Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: :: Paraportal.org :: Das Forum für Grenzwissenschaften. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Beiträge: 1 019

Registrierungsdatum: 3. November 2012

Danksagungen: 260

  • Private Nachricht senden

31

Donnerstag, 31. Januar 2013, 10:34

Also ich kann die Bedenken der Nichtspender sehr gut verstehen.
Mir passiert was, ich könnte aber noch gerettet werden, blöderweise habe ich einen Spenderausweis, die Folge: der Arzt nimmt mich aus obwohl ich "noch nicht richtig tod" bin.
Es kommt allerdings auch nicht viel um diese Sorgen zu nehmen, nur Moralismus.

Und selbst wenn man Spender ist, heisst das noch lange nicht das man jemand tatsächlich rettet.
Ich könnte allein sterben, werde zu spät entdeckt, Zellverfall.
Ich könnte einen grausigen Tod durch physische Zerstörung haben, Unfall, Gewlatverbrechen, Explosion.
Die Organe sind durch Krebs, Vergiftung unbrauchbar.
Die Organe sind gesund, aber der Empfänger akzeptiert sie nicht richtig.

Ich selber bin mir da noch immer unentschlossen Spender zu sein, und das wird sich wohl kaum noch ändern.

Lexidriver

Ehrenmitglied

Beiträge: 1 604

Registrierungsdatum: 26. Juni 2009

Wohnort: Oberösterreich

Danksagungen: 155

  • Private Nachricht senden

32

Donnerstag, 31. Januar 2013, 10:38

Zitat

Jeder hat das gute Recht, eine Organspende, Blutspende oder was auch immer zu verweigern, aber mein Recht ist es dann auch, dies befremdlich zu finden.
Du nimmst dir das Recht über andere Menschen zu urteilen weil sie diese Praxis nicht unterstützen?
Weißt du was ich lass mich nicht ausnehmen wie ein altes Auto.
Nieren, Leber, Herz, Lunge...damit könnte ich noch leben, aber das sogar Knochenteile, Augen, Sehnen, Haut und alles andere genommen werden kann und darf, damit kann ich nicht leben.

Ich kann auch nicht damit Leben das mein Umfeld damit alleine bleibt und mich nachher nicht mehr anschauen kann weil ich so dermaßen entstellt bin.
Ich kann auch nicht damit leben das ich würdelos wie ein Ersatzteillager ausgenommen werde, wie am Basar, jeder nimmt sich ein Stück davon.
Und da sind sie noch nichtmal fertig, verschwinden sie auch schon wider, und meinen Kadaver darf dann irgend ein überforderter OP-Helfer zusammenbauen.

Zitat

Naja wenn man tot ist braucht man es ja nicht mehr und einem anderen kann es das Leben retten, ich weiss nicht was es da zu überlegen gibt.
Du bist aber noch nicht tot, und darüber gibt es nichts zu streiten.
Es ist eine legetimierte Tötung, und mehr nicht.
Der "Hirntot" ist nicht der Tod, und das sehe nicht nur ich als Laie so, das ist aber ein ganz anderes Thema.

In der Schweiz ist eine Vollnarkose pflicht, in DE und AT ist das eine Frage des Anästhesisten.
Der Körper reagiert eindeutig auf den Eingriff, und das lässt sich messen, da wird aber nicht eingeschritten, der "Hirntote" merkt eh nichts mehr.

DAS verstehe ich nicht, es gibt eben Zweifel daran das der Tote (der aber Lebendig genug ist um seine Organe zu Spenden) noch etwas spürt und doch reagiert.
Warum nicht einfach sicherheitshalber eine massive Dröhnung verpassen damit da sicher kein Schmerz da ist?
Warum werden die Menschen nicht darüber aufgeklärt was mit ihrem Angehörigen wirklich passiert?

Es gibt für mich einfach zu viele Contras, und um das klar zu stellen, ich will auch kein Organ, wegen mir stirbt keiner auf diese Art und Weise.
Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Yensaya (31.01.2013)

Dietlinde

Psiball-Erzeuger

Beiträge: 644

Registrierungsdatum: 28. November 2011

Danksagungen: 495

  • Private Nachricht senden

33

Donnerstag, 31. Januar 2013, 10:57

ich denke, ich weiss es nicht, dass es schon krass ist, wenn dem hirntoten sofort die organe entnommen werden.

