Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: :: Paraportal.org :: Das Forum für Grenzwissenschaften. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Ripperman

Poltergeist

  • »Ripperman« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 13

Registrierungsdatum: 20. März 2011

Danksagungen: 1

  • Private Nachricht senden

1

Dienstag, 22. März 2011, 21:31

Jack the Ripper

Der berühmteste Serienmörder der geschichte. Und bis heute ist völlig unklar wer er war?! Sogar Prinz Edward bzw. der königliche Leibarzt zählen heute zum Verdächtigenkreis und bilden so den Hintergrund zu einer Verschwörungstheorie, die auch im Film "From Hell" (2001) behandelt wird. Hunderte (oft makabere Vermutungen) weitere Personen ua. der Maler Walter Sickert werden heute als Verdächtige betrachtet. Was glaubt ihr wer war Jack the Ripper und was haltet ihr von der Verschwörungstheorie.

hier könnt ihr euch einen guten Überblick über den Fallverschaffen: http://de.wikipedia.org/wiki/Jack_the_ri…erd.C3.A4chtige

Allen die näher an dem Fall interessiert sind empfehle ich das Buch: "Jack the Ripper - Anatomie einer Legende" von Hendrik Püstow und Thomas Schachner. Es bietet einen unparteiischen und detailierten Überblick für alle die den Fall näher oder neu kennenlernen wollen.

Gruß
Ripperman ;)

ad_santiago

im Ruhestand

Beiträge: 889

Registrierungsdatum: 18. November 2009

Danksagungen: 26

  • Private Nachricht senden

2

Dienstag, 22. März 2011, 21:47

...und nicht zu vergessen: einer der ersten Medienhypes der Kriminalgeschichte. In keinem Aspekt ist der Fall von Jack the Ripper gegenüber anderen ungeklärten Mordserien außergewöhnlich, aber der Medienhype funktioniert bis heute. Vielleicht ist das sogar das Mysteriöseste an der ganzen Geschichte. ;)
~ felix qui potuit rerum cognoscere causas ~

Zachael

Spukhausbewohner

Beiträge: 262

Danksagungen: 3

  • Private Nachricht senden

3

Dienstag, 22. März 2011, 21:59

an der Stelle kann ich auch sehr die Doku "Jack the Ripper in Amerika" empfehlen.
Da es ähnliche Morde in den USA gab kurz nach dem Ripper wohl England verlassen hatte und damit die Morde dort aufgehört haben.
In der Doku wird der kreis der Verdächtigen sehr eingeschränkt und man scheint sich recht Sicher zu sein wer es ist.

@ad_santiago
ich muss gestehen ich bin aber auch sehr an den Jack the Ripper fällen hängen geblieben weil sie einfach sehr
interessant sind gut Dokumentiert und im gegensatz zu heuigen Fällen auch zugänglich.
Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.
[In seinem Haus in R’lyeh wartet träumend der tote Cthulhu.]
- H.P. Lovecraft "The Call of Cthulhu"

"The oldest and strongest emotion of mankind is fear,
and the oldest and strongest kind of fear is fear of the unknown"
-H.P. Lovecraft

grimcore

Verschwörungstheoretiker

Beiträge: 57

Registrierungsdatum: 15. Juni 2008

  • Private Nachricht senden

4

Dienstag, 22. März 2011, 22:44

Hallo!

Der Fall bleibt ein Rätsel.Ich denke ,dass alle heutige Recherche zu nichts führt ,weil damals Versäumtes bleibt verloren.
Man kann natürlich ein Profil erstellen und vermuten wer der Mörder war , aber der Kerl wird unsichtbar bleiben.
Trotzdem ist der Fall faszinierend.
Ich persönlich glaube, dass der Täter ein angesehener Arzt war, der einen Komplizen (evtl. Kutsche)hatte.
Vermutlich ist er kurz nach dem letzten ( und beeindruckend bestialischer)Mord verstorben oder hat sich nach anderswo abgesetzt.
Ein guter Link ist auch diese Seite (mit vielen Bildern):
http://www.jacktheripper.de/

mfg
" ALL GLORY TO THE HYPNOTOAD "

Abnormal.

