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Dietlinde

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31

Mittwoch, 28. November 2012, 17:17

Bei den Jugendlichen in dem Video (das ich mir aber, zugegebenermaßen, nicht angesehen habe, weil es schon schlimm genug war, nur davon zu hören) kommt aber noch etwas hinzu, was sehr viel schlimmer ist, als das Schlachten um des Fleisches willen: Die sadistische Freude, einem wehrlosen Wesen grauenhafte Schmerzen zuzufügen. Verachtenswerter geht es wohl kaum. In dieser Hinsicht spielt es auch keine große Rolle, dass es sich bei dem Opfer um ein Tier gehandelt hat.

Ich kann so ein Verhalten jedenfalls nicht nachvollziehen, und ich habe tatsächlich nie ein anderes Kind gequält,auch nicht im Kindergartenalter. Dass es das aber trotzdem häufig gibt, liegt nicht zuletzt daran, dass die zuständigen Erwachsenen (also Eltern und Erzieher) sich nicht darum kümmern und den Kindern damit den Eindruck vermitteln, das wäre so in Ordnung. Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn es immer schlimmer wird. Allein die Tatsache, dass solche Grausamkeiten wie der Mord an der Katze nicht nur begangen, sondern auch noch stolz gefilmt werden, zeigt, dass diesen Typen doch jedes Unrechtsbewusstsein fehlt.

Wenn ein Jäger aus dem Urwald am Lagerfeuer erzählt, wie er einen Leoparden getötet hat, dann geht es ihm wohl selten (oder nie) darum, dass er diesen möglichst brutal gequält hat, sondern er ist wohl eher stolz, dass er überhaupt in der Lage war, ein so gefährliches Tier zu besiegen. Ein Kätzchen umzubringen, erfordert jedoch keine besonderen Qualitäten. Mit Ausnahme von einer: Herz- und Skrupellosigkeit. Das ist es wohl, auf das diese Typen stolz sind.

Was jetzt den Vergleich zwischen den Werten von Menschen und Tieren betrifft, wundere ich mich ein bisschen. Man sollte doch eigentlich davon ausgehen, dass der Mensch dem Menschen etwas mehr wert ist als ein Tier. Und umgekehrt natürlich auch. Wenn jedenfalls Insekten so schlau wären wie die Biene Maja, dann würde ich erwarten, dass für eine Ameise andere Ameisen die wertvollsten Lebewesen sind, und dass eine Ameise eine andere Ameise automatisch über den Menschen stellen würde, falls sie darüber eine Entscheidung treffen müsste. Alles andere (wenn z.B. die Ameise sagen würde: „Ein Mensch ist wichtiger als eine Ameise“) wäre doch irgendwie widersinnig.

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32

Mittwoch, 28. November 2012, 18:00

Nachdem ich das ganze jetzt nochmal aus einer gewissen Distanz beobachtet habe, mir die einzelnen Posts in Ruhe durchgelesen habe und meine Wut sich etwas gelegt hat, bzw. mich grad nicht mehr zudröhnt, stelle ich mir die gleichen Fragen nochmal.

Es wurden ja nun viele interessante Aspekte genannt, zum einen der Potentialgedanke, wenn man das so nennen kann. Das ist natürlich ein handfestes Argument warum Menschleben mehr Wert haben sollen, als dass eines Tieres. Dem kann man jetzt auch nicht widersprechen, das hab ich auch gar nicht vor.
Ich habe nochmal nachgedacht und komme für mich zu dem Schluss, dass Tötungen nur dann vertretbar sind, wenn sie dem Überleben dienlich sind.

Als Beispiel möchte ich gerne über die Robbenschlachtung in Kanada berichten. Jedes Jahr wird ein Plan vorgelegt, wie viele Robben getötet werden müssen, es gibt nämlich die Behauptung, dass die Robben das Ökosystem zerstören, indem sie alle Fische wegfressen. (Wenn einer alle Fische wegschnappt, dann der Mensch, aber das nur am Rande, ist für das Beispiel nicht relevant.) Die Robben werden hauptsächlich auch wegen ihrer Öle und Felle gejagt, eine große Einnahmequelle. Im letzten Jahr waren es, soweit ich weiß 250000 Robben, welche getötet werden sollten. Es wurden jedoch weit über 300000 Robben getötet, wogegen die Regierung, welche die Pläne erstellt, nichts unternimmt.
Das wäre ein Beispiel, dass für mich einen Mord NICHT rechtfertigt (sowohl an Menschen, als auch an Tiere, da stelle ich beide auf die gleiche Stufe): Kapitalgier.

