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Jagd Elite

Lord of War

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1

Sonntag, 21. Juli 2013, 11:06

TOR oder auch Onionrouting

Ich weiß nicht wem von euch das Programm TOR bekannt ist?

Tor ist ein Programm zur vollständigen Anonymität im Internet mit dem man auch viele eigentlich verborgenen Seiten im Hidden oder Dark Web zugreifen kann.
Es wird für TCP-Verbindungen eingesetzt und kann beispielsweise für Web-Browsing, Instant Messaging, IRC, SSH, E-Mail, P2P und anderes benutzt werden. Tor schützt seine Nutzer vor der Analyse des Datenverkehrs.

Wem das Hiddenweb oder Darkweb ein Begriff ist der kann sich vorstellen was es dort dank TOR für Möglichkeiten gibt. Mehr oder weniger legendäre Seoten wie die berüchtigte Silkroad sind dort zu finden aber auch das komplette Spektrum an Informationen und Möglichkeiten. Sowohl legales wie Blogs, Informationen oder ähnliches wie auch viel illegales wie Waffen und Drogenhandel kann man dort finden. Wer hierzu mehr Informationen möchte kann sich bei Wiki informieren: 'Tor Netzwerk' 'Hidden web' 'silkroad' 'bitcoins'

Die Software is völlig legal und sogar bei Chip zu bekommen. Was im Hiddenweb passiert bleibt aufgrund der Programmart zwar erhalten kann aber ohne weitere Informationen nie zu irgendjemand zurückverfolgt werden.

Warum erwähne ich das hier?

Weil ich von der Idee des völlig anonymen surfen in einem Internet hinter dem Internet unglaublich fasziniert bin. Die Möglichkeiten? Grenzenlos!

Man muss nur noch dem weißem Hasen folgen!
ÜBER UNS SIND NUR DIE STERNE

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Claxan (21.07.2013)

Claxan

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2

Sonntag, 21. Juli 2013, 13:24

Ich surf regelmäßig im Darkweb rum, in diversen Boards und Blogs. Warum über Tor und nicht einfach im www? Weil die Blogs nicht zensiert werden müssen, und Files etc. einfach drauf bleiben, so wie sämtliche Artikel usw.
Das gefällt mir. Auch wenn ich natürlich nicht dafür bin, dass illegales etabliert wird, find ich es trotzdem ok wenn so "harmlose" Sachen wie Filesharing, politische Freiheit usw. möglich ist.

bitcoining hat aber mit dem Deep Web nicht zwingend was zu tun.
Also das minen kann man auch im www betreiben.
Allerdings als Zahlungsmittel dort unten ist es unumgänglich.

Wer sich jetzt immer noch nichts vorstellen kann darunter, hier eine ganz kurze und ganz simple Erklärung:

Das Internet wie wir es kennen (sprich http://www.) ist im Prinzip die Spitze eines Eisberges. Jede Webseite die wir über einen Standardbrowser erreichen können, ist in einem Index eingetragen und hat keine festgelegt IP über die wir auf die Domain zugreifen können.
Dort sehen wir Informationen, Bilder, Dateien, Text etc.
Suchmaschinen wie Google suchen die Seiten automatisch bis zu einem gewissen Punkt ab um genug Schlüsselwörter zu sammeln um die Seite über die Suchmaschine verfügbar zu machen.

Allerdings gibt es Informationen die viel zu weit unten liegen und die darum nicht von Google und co. geortet werden bzw. gelistet werden.
Das sind dann quasi Informationen auf die man durch simple Websuche nicht mehr zugreifen kann.
Und das ist quasi nichts anderes als an der Oberfläche kratzen.

Wer die Oberfläche durchbricht und durch Onion Routing oder Garlic Routing weiter runtergeht, wird feststellen, dass es abseits der Standardmäßigen IP Domains, unendlich viel mehr andere Domains gibt die über andere Hashs laufen. Z.b. eben die Onion Adressen.
Das sind Webseiten die zwar genauso übers Internet verfügbar sind, von Standardbrowsern jedoch nicht erreichbar sind.
Für jeden Standard-Internet User sind sie quasi nonexistent und die meisten wissen nichtmal, dass sie existieren.
Zum Vergleich: Man spricht etwa von 20% = Internet - 80% = Deep Web.

