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Andersich

Psiball-Erzeuger

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31

Montag, 14. März 2011, 17:43

Aber ricya,

das ist doch das, was ich die ganze zeit sagen will: man muss mit starken erdbeben rechnen. Die reaktoren waren auch schon vor der katastrophe nicht mehr sicher und sollten schon längst abgeschaltet werden. Wenn ich von schuld spreche, meine ich immer die verantwortung der regierung. Dass das land kaum rohstoffe besitzt ist bekannt, aber sie haben wasser, wind und sonne zur nutzung vor ihrer nase. Ich bin der meinung, dass man sich nicht wirklich bewusst darüber war, dass es eben auch einen tag x geben könnte, der alles umwirft. Aber genau das muss man eben bedenken, wenn man solche werke baut. Jetzt ist genau das passiert, was man wohl verdrängte. Nun sind die gesichter lang. Die atombombe ist für mich kein adäquater vergleich zu der bewussten nutzung von energie. Die atombombe wurde bewusst benutzt, um leben nachhaltig zu vernichten.

Dass auch atomenergie vernichten kann, siehe tschernobyl, ist doch schon lange klar. Die beherrschbarkeit dieser technologie steht nun erneut in frage. Ich bin gespannt, was und ob aus der ganzen geschichte gelernt wird. Dass ein land nicht von anderen ländern abhängig sein will ist doch klar, aber soll man das auf dem rücken der gesundheit und der umwelt austragen?
Es ist erstaunlich, dass der mensch nur hinter seiner maske er selbst ist...

( A.E. Poe )


Claxan

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32

Montag, 14. März 2011, 18:16

Doch bin ICH NICHT dafür verantwortlich, wie länder effektiver und kostengünstiger das volk mit strom versorgen sollen. Wind-sonnen-wasserenrgie alles vorhanden!
Aber offensichtlich fühlst du dich dafür verantwortlich einem Land die einzige Möglichkeit die es momentan hat um seinen Energiebedarf zu decken wegzunehmen.
Das hat etwas von Doppelmoral...
Du willst die Atomkraftwerke wegnehmen, dafür fühlst du dich als Einzelperson stark genug. Aber gleichzeitig auch drüber nachzudenken womit man die AKWs dann ersetzt, das soll dann wer anderer machen.
Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.

~~~

Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

Andersich

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33

Montag, 14. März 2011, 18:19

@ claxan

...dazu sage ich jetzt echt nix mehr. Wenn du nicht lesen kannst, dann lasse es sein.
Es ist erstaunlich, dass der mensch nur hinter seiner maske er selbst ist...

( A.E. Poe )


DeinVater

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34

Dienstag, 15. März 2011, 03:20

Hallo,

so wie das hier beschrieben wird, ist es aber nicht ganz richtig.
Zu sagen: "Die armen Japaner, jetzt kriegen sie alles auf einmal ab.", ist zwar
sehr dramatisch, und ich finde die ganze Situation für das Land und die Bewohner auch
sehr traurig, aber in der Abfolge ist es leider die logische Konsequenz, obwohl ich,
aus meiner Perspektive, vor einer Woche auch nicht mit einer Katastrophe diesen Ausmaßes
gerechnet hätte.
Zunächst mal gibt es keinen Tsunami ohne die dazugehörige Ursache, in diesem Fall das Erdbeben.
Das war nur eine Frage der Zeit. Bei fast 30m hohen Wellen in Indonesien vor etwa 6Jahren, wo
Erdbeben dieser Stärke noch seltener sind, hätte man gewarnt sein können, und man wurde gewarnt.
Wenn dann noch die AKWs unmittelbar im gefährdeten Gebiet stehen, müssen massive Sicherheitsvorkehrungen
getroffen werden, wenn man schon auf AKWs angewiesen ist.
Sich dann dahinter zu verstecken, dass alles auf einmal käme, klingt für mich ein wenig nach einem
Scheinargument der Atomlobby, (auch wenn ihr der wohl nicht angehört), denn diese musste sich
über das Gefahrenpotential bewusst gewesen sein. Jeder Geologe weiß, welche immensen Kräfte gerade
dort, in diesem 3-Platten-Eck, welches Japan überhaupt erst hervorgebracht hat, eingespannt sind.
Womit wir beim nächsten Punkt wären, nämlich der Perspektive.