Nehmen wir nun andere Robbenjäger in den Eiswüsten Kanadas: Die Inuit.
Für lange Zeit waren die Robben für das Überleben der Inuit essentiell. Sie waren so ziemlich die einzige Nahrungsquelle, haben Fell gegen die Kälte geliefert etc. Das ganze Tier wurde verwertet und hat einem anderen Lebewesen das Überleben ermöglicht.
Das ist ein Beispiel, dass einen Mord rechtfertigt, da meiner Meinung nach das Jäger-Gejagter Prinzip gilt, welches natürlich auch in der Natur vorkommt.

Ich denke also man sollte immer differenzieren und nicht (achtung: klingt vielleicht komisch, trifft in diesem Fall aber zu) über den Wert des Lebens nachdenken, sondern die Sinnhaftigkeit des Mordes, wenn man denn im Begriff ist einen zu begehen. Klar klingt das jetzt provokant, aber wenn man darüber nachdenkt ist das ganze recht sinnvoll.
Außerdem: Nur weil ich etwas/jemanden umbringen KANN, muss ich es noch lange nicht tun.

Als abschließendes Fazit: Leben sind immer gleich viel Wert, die Gewichtung hängt von der Situation und Sinnhaftigkeit ab. Dies gilt meines Erachtens aber nur für bewusste Tötungen.

P.S: Die Mückenbeispiele etc. Das sind dann Randbereiche bei denen ich keine Antwort für mich parat habe, das muss ich zugeben.

Grüße
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33

Mittwoch, 28. November 2012, 21:42

Wenn ich ein Huhn töte, ändere ich die Welt damit nicht.
Töte ich einen Menschen, töte ich 80 Jahre uneinschätzbares Potential.
Wenn ich ganz fies wäre, würde ich jetzt fragen, wie es denn mit Behinderten aussieht, oder lebenslänglich Inhaftierten, die ihr Potential letztendlich auch nicht nutzen können. Ich finde diesen Nützlichkeitsgedanken gefährlich.
Und wer entscheidet eigentlich, wann man nützlich ist? Oder wie man Nützlichkeit definiert?

Liebe Grüße, Sina
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34

Mittwoch, 28. November 2012, 22:53

Ich habe mich bisher zurück gehalten, weil mir echt schlecht wurde bei dem Gedanken....

Ich schau mir Videos zum Thema: Tierquälerei und Tiermord nicht mehr an, ich kann es nicht ertragen. Danach geht es mir so schlecht, das ich kotzen könnte (und es auch schon getan habe).

Ich akzeptiere weder unseren Kapitalismus und unser System (auch wenn ich Teil davon bin, denn leider gibt es nun mal eine Währung und ohne Geld ist man in diesem Land angeblich nichts wert - Meinen Wert jedoch den bestimme immer noch ich. Und aus dem Grund kann mir das Geld und der Kapitalismus gestohlen bleiben, ich bin gerne arm!!! Ich habe auch die andere Seite kennen gelernt und mir persönlich gefällt dir Armut besser), noch akzeptiere oder toleriere ich Tierquälerei. Ich bin da vielleicht ein wenig extrem, aber ich bin in meinem Heim zuhause und die wenigen Tiere die dort leben, dürfen leben.

Solche Videos machen mich seelisch krank. Und nein, ich sehe keinen Unterschied zwischen einem Menschen und einem Tier. Wenn ich ein Tier quälen kann, kann ich auch einen Menschen quälen. Wenn ich es missbrauche, kann ich das auch bei einem Menschen. Wenn ich ein Tier hasse, dann kann ich auch Menschen hassen.

Warum sollte man überhaupt hier Unterschiede machen, zwischen dem Leid einer verbrannten Katze und dem Leid eines Menschen der verbrannt wird? Nur weil wir zu der auserwählten Art gehören, die zufälligerweise ein wenig mehr Krips hat und zwei Hände.
Tut mir leid, ich denk da anders.

