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Knurzhart

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Dienstag, 16. Juni 2015, 10:54

Zitat

das eigene Ich auf einen Rechner zu laden


Das wäre ebenfalls eine Form des Abschreibens. Und damit wäre es nicht mehr das höchstpersönliche Ich. Ich definiert sich, zumindest nach meinem Glaubensstand, am Bewusstsein und Unterbewusstsein. Beides wird durch die immerwährende Aktivität der Neuronen entweder des Ganzen Gehirns, oder zumindest eines bestimmten Teils des Gehirns, sowie durch seine Struktur definiert. endet die Aktivität der Neuronen, endet das Ich. Wird es dann wieder eingeschaltet in denselbigem Gehirn, erzeugt sich auf Grundlage der physiologischen Struktur wieder ein NEUES Ich. Also auch nicht mehr man selbst höchstpersöhnlich. Inwiefern das Gehirn abschalten und wieder anschalten überhaupt möglich ist, keine Ahnung. Und inwiefern dieses neue Ich dem eigenen Ich entspricht, oder ob es tatsächlich genau dasselbe ist, weiß ich genauso wenig.



Das hat alles nichts mit Lernfähigkeit oder sonstiges in deinem Post zu tun Manetuwak. Es geht um den Prozess, der mit der Bildung des Fetus im Mutterleib begann, dass unser Gehirn aktiv ist und mit unserem Hirntod enden wird, dass das, ich nenne es mal elektrische Feld, als Ergebnis der neuronalen Aktivität, enden wird.
"Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt." -Angela Dorothea Merkel

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Manetuwak

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Dienstag, 16. Juni 2015, 11:06

Das wäre ebenfalls eine Form des Abschreibens.
Aber die deutlich detailierte Form. Dafür müsste es aber erst einmal möglich sein, auch die gemachten Erfahrungen auf die Platine zu bannen. Allein die Vorstellung ist schon extrem fordernd aber wir haben schon andere Dinge geschafft, von denen es lange Zeit hieß "unmöglich".
Und damit wäre es nicht mehr das höchstpersönliche Ich.
Wieso nicht? Wenn doch du als neuronale Gesamtheit übertragen würdest, wo ist dann der Unterschied? Natürlich ist das entsprechende technische System dazu in der Lage dich nicht nur vollständig aufzunehmen, sondern dir alle Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zu geben. Eben nicht nur die Musik CD, die nur einen, nicht mehr erweiterbaren Inhalt hat. Sondern ein Programm, dass übertragen wird und anschließend alle Möglichkeiten hat sich zu entwickeln, mit seinem neuen Körper Erfahrungen zu machen, zu lernen, zu fühlen.
Beides wird durch die immerwährende Aktivität der Neuronen entweder des Ganzen Gehirns, oder zumindest eines bestimmten Teils des Gehirns, sowie durch seine Struktur definiert.
Die Neuronen sind eben jetzt hocheffiziente Mikrochips die untereinander beständig Signale austauschen aber auf elektronischer Basis und nicht mehr biochemisch.
endet die Aktivität der Neuronen, endet das ich.
Tut es das dann? Bislang ist doch noch keiner vom Hirntod zurück gekehrt ohne massive neuronale Schäden. Diese armen Menschen waren natürlich nicht mehr jene, die sie waren bevor ihnen geschah was geschah. Wenn aber ein Mensch den Hirntod erleidet und wir es irgendwie schaffen die Hirnstruktur vollständig in Takt zu halten und wir ihn dann zurück in's Leben holen, dann müsste er doch noch der gleiche sein oder? Mal davon abgesehen, dass er uns vermutlich über seine Nahtoderfahrungen berichtet und ihn dies wieder prägen wird, sodass wir einen veränderten Menschen vor uns haben.
Wird es dann wieder eingeschaltet in denselbigem Gehirn, erzeugt sich auf Grundlage der physiologischen Struktur wieder ein NEUES Ich.
Möglich, aber nur auf Grund der neu gemachten Erfahrungen.
Inwiefern das Gehirn abschalten und wieder anschalten möglich ist, keine Ahnung.
Derzeit leider gar nicht. Nur auf Kosten massiver Schäden.
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Dienstag, 16. Juni 2015, 11:16

