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elperdido

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31

Freitag, 20. Februar 2009, 12:32

Re: Psychotherapie und –analyse: zwischen Ersatzreligion ,Missbr

Menno Buh :winks: ;)

Zum Glück bin ich ja kein Freudianer , im Gegenteil der Bursche (man kann ihn wohl ohne weiteres als Scharlatan bezeichnen) ist für mich einer der Gründe diesem theoretischen Psychotherapiegedöns mehr als kritisch gegenüberzustehen ...und da hab ich auch gleich was zum editieren egfunden :winks:

Zitat

ich denke, Brüste sind als Merkmal nur für Männer dann interessant,
besser gesagt! Brüste als Fetisch! und Hauptmerkmal nur für...

Denn Brüste , finde auch ich selbst als erogene Zone optisch schon interessant , sowie Zebrafinkenweibchen weisse Kochmützen ,auch wenn dadurch nicht der wunsch entsteht, mit dem weibchen sofort zu kopulieren , aber als Mitmerkmal nehme ich die Brust (oder das Gesäß) durchaus zweitrangig wahr ,und es weckt Interesse , wenn aber der rest nicht stimmig ist ,nutzt es alles nichts :evil:
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waytowostok

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32

Sonntag, 22. Februar 2009, 17:02

Re: Psychotherapie und –analyse: zwischen Ersatzreligion ,Missbr

Ah, Freud war auch nie sympatisch. Würde ihn aber trotzdem nicht als Scharlatan bezeichnen. Ich habe mehr den Eindruck, dass er sich maßlos verannt hat. Hatte ein paar richtige Erkenntnisse, die mit ner Menge spekulativen Mist gewürzt hat.
Er hatte es aber nicht so mit der realistischen Selbsteinschätzung, ich erinnere mich daran, einen Text von ihm gelesen zu haben, in dem er sich mit Galileo und Darwin auf eine Stufe gestellt hat. Nunja.
Ohne ihn würde heute keine der Psycho-Wissenschaften mehr auskommen, man darf nur nicht den Fehler machen, ihn so zu überschätzen, wie er es selbst getan hat.

elperdido

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33

Dienstag, 24. Februar 2009, 06:55

Re: Psychotherapie und –analyse: zwischen Ersatzreligion ,Missbr

Hi waytowostok

na ,in der heutigen Psychologie ist Freud doch völlig tot und seine Thesen rundum ablehnt ,und die Kritik an ihm ist mehr als berechtigt, wenn er sicher auch die eine oder andere gute Idee hatte,(ein blindes Huhn ...)

Zitat

Die moderne Psychologie verdankt Freud so gut wie nichts denn die wichtigsten Vätern der "Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen", sind z.B. Edward L. Thorndike zum Beispiel mit seinem "Law of Effect", das die Basis aller modernen Lerntheorien und auch der wirksamsten Therapiemethoden ist, die die Psychologie bislang hervorgebracht hat. Ebenso Wilhelm Wundt - der erste, der in Deutschland ein psychologisches Forschungslabor an einer Universität einrichtete und Hermann Ebbinghaus, der im 19. Jahrhundert in mühevollen Selbstversuchen die Vergessenskurve ermittelte - und damit den Grundstein für alles legte, was heute über das menschliche Gedächtnis bekannt ist (Stöcker 2006).

Freuds bleibende Wirkung läßt sich täglich in der westlichen Welt erfahren, beispielsweise an dem geduldigen bis hartnäckigen Interesse am einzelnen Menschen und seinem Familienschicksal oder der Aufmerksamkeit, die kindliche Gefühlsäußerungen heutzutage erregen. In allen Lebensbereichen begegnen wir heute dem Freudschen Ansatz, die unbewußten Ebenen der menschlichen Seele zu beleuchten: von der Kindererziehung bis hin zur Werbung, die täglich auf uns niederprasselt. Wolfgang Prinz, Direktor am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, meint, dass die Psychoanalyse keine Wissenschaft ist, sondern ein quasi-literarisches Selbst-Deutungssystem, das sich der empirischen Prüfung weitgehend entzieht. Eines, das nicht nur wissenschaftstheoretischen Grundprinzipien zuwiderläuft, sondern auch noch auf teilweise frisierten, teilweise frei erfundenen "Beobachtungen" basiert (Stöcker 2006). Ödipuskomplex und orale Phase gehören nach Meinung vieler PsycholgInnen ebenso zur pseudowissenschaftlichen Folklore wie die einem verrutschten Komma geschuldete Behauptung, Spinat enthalte besonders viel Eisen (Stöcker 2006).


