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Paradontose

Traumwanderer

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271

Montag, 6. Mai 2013, 01:21

Na ihr schreibt euch ja hier lustig...muss ich das verstehen?

Ricya

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272

Montag, 6. Mai 2013, 06:52

Müssen wir Dein komisches Ein-Satz-Posting verstehen?
Werde mal konkreter, wenn Du eine Frage hast. :roll:

Grüße Ricya
_______________________________

Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

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Dirk

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Montag, 6. Mai 2013, 17:19

Ich kann an diesem Thema auch ehrlich gesagt nichts lustiges finden, insofern wäre schön, bevor wir alle anfangen auf dir rumzuhacken, wenn du mal erklärst, wie du diesen Satz meintest.
Außerirdische mit Tentakelarmen haben es schwer, einen Lötkolben zu halten. (Professor Harald Lesch)

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Kuttensau

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274

Montag, 6. Mai 2013, 21:34

Nun mal zu mir.
Zum einen hab ich ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom), was die meisten nicht ernst nehmen, inzwischen bekommt ja jeder ADS wenn er es will und zum Doktor geht, richtig? - Nun, nicht ganz, diese Begebenheit hat sowohl Vorteile als auch Nachteile. Ich bin persöhnlich schnell mit Stress überfordert. Man kann sich das ganze wie ein Fass vorstellen, in welches ständig ein Wasserfall an Emotionen und Wahrnehmungen reinfließt, schneller als es abfließen kann. Irgendwann läuft dieses Fass über und ich bekomm nichts mehr auf die Reihe, sitze vor Texten und verstehe kein Wort, kann nicht auf Situationen reagieren und will meistens nur wegrennen, an einen Ort wo niemand ist, um runterzukommen. Man fühlt sich dadurch extrem isoliert, es ist im allgemeinen kein gutes Gefühl. Klar ist es schön, dass ich auch eine recht hohe Aufnahmefähigkeit habe, ich musste z.B noch nie für Klausuren lernen, jedoch kommt es während einer Prüfungssituation oftmals zu solchen Stress-Black outs. Ich habe noch nie Medikamente genommen dagegen, ich bin kein Freund von Ritalin & co.
Durch diese ständige, fast schon erdrückende "Aufnahme", in Verbindung mit dem Gefühl von Isolation und starkem Stress, welchen ich mir größtenteils selbst und zwar unnötig, mache, habe ich schon recht viele depressive Phasen durchlebt, mal harmlos, aber ab und zu auch ziemlich schlimm. Das Problem ist eigentlich nicht ADS an sich, sondern die Begleitsymptome. Persönlich finde ich es auch schade, dass ADS heute so einen "Volkskrankheit"-Ruf hat, denn man vergisst oft, dass es für betroffene nicht einfach ist. Außerdem geistert eine unglaubliche Falschinterpretation durch die Köpfe der Menschen, ADS hat NICHTS aber auch gar nichts mit der suche nach Aufmerksamkeit zu tun. (Um das nochmal klarzustellen ;) )

Zusätzlich habe ich noch Probleme mit der Dopamindosierung, mein Kopf schüttet da gerne mal zu wenig aus, was mich auch oft "runterzieht", aber sogar physische Auswirkungen haben kann -> Krämpfe, da Dopamin unter anderem auch für die Muskelkontrolle zuständig ist.

Soviel dazu.
grüße
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Teufelchen

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275

Montag, 6. Mai 2013, 22:44

ADS hat NICHTS aber auch gar nichts mit der suche nach Aufmerksamkeit zu tun.

Irgendwie widerspricht sich das. Oder verstehe ich das falsch? :ratlos:
ADS =
Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom


Ich dachte eigentlich immer das ADS-Betroffene ständig auf der "Suche" nach Aufmerksamkeit anderer sind (Eltern, Freunde, Kollegen etc.)... ???

Valten

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276

Montag, 6. Mai 2013, 22:58

Hoi


Zitat


Ich dachte eigentlich immer das ADS-Betroffene ständig auf der "Suche" nach Aufmerksamkeit anderer sind (Eltern, Freunde, Kollegen etc.)... ???


Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube.Kuttensau hat das klassische ADHS schon recht gut beschrieben.
Obwohl heutzutage bei gefühlt jeden zweiten Kind ADHS diagnostiziert wird.
Laut Typisierung hätte ich angeblich auch eine leichet bis mittelschwere Form von ADHS ?? :denk:

Hmm...
But now the rains weep o'er his hall,
with no one there to hear.
Yes now the rains weep o'er his hall,
and not a soul to hear.

