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BlancheNoir

Verschwörungstheoretiker

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31

Sonntag, 3. Juni 2007, 19:33

Oh, interessant.

Ich bin Psychotherapeutin und nehme als solche mal Stellung zu dem Thema hier insbesondere zu dem Ausgangsthread.

Es ist in der Tat so, dass die Idee des "vll sind sie nicht alle krank sondern wissen nur mehr" durchaus nicht so sehr aus der Luft gegriffen ist wie es klingt.

Ich gehe jetzt nicht auf Dinge ein wie "ich kann dies und das sehen" sondern auf das größte Problem der Psychopathologie - Die unerforschten Ebenen.
Es gibt viele Gebiete die noch lange nicht erforscht sind.
Da wir hier von der menschlichen Seele und seinem Gehirn sprechen ist es auch nicht weiter verwunderlich.

Aus der Sicht einer Psychotherapeutin sage ich natürlich: Alles logisch erklärbar.
Aus der Sicht eines empatischen Menschen jedoch halte ich ein "höhreres Sein" durchaus für möglich.

Aaaaaaaallerdings, und das sei mit Nachdruck gesagt: Schizophrenie IST eine Krankheit und dazu eine sehr einflussnehmende und mit unter schwerwiegende.

Als Krankheit wird all das bezeichnet was negativ beeinflussend das Leben stört und/oder unnatürlich von der "Norm" abweicht.
Bitte jetzt keine "was ist Normal" Diskussion, ihr wisst selbst dass der Maßstab der reguläre Bevölkerungsdurchschnitt ist. "Normen" sind nämlich ziemlich exakt festgelegt.

Und noch etwas, Schozophrene können tatsächlich "das Universum fühlen" oder Dinge sehen die wir nicht sehen.
Das ist ein prägnantes Zeichen der Krankheit.
Also bitte nicht als Spinnertum abtun, es wird als "wahr" empfunden.
(Und hinter jedem "Gerücht" steckt ja bekanntlich immer ein Stück wahrheit)

Fakt ist das psychisch schwer kranke oft besonders empfindsam und anfällig für Schwingungen ihrer Umgebung sind (veränderungen, Gefühle etc. etc.)
Wie weit diese Empfindungen nun gehen, wie weit sich das Hirn aus dem Fenster lehnen kann bis es kippt kann Euch kein gelehrter Sagen.
Dennoch, Bewustseinserweiterung ist nicht nur unter Drogen möglich.
Viele "hirndefekte" (ich setze das Wort defekt absichtlich in anführungsstriche) und auch Meditation bewirken ähnliches.

Das Beispiel des Autismus wurde hier ja bereits angeführt.
Vorweg: natürlich bedeutet psychisch krank nicht gleichzeitig intelligenzvermindert ABER es bedeutet auch nicht, das alle psychischen Erkrankungen gleich gesteigerte Intelligenz mit sich führen.
Autisten sind durchaus sehr intelligent - auf ihren speziellen Gebieten.
Wenn ihr solche Beispiele anführt dann seht Euch bitte Fälle an von Menschen die Wege aus dem Autismus gefunden haben, jene sind keine Lichtgestalten die nun den Sinn des Lebens kennen!

Und doch, es gibt definitiv psychische Erkrankungen und Menschen die unter ihrem eigenen Ich leiden sind definitiv krank!
Da führt auch kein guter Glaube und kein "sie denken einfach anders" dran vorbei. So leid es Mir auch tut.

Das wir alle anders denken ist richtig.
Das wir alle übrigens die ein oder andere psychische "Störung" mit uns herum tragen ist ebenfalls fakt.

Aber an Halluzinationen, Empfindungsstörungen, Ich-Entfremdungen und Schizophrenie, Depressionen und Manie (Manische denken auch oft sie können plötzlich mehr sehen, hören, riechen etc.etc) und so weiter sind nicht lustig. Sie sind NICHT erstrebenswert, sie sind NICHT Lebenszutragend. Sie sind auszehrend, oft nicht ungefährlich, lebensbeeinträchtigend und und und...
...kurz, krank.