zitat aus
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at ... reud.shtml

dazu auch ...
http://www.ppfi.de/buchbesp/selg.htm

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 62,00.html

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft ... 37071.html
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elperdido

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34

Dienstag, 3. März 2009, 07:08

Re: Psychotherapie und –analyse: zwischen Ersatzreligion ,Missbr

...

Habe da mal einen sehr guten (subjektiv) Artikel gefunden

http://blog.dignitatis.com/wordpress/?p=378

interessant finde ich die Vererbungsmöglichkeit von erfahrungen

http://zaronews.de/category/familie/
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Schattenkanzler

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Sonntag, 13. Dezember 2009, 11:59

Wer war Willhelm Reich ?

Hier geht es um den kontroversen Charakter Willhelm Reich, ich muss sagen ich war überrascht das Herr Reich, kein Spinner war, sondern ein Psychoanalytiker, ein offenbar sehr guter sogar.
Der einige ziemlich gute Theorien über die menschliche Psychologie entwickelte, und der sogar sehr eng mit Sigmund Freund zusammenarbeitete, dann aber einen anderen Weg ging.

Eine sehr gute Dokumentation die ohne diesen Orgonscheiß auskommt, der wohl ein Trugschluss Reichs war, sondern die andere seriöse Seite von, sein Werk war sehr Homogen, obwohl es einige Fehler umfasste, wie die von ihm angenommene Orgonenergie, haben einige seine Theorien bis heute ihren Platz in der Psychoanalyse behalten, ganz im Gegensatz zu den Thesen eines Dr.Prof. Freud.

Hier die sehr informative Dokomentation:
http://www.dokus4.me/index.php/2009/12/1…-wilhelm-reich/

Nachfolgend möchte ich feststellen das Herr Reich offenbar ein sehr zwiespältiger Charakter war, einerseits sicher ein kluger Kopf mit einer menge guter Ideen, andererseits aber wie viele Forscher seiner Zeit, einigen falschen Vorstellungen anhängend, wie z.B dem Orgon.
Man sollte seine Werke also differenziert beurteilen. Mögen die meisten seiner Thesen heute überholt sein, so sind sie nicht weniger interessant, sie sind ein Teil der Geschichte, weshalb ich das hier rein eingestellt habe.

Dachte das wäre mal interessant, für einige hier :)

Grüße Schatti :winks:

Quelle der Dokumentation: http://www.dokus4.me (über Youtube.de)
(überhaupt ein gutes Portal mir ner menge verdammt interessanter Dokumentationen, die man sich frei anschauen kann, illegal ist es nicht, nicht das ich wüsste.)
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Sonntag, 13. Dezember 2009, 13:28

Re: Wer war Willhelm Reich ?

EDIT: Huch da war ich wohl ein bisschen vorschnell, in einigen Teilen der Doku kommt doch Orgon, hätte die Doku gestern zu Ende schauen sollen :oops: . Doch hier wird berichtet, wie Herr Reich auf diese Idee kam, nichts desto trotz, sicher weiterhin sehr informativ, das ganze, unabhängig davon das ich natürlich denk das Reich mit seinem Orgon daneben lag.