Natürlich ist das nicht schön, aber wenn man zu lange wartet, sind die Organe nicht mehr zu gebrauchen. Ein toter Körper, dessen Funktionen künstlich aufrechterhalten werden, ist schließlich nicht dasselbe wie ein lebender Körper, in dem ständig alles auf den aktuellen Zustand abgestimmt wird. Wenn man aus Rücksicht auf die Gefühle von Angehörigen oder Pflegepersonal zu lange wartet, hat ein Kranker das Nachsehen, der dann wieder ewig lange warten muss.

Ich selbst habe einen Organspenderausweis, denn wenn ich tot bin, brauche ich meine Organe sowieso nicht mehr. Bis jetzt gibt es noch keine Möglichkeit, künstliche Organe herzustellen. Ich kann aber auch jeden verstehen, der seine Organe nicht spenden möchte. Und das muss ja auch niemand. Die Diskussion hier liest sich manchmal so, als ob man es müsste. Das ist doch überhaupt nicht der Fall! Es geht doch nur um die vielen Millionen Menschen, die nur deshalb keinen Ausweis haben, weil sie noch nie darüber nachgedacht haben, und die deswegen nicht in Frage kommen, obwohl sie vielleicht bereit gewesen wären, hätten sie darüber nachgedacht.
Es ist ja auch nicht so, dass von jedem Verstorbenen, der einen Spenderausweis hatte, die Organe entnommen würden! Nicht einmal jeder (vor dem Tod) Gesunde kommt dafür in Frage. Für Panik besteht überhaupt kein Anlass.

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Corvus Corax (31.01.2013), Yensaya (31.01.2013)

res

Herr der Zahlen

Beiträge: 1 155

Registrierungsdatum: 22. März 2007

Danksagungen: 59

  • Private Nachricht senden

34

Donnerstag, 31. Januar 2013, 13:43

Ich selbst habe einen Organspendeausweis, weil ich praktisch denke und es einfach schade finde wenn meine Organe nur als Insektenfutter oder ähnliches verwendet werden würde. Ich finde es auch in Ordnung, wenn jemand das ablehnt, aber ich finde jeder sollte sich damit beschäftigt haben.
Fakt ist, dass es zu wenige Spender gibt und wenn der Grund für ein Nichtspenden nur die Tatsache ist weil der potentielle Spender sich nicht mit dieser Frage auseinander gesetzt hat, dann finde ich das mehr als schade.
Ich denke, dass ein Hauptgrund für das Nichtbesitzen eines Organspendeausweises, die Bequemlichkeit/Unkenntnis darüber ist.
Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
Tötet alle Schmetterlinge!

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Corvus Corax (31.01.2013)

Yensaya

Ufo-Kapitän

  • »Yensaya« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 303

Danksagungen: 528

  • Private Nachricht senden

35

Donnerstag, 31. Januar 2013, 13:56

Ich selbst habe einen Organspendeausweis, weil ich praktisch denke und es einfach schade finde wenn meine Organe nur als Insektenfutter oder ähnliches verwendet werden würde. Ich finde es auch in Ordnung, wenn jemand das ablehnt, aber ich finde jeder sollte sich damit beschäftigt haben.
Da gebe ich dir recht. Doch glaube ich nicht das hier Bequemlichkeit der Grund ist.
Ich denke es ist die Angst vor dem Tod und dem Verdrängen was mit dem eigenen Körper passiert.
Wenn ich so an die ältere Generation denke, gerade meine Schwiegereltern die über 80 sind, da spielt der Tod eine übergeordnete Rolle (weil er in nächster Nähe rückt) aber sie schieben es ganz weit von sich, das Sterben und die damit verbundene Vorsorge.

Die meisten Leute die Spenden sind zwischen 20 und 30. Das Alter ist bei diesen Menschen noch ganz weit weg, sie stehen meist mitten im Leben, der Tod ist weit entfernt (Unfall oder Krankheit stehen Gedanklich selten im Mittelpunkt ihres Lebens).
Aus dem Grund ist es auch leichter sich für eine Organspende zu entscheiden.


Ich glaube je älter man wird, desto mehr hat man mit dem eigenen Körper erlebt, Altern, Krankheiten, Veränderungen all das sind Dinge die Binden. Ich kann meinen Körper nicht mehr von meinem Geist trennen und - ich glaube - deshalb fällt es mir schwer hier von meinen Organen zu sprechen, als würden sie nach meinem Tod nicht mehr zu mir gehören...

Eine Diskussion kommt oft erst dann auf, wenn ich mich mit jüngeren Menschen unterhalte - zumindest konnte ich das in meinem Umfeld beobachten.


