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Andersich (19.10.2011)
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Weil deine Geschichte was ganz Anderes ist (aus paranormaler Sicht wäre das mehr Telepathie als Telekinese), und außerdem völlig normal erklärt werden kann.
Zitat von »Andersich«
Wieso soll also nicht auch ein massenbewusstsein geben...???
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Das kommt ja sehr auf das Verhältnis an. Wenig Betrieb ist überall mal; und wenn die Züge oder Flugzeuge bei ein paar Unglücken etwas leerer waren als sonst, ist daran statistisch nichts Ungewöhnliches.
Zitat von »Sperrow«
Wie ist das zu erklären. Zufall ? Oder die frühe Urzeit ?
Wow.
Zitat von »Andersich«
ich hab doch auch keine ahnung, aber eventuell gibt es eine art gitternetz um den erdball herum, das all unsere gedanken sammelt und knotenpunkte bildet, die dann sowas wie errechnete prognosen darstellen....
Klar, Menschen können das. Wir können Vorgänge beobachten, Daten auswerten, und aus Erfahrungen Rückschlüsse ziehen. Ich glaube z.B., dass ich ziemlich gut abschätzen kann, was in nächster Zeit in Libyen passiert. Natürlich nur grob. Jemand, der besseren Zugang zur Materie hat, kann sich auch genauere Schätzungen erlauben - die Richtigkeit ist dabei aber nie garantiert. Sowas wie Schicksal gibt es nicht; Soziologie hängt von unzähligen Faktoren ab.
Zitat
sowas wurde doch schon mal diskutiert, dass man aufgrund der dinge, die unmittelbar passieren, prognosen für die zukunft erstellen kann
Die Operationalisierung der Hypothese zur Untersuchung des Phänomens ist soweit schlüssig. Auch ist es schlüssig, dass es sotwas wie "kohärentes Denken einer Vielzahl von Menschen um den Globus hinweg", also ein globales Bewusstsein, gibt und dass dieses globale Bewusstsein ein neues Phänomen ist, da es erst durch die Prozesse der Globalisierung der Massenmedien und dem Aufkommen des Internets entstanden sein kann. Dass die Medien zumeist in der Darstellung von Großerignissen einen ähnlichen Tenor benutzen und daher ähnliche Gefühle und Erregungen bei den Menschen bewirken (oder bezwecken, je nachdem), könnte hier auch auf Zustimmung im Forum treffen.
Zitat
Instead of inferring coherence in a small group of people engaged in a common event, the GCP [Global Consciousness Project] allows us to infer periods of global mental coherence as a result of major news events that attract widespread attention. With the advent of instant world-wide media and a growing number of internet-based news alerts services, the GCP postulates that within minutes of such major events, a sizeable percentage of the world´s population will learn about those events, and as a result shift in global attention and the accompanying mental coherence, the RNGs l(Ramdom Number Generators) located around the world would also begin to deviate from chance behaviour. (Dean Radin: Entangled Minds - Extrasensory Experiences in a Quantum Reality)
Anstatt Zusammenhänge aus einer kleinen Gruppe von Personen abzuleiten, die in gewöhnlichen Ereignissen eingebunden sind, erlaubt uns das GCP (Global Consciousness Project) Schlüsse aus dem Auftreten eines globalen Bewusstseins als Ergebnis von Großnachrichtenereignissen, die weitverbreitete Beachtung finden, zu ziehen. Mit dem Aufkommen der sofort reagierenden, weltweiten Medien und der steigenden Anzahl von internetbasierten News Alert Services, postuliert das GCP, dass innerhalb von Minuten nach solchen Großereignissen ein beachtlicher Prozentsatz der Weltbevölkerung von diesen Ereignissen erfahren wird und folglich die globale Aufmerksamkeit und das begleitende globale Bewusstsein verändern, wodurch die Zufallsgeneratoren über den ganzen Globus beginnen, auch vom Zufallsverhalten abzuweichen.(Eigene Übersetzung)
Sicher. Das könnte man so vereinfachen, bleibt aber eine Vereinfachung. Gefühle entstehen auch körperlich an anderen Stellen (Fingerspitzen, Bauch) und werden wohl im Hippocampus verarbeitet. Aber die Information nützt leider niemals, das "globale Bewusstsein" nachzuweisen, denn du kannst nicht alle Köpfe aller Menschen der Erde "aufschneiden" zu einem bestimmten Zeitpunkt X und untersuchen, ob sie das gleiche Bewusstsein haben zum Zeitpunkt X. Du kannst noch nicht einmal bei 2 beliebigen Menschen messen, ob sie das gleiche Bewusstsein haben, denn der Begriff "Bewusstsein" lässt sich bisher ÜBERHAUPT nicht so operationalisieren, dass er physikalisierbar und daher messbar wäre. Somit bleibt Bewusstsein eigentlich ein Thema der Philosophie, Psychologie und im Fall von Massenbewusstsein (Globalem Bewusstsein) der Soziologie.Also ich dachte immer, dass gefühle vor allem im hippocampus verarbeitet werden und je nachdem, wie die gewichtung ist, in anderen teilen des gehirns abgespeichert werden.