Primär ist es nicht die Regierung, die dort geschlammt und vertuscht hat und erst recht nicht die Bevölkerung, die
im Sommer gerne mal die Klimaanlage einschaltet, (zu behaupten, die gesamte Stromversorgung würde ausfallen und die
Menschen müssten aus Toiletten trinken, wenn man, in erster Linie, veraltete AKWs abschaltet, ist übrigens maßlos
übertrieben, liebe Ricya), sondern es waren die Betreiber der AKWs, die über Jahre unter den Tisch gekehrt, verschleiert
und gefälscht haben. Wenn die aber verschleiern und fälschen, dann heißt das, dass sie auch um die Gefahren wissen, die
unter den Tisch gekehrt werden.
Und der Tsunami wartet eben nicht noch 1-2Monate, damit man die Kasse noch etwas mehr füllen kann, nein, wenn er kommt, dann kommt er.

Dann stellen sich einige so vollkommen machtlos gegenüber der Atomkraft hin, als könnte man überhaupt nichts machen.
Zumindest auf dem Papier kann man seinen Strom zu 100% alternativ oder reg. beziehen, u.z. indem man den Stromanbieter wechselt.
Das ist nur eine Möglichkeit von mehreren.

Desweiteren stellt euch doch bitte nicht hin, als würdet ihr vollkommen über den Dingen stehen, als würdet ihr, wenn
irgendeine (Natur)katastrophe auf euch zu rast, euch davor stellen und rufen: "Halt! Ich bin Wissenschaftler!", zumal
die meisten wahrscheinlich nicht mal Wissenschaftler sind.
Ihr hättet dann vermutlich genauso mit den Folgen zu kämpfen oder wäret auf die ein oder andere Weise "bettelnd" betroffen, welche
Formulierung mir übrigens reichlich naiv vorkam.

Bleibt noch die Frage, ob man, auch in Japan, tatsächlich auf Atomkraft angewiesen ist.
Dazu könntet ihr doch einen eigenen Thread aufmachen, wenn ihr den nicht schon habt, wo über Alternativen diskutiert wird.
Nur so viel, Windkraft ist sehr wohl eine Alternative in Japan, natürlich nicht Windkraft allein, aber trotzdem.

Zuletzt, ohne jemanden in Panik versetzen zu wollen, war das sicher nicht das letzte Erdbeben diesen Ausmaßes. Ich denke, dass sie sich sogar
häufen werden, wenn sich die Erde weiter aufheizt, und das wird sie allem Anschein nach. Denn wenn der Planet mehr Energie in Form von Wärme beherbergt, dann ist auch davon auszugehen, dass mehr Bewegung ind ie Sache (Plattentektonik z.B.) kommt. Damit wäre übrigens auch der Vulkanausbruch nur eine logische Konsequenz, (so unangebracht das auch klingen mag).
Natürlich stehen jetzt Rettungsmaßnahmen und die Schadensminimierung in Japan im Vordergrund, z.B. durch Neutronen-aufnehmende Substanzen...


Grüße

Ricya

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35

Dienstag, 15. März 2011, 07:59

(zu behaupten, die gesamte Stromversorgung würde ausfallen und die
Menschen müssten aus Toiletten trinken, wenn man, in erster Linie, veraltete AKWs abschaltet, ist übrigens maßlos
übertrieben, liebe Ricya),


Ach ne, was Du nicht sagst........ ;)

Das ist mir auch klar. Aber genauso klar sollte es Dir sein, daß ich damit lediglich zum Ausdruck bringen wollte, daß JEDER von uns, der Strom nutzt, das auch bewußt tut, OBWOHL man weiß, daß die Energie von Kernkraftwerken kommt. (Nicht nur, aber eben im Moment weltweit noch größtenteils.)
KEINER von uns (der jetzigen zivilisierten Welt) will auf die Annehmlichkeiten verzichten, die er durch die Energie hat.
Und darum kann man auch nicht so salopp sagen: "Weg damit am besten sofort!".

Alles was unsere Zivilisation ausmacht wird eben mit Energie betrieben. (Darum auch das Beispiel mit dem Krankenhaus)
Stell´Dir mal vor, was los wäre, hätten wir diese Energie von einer Sekunde auf die andere nicht mehr........
Und nur darum ging es mir. Zu zeigen, daß JEDER in der Verwantwortung ist, der Strom nutzt. Das es zu einfach ist, wenn man sagt: "Die sind selbst schuld!" ;)

Dann stellen sich einige so vollkommen machtlos gegenüber der Atomkraft hin, als könnte man überhaupt nichts machen.
Zumindest auf dem Papier kann man seinen Strom zu 100% alternativ oder reg. beziehen, u.z. indem man den Stromanbieter wechselt.
Das ist nur eine Möglichkeit von mehreren.