Und krank, ist kein negatives Wort.
Es macht eine Krankheit nicht harmloser wenn man es "anders empfinden nennt!".

Jedoch, und damit zurück zu Meiner Ausgangsaussage, nicht jedes erhöhte Bewusstsein ist eine Geisteskrankheit.
"Hellseher", "Kratenleger" und sonstige Medial varanlagte Menschen sind ja bei weitem nicht "krank".

Ja ich sage, die Möglichkeit eines höheren Bewusstseins besteht.

Die Rettung des Hirns in eine abgeschottete Welt ist ein Schutzmechanismus. Die Rettung in eine Geisteskrankheit. Eine ertägliche, geschaffene Realität. ABER bis es dahin kommt, fließt viel Wasser den Ganges herunter.

Was ich mit all dem sagen will ist kurzum: Auch als jemand der sich damit beschäftigt, täglich, halte ich die These im Ausgangsthread für überlegenswert aber die Aussage "es gibt keine psychischen Erkrankungen" ist schlicht und ergreifend falsch.

My 2 Cent
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elperdido

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32

Dienstag, 5. Juni 2007, 06:46

Hallo BlancheNoir

Danke für dein sehr ausführliches und interessantes Statement ...schätze , du wirst hier , auch in beruflicher Hinsicht , ein sehr interessantes Betätigungsfeld vorfinden ;) ...

Bist du Psychotherapeutin mit abgeschlossenem Psychologischen Studium ? leider kann sich ja heute fast jeder Psychotherapeut nennen , und was da mitunter abgeht ..(finanzielle und sexuelle Ausbeutung sowie seelische Manipulation von Patienten) ist erschreckend und viele sind mehr schamanen und Esoterik-Okkultisten , als wirklich Therapeuten

BlancheNoir

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33

Dienstag, 5. Juni 2007, 16:40

Grins.

Ich bin studiert, ja.
Und Nein, ich lege keine Karten, ich lese niemanden die Zukunft aus einem Kaffee-Satz und ich werfe auch keine Steinchen oder falte Socken zu Origami-Schwänen um Meinen Patienten zu erzählen was passieren wird.

Das ganze gute altmodische Gesprächs und Verhaltenstherapie-Konzept mit einigen spezialisierten Schwerpunkten ist Meine Arbeit.

Wir sind zwar alle nicht billig aber ausbeuten tue ich dennoch niemanden und schon gar nicht sexuell (Na gut, Mein Freund ist da was Seine Person angeht manchmal anderer Meinung. *lach)

Im Ernst, Ich bin weder "Schamanin" noch sonst irgendein Wunderheiler. Das geht auch total gegen Meine Therapeutische-Medizinische Überzeugung.

Aber ich kann Deine Bedenken verstehen und sehe diese auch nicht als Angriff. In den Bereichen der Psychologie gibt es viele Hobby-Berater die nach einem 3-Wöchigen "Psychologie-Grundkurs" der Meinung sind "nun werde ich Berater" (klingt ja auch viel besser als Sektenführer. *g) oder Mache Mein Nagelstudio zu und werde SchoSchi-Schmanin Gisela mit "Lebensberatenden Fähigkeiten".

Sowas müsste verboten werden, jedenfalls wenn es schädliche Ausmaße annimmt.

Liebe Grüße

Nicole
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Ricya

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34

Dienstag, 5. Juni 2007, 18:14

Oh, wie schön, jemanden an der Strippe zu haben, der sich mit soetwas auskennt! :wink:

@BlancheNoir, da habe ich doch gleich eine Frage:

Können psychische Erkrankungen vererbbar sein? Worauf ich hinauswill.......ich leide an Angstzuständen und Panikattacken (Gott sei Dank, hatte ich jetzt schon länger keine Probleme mehr) und meine Tante und meine Oma auch. Wir haben alle drei diesselben Symptome, kann man da sagen, ich bin erblich vorbelastet?