Traumapatienten haben EEG-Veränderungen im hippocampus...;-)
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Mit den Fingern kannst du Reize wahrnehmen. Verwechsle dieses "Fühlen" erstmal bitte nicht mit "Gefühlen" im Sinne von Emotionen; sonst wirds nur unnötig verworren. "Das könnte man so vereinfachen, bleibt aber eine Vereinfachung", in deinen Worten.
Zitat von »Schlüssel«
Gefühle entstehen auch körperlich an anderen Stellen (Fingerspitzen, Bauch) und werden wohl im Hippocampus verarbeitet.
Wieso ist das schlüssig? Bisschen genauer wäre schon schön.
Zitat
Auch ist es schlüssig, dass es sotwas wie "kohärentes Denken einer Vielzahl von Menschen um den Globus hinweg", also ein globales Bewusstsein, gibt
Wieso das? Gerade das Internet ermöglicht einem ja unabhängigere Meinungsbilder als je zuvor. Und dass die Massenmedien immer die gleichen Standpunkte verteten, stimmt so auch nicht. Gerade im Bezug auf Großereignisse wirst du an den folgenden Tagen nach sowas durch die Informationsflut stark voneinander abweichende Informationen finden; und auch danach hängt die Darstellung stark von den politischen Ansichten der Redaktion ab.
Zitat
und dass dieses globale Bewusstsein ein neues Phänomen ist, da es erst durch die Prozesse der Globalisierung der Massenmedien und dem Aufkommen des Internets entstanden sein kann.
z.B.?
Zitat
da man immer noch keine Erklärung dafür hat, warum psychische Ereignisse mit physikalischen Ereignissen wechselwirken
Weil ich dieses Thema eröffnet habe, ist es natürlich eher kontraproduktiv, wenn ich einen auf Spaßbremse mache - aber den Punkt, dass die Daten des GCP prinzipiell in jeder Hinsicht wertlos sind, hast du mitbekommen? Mit dieser Art der Zahlenfummlerei kann man einfach alles beweisen, wenn man es will. Zusätzlich zu den bereits angeführten Kritikpunkten ist auch der Zusammenhang konstruiert, um mal von vorne anzufangen. Warum geht Nelson davon aus, dass die "Ergebnisse" von einem globalen Bewusstsein verursacht werden; und nicht z.B. von Gott, oder schlicht durch die Forscher vor Ort? Er stellt seine Theorie auf, und veröffentlicht fortan selektiv alles, was theoriebestätigend interpretiert werden kann. Dass da über die Jahre einiges zusammenkommt, ist klar. Wie gesagt, mit diesem Vorgehen lässt sich alles beweisen.
Zitat
Quantitativ (hinsichtlich der Fallanzahl) sind die Ergebnisse des GCP bisher schlecht, qualitativ sehr gut (weil extreme Fälle)!
Das ist auch richtig so, dass ersteinmal nur die theoriebestätigenden Ergebnisse berücksichtigt werden, denn wir wissen ja nicht, wie valide solch ein Messinstrument wie der Zufallszahlengenerator ist. Wir wissen nur, dass er nicht sonderlich reliabel bei Psychokinese-Experimenten anderer Machart ist. Das macht es eben nicht einfacher. Bisher gibt es aber meiner Kenntnis nach gar kein anderes besseres Messinstrument als die Zufalssgeneratoren um paranormale Wechselwikungen von Geist auf Materie zu meseen. Also müssen zwangsläufig die Ergebnisse dem Messinstrument angepasst werden und nur die bestätigenden Ergebnisse gesammet werden. Wenn wir das nicht nachmachen würden, wäre die Wissenschaft im 21. Jahrhundert ja davon ausgegangen, dass wir alle inerlich tot sind. Und dann macht eine Wechselwirkung der Psyche mit der Maschine ja keinen Sinn. Wie gesagt, ein besseres Messinstrument gibt es ja nicht.Mit dieser Art der Zahlenfummlerei kann man einfach alles beweisen, wenn man es will. Zusätzlich zu den bereits angeführten Kritikpunkten ist auch der Zusammenhang konstruiert, um mal von vorne anzufangen. Warum geht Nelson davon aus, dass die "Ergebnisse" von einem globalen Bewusstsein verursacht werden; und nicht z.B. von Gott, oder schlicht durch die Forscher vor Ort? Er stellt seine Theorie auf, und veröffentlicht fortan selektiv alles, was theoriebestätigend interpretiert werden kann. Dass da über die Jahre einiges zusammenkommt, ist klar. Wie gesagt, mit diesem Vorgehen lässt sich alles beweisen.
