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FürDenFrieden

Poltergeist

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Freitag, 5. Mai 2017, 20:38

Dazu kommt noch das USk18 meist geschnittene Versionen sind.
Im Frieden kommst du nicht vorwärts, im Krieg verblutest du. *Franz Kafka

Ich seh´ nur dass, was ich sehen will!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »FürDenFrieden« (5. Mai 2017, 21:01)


mister x

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Freitag, 5. Mai 2017, 21:12

Also zwischen 16-18 passiert nicht viel.Ich habe Nightmare. on Elmstreet mit 10 gesehen,Freitag der 13 mit 13,mir geht's gut.
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Manetuwak

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Montag, 8. Mai 2017, 06:49

Da habt ihr wahrscheinlich sogar recht.
Ich kann auch nicht ausschließen, dass ich solche Sequenzen mittlerweile überbewerte, da mir sehr viel bewusster ist was genau das bedeutet, was exakt bei einer Enthauptung passiert.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich als Jugendlicher über eine solche Szene völlig hinweggesehen hätte, weil mir letztlich die erzählte Geschichte einfach wichtiger ist und zudem kenne auch ich ja die Mods für diverse Konsolenspiele aus der Mitte und vor allem dem Ende der 90er. Diese spielte ich auch, eben weil's verboten und reizvoll war. Ich konnte bei mir nie einen Hang zur Gewalt darstellen oder das ich so etwas besonders geil gefunden hätte. Es war halt der übliche Schulhofquatsch. "Boah...ich hab die indizierte Version von sowieso und hastenichtgesehen. Voll brutal. Nur Splatter."

Ich bemerke gerade: Ich bewerte soetwas heute völlig anders und strenger.
Dennoch halte ich die erteilten Freigaben teilweise für fragwürdig, insofern hast du also doppelt recht Ronin.
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Sleepy

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Montag, 8. Mai 2017, 18:14

Jugendschutz in Deutschland bedient v.a. konservative Erwachsene. Die Tatsache, dass Einstufungen wie SPIO/JK existieren (Für Zeug, das eh nur für Erwachsene ist, wird der Erwerb erschwert), zeigt auch, dass es oft eher um Kunstzensur geht.

Es stimmt wohl, dass der Jugendschutz im Endeffekt eher dem ruhigen Gewissen von besorgten Eltern dient als dem tatsächlichen Schutz von Jugendlichen. Problem dabei ist aber dass sich der Jugendschutz mittlerweile eigentlich kaum mehr vernünftig umsetzen lassen würde. Jeder Jugendliche der ein wenig computeraffin ist besorgt sich die Version eines Spiels dass er haben will. Entweder kauft er den Spielekey online und umgeht die Alterskontrolle, kauft online im Ausland und bekommt Keys für in Deutschland indizierte Titel oder er saugt sich das Game direkt für lau aus dem Netz. Oder...da Skyrim hier ja ein Thema ist...er moddet sich das Game zurecht. Ich hab mir damals Fallout 3 bei Release direkt gekauft und hab erst später bemerkt, dass es die geschnittene Version war. Anderthalb Tage nach Release gabs den Patch um von cut auf uncut umzustellen. Skyrim ist in der Hinsicht noch schlimmer. Abgesehen von den Dutzenden Mods welche die grafische Gewalt ins Extreme treiben hast du da auch noch unzählige Mods die neue Gameplayelemente hinzufügen die von gruselig über Horror und Gore bis zu total sickem Shit reichen.
Ein Modell das bei vielen Publishern/Entwicklern mittlerweile wohl starkes Interesse weckt, ist es das Spiel global einfach in einer gewaltfreien für den Jugendschutz unbedenklichen Fassung zu verkaufen um dann kostenlos Patches und DLCs bereitzustellen oder im Netz zu verbreiten um die Gewalt wieder ins Spiel zu bringen.
Wenn die Eltern oder Erwachsenen also tatsächlich nicht wollen, dass ihre Kids sowas spielen dann müssten sie eigentlich selber den Arsch hochkriegen und ihre Kids kontrollieren.

Was die SPIO/JK angeht...ich sehe da jetzt nicht wo gerade bei denen Kunstzensur reinspielt. Die tun doch eigentlich das Gegenteil. Wenn die einen Titel prüfen und "keine schwere Jugengefährdung" feststellen darf der ganz normal wie FSK/USK 18 Titel ausgestellt und verkauft werden ohne dass dem Händler dafür später jemand gegen den Karren fahren kann. Das ist doch förderlich für den Vertrieb.

