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Donnerstag, 20. Februar 2014, 11:16

Zitat

daran sieht man dein mangelndes Rechtsverständnis.


Das kommt auf die jeweiligen Gesetze an. Es gibt auch Länder wo dem Finder der Fund gehört. Und sind wir doch mal ehrlich Welchen Rechtsanspruch hat den ein Archäologe oder der Staat an Gold ? " eigentlich auch keinen größeren" wenn wir mal ehrlich sind.
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Tina

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Donnerstag, 20. Februar 2014, 12:24

Zitat

Es gibt auch Länder wo dem Finder der Fund gehört.


Aber in Deutschland ist das nunmal nicht so. Ich finde es allerdings ziemlich krass, dass es nichtmal einen Finderlohn gibt! Soweit ich weiss, hat das Paar, dass Oetzi entdeckt hat, in der Tat einen Finderlohn bekommen.
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Rônin

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Donnerstag, 20. Februar 2014, 12:53

Klar kann man hier mit Rechtsverständnis und Moral anfangen, aber ich kanns durchaus nachvollziehen, dass einer, der nen Sensationsfund macht, und genau weiß, dass er nichts dafür kriegen wird, erstmal nachdenkt, bevor er das an den selbstbestimmten "rechtmäßigen Eigentümer" übergibt. Soll heißen, klar "It belongs in a Museum".
Aber ich sags mal so; wenn ich meinen Geldbeutel verliere, und mir den einer wiederbringt, werde ich dem auch ne Entlohnung für den Aufwand geben; obwohl das Ding in dem Fall vorher sogar tatsächlich bereits mir gehört hat.
Da greift dann statt Rechtsverständnis auch Höflichkeit und Anerkennung; wiederum Begriffe, die du in der Bürokratie weniger findest. Warum eigentlich? Macht das Zusammenleben angenehmer.
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Donnerstag, 20. Februar 2014, 13:12

Ja ich bin auch der Meinung einen angemessenen Finderlohn solltes es geben. Wenn das in ein Museum gestellt wird machen die damit Geld. Das heißt Jemand opfert seine Freizeit findet etwas und der Staat eignet es sich an und verdient daran. Und hat eigentlich auch nicht mehr Anspruch darauf als der Finder , sitzt halt nur am längeren Hebel da er seine Gesetze so gestalten kann wie er will.
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Donnerstag, 20. Februar 2014, 13:33

Zitat

Wenn das in ein Museum gestellt wird machen die damit Geld.


Nunja, erfahrungsgemaess machen die meisten Museen weit weniger Geld, als der Unterhalt der Raeumlichkeiten verschlingt und sind auf Spenden und Steuern angewiesen. Ein Museum ist in der Regel kein gewinnbringender Betrieb, wenn es sich nicht grade um den Louvre handelt, und selbst da bin ich mir nicht sicher.
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Donnerstag, 20. Februar 2014, 15:45

Na da wäre ich mir nicht so sicher , Klar ein Heimat Museum hat leider nur einen geringen Besucherverkehr was ich gar nicht nachvollziehen kann da es dort auch interessante Sachen gibt. So zum Beispiel das Karl May Museum Dresden. Aber die richtig großen machen schon ganz gut Umsatz.
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Donnerstag, 20. Februar 2014, 16:08

@Tak
Ich glaube, du unterliegst einer falschen Vorstellung davon, was "finden" bedeutet. Wenn du mit einem Detektor durch die Gegend läufst, dann findest du nicht zufällig irgendwas sondern begibst dich gezielt auf die Suche. Wer so etwas tut, zerstört Bodendenkmale mutwillig und nicht aus Versehen. Darum ist es völlig legitim, sowas als Ordnungswidrigkeit zu ahnden.

Bei Oberflächenfunden verhält es natürlich anders. Die sind natürlich auch melde- und abgabepflichtig, aber da solche Funde natürlch zwangsläufig zufällig geschehen, wird da auch niemand mit der Rechtskeule kommen.

Und nein, ein paar rostige Nägel sind natürlich nicht meldepflichtig, aber wenn du bspw. irgendwo eine römische Münze oder eine Bronzefibel entdeckst, solltest du zumindest soviel Geschichtsverständnis haben, den zuständigen Behörden mitzuteilen, dass hier möglicherweise eine archäologisch interessante Fundstelle liegt.
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Donnerstag, 20. Februar 2014, 16:34

Zitat

aber wenn du bspw. irgendwo eine römische Münze oder eine Bronzefibel entdeckst, solltest du zumindest soviel Geschichtsverständnis haben, den zuständigen Behörden mitzuteilen, dass hier möglicherweise eine archäologisch interessante Fundstelle liegt.


Und was hätte ich davon ? Nur Scherereien , kein Finderlohn gar nix . Also ich muss sagen wenn ich sowas finden würde was mehrere Millionen wert ist , ich wüsste nicht was ich tun soll. Einen Anreiz sowas abzugeben oder zu melden sollte es schon geben.

Und ich gehe mal davon aus das solche Funde zufällig sind , sonst könnten sich Archäologen selber auf die Spur begeben.