Was findet man im Darknet also? Diesem ominösen Ort wo soviele Geheimnisse warten?
Nun im Prinzip nichts aufregendes erstmal. Hauptsächlich Dinge die im normalen Internet verpöhnt sind. Wie eben Filesharing, Hacker-Networks, Seiten ohne Moderation etc.
Klingt nicht besonders aufregend und ist es auch nicht. Es ist einfach ein Zufluchtsort für die Leute die nicht verfolgt werden wollen wenn sie illegal Programme runterladen oder Hacks miteinander teilen.
Geht man ein bisschen tiefer, findet man allerdings auch richtig harte Sachen. Z.b. Kinderpornographie, Drogenhandel, Waffenhandel, Anleitungen zum Bombenbau etc.
Auch Auftragsmörder, Menschenhandel und dergleichen findet man angeblich dort.
Das ist im Prinzip nur eine Sache der Ausdauer und der Energie die man reinsteckt.

Um in diverse Kreise Eintritt zu bekommen muss man auch was dafür hergeben.
Die bitcoins (virtuelle Währung) sind z.B. eine Möglichkeit solche Dinge zu erwerben.
Transaktionen via bitcoins sind nicht zurückverfolgbar, bzw. kaum.
Genauso ist es nicht ersichtlich wo du dich wann, wo rumgetrieben hast im Darkweb weil via Tor deine IP verschlüsselt wird.

---

Ins Darkweb zu gehen ist weder illegal noch muss man besonders viel können um mal reinzuschauen.
Die einzigen Vorraussetzungen sind, dass man nicht paranoid ist und dass man kein Idiot ist, weil im Darkweb kann man sich sehr leicht und sehr schnell Viren, Malware, Trojaner etc. einfangen.
Und zwar zum Teil solche die wirklichen Schaden anrichten.

Also einfach nicht jedem Link folgen und auf keinen Fall bedenkenlos etwas runterladen dessen Sicherheit nicht verifizierbar ist.

---

Hoffe, das hat nen kleinen Einblick geben können! :)
Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.

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Nachdenker

Geisterjäger

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3

Sonntag, 21. Juli 2013, 16:16

freie Meinungsblogs findet man auch im "normalen" Web. z.B: Politik sind wir.de usw. Moderationsfrei klingt eher nach Spamblog.

Naja ob das tatsächlich anonyme und nicht verfolgbare Darkweb den Strafverfolgungsbehörden so fremd und unantastbar ist bezweifle ich doch stark.

Claxan

魚 - 烏

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4

Sonntag, 21. Juli 2013, 19:25

Fremd ist es ihnen natürlich nicht, und natürlich sind diverse Regierungen (allen voran jedoch natürlich USA) dort unterwegs und versuchen Leute auszuforschen.
Das Problem daran ist jedoch, dass sich die IPs nicht zurückverfolgen lassen.
Jemand der im Tor Netzwerk unterwegs ist, kann seine IP zum Netzwerk hinzufügen, und aus der Summe der Leute die sich da zu einem Netz zusammenschließen, wählt Tor eine zufällige IP aus über die du dann surfst.

Sprich du sitzt in Deutschland und bist aber gerade augenscheinlich irgendwo in Chile unterwegs. Oder sonst irgendwo auf dem Planeten.
D.h. sie können sich zwar sehr wohl zurückverfolgen, allerdings nur bis zu dem Punkt wo die IP liegt über die du reingehst.
Das TOR Netzwerk ist nichts illegales und soll einfach die Sicherheit für den User im Netz erhöhen.
Außerdem soll TOR den Zugang ins Internet ermöglichen in Ländern in denen strikte Zensur herrscht. Stichwort China.
Eine chinesischer Internet User kann via TOR unerkannt das freie Netz besuchen und wird dabei nicht von seiner Regierung erkannt.