Am Ende muss man erkennen, was sich aus der Doku herauskristallisiert, das Reichs Thesen und Theorien ernst gemeinte und ernst zu nehmende Forschungen waren, auch wenn sie aus moderner Sichtweise nicht haltbar sind, und sie sind nicht das was zahlreiche Scharlatane die mit Orgonakkus für 300 Euro pro Stück, aus seinen Ideen gemacht haben.......die aus damaliger und auch heutiger sich, sehr anziehend sind, weil sie einer anderen Ideenverknüpfung folgen als das allgemein der Fall ist.

Und ich finde es gerecht das auch einiger Leute in der Doku zu Wort kommen, die mit den Orgonakkus^^. Mann kann sich so ein Bild von denen machen. Hier wird also Reichs Ideenwelt vorgestellt, sehr unvoreingenommen und vor allem nicht verurteilend.

Auch wenn ich diese Orgonsache als nicht existent ansehe, finde ich das als Skeptiker als sehr gut. Auch wenn es keinerlei Belege für Reichs Orgonenergie gibt.
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Mittwoch, 5. Dezember 2012, 14:17

Sigmund Freud und die Psychoanalyse

Zitat

Sigismund Schlomo Freud (* 6. Mai 1856 in Freiberg, Mähren damals Kaisertum Österreich, tschechisch Příbor; † 23. September 1939 in London), war ein österreichischer Neurologe, Tiefenpsychologe und Religionskritiker, der als Begründer der Psychoanalyse weltweite Bekanntheit erlangte. Freud gilt als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts; seine Theorien und Methoden werden bis heute kontrovers diskutiert.
Quelle: Wikipedia


Die Traumdeutung, eines der besten Werke von Sigmund Freud, hat mich sehr fasziniert. Darin hat er allgemeingültige Träume und deren Ursachen erklärt. Da ich ein "Freudianer" bin und ihn und seine Werke bewundere, möchte ich hier einige Beispiele von Träumen erwähnen und die Erklärung von Freud einbisschen einfacher versuchen zu schildern oder auch einfach zusammenfassen.

Die Träume vom Tod teurer Personen


Ich werde hier, der Übersicht zu Liebe, die Zitate aus seinem Werk alleine durch Hochkommas erwähnen.

Freud unterscheidet die Träume vom Tod teurer Personen (von Personen, die eine besondere Stelle im Leben eines Menschen haben) in zwei Gruppen. Ersteres sind Träume, bei welchen man keine Emotionen zeigt und / oder um den Tod im Traum nicht trauert. Letzteres ist genau das Gegenteil. Dazu sagt Freud in seinem Werk: "Die Träume der ersten Gruppe dürfen wir bei Seite lassen; sie haben keinen Anspruch, als typisch zu gelten."

Er setzt den Fokus auf Träume, bei welchen man im Nachhinein traurig über den unrealen Tod der teuren Person ist. Dazu sagt er etwas, was mich beim ersten Lesen schockiert und dann doch überzeugt hat.

"Anders die Träume, in denen der Tod einer geliebten verwandten Person vorgestellt und dabei schmerzlicher Affekt verspürt wird. Diese bedeuten, was ihr Inhalt besagt, den Wunsch, daß die betreffende Person sterben möge, und da ich hier erwarten darf, daß sich die Gefühle aller Leser und aller Personen, die Ähnliches geträumt haben, gegen meine Auslegung sträuben werden, muß ich den Beweis auf der breitesten Basis anstreben."

Dazu erwähnt er dann;

"Es können auch verflossene, abgetane, überlagerte und verdrängte Wünsche sein, denen wir nur wegen ihres Wiederauftauchens im Traume doch eine Art von Fortexistenz zusprechen müssen."

Diese Aussage bekräftigt er dann später auch noch mit der folgenden;

"Wenn jemand unter Schmerzensäußerungen davon träumt, sein Vater oder seine Mutter, Bruder oder Schwester seien gestorben, so werde ich diesen Traum niemals als Beweis dafür verwenden, daß er ihnen jetzt den Tod wünscht. "

Später erklärt er, dass der Wunsch des Kindes nicht der Tod selbst, sondern bloss die Abwesenheit einer Person ist. Bei Geschwistern kommen solche Träume oft vor, vor allem bei den älteren.

