Du bist nicht angemeldet.

Knurzhart

Geisterjäger

Beiträge: 795

Registrierungsdatum: 5. Juni 2015

Wohnort: rechts oben, neben Polen

Danksagungen: 309

  • Private Nachricht senden

196

Montag, 6. März 2017, 18:34

@ mostwanted

Das Recht des Stärkeren ist die letzte Konsequenz. Moral und Ethik sind nur etwas wert, solange der Stärkere diese duldet. Wir Menschen sind das Beste Beispiel, so schön viele Diskussionen über Moral und Ethik aber wenn der Hunger ruft oder die Gier nach Sicherheit, ist das alles vergessen. Brandschatzung, Mord und Sklaverei sind früher, heute und auch in Zukunft wesentlicher Bestandteil unseres Wesens. Wir müssen nehmen um zu Leben.

Ist jedes Tier oder jedes Lebewesen gleichwertig? Selbstverständlich sind sie es. Aber was für Konsequenzen ergeben sich daraus für unser aller Alltagsleben, sollte es konsequent von uns umgesetzt werden? Ist ein Leben für uns dann überhaupt noch möglich? Denn auch Töten des Selbsterhalts wegen bricht mit jeglicher Ethik und man stellt sich zwangsläufig über den Getöteten, das kann einem hinterher auch noch so leid tun.


Weil der erste Absatz gilt, ist ein Tierleben oder Leben im Allgemeinen nichts wert. Es unterliegt der Willkür des Spitzenpredators also uns und was gelebt wird, ist offensichtlich.
"We came, we saw, he died. *evil laughter*" - Hillary Clinton

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Knurzhart« (6. März 2017, 19:18)


Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Manetuwak (07.03.2017), Estebenjo (11.03.2017)

Manetuwak

Geisterjäger

Beiträge: 824

Danksagungen: 614

  • Private Nachricht senden

197

Dienstag, 7. März 2017, 09:06

Nashörner killen ist nicht dasselbe wie Menschen, ne.


Das sehe ich eben vollkommen anders. Andererseits straft sich jeder selbst lügen, der sich auf übliche Art und Weise ernährt. Mir ist leidlich bewusst, wie viele Tiere jeden Tag über die Bank gehen, damit ich Fleisch- und Wurstwaren konsumieren kann. Immerhin aber gehe ich zum örtlichen Metzger und bezahle etwas mehr für besser und gesünder gehaltene Tiere. Ich bin eben ein Omnivore und entsprechend lebe ich, es wird mir nie in den Sinn kommen mich rein vegetarisch oder gar vegan zu ernähren. Denn auch da; berücksichtigt man die aktuellen Erkenntnisse, ist durchaus von einer Art Bewusstsein auszugehen. Wenn es also um Bewusstseinszustände geht, dann dürfen wir gar nichts mehr machen und müssen überall Moral und Ethik anlegen. Das tut der Mensch aber per se nur dann, wenn es ihn selbst am wenigsten Betrifft und sich eine solche Ansicht leicht vertreten lässt.

"Geil, Lynchjustiz"


Das habe ich weder behauptet noch unterstütze ich so etwas. Ich bezeichnete es als persönliches Pech, denn es hat sie niemand zum Wildern gezwungen und selbst wenn sie es tun, dann sollen sie verdammt noch mal Betäubungsgewehre nehmen und den Viechern das Horn absägen, während sie pennen. Diese Praxis wird präventiv in einigen Gegenden der Welt angewandt um eben Elfenbeinwilderei vorzubeugen. Es ist einfach ein Armutszeugnis, dass soetwas überhaupt gemacht werden muss.

man fragt sich dann schnell, wo derjenige diese Ansicht noch so alles vertritt.


Demnach erübrigt sich diese Frage wohl völlig. Versuchst du zu sondieren, wer hier noch ganz bei Trost ist? Du stellst gerne die Moralfrage und bist dann überrascht, wenn andere die Sachlage anders bewerten.

