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Worldrider

mister twix

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Montag, 23. April 2012, 15:44

Der Terrorvogel

Wenn es bereits einen Thread hierzu gibt , dann löscht ihn bitte . Ich habe von diesem Tier erst seit einer Doku über ihn erfahren und habe mich gewundert , was das für ein aggresiver Räuber ist . Der Terrorvogel hatte einen mächtigen Schnabel , den er wie eine Axt benutzte . Er konnte damit seine Beute in wenigen Sekunden bewegungsunfähig machen oder sogar gleich töten . Ich will jetzt nicht total beschreiben aber ich werde noch einen Link zum Terrorvogel einsetzen . Bis heute gibt es leider nur spekulationen , wie er ausgestorben ist . Eine ist , das er sich von den Säbelzahntigern und Hunden bzw Wölfen ausrotten lies . Doch ein Jäger , der spielend leicht ein ausgewachsenes Pferd töten kann , könnte sich ja wohl mit diesen Tieren messen . Bitte schreibt noch eure Meinungen rein . Hier ist noch der Link http://de.wikipedia.org/wiki/Terrorv%C3%B6gel
Liebe Grüße
the gears have been broken, there´s no turning back now.....

Feynûri

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2

Montag, 23. April 2012, 16:34

Auf dem von dir verlinkten Wikipedia-Artikel fallen mir eigentlich sofort zwei Dinge auf, die den Grund des Aussterbens ziemlich gut erklären könnten.

Zitat

Über die Ursache ihres Aussterbens ist nur sehr wenig bekannt. Man vermutet, dass die Phorusrhaciden den neu einwandernden Säbelzahnkatzen (Machairodontinae) und Hunden (Canidae) nicht gewachsen waren.

Das ist die offizielle, wissenschaftliche Vermutung. Ich denke das ist auch eine sehr wahrscheinliche Möglichkeit. Die Katzen und Hunde sind beides Rudeltiere, die in großen Gruppen gemeinschaftlich jagen gegangen sind. Ich denke, die Vögeln waren denen wirklich nicht gewachsen. Weder als Feind, noch als Konkurrent.

Einen weiteren Grund sehe ich darin:

Zitat

Terrorvögel waren [...] bodenbewohnende und meist flugunfähige Vögel

Natürlich verstehe ich, dass sie sicherlich erfolgreich sein konnten, als Jäger im Tierreich, allerdings muss man sich immer vor Augen halten, dass es von dieser Art sehr viele gab.
Hätten sie fliegen können, so wären sie sicher wesentlich erfolgreicher gewesen. Sie könnten sich besser verteidigen, mehr Beute finden, größere Strecken zurücklegen.
Dadurch, dass sie an den Boden gefesselt waren, teilten sie sich automatisch sowohl den Lebensraum, als auch die Beute mit den meisten anderen Jägern des Tierreiches. Ein Konkurrenzkampf, in dem nunmal einige untergehen werden.
"Wir ziehen in den Krieg. Die Elfen sind im Begriff unseren Wald zu verlassen. Und wir werden im Triumph heimkehren - oder gar nicht."

Manticor

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3

Donnerstag, 26. April 2012, 14:13

@ Feynûri: Die Stärken des Terrorvogels waren aber doch gerade seine Stärke und sein massiver Schnabel; auf diese Eigenschaften hätte er verzichten müssen, wenn er fliegen gelernt hätte. Er wäre zum 08/15-Raubvogel geworden und nicht halb so erfolgreich gewesen.


Der Terrorvogel stand lange Zeit an der Spitze der Nahrungskette in Südamerika, als aber um ca. 10 000 v.Chr. Nord- und Südamerika zusammendrifteten, kamen die Smilodons über die neu entstandene Landbrücke und verdrängten die Terrorvögel, sodass sie zu Aasfressern wurden und bald darauf ausstarben. ;(


LG Manticor
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Dienstag, 1. Mai 2012, 01:52

Ähnliches

Interessant vielleicht folgender Hinweis:

Mit dem "Sekretär" existiert heute noch ein interessanter Vogel, der sich sozusagen das beste aus beiden Lebensräumen herausgesucht hat: er jagt äußerst geschickt am Boden ist aber ebenso flugfähig.
Zwar wird er nur bis zu 1,50 groß, wäre aber eine schöne Vorstellung, ihn mal doppelt so groß zu sehen.

Siehe dazu : http://de.wikipedia.org/wiki/Sekret%C3%A4r_%28Vogel%29

Außerdem erinnert mich das Ende des "Terrorvogels" etwas an die traurige Geschichte der friedlichen, pflanzenfressenden Moas und der riesigen Haastadler aus Neuseeland, die wohl immerhin bis ins 14. Jahrhundert existierten und dann ebenso von einem überlegenen Raubtier ausgerottet wurden: dem Mensch.