Mir ist ein Tierleben genauso viel wert wie ein Menschenleben (vielleicht bin ich ja kein Mensch wer weiß - um auf Dietlindes Einwand einzugehen).
Ich kann zwischen dem Leid der beiden Individuen nicht unterscheiden. Sie schreien, wenns weh tut, sie kämpfen um ihr leben, sie wehren sich. Sie ergeben sich irgendwann...
Es gibt Tiere die ich nicht verstehe, die so weit von mir entfernt sind, das sie mir fremd sind und auch egal. Aber warum sie töten? Welche Gründe hätte ich den, weil sie mein Blut trinken könnten, oder weil sie summen. Oder weil sie mich stechen könnten?
Hätte ich einen Stachel würde auch ich stechen, hätte ich Flügel würde ich fliegen. Hätten sie Hände und Finger, vielleicht würden sie hier sitzen und die Tastatur bedienen...

Aber das ist mein Ding, damit muss ich zurecht kommen.
Eine Wertung gibt es hier für mich nicht und wenn jetzt jemand auf die Idee kommt mich zu fragen: Wenn ich mich entscheiden würde, für das Leben meines Kindes oder das meiner Katze, für wen würde ich mich entscheiden? Dann kann ich hier nur sagen, ich würde mich immer für mein Kind entscheiden, weil es zu meiner Sippe gehört und ich es über alles liebe und ich aus reinem Egoismus nicht ohne dieses Kind leben kann. Und nach dieser Entscheidung wäre ich der unglücklichste Mensch der Welt. Weil ich etwas geopfert habe für mein eigenes Wohl. Dieses Unglück würde irgendwann vergehen... ich bin halt ein Mensch, ich kann vergessen...

Grüße von Yen.

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35

Mittwoch, 28. November 2012, 23:43

Weißt...die Sache bei Menschen ist halt auch, dass im Gegensatz zu nem Huhn, Menschen doch (zum Teil ) zu großartigen Leistungen fähig sind. Wenn ich ein Huhn töte, ändere ich die Welt damit nicht.
Aber vielleicht veränderst du die Welt des Huhns. Wir gehen natürlich immer von uns aus. Das ist so eine Typisch menschliche Eigenschaft.
Wir denken, wir würden die Welt vielleicht ändern, wenn wir einen Menschen töten, weil....
Auf die Idee das wir die Welt eines Hühnerstalls verändern, weil wir ein Huhn von dort herausreißen und essen, kommt kaum jemand.

Ich kann halt nur aus meiner Beobachtung sprechen.
Hier Hühner:

Ich hatte mal 4 Hühner und einen Hahn. Der Hahn fiel von der Hühnerleiter (aus meiner Sicht) und war tod. Die Hühner haben zwei Wochen keine Eier gelegt (sie legten bis dahin jeden Tag). Sie waren nervöser als sonst.
Dann kam ein neues Huhn hinzu, welches geschlachtet werden sollte, also nahm ich es auf. Das Huhn wurde nach nur wenigen Tagen vom Habicht getötet. Meine Hühner versteckten sich 3 Tage lang unter einem Busch.
Das zweite Huhn starb vor kurzem, ich vermute hier handelt es sich auch um einen Habicht (oder einen Marder, Iltis oder oder...). Es war das Leithuhn, seit dem sind meine Hühner verändert, sie kommen nur aus dem Busch hervor, wenn sie mich sehen, dann rennen sie wie die Wilden hinter mir her.
Sie wirken ängstlich. Und sie haben erst mal das Eierlegen für einige Tage wieder eingestellt. Mitlerweile legen sie wieder Eier wie bisher, aber der Busch ist immer noch der einzige Platz an dem sie sich aufhalten.

Ich bin davon überzeugt, das ihr Leben verändert wurde. Anders als wir es für uns respektieren würden, oder gar wahrnehmen.
Ihre Welt spielt sich auf 250qm ab, das ist ihr Terrain, ihre kleine Erde. Und wenn irgendwas auf diesen 250qm passiert, hinterlässt es auch etwas in meinen Hühnern... wieweit ihre kleine Psyche darunter leidet kann ich nicht sagen. Ich weiß es nicht.


Grüße von Yen.

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36

Donnerstag, 29. November 2012, 00:42

Aber vielleicht veränderst du die Welt des Huhns. Wir gehen natürlich immer von uns aus. Das ist so eine Typisch menschliche Eigenschaft.
Wir denken, wir würden die Welt vielleicht ändern, wenn wir einen Menschen töten, weil....
Auf die Idee das wir die Welt eines Hühnerstalls verändern, weil wir ein Huhn von dort herausreißen und essen, kommt kaum jemand.