Einen Menschen in Lynchjustiz wegzuballern, weil er ein Nashorn killen will, ist drakonisch, und ich hab Angst vor jedem, der das "ausgleichende Gerechtigkeit" nennt.


Und es ist weniger drakonisch ein Tier umzunieten um es seines von der Natur gegebenen Schmuckes zu berauben? Das Horn gehört uns nicht. Der Stoßzahn gehört uns nicht. Wir haben kein bisschen Anspruch darauf Tieren etwas zu nehmen nur um uns zu schmücken oder den schlafen Schwanz wieder aufzupumpen!
Wie viele (Nashorn) -junge verrecken deswegen wohl? Ist auch egal, oder wie? Wir haben schon etliche Viecher ausgerottet und andere an den Rand der Existenz gedrängt. Aus welchen Gründen? Oftmals Gier und Schaulust und Angst. (Genau in der Reihenfolge)

Knast reicht. Aber dafür brauchts halt erstmal ein funktionierendes Justizsystem.


Da gebe ich dir recht. Ein funktionierendes Justizsystem und einiges mehr noch.

Weggeschlossen gehören die Wilderer und die Wildererkiller, aber zweitere ne ganze Ecke länger.


Sehe ich anders. Die können beide gleich lang in den Bau.
Vanitas vanitatum

Memento mori

Mors certa hora incerta

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Tina (08.03.2017), Estebenjo (11.03.2017)

silvercloud

Meister des Paranormalen

    Deutschland

Beiträge: 2 406

Registrierungsdatum: 3. Januar 2008

Wohnort: Links von da wo die Sonne verstauben tut

Danksagungen: 1244

  • Private Nachricht senden

198

Dienstag, 7. März 2017, 11:29

Zitat von »Ronin«

Nashörner killen ist nicht dasselbe wie Menschen, ne

Prinzipiell ist es das gleiche. Ein Lebewesen nimmt dem anderen Lebewesen das Leben. Mit welchem Recht?
Halten wir doch als erstes mal fest, dass die getöteten Wilderer nicht aus Strafe getötet worden sind, wie du anscheinend vermutest Ronin, sondern sie sind beim Wildern getötet worden von den Rangern die auf die Tiere aufpassen. Es handelt sich also weder um Lynchjustiz noch um eine Todesstrafe.

Die Wilderer sind bewaffnet, die Ranger sind bewaffnet. Was machen wohl die Wilderer wenn die Ranger ohne Waffen ankämen und freundlich darum bäten, die Nashörner nicht zu töten? Genau, erst die Ranger und dann die Nashörner töten.
Wenn ich einen Geldtransporter überfalle, der von bewaffneten Wächtern begleitet wird, sollte ich mich auch nicht wundern, wenn diese auf mich schießen. Gleiches gilt, wenn ich mit einer Waffe in einen bewachten Nationalpark eindringe. Da gilt einfach, wer zuerst schießt überlebt. Da stellt sich auch keine Moralfrage. Die Aussage:

Zitat von »Ronin«

Indien ist einfach ein Scheißloch
kann man glaube ich getrost als rassistisch bezeichnen. Ich frage mich ernsthaft, wie groß deine Erfahrungen mit Indien sind, ob du jemals da warst und die vielen unterschiedlichen Gegenden und Menschen dort kennst und erlebt hast? Ich finde es erstaunlich das du einerseits sagst:

Zitat von »Ronin«

...man fragt sich dann schnell, wo derjenige diese Ansicht noch so alles vertritt
und dann gleichzeitig ebenfalls eine sehr eindimensionale Ansicht vertrittst. Irgendwie passt das nicht zusammen und da du eigentlich immer sehr reflektiert schreibst nehme ich an, dass deine Aussage bzgl. Indien eher sarkastisch gemeint war um die Diskussion zu befeuern.