Grüße von Yen

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Andersich (01.02.2013)

opelkult

Verschwörungstheoretiker

Beiträge: 57

Registrierungsdatum: 14. Juni 2012

Danksagungen: 16

  • Private Nachricht senden

36

Samstag, 2. Februar 2013, 19:17

Hier glaubt doch nicht ersntahft jemand das Organe entnommen werden wenn der Tod nicht 1000% feststeht?!?!?!?!?

Von mir aus können die mir dann alles entnehmen, Haut, Augen, Sehnen usw. usf. Je mehr desto mehr Leuten können sie helfen.



Ich helfe solange ich lebe, wenn ich tot bin will ich keinem mehr helfen, was ist das denn bitte für eine Aussage? Grade durch Organspende kann man Leben retten, das finde ich ist ein bisschen was anderes als Butterbrote an Obdachlose zu verteilen.

Lexidriver

Ehrenmitglied

Beiträge: 1 604

Registrierungsdatum: 26. Juni 2009

Wohnort: Oberösterreich

Danksagungen: 155

  • Private Nachricht senden

37

Samstag, 2. Februar 2013, 20:15

Zitat

Hier glaubt doch nicht ersntahft jemand das Organe entnommen werden wenn der Tod nicht 1000% feststeht?!?!?!?!?
Kannst oder willst du es nicht verstehen, wärst du tot könnte man die Organe nicht benutzen.
"Hirntod" ist ein juristischer Begriff der es den Ärzten erst ermöglicht die Explantation durchzuführen.
Du bist bestenfalls sterbend, in diesem Fall wirst du auch noch daran gehindert und deine Angehörigen werden massiv unter Druck gesetzt.

Einer meiner Kritikpunkte ist das eben nicht sicher ist das der "Tote" (der noch lebendig genug ist um seine Organe zu nehmen) keine Schmerzen verspürt, die Anzeichen stehen eher dagegen, das wird aber nicht so gerne darüber diskutiert.
In der Schweiz wird der Spender vollständig narkotisiert, das schließt wenigstens den Schmerz aus und finde ich ist das mindeste was man machen kann.

Des weiteren werden beim Patienten (Ersatzteillager) Tests durchgeführt die meines Erachtens nicht nur grausam, sondern nicht im Sinne das Patientin sind, darum auch mehr als fragwürdig.
In GB ist ein EEG (das nur ein paar mm ins Gehirn messen kann) nichtmal verpflichtend, und in AT wirst du nicht einmal gefragt ob du Spenden willst, du musst dich explizit in ein Register eintragen lassen.
Aufgeklärt wird auch nicht wirklich, das erklärt auch warum die Spenderquote bei uns fast doppelt so hoch ist wie in DE.

Das sind jetzt nur ein paar Kleinigkeiten die mir auf die schnelle einfallen, Ethik, Profit etc. sind hier noch nicht besprochen.
Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Yensaya (02.02.2013)

opelkult

Verschwörungstheoretiker

Beiträge: 57

Registrierungsdatum: 14. Juni 2012

Danksagungen: 16

  • Private Nachricht senden

38

Montag, 4. Februar 2013, 21:39

Ich hab das durchaus verstanden. Es gibt übrigens auch Spenden nach dem Tod. Ich geh als Laie mal davon aus das wenn man von Ärzten als hirntot eingeordnet wird man es auch tatsächlich ist und dann wird wohl keine Aussicht auf Besserung bestehen und falls doch bin ich mir nicht sicher ob da nicht der Tod vorzuziehen wäre. Nichts desto trotz schrieb ich ja das muss jeder selber wissen, wenn du das nicht tun willst ist das ja dein gutes Recht, dagegen sagt ja niemand was.

Aiden

Nachwuchsvampir

Beiträge: 47

Registrierungsdatum: 12. August 2006

Wohnort: Ludwigshafen am Rhein

Danksagungen: 15

  • Private Nachricht senden

39

Freitag, 8. Februar 2013, 20:12

Ich habe keinen Organspendeausweis und ich werde mir auch keinen Zulegen. Ich kann allerdings nicht beurteilen, ob meine Gründe dafür rein logischer Natur sind.
Zumindest egoistischer Natur sind sie, vielleicht noch je nach persönlicher Sichtweise mit einem Quentchen Moral.

Zunächst einmal wünsche ich eine Feuerbestattung, was allerdings nicht der Hauptgrund oder zumindest nicht mein Hauptgrund wäre, der gegen einen Spenderausweis spricht. Man kann sich schließlich auch ohne vollständige Organik verheizen lassen.