Verdammt gute Überlegung. Wir Menschen sind mittlerweile derart überlegen, dass wir die Welt des Kleinen nicht mehr sehen oder sehen wollen. Es erscheint geradezu albern über die Belange einer Hühnergruppe nachzudenken, aber genau das beweist, wie abgestumpft der Mensch schon (oder immer noch) ist.
Hühner sind in der Lage sich sogar die gewünschte Temperatur ihres Stalles selbstständig einzustellen, warum sollten sie dann nicht auch mitbekommen wenn etwas nicht mehr so ist, wie es vorher war.
Und natürlich leiden sie unter einer Umstrukturierung der Gruppe. Genau wie jedes andere Gesellschaftstier.

Liebe Grüße, Sina
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37

Donnerstag, 29. November 2012, 09:21

@Valten
Hauptsache etwas gesagt, ne? Ich würde dich gerne jetzt auch beleidigen, aber dass wäre gegen die Forenregeln ;)

Kapitalismus hat durchaus mit der Unterdrückung von Mensch und Tier zu tun. Wir leben im Industrie-Zeitalter, da ist das stärkere Individuum halt nun Mal im Vorteil. Tagtäglich werden tausende Tiere auf der Welt auf grobster Art geschlachtet, weshalb nun hier ein Aufruhr, wegen eines Katzenbabies?

Millionen Menschen leben unter dem Existenzminimum und werden soweit es geht ausgebeutet. Aber DAS haben wir ja akzeptiert, weil es zum Alltag gehört, aber zünden Jugendliche Mal ein Katzenbaby an, was für eine Tragödie.

Tagtäglich gibt es dergleichen auf der Welt und ihr schweigt. Aber kaum wird ein populistisches Video von süssen Katzen veröffentlich, welche verbrannt werden, dann ist Mitleid angesagt.

(Nur um klarzustellen, ich versuche nicht die Taten der Jugendlichen zu relativieren, sondern möchte darauf hinweisen, dass wir in einem System leben, wo Ausbeutung NORMAL ist)
„Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“

„Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“

„Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“

Erich Fromm

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38

Donnerstag, 29. November 2012, 09:36

Normal?

Bedeutet normal, das wir die Augen verschließen sollen?
Es einfach so hinnehmen, weil die menschliche Welt nun mal so was tut?

DAS kann ich nicht hinnehmen!

Du schmeißt hier Dinge zusammen, die einfach nicht zusammen gehören, zum Beispiel gehst du davon aus, das uns der Welt scheißegal ist, weil wir sie akzeptieren, bei dem Katzenbaby sind wir geschockt. Die Wahrheit ist jedoch, das Katzenbaby ist austauschbar.
Und der Schock sitzt genauso tief, ganz einfach weil es Menschen gibt, die diese Art der Quälerei an einem wehrlosen Wesen nicht akzeptieren können. Darüber reden, ist der erste Schritt zur Handlung.
Das ist die einzige Möglichkeit gerade, weil eine andere haben wir nicht. Die Jenigen die das Video gesehen haben, können nicht einfach in eine Zeitmaschine steigen und das Geschehene ändern.
Ich denke es würden einige Tun (ich inklusive), aber diese Möglichkeit haben wir nun mal nicht. Was wir tun können, ist uns bewusst machen, das dieses Leid nicht sein darf, für kein Wesen dieser Welt.
Das ist unsere Möglichkeit dem Schock entgegen zu wirken und etwas in unserem eigenen System zu verändern.

Normal halte ich solche Dinge nicht, wir Menschen haben die Möglichkeit eine Entscheidung zu treffen, die Jungs haben sich entschieden, einem Wesen Leid anzutun. Ich weiß nicht warum, und es ist mir ehrlich auch egal. Für mich sind das Soziopathen und ich hoffe für sie, das sie irgendwann einen anderen Weg einschlagen.
Aber für diesen einen Moment haben SIE nicht mein Mitgefühl, sondern das Tier welches unter erbärmlichen Schmerzen sterben musste.

Wenn das Egal ist für die Menschen ...
Wenn das Normal ist für die Menschen, dann bin ich kein Mensch.
Ich lehne dann mein Menschsein einfach ab.
Ich habe nie zu Unrecht geschwiegen und ich werde es nie tun, wenn nur einer Umdenkt der das Video oder Postings hierzu gelesen hat, dann hat das auch schon was bewirkt.