Hierzu Freud;

"Ich bekenne mich in allem Ernst zur Meinung, daß das Kind abzuschätzen weiß, welche Benachteiligung es von dem Fremdling zu erwarten hat. "

All diese Sorgen des Kindes hinterlässt sozusagen im Unterbewusstsein spuren, so dass das Kind unbewusst die Abwesenheit bzw. auch den Tod seines Schweisters/Bruders wünscht. Er/Sie hat eine andere Definition vom Totsein.

Was hier noch nebenbei zu erwähnen ist, ist die Definition der sexuellen Regungen der Kinder gegen die Eltern, die unter Umständen auch solche Träume (wegen Eifersucht) herbeiführen können. Dazu sagt Freud
"Nach meinen bereits zahlreichen Erfahrungen spielen die Eltern im Kinderseelenleben aller späteren Psychoneurotiker die Hauptrolle, und Verliebtheit gegen den einen, Haß gegen den anderen Teil des Elternpaares gehören zum eisernen Bestand des in jener Zeit gebildeten und für die Symptomatik der späteren Neurose so bedeutsamen Materials an psychischen Regungen."
....

"Es ist bei weitem wahrscheinlicher und wird durch gelegentliche Beobachtungen an normalen Kindern unterstützt, daß sie auch mit diesen verliebten und feindseligen Wünschen gegen ihre Eltern uns nur durch die Vergrößerung kenntlich machen, was minder deutlich und weniger intensiv in der Seele der meisten Kinder vorgeht."

So, dass war schon der erste Traum, den ich erwähnen wollte und auch einer der bei vielen ab und zu noch vorkommt.
„Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“

„Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“

„Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“

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Donnerstag, 6. Dezember 2012, 15:17

Naja ich bin nicht unbedingt ein Fan von Freuds Traumdeutungen. Ich denke einfach das ganze ist zu allgemein betrachtet. Es gibt Träume die wirklich in Verbindung mit Trauerprozessen stehen, heißt: Tod einer geliebten Person ist eingetreten, Trauernder träumt nachts darauf davon und wacht weinend auf...

Somit ist Freuds Deutung schon wiederlegt. Hier handelt es sich einfach um eine Übertragung des realen Alltags in den Traum.
Auch kann der Tod einer Person im Traum sehr wohl Gefühle hervorbringen, die der Träumende tags davor wirklich gefühlt hat. Wut, Trauer, Schuldgefühle usw. Auch eine Übertragung des Alltags und die darauffolgende Verarbeitung im Traum.

Oder wie siehst du das?

Grüße von Yen.

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Donnerstag, 6. Dezember 2012, 15:35

In der oben genannten Traumdeutung geht es nicht darum, dass man eine tote Person im Traum sieht, sondern von deren Totsein träumt. Wenn jemand in echt stirbt, werden seine Angehörigen kaum nochmals vom Totsein träumen sondern eher von der Person selbst, was zu differenzieren ist mit den Träumen, die Freud hierbei beschreibt.

Meiner Meinung nach ist die Hauptaussage, die Freud macht, dass die unterdrückten Gefühle (meisten in Zusammenhang mit Trieben, sprich sexuell) in den Träumen wieder vorkommen. So kann es durchaus sein, dass wenn am Tage, die von dir erwähnten Gefühle wie Wut, Trauer und Schuldgefühle, verdrängt werden, diese dann Nachts während dem Träumen erneut auftauchen. Es kann aber auch sein, dass gewisse, zum Teil auch unterdrückte Gefühle Jahre später noch in den Träumen vorkommen können.