Also gibt es sehr wohl äußerst erstrebenswerte und wichtige Aspekte bei dieser anonymen Surferei.
Allerdings nutzen das halt auch viele kriminelle Personen/Ringe aus.

Und du darfst nicht vergessen, dass oft schon Leute im Surface Internet schwer aufzuspüren sind von den Behörden.
Jemanden via TOR zu lokalisieren ist immens aufwendig und unfassbar schwierig.
Über Onion Routing ins Internet zu gehen heißt nicht, dass du nie wieder auffindbar bist. Aber die Chance ist extrem gering. Und die Möglichkeit entdeckt zu werden sinkt erheblich beim bewussten Benutzen dieses Systems, da du jederzeit eine neue Identität annehmen kannst und damit wieder einige Spuren vernichtest.

Falls du das Darkweb für verbotenes nutzt, musst du lediglich darauf achten, dass du Anonym bleibst, keine Hinweise über dich preisgibst und du keine auffälligen Muster hast durch die man dich identifizieren kann.
Wer jedoch nur dort ist, weil er anonym surfen will, der ist bestens bedient damit und muss sich keine Sorgen machen erkannt zu werden.
Die normalen User die nur lesen oder sich unauffällig verhalten werden sowieso ignoriert.
Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.

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silvercloud

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5

Montag, 22. Juli 2013, 10:37

TOR ist in der Tat ein weit verbreiteter Zugang, der der Anonymisierung dient.

Leider tummeln sich dort jedoch immer mehr illegale Inhalte und nicht verschwiegen werden sollte, das TOR durch HTML5 ausgehebelt wird und die Anonymität sofort verloren geht. Auch sind die Datenraten extrem langsam.
Eine typsiche Torverbindung wird nur über 6 TOR Nodes anonymisiert. Davon stehen meist 1 oder 2 in dem Land in dem man online geht. Scotland Yard hat mal rund 100 Nodes in GB etabliert um einen Pädophilen zu erwischen, hat auch funktioniert.

TOR ist also keineswegs so sicher und Anonym wie gerne propagiert wird.
Silver



Ich zweifele, also bin ich.

Claxan

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6

Montag, 22. Juli 2013, 21:34

@silvercloud:

1. Es ist kein Geheimnis, dass das TOR Netzwerk auch viel illegales beherbergt. Das ist prinzipiell schon richtig. Aber du kannst es auch so sehen wie das echte Leben wo du abseits von den digitalen Geräten die du besitzt anundfürsich anonym durch die Straßen gehst wenn du das willst.
Das ist ein Recht, dass du als Mensch besitzt. Du darfst Anonym sein und bleiben wenn du das willst, sofern du die Anonymität nicht ausnutzt um gegen das Verbrechen vorzugehen.

2. Wichtig wäre anzumerken, dass man (sofern man das bei den Einstellungen ausdrücklich erlaubt hat) als Exit-Node (also quasi der letzte Ausgangs-PC bei einer TOR Verbindung) auch von den Behörden daheim überrascht werden kann. Natürlich ist man dabei für nichts schuldig zu sprechen. Aber einige Verhöre, Beschlagnahmte PCs usw. sind auf jeden Fall die Konsequenz dabei wenn man der Exit-Node für einen Kriminellen ist.

3. Jemanden via TOR zu finden, ist zumindest in Deutschland extremst unwahrscheinlich. Der Aufwand und die Arbeit die für diesen einen Pädophilen da anscheinend betrieben wurde, ist viel zu hoch um das für jeden TOR User einzusetzen. Da muss jemand schon ganz besonders auffällig sein.
Hinzu kommt, dass jemand der eigentlich klug mit dem ganzen System umgehen kann, eigentlich eine Muster und Spuren hinterlässt auf die man ihn festpinnen kann. Damit man jemanden erwischt nach dem man eigentlich sucht via solchen Nodes ist gleich Null, wenn man nichtmal weiß wann und wo der wieder auftaucht.

Außerdem sei auch noch zu sagen, dass das einrichten von Honeypots in Deutschland untersagt ist. Honeypots sind Seiten die von der Regierung betrieben werden auf denen sich illegale Inhalte befinden und die mitloggen wann und wo sie wer dort einloggt um so an IPs zu kommen.
Solange das Einrichten solcher Fallen gesetzlich verboten ist, wird der Kriminelle auch weiterhin aus Deutschland im Darknet Unfug treiben können.