Ich glaube, du verstehst nicht was ich meine, oder ich verstehe dich nicht.^^

Rein hypothetisch

Selbst wenn man in der Lage wäre, eine perfekte, bis auf jedes Ion exakte Kopie des Gehirns zu erzeugen. und es auch ohne Probleme "einschalten" könnte, wäre es niemals das ICH des kopierten Gehirns. Es wäre absolut identisch, eben eine meisterliche Kopie, aber nicht das ICH. Dasselbe gilt für dein digitalisieren. Du müsstest dafür erstmal eine Matrix erschaffen, ein digitales Gehirn. Auf diese Matrix "überträgst!" du denn sämtliche Neuronen. Das kann aber ausschließlich über ein Abbild geschehen. Und selbst wenn du ganz genau jede Aktivität der Neuronen identisch umsetzt ist es nicht ICH. Wie ich auch gesagt habe, dafür habe ich keine Beweise nur meine eigene Logik. Endet die Aktivität der Neuronen, endet das ICH. Schafft man es rein hypothetisch sie wieder anzuschalten, ohne jegliche Probleme und Komplikationen, entsteht wieder ein neues Bewusstsein. Solange es das originale Gehirn ist, räume ich die Möglichkeit ein, das dieses NEUE Ich, dass richtige, höchstpersönliche ICH sein kann. Anders nicht.



Am liebsten würde ich dir ja jetzt ein Schema zeichnen worauf ich hinaus will aber dafür fehlen mir die Möglichkeiten.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Knurzhart« (16. Juni 2015, 11:24)


Manetuwak

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Dienstag, 16. Juni 2015, 11:34

^^ wir meinen glaube ich sogar das Gleiche, mit dem Unterschied, dass ich auch die Übertragung aller Erfahrungen auf ein künstliches System für mehr als nur ein Gedankenspiel halte.

Derzeit ist das Problem weniger die nachzubauende und notwendige Matrix sondern viel mehr unser noch unvollständiges Verständnis des "Ich"'s. Was ist das? Ausschließlich Erfahrung die sich in ein plastisches Gehirn einprägt oder eben doch etwas das nur mit einer Seele möglich ist?

Ich persönlich bin ja 1. Ansicht aber die erhebt natürlich keinen Anspruch auf Richtigkeit. Auch bei mir reine Logik^^ aber von einem anderen Standpunkt. In mir gibt es keinen Glauben. Für diese Saat biete ich keinen fruchtbaren Boden
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Dienstag, 16. Juni 2015, 11:52

Zum 1. Punkt stimme ich dir zu, mit Einschränkung. Das Bewusstsein baut natürlich in seiner Ausprägung auf den physiologischen Grundlagen auf. Die kann man mehr oder weniger gut kopieren, in Zukunft wahrscheinlich identisch, biologisch und digital. Aber das Bewusstsein baut auch auf einem Arbeitsprozess auf, dem der Neuronen. Damit ist es daran gebunden. Endet dieser Prozess, endet auch das Bewusstsein (oder auch Ich). Man stirbt sozusagen. Jeder Schritt des Abschreibens, egal wie kleinschrittig er sein mag, erzeugt einen neuen Arbeitsprozess, anderer Neuronen oder Bits oder Quanten. Neuer Arbeitsprozess, neues Ich, nicht dasselbe, Originale. Ich bin in der Hinsicht sehr materialistisch.
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Manetuwak

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Dienstag, 16. Juni 2015, 11:59

Aber das Bewusstsein baut auf einem Arbeitsprozess auf, dem der Neuronen.
Ist dem so? Hast du da etwas zum rein lesen parat?
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Dienstag, 16. Juni 2015, 12:05

Nein leider nicht. Nur meine Logik und mein gesunder Menschenverstand. Dennoch bin ich mir in dem Punkt ziemlich sicher. Würde mich wundern, läge ich damit falsch.Deswegen die frühere Formulierung, "...mein Glaubensstand..."
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Sonntag, 21. Juni 2015, 23:13

http://www.scholarpedia.org/article/Models_of_consciousness

Ein interessanter Link zu einer Website auf der verschiedene Modelle des Bewusstseins erwähnt und kurz umrissen werden, und meine Aussage bestätigen.



//edit

Und noch einer

http://www.scholarpedia.org/article/Neur…f_consciousness

Zusammenfassung, Man weiß nicht was Bewusstsein ausmacht aber ohne Neuronen und viel wichtiger, ihrer Tätigkeit, gibt es kein Bewusstsein und damit auch kein Ich. Endet die Tätigkeit der Neuronen stirbt man sozusagen.
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