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Edik21

Alien

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1

Dienstag, 9. November 2010, 09:49

Deutsche Mythologie

Hallo
mir kommt es so vor als hätten wir deutsche gar keine mythologie und mythen über geister etc.

Deswegen will ich mehr davon hören weil mich das sehr interessiert.

Kennt ihr Mythen aus Deutschland?

Mfg Edik21




Bitte verschieben falls im falschen thread

EDIT Cat:
Verschoben ;) Zu Mythen passt es viel besser!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Edik21« (9. November 2010, 09:57)


Zweifler

Geisterjäger

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2

Dienstag, 9. November 2010, 10:06

Hm was ist mit Beowulf. oder die Niebelungen. oder die Edda Lieder und Dichtungen.

Geschichten über Riesen und Zwerge sowie Fabelwesen.
Oder geselschaftlicher Glaube. Tieropferung für die Götter usw. Germanische Mythologie. Ist weit verbreitet. Selbt in dem Märchen die die Gebrüder Grimm aufgeschrieben haben exsistiert vielerlei HInweise auf Germanische Mythologien.

Edik21

Alien

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3

Dienstag, 9. November 2010, 10:15

Danke

Hm was ist mit Beowulf. oder die Niebelungen. oder die Edda Lieder und Dichtungen.

Geschichten über Riesen und Zwerge sowie Fabelwesen.
Oder geselschaftlicher Glaube. Tieropferung für die Götter usw. Germanische Mythologie. Ist weit verbreitet. Selbt in dem Märchen die die Gebrüder Grimm aufgeschrieben haben exsistiert vielerlei HInweise auf Germanische Mythologien.
Hey Danke ich wusste gar nicht das Beowulf zur Germanischen Mythologie gehört.

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Böser, fieser Chauvi

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4

Dienstag, 9. November 2010, 11:22

Der germanische Glaube beinhaltet, dass die glorreichen Streiter von den Walküren in die Heldenfestung Walhalla geführt werden, nachdem sie auf dem Schlachtfeld fielen.
Alle anderen wandern in die Hel, das Totenreich der nordischen (und germanischen) Mythologie.

Da die Geschicke der Welt und der Menschen in der Hand der Götter lagen, gab es keine Begründung an Spuk oder Geisterwesen zu glauben.
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Ragnarsson

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5

Dienstag, 9. November 2010, 12:58

Man sollte und darf Germanisch nicht mit deutsch verwechseln. Das sind 2 Paar schuhe. Deutsch würde auch keltisch, bajuwarisch etc beinhalten.
Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

Rônin

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6

Dienstag, 9. November 2010, 16:17

Zitat

Man sollte und darf Germanisch nicht mit deutsch verwechseln.
Man sollte eher unterscheiden zwischen dem mitteleuropäischen und dem skandinavischen Germanisch. Das deutsche Gebiet war ein wichtiger Teil des alten Germaniens - und wenn wir uns nicht der Geschichte bedienen dürfen die sich hier bei uns abgespielt hat, nur weil es eine völlig andere Welt war, dann haben wir eigentlich gar keine Geschichte, denn Deutschland so wie es ist gibt es erst seit 60 bzw. 20 Jahren.
@ Edik21: Dann musst du ja einges nachholen. :mrgreen:
Germanische Mythologie, besonders die Edda (die du dir übrigens auch kaufen kannst). Die Keltische und Nordische Mythologie eher mit Vorbehalt, weil Deutschland eben eher von Germanen bevölkert war.
Und dann ganz wichtig natürlich die Christliche Mythologie (nicht unbedingt Theologie) mit all ihren Hexen, Dämonen und Monstern. Davon solltest du ja zumindest mal was gehört haben, gelle? ;)
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Dienstag, 9. November 2010, 16:51

Da bist du leider im Unrecht Ronin denn der grösste Teil des heutigen Deutschlands war nicht germanisch sondern Keltisch sowie fränkisch und alemannisch. Der ganze Süden war bajuwarisch und nur ein Teil im Norden war germanisch.
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8

Dienstag, 9. November 2010, 17:43

Ich würde sagen, das kommt auch auf die jeweilige Zeit an. In der Eisenzeit waren die Kelten hier weiter verbreitet,
(Karte) zur Zeit der Römer dann die Germanen (Karte).
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Böser, fieser Chauvi

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9

Dienstag, 9. November 2010, 17:52

Ist dies jetzt gerade enorm ausschlaggebend?
Zugegeben: Ich interessiere mich für die Mythologien jener Zeit und bin auch interessiert daran die entsprechenden Hintergründe zu erfahren ...