---

Wichtige Punkte die aber anzusprechen sind noch wären:

Egal ob ihr 100% Anonym seid oder nicht. Wenn ihr etwas illegales macht, dann bleibt das auch illegal.
Wer im Darknet versehentlich auf eine Seite mit illegalem landet sollte dennoch nicht versuchen das bei Kripo und co. zu melden, da ihr euch (speziell beim Thema Kinderpornographie) nur selber in die Scheiße reitet damit.
Wenn ihr versehentlich auf solche Seiten kommt, dann ignoriert sie einfach und meidet diese Links. Die Behörden sind sich schon im Klaren darüber, dass jemand der einmal so eine Seite aufruft das sehr wahrscheinlich nicht mit Absicht getan hat, oder sie vermuten einen neuen im Darknet der aus Neugier überall rumklickt. Den bürokratischen Aufwand jemanden wegen EINER verboteten Seite ausfindig zu machen ist viel zu hoch für die, als dass es sie schert.
Denen geht es um die die regelmäßig und bewusst illegales konsumieren. Und noch wichtiger sind ihnen die Beitreiber solcher Angebote.
Trotzdem solltet ihr auch keinen Verlauf oder Cookies speichern. Denn im allerschlimmsten Fall, wo ihr fälschlicherweise für etwas angeklagt werdet, das jemand anderer verbrochen hat, kann jedes Bild und jede URL im Cache gegen euch verwendet werden.

Auch solltet ihr, sofern ihr sowas überhaupt könnt, keine DDOS Attacken oder sonstige persönliche Feldzüge gegen illegale Seiten führen.
1. ist das Ausführen einer solchen Attacke selber illegal (egal mit welcher moralischen Begründung) und ihr macht euch strafbar damit.
2. Wenn ihr großes Pech habt und die falsches Kreise und Leute damit attackiert, wird man euch von der anderen Seite aus versuchen auszuforschen und dann kanns sein, dass nicht die Kripo sondern irgendwelche wirklich schlimmen Leute eure Tür eintreten.

Außerdem kann zwar bei einer wie oben beschriebenen Großfahndung mit Honeypots und falschen Nodes ermittelt werden wo ein Rechner steht. Da TOR aber den Traffic u.a. auch verschlüsselt, kann nicht ermittelt werden was ihr gerade hoch-/runterladet.
Genauso kann diese Verschlüsselung nicht ausgehebelt werden oder umgangen werden von den Behörden weil diese auch absolut legal sind.
Selbst in ACTA steht drinnen, dass Verschlüsselungen nicht aufgehoben werden dürfen, da sonst die digitale Wirtschaft über das Internet sinnlos wird. Jede große Seite nutzt Verschlüsselungen bei Log-In, Zahlungen usw. Beispiele wären Google, Facebook, Amazon usw.
Würden die nicht mehr Logins usw verschlüsseln dürfen, wäre das quasi das Aus für anonyme Transaktionen im Internet wo die Sicherheit eurer Daten gewahrt wird.

Und zuallerletzt: Egal was für Gruselgeschichten hier jetzt erzählt werden, ihr könnt bedenkenlos den TOR-Browser benutzen. Es ist absolut legal und unbedenklich via TOR im Internet zu surfen. Ihr könnt über den TOR Browser auch jede normale Internetseite besuchen die ihr im normalen Browser auch besucht. Dann seid ihr halt so unterwegs wie sonst, nur anonym.
Und das reine Besitzen und Benutzen vom TOR Browser ist 100% legal. Da braucht ihr euch wirklich keine Sorgen machen. Da kann euch NICHTS passieren.
Bleibt sauber, nutzt es nur für Anonymität, aber verhaltet euch nicht anders oder gedankenlos nur weil man euch kaum bis garnicht mehr zurückverfolgen kann.
Unerkannt bleiben ist kein Freibrief für Straftaten!
Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.

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