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277

Montag, 6. Mai 2013, 23:15

Da mir auch ADHS diagnostiziert worden war, lebe ich mittlerweile mit dem Glauben, dass das gar keine richtige psychische Krankheit ist. Gesellschaftliche Probleme werden oft den Ärzten überlassen.
„Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“

„Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“

„Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“

Erich Fromm

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278

Dienstag, 7. Mai 2013, 08:32

Zitat


Ich dachte eigentlich immer das ADS-Betroffene ständig auf der "Suche" nach Aufmerksamkeit anderer sind (Eltern, Freunde, Kollegen etc.)... ???

Nein. "Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom" bedeutet, dass die Betroffenen selbst ein Aufmerksamkeits-Defizit haben: Sie haben Schwierigkeiten, ihre Aufmerksamkeit lange genug aufrechtzuerhalten, zum Beispiel in der Schule bei der Sache zu bleiben, und lassen sich zu schnell ablenken.

petroleum

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279

Dienstag, 7. Mai 2013, 10:49

Da mir auch ADHS diagnostiziert worden war, lebe ich mittlerweile mit dem Glauben, dass das gar keine richtige psychische Krankheit ist. Gesellschaftliche Probleme werden oft den Ärzten überlassen.
das problem hast du leider bei sehr vielen psychischen krankheiten (wenn nicht bei allen bis zu einem gewissen grad), da es einfach keine korrekte definition einer psychischen krankheit gibt. es gibt höchstens eine liste der WHO und die ist neben unvollständig auch ziemlich willkürlich.
no angel born in hell could break that satan's spell...

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280

Dienstag, 7. Mai 2013, 14:58

Nein. "Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom" bedeutet, dass die Betroffenen selbst ein Aufmerksamkeits-Defizit haben: Sie haben Schwierigkeiten, ihre Aufmerksamkeit lange genug aufrechtzuerhalten, zum Beispiel in der Schule bei der Sache zu bleiben, und lassen sich zu schnell ablenken.

Achso ich Dummi, weiß schon, deswegen dieses "Defizit" ... :oops:

Das muss ja sehr anstrengend und mühsam für dich sein, oder? :( Wie gehst du damit um, da du ja keine Medikamente nimmst bzw. keine Therapie machst?! Glaube nicht, das es sich ohne Hilfe bessert... .

Kuttensau

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281

Dienstag, 7. Mai 2013, 16:29

Anstrengend und Mühsam ist es sicherlich, aber im großen und ganzen kommt man damit gut zurecht, wenn man dran gewöhnt ist. Mir ist es 20 mal lieber meine Macken zu haben, als ein Ritalin-Zombie zu sein :)
Ob man es nun allerdings als psychische Krankheit beschreiben soll, weiß ich nicht. Petroleum hat ja recht damit, dass eine Diagnose nur selten was über den Einzelfall aussagt, ich kenne einige andere Leute, bei denen sich ADS ganz anders äußert.

Obwohl heutzutage bei gefühlt jeden zweiten Kind ADHS diagnostiziert wird.


Genau das sehe ich als das Große Problem dahinter, jeder zweite hat heute ADS, aber kaum einer weiß wie es betroffenen damit geht.

Grüße
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282

Dienstag, 7. Mai 2013, 17:10

Mag sein, daß manche Krankheiten keine Krankheiten sind, jedoch weiß ich sehr wohl als Betroffener daß Panikattacken und Depression sehr wohl Krankheiten sind.

Sicherlich mag es Burnoutfälle geben, die man rein technisch nicht in die Schublade Krankheit stecken würde. Man sollte jedoch andererseits auch nicht so tun, als wären psychische Krankheiten allesamt erfunden.
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Mittwoch, 8. Mai 2013, 01:09

dass das gar keine richtige psychische Krankheit ist. Gesellschaftliche Probleme werden oft den Ärzten überlassen.