Nachwuchsvampir

Beiträge: 33

Registrierungsdatum: 16. Juli 2010

  • Private Nachricht senden

5

Dienstag, 22. März 2011, 23:23

Jack the Ripper ist schon tot. ;)

Ich nehme, an ihr kennt Galileo Mystery. Dort gab es auch eine "Dokumentation" über Jack the Ripper, moderiert von Aiman Abdallah, sie hieß: "War Jack the Ripper ein Deutscher?".

Den Titel find ich doof, weil es meiner Meinung nach niemanden interessiert wo er herkommt, sondern wer er eigentlich ist.

Die Beweise, die gegen die Verdächtigten sprachen, waren auch schwachsinn, weil der Elefantenmensch z.B. nicht schnell genug laufen kann. (Stimmt, früher war man ja bestimmt zu doof um andere Fortbewegungsmittel zu benutzen.)

Im allgemeinen finde ich das Thema ganz inetressant, aber ein ganzes Buch drüber lesen würde ich nicht. :)
Dαss Glück ist im Grunde nicht's αnderes αls der mutige Wille, zu leben, indem mαn die Bedingungen des Leben's αnnimmt.' Mαurice Bαrrès (1862 - 1923)

Rônin

Moderator

    Deutschland

Beiträge: 3 238

Registrierungsdatum: 24. September 2009

Wohnort: NRW

Danksagungen: 877

  • Private Nachricht senden

6

Mittwoch, 23. März 2011, 11:12

Zitat von »Santiago«

In keinem Aspekt ist der Fall von Jack the Ripper gegenüber anderen ungeklärten Mordserien außergewöhnlich, aber der Medienhype funktioniert bis heute.
Die Art und Weise der Verstümmelungen würde ich auch im Vergleich mit der heutigen Zeit noch als recht außergewöhnlich bezeichnen.
Das Besondere an dem Fall ist aber tatsächlich der für die Zeit ungewöhnliche Kontakt mit der Presse, und die starke öffentliche Aufmerksamkeit - die Mordserie ging sogar weiter, nachdem die ganze Stadt vom Ripper wusste. Und außerdem natürlich noch die Tatsache, dass der Fall bis heute nicht aufgeklärt ist. Unter anderem deshalb, weil bei einigen der Opfer Trittbrettfahrer nicht ausgeschlossen sind, und die Briefe vermutlich fast alle von Ebensolchen stammen. Das alles (Der Öffentlichkeits-Aspekt) erinnert auch stark an den Zodiac-Fall. Vielleicht hat Zodiac sich den Ripper sogar zum Vorbild genommen.

Zitat von »Ripperman«

die auch im Film "From Hell" (2001) behandelt wird.
Eines der wenigen Werke von Meister Moore, das mir nicht gefallen hat. Er verdreht einige Fakten der Dramatik zuliebe, und spinnt sogar ein eigenes Ende, indem er (Achtung, Spoiler) eine alte Theorie aufgreift, und William Gull als Täter auftreten lässt. Und das trotz der jahrelangen und offensichtlich gründlichen Recherche zum Thema.

Zitat von »Abnormal.«

Die Beweise, die gegen die Verdächtigten sprachen, waren auch schwachsinn, weil der Elefantenmensch z.B. nicht schnell genug laufen kann.
Joseph Merrick wurde als Verdächtiger auch nie richtig ernst genommen. Es gab zu der Zeit einige politisch motivierte Beschuldigungen, z.B. gegen Schwule oder Juden, die aber alle mit ziemlicher Sicherheit nichts mit dem Fall zu tun hatten.
Vollständig geklärt werden kann dieser Fall heute sowieso nicht mehr. Die neuzeitliche "Jack the Ripper in America"-Theorie geht übrigens auf den Polizisten Ed Norris zurück, in ihr wird James Kelly als Täter benannt. Ob er nun schuldig ist oder nicht, ist natürlich nicht bekannt, aber die Amerika-Geschichte wirkt doch sehr aus den Fingern gesaugt. Auf der verlinkten Wiki-Seite finden sich auch noch alle anderen "nennenswerten" Tatverdächtigen (unter anderem Lewis Carroll :lol: ). Man muss sich aber klar machen, dass es sich bei dem Täter trotzdem noch um einen (oder sogar mehrere) völlig anderen handeln kann.
"I knew this day would come. Now that it's here, it seems so sudden, and at the same time as if it took forever.
I know this opponent well..."