Nein, mir geht eher die medizinische Doppelmoral an die Nieren: Auf der einen Seite darf ich kein Blut spenden. Aus "medizinischer Sicht" gehöre ich zur "Risikogruppe" der Homosexuellen, weshalb man mein schwules Blut nicht haben will (obwohl meine Blutgruppe mit AB negativ zu den seltensten gehört).
Andererseits hätte man aber seltsamerweise dann doch gern meine überschüssige Niere (ich habe deren drei), was theoretisch für mich kein Problem wäre, aber ich vertrete da die Einstellung: Wer das eine nicht will, darf auch getrost auf das andere verzichten.
Wobei es schon etwas eigenartig ist, dass man Blut nicht haben will, die Niere aber gern verwenden würde. Aber gut, ich bin kein Mediziner. Was weiß ich schon von organischen Zusammenhängen.

Dann wäre da noch der eher ethische Grund: Ich will mit meiner schwulen Organik keinen Homophoben retten. Seh ich nicht ein, sorry, aber das könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Bei meinem Glück rette ich am Ende noch eine Type, die dann anschließend einen homosexuellen Jugendlichen in den Selbstmord mobbt. Nein, Danke, kein Bedarf.

Dann ist da noch meine Ansicht: Solange keine rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung gelebter Fakt ist, gibt's von meinen Einzelteilen schonmal gleich gar nix. Ich bin kein Ersatzteillager nachdem man pfeift, wenn man was braucht, das man aber ansonsten nicht haben will.
"Was ist ein Wunder? - Es ist ein Vorwurf, eine stille Satire auf die Menschheit."
Edward Young, Nachtgedanken

Ich hatte mir vorgenommen, dieses Jahr weniger zynisch zu sein ....
... aber ab und an, da täusche ich einen Sarkasmus vor ....
.... nachdem ich vorher ewig lange ironiert habe.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Yensaya (08.02.2013)

mostwanted

Geisterjäger

    Schweiz (Confoederatio Helvetica)

Beiträge: 862

Danksagungen: 420

  • Private Nachricht senden

40

Freitag, 8. Februar 2013, 20:27

Soweit ich weiss, hat dass aber nicht direkt mit der Diskriminierung der Homosexuellen zu tun, sondern lediglich damit, dass unter den Homosexuellen der Anteil der HIV-Positiven etwa zwanzig Mal höher als unter der heterosexuellen Bevölkerung ist.
„Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“

„Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“

„Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“

Erich Fromm

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Davy Jones (09.02.2013)

Aiden

Nachwuchsvampir

Beiträge: 47

Registrierungsdatum: 12. August 2006

Wohnort: Ludwigshafen am Rhein

Danksagungen: 15

  • Private Nachricht senden

41

Freitag, 8. Februar 2013, 21:05

Soweit ich weiss, hat dass aber nicht direkt mit der Diskriminierung der Homosexuellen zu tun, sondern lediglich damit, dass unter den Homosexuellen der Anteil der HIV-Positiven etwa zwanzig Mal höher als unter der heterosexuellen Bevölkerung ist.


Das ist kein Argument.
Die Neuinfizierungrate mit HIV ist bei den Heterosexuellen laut Statistik der WHO um einiges Höher als bei den Homosexuellen. Ausserdem gibts so einige heterosexuelle Menschen, die öfter Fremd vögeln als sie die Unterhosen wechseln.
Das ist Charakter- und nicht Sexualitätsabhängig.
Insofern ist da schon etwas Diskriminierung dabei.

Davon unabhängig mir ging es mir bei meiner Argumentation um die Diskriminierungen im Allgemeinen und nicht nur im Blutspendebereich (das hätte ich zugegebenermaßen deutlicher hervorheben können)
"Was ist ein Wunder? - Es ist ein Vorwurf, eine stille Satire auf die Menschheit."
Edward Young, Nachtgedanken

Ich hatte mir vorgenommen, dieses Jahr weniger zynisch zu sein ....
... aber ab und an, da täusche ich einen Sarkasmus vor ....
.... nachdem ich vorher ewig lange ironiert habe.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Yensaya (08.02.2013)

Yensaya

Ufo-Kapitän

  • »Yensaya« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 303

Danksagungen: 528

  • Private Nachricht senden

42

Freitag, 8. Februar 2013, 22:00

Davon unabhängig mir ging es mir bei meiner Argumentation um die Diskriminierungen
Das würde aber bedeuten, das auch du diskriminierst, oder sehe ich das falsch?
Mir wäre es z.B. total egal ob jemand hetero, bi oder homo ist.
Mensch ist Mensch.