Genau das denke ich auch!
Als ich zur Schule ging gab es dieses Phänomen einfach nicht. Und diese angebliche Krankheit wohl auch nicht.
Ich habe auf Arte mal eine Reportage über das Thema gesehen, und da ging die Theorie eher auf Reizüberflutung in unsere heutigen Zeit. Die haben da Hirnströme von Säuglingen und Kleinskindern beim anschauen von Trickfilmen und Musikvideos gemessen. Eswar kein böses Experiment, eher ein Nebeneffekt da man erforschen wollte, ob es Säuglingen etwas bringt wenn sie fremdsprachlichen Einfluß durchs Fernsehen haben (es gibt in mehreren Ländern so eine Art Sprachkurssendungen für Säuglinge und Kleinstkinder). Die Hirnströme zeigten extremste Ausschläge, die bei anderen Aktivitäten (Mutter sehen, spielen etc.) so nicht vorhanden waren. Da das Hirn von Säuglingen bis heute (so weit ich weiß) eher rätselhaft ist, hat man dann geschaut wieviele ADHS-Kinder wohl früher übermäßigen Fernsehkonsum hatten. Es waren über 80%. Es wurde aber auch sehr deutlich gesagt, das dies nur eine Annahme ist, eine wirkliche Korrelation wird da nie nachweisbar sein. Es könnte auch an zu viel Streitigkeiten im Elternhaus liegen etc.etc. Im Endeffekt aber immer Reizüberflutung (was heute sehr einfach ist ;) ), als würde das unausgereifte Hirn irgendwann "TILT" machen.
Ich bin kein Mediziner oder Psychologe, aber die Theorie war relativ einleuchtend.

Es werden heutzutage schon Kleinstkinder vor den Fernseher gesetzt, um sich hirnverbrannte Trickfilm-Serien auf Super-RTL anzusehen. Das ist sicher Fakt. Mein Sohn ist knapp über 3 Jahre alt, aber ich hab das Gefühl er schaut am wenigsten Fernsehen (max. 2 Std. pro Woche) im Vergleich zu den anderen Kindern im Kindergarten. Und ich finde das schon zuviel.....

LG
Ltkilgor
Toleranz ist ein Beweis des Mißtrauens gegen ein eigenes Ideal.
Nietzsche
Es gibt Dinge, die sind so falsch, daß noch nicht einmal das absolute Gegenteil richtig ist.
Karl Kraus

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284

Mittwoch, 8. Mai 2013, 10:05

Zitat

das problem hast du leider bei sehr vielen psychischen krankheiten (wenn nicht bei allen bis zu einem gewissen grad), da es einfach keine korrekte definition einer psychischen krankheit gibt. es gibt höchstens eine liste der WHO und die ist neben unvollständig auch ziemlich willkürlich.

Das stimmt so nicht. Psychische Krankheiten sind meistens ziemlich genau beschrieben und auch die Grenze zwischen Symptome-Träger und Psychisch Kranke definiert.

Zitat

Mag sein, daß manche Krankheiten keine Krankheiten sind, jedoch weiß ich sehr wohl als Betroffener daß Panikattacken und Depression sehr wohl Krankheiten sind.

Ja, wie oben gesagt, es gibt psychische Krankheiten. Dies zu verleugnen wäre ein fataler Fehler.

Zitat


Sicherlich mag es Burnoutfälle geben, die man rein technisch nicht in die Schublade Krankheit stecken würde.


Auch Burnout ist eine sehr ernstzunehmende psychische Erkrankung.

Bei ADS / ADHS habe ich das lediglich erwähnt, weil ich selbst damit Erfahrungen gemacht habe, zudem die Wissenschaftler sich darüber nicht einig sind und ich auch Menschen kenne, die teilweise kerngesund sind, aber Konzentrationsschwächen haben und ADHS diagnostiziert bekommen.

Ich empfehle euch, falls ihr gerne lest, das Buch "Digitale Demenz" zu lesen. Da wird das, was Ltkilgor sagt, wissenschaftlich noch fundierter erklärt.
„Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“

„Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“

„Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“

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petroleum

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285

Mittwoch, 8. Mai 2013, 10:05

allerdings sinkt der tv-konsum seit 20 jahren beständig und v.a. ziemlich dramatisch... schlägt sich das auch in der zahl der adhs-patienten nieder?

Zitat


Das stimmt so nicht. Psychische Krankheiten sind meistens ziemlich genau beschrieben und auch die Grenze zwischen Symptome-Träger und Psychisch Kranke definiert.
und was sind da die naturwissenschaftlichen parameter? und wie kommt es dann, dass die WHO in aller regelmäßigkeit "krankheiten" wieder über bord wirft, weils halt dem gesellschaftlichen zeitgeist nicht mehr entspricht? vor 20 jahren galt auch homosexualität noch als psychische krankheit. dieser begriff ist ordentlich dehnbar.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »petroleum« (8. Mai 2013, 10:11)


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