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Rônin« (23. März 2011, 11:20)


Zensur

Böser, fieser Chauvi

Beiträge: 852

Registrierungsdatum: 17. August 2008

Wohnort: Kiel

Danksagungen: 21

  • Private Nachricht senden

7

Mittwoch, 23. März 2011, 13:18

Ein interessantes und ewig faszinierendes Thema. :thumbsup:

Zweifel werden letztlich immer bleiben, jedoch habe ich mir mein Bild im Großen und Ganzen gemacht und halte Montague Druitt für den Täter.
Für mich spricht verschiedenes für diese These.

Montague John Druitt war ein studierter und für die damalige Zeit sehr gebildeter Mann. Die Kenntnisse über die Anatomie des menschlichen Körpers (die dem Ripper im Grunde in jeder Beschreibung unterstellt werden), dürfen ihm durchaus zugetraut werden.
Seit 1880 war er an der George Valentine's boarding school als "Assistenz Schulmeister" angestellt. Zu dieser beruflichen Situation passt der Umstand, dass die Opfer des Rippers allesamt zwischen Freitag und Sonntag Nacht getötet wurden.
Die betreffende Zeitspanne der dem Ripper sehr wahrscheinlich zugeschriebenen Morde ist August bis November des Jahres 1888. Im Juli des Jahres 1888 wurde Druitts Mutter in eine psychiatrische Anstalt aufgrund von Depressionen eingewiesen, am 31sten November 1888 starb Druitt im Wasser der Themse.
Druitt soll homosexuell gewesen sein, was jedoch letztlich nur mehr oder weniger stichhaltige Spekulationen sind. Dennoch würde es ihm (insbesondere zu damaliger Zeit) ein gewisses Motiv für Morde an/Hass auf Frauen geben.

Druitt schien ein gestörtes Verhältnis zu Frauen zu haben. Eventuell begründet durch seine Homosexualität, die zu damaliger Zeit im öffentlichen Leben unmöglich war. Sei es durch wiederkehrende Versuche seine sexuellen Neigungen zu leiten, sei es durch eine fehlgeleitete Art der Eifersucht könnte er so in den Kontakt zum Prostituiertenmilieu gekommen sein.
Die Einweisung seiner Mutter, der (laut Meinungen im Netz: http://jacktheripper.de/forum/index.php/…16.html#msg1816) einzigen Frau, mit der er sich tatsächlich verstand und der er sich nahe fühlte, könnte in dem depressiv veranlagten Druitt ("His maternal grandmother committed suicide while insane; his aunt attempted suicide; and his eldest sister committed suicide in old age.[70] A note written by Druitt and addressed to his brother William, who was a solicitor in Bournemouth, was found in Druitt's room in Blackheath. It read, "Since Friday I felt that I was going to be like mother, and the best thing for me was to die.""; http://en.wikipedia.org/wiki/Montague_Druitt#Death) die letzte "Grenze" eingerissen haben.
Sei es durch ein sexuelles Verhältnis an der Schule, sei es durch eine unbedachte Äußerung die ihn als Ripper gegenüber einem möglichen Erpresser verriet, es kam zum Rauswurf aus der Lehranstalt. Ob es nun seine Depressionen waren, die ihn zum Selbstmord drangen oder die Angst vor der Enttarnung durch einen Erpresser (Druitt soll eine ganze Menge Geld bei sich gehabt haben als er starb. Umgerechnet mehrere tausend Euro) ... die dem Ripper eindeutig zugeschriebenen Opfer endeten mit dem Tod von Druitt.

Homosexuelle Serienmörder suchen sich meist männliche Opfer, doch muss dabei beachtet werden, dass es sich hierbei meist um sexuell motivierte Verbrechen handelt. Ein Homosexuellenmörder könnte durchaus auch aufgrund einer homophoben Einstellung zu Gewalttaten neigen, was im hier vorliegenden Falle also eine misogyne (frauenhassende) Motivation des Täters wäre.