Wenn ich aber von vornherein denken würde, jemand ist gleich Homophob (bin Lesbisch), den ich noch nicht mal kenne, würde ich mich a) Dauerdiskriminiert fühlen und b) selbst diskriminieren.
Aber vielleicht habe ich deinen Text auch falsch verstanden, dann korrigiere mich bitte.
Desweiteren bin ich mit dir einer Meinung, das Argument: Weil schwul, darf er nicht Blut spenden, ist totaler Irrsinn und geht stark in die Diskriminierung.
Bei Lesben wird so ein Unterschied nicht gemacht.

Allerdings wurde mir auch schon Aids von einem Arzt angedichtet, der mich noch nicht mal untersucht hat, ihm war das von vorneherein klar, als er hörte das ich lesbisch bin und er hat es später noch nicht mal für nötig gefunden mir das Negativ Ergebnis mitzuteilen...

Dir liebe Grüße von Yen.

Ragnarsson

Bereichsmoderator

Beiträge: 1 723

Registrierungsdatum: 25. September 2009

Wohnort: München

Danksagungen: 827

  • Private Nachricht senden

43

Freitag, 8. Februar 2013, 22:41

Also zumindest bei uns in München darf man auch als "risikogruppe" spenden. Es werden halt da eventuell mehr tests gemachtbzw die Probe gesondert behandelt, aber spenden an sich darfst du.
Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

Corvus Corax

Geisterjäger

Beiträge: 785

Registrierungsdatum: 29. Dezember 2009

Wohnort: Oldenburg, Niedersachsen

Danksagungen: 503

  • Private Nachricht senden

44

Freitag, 8. Februar 2013, 23:33

Ja, das finde ich schon sehr kurrios.
Hier darrf man, wie Yen schon sagte, als Homosexueller nicht spenden.
Aber letztendlich wird das Blut eh untersucht. In einer Art Wahlkabine kann man auch ankreuzen ob man zB. HIV hat, dabei muss man auch in diese Kabine, wenn man gesund ist (und eben entsprechendes ankreuzen), um die Anonymität der HIV-Infizierten zu wahren. Aber letztendlich wird eh alles untersucht, denn viele können ja auch krank sein, ohne es zu wissen.

Daher verstehe ich auch nicht, warum Homos nicht spenden dürfen, vollkommen lächerlich. Aber man kann ja trotzdem spenden, indem man sich eben nicht outet (was die Tatsache der Deskriminierung an sich natürlich nicht weniger schlimm macht).
Denn letztendlich sollte man dann auch konsequenter Weise den ganzen (weiblichen und männlichen) Heten mit wöchendlich wechselnden Beziehungen ebenso von der Spende ausschließen.
Glaubt mir, meine 20 jährige heterosexuelle Nachbarin hat zeitlebends mehr ... in den ... bekommen, als ein mittelalter Homosexueller. Wirklich fair ist das nicht.
Man muss außerdem bedenken, dass sich mehr Homosexuelle Pärchen vorher auf HIV testen lassen, als Heterosexuelle.

@ Yen: tut mir leid, dass du so einen bekloppten Arzt hast... =(


Grüße, Sina
"Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."
-Edgar Allan Poe

"Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."
-Volker Pispers

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Dietlinde (09.02.2013)

Lexidriver

Ehrenmitglied

Beiträge: 1 604

Registrierungsdatum: 26. Juni 2009

Wohnort: Oberösterreich

Danksagungen: 155

  • Private Nachricht senden

45

Freitag, 8. Februar 2013, 23:40

Zitat

Denn letztendlich sollte man dann auch konsequenter Weise den ganzen (weiblichen und männlichen) Heten mit wöchendlich wechselnden Beziehungen ebenso von der Spende ausschließen.
Das ist bei uns in AT ein Auschlusskriterium, das wird gefragt und auch durchgezogen, das ist auch eine Risikogruppe.
Ich kenn keinen sicheren Weg zum Erfolg, nur einen zum sicheren Misserfolg - es jedem recht machen zu wollen. "Platon"

Ähnliche Themen

Social Bookmarks

Counter:

Hits heute: 11 619 | Hits gestern: 18 880 | Hits Tagesrekord: 53 992 | Hits gesamt: 13 558 223 | Gezählt seit: 11. September 2011, 15:03