Dazu möchte ich erstmal sagen:

Es ist Fakt, daß Deutschland auf seine AKW´s nicht angewiesen ist. Man wäre zum jetzigen Zeitpunkt durchaus in der Lage das Land nur durch alternative Energien zu versorgen.
Aber ob das bei allen Ländern so ist, die Atomkraftwerke betreiben, kann ich nicht sagen. Mich jetzt hinzustellen und sagen: "In Japan wäre es auch möglich!"......kann ich nicht, weil ich es nicht weiß.

Interessant, oder vielmehr kurios, ist ja (wenn wir mal wieder auf Deutschland blicken), daß wir den Strom, den unsere AKW´s produzieren nicht selbst nutzen, sondern ins Ausland verkaufen. Wir wiederrum kaufen unseren Strom größtenteils von Frankreich ein.........Sinn??? :denk:

Geschäfte!
Natürlich ist mit der Atomenergie eine Menge Geld zu machen. Ich denke das allein ist auch der Grund, warum in Deutschland noch immer Kraftwerke laufen.

Zurück zum Wechseln des Anbieters:

Wie gesagt; Ja, wir in Deutschland haben diese Möglichkeit.
Weißt Du, ob es in Japan auch so ist?
Diesen Menschen dort wird diese Alternative vielleicht nicht angeboten....also müssen sie das nehmen, was sie an Energie bekommen können, auch wenn sie aus Kernreaktoren kommt.

Lg Ricya
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Andersich

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36

Dienstag, 15. März 2011, 08:39

@ricya

Es ist nicht richtig, dass jeder atomkraftstrom benutzt. Ich hatte die möglichkeit mich zu entscheiden und somit habe ich für mich ganz persönlich für ökostrom entschieden! Wir beziehen hier in unserem ort fast alle ökostrom und ein teil bezieht ihn sogar aus biogasanlagen. In deutschland hat jeder die wahl.

Zur aktuellen lage:

In japan sicher nicht, aber wie gesagt, sie können genauso wie wir auch erneuerbare energien nutzen!!! Wind, wasser, sonne, biogas alles vorhanden! Nur nutzen muss man sie doch auch. Deshalb gilt es nicht für mich als ausrede, dass sie scheinbar keine weitere möglichkeit haben. Das stimmt schlichtweg nicht.

Ich weiss nicht, ob die japaner dort phlegmatisch oder aber paralysiert worden sind. Keine ahnung, es scheint mir alles etwas nebulös, eigenartig, dass die regierung nichts tun kann. Ich erinnere mich an ein interview von gorbatschov, der damals beim gau in tschernobyl auch hilflos war. Er flog für mehrere tage ins gebiet, um zu sehen, was wirklich los ist. Auch er wurde hingehalten...Ich denke, hier stinkt etwas gewaltig, viele infos wurden unter den teppich gekehrt. Und jetzt geht es weiter.
Es ist erstaunlich, dass der mensch nur hinter seiner maske er selbst ist...

( A.E. Poe )


Ricya

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37

Dienstag, 15. März 2011, 09:25

Entweder wir reden total aneinander vorbei, oder ich drücke mich zu unverständlich aus.....

Es ist nicht richtig, dass jeder atomkraftstrom benutzt. Ich hatte die möglichkeit mich zu entscheiden und somit habe ich für mich ganz persönlich für ökostrom entschieden!


Und seit wann?
seit 3 jahren? seit letztes Jahr?

In deutschland hat jeder die wahl.


Seit wann hat man denn in Deutschland diese Möglichkeit?

Und vorher?
Vor 5 oder 10 Jahren?

Richtig!

Da hast auch DU, Deine Eltern.....ALLE Atomenergie genutzt!

Das ist der Punkt.
Weil sie seit ihrer Entdeckung von allem und jedem genutzt wurde. Alles was unser Leben heute ausmacht, was mit Strom betrieben wird, hat sich doch nur so extrem weiterentwickelt, weil ja durch die Kernkraftwerke genug Energie für jeden Pfurz da war.

Und darum sagte ich gestern auch, "Das Kind ist ja jetzt schon in den Brunnen gefallen."

Jetzt ist alles schon so weit fortgeschritten, die ganze Welt hat die letzten Jahrzehnte Kraftwerke gebaut und sich auf diese Energieversorgung verlassen.

Da kann man nicht eben mal sagen: Von heute auf morgen müssen die Dinger weg!
Zumindest nicht in den Ländern, in denen noch nicht genug Kraftwerke für andere Energiegewinnung zur Verfügung stehen/gebaut sind.

Das ist ein Prozess der nur Schrittweise umgesetzt werden kann.