Liebe Grüße Yen.

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39

Donnerstag, 29. November 2012, 10:16

Ich habe nicht gesagt, dass ich das in Ordnung finde. Nun ändert sich nichts an der Tatsache, dass solche Dinge in diesem kapitalistischen System normal sind.

Anzahl unterernährte Menschen auf der Welt: 905,802,145
Anzahl Menschen die heute an Hunger gestorben sind: 12,993

Quelle: http://www.worldometers.info/

Das sind Statistiken, die mich schockieren. Statistiken, mit denen ich nicht klar kommen kann. Statistiken die ich nicht hinnehmen möchte. Obwohl heute ja bekannterweise Nahrung für 12 Milliarden Menschen produziert wird. Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Wo bleibt der Skrupel der Menschen, die über ein verbranntes Katzenbaby jammern und diese Statistiken einfach ignorieren?!

Solche Taten (Katzen verbrennen) sind EINZELFÄLLE aber jeden Tag verhungern Menschen und darüber zu sprechen ist tabu, weil es anscheinend zum Alltag gehört.
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„Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“

„Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“

Erich Fromm

Yensaya

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40

Donnerstag, 29. November 2012, 10:45

Ich weiß was du meinst.
Mich schocken solche Zahlen auch. Aber das Leid der Menschen ist - meiner Meinung nach - weniger Qualvoll als das der Tier, weil wir einfach viele Möglichkeiten haben (darüber habe ich schon mal geschrieben, ich weiß nur nicht mehr ob das hier war), wir können uns zur wehr setzten, demonstrieren, die Medien einschalten, auf das Leid aufmerksam machen.
Das Leid der Menschen geht um die Welt.
Das der Tiere bleibt einen Moment haften und verschwindet dann wieder in den Sümpfen unseres Gehirns.
Sie haben diese Möglichkeiten nicht.
Sie können nicht darüber klagen, oder vor Gericht ziehen...

Das Leid der Menschen ist für mich aus dem Grund weniger "relevant", es hinterlässt weniger Bitterstoffe auf meiner Zunge, auch wenn ich auch mitgefühl habe und es mich nicht kalt lässt, bin ich doch nicht bereit einen Menschen mehr Aufmerksamkeit zu zollen als einem Tier, das gequält wird.

Denn - wenn wir mal ehrlich sind, wir könnten was gegen die Armut, gegen den Hunger, gegen die Ausbeutung tun, indem wir den Rohstoffabbau in den Ländern belassen, ihnen die Möglichkeit geben ihn gerecht aufzuteilen, stattdessen wanderen ganze Reisfelder nach Europa, ganze Ernten werden hier verhökert, während dort die Leute an Hunger eingehen.

Wir haben immer eine Wahl, vielleicht nicht jeder einzelne, aber ein Volk kann sich wehren gegen Ungerechtigkeit und gegen ein System. Es kann Schutz einfordern, durch Medien und Hilfsorgas.
Ein Tier hat dieses Recht nicht. Es ist auf uns Menschen angewiesen.
Aus diesem Grund gebührt ihm Schutz durch unser Mitgefühl, welches nur wenige Menschen hier aufbringen können...

Und Einzelfälle wie bei dem Kätzchen sind das beileibe nicht.
Wir sehen nur einfach darüber hinweg.

Anmerkung:
Um mal einige Rohstoffe zu nennen, die den Ländern die Hungern ein Hungerfreies Leben bieten könnten:

Zuckerrüben
Reis
Getreide
Raps
Obst und Gemüse
usw.

Euch liebe Grüße von Yen.

