

Natürlich ist der Amokläufer schuld am tot seiner Opfer (is glaub ich kla) aber wer is schuld das aus einem Menschen ein Amoklläufer wird? Das is die wichtigere Frage, die wie ich glaube kaum beantwortet werden kann, zumindestens nicht allgemein geltend. Denn ich glaube das die Auslöser für so eine Tat stehts individuell sind und eine ganze Reihe Ereignisse/Erlebnisse zusammen kommen müssen damit jemand dermaßen durchdreht.
Um mal auf diesen Christian Berg zu kommen, der Typ (und auch Leute die ihn unterstützten) sind solche Moralapostel die in ihrer Zuckerwattewelt leben und die Verantwortung einfach auf den nächst bessten Sündenbock abwerfen, damit die ihr reines gewissen behalten können. Nach dem Motto: "Wir ham ihm ja nich gesagt er soll Amok laufen, die bösen bösen Spiele warn dat". Aber so ist das meiner Meinung nach nicht, wie schon gesagt glaube ich das viele Faktoren eine Rolle spielen und ein wichtiger Faktor dabei ist nun mal das soziale Umfeld dieser Personen die irgendwann durchdreht. (ich bin kein Psychologe das ist nur meine bescheidene Meinung)

PS. Um auch ma auf dieses Argument zu komm:"Ich zock sowas ja auch trotzdem lauf ich nich Amok". Wie oben erwähnt glaub ich das die Auslöser für solch eine Tat nicht bei jedem anschlagen da sie wie oben erwähnt individuell auf jede einzelne Person zutreffen müssen, dazu kommt dann wohl noch die ein oder andere psychische störungen der betroffenen Person und dann kann es zu einem Ausbruch von Gewalt kommen. (Soll eig nur heißen das nich jeder der gemobbt wird oder "Killerspiele" spielt oder stress mit den Eltern hat usw gleich Amok läuft, weil nicht jeder Mensch gleich gestrickt ist)



So jetzt aber ab ins Bett muss um 0:30Uhr wieder raus. Gute Nacht! :sleep:
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30

Donnerstag, 4. Februar 2010, 18:51

Re: Ego-Shooter "Kritiker" Christian Berg

Zitat von »"Rônin"«

Das kann man nicht so stehen lassen. Wenn der Schüler Rachepläne schmiedet, der Schüler sich ne Waffe greift, der Schüler damit zur Schule geht, und der Schüler dort Menschen tötet - Wer ist dann die Leute umgebracht? Seine Eltern? Die Politik? Das Umfeld? Sein Hund? Oder (um zurück zum Thema zu kommen) seine Computerspiele?
Tut mir leid, aber auch Beeinflussungen ändern an der Schuldfrage nichts, wenn die Person nicht gerade schwer geistig behindert war. Auch so leichte Beeinflussbarkeit ist eine Verschuldung, besonders dann, wenn man deswegen schlussendlich zur Waffe greift.


Ich sag nicht, dass die Eltern schuld am Amoklauf sind. Aber sehr wohl daran, dass die Kinder keine andere Art von Verteidigung außer Gewalt kennen. Bzw. das die Jugendlichen nicht anders mit ihren Gefühlen und ihren Ängsten umgehen können als Hass zu schüren und an anderen auszulassen.
Und sowas kommt sehr wohl vom Elternhaus...

Zudem Mobbing absolut nichts mit leichter Beeinflussbarkeit zu tun hat... :roll:
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