Aber ich denke, daß durch die aktuellen Ereignisse in Japan durchaus ein weltweites Umdenken stattfinden wird und man sich jetzt hoffentlich endlich darauf konzentriert mehr für die alternative Energienutzung zu tun.

Wie ich eben gehört habe, soll in Deutschland ISAR1, eines der ältesten Kernkraftwerke des Landes vom Netz genommen werden. Das ist für mich natürlich eine gute Nachricht, weil ich nicht weit weg davon wohne. So gibt es eine Gefahrenquelle weniger! ;)

Auch in Japan wird sich nun einiges ändern, Ihr werdet sehen! ;)

Aber trotzdem wird bei Diskussionen um die Atomenergie vergessen, daß es Jahrzehntelang einfach die effektivste Energiegewinnung war, und die Leute haben sie ja auch großzügig genutzt. Wem soll man also einen Vorwurf daraus machen, daß es zur Zeit weltweit soviele Atommeiler gibt?

Denen, die sie gebaut haben? Unseren Eltern und Großeltern, weil die den Strom genutzt haben? (Wir wissen ja: Die Nachfrage bestimmt das Angebot ;) )

Aktuell ist nun auch in Tokio sehr hohe Radioaktivität meßbar..... :?
Furchtbar, was sich da zusammenbraut!

eigenartig, dass die regierung nichts tun kann.


Hm.....was soll die Regierung denn tun?
Auch die kann die ausgetretene Strahlung nicht aufhalten.
Was soll man jetzt auf die Schnelle tun?

Das Problem ist ja auch, daß es immer wieder neue Explosionen gibt. Die Areale der Kraftwerke sind hochgefährlich......wer soll da jetzt reingehen um irgendetwas zu tun?

Lg Ricya
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Andersich

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38

Dienstag, 15. März 2011, 10:28

Ricya,

wir reden von heute und der zukunft. Dass erneurbare energien uns seit jahren zur verfügung stehen und trotzalledem atomenergien ausgeweitet werden, kritisiere ich. Unsere werke sollten noch 10 jahre länger laufen, obwohl wir uns schon längst anderwertig strom bereitstellen können. Nur der export von unserem strom zählte noch für das weiterlaufen der werke. Dahinter steht die atomwirtschaft mit denen merkel vereinbarungen hat.

Auch japan stehen erneuerbare energien zur verfügung. Doch sie setzen weiterhin auf atomkraft, wollten noch mehr reaktoren bauen. Alte reaktoren waren nicht mehr sicher und genau diese sind nun auch noch hochgegangen. Ich rege mich doch nur darüber auf, dass sie leichtsinnig damit umgegangen sind. Niemand kann mir sagen, dass sie keine anderen möglichkeiten hatten und haben. Egal, es ist nun passiert. Es hätte eben nicht sein müssen.

Nun sind die tokyoianer auch noch gefährdet, da der wind sich gedreht hat. Alles in allem ein beispiel für leichtsinnigkeit. Ich hoffe nur das beste für alle. Und hoffe auch auf eine kehrtwendung.
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Ricya

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39

Dienstag, 15. März 2011, 13:04

Ich habe hier einen Artikel gefunden, der sehr gut aussagt, was auch ich denke und warum ein sofortiger "Hoppla-Hopp-Atomausstieg" eben nicht möglich ist, auch wenn wir uns das alle wünschen würden ;) :

http://nachrichten.t-online.de/tsunami-i…_44996982/index

Lg Ricya
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Andersich

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40

Dienstag, 15. März 2011, 13:23

@ricya

Deswegen hätte man vorher überlegen müssen und handeln müssen und sich für erneuerbare energien einsetzen müssen. Da sie keine rohstoffe haben, bleibt nur die lösung dort zu suchen. Ich glaube sie unterschätzen die lage, deswegen hat es auch sein gutes, dass es soweit kam. Klingt zwar auch zynisch, ist aber so. Andere länder schaffen es doch auch. Diesen letzten 3tel können sie auch von wind, sonne und wasser erzeugen. Das sind rohstoffe, die immer da sind. Aber ich bin kein energieexperte. Ich hatte nur den verdacht, dass sie es sich zu einfach machten. Jetzt liegt es in ihren händen, das beste daraus zu machen und vernünftige alternativen zu finden. Wenn ich sage, sie sollen die dinger abschaffen, meine ich nicht sofort, sondern meine es generell. Ist doch klar, dass alternativlösungen her müssen, aber das ist ihnen eigentlich auch schon lange bewusst und jetzt wohl noch mehr.