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Dietlinde

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41

Donnerstag, 29. November 2012, 11:08

Yensaya:
Du hast mich nicht richtig verstanden. Ich habe nie behauptet, dass jemand, für den Tiere genauso viel wert sind wie Menschen, kein Mensch wäre. Ich habe nur gesagt (oder zumindest gemeint), dass es ganz normal ist, wenn man Mitmenschen für wertvoller hält. Denn Mitmenschen sind Artgenossen. Genauso würde ich bei einem Tier (vorausgesetzt, es wäre zu solchen moralischen Überlegungen fähig) davon ausgehen, dass in seinen Augen seine Artgenossen (also die Tiere seiner Art) die wertvollsten Lebewesen sind und nicht etwa der Mensch, der sich als etwas Besseres ansieht.
Es ist eben "normal", Artgenossen als wichtiger anzusehen als andere Spezies, und das Ansehen anderer Spezies wird immer geringer, je weniger es einem selbst ähnelt. Eine Küchenschabe weckt eben nicht mehr die gleichen Gefühle wie ein Rhesusaffe.
Wenn du meinst, dass Tiere und Menschen gleich wert sind, akzeptiere ich das natürlich trotzdem. Eigentlich ist das ja sogar eine moralische Weiterentwicklung von der Achtung vor den Mitmenschen (also Artgenossen) hin zu der vor allen Lebewesen. Trotzdem wäre ich beunruhigt, wenn du bei der Frage, ob du eher dein Kind oder deine Katze retten würdest (was ja hoffentlich nie passieren wird) wirklich überlegen müsstest. ;)



Mostwanted:

Natürlich gibt es viel Elend in der Welt, gerade in den Entwicklungsländern. Dass die Menschheit bei solchen Zahlen (die natürlich nur geschätzt werden könnnen) nicht aufschreit, liegt aber auch daran, dass diese nicht so verbreitet werden. Ein anderes Beispiel ist die Berichterstattung in den Medien: Dauernd erfahren wir von irgendwelchen Anschlägen und Kämpfen im Nahen Osten, aber dass es mindestens genauso schreckliche Greueltaten in vielen anderen Ländern, z.B. dem Sudan, gibt, wird entweder verschwiegen oder ist nur eine kleine Randnotiz von höchstens 5 Zeilen in der Zeitung. Ich wüsste gerne, woran das liegt.

Trotzdem ist das Leid der armen Katze nicht egal. Erstens einmal ist (oder war) es ein fühlendes Lebewesen, das bestimmt genauso gelitten hat, wie ein Mensch gelitten hätte. Allein das ist schon schlimm genug. Zweitens wären solche Leute sicher auch dazu fähig, Menschen zu foltern. Dass sie kein Problem damit haben, andere Lebewesen leiden zu sehen oder gar deren Leid zu verursachen, haben sie ja (wohl auch sich selbst) bewiesen.
Und drittens öffnet man allen ähnlichen und anderen Grausamkeiten Tür und Tor, wenn man solche Handlungen als Bagatelle hinstellt. Leider ist es ja oft so, dass Gewalt gegenüber anderen (nicht nur Tieren!) verharmlost wird - es sei denn, es handelt sich dabei um eine Tat, die per se von der allgemeinen Moral verurteilt wird, z.B. eine Vergewaltigung oder Gewalt gegen Randgruppen, die eine rassistische Einstellung des Täters vermuten lassen. Und du hast Recht: Niedliche Tiere können aufgrund des Kindchenschemas eher auf das Mitleid und die Hilfe Außenstehender hoffen als andere.
Gehört die Tat jedoch nicht in diese Gruppe der Taten, die in der Gesellschaft als verachtenswert gelten, und ist das Motiv der Täter nichts anderes als Spaß am Quälen oder Langeweile, dann hat das Opfer schlechte Karten, wenn es sich nicht selbst wehren kann. Und gerade junge Leute (wie in diesem Fall) bekommen dann oft noch den Jugend-Bonus nach dem Motto, das würde sich später auswachsen. Wer aber schon in jungen Jahren wenig (oder gar keine) Skrupel hat, und wem nicht von anderen Leuten (wie Eltern, Lehrer, Erzieher usw.) beigebracht wird, dass es grausam ist, Schwächere zu quälen, für den gibt es keine Veranlassung, damit aufzuhören, solange es ihm Freude macht.

Wer grausame Taten als Bagatelle ansieht, bescheinigt den Tätern, dass sie so weitermachen dürfen. Und dann bleiben solche Fälle vielleicht keine Einzelfälle mehr. Dass Filme wie dieses im Internet hochgeladen werden, beweist schließlich, dass solche Leute, für die die Qualen eines wehrlosen Opfers ein Vergnügen sind, nicht selten sind.