Wie gesagt, dort wird nicht die Todesstrafe einfach standrechtlich verhangen, sondern die Wilderer werden bei Feuergefechten mit den Rangern erschossen. EIn doch etwas anderer Zusammenhang. Das gleiche findet übrigens auch in Afrika statt.
Silver

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Callim (07.03.2017), Manetuwak (07.03.2017), Tina (08.03.2017)

Rônin

Shinjidai

    Deutschland

Beiträge: 3 017

Registrierungsdatum: 24. September 2009

Wohnort: NRW

Danksagungen: 841

  • Private Nachricht senden

199

Dienstag, 7. März 2017, 12:38

Indien ist ein Land mit extremen Menschenrechtsproblemen; Länder in denen auf Menschenreche geschissen wird, sind Scheißlöcher. Korrupte Politiker und Vertreter eines sozialen Kastensystems sind keine Rasse, sondern gehören abgeschafft. Aber vermutlich hast du, Silver, während deiner Astronautenausbildung auch Rassistologie studiert, also will ich da mal nicht widersprechen - ich meinte damit natürlich, dass ich Inder hasse. Weil sie braun sind und so ne komische Sprache reden.
Jesus; nach dem Post bin ich raus.

Wenn jede Instanz von "Lebewesen killt Lebewesen" das gleiche ist, ist ein Mord auch dasselbe wie das Erschlagen einer Fliege. Ist es aber nicht (Ich ignoriere das Esogeschwurbel); zweiteres sollte keine lebenslängliche Gefängnisstrafe nach sich ziehen. Man kann Grenzen ziehen. Sollte man auch. Ein Nashorn ist zu schützen, aber anders als so. Ein Park, in dem dauerhaft Feuergefechte zwischen verschiedenen Verbrechergruppen geführt werden, ist zu schließen.

"Geil, Lynchjustiz" ("Auge um Auge, geil" schließt das ein) ist ne gefährliche Ansicht, ebenso wie "Man sollte straffrei Viecher für Schmuck wildern dürfen". Das hat was von Facebook-Kommentarsektionen; es ist blödes Gegeifer.

Mostwanted, mit dem Tumblr-Vergleich meinte ich die unironische Verwendung von Begriffen, die eigentlich nur in Fantasybücher gehören.
"This world can just crumble for all I care! It's time to start the biggest war of the century!"

Knurzhart

Geisterjäger

Beiträge: 795

Registrierungsdatum: 5. Juni 2015

Wohnort: rechts oben, neben Polen

Danksagungen: 309

  • Private Nachricht senden

200

Dienstag, 7. März 2017, 12:59

@Rônin

Zitat

Wenn jede Instanz von "Lebewesen killt Lebewesen" das gleiche ist, ist ein Mord auch dasselbe wie das Erschlagen einer Fliege.

Du Rônin, ist es. Was unterscheidet uns von einer Fliege, oder einer Kartoffel auf Ebene des "Lebewesens"? Richtig, gar nichts. Einem Meteoriten ist es wahrscheinlich egal, wie viele Menschen, Fliegen oder Kartoffeln er killt. Genauso ist es einer hypermodernen Alienrasse wohl vollkommen egal ob bei ihrem Feldzug ne Handvoll Menschen stirbt oder anderes.

Was allerdings maßgeblich ist, ist unsere persönliche Sicht auf die Dinge. In dem Rahmen ist es durchaus nicht egal, ob nun ein Nashorn oder ein Mensch getötet wird. Dennoch muss man festhalten, Leben ist nichts wert und wenn, dann hängt es von dem betrachteten Individuum ab, wie wertvoll jeweiliges Leben eingeschätzt wird. Das ist aber subjektiv und nicht in der physikalischen Welt verankert. Es gibt nicht die physikalische Größe: Wert eines Lebewesens

Du kannst ja gerne die Praktiken dieser Ranger kritisieren aber das ist deine persönliche Sichtweise und die basiert auf Empfindungen und hat kein allgemeines Gültigkeitsrecht.
"We came, we saw, he died. *evil laughter*" - Hillary Clinton

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Manetuwak (07.03.2017), Callim (07.03.2017), Tina (08.03.2017)

mostwanted

Geisterjäger

    Schweiz (Confoederatio Helvetica)

Beiträge: 860

Danksagungen: 420

  • Private Nachricht senden

201

Dienstag, 7. März 2017, 13:32

Rônin du erschwerst mit deiner teils herabwürdigenden Art die Diskussion.