Kam nicht aus dieser region sogar die batterie, die mit urin wieder aufgeladen werden kann??? Ich meine, es gibt so viele hochintelligente menschen auf der ganzen welt. Atomkraft war "bequem" und "billig". Aber eben nicht die lösung für ewig. Chernobyls katastrophe hatte ihre ursache auf menschlichem versagen. Verstehst du, was ich sagen will? Selbst, wenn keine tsunamis wüten, keine beben die erde erschüttren, keine stromausfälle da sind, ist auch schon deutschland mehr als einmal einem gau nur knapp entkommen, Das habe ich vor kurzem auch erst erfahren und das macht mich noch ängstlicher und mein vertrauen in das gesamte thema ist noch einmal mehr erschüttert worden. :ratlos:
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41

Dienstag, 15. März 2011, 14:02

Die Forderung nach alternativen Energiegewinnungen ist sicherlich gut und richtig, doch darf sich eine Forderung eben nicht nur auf eine Forderung beschränken. Und auf gar keinen Fall darf sie sich einer Katastrophe als argumentative Grundlage bedienen, sondern muss für sich selbst stehen können und überzeugender sein als es die bestehende Lösung/Problematik ist.

Wenn wir im asiatischen Raum bleiben, so können wir den Blick nach China richten, die TROTZ der aktuellen Situation in Japan am Bau weiterer Atomkraftwerke festhalten:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/techn…,750730,00.html

Zitat

Bis 2015 soll mit dem Bau von weiteren 40 Gigawatt an Kapazitäten begonnen werden. Im Moment hat China 13 Atomreaktoren mit einer installierten Kapazität von 10,8 Gigawatt in Betrieb.
(...)
Einige der knapp 3000 Delegierten betonten aber auf Fragen der Nachrichtenagentur dpa, China müsse aus den Problemen in Japan lernen und sollte die Sicherheit von Kernkraftwerken verbessern.

Auf den ersten Blick wirkt dies wie der absolute Wahnsinn, doch wenn man sich zwei Punkte vor Augen hält, dann bekommt die Sache ein neues Gesicht.
Erstens:

China ist das (meines Wissens nach) Exportstärkste Land der Welt und der attraktivste Standort für Investoren.
Eine direkte Folge/ein direktes Zusammenspiel mit dem Wirtschaftswachstum ist die steigende Urbanisierung (also "Verstädtung") des Landes:

Zitat

"Der Wissenschaftsrat der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, Zhou Ganzhi, (...) erklärt, dass die Urbanisierungsrate in China im Jahr 2020 zwischen 50 Prozent und 55 Prozent liegen werde. Mit schnellem Wirtschaftswachstum sei die Urbanisierungsrate in China in den vergangenen 10 Jahren von 20 Prozent auf 40 Prozent gestiegen."

http://de.wikipedia.org/wiki/Volksrepublik_China#Migration

China BRAUCHT Strom. Sie können gar nicht so schnell neuen produzieren, wie sie ihn benötigen. Windkraft und Sonnenenergie sind da Spielereien und würden den Bedarf niemals decken.

Zweitens:
Wer sich mal den Film "A global warning" zu Gemüte geführt hat (oder sich sonstwie über die Region China informiert hat), der weiß, dass China seinen Strombedarf noch immer über Kohlekraftwerke deckt.

Zitat

"Alle zwei Tage geht in China ein neues Kohlekraftwerk ans Netz. Im Jahre 2006 waren es 174 Blöcke mit je 500 MW installierter Leistung. Lag die gesamte installierte Kraftwerksleistung 2003 noch bei 400 GW (=400.000 MW), so sind es heute 720 GW, und für 2011 erwartet Lothar Balling, Leiter Steam & Emerging Plant Solutions von Siemens Energy über 1000 GW.

Keine Veranlassung sieht die Volksrepublik, zulasten ihres Wirtschaftswachstums ihren Energieverbrauch zu drosseln. Vielmehr überholte sie im Jahr 2007 die USA als größten CO2-Emittenten.

Die Emissionen werden nach Schätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) auf 11,4 Mio. Tonnen CO2 im Jahr 2030 ansteigen - nach 5,1 Mio. t CO2 im Jahr 2005."

http://www.arge-energie-und-umwelt.de/in…%3Cimg%20class=

China ist der größte Umweltverschmutzer der Welt und hat sogar die USA in den Schatten gestellt.


So bescheiden und bescheuert es auf den ersten Blick also auch klingt ... betreffs China kann man von einer "Weiterentwicklung" sprechen, was die akute Umweltbelastung, die Klimaauswirkungen und das "zukunftsorientierte Denken" angeht.