Dennoch halte ich die erteilten Freigaben teilweise für fragwürdig,

Ich finde die Freigabe da eigentlich ziemlich gut getroffen. Skyrim spielt in einem Fantasysetting. Es gibt sprechende Drachen, Monster und Magie. Der Spieler hat durch das Setting mehr als genug Distanzierungsmöglichkeiten um das Spiel halt als Spiel zu erkennen. Weitherin nimmt der Spieler im Game die Rolle des Chosen One ein der losziehen soll um die Welt zu retten. Fast alle Aufgaben in Skyrim sind grundsätzlich "guter" Natur. Beschütze das Dorf, töte das böse Monster, befreie die Prinzessin. Selbst bei den paar "bösen" Quests die Skyrim beinahaltet bescheisst oder "ermordet" man dann meistens nur "böse" NPCs oder Monster. Es gibt nur ne Handvoll Quests die tatsächlich "evil" sind. Andere "menschliche" NPCs mit denen man sich grundsätzlich in die Haare bekommt wie die zahlreichen Banditen sind dem Spieler auch default aggressiv gegenüber. Man verteidigt sich dort nur.
Als Spieler hat man zwar die Möglichkeit, wie du sagtest, herumzulaufen und ganze Dörfer zu entvölkern. Aber da hast du dann trotzdem in jedem Dorf mehr als ne Handvoll von NPCs die essential sind und die der Spieler nicht umbringen kann egal was er tut, so dass wieder Distanzierungsmöglichkeiten gegeben sind. Wichtiger ist aber dass dies eben nicht der Fokus oder der Sinns des Spiels ist. Der Spieler wird nirgendwo dazu aufgefordert so etwas zu tun, noch wird so ein Verhalten irgendwie vom Game belohnt. Im Gegenteil, das Game wird dadurch irgendwo unspielbar weil man nen Haufen für Quests wichtige NPCs umbringt.

Was die Enthauptungsszenen angeht: Von einem 16 Jährigen kann man erwarten, dass er über genug geschichtliches Hintergrundwissen verfügt um die Enthauptungen im Kontext des Settings zu sehen. Insbesondere da das Spiel vor jeder Enthauptungsszene noch mal elend lange dazu ansetzt zu erklären, dass es um Verrat geht und es die übliche Bestrafung ist usw.

und zudem kenne auch ich ja die Mods für diverse Konsolenspiele aus der Mitte und vor allem dem Ende der 90er.

Mal aus Neugierde...welche Mods für Konsolenspiele aus der Mitte und Ende der 90er meinst du denn da?

MfG
Sleepy
Was du heute kannst besorgen, ist mit Sicherheit nicht derart wichtig, dass es sich nicht auch verschieben lassen würde!

Rônin

Shinjidai

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Montag, 8. Mai 2017, 18:24

Das ist doch förderlich für den Vertrieb.
Kriegt dein Titel das "SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich"-Siegel, darf nicht mehr im Laden ausgestellt und nur noch auf Nachfrage verkauft werden; ist essentiell das gleiche wie bei ner Indizierung. Macht wenig Sinn, weil der Titel wie gesagt eh nur für Erwachsene ist, jetzt aber dafür gesorgt wird, dass man die Zielgruppe tendenziell nicht anwerben kann. Durch eine staatliche Auflage wird also der freie Vertrieb der Kunst erschwert - das ist eine Definition von Zensur und weit entfernt von Jugendschutz.

Bei Games ist es ohnehin ne ganze Ecke absurder, insbesondere in Deutschland. Der Clou ist, dass das deutsche Recht Games einfach nicht als Kunstform betrachtet und dadurch nicht schützt. Inhalte müssen entfernt werden, oder der Vertrieb wird verboten - viel, viel schneller und üblicher als bei ner Beschlagnahmung bei Filmen. Netter Artikel:

5 Weird Ways Germany Has Censored Video Games
http://www.dorkly.com/post/80945/germany-censorship

Though movies like Iron Sky made it to theaters relatively unscathed (despite featuring swastikas worn by Nazis living on the moon), games don't have the same protections in the country. Meaning that any use of the swastika in a video game is strictly verboten. So if you're the developers of something like 10 Second Ninja (seen above) and your main character is fighting Nazi robots in levels full of swastikas, you'll have to make some compromises.
Is it fair that video games have to censor themselves while Indiana Jones remains uncut? Well, not really. But as we'll see throughout the next few entries, the German government doesn't recognize games as art, and thus doesn't offer it the same protections as other mediums.
"This world can just crumble for all I care! It's time to start the biggest war of the century!"