Ich stimme Dir zu, wenn du sagst, es ist schwierig den Wert eines Lebens zu definieren. Das bedeutet aber nicht, dass das Leben ausserhalb unserer Spezies weniger oder teils kein Wert haben soll. Tierethik ist ein Begriff, welcher uns als Gesellschaft in Zukunft oft begegnen wird. Man sollte Grenzen ziehen, da stimme ich Dir auch zu, diese werden aber kaum logisch sein, sondern eher dem Zeitgeist entsprechen.
„Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“

„Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“

„Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“

Erich Fromm

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Manetuwak (07.03.2017), Callim (07.03.2017)

Manetuwak

Geisterjäger

Beiträge: 824

Danksagungen: 614

  • Private Nachricht senden

202

Dienstag, 7. März 2017, 14:32

Es ist interessant wie man sich hier in die Haare bekommt obwohl doch alle im Kern das Gleiche meinen:
Abschaffen der Ungerechtigkeit und des daraus oft und traurigerweise erwachsenden Zwanges für den Einzelnen oder ganze Gruppen, Dinge zu tun, die im jeweiligen Lebens-Kontext als das einzig vernünftige Handeln erscheinen.

Denn ich bin der Überzeugung, dass es weder der Ranger bedürfte noch der Wilderei.
Wir streiten und debattieren hier über eine Untat...auf beiden Seiten begangen, weil die entsprechende Regierung nicht im Stande ist denjenigen ihres Volkes eine ordentliche Zukunft zuzusichern, die es nicht ganz so doll getroffen haben, denn du hast bezüglich der indischen Gesellschaftsordnung definitiv recht, Ronin; veraltet und verknöchert und für den Arsch.

Keiner der Toten sollte sein. Nicht einer.
Vanitas vanitatum

Memento mori

Mors certa hora incerta

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Callim (07.03.2017)

silvercloud

Meister des Paranormalen

    Deutschland

Beiträge: 2 406

Registrierungsdatum: 3. Januar 2008

Wohnort: Links von da wo die Sonne verstauben tut

Danksagungen: 1244

  • Private Nachricht senden

203

Mittwoch, 8. März 2017, 10:34

Zitat von »Ronin«

Wenn jede Instanz von "Lebewesen killt Lebewesen" das gleiche ist, ist ein Mord auch dasselbe wie das Erschlagen einer Fliege

Da widerspreche ich ganz klar. Denn warum erschlägt man eine Fliege? Weil einen das Gebrumm stört und sie nervt. Und das gibt einem dann das Recht ein Leben zu beenden? Weil man sich genervt fühlt?
Prinzipiell ist es eben nichts anderes. Es ist immer ein Hinwegsetzen über das Recht auf Leben des Anderen.

Zitat von »Ronin«

"Geil, Lynchjustiz" ("Auge um Auge, geil" schließt das ein) ist ne gefährliche Ansicht, ebenso wie "Man sollte straffrei Viecher für Schmuck wildern dürfen". Das hat was von Facebook-Kommentarsektionen; es ist blödes Gegeifer.

Es war deine Aussage mit der Lynchjustiz. Keiner von den anderen hat den Ausdruck verwendet, ebenso wie es bei dem von dir geposteten Artikel definitiv NICHT um Lynchjustiz ging.
Silver

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »silvercloud« (8. März 2017, 10:41)


Ähnliche Themen

Social Bookmarks

Counter:

Hits heute: 2 531 | Hits gestern: 4 236 | Hits Tagesrekord: 53 992 | Hits gesamt: 11 045 834 | Gezählt seit: 11. September 2011, 15:03