Solange es keine GLEICHWERTIGE oder EFFIZIENTERE Möglichkeit zur Stromgewinnung gibt, wird "Umweltbelastung" niemals ein Argument sein, das Wirtschaftswachstum aussticht, denn es hängen tausende und millionen Existenzen an der Wirtschaft. Und das in einer Nation, die bereits eine strikte Geburtenkontrolle eingeführt hat.

Selbst die USA ist nicht bereit im Denken einzulenken, wenn man sich diesen Artikel zu Gemüte führt:

Zitat

Auch in den USA geht die Angst vor einem großen Erdbeben um, in Kalifornien liegt die Wahrscheinlichkeit bei 99,7 Prozent. Menschen, Häuser und Schnellstraßen sind in Gefahr - und zahlreiche Atomkraftwerke, die dicht an tektonischen Spalten stehen.
(...)
Denn die USA sind, trotz ihrer fast manischen Besessenheit mit Erdbeben, relativ ungewappnet: "Im Vergleich zu Japan", warnte der Seismologe Tom Heaton im TV-Network CBS, "sind wir nicht annähernd so gut vorbereitet." Der Katastrophenexperte Irwin Redlener von der Columbia University drückte es sogar noch krasser aus: "Wir sind gänzlich unvorbereitet", sagte er am Abend auf CNN.

So existiert ein Vorwarnsystem wie in Japan in den USA bisher nur als Prototyp für Kalifornien. Eine Einführung an der Westküste würde 150 Millionen Dollar kosten.
(...)
Wenn es dann knallt, wird das nach Berechnung der US-Erdbebenbehörde USGS "ein 200-Milliarden-Dollar-Desaster" werden. Von den fünf Atomreaktoren im Einzugsbereich der San-Andreas-Spalte ganz zu schweigen.
(...)
Die US-Regierung versicherte am Montag erneut, dass die Atomreaktoren bebensicher seien. "Wir halten die nuklearen Kraftwerke in diesem Land für zuverlässig und sicher", sagte Greg Jaczko, der Chef der Atombehörde NRC, im Weißen Haus. "Alle unsere Anlagen sind so entworfen, dass sie bedeutsamen Naturphänomenen widerstehen können, darunter Erdbeben, Tornadoas und Tsunamis."

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur…,750946,00.html
(Hervorhebung durch mich - ich empfehle übrigens den ganzen Artikel zu lesen und nicht nur die von mir zitierten Abschnitte. Er ist sehr lesenswert!)



Worauf will ich nun also letztlich hinaus? Dass es keine Alternative zu Atomenergie gibt? Für den kleinen Mann gibt es diese sehr wohl, aber nicht für ganze Nationen. Für den kleinen Arbeitnehmer, aber nicht für den Arbeitgeber, zu dem der Arbeitnehmer geht.

Der Knackpunkt ist der unverantwortliche Umgang, getreu nach dem Motto "Nach mir die Sintflut ... und bitte, bitte erst NACH mir!"
"Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."

"Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)

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Dienstag, 15. März 2011, 14:12

@zensur

Dann sind wir sklave unserer selbst. Und werden uns wirklich irgendwann nachhaltig schädigen und verseuchen. Sowas nennt man in der natur "natürliche Auslese". Das ist ein thema, das uns irgendwann mal das genick brechen wird. Dann ist der fortschritt der menschheit ein gleichzeitiger sargnagel.

Ich mag nicht mehr weiter drüber nachdenken, man ist diesem teufelskreislauf wohl noch lange ausgeleifert und kann nur hoffen, dass alles gut geht.
Es ist erstaunlich, dass der mensch nur hinter seiner maske er selbst ist...

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Nexus

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Dienstag, 15. März 2011, 14:40

@Ricya:

Zitat

"Und seit wann?
seit 3 jahren? seit letztes Jahr?

Und vorher?
Vor 5 oder 10 Jahren?

Richtig!

Da hast auch DU, Deine Eltern.....ALLE Atomenergie genutzt!

Das ist der Punkt."

Entschuldige, aber diese Aussage ist nicht korrekt. Es haben sich bereits vor dem Jahr 2000 unabhängige Ökostromanbieter gebildet, die es auch bis heute noch gibt. Ich nenne mal EWS Schönau 1997, Naturstrom 1998, Lichtblick 1998 etc. Und ich spreche hier von unabhängigen Ökostromanbietern! Das sind also alleine bereits 13 - 14 Jahre, in denen man eine Wahl gehabt hat und keine 1 - 3 Jährchen, wie du schreibst.