--

Bei Freud finde ich sehr bemerkenswert, dass er seine Unwissenheit in einem Gebiet offen zugeben kann. Es gibt Aufsätze, wo er erwähnt, dass seine Aussagen nicht strukturell gewonnen sind, sondern nur durch Erfahrungen die er selbst und andere gemacht haben, entstanden. Dies ist jedoch im obigen Beispiel nicht der Fall.
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Donnerstag, 6. Dezember 2012, 17:28

Bei Freud finde ich sehr bemerkenswert, dass er seine Unwissenheit in einem Gebiet offen zugeben kann. Es gibt Aufsätze, wo er erwähnt, dass seine Aussagen nicht strukturell gewonnen sind, sondern nur durch Erfahrungen die er selbst und andere gemacht haben, entstanden. Dies ist jedoch im obigen Beispiel nicht der Fall.
Freud ging eben vom Empirischen Ansatz aus, und das ist bei der Psychologie grundsätzlich ein Problem. Denn auf der einen Seite steht die Individualität des Menschen im Vordergrund, aber gerade in der Oneirologie wird Interpretiert bis zum geht nicht mehr. Und da sehe ich halt das Problem der Ernsthaftigkeit.

Ich muss aber zugeben, ich habe was das betrifft, nicht so viel Ahnung. Die Oneirologie hat mich nicht so fasziniert wie z.B. die Massenpsychologie und die Ich-Analyse.

Kuttensau

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Donnerstag, 6. Dezember 2012, 20:31

Auch bei der Traumdeutung von Freud hab ich das gleiche Problem wie bei allen anderen Traumdeutungsversuchen.
Yen hat ja bereits geschrieben, dass das Thema zu allgemein betrachtet wird, Träume jedoch individuell sind und auch individuelle Aussagen treffen.
Eine Traumdeutung ist als solches nicht möglich, wenn man die Person nicht genau kennt. Es ist meines Erachtens nach unmöglich zu sagen, dass ein bestimmtes Symbol im Traum bei allen Menschen auf der Welt das gleiche bedeutet. Jeder assoziiert doch z.B auch mit Freude etwas anderes, wenn man nun also einen fröhlichen Traum hat, sieht dieser bei jedem anders aus.
Dennoch kann man natürlich in einem Gespräch mit einer Person gemeinsam ergründen, was der Traum bedeuten soll, dabei ist es wichtig die Assoziationen der Person zu bestimmten Symbolen zu kennen, ansonsten kann man nur raten.

Grüße
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42

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 21:48

Ich bin kein Freud-freund, aber ein Freund der Erforschung des Unterbewusstseins. Freud war vielleicht einer der ersten (wobei das man so nicht sagen kann) der die unterbewussten Vorgänge darüber aufgegriffen hat, aber in der Jetztzeit finde ich manche Freunsche Theorien einfach veraltet, was nicht heissen soll, dass sie damals nicht richtig waren.

Das Haus im Traum, in dem der Dachstuhl brennt stellt den Kopf des Patienten dar...sowie der Keller der unter Wasser steht...die Gefahr: bis einem buchstäblich das Wasser bis zum Hals steht. Die einfache und sehr direkte Sprache des Unterbewusstseins.

Ich geb da aber Kuttensau recht in Bezug Traumdeutung:

Denn beispielsweise habe ich keineswegs sexuelle Fantasien (wie es ja oft erklärt wird), wenn ich von einem Pferd träume weil ich mich am Tag vorher damit beschäftigt habe.

Ich habe schon vermehrt von Menschen geträumt denen ich nicht den Tod gewünscht habe, aber die einfach soweit aus meinem Leben verschwunden sind, dass ich geträumt habe, dass sie gestorben sind. Eine unterbewusste Botschaft damit abzuschliessen.