Ich bin mir bewusst, dass dies meinerseits reine Spekulation ist. Dennoch denke ich, dass ich aufgezeigt habe, dass Montague Druitt zurecht zum engeren Verdächtigenkreis zählt und seine mögliche Homosexualität keineswegs ein Ausschlusskriterium darstellt.
"Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch! Ich bin sehr vorsichtig beim Einschenken."

"Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle wo der Kopf ist." - (Walter Raleigh vor seiner Enthauptung)

Ripperman

Poltergeist

  • »Ripperman« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 13

Registrierungsdatum: 20. März 2011

Danksagungen: 1

  • Private Nachricht senden

8

Mittwoch, 23. März 2011, 16:23

Geklärt wird der Fall nie, dieser Meinung bin ich auch. Druit wird in verschiedenen Quellen oft als "heißer Kandidat" gehandelt. Auch Melvin Macnaghten, ein damaliger polizeibeamter hielt es für sehr wahrscheinlich, dass druit der Täter ist. Angeblich soll er nachdem Druit tot in der Themse gefunden wurde gewsagt haben:

"Die Wahrheit lag auf dem Grund der Themse"

Viele Personen kann man zu den Verdächtigen zählen wenn man ihnen bestimmte DInge nachsagt. Aber es ist auch sehr wahrscheinlich dass der wahre Ripper, damals wie heute in keiner Quelle als Verdächtiger vorkommt. AUch deswegen halte ich Werke wie das von Patricia Cornwell als weit hergeholt und fantastisch. Hier will sie den Maler Walter Sickert als den Ripper entarnt haben
http://www.krimi-couch.de/krimis/patricia-cornwell-wer-war-jack-the-ripper.html

Zachael

Spukhausbewohner

Beiträge: 262

Danksagungen: 3

  • Private Nachricht senden

9

Mittwoch, 23. März 2011, 16:29

Also mein lieblings verdächtiger auch wenn es absoluter Schwachsinn ist ist immer noch SIr Arthure Conan Doyle.
Der man der Sherlock Holmes erschaffen hat soll auch Jack the Ripper sein.

Mein Kanidat wäre James Kelly.
Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.
[In seinem Haus in R’lyeh wartet träumend der tote Cthulhu.]
- H.P. Lovecraft "The Call of Cthulhu"

"The oldest and strongest emotion of mankind is fear,
and the oldest and strongest kind of fear is fear of the unknown"
-H.P. Lovecraft

Ripperman

Poltergeist

  • »Ripperman« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 13

Registrierungsdatum: 20. März 2011

Danksagungen: 1

  • Private Nachricht senden

10

Mittwoch, 23. März 2011, 16:37

Lewis Carrol kann es genauso sein :lol:

Andersich

Psiball-Erzeuger

Beiträge: 626

Registrierungsdatum: 18. Januar 2011

Danksagungen: 36

  • Private Nachricht senden

11

Donnerstag, 24. März 2011, 17:13

Hallo,

ich habe dazu vor 2 monaten mal eine doku gesehen, in der sie den mörder identifiziert hatten. Leider weiss ich den namen nicht mehr. Es war ein mann, den sie aufgrund von einem phantomfoto und echten fotos "überführen" konnten. Der mann sass in einer nervenheilanstalt ein, weil er seine frau genötigt und auch irgendwann getötet hatte. Er floh und wanderte nach new york per schiff aus. Dort mordete er unter anderem namen weiter. Und zwar in den verschiedensten orten. Er war dem hass auf frauen erlegen und tötete weiterhin prostituierte. Ich glaube sein name war james kelly, er nannte sich dort miller, wenn ich mich recht erinnere. Er starb dann mit über 70 jahren.
Der mann, der heute nach ihm forschte war ein profiler aus london.
Es ist erstaunlich, dass der mensch nur hinter seiner maske er selbst ist...