Zitat

"Jetzt ist alles schon so weit fortgeschritten, die ganze Welt hat die letzten Jahrzehnte Kraftwerke gebaut und sich auf diese Energieversorgung verlassen.

Da kann man nicht eben mal sagen: Von heute auf morgen müssen die Dinger weg!"

Ähm, ebenfalls inkorrekt. Du gehst von der falschen, aber weit verbreiteten Annahme aus, das bei einer Abschaltung von beispielsweise AKW´s eine "Stromlücke" entstehen würde. Dabei produziert Deutschland seit Jahren einen hohen Überschuss, der sich in den Stromüberschussexportzahlen wiederfinden lässt. Alleine in den ersten vier Monaten des Jahres 2010 wurde ein Überschuss erreicht, den beispielsweise die alten AKW´s Neckarwestheim I (1976), Biblis A (1974), Biblis B (1976), Brunsbüttel (1976), Isar 1 (1977), Unterweser (1978) und Krümmel (1983) gemeinsam produzieren! Und wir reden vom ersten Quartal gerade mal.

Und jene Meiler sollen ja offenbar, zumindest erstmal für die Zeit des Moratoriums, vom Netz. Zumindest einige davon. Also selbst die Grünen würden, Umwelt hin oder her, keine sieben AKW´s zeitnah abschalten, wenn es keine Stromdeckung gebe.

Grüße,

Nexus

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Dienstag, 15. März 2011, 16:55

Entschuldige, aber diese Aussage ist nicht korrekt. Es haben sich bereits vor dem Jahr 2000 unabhängige Ökostromanbieter gebildet, die es auch bis heute noch gibt. Ich nenne mal EWS Schönau 1997, Naturstrom 1998, Lichtblick 1998 etc. Und ich spreche hier von unabhängigen Ökostromanbietern! Das sind also alleine bereits 13 - 14 Jahre, in denen man eine Wahl gehabt hat und keine 1 - 3 Jährchen, wie du schreibst.


Ja, aber doch nicht seit Bestehen und der "großen" Bauzeit der Kernkraftwerke!
Isar1 wurde z.b. 1977 erbaut.
Da war es für die Leute die effektivste und einfachste Methode Energie zu gewinnen. Und.......die Reaktoren wurden damals für "absolut sicher" gehalten.
Deshalb war auch die Bevölkerung FÜR diese Art der Energiegewinnung.

Und jetzt zeige mir mal, wer 1977 im großen Stil einen Gedanken an Wind oder Sonnenenergie verschwendet hat.

Eben! Keiner!

Auch die 13-14 Jahre die Du nennst (und die ja richtig sind), machen in der Atomdiskussion das Kraut nicht fett, denn zu diesem Zeitpunkt waren weltweit die Reaktoren schon gebaut und die Atompolitik am laufen.
Nicht 1998 sondern viel früher hätte man mehr auf die alternative Energiegewinnung setzen müssen, so daß sich dieses ganze Atomnetz gar nicht erst aufbaut.
Jetzt, ist es eben nicht mehr möglich das alles auf einen Sitz umzukrempeln.

Ähm, ebenfalls inkorrekt. Du gehst von der falschen, aber weit verbreiteten Annahme aus, das bei einer Abschaltung von beispielsweise AKW´s eine "Stromlücke" entstehen würde. Dabei produziert Deutschland seit Jahren einen hohen Überschuss, der sich in den Stromüberschussexportzahlen wiederfinden lässt


@Nexus,
hättest Du meine Beiträge alle genau durchgelesen, wäre Dir aufgefallen, daß ich nichts anderes sage. ;)

Es ist Fakt, daß Deutschland auf seine AKW´s nicht angewiesen ist. Man wäre zum jetzigen Zeitpunkt durchaus in der Lage das Land nur durch alternative Energien zu versorgen.


Interessant, oder vielmehr kurios, ist ja (wenn wir mal wieder auf Deutschland blicken), daß wir den Strom, den unsere AKW´s produzieren nicht selbst nutzen, sondern ins Ausland verkaufen. Wir wiederrum kaufen unseren Strom größtenteils von Frankreich ein.........Sinn???

Geschäfte!
Natürlich ist mit der Atomenergie eine Menge Geld zu machen. Ich denke das allein ist auch der Grund, warum in Deutschland noch immer Kraftwerke laufen.


Siehste? ;)

Wenn ich sage, daß es nicht möglich ist, alle AKW´s sofort vom Netz zu nehmen, spreche ich davon: WELTWEIT.