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Freitag, 7. Dezember 2012, 09:15

Ich weiss nicht, inwiefern ihr Freud's Werke kennt oder nicht, jedoch ist hier zu erwähnen, dass Freud die Individualität der Menschen nie geleugnet hat, im Gegenteil, er hat es mehrfach erwähnt. So sagt er beispielsweise bezüglich der Traumdeutung und Psychoanalyse

Zitat

Dazu bedarf es nun einer gewissen psychischen Vorbereitung des Kranken. Man strebt zweierlei bei ihm an, eine Steigerung seiner Aufmerksamkeit für seine psychischen Wahrnehmungen und eine Ausschaltung der Kritik, mit der er die ihm auftauchenden Gedanken sonst zu sichten pflegt. Zum Zwecke seiner Selbstbeobachtung mit gesammelter Aufmerksamkeit ist es vorteilhaft, daß er eine ruhige Lage einnimmt und die Augen schließt; den Verzicht auf die Kritik der wahrgenommenen Gedankenbildungen muß man ihm ausdrücklich auferlegen. Man sagt ihm also, der Erfolg der Psychoanalyse hänge davon ab, daß er alles beachtet und mitteilt, was ihm durch den Sinn geht, und nicht etwa sich verleiten läßt, den einen Einfall zu unterdrücken, weil er ihm unwichtig oder nicht zum Thema gehörig, den anderen, weil er ihm unsinnig erscheint. Er müsse sich völlig unparteiisch gegen seine Einfälle verhalten; denn gerade an dieser Kritik läge es, wenn es ihm sonst nicht gelänge, die gesuchte Auflösung des Traumes, der Zwangsidee u. dgl. zu finden.


Also ist er sich stets bewusst, dass es viele Informationen vom Patienten braucht, um, wie er es nennt, 'die gesuchte Auflösung des Traumes', zu finden. In seinem Werk "Traumdeutung" versuchte er die Ursachen für die typischen Träume zu klären. Er hat nicht versucht, eine allgemeine Formel für Traumdeutung aufzubauen.
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Freitag, 7. Dezember 2012, 09:35

Das stimmt schon Most.
Dennoch denke ich hier, das die Traumdeutung nie real sein kann, heißt man wirklich davon ausgehen kann, das der Traum realitätsnah gedeutet wird. Zum Beispiel hat Freud die Sexualität des Menschen in fast allen Bereichen hervorgehoben, so auch im Traum.
Das war zeitweise eine richtige Gefahr innerhalb der Psychiatrie, so wurden Kinderträume falsch interpretiert und oft wurde hinter etwas harmlosen gleich ein Gewaltverbrechen vermutet.
Weil ein Kind von einem Wolf (oder großen Hund) träumte... Der Wolf das Symbol der männlichen Dominanz...

Die Traumdeutung (Oneirologie) hat keine ausreichende Grundlage um den Realitätszustand der Person zu deuten.
Freud ging davon aus, das der Menschliche Verdrängungsmechanismus eine Art Zensur darstellt und der Traum diese Zensur aufhebt.

Allerdings kritisiere ich Jung noch mehr, weil er wirklich eine Art Katalog zusammen stellte, der in Esoterischen Kreisen noch immer Bestand hat. Da ist der Mensch an sich uninteressant, hier ist nur die Symbolwirksamkeit von Bedeutung... Gruselig...

Grüße von Yen.

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Freitag, 7. Dezember 2012, 09:51

Die Fehlinterpretationen haben aber mit Freud nicht viel zu tun. Wie oben auch schon erwähnt, hat Freud die Individualität des Menschen sehr ernst genommen.

Meiner Meinung nach hat Freud es geschafft, ein Wissen weiterzugeben, dass wenn man es versteht, seine eigenen Träume deuten kann, weil man nur selbst genügend Informationen hat, um einem Traum eine Bedeutung zu geben. Auch hier kann man natürlich dann nicht jeden Traum deuten, kann aber zumindest vermuten, was da in einem Vorgegangen sein muss oder in welche Richtung es geht.

Zitat

Carl Gustav Jung verstand den Traum als unmittelbar deutlich werdende Darstellung der inneren Wirklichkeit des Träumenden, d. h. es bedürfe von diesem keiner freien Assoziationen, um den Traum verstehen zu können.


Das ist eigentlich genau das Gegenteil der Aussagen von Freud. Finde ich persönlich einfach krank..
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