Zitat

Wenn du mit einem Detektor durch die Gegend läufst, dann findest du nicht zufällig irgendwas sondern begibst dich gezielt auf die Suche.


genau hier muss ich dir widersprechen , weil es meine Sache ist was ich in meiner Freizeit mache. Man kann Leute nicht per se zu einer Owi verdonnern nur weil sie mit einem Detektor rumrennen. Das geht keinen was an .
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Davy Jones

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Donnerstag, 20. Februar 2014, 16:53

Zitat von »Takwando«

Aber die richtig großen machen schon ganz gut Umsatz
Du bist auf dem Holzweg.
Museen, die sich in Staatlicher Hand befinden, sind in der Regel Minus-Geschäfte. Oder was glaubst du, wozu Spendengalas und Kulturförderung gut sind?
Die Eintrittsgelder machen nur einen ganz geringen Deckungsbetrag aus.

Das Museum als Gewinnbringende Einheit ist ganz weit an der Realität vorbei. Museen dienen auch gar nicht mehr dazu Gewinn zu erbringen. Sie sind Kulturgüter und damit Touristen-Attraktionen...

Zitat von »Takwando«

Und ich gehe mal davon aus das solche Funde zufällig sind , sonst könnten sich Archäologen selber auf die Spur begeben.
Du hast kein großartiges Gefühl für große Geldsummen, oder? Ist nicht bös gemeint!
Wer soll denn die ganzen Archäologen finanzieren?
Das Museum mit seinen imensen Einnahmen durch Eintrittsgelder scheidet ja schon mal aus. ;)

lg Davy
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25

Donnerstag, 20. Februar 2014, 17:24

Zitat

Aber die richtig großen machen schon ganz gut Umsatz.


So viele richtig grosse Museen gibt es nicht. Und selbst da denke ich ueberschaetzt Du das. Was da allein fuer Betriebskosten draufgeht ist enorm.
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26

Donnerstag, 20. Februar 2014, 17:26

Zitat

Und was hätte ich davon ? Nur Scherereien , kein Finderlohn gar nix .


Zum Glueck haben nicht alle Menschen Deine Einstellung, dass sie das Richtige nur dann tun, wenn sie was davon haben!
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Donnerstag, 20. Februar 2014, 17:30

Einen Anreiz sowas abzugeben oder zu melden sollte es schon geben.
Da muss man halt abwägen. Erstens schwimmen die Denkmalämter nicht in Geld, die sind schon darauf angewiesen, dass ein nicht unwesentlicher Teil ihrer Arbeit von Ehrenamtlichen und unterbezahlten Praktikanten erledigt wird. Zweitens würden stattliche Finderlöhne wahrscheinlich die Raubgräberei eher fördern, da weitaus mehr Leute "ganz zufällig" etwas finden würden.

Zitat

Und ich gehe mal davon aus das solche Funde zufällig sind , sonst könnten sich Archäologen selber auf die Spur begeben.
Eine typische archäologische Grabung kostet je nach Größe und Dauer fünf- bis sechsstellige Summen. Da geht man nicht mal einfach so hin und buddelt an allen möglichen Stellen. Ausgrabungen werden vor allem da betrieben, wo Bodendenkmale akut gefährdet sind, d. h. sie finden vor allem im Vorfeld von Baumaßnahmen statt. Reine Forschungsgrabungen werden hingegen gründlich geplant, sind meist Teil größerer Projekte und werden dort durchgeführt, wo die besten Ergebnisse erwartet werden.

Im Übrigen suchen Raubgräber meist auch ganz gezielt an Stellen, die den Archäologen bereits bekannt sind, die aber nicht vollständig ausgegraben wurden, bspw. große Gräberfelder, die schon vor Jahrzehnten teilweise ergraben und publiziert wurden. Solche Aktionen machen eine Neubewertung dieser Fundplätze durch neue Untersuchungsmethoden sehr viel schwieriger, da durch Raubgrabungen nicht nur die Funde entfernt, sondern auch die Fundzusammenhänge unwiderbringlich zerstört werden.

Zitat

genau hier muss ich dir widersprechen , weil es meine Sache ist was ich
in meiner Freizeit mache. Man kann Leute nicht per se zu einer Owi
verdonnern nur weil sie mit einem Detektor rumrennen. Das geht keinen
was an .
Doch, das geht jemanden was an, weil sie in Grund und Boden buddeln, DER IHNEN NICHT GEHÖRT. Und wenn du undingt mit einem Detektor nach alten Dingen suchen willst, kannst du das doch tun. Du musst dich lediglich an das Landesdenkmalamt melden. Einige von denen arbeiten ganz gern mit ehrenamtlichen Sondengängern zusammen um Fundstellen zu erfassen. Wenn du jedoch ganz allein auf eigene Faust losziehen willst, zeigt das doch nur, dass du gar nicht an der Vergangenheit interessiert bist, sondern bloß von reiner Gier getrieben wirst.
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Donnerstag, 27. Februar 2014, 02:29

Kleiner Nachtrag: Ich bin hier auf einen interessanten Blogeintrag gestoßen, in dem sehr detailliert dargelegt wird, warum die Vorgehensweise des pfälzischen Raubgräbers viel mehr Schaden als Nutzen gebracht hat:

http://archaeologik.blogspot.de/2014/02/…erwald-die.html
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