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Davy Jones (31.05.2017)

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Montag, 8. Mai 2017, 22:44

Kriegt dein Titel das "SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich"-Siegel, darf nicht mehr im Laden ausgestellt und nur noch auf Nachfrage verkauft werden;

Die SPIO/JK Siegel haben nichts mit den Verkaufsauflagen zu tun. Die Siegel sorgen nur dafür dass die Händler von ihrer strafrechtlichen Verantwortlichkeit durch den Verkauf der Titel entbunden sind.

Fällt ein Titel bei der FSK/USK durch und erhält gar keine Freigabe ist das für die Händler ein Problem. Solche Titel landen zwangsläufig auf dem Index. Aber es hat ja nen Grund dass sie keine Freigabe erhalten haben. Und in den meisten Fällen führt dieser Grund dazu dass die Staatsanwaltschaft sich den Titel anschaut und über ne Beschlagnahmung entscheidet. Und eine Beschlagnahmung eines Titels wäre für den Handler dann ein Problem weil er sich durch den Verkauf des Titels strafbar gemacht hätte und dafür belangt werden könnte.

Händler in Deutschland warten daher bei Titeln ohne Freigabe bis zu der Entscheidung "Beschlagnahmung oder nicht" ab. Kommt es nicht zur Beschlagnahmung verkaufen sie den Titel mit den Auflagen die für indizierte Spiele gelten. Aber das ist für die Publisher/Entwickler/Produzenten der Titel ein Problem weil es ne ganze Weile dauert bis es zu dieser Entscheidung kommt. In der Zwischenzeit haben sie dann ein fertiges Produkt dass sie nicht los werden.

Und dafür sind die Siegel da. Die können nur vom Publisher/Entwickler/Produzenten selbst beantragt werden wenn ihr Titel eben gar keine Freigabe von der FSK/USK erhalten hat. Dann wird sehr schnell ein Gutachten erstellt und der Titel fällt entweder erneut durch oder erhält eben "keine schwere Jugendgefährdung" oder "strafrechtlich unbedenklich".

Mit "keine schwere Jugendgefährdung" dürfen Händler den Titel dann effektiv wie einen Titel mit FSK/USK 18 behandeln und auch so verkaufen. Und da spielt es keine Rolle was dann später entschieden wird, dem Händler kann man dann nichts mehr (sofern er den Titel dann halt auch FSK/USK 18 gerecht verkauft). Gleiches gilt dann für "strafrechtlich unbedenklich". Händler dürfen den Titel dann effektiv wie einen indizierten Titel behandeln und verkaufen ohne befürchten zu müssen dass irgendwer später was entscheidet und die Polizei ihn dann wegen der "Verbreitung von Schriften mit volksverhetzendem Inhalt" oder so was abführt.

Unterm Strich sorgen die SPIO/JK Siegel nur dafür dass Titel früher von Händlern verkauft werden. Aber die Siegel selbst sorgen für keinerlei Auflagen was den Verkauf oder Ähnliches angeht.

Bei Games ist es ohnehin ne ganze Ecke absurder, insbesondere in Deutschland. Der Clou ist, dass das deutsche Recht Games einfach nicht als Kunstform betrachtet und dadurch nicht schützt. Inhalte müssen entfernt werden, oder der Vertrieb wird verboten - viel, viel schneller und üblicher als bei ner Beschlagnahmung bei Filmen.

In vielen Bereichen haben sich Games und Filme aber schon sehr krass angenähert. Wenn die in nem Film nen Kopf abreissen, wird man das auch in nem Game finden. Einzig Nazisachen sind bei Games nen rotes Tuch. Aber solange das Game halt nicht irgendwie verfassungsfeindlich ist und beschlagnahmt wird, besorgt man sich eben die Uncut oder Original Version. Und dann mag das vielleicht Zensur sein...aber es geht um Hakenkreuze in Spielen mit Nazizombies. Ich empfinde das dann nicht wirklich als Angriff auf die Demokratie.