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42

Donnerstag, 29. November 2012, 11:14

Yensaya:

Die Menschen, die wirklich von Hunger oder (Bürger-)Krieg betroffen sind, haben leider nicht die Möglichkeit, sich zur Wehr zu setzen (versuch das mal, gegen Milizen, die genauso gestrickt sind wie die Leute, die die Katze angezündet haben!), und sie haben wohl in den seltensten Fällen die Möglichkeit, selbst an die Öffentlichkeit zu gehen.

Nur leider erfährt man von diesen Leuten selten etwas, höchstens zur Weihnachtszeit, oder wenn mal wieder eine Spenden-Gala-Show im Fernsehen ist. Oder wenn irgendein früherer Staatschef wegen Verbrechen gegen die Menschenrechte verurteilt wird. Ansonsten bleiben ihre Probleme für die Weltöffentlichkeit uninteressant, wenn sie sich nicht in Regionen wie Europa oder dem Nahen Osten befinden.

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43

Donnerstag, 29. November 2012, 11:25

Stimmt Dietlinde, ich habe dich wirklich falsch verstanden. Danke das du es noch mal erklärt hast.

Natürlich gibt es immer eine Überlegung, vorallem eine Schockpause.
Wie die Entscheidung ausfällt, wäre nicht zu überlegen, eher in die Richtung: "Wie kann ich dieser Entscheidung entgehen, welche Möglichkeiten habe ich das Überleben beider zu sichern..."

Ich habe als 10 Jährige mal vor einer ähnlichen Entscheidung gestanden, damals ging es "nur" um zwei Tiere, einem Hund (Toxi und ich waren gleich alt) und einer Katze (Mohrle, sie war damals erst wenige Wochen alt), das eine sollte Sterben das andere durfte leben und ich sollte entscheiden wer von beiden stirbt. Ich muss dazu sagen, es ging hier nicht um einschläfern, sondern darum das Tier aufzuhängen... So was will kein Mensch entscheiden müssen. Ich bin einfach umgekippt und habe mich aus dieser Verantwortung davon "geschlichen".
Beide haben überlebt, weil es "nur ein Spaß" mit meiner Psyche war.
Ich habe den Witz daran nie verstanden. Heute würde ich Handeln, damals war ich Handlungsunfähig.

Es gab schon immer Menschen die gerne Tiere gequält haben, ich kannte einen, er ist gott sei dank seit einigen Jahren tot.

Grüße von Yen.

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44

Donnerstag, 29. November 2012, 11:51

Es ist immer schwierig meine globale Einstellung zu erklären. Natürlich ist es schwer und es gibt unglaublich viele Hürden zu überwinden. Die Chancen etwas am System zu ändern sind ebenfalls recht gering - zumindest für den Moment.

Das meinte ich aber nicht, mit meiner Ausführung.
Ich sehe die Welt nicht, in dem ich einzelne Länder überblicke oder mich nur an einem Tier/Menschenleid festhalte. Ich sehe sie Global, das heißt ich versuche das Grundprinzip zu erkennen.
Was ich wahrnehme ist, das wir Menschen Chancen haben, die uns durch unser Menschsein (unsere Intelligenz, unsere Art zu denken und zu handeln und letztendlich auch unsere Beschaffenheit und unsere Struktur) zur Verfügung stehen.
Wir können uns helfen. Die Zahlen der Menschen die Hungern, gibt es nur, weil andere Menschen es Publik machen. Und darauf die Aufmerksamkeit lenken.

Tieren können niemals gegen den Mensch gewinnen, auch nicht mit Klauen und Reißzähnen, wir sind ihnen einfach Überlegen. Menschen können jedoch Menschen bezwingen und Tiere. Uns steht eine Fülle von Macht und Einfluss bereit deren Auswirkung wir noch nicht mal ansatzweise überblicken können.
Innerhalb kürzester Zeit können wir unseren Planeten vollkommen zerstören. Diese Macht haben wir.

Und aus dem Grund ist das Leiden des Menschen für mich abänderbar, weil der Mensch diese Möglichkeiten hat, er kann sich untereinander helfen.
Das es immer noch Leid gibt, liegt am Menschen selbst.
Das es Leid unter den Tieren gibt, liegt ebenfalls am Menschen.

Das eine ist daher weniger relevant für mich als das andere. Das heißt, da der Mensch sich selbst Leiden lässt, ist das für mich eine Sache der Menschen untereinander. Ich fühle mich da weniger Verantwortlich.
Da der Mensch das Tier leiden lässt, fühle ich mich in meiner Verantwortung angesprochen, weil ich mit dieser Behandlung eines Wesens, das sich nicht gegen den Menschen wehren kann, nicht einverstanden bin.