... aber klärt dies für uns nun genauer, inwieweit es "deutsche Geistergeschichten" gibt?
"Deutsch" ist ein Begriff, der erst seit einigen hundert Jahren verwendet wird. Natürlich mag es da im Volksglauben die eine oder andere Sage und Geschichte zu geben, angefangen von den Wiedergängern auf Sylt bis hin zu Kutschengeistern in Bayern.

Wenn jedoch von "Mythologie" gesprochen wird, dann denke ich an die Götter- und Heldensagen. Die bereits erwähnten Geschichten rund um die Nibelungen, wie auch die Geschichten der Asen. Und dabei ist zwar zu unterscheiden zwischen "nordisch" und "germanisch", doch sind sich die Mythologien im Groben sehr ähnlich. Wen juckt es, ob der Gott nun Donar oder Thor heißt? Macht es einen Unterschied, ob es Odin oder W(u)otan ist?

Zu damaligen Zeiten glaubten die Menschen nicht an wiederkehrende Geister/Seelen, denn die einen landeten im Totenreich und die anderen bei Met am großen Festtisch. Spukgestalten gab es (meines Wissens nach) keine - Unerklärliches wurde den Göttern nachgesagt, die in Menschengestalt auf der Erde wandelten und ihre Zerstreuung suchten.


Wie gesagt: Ich will der interessanten Diskussion nicht in die Parade fahren, sehe aber nicht so ganz den direkten Bezug zur ursprünglichen Frage des Threaderstellers.
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10

Dienstag, 9. November 2010, 18:13

Nun das stimmt leider so rein garnicht Zensur. Man hat nicht alles auf Götter geschoben. Es gab durchaus auch Geister und Spukerscheinungen jedoch in anderer Form. Geister entsprangen nicht toten Menschen sondern der Natur. Es gab einige Geister dennen man Wegzoll und dergleichen bezahlt hat. Etwa für eine sichere Überfahrt über einen Fluss mit einer Fähre, dem Geist einer Brücke etc. Auch gab es desöfteren Geister von Wäldern, vergleichbar mit Nymphen die sich ein menschliches Aussehen gaben, jedoch der Natur entsprungen sind. Das gab es auch als böse Variante z.b in Sümpfen. Da gab es nebst den Irrlichtern auch böse Geister, die Menschen tief in das Moor oder den Sumpf gelockt haben um sie zu töten. Es gab nur in einem Fall Geister die auf Menschen zurückzuführen waren und das waren "Schutzgeister". Dass der Geist von verstorbenen (zumeist reichen und/oder mächtigen) Menschen in ihrem Grabhügel wachen und die habe und den Leichnam vor Eindringlingen beschützen. Bestes Beispiel hierfür ist Avalon bzw das Grab von König Artur, dass zum einen "unsichtbar" bzw "unauffindbar" wurde, bis die Insel den guten wieder braucht, aber zum Zweiten auch von 9 Geistern von Männern aus seiner Haustruppe bewacht wird/wurde, sollte es doch gefunden werden.
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11

Dienstag, 9. November 2010, 18:27

Da würde es nun tatsächlich von Nöten sein zu klären, was "deutsche", was "germanische", was "nordische" und was sonstige Mythologie wäre.

König Artus ist (nach meinem Kenntnisstand) ein Verfechter des Christentums gewesen, in dem eine vollkommen andere Sichtweise gegenüber Geistern und Spuk besteht, da es sich in diesem Glauben bei Geistern um die "Seelen" von Verstorbenen handelt.
Nehmen wir das heutige Verständnis von Geistern und Spuk (also dem Umgehen ruheloser Seelen), so scheiden nach meinem Dafürhalten christliche Glaubensvorstellungen genau so aus wie "Naturgeistern", denn derlei Gestalten finden sich in allen möglichen Glaubensformen und Geschichten als Elfen, Kobolde, Nymphen, etc ...
Auch "Schutzgeister" scheiden meines Erachtens nach aus, denn wenn ich die eingangs gestellte Frage richtig verstanden habe, so geht es in erster Linie um Spukgeschichten aus vergangenen Zeiten, die sich innerhalb der Grenzen des heutigen Deutschlands abspielten. Und da sind mir nunmal nur die moderneren Storys bekannt, die nahezu jede ländliche Gemeinde runter beten kann.