( A.E. Poe )


Zachael

Spukhausbewohner

Beiträge: 262

Danksagungen: 3

  • Private Nachricht senden

12

Donnerstag, 24. März 2011, 17:21

@Andersich
Das ist James Kelly das war die Doku Jack the Ripper in New York.
Er wurde nicht überführt sondern die Wahrscheinlichkeit das er es war als extrem hoch eingestuft.
Lief auf DMAX.
Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.
[In seinem Haus in R’lyeh wartet träumend der tote Cthulhu.]
- H.P. Lovecraft "The Call of Cthulhu"

"The oldest and strongest emotion of mankind is fear,
and the oldest and strongest kind of fear is fear of the unknown"
-H.P. Lovecraft

Rônin

Moderator

    Deutschland

Beiträge: 3 238

Registrierungsdatum: 24. September 2009

Wohnort: NRW

Danksagungen: 877

  • Private Nachricht senden

13

Donnerstag, 24. März 2011, 17:22

Sehr schlüssig hergeleitet, Zensur. :thumbsup:
Leider ist das Problem an diesem Fall, oder vermutlich ist es gar nicht das Problem, sondern der Punkt der ihn so interessant macht, die Tatsache, dass sich auf der Liste der Verdächtigen noch so einige weitere Leute finden, für deren Schuldigkeit sich ebenso eindrucksvolle Indizien finden lassen. Und gerade Druitt war einer der Hauptverdächtigen damals, und trotzdem wurde nichts gefunden, was seine Schuldigkeit eindeutig belegt. Er wurde damals "zugunsten" von Aaron Kosminski sogar wieder ad acta gelegt, weil gegen diesen zumindest "handfeste" (oder auch nicht) Indizien vorlagen. Hier mal ein interessanter Bericht darüber. Aber gegen Kosminski wiederum spricht (unter anderen Ungereimtheiten), dass er durch seine psychische Labilität geradezu hilflos war. Oder nur so wirkte, man weiß es nicht.
Der Fall ist voller logischer Lücken, und selbst bei größter Sicherheit bleibt halt immer die Frage "was wäre, wenn doch jemand anders...". Deshalb versuchen sich unzählige Amateure und Profis schon seit über 100 Jahren mit dem Fall, und kommen trotzdem auf ebensoviele unterschiedliche Ergebnisse.
Ich persönlich vermute ja, dass es sich tatsächlich um mehr als einen Täter gehandelt hat. Bei den unzähligen Trittbrettmorden und ähnlichen, unabhängigen Fällen (mann, muss das nervig gewesen sein, nicht einmal zu wissen, wo der Fall jetzt anfängt und wo er aufhört) ist das natürlich offensichtlich, aber ich beziehe mich auf die fünf "Hauptmorde". Ob diese Täter jetzt aber zusammengearbeitet haben, oder ob der eine den anderen imitiert hat, da will ich mich nicht festlegen. Aber das würde zumindest einiges erklären. Auch bei den fünf Morden, die allgemein sicher dem Ripper zugerechnet werden, zeigen sich einige Abweichungen und Ungereimtheiten. Und außerdem könnte das erklären, warum es unmöglich war, einen Täter zu finden. Ein eventueller Verdächtiger hätte ja zumindest für ein paar der Morde immer ein Alibi.

Interessant ist auch die Frage nach dem Motiv. Ohne Verdächtige ist das aber natürlich schwierig. Und außerdem haben wir wie gesagt das Problem, dass wir, wenn wir vom Jack the Ripper-Fall sprechen, gar nicht genau definieren können, was denn nun noch zu diesem Fall gehört und was nicht. Oder ob es außerhalb der Medien überhaupt einen solchen Fall gab - es besteht immerhin die Möglichkeit, dass schlussendlich keiner der Morde mit den anderen zusammenhängt.
Es wäre natürlich möglich, dass der Ripper schlicht pressegeil war, vorausgesetzt, dass mindestens einer der Briefe tatsächlich von ihm stammt.
Wahnsinn würde ich jetzt mal ausschließen, ein Irrer hätte sich aller Erfahrung nach nicht so geschickt angestellt.
Als Anarchist finde ich natürlich auch die alte Verschwörungstheorie reizvoll - das ganze Theater wurde nur inszeniert, um von einem Skandal im Königshaus oder an hoher Stelle abzulenken. Ein klassisches politisches Ablenkungsmanöver also, so wie das heute täglich geschieht, nur mit weitaus radikaleren Methoden. Die Prinz Albert Victor-Theorie halte ich für unwahrscheinlich, aber der Fall war durchaus so aufsehenerregend und verworren, dass eine absichtliche Inszenierung (gegenüber einem erstaunlichen Zusammenspiel von Zufällen) sicherlich nicht auszuschließen ist.
"I knew this day would come. Now that it's here, it seems so sudden, and at the same time as if it took forever.
I know this opponent well..."