Zitat

Sowas müsste verboten werden, jedenfalls wenn es schädliche Ausmaße annimmt.


Da stimme ich Dir absolut zu! Meine Tante war wegen ihrer Probleme (siehe oben) auch bei so einem "Pseudo-Therapeuten". Nach 3 Sitzungen brach sie die Therapie entsetzt ab, da dieser Mensch versuchte, ihr mit allen Mittel einzusuggerieren, sie sei als Kind von ihrem Vater sexuell mißbraucht worden. Meine Tante war so geschockt, sie sagte, sie hätten eine tolle Kindheit gehabt (was meine Mama, ergo ihre Schwester, auch immer erzählt), sie waren 12 Kinder, und keinem wurde je Leid von meinem Opa oder sonstwem angetan.

Ich finde es empörend, daß sich jeder nach ein paar "Kursen" so ein Schild von wegen "Lebensberatung oder Psychotherapeut" an die Tür hängen kann, und dann in den Seelen von Menschen rumpfuscht, die eigentlich wirklich Hilfe nötig hätten!

Lg Ricya
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BlancheNoir

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35

Dienstag, 5. Juni 2007, 18:51

Grüß Dich Ricya,

Ohne Ferntherapeutisch irgendwelchen mist von mir geben zu wollen versuche ich Dir mal zu antworten so gut es geht ohne Deine oder die Geschichte Deiner Familie zu kennen.
Da ich ungern anhand von 2-3 Details Aussagen treffe nehme Mir bitte die Allgemeinheit Meiner Sätze nicht übel.

Wenn Du eine Psychotherapie (egal in welcher Form) besuchst wirst Du anfänglich immer erst einer gründlichen "Untersuchung" unterzogen, einer Anamnese.
Diese fragt unter Anderem ab "Krankheiten, Krankheiten in der Familie, Psychische Vorerkrankungen und eben solche im Verwandtenkreis."
Dies Geschieht unter folgender Annahme:

Die Veranlagung zu einer psychischen Erkrankung kann vererbt werden.

Es ist nicht bekannt in wieweit das genetische Erbe Einfluss auf die Seelisch-Psychische Entwicklung eines Menschen hat oder nimmt.
Auffällig ist es natürlich, dass in Deiner Familie diese Panik-, und Angstattacken verbreitet sind und (ich schließe aus Deiner Aussage) jeweils die Frauen betroffen sind.

Gene sind klar vererbbar, sogar bestimmte Verhaltensmuster sind es (Nicht nur die Erziehung spielt hier eine Rolle).

Klar ist, dass die Vorbelastung durchaus zu einer Erkrankung führen kann.
Das hat auch was mit den Hormonen zutun.
Fakt ist aber auch, dass die psychische Erkrankung beispielsweise der Mutter überhaupt keinen Einfluss auf das Kind haben muss.

So ist evtl eine Veranlagung vorhanden. (Bei Dir sogar sehr wahrscheinlich)
So wie zum Beispiel auch die Varanlagung zu Übergewicht oder Haarausfall Vererbbar ist.

Nach 3 Sitzungen zu sagen "Sie wurden als Kind missbraucht und wissen nichts davon" ist eine Frechheit und auch blanker Hohn.
Bei getarnten psychischen Erkrankungen (also psychische Störungen wie Depression die als körperlicher Schmerz empfunden werden) oder eben Tiefenpsychologische gebiete (Wie die Verdrängung eines Missbrauchs in der Kindheit) sind gern genommene Gebiete in denen viele Wunderheiler gern rum fuschen.
Es braucht so viel Zeit gerade solche Dinge vernünftig und mit Hintergrund zu diagnostizieren und diese Gattung von "Therapeuten" maßt es sich nahc 3 Sitzungen an. Da kann man nur den Kopf schütteln.