Wir in Deutschland brauchen den Atomstrom nicht, das ist richtig, aber in anderen Ländern sieht die Sache anders aus.
Zensur hat ja schön das Beispiel China gebracht.

das bei einer Abschaltung von beispielsweise AKW´s eine "Stromlücke" entstehen würde.

Wie gesagt.....diese Stromlücke würde es sicher in einigen Ländern geben!

Und, wir müssen uns ja mal vor Augen halten:
anscheinend wird in Japan so viel Energie benötigt. Die haben dort 55 Kraftwerke. Wir in Deutschland "nur" 17.
Man muß da ganz klar unterscheiden, denn die haben dort eine viel höhere Bevölkerungsdichte als wir......mehr Menschen, mehr benötigte Energie.

Versteht mich nicht falsch....auch ich bin Atomgegner.
Aber ich muß mir deshalb trotzdem eingestehen, daß es mit der sofortigen Abschaltung der AKW´s weltweit (nicht nur deutschlandweit) gar nicht funktionieren kann.

Natürlich ist es so, daß ich mir wünschen würde, daß in Deutschland alle vom Netz genommen werden.
Erstens weil wir keine Angst vor einem GAU mehr haben müßten,
Zweitens, weil wir ja schon genug radioaktiven Müll haben, der erstmal irgendwo untergebracht sein will. Warum also noch mehr davon produzieren?

Nur, jetzt kommt das große "ABER":

was nützt es, wenn Deutschland keine Kraftwerke mehr hat, aber rundrum in der ganzen Welt dampfen die Dinger weiter?
Denkt Ihr wirklich, wenn z.b. in Tschechien oder Frankreich so ein Ding seinen Supergau erlebt, macht die Strahlung vor der deutschen Staatsgrenze halt?

Deshalb muß man, möchte man über den Atomausstieg diskutieren, das auch global tun und nicht nur deutschlandweit.
Aber global gesehen, ist es eben noch nicht allen Ländern möglich!

Selbst, wenn keine tsunamis wüten, keine beben die erde erschüttren, keine stromausfälle da sind, ist auch schon deutschland mehr als einmal einem gau nur knapp entkommen, Das habe ich vor kurzem auch erst erfahren und das macht mich noch ängstlicher und mein vertrauen in das gesamte thema ist noch einmal mehr erschüttert worden.


Meine Einstellung zu dem Thema ist schon geprägt seit ich als 8-jährige Tschernobyl mitbekommen habe. Die Tragweite wurde mir wenig später bewußt, als ich mit 12 die Bücher "Die Wolke" und "Die letzten Kinder von Schewenborn" von Gudrun Pausewang gelesen habe. Bei letzterem habe ich beim Lesen nur geheult......

Also erzählt mir nichts über die Gefahr und das Grauen, das radioaktive Strahlung den Menschen bringen kann.

Und trotz dieses Wissens und der Angst, muß ich bei dieser Diskussion wieder sagen:

"Es ist nicht so einfach, wie man es sich vorstellt, mit dem einfachen Abschalten aller Kernkraftwerke weltweit!"

Und nur darum geht es mir in dieser Unterhaltung hier.

Lg Ricya
_______________________________

Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

Aiden

Nachwuchsvampir

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45

Dienstag, 15. März 2011, 19:29

Mir persönlich stellt sich da spontan die Frage:
"Ist in Ökostrom auch Öko drin?"
Ich denke nämlich, dass ist ein Affentanz um den Verbrauchern mit grünen Gewissen die blauen Euroscheine aus den Taschen zu klauben.
Womit wir schon beim einem weiterem Teilpunkt wären.
Wie ist es denn um die Bezahlbarkeit des Anti-Atomstroms bestellt?

Alleine zum ersten Januar diesen Jahres stieg der Kwh-Preis aufgrund der gestiegenen Förderungen zu den Anlagen erneubarer Energien um durchnittlich 1,77 cent/kwh (Brutto).
Diese ganze Diskussion ist ein wenig müßig. Denn trotz aller moralisch lobenswerten Ambitionen für Umweltschutz und heile Welt muss Energie (unter Verwendung energiesparender Geräte und Verhaltensweisen) vor allem eines sein: BEZAHLBAR.
Und zwar für alle Bevölkerungsschichten.
"Was ist ein Wunder? - Es ist ein Vorwurf, eine stille Satire auf die Menschheit."
Edward Young, Nachtgedanken

Ich hatte mir vorgenommen, dieses Jahr weniger zynisch zu sein ....
... aber ab und an, da täusche ich einen Sarkasmus vor ....
.... nachdem ich vorher ewig lange ironiert habe.

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