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Rônin

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Sonntag, 1. Januar 2012, 19:11

La Buses Schatz

Olivier Levasseur (geboren gegen Ende des 17. Jahrhunderts; hingerichtet 1730), genannt La Buse (Der Bussard) war ein Pirat (Zeitweise als französischer Kaperfahrer), der sich durch seine Effizienz im Kampf einen Namen gemacht hat - und durch die Unmengen an Schätzen, die er angehäuft hat, sowie die noch größeren Mengen an Schätzen, die er noch angehäuft haben soll. Sein größter Fischzug war wohl die kampflose (Da die Galleone im Sturm schwer beschädigte wurde, musste sie vorher alle Kanonen als Ballast abwerfen) Kaperung einer portugiesischen, für den Vizekönig und den ostindischen Patriarch bestimmten, Galleone, bei der er mit seiner Crew Gold, Silber, Edelsteine, wertvolle Kunstobjekte, religöse Artefakte und weitere Schätze im Wert von geschätzt 100.000.000 Pfund erbeutet haben soll. Weil er sich später weigerte, der französischen Regierung im Gegenzug für seine Amnestie einen großen Teil seiner Beutestücke auszuzahlen, wurde er in der Nähe von Madagaskar gefangengenommen, nach Saint-Denis auf Reunion gebracht und dort am 7. Juli 1730 für Piraterie gehängt.

Nun soll er vor seiner Hinrichtung noch einen Zettel, in manchen Quellen auch eine Halskette, in die Menge geworfen haben, mit den Worten "Mes trésors à qui saura comprendre!" ("Mein Schatz demjenigen, der dies versteht"). Auf der Karte, bzw. der Kette, soll ein schwer zu entziffernder Code, ein Kryptogramm, gewesen sein - das Original ist schnell wieder verschwunden; das Kryptogramm das wir heute kennen soll eine Abschrift sein, die ein anderer Pirat, Le Butin, angefertigt hat, der behauptete, einige von La Buses Schätzen entdeckt zu haben. Die Geschichten variieren teilweise sehr; und wir wissen weder ob der Schatz existiert, noch ob La Buse wirklich einen Code angefertigt und in die Menge geworfen hat, und ebensowenig, ob die Abschrift, die erst fast 200 Jahre später auftauchte, tatsächlich korrekt ist. Trotzdem haben seit La Buses Tod unzählige Seefahrer an den verschiedensten Orten nach diesem Schatz (Heutzutage auf um die 160.000.000 Dollar geschätzt) gesucht und sind gescheitert.
Was wir heute noch haben ist somit allein das:

Der Code alleine erscheint relativ simpel; aber um Voreingenommenheit zu verhindern, werde ich den allgemein anerkannten Schlüssel mal nur verlinken. Richtig dechiffriert kommt ein auf französisch geschriebenes Rätsel heraus; und hier fangen die Schwierigkeiten natürlich erst an.
Ab hier wäre es sehr praktisch, wenn sich jemand der Französisch beherrscht melden würde - denn ich verstehe außer "Baguette" und "Croissant" kein Wort dieser Sprache.
Für diejenigen, die sich das Dechiffrieren sparen wollen, hier ein Link mit dem mutmaßlichen Wortlaut der Karte: http://migciao.blogspot.com/2009/05/cryp…de-la-buse.html
Nur soviel; ein Mann namens Reginald Cruise-Wilkins hat in den 40ern eine Verbindung zu den 12 Aufgaben des Herkules hergestellt, die ihn erfolglos auf der Insel Mahé enden lassen hat. Das Rätsel bleibt also bis heute ungelöst.
Hier und hier mal noch zwei vielversprechend aussehende (Ich verstehe wie gesagt kein Wort Französisch ;) ) französische Seiten; und hier noch eine auf Deutsch. Hier werden auch noch weitere mögliche Orte genannt an denen der Schatz sich befinden könnte; unter anderem auch die von Le Butin genannten, an denen sich selbstverständlich aber auch nichts (mehr) gefunden hat.

Jetzt natürlich die Frage: Gibt es hier im PP jemanden, der sich mit Ruhm und Reichtum bekleckern möchte, und glaubt das zu können, was unzählige vor ihm nicht vermocht haben? Existiert dieser Schatz überhaupt, oder ist das alles ein Ammenmärchen?
Wer sich die Mühe macht, den Text ins Deutsche zu setzen, würde sich natürlich besonders verdienstreich machen - in Deutschland ist La Buse größtenteils unbekannt; und bisher scheinen sich im ganzen Netz weder deutsche noch englische Übersetzungen zu finden.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.
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kleine Hexe

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Dienstag, 12. Juni 2012, 20:07

Hatte schon lange einen Thread über La Buse geplant, nachdem ich vor einiger Zeit auf den Seychellen war und von der Legende hörte. Hatte aber leider keine Zeit gefunden nachzuforschen. Danke also für's Recherchieren....