Problematisch daran ist, dass wirklich viel zerstört werden kann und das nicht nur auf die geistige Gesundheit beschränkt sondern in Fällen wie bei Deiner Tante auch auf die Familie Auswirkungen hat oder haben kann. "Mein Therapeut sagt Du hast Mich missbraucht."
Der Missbrauchsvorwurf ist einer der härtesten.
Ich verstehe daher bis heute nicht warum damit so um sich geworfen wird.

Ich hoffe Du kannst mit Meiner Antwort etwas anfangen. :)

Liebe Grüße

Nicole
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36

Dienstag, 5. Juni 2007, 19:46

@BlancheNoir,

ja, damit kann ich etwas anfangen. Danke! :grins:

Da wir drei betroffen sind (Ich, Tante, Oma), haben wir schon oft gerätselt, kann das erblich sein?

Dennoch ist es interessant zu sehen, daß psychische Erkrankungen in den letzten Jahren immer mehr zunehmen zu scheinen.
Entweder, unsere Streßgesellschaft trägt erheblich dazu bei, oder, die Menschen hatten schon immer Probleme damit, nur hat sich mit der Psyche früher keiner so auseinandergesetzt wie heute.

Nochmal Danke!

Lg Ricya
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BlancheNoir

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37

Dienstag, 5. Juni 2007, 20:38

Gern geschehen. :)


Die Möglichkeiten erhöhen die Fälle?
Das ist ein wenig wie bei den Zahlen der Straftatenstatistik.
Es wurden so-und-so viele Verbrechen mehr begangen im letzten Jahr.
Prozentual waren aber auch X-viele Polizisten mehr im Einsatz.
Womit nicht mehr Verbrechen begangen sondern nur mehr aufgedeckt wurden.

Ich denke in der Mitte liegt die Wahrheit.

Natürlich haben wir heute viel mehr Möglichkeiten psychische Erkrankungen zu erforschen und zu heilen und insbesondere das Fachwissen über Geist und Psyche tragen viel dazu bei dass mehr entdeckt wird.

Aber auch der Stress und die Werte dieser Gesellschaft lassen tief blicken.
Die häufigsten Suizide passieren im Alter zwischen 12 und 27 aus dem Unvermögen heraus Konflikte zu bewältigen, Gefühlskälte, Vernachlässigung oder anderweitige Probleme. Die Wertigkeit von Partnerschaften sinkt, faszinierender Weise steigt prozentual die Anzahl der Menschen die sich selbst als einsam und allein beschreiben würden und enorm drunter leiden.

Werte werden verschoben, Prioritäten falsch gesteckt, die Menschlichkeit und das "für den Körper, für MICH für die Seele" bleibt auf der Strecke.
Wir leben in einer Gesellschaft in der die Arbeit als eines der höchsten Güter zählt und gleichzeitig in einer die zu wenig davon hat (Arbeit), das fördert Depressionen, Unwohlsein, Minderwertigkeitsgefühle.

Ich glaube schon dass es anders als bei dem Beispiel mit den Straftaten in den letzten Jahrzehnten zunimmt. Wir sind alle nur bedingt belastbar und irgendwann bricht der Körper oder der Geist aus oder in sich zusammen, was ganz logisch ist.

Es hat sicher einen Grund warum Städter viel öfter psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen (müssen) als Dörfler.
Der Stress der uns alltäglich umgibt macht krank.

Wir haben irgendwann aufgehört auf die Warnsignale unseres Körpers zu hören. Ermüdung, Ermattung, Schmerzen, Unwohlsein, Niedergeschlagenheit um nur einige zu nennen. Wir ignorieren sie zum "Wohle" der Arbeit, der Familie, der Freunde... die Psyche ist wie der Körper nur begrenzt belastbar und alles hat seine Grenzen die wie ein Gummiband nur begint gedehnt werden können, irgendwann reißt es.
Depressionen, Nervenzusammenbrüche und andere wirklich schwerwiegende Erkrankungen der Psyche aber auch des physischen Empfindens wie Schmerzen im Rücken, Herzen oder ähnliches sind die Folge.
Und auch die Psyche lagert gern ihre Probleme in körperliche Schmerzen aus.