Also beim Internet muss ich dir zustimmen, dass da die Nachrichtendarstellung auswählbar und nicht so manipulatiiv hinsichtlich einer matschigen Masse von Menschen ist, wie bei den Massenmedien. Trotzdem postulieren die Forscher des GCP nicht, dass die Nachrichtenvermittlung gleich ist, sondern die Verarbeitung schockierender Nachrichten sorgt so oder so für eine gewisse Aufregung, unabhängig von deren Performation, die aber in den Massenmedien schon medienökonomischen Verkaufswerten entspricht. Ich denke, Menschen zeigen auf den Tod von tausenden von Menschen alle die gleiche schockierte Reaktion, unabhängig der Darbietung der Information.Wieso das? Gerade das Internet ermöglicht einem ja unabhängigere Meinungsbilder als je zuvor. Und dass die Massenmedien immer die gleichen Standpunkte verteten, stimmt so auch nicht. Gerade im Bezug auf Großereignisse wirst du an den folgenden Tagen nach sowas durch die Informationsflut stark voneinander abweichende Informationen finden; und auch danach hängt die Darstellung stark von den politischen Ansichten der Redaktion ab.
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Irgendwie nicht. Ich kann auch die These stellen, dass Hitler Jedermanns Lebensstandard verbessen wollte, und als Bestätigung dafür die Autobahnen anführen, während ich den Holocaust ignoriere. Soll keine Nazikeule sein; ist nur das Erste, was mir einfiel.
Zitat von »Schlüssel«
Das ist auch richtig so, dass ersteinmal nur die theoriebestätigenden Ergebnisse berücksichtigt werden
Richtig. Komisch nur, dass bisher unter ernsthaften Bedingungen (ohne Zahlenfummlerei) nie so etwas nachgewiesen werden konnte.
Zitat
Bisher gibt es aber meiner Kenntnis nach gar kein anderes besseres Messinstrument als die Zufalssgeneratoren um paranormale Wechselwikungen von Geist auf Materie zu meseen.
Hä?
Zitat
Wenn wir das nicht nachmachen würden, wäre die Wissenschaft im 21. Jahrhundert ja davon ausgegangen, dass wir alle inerlich tot sind.
Stichwort teilen. Ein übergeordnetes Bewusstsein gibts deshalb trotzdem nicht. Du weißt nicht, dass jemand Anders dieselbe Idee hat wie du, bis er es dir mitteilt.
Zitat
Dass Menschen ähnliche Normen und Wetre besitzen ist Paradigma der Kulturwissenschaften. Dass Menschen in Gruppen und Kollektiven gleiche Ideen und Denkarten haben ist Paradigma der Soziologie. Dass Menschen gleiche Vorstellungen teilen ist Paradigma der Sozialpsychologie.
Das höre ich in der Tat nicht gerne. Theoretische Psychologen mit ihren Modellen etc. bringen das Fach nur in Verruf. Sobald sich ein Psychologe oder Soziologe mindestens einmal ernsthaft mit Menschen beschäftigt hat, entwickelt er etwas mehr Respekt vor der menschlichen Psyche. Einzelne Menschen kannst du analysieren und ihr Verhalten schätzen. Einzelne Gruppen kannst du analysieren und ihr Verhalten schätzen. Aber auch wenn bei Gruppe A irgendwannmal Muster erkennbar werden, kann Gruppe B sich trotzdem völlig anders verhalten. Gesamtmodelle sind daher grundsätzlich hinfällig, wenn sie nicht gerade sehr grob gehalten sind. Ich könnte jetzt behaupten, dass Menschen vor bedrohlichen Situationen automatisch wegrennen (Fight or Flight), und hätte nichtmal damit immer recht.
Zitat
In Vorlesungen aller Fächer saß ich und ich kann nur bestätigen, dass diese Disziplinen gerne mal Menschen "über einen Kamm scheren", auch wenn ihr das nicht gerne hört.
Definitiv nein. Irgendjemand kann sich immer freuen - z.B. wenn eine feindliche Armee erfolgreich niedergeschlagen wurde.