Die Schwierigkeit bei diesem Text sind die verwendeten Worte, die übersetzt meist mehrere Bedeutungen haben.

Hier mal meine freie Übersetzung des Textes:

En premier une paire de pigeon triskéle
Als erstes ein Paar....(Hier beginnt schon die Schwierigkeit). Pigeon bedeutet entweder Taube oder aber "der Betrogene/Ausgebeutete/Dumme/Geprellte"
Triskéle ist eigentlich kein französisches Wort sondern stammt aus dem griechischen und beschreibt eine Figur (meist als Lebensspirale gedeutet und in verschiedenen Kulturen zu finden).

En deuxième un cours qui est sur le corps de la tête de cheval
Als zweites einen Weg/Ablauf/Verlauf, der auf dem Körper/Figur/Rumpf/Leiche des Kopfes des Pferdes ist/liegt

n filin tien bien tendu prenez une cuillére
Vermutlich eine Kurzform von „en filin tien“ für:
An deiner straffen/gespannten Leine“ nimm einen Löffel

De miel ou autre vous faite un onguent
Von Honig oder anderem, machst du eine Salbe

Mettez en un petit peu sur la base taillé de la paroi
Streiche ein kleines bisschen davon auf das eingeschnittene/geschliffene Fundament

Vous pouvez patienté pendant 2 heurs pour que ça coule sur la parois
Während zwei Stunden musst du geduldig warten, damit es auf das Fundament hinunterrinnt.

Elimine soigneusement la moitié de la coulure
Entferne gewissenhaft die Hälfte der hinausgeflossenen Flüssigkeit

Pour en y percevoir une femme moulé tu peu nettoyé
Um dort die eingegossene Frau zu erkennen/erhalten die du abwischen kannst

Rue des voyageurs est la trace mince profonde elle est destinée pour vous
…(die) Strasse der Reisenden ist die schmale, tiefe Fährte/Spur; sie ist für dich bestimmt.

Tache apparent est pourvus d'épingles mouvante l'heur importante
..(die) sichtbare Aufgabe (oder der sichtbare Fleck) ist besetzt mit sich bewegenden Stecknadeln (die wichtige Stunde)

Oeil et nez d'un chien qui fait pitié levé la patte
Auge und Nase eines Hundes der bettelt, die Pranke erhoben

Le raz de la mer de bien tiré et direction la rue
Die Flutwelle/Sturmflut des Meeres hinausziehen und die Richtung der Strasse (…zu finden)

Mort vient a qui se ment étant femmel
Der Tod kommt zu demjenigen der lügt da es weiblich (femmelle) ist (?) oder im Sinne von, der Tod kommt zu demjenigen der das Weibliche anlügt (könnte wieder auf die Figur bezogen sein).

J'ai connus moi même se faire de l'anxiété coûte beaucoup
Ich habe für mich selbst erkannt (ich musste am eigenen Leib erfahren),
dass die Ängstlichkeit/Ruhelosigkeit viel kostet

Dans du stresse s'endors un homme
In der Hektik schläft ein Mann ein

Est quand même / plaindre n'est pas ma coutume
Und doch, sich beklagen ist nicht meine Art (Brauch/Sitte).

Une difficulté est mérité et décisive
Eine Schwierigkeit ist der Verdienst/Tribut und entscheidend/ausschlaggebend.


Ihr seht, dass der Text nicht wirklich auf den ersten Blick Sinn macht. Es sollte ja auch eine verschlüsselte Botschaft sein und nicht jeder Dorftrottel sollte den Schatz finden können. Wie gesagt ausserdem die Schwierigkeit der einzelnen Worte, welche mal so, mal so ausgelegt werden können.

Was für mich auch ein Anhaltspunkt wäre, ist die Sache mit der Salbe, welche man auf eine Wand(?) streichen soll, damit sich eine Figur löst. Wäre sicher auch irgendwie machbar.