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Rônin« (24. März 2011, 17:33)


Andersich

Psiball-Erzeuger

Beiträge: 626

Registrierungsdatum: 18. Januar 2011

Danksagungen: 36

  • Private Nachricht senden

14

Donnerstag, 24. März 2011, 18:06

James kelly wurde als jack the ripper von dem profiler "überführt". Wie soll man es anders nennen, wenn der mann schon tot ist? Fingerabdrücke und dna-analysen gab es damals noch nicht. Er mordete in new york und umgebung weiter, nach demselben schema wie in europa. Phantomfotos und fotos aus damaliger zeit stimmten überein. Er war psychopath und wer anderes als ein psychopath kann solche morde begehen? Das motiv??? Wahrscheinlich eine gestörte beziehung zur mutter, denn auf partner und frauen projeziert er sein krankes mutterbild. Dieses wird in der kindheit geprägt. Wenn sie dominant war, oder aber ihr kind emotional und seelisch vernachlässigte, dann kann der keim schon dort entstehen. Nicht alle menschen mit gestörter mutterbeziehung töten auch ihre frauen, aber der fühlte sich sicher, er machte in übersee weiter. Heute sieht der hass auf frarun anders aus, die meisten werden beziehungsunfähig, dominieren und manipulieren frauen, um sich vor ihrem eigenen masochismus zu schützen, der entstanden ist, weil sie sich schon in früher kindheit nicht gegen die überstarke mutter wehren können. Das ist nur eine theorie zu dem "Warum".
Es ist erstaunlich, dass der mensch nur hinter seiner maske er selbst ist...

( A.E. Poe )


Rônin

Moderator

    Deutschland

Beiträge: 3 238

Registrierungsdatum: 24. September 2009

Wohnort: NRW

Danksagungen: 877

  • Private Nachricht senden

15

Donnerstag, 24. März 2011, 18:16

Zitat von »Andersich«

James kelly wurde als jack the ripper von dem profiler "überführt".
James Kelly war schon länger in der Liste der Verdächten, und der Typ der ihn mit seiner Theorie wieder ausgegraben hat, ist ein pensionierter Polizist. Dass diese Theorie aber höchst umstritten ist, und von Ed Norris im Alleingang und ohne irgendwelche Indizien entwickelt wurde, muss man wohl kaum erwähnen. Sie ist extra für den Discovery Channel konzipiert worden, und hat wohl mehr Unterhaltungs- als sonst einen Wert.
Es gibt keinerlei tatsächliche Hinweise, dass Kelly jemals in den USA war; und ähnliche Fälle gleich auf den Ripper zurückzuführen, ist ein großer Fehler. Diese Unsicherheiten gab es wie schon erwähnt auch bei der damals zuständigen Polizei. Klick. Und sie haben den Fall eher komplizierter gemacht, als ihn irgendwie aufzuklären.

Deine Herleitung des Motivs finde ich dann doch ein bisschen gar zu detailliert und klischeehaft, dafür dass wir den Täter nicht mal kennen. Mit einer "gestörten Beziehung zu den Eltern" kann man auch nicht alles erklären, auch wenn man es sich damit psychologisch gesehen sehr einfach machen kann.
"I knew this day would come. Now that it's here, it seems so sudden, and at the same time as if it took forever.
I know this opponent well..."

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Rônin« (24. März 2011, 18:23)


Social Bookmarks

Counter:

Hits heute: 314 | Hits gestern: 2 706 | Hits Tagesrekord: 53 992 | Hits gesamt: 12 424 591 | Gezählt seit: 11. September 2011, 15:03