Ich denke eine Mischung aus Beidem kommt an die Wahrheit heran...
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38

Dienstag, 5. Juni 2007, 21:02

Da muß ich eigentlich immer daran denken, was mein Mann immer sagt:

Die Menschen früher (sagen wir mal, noch vor hundert Jahren), mußten zwar körperlich für ihren Lebensunterhalt härter arbeiten als wir heute, aber der "geistige Streß" war nicht so hoch wie jetzt. Darum sind die Menschen oft aggressiver und unausgeglichener!

Damals mußte der Bauer zwar ohne Traktor und mit dem Pferd auf den Acker, aber Abends im Bett mußte er nicht über Vorschriften, Abgaben, Versicherungen, Verträge, etc. nachdenken.

Wir müssen uns heute schon sehr viel "geistigen" Einflüssen unterwerfen. Und ich denke, daß dies auf alle Fälle ein Grund für vermehrte psychische Erkrankungen sein kann.

Lg Ricya
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39

Mittwoch, 6. Juni 2007, 06:40

Hi
BlancheNoir
Schön , dass du hier dabei bist !!!! :lol:

Was Du erwähnst , die moderne Gesellschaft ist leider total gegen die biologie des Menschen gerichtet ...wir sind keine 24 stunden Lebewesen , die ohne soziale Kontakte leben können , und ständig fehlerlos funktionieren wie eine Maschine , die man normen kann , und die ständig an ihren Leistungsgrenzen operieren kann ...Wir sind Lebewesen , dei Bedürfnisse haben , die starke soziale Bindungen benötigen , die Ruhe udn Schlafphasen benötigen , und deren Sinnerswahrnehmung und Verarbeitung , so wie auch Begabungen völlig individuell veranlagt sind ...wir sollen heute um 4 Uhr früh mit 150 Sachen mittels Auto fehlerlos zur Arbeit fahren , natürlich dabei sämtliche eingehenden Informationen verarbeiten können (andere Verkehrsteinnehmer,Verkehrszeichen etc) , dann wenn möglich 14 stunden fehlerlos arbeiten , möglicst schnell unsere fertig zubereitete mangelhafte Nahrung hinunterwürgen , dann abends fehlerlos nach hause fahren , uns gleichzeitig noch um Partnerschaft und Nachwuchs bemühen , ausreichend Schlaf finden und dabei ruhig und glücklich sein ...bloss das ein tag nur 24 stunden hat !!!!!und unser Organismus nun einmal seit Millionen von jahren auf diesen eingestellt ist ...

wie sieht denn die realität aus ...viele frauen leben alleinerziehend , weil sie den terror duch männliche allmachtsvertreter satt ahebn , müssen für wenig geld arbeiten , auch am wochenende , sehen ihre kinder mitunter nur noch für wenige stunden in der woche , weil diese entweder in der schule sind , oder die Mutter arbeiten ist , die anderen haben keinen Job , fühlen sich ausgestossen ,w erden gesellscahftlich stigmatisiert und ausgegrenzt , und versuchen dann dieser Welt mit Drogen wie alkohol zu entfliehen ...und daraus soll eine vernünftige psychisch gesunde Gesellschaft entstehen
??!!

BlancheNoir

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40

Mittwoch, 6. Juni 2007, 15:16

Ganz richtig.

Wir unterstehen einer ständigen Reiz und Sinnesüberflutung.
Wir sind gar nicht in der Lage so viel auzunehmen und zu verarbeiten wie wir aufgedrückt bekommen.

