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Manetuwak

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106

Dienstag, 19. Januar 2016, 16:17

Damit meine ich, dass irgendwann ein Punkt erreicht ist an dem ebenso viele Menschen geboren werden wie in diesem Moment auch sterben. Das klassische Gleichgewicht. Ich habe mich aber nebenbei noch ein wenig informiert und über wikipedia gibt es einen Einschub, Seitens der UNO, der eine Prognose für die Jahre 2025 und 2100 darstellt. Diese basiert auf eine Erhebung aus dem Jahr 2010 und korrigiert die Annahmen aus dem Jahr 1975. Außerdem stellt dieser klar, dass alle jemals gemachten Voraussichten immer deutlich zu hoch lagen. Dies erlaubt zum einen die Mutmaßung das die Prognosen für 2025 und 2100 auch diesmal zu hoch gegriffen sein könnten und zum anderen stellt dies dar, dass die Populationsdichte immer sehr vielen Faktoren unterliegt. Nicht nur die naheliegenden wie Nahrung und Krieg.

Eine weitere gute Erklärung meiner Aussage findet sich hier. Im Kapitel "Vorausberechnungsvarianten" gibt es dazu auch eine sehr anschauliche Grafik.
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Knurzhart (19.01.2016)

Vivajohn

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107

Donnerstag, 15. Dezember 2016, 14:58

Mal noch einige Gedanken von mir zur Thematik:

Der Mensch überlegt doch in der Hinsicht nicht selten in einer gewissen Überheblichkeit zur Natur gegenüber. Wenn der Mensch irgendwo auf die Bühne tritt, dann sind alle Folgen für das entsprechend lokale (oder globale) Ökosystem "künstlich", nicht natürlich. Weil wir uns selbst nicht mehr der Natur zugehörig ansehen.

Mal ein Gedankenexperiment:
Was, wenn der Mensch tatsächlich ein von der Natur (oder Evolution, oder Erde, oder was auch immer) ein "gewünschtes" Lebewesen ist? Er also nach wie vor innerhalb der "Parameter" natürlicher Ereignisse abläuft?
Oder anders: Welcher Grund könnte hinter der Erscheinung des Menschen (als rezente Spezies) verborgen sein?
Ich erachte es tatsächlich als möglich, dass darin ein tieferer Sinn liegt. Diese Welt ist kosmischen Ereignissen völlig ausgesetzt. Wenn die Sonne ihr Lebensende erreicht, ist das Leben hier vorbei. Gibts ne grössere Kollision, ists vorbei. Kommen wir zu nah an gewisse Sternentypen, wird die Erde durch Strahlung einfach sterilisiert und jegliches Leben wegradiert. Der Mensch ist aber in der Lage zur Raumfahrt. Und wenn er in die weiten des Alls vordringt, kommen mit ihm (oder auch ohne ihn) Tausende von Arten mit und könnten "das Leben" verbreiten. "Der Natur" dürfte das Überleben einer einzigen Spezies (wie den Menschen) dabei recht egal sein. Denn erst mal woanders, hat "das Leben" wieder Zeit sich zu entwickeln und neue Wege zu gehen.

Das soll keine Überlegung sein im Sinne von Rechtfertigung, dass der Mensch nun jeden Eingriff in die Ökosysteme gedankenlos tätigen kann, aber mal ein anderer, etwas abstrakterer Ansatz für eine "Sicht über die Dinge".

Was nun in Tausend Jahren sein wird? Ehrlich, so recht weiss ich das nicht... Aber die Voyager und Pioneer Sonden werden sich auch dann noch immer weiter aus unserem Sonnensystem bewegen und auf ihnen wird man mit Bestimmtheit immer noch Mikroben von der Erde finden. Ein spannender Gedanke!

mfg Vivajohn

Manetuwak

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108

Freitag, 16. Dezember 2016, 10:10

Dein Gedankenexperiment soll bedeuten, dass wir (und vermutlich jede andere Lebensform die sich zu ähnlichen oder noch höheren Leistungen entwickelt) den Zweck erfüllen sollen, dass Leben selbst weiter zu geben und zu dessen Erhalt einen Beitrag leisten indem wir die Raumfahrt irgendwann, so hoffe ich zumindest, soweit entwickelt haben um andere Planeten oder sogar Sonnensysteme zu erreichen um dem Exodus entgegen zu wirken.
Das ist ein beschaulicher Gedanke, da er dem Leben an sich zuträgt aber gleichzeitig keinen Egozentrismus in dem Sinne beinhaltet, der dem Menschen über viele Religionen hinweg zugesprochen wird. "Der Mensch als höchste göttliche Schöpfung" wird somit zu einem banalen Lebewesen degradiert, was er zweifelsohne auch ist.
Das Leben selbst und alleinig soll und muss bestand haben.
Vor dem Hintergrund des Dualismus, ergibt das auch Sinn. Denn das Leben ist ja nichts anderes als das Gegenteil des Todes und in absolut jedem System das man betrachten kann wird sich über kurz oder lang ein Gleichgewicht einstellen. Das ist ein Naturgesetz. Eher geläufig im Bereich der Physik und vor allem in der Thermodynamik. Vielleicht also ist auch das Leben eine Notwendigkeit, ein Muss, da es den Tod gibt. Und vielleicht ist man deswegen auch nicht ewig Tod, da das Gleichgewicht erhalten werden muss...
...
Ich drifte ab...entschuldigung!

