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Rônin

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Freitag, 17. Februar 2012, 15:22

William Shakespeare

Seit dem 18. Jahrhundert wird darüber diskutiert, ob William Shakespeares Werke tatsächlich auch von William Shakespeare stammen, oder von einem, oder sogar mehreren, anderen Autoren.
Auch wenn Shakespeare zu den populärsten Dramatikern überhaupt zählt, ist über sein Leben und seine Persönlichkeit eigentlich nur sehr wenig gesichert. Argumente der "Anti-Stratfordianer" (Wie die Urheberschaftszweifler genannt werden) wären z.B. Shakespeares scheinbar geringer Bildungshintergrund. Oder sein höchst umfangreiches Testament, in dem aber trotzdem kein einziges seiner Werke erwähnt wird; nicht einmal solche, die erst posthum veröffentlicht werden sollten. Oder die Tatsache, dass Shaekespeares Schreibrythmus sich im Jahre 1604 sehr geändert hate, was darauf hindeuten könnte, dass der echte Urheber seiner Werke verstorben war und nur noch ältere Werke veröffentlicht werden konnten. Außerdem gibt es keinerlei Briefe an oder von Shakespeare (Was bei einem Schriftsteller sehr ungewöhnlich ist), und seine letzten Unterschriften wirken wegen ihrer Ungelenkheit nicht wie die eines Mannes, der regelmäßig schreibt. Für ausführlichere Infos über die verschiedenen Streitpunkte empfehle ich mal den entsprechenden Wiki-Artikel.
Populäre Kandidaten für die "echte" Urheberschaft wären z.B. Christopher Marlowe, William Stanley, 6. Earl of Derby und allen voran Edward de Vere, 17. Earl of Oxford; letzterer wird auch von einigen Prominenten der jüngeren Zeitgeschichte als echter Urheber angenommen. So soll z.B. sein Schreibstil im Wandel der Zeit immer sehr an die aktuellen Shakespeare-Werke erinnern und auch soll sich seine Lebensgeschichte gelegentlich darin widerspiegeln; außerdem starb er 1604, im Jahr, in dem Shakespeares Produktivität ungewöhnlich gesunken ist; und auch danach folgten nur noch wenige Stücke.

Ist das alles Überinterpretation oder stimmt mit der Urheberschaft von Shakespeares Werken tatsächlich etwas nicht?
"I knew this day would come. Now that it's here, it seems so sudden, and at the same time as if it took forever.
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Ricya

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Samstag, 18. Februar 2012, 09:53

Nun ja, vielleicht hatte Shakespeare es tatsächlich nicht so mit dem Schreiben, was aber nicht heißen muß, daß die geschriebenen Werke nicht seinem Kopf entsprungen sind.
Eventuell war einer der oben genannten Kandidaten so etwas wie sein "Ghostwriter"?

Lg Ricya
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Ichbins

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Samstag, 18. Februar 2012, 12:11

Da scheint es wohl erhebliche Zweifel zu geben, ob das, wie es uns überliefert wurde, stimmt.
Fakt ist wohl, dass Shakespeare reich und einflussreich war.
Wenn ich dann lese:

Zitat

Shakespeares ehemalige Theaterkollegen John Heminges und Henry Condell veröffentlichten seine Werke unter dem Titel Mr William Shakespeare’s Comedies, Histories and Tragedies in einem großformatigen Buch, First Folio.

...dann kommt mir der Verdacht, dass man seinen Namen nach seinem Tod benutzt hat, um Stücke zu veröffentlichen, die man ohne den Namen Shakespeare nicht hätte veröffentlichen können.

Rônin

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4

Mittwoch, 20. Juni 2018, 19:52

Es gibt ja auch n Stück, bei dem Experten sich bis heute drum streiten, ob es von Shakespear stammt: Edward III.
https://en.wikipedia.org/wiki/Edward_III_(play)
Man geht meist davon aus, dass er es zumindest teilweise verfasst hat und der Rest von Thomas Kyd stammt. Zählt man Shakespears gesammelte Stücke auf, nennt man Edward III aber meist nicht.
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