Irgendwann streikt dann mal was.
Es ist ähnlich wie beim Sport, man kann nur eine bedingte Anzahl an Gewichte stemmen, die einen schaffen mehr, die anderen weniger aber beiden ist eines gemein, wenn auch nur 500g zuviel drauf liegen knicken sie ein. Dann wollen die arme nicht mehr, die Beine nicht mehr und im schlimmsten Fall liegt uns das Gewicht dann mit großem Druck auf der Brust.

Wir sind umgeben von Angst, (Verlust und Versagensängste zum Beispiel) und Panik. Die Individualität leidet, das eigene Selbst gerät immer mehr ins Hintertreffen. Viele Menschen leiden unter dem Gefühl des "sich irgendwie verloren haben" "den Weg nicht finden" und erleben ein Gefühl von undefinierbarer Sehnsucht.
Es ist nicht verwunderlich dass Depressionen eine der Volkskrankheiten Nummer Eins ist.

Die Meisten von uns tuen sich halt selbst nicht gut, bis der Körper tribut fordert, dann wird man zwangsruhig gestellt weil einfach nichts mehr voran geht.

Damals war das anders, härter in der Arbeit und im Leben sicher, aber mit anderen Werten und Normen, anderen Vorstellungen und Zielen.
Es hat funktioniert, zumindest besser.
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41

Donnerstag, 7. Juni 2007, 06:59

Hi BlancheNoir

:)

Wenn man bedenkt , dass Früher reisen noch Wochen dauerten , udnman vom partner mitunter Jahrelang getrennt war ...dadurch hatten die menschen auch ein völlig anderes zeitgefühl ...

BlancheNoir

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42

Donnerstag, 7. Juni 2007, 15:20

Und mehr Zeit... zwangsläufig.

Obwohl es auch damals schon große Wellen der Depression gab, das darf man ja auch nicht von der Hand weisen.
Wir dürfen nun nicht in Ommas "Damals war alles besser und überhaupt, alles gut, obwohl, wir hatten ja nichts..." fallen. *g
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43

Freitag, 8. Juni 2007, 06:52

Hi BlancheNoir

Zitat

Obwohl es auch damals schon große Wellen der Depression gab, das darf man ja auch nicht von der Hand weisen.
Wir dürfen nun nicht in Ommas "Damals war alles besser und überhaupt, alles gut, obwohl, wir hatten ja nichts..." fallen. *g
Um "gottes" Willen Nein !!!! :) schlisilich gehörten Kindersterblichkeit , Seuchen , Frauenfeindlichkeit , zwangsheiraten, sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder , usw auch zum Alltag :(

BlancheNoir

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44

Freitag, 8. Juni 2007, 12:47

Jede Zeit hat ihre Dämonen.

Das ist heute natürlich nicht anders. Sie haben nur andere Namen.
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45

Sonntag, 27. Dezember 2009, 23:01

Diplomarbeit zu Schizophrenie - bitte macht mit!

Liebe Forumsnutzer!

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung der Philipps-Universität Marburg wird eine anonyme Online-Befragung mit eingebautem Hörspiel zum Thema "Behandlungsansätze bei Schizophrenie" durchgeführt, da der momentane Forschungsstand zu diesem Thema leider bisher unzureichend ist.

Zu diesem Zweck suchen wir gezielt Menschen, die sonst eigentlich nichts mit diesem Thema zu tun haben. Gerade Ihr könnt die derzeitige Situation von tatsächlich Betroffenen sehr verbessern!

Als Dankeschön werden unter allen Teilnehmer/innen 15 Gutscheine á 20 Euro des Online-Versandhandels amazon.de verlost. Bei der Befragung könnt Ihr natürlich auch mitmachen ohne am Gewinnspiel teilzunehmen, falls Ihre eure e-Mailadresse nicht weitergeben möchtet.

Hier der Link zur Umfrage:
http://www.unipark.de/uc/hoerspielstudie/

Vielen lieben Dank! :winks:
Sven

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