Siehe dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Moa

und: http://de.wikipedia.org/wiki/Haastadler

Man beachte bei beiden Wikipedia-Einträgen die Erwähnung der krytozoologischen Bemühungen! ;)
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Simon aus "Simon & Simon"

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Manticor

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Dienstag, 1. Mai 2012, 15:31

Vom Haastadler habe ich auch schon gehört...er hatte, glaube ich, eine Flügelspannweite von 8 Metern und konnte jeden Moa umwerfen. Er war allerdings ein reiner Flugvogel und hatte mit dem Erdboden nicht viel am Hut.
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6

Dienstag, 1. Mai 2012, 18:13

Schon klar, aber da er im Zusammenhang mit den Moas steht und aus ähnlichen Gründen ausstarb, habe ich ihn hier aufgeführt.
Interessant ist er allemal... :D (obwohl er keineswegs 8, sondern etwa 3 Meter Flügelspannweite besaß...)
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Corvus Corax

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Freitag, 11. Mai 2012, 16:29

Der Terrorvogel war flugunfähig und somit ein Bodenbrüter.
Er kann noch so stark und furchterregend gewesen sein - seine Augen konnte er sicher nicht überall haben.
Und warum sollen sich Caniden und Feliden mit Altvögeln anlegen wenn sie die Brut haben können?
Den Kiwis ist es schließlich nach der Einschleppung der Katzen nicht anders ergangen.
Zudem sind heutige große, bodenbrütende Vögel, wenngleich sie wehrhafte Eltern sind, oft auch nicht klüger als 1m Feldweg.
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Sonntag, 10. Juni 2012, 20:31

Die Theorie des Ausstebens durch solche Karnivoren ist auch meiner Meinung nach sehr wahrscheinlich. Den Dronten/Dodos ist es ja auch so ergangen. Sie waren auf Mauritius die größten Tiere und sehr wehrhaft. Durch die ersten Inselsiedler wurden Ratten eingeschleppt. Sie vernichteten die Brut der Dronten so effektiv, dass das zum Aussterben geführt hat. Sehr logische These, weiß garnicht was es dar zu diskutieren gibt. :hirn:

Feynûri

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Sonntag, 10. Juni 2012, 21:38

Die Theorie des Ausstebens durch solche Karnivoren ist auch meiner Meinung nach sehr wahrscheinlich.


Ich im Gegenzug halte es für sehr unwahrscheinlich.
Der Terrorvogel ist ein sehr starkes, sehr wehrhaftes Tier. Ich glaube nicht, dass sie wirklich richtige natürliche Feine hatten. Zumindest die ausgewachsenen Vögel nicht.
Natürlich kann es sein, dass auf die Brut Jagd gemacht wurde, wie du beschreibst, allerdings wären da immer noch die Elterntiere, die ihre Kinder beschützen..

Ich glaube eher daran, dass sie auf natürlichem Wege verdrängt wurden, indem sie Konkurrenten hatte, die dieselbe Beute gejagt haben.
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Montag, 11. Juni 2012, 11:39

Zitat

Den Dronten/Dodos ist es ja auch so ergangen. Sie waren auf Mauritius die größten Tiere und sehr wehrhaft.


Der Dodo ist aber ja doch relativ klein im Vergleich zum ebenfalls in Mauritius vorkommendenElefantenvogel welcher ja doch bis 3 Meter gross war. Allerdings handelt es sich dabei um einen Pflanzenfresser (ähnlich den afrikanischen Straussen) welcher im frühen 17. Jahrhundert (er lebte zeitgleich mit den neuseeländischen Moas) durch die Menschen ausgerottet wurde. Seine Eier (Inhalt von 8-9Litern) war bei den Einwohnern sehr beliebt. Es war zweifellos sicher nicht einfach, an die Eier zu kommen, da er wirklich riesig und eine halbe Tonne schwer war.

Den Sekretärsvogel konnte ich letztes Jahr selber beobachten, als ich in Tanzania war. Unglaublich, dass es einen Raubvogel mit so langen Beinen gibt.

Zitat

Ich glaube eher daran, dass sie auf natürlichem Wege verdrängt wurden, indem sie Konkurrenten hatte, die dieselbe Beute gejagt haben.


Das glaube ich auch. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Tiere aufgrund fehlender Nahrung ausstarben, da sich auch andere Spezies vermehrt auf die Jagd am Boden spezialisierten. Auch wenn man da Kämpfe untereinander (z.B. mit Säbelzahntigern) natürlich nicht ausschliessen kann.
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