Bezüglich der Mikroben: Glaubst du nicht, dass die Sonden mittlerweile steril sein müssten? Klar gibt es Extremophile. Naja. Ich hoffe du hast recht und die SOnden stürzen irgendwann auf einen Planeten, der dadurch geimpft wird. Das wäre schon cool.
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Vivajohn

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109

Freitag, 16. Dezember 2016, 11:42

Das ist ein beschaulicher Gedanke, da er dem Leben an sich zuträgt aber gleichzeitig keinen Egozentrismus in dem Sinne beinhaltet, der dem Menschen über viele Religionen hinweg zugesprochen wird. "Der Mensch als höchste göttliche Schöpfung" wird somit zu einem banalen Lebewesen degradiert, was er zweifelsohne auch ist.
Das Leben selbst und alleinig soll und muss bestand haben.
Das Empfinde ich ebenso. Wir haben irgendwie die Eigenschaft, uns ganz engstirnig Individualistisch zu betrachten. Dabei ist es doch eigentlich so, dass das gesamte Leben auf dem Planeten auch untereinander verwandt ist, wenn man nur genug weit zurückblickt. Dem Anfang entstammen wir alle aus der selben Ursuppe... Die Wechselwirkungen für ein vernünftiges Ökosystem sind gewaltig... und faszinierend. Was sich da alles um, auf und im Menschen an Kleinstlebewesen tummelt und auch sonst in Koexistenz mitlebt... riesig... Dabei habe ich, wenn ich ehrlich bin, auch heute noch manchmal Mühe damit, dass mein Kopfkissen angeblich aus bis 10% aus Milben und Milbenkot besteht!

Bezüglich der Mikroben: Glaubst du nicht, dass die Sonden mittlerweile steril sein müssten? Klar gibt es Extremophile. Naja. Ich hoffe du hast recht und die SOnden stürzen irgendwann auf einen Planeten, der dadurch geimpft wird. Das wäre schon cool.
Ok, das Thema ist nicht ganz einfach! Das aller erste Mal darüber gestolpert bin ich in Zusammenhang damit ( klick ). Die Thematik im Allgemeinen ist sogar erst ums Millennium so richtig in Fahrt gekommen (genau Jahreszahl weiss ich nicht mehr), als der NASA bekant wurde, dass ihre Sterilräume eben doch nicht so steril sind, wie sie immer angenommen haben. Seither haben Biologen im Weltall beachtliches festgestellt. Von in der äusseren Atmosphäre lebenden Algenverwandten bis hin zu Einzellern, welche nicht ausschliesslich durch Stasis im Weltraum überleben.
Um da aus dem Artikel was raus zu ziehen:

Zitat

Some microorganisms can survive for a long time in a vacuum. One study found that the majority of bacteria that spent six years in space survived—though only if a shade protected them from the Sun's UV light. Other studies have agreed that radiation is the main thing to worry about, and the radiation environment inside a spacecraft is complex.
Auf der anderen Seite versteht man vieles im längeren Kontext noch nicht:

Zitat

If they suffer a death rate of 30% per six years, as in one of the studies, then there would still be a million of them alive after 50 years, dying at a rate of 1 every 10 minutes. On the other hand, the author of the 2008 study speculated that microbes could avoid hits from cosmic radiation for extremely long time periods, and other sources have speculated about survival for thousands or even millions of years.
Man muss dann am Schluss allerdings eingestehen:

Zitat

But no one really knows.
Ich bin aber äusserst zuversichtlich mit der grundsätzlichen Aussage: "Das Leben findet immer einen Weg!"
Wir dürfen das in unserem grössenwahnsinnigen Individualismus nur nicht so persönlich nehmen^^

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Manetuwak (16.12.2016)

Estebenjo

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110

Freitag, 16. Dezember 2016, 20:25

Wir haben an und in unserem Körper 10 mal mehr Mikroorganismen, als eigene Zellen, da würde auf nem längeren Flug einiges mitkommen.
"Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens


Wer weiß muss nicht glauben.

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