Beides hinterlässt Leid und wenn ich die Qualen eines Kindes sehe, das von einem Menschen missbraucht oder misshandelt wird, fühle ich mit, genauso wie wenn ich die Qualen eines Tieres sehe, das von einem Menschen missbraucht oder misshandelt wird.

Das eine ist für mich jedoch in meinem Mitgefühl stärker involviert als das andere.

Ich weiß nicht ob ihr jetzt besser versteht, was ich damit sagen will. Ich kann es so schlecht anders ausdrücken...

Grüße von Yen.

Valten

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45

Donnerstag, 29. November 2012, 12:59

Hoi

@mostwanted

Ganz ehrlich?
Ich habe keine Ahnung was du mit deiner komischen Kapitalismus Kritik sagen willst.
Wäre deiner Meinung nach das Leben in einen sozialistischen Sytem mit Planwirtschaft also besser?

Zitat

Millionen Menschen leben unter dem Existenzminimum und werden soweit es
geht ausgebeutet. Aber DAS haben wir ja akzeptiert, weil es zum Alltag
gehört, aber zünden Jugendliche Mal ein Katzenbaby an, was für eine
Tragödie.
Was hat das eine genau mit dem Anderen zu tun?
Heißt das weil die Welt an sich(deiner Meinung nach) kacke ist, darf man sich über sowas wie Tierquälerrei nicht aufregen?
Manche Menschen haben sowas wie Ethik und Moral un diese sorgt nunmal dafür das man sich an solchen Videos stört.
Wenn dir das abgeht, ist es schlicht und alleine dein Problem.

Zitat

Tagtäglich gibt es dergleichen auf der Welt und ihr schweigt. Aber kaum
wird ein populistisches Video von süssen Katzen veröffentlich, welche
verbrannt werden, dann ist Mitleid angesagt.
Woher weißt du das das die Leute die hier was posten zu solchen Themen schweigen? Les dir mal die Beiträge von z.b Yen mal durch oder wahlweise anderen. Da wirst du sehen , dass schon einige ein Problem mit Ungerechtigkeit haben.

Zitat

sondern möchte darauf hinweisen, dass wir in einem System leben, wo Ausbeutung NORMAL ist
Nochmal...das EINE hat mit den Anderen von wenig bis garnichts zu tun.
Es besteht ein Unterschied zwischen irgendwen aubeuten und eine Lebewesen aus Spaß zu quälen.

Zitat

Nur um klarzustellen, ich versuche nicht die Taten der Jugendlichen zu relativieren
Genau das tuest du mit deinen anti Kapitalismus gelaber. Das sind zwei vollkommen unterschiedliche Sachverhalte. Punkt.
Da ändert auch eine pseudo-marxistische herangehensweise nicht dran.

Um mal den sehr guten Beitrag von Dietlinde zu zitieren:

Zitat

Wer grausame Taten als Bagatelle ansieht, bescheinigt den Tätern, dass
sie so weitermachen dürfen. Und dann bleiben solche Fälle vielleicht
keine Einzelfälle mehr. Dass Filme wie dieses im Internet hochgeladen
werden, beweist schließlich, dass solche Leute, für die die Qualen eines
wehrlosen Opfers ein Vergnügen sind, nicht selten sind.
Ich bleib dabei, die Jugendlichen in dem Video sollte man aufknüpfen ! Punkt!


Zitat

Wo bleibt der Skrupel der Menschen, die über ein verbranntes Katzenbaby jammern und diese Statistiken einfach ignorieren?!
Und du denkst dieser Beitrag eignet sich dafür auf diese Statistiken aufmerksam zu machen?
Mach einen eigenen auf in dem du all das ansprichst, aber hör auf sowas wie das Video relativieren zu wollen, mit irgendwelchen 08/15 Phrasen.
Auch so ein Scheiß mit Nazivergleichen kannst du dir sparen. Sowas zu lesen zu müssen ist schon peinlich genug.



so long
But now the rains weep o'er his hall,
with no one there to hear.
Yes now the rains weep o'er his hall,
and not a soul to hear.

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Ricya (29.11.2012), Claxan (29.11.2012), Dietlinde (29.11.2012), Librarian (29.11.2012), Kryton (30.11.2012)

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