Zitat
Ich denke, Menschen zeigen auf den Tod von tausenden von Menschen alle die gleiche schockierte Reaktion, unabhängig der Darbietung der Information.
Zitat
Thomas S. Kuhn vertrat die Auffassung, dass Wissenschaftler im normalen
Wissenschaftsbetrieb nicht nach Falsifikationen suchen, sondern
innerhalb eines akzeptierten Paradigmas
– einer grundlegenden Theorie – an der Lösung von Rätseln und der
Klärung von Anomalien arbeiten (‚Normalwissenschaft‘). „Kein bisher
durch das historische Studium der wissenschaftlichen Entwicklung
aufgedeckter Prozess hat irgendwelche Ähnlichkeit mit der
methodologischen Schablone der Falsifikation durch unmittelbaren
Vergleich mit der Natur.“
Wissenschaftlicher Wandel entsteht nach Kuhn erst, wenn die Anomalien
so groß sind, dass es zu einer wissenschaftlichen Krise kommt. Eine
solche Krise findet statt, wenn das Paradigma aufgrund der Anomalien
seine allgemeine Anerkennung verliert und so die Einigkeit unter den
Wissenschaftlern bezüglich der Grundlagen zersplittert wird.[...]Der Wechsel zu einem neuen Paradigma ist daher eher mit einer
politischen Entscheidung oder einer religiösen Bekehrung zu vergleichen.
Zitat
Insbesondere neue Forschungsprogramme seien erheblichen Widerständen
ausgesetzt und es sei eher eine Frage des Zufalls, ob und in welchem
Zeitraum sie sich etablieren können. Es gebe keine Gründe, warum man
nicht neuen Theorien mit irrationalen Methoden zur Geltung verhelfen
solle.
Zitat
Ein
übergeordnetes Bewusstsein gibts deshalb trotzdem nicht. Du weißt
nicht, dass jemand Anders dieselbe Idee hat wie du, bis er es dir
mitteilt.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schlüssel« (23. Oktober 2011, 14:27)
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Das ist kein Argument. Menschen teilen auch ca. 95% ihres Erbguts mit Mäusen - deshalb würde ich trotzdem nicht behaupten, dass wir ein globales Bewusstsein mit den Mäusen teilen. Die 99% machen uns zu Menschen, das eine Prozent dann zu Individuen. Und immer dran denken, dass Lebensumstände, Umwelt, Zeit, Zufall und eigene Entscheidungen nicht in den Genen festgelegt sind. Der "Geist" somit ebenfalls nicht.
Zitat von »Schlüssel«
Menschen variieren genetisch von Individuum zu Individuum auch nur um 1%. Daraus schließe ich, dass bei der geteilten Sphäre (Globus) und der geteilten Anlage (99% DNA) auch geteilter Geist da ist.
Darauf wollte ich eigentlich auch nicht hinaus. In meinem Analogieschluss ist eigentlich eine operationale Definition versteckt.Und immer dran denken, dass Lebensumstände, Umwelt, Zeit, Zufall und eigene Entscheidungen nicht in den Genen festgelegt sind. Der "Geist" somit ebenfalls nicht.
Ein kleines Zahlenspiel.Menschen
variieren genetisch von Individuum zu Individuum auch nur um 1%. Daraus
schließe ich, dass bei der geteilten Sphäre (Globus) und der geteilten
Anlage (99% DNA) auch geteilter Geist da ist.
Das siehst du ganz richtig. Und deswegen habe ich gerade gezeigt, wie unwahrscheinlich deswegen ein globales Bewusstsein ist. Wir haben trotz der genetischen Übereinstimmung eben doch mehr Unterschiede zueinander.Das was uns ausmacht, sind eben nicht unsere Gemeinsamkeiten, sondern unsere Unterschiede.
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Das kommt aber sehr auf die Größe der Gruppe an. Nach den Studien von Robin Dunbar scheint eine Gruppengröße von 150 Personen ideal für das menschliche Zusammenleben zu sein; wie bei den ganzen Aussteigerkommunen, die völlig ohne autoritäre Strukturen zurechtkommen. Nur wenn es keine Menschen über und unter Menschen gibt, lässt sich das Ganze meiner Meinung nach noch als Zusammenleben bezeichnen - ansonsten handelt es sich logischerweise um Übereinander- oder Untereinanderleben.
Zitat von »secretmagic«
Wenn man es biologisch betrachtet, sind wir keine Einzelgänger sondern sozial agierende Lebewesen, die in der Gruppe stärker sind als allein. Auch das ist ein überlebenswichtiger Faktor.