Und der Artikel sagt es ja selbst. 2016 kamen zum Beispiel Games wie DOOM zu 100% uncut durch. Der einzige große Titel der auf dem Index landete war Hatred.
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Rônin

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Dienstag, 9. Mai 2017, 19:29

Aber die Siegel selbst sorgen für keinerlei Auflagen was den Verkauf oder Ähnliches angeht.
Ein Film, auf dem das steht, unterliegt sehr wohl Auflagen, was den Verkauf oder Ähnliches angeht; und zwar denen, die ich bereits zuvor nannte.
„SPIO/JK geprüft: strafrechtlich unbedenklich“ Ein derartig gekennzeichnetes Medium unterliegt automatisch den Vertriebs- und Werbebeschränkungen nach § 15 JuSchG Abs. 1 Nr. 1–7; die SPIO geht somit von einer schweren Jugendgefährdung aus. Daher darf ein solches Medium nicht offen im Handel ausgestellt werden. Nur auf gezielte Nachfrage volljähriger Personen darf das Medium „unter der Ladentheke“ verkauft werden. Es ist damit indizierten Titeln gleichgestellt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Altersfrei…_Pr.C3.BCfungen
Jeder andere Aspekt daran, den du erklärst, ist zwar korrekt, aber für den von mir gemachten Punkt irrelevant - der da war, dass es keinen Sinn macht, technisch gesehen "Einstufungen" über FSK und USK 18 zu haben. Darunter fallen auch Indizierungen, und die werden von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, die in Deutschland für den medialen Jugendschutz zuständig ist, vorgenommen. Es hat aber nichts mit Jugendschutz zu tun, wenn ein Erwachsener sich nen Film unter dem Tisch kaufen muss, statt ihn sich aus nem Regal holen zu können. Und definitiv sind großflächige Bewerbungsverbote schädlich für nen Vertreiber.
Das mit den Verkäufen unter dem Tisch beeinflusst nen gezielten Käufer nicht; es geht mir einfach darum, dass man an diesen Punkten gut sieht, dass Jugenschutz zu oft nichts damit zu tun hat, dass Jugendliche vor irgendwas geschützt werden.

Ich empfinde das dann nicht wirklich als Angriff auf die Demokratie.
Kein anderer Staat auf Deutschlands HDI-Niveau zensiert seine Games so streng bzw. schützt sie so wenig. Ist halt vor allem n bisschen peinlich. Ignoranz gegenüber Kunst und Kultur sollte kein Markenzeichen Deutschlands sein.
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Sleepy

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Mittwoch, 10. Mai 2017, 23:02

Ein Film, auf dem das steht, unterliegt sehr wohl Auflagen, was den Verkauf oder Ähnliches angeht; und zwar denen, die ich bereits zuvor nannte.

Ja aber deswegen weil er nach wie vor auf dem Index bzw auf einer der Indexlisten steht und nicht wegen dem Siegel. Das Siegel beschenigt nur etwas über den Inhalt um die Händler von ihrer Verantwortung zu befreien. Das muss dann ja nicht mal die SPIO Juristenkommission sein. Der Publisher könnte ne beliebige Juristenkommission zusammenrufen. Dann dürfte der Titel sich eben "juristisch geprüft" draufdrucken und die Händler wären genauso von ihrer Verantwortung befreit. Rein theoretisch (was in der Praxis halt einfach nicht geschieht) könnte die SPIO/JK auch "König der Löwen" prüfen und der darf sich dann auch "strafrechtlich unbedenklich" draufdrucken. Der dürfte dann trotzdem entsprechend seiner FSK Freigabe verkauft werden und muss nicht "unter der Theke" gehandelt werden. Weil er eben nicht auf dem Index steht. Daher auch meine Aussage dass die Siegel selbst nichts mit Zensur oder ähnlichem zu tun haben.
Jeder andere Aspekt daran, den du erklärst, ist zwar korrekt, aber für den von mir gemachten Punkt irrelevant - der da war, dass es keinen Sinn macht, technisch gesehen "Einstufungen" über FSK und USK 18 zu haben.

Es macht schon Sinn. Wie zum Beispiel bei Titeln die gar nicht erst der Prüfung durch die FSK/USK vorgelegt werden um das gesamte System zu umgehen. Die fallen dann mittlerweile auch in diese Einstufung über FSK/USK 18., sprich Index. Da gehts dann mehr um die rechtliche Handhabe.
Es hat aber nichts mit Jugendschutz zu tun, wenn ein Erwachsener sich nen Film unter dem Tisch kaufen muss, statt ihn sich aus nem Regal holen zu können.