In erster Linie wäre es wohl das sinnigste abzuwarten, bis der Threadersteller noch einmal eine konkretere Fragestellung nachliefert.
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12

Dienstag, 9. November 2010, 18:32

Nunja Artus war keine reele Person und wenn man Fakten wie Merlin etwa mit heranzieht, sieht man dass Christ sogleich ausscheidet, denn Christentum und Magie versteht sich so in keinster Art und Weise ;) Auch die Zeit in der er gelebt haben soll, war mit Christentum noch nix auf der Insel denn um ca 500 n. Chr war da noch nicht viel los mit Christentum. Das kam erst so gegen 900 auf der Insel zur Geltung. Bis etwa 1100 hatte man auf der Insel dann noch Streitigkeiten Christentum gegen Germanismus, da um 1000 fast ganz England von Dänen und Norwegern überrannt wurde.
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13

Dienstag, 9. November 2010, 18:44

Zitat

denn Christentum und Magie versteht sich so in keinster Art und Weise
Doch, doch, es gibt ja mehrere Arten von Magie. Der Vatikan missbilligt Harry Potter, weil in den Büchern ausschliesslich "schwarze" Magie eingesetzt wird, die den Anwendern persönliche Vorteile verschafft, und diese Art von Magie kann man nur bekommen, wenn man den Satan anbetet.
Weiße Magier gibt es aber in der christlichen Mythologie genug. Bestes Beispiel ist Moses, der Gott um Beistand gebeten hat, und dadurch kurzzeitig die Kraft bekommen hat, das Rote Meer zu teilen. Er hatte ja sogar einen Zauberstab, seinen berühmten Stock.
Das hier wäre ein christlicher, reiner Magier, der sich ritualartig und mit Gebeten auf einen gottgegebenen Zauber vorbereitet. Das hier ist dann der Unterhaltungszauber, der sich später daraus entwickelt hat. Noch später kam es dann zu den Hexenverfolgungen, eben weil man bestimmten Frauen vorgeworfen hat, ihre Kraft vom Teufel bekommen zu haben.
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Dienstag, 9. November 2010, 18:51

Nein. Du definierst die Magie einfach anders. Im Christentum gibt es Wunder und Magie. Magie = böse, Wunder = gut. Das ist reine Wortklauberei. Ob du es nun Wunder, weisse Magie oder sonstwas nennst. Für den Vatikan ist alle Magie böse. Deswegen nennt er "seines" ja auch Wunder und nicht Magie. Und der Punkt ist ja der, dass Wunder nicht der Mensch macht, sondern der Mensch nur Werkzeug für göttliches Handeln ist. Weil ja Gebet etc. Magie ist immer böse weil sie vom Teufel kommt. Und da ist es egal was mit dieser Magie gemacht wird. Auch "Heiler" wurden als Ketzer oder Häretiker verbrannt bzw bestraft. "Ich leg dir die Hand auf und heile dich" war nicht, solang es kein Priester war der meinte "mit der Hilfe von Gott heil ich dich"
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Dienstag, 9. November 2010, 21:10

Nabend...

Mal zurück zur Ausgangsfrage und ab von der Kelten-Germanen-Nordmann-Diskussion:
Es gibt in ganz Deutschland verteilt viele jüngere regionale Legenden, Sagen, Mythen und Geschichten. Mal ein paar Beispiel aus meiner Heimat, der Lewitz (in MeckPomm): hier erzählte man sich im 18. und 19. Jahrhundert noch Geschichten von Lindwürmern, Drachen, den Unterirdischen (die lewitzer Version der Zwerge), Frau Waur und der Wilden Jagt, und Wettstreits mit dem Teufel. Und das alles auf einem Gebiet von nur 16.800 Hektar.
Vielleicht suchst du erstmal nach regionaler Mythologie. Du könntest ja auch das Gebiet aus dem du kommst hier posten, vielleicht kommt ja ein anderer User aus der Nähe und kennt dort einige Mythen.

lg Davy
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