Das mit dem Hund wäre für mich eine Beschreibung z.B. eines Felsens. Es könnte ja sein, dass es einen Felsen gibt, welcher wie ein Hund mit erhobener Pranke geformt ist, wäre ja schon einmal ein Anhaltspunkt. Sowas wäre ja vielleicht noch zu finden, wenn man auf den Inseln danach suchen würde. Ich habe damals leider nichts derartiges gesehen. Es hat aber viele lustig geformte Granit-Steine auf den Inseln im Indischen Ozean.

Auch die Sache mit dem Pferdekopf könnte eine ähnliche Wegbeschreibung sein, ebenso der Absatz mit der Sturmflut. Damit könnte gemeint sein, dass sich der Weg erst offenbart, wenn die Ebbe einsetzt oder so ähnlich.

Eine Verbindung zu den 12 Aufgaben des Herkules, wie im Text erwähnt konnte ich nur hier finden:

- Aufgabe Nr. 8 Zähmung der menschenfressenden Rosse des Diomedes (das Pferd)
Aufgabe Nr. 12 Heraufbringen des Wachhundes der Unterwelt (Cerberus) an die Oberwelt (der Hund)

Sowie das im ersten Absatz erwähnte Dreifaltigkeitszeichen. Ansonsten konnte ich nichts griechisches im Text entdecken. Bin aber auch kein Profi

Vermutlich müsste man sich zu allererst an die „Wegbeschreibungen“ halten, die jedoch so spärlich sind, dass anscheinend bisher alle gescheitert sind. Man vermutet, dass Levasseur eine Schulbildung genoss, da er als reicher Bürger geboren wurde. Daher auch sein relativ gutes französisch. Man muss trotzdem davon ausgehen, dass einige Worte falsch geschrieben/verwendet wurden, damalige Redewendungen waren oder im Nachhinein falsch übersetzt wurden.

Ehrlichgesagt könnte ich mir gut vorstellen, dass der Schatz von La Buse noch da draussen ist. Man findet schliesslich immer wieder grössere Schätze. Und die Hoffnung und Träume sterben bekanntlich zuletzt. :mrgreen:
"Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
- Albert Einstein

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Samstag, 16. Juni 2012, 22:25

das ganze problem an der sache ist nur , das man nicht weiß , ob es das Original-Rätsel ist . Ich denke auch , dass es noch genug unentdeckte Schätze in den Weltmeeren gibt . Ich persönlich glaube auch an den Schatz von La Buse . Nur aus dem von Kleine Hexe übersetzten Text kann ich nicht viel heraus finden . Ich bin mir dennoch sicher , das irgendwann jemand auf den Schatz stoßen wird .
the gears have been broken, there´s no turning back now.....

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4

Donnerstag, 15. November 2012, 18:20

hey ronin,bist du sicher dass das ding noch keiner gefun den hat? :?: :?: :?:

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5

Donnerstag, 19. März 2015, 04:06

Hallo zusammen
Ich habe sehr aufmerksam die Übersetzung aus dem Kryptogram gelesen und ich bin der Meinung das der Schatz noch irgendwo auf Mahe versteckt ist.
Ich selber war einige male auf den Seychellen und bin natürlich auch auf die Idee gekommen der Sache nachzugehen. Was mich dazu bewegt hat? Nun ja........meine Eltern haben einige Jahre auf Mahe verbracht und mein Dad hat sich natürlich
mit der Schatzsuche beschäftigt. Oft war ich sehr verblüft als er mir seine Theorien erzählte und auch die Hercules Sage kam darin vor.
Oft sind wir in den Bergen herumgeklettert und haben uns durch das Dickicht gekämpft und kamen wie die Dreckferkel nachhause. Ich habe es genossen weil es aufregend war, auch wenn wir nichts gefunden haben.
Einige Passagen in dem Kryptogram sind wirklich interessant und auch umsetzbar auf die Felsformationen. Natürlich nur mit viel Fantasie;-)
Irgendwo steht im Kryptogram etwas von einem Topf. Diesen Stein (Felsen) gibt es wirklich und den Pferdekopf (Pferd) ebenfalls.
Es gibt einige Hinweise auf der Insel ( Punkte,Pfeile etc.) Die so aussehen als wenn die Natur sie nicht geschaffen hat.
Nur weiß man eben nicht ob La Buse diese Zeichen mit in sein Kryptogram mit eingebaut hat oder nicht.
Wenn ich mich recht erinnere soll es eine zweites Kryptogram geben das im Laufe der Zeit verloren gegangen sein soll. Vielleicht steht das im Zusammenhang mit dem ersten und man kann ohne den zweiten Teil nichts anfangen?
Man weiß es eben nicht.............

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