Es geht dabei ja nicht darum, die Kids dadurch zu schützen, dass sie die Spiele nicht bei den Händlern rumliegen sehen oder sowas. Die besondere Behandlung dieser Titel soll auch bei den Erwachsenen das Bewusstsein für das besondere Gefahrenpotenzial dieser Titel schärfen. Da kann man dann natürlich über die Umsetzung oder Effektivität streiten. Aber die Erwachsenen/Eltern stärker in die Verantwortung zu ziehen ist in Sachen Jugendschutz meiner Meinung nach eigentlich die effektivere Richtung als der Crap der momentan gilt. Wenn man es denn richtig macht.
Und definitiv sind großflächige Bewerbungsverbote schädlich für nen Vertreiber.

Ich sehe das bei Games nicht so gegeben. Zum Beispiel ist die Berichterstattung bis zur Veröffentlichung ja vorhanden. Und wenn sich abzeichnet dass es da zur Indizierung kommt generiert das normalerweise einen Hype um das Spiel. Der ist für die Entwickler dann oft wertvoller als normale Werbekampagnen oder die Möglichkeit das Game irgendwo physisch auszustellen. Desweiteren haben Indizierungen bei qualitativ guten Games keinerlei Einfluss auf Spieleranzahl oder Spieldauer wenn man Steam Glauben schenken darf.
Kein anderer Staat auf Deutschlands HDI-Niveau zensiert seine Games so streng bzw. schützt sie so wenig.

Das stimmt nur teilweise. Letztes Jahr kam DOOM ungeschnitten mit USK 18 in den Handel. Im Jahr davor kam Mortal Kombat X ungeschnitten mit USK 18 in den Handel. Zusammen mit den Wolfensteingames bilden diese Franchises ja eigentlich das magische Indextrio. Und auch Wolfenstein: New Order musste was grafische Gewaltdarstellung oder brutale Gameplayelemente angeht nicht von den Entwicklern für den deutschen Markt angepasst werden. Sie mussten aber Elemente die irgendwas mit Nazis zu tun hatten verändern. Und das hat in Deutschland nun mal einen rechtlichen Hintergrund. Schreit ja auch keiner Zensur wenn den rechten Spinnern ihre Hakenkreuzflaggen weggenommen werden weil die verboten sind. Aber das gilt dann eben auch für Games. Da dann mit "Games sind wie Filme doch auch Kunst" ist meiner Meinung auch kein vernünftiger Ansatz. Würde Deutschland das so zulassen, gehe ich jede Wette dass es 2 Wochen dauert bis der erste rechte Hirnie nen Game wie "Konzentrationslager Tycoon" oder so ne Scheisse auf den Markt bring und dann drauf beharrt dass es ja auch Kunst ist. Und um so einen Bullshit schon mal gar nicht erst zu zulassen, fahren sie halt bei Games und Nazisachen oft eine Null-Toleranz Politik.

Daher...normale Gewalt ist mit USK 18 erhältlich und wenn ich unbedingt korrekte Hakenkreuze auf den Armbinden von Nazizombies sehen will bevor ich sie umballere investiere ich halt die eine Minute mehr um mir die indizierte Version zu besorgen. Ich sehe da einfach nicht wieso Deutschland da so schlimm sein soll. Früher war das so, keine Frage. Aber Deutschland hat sich da mittlerweile angepasst.

Und da es grad irgendwie passt:
http://de.engadget.com/2017/05/10/mutter…t-crystal-meth/
Jugendschutz funktioniert halt auch nur wenn die Eltern keine Vollidioten sind :mrgreen:
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sleepy« (10. Mai 2017, 23:33)


mister x

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Freitag, 12. Mai 2017, 10:22

Was Nazisymbole angeht,in Filmen ist es erlaubt in Videogames nicht,das ist idiotisch
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Dienstag, 23. Mai 2017, 11:04

Weil Spiele nicht als Kunst anerkannt werden.


Allerdings glaube ich nicht dass ein rechter Spieleentwickler so ein Spiel entwickeln würde, die würden eher was entwickeln was Nazis gut darstehen lassen würden.

Deutschland hat allerdings nicht den strengsten Jugendschutz (gemeint ist jetzt nur die "westliche Welt") sondern Australien ist da noch schlimmer.

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