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Konquistadore

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Montag, 3. März 2014, 18:28

Russland und die Krim - oder wie ein Land in heutiger Zeit einfach Teile eines Anderen besetzt!

Hallo Leute!

Aus aktuellem Anlass möchte ich gerne das Thema Russland und ihre "friedliche Besetzung" der Krim anstoßen. Was haltet ihr davon, wie steht ihr dazu, was denkt ihr wie es weitergeht?

Ich persönlich denke, es wird hier auf ein Kräftemessen von Amerikanern und Russen rauslaufen. Obama hat schon Sanktionen angedroht und kann jetzt nichtmehr den Schwanz einziehen, eben so wenig können die Russen einfach abziehen ohne das Gesicht zu verlieren. Ich bezweifle das all das ohne Blutvergießen abgehen wird. Die Russen rechtfertigen ihren EInmarsch ja zum Teil durch die Tatsache, dass ca 60% der Krimbewohner eigentlich gebürtige Russen sind und sie nur ihre eigenen Leute vor den aktuellen Unruhen schützen wollen. Ist in meinen Augen Unfug, Russland gefällt es nicht, dass die Ukrainer mit der Krim eine viel bessere Anbindung ans Meer haben als sie selbst und wollen das Ganze wieder zurück zu Mütterchen Russland holen.

Eure Meinung ist gefragt, sagt ihr die Aktion ist verständlich oder schüttelt ihr auch den Kopf drüber und fürchtet einen kalten Krieg 2.0 bzw einen WW III?
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Valten

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2

Montag, 3. März 2014, 22:40

Hi

Seh ich komplett anders.
Das der Russe so reagiert ist vollkommen richtig.
Man darf nicht ausser Acht lassen, das nur 46% für den EU Anschluß waren. Somit ist der sogenannte Volksaufstand nichts weiter als ein Putsch.
Abgesehen von einen weiteren Bruch des Völkerrechts durch die NATO/Amerikaner.

Erst putschen"Demokraten" mit westl. Hilfe gegen eine gewählte Regierung.
Dann gibt es Ausschreitungen gegen die russische Zivilbevölkerung. Ist nachvollziehbar das die Russen Truppen zum Schutz ihrer Landsleute schicken.
Ich denke sollte die NATO so bescheuert sein und sich in diesen Konflikt einmischen, ist das nächste was folgt das sie Brüssel verteidigen dürfen.
Und eine Anbindung an das Meer haben die Russen da ja schon. Denke es geht darum das Russland keine Lust hat sich weiter von der Nato/Amerikanern provozieren zu lassen.
Grade weil eigentlich vertraglich vereinbart war, das es keine weitere Ausdehnung der NATO in Richtung Osten geben sollte.

Aber mal am Rande.
Dieser Konflikt zeigt mal wieder sehr gut wie bei uns die Medien manipuliert werden.

P.s Meine Befürchtung ist das Mama Merkel uns direkt mit in einen Krieg marschieren lässt.
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Montag, 3. März 2014, 23:26

Der Vorwurf der USA an Rußland, völerrechtswidrig zu handeln, nachdem durch die NSA eigentlich jeder internetfähige Bürger dieser Welt ausgespäht wurde, ist auch etwas schwierig zu bewerten.

Könnte das ganze Schlamassel in der Ukraine ein "Warnschuss" sein, da sich Putin durch das Asyl für Snowden in den Augen der USA zu weit vorgewagt hatte? "Du nimmst uns Snowden, wir dir die Ukraine und damit den Zugang zum Hafen!" Das sich die Sache nun etwas anders entwickelt hat, dafür kann ja keiner was...

Oder war hier schon von langer Hand etwas geplant, und deswegen haben unsere Politiker letzten Sommer so still gehalten, damit wir am Ende nicht alleine zwischen zwei zornigen Blöcken stehen? "Tja, Angie, also entweder, du schluckst unsere Spionagepille, oder wir lassen dich, wenn wir den Osten zivilisieren, im Regen stehen!"

Diese ganze Sache ist sehr undurchschaubar, und ich bin nicht gewillt, so schnell ein "hier gut, da böse" zu urteilen. Ich fürchte ja fast, es wird auf ein "hier böse, da böse" hinauslaufen, und die Schafe dürfen sich mit Glück noch entscheiden, ob sie modisches Ostblockgrau oder knallbuntes Westoutfit tragen. Schafe bleiben sie dennoch, um deren Herden die Schäfer Skat spielen.

Mäh!
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Dienstag, 4. März 2014, 09:02

Nur um es zu betonen, ich sage nicht das die Amis in irgend einer Form besser sind. Aber ich finde es eben bedenklich, zu sagen:"Naja, die Mehrheit sind Russen/wollte das so!" weil eben die Minderheiten darunter leiden. Grade solche Supermächte wie die Russen (Amerikaner, Chinesen etc. etc.) sind ja bekannt dafür, dass sie bei Minderheiten keinen Knochen rausmachen und einfach durchgehn.

Meine Befürchtung ist auch weniger das die Ukrainer ihre Souveränität verlieren oder sonstiges, sondern das es zu einem gewaltigen Kräftemessen in Europa kommt. Ich will nicht erleben, wie sich die Russen und die Amerikaner gegenseitig bekriegen, weil wir sitzen genau dazwischen! Ganz Europa wäre deren Schlachtfeld und ich sehe schwer schwarz für die Zukunft, wenn es zum Krieg kommen sollte.
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Dienstag, 4. März 2014, 12:28

Kalter Krieg x.0?- Ja, mal wieder... / WW3?- Nein!

Hallo zusammen,


ich bin noch taufrisch in Diesem, und in Foren allgemein. Bitte daher um etwas Rücksichtnahme, falls meine Debattierfähigkeiten mal schwächeln oder der ein oder andere Link nicht funktionieren sollte.
In den letzten Wochen habe ich bereits diverse Foren mitverfolgt. Allerdings war entweder die Diskussion verfahren und längst abseits der ursprünglichen Thematik, oder aber das Thema lag mir nicht.
Da mich dieses Thema jedoch fesselt und der Thread noch relativ frisch ist, habe ich mich registriert und erlaube mir, meinen Teil beizutragen.


Nun aber zum Thema.


In den letzten Wochen dominiert das Polit-Drama in der Ukraine die Schlagzeilen. Die Öffentlich- Rechtlichen übertreffen sich beinahe stündlich mit dem aktuellsten Lagebericht. Und der Boulevard scheint eigentlich nur einen ukrainischen Politiker zu kennen, den ehemaligen Weltklasse-Boxer, der als Redner allerdings nicht sonderlich begabt zu sein scheint und in der Ukraine selbst nur eine kleine Rolle spielt.


Ich empfinde die Lage in der Ukraine ebenfalls als sehr undurchschaubar. und schliesse mich insofern der Meinung von DocMaT an. Es ist keine Frage von Gut und Böse, eher eine Frage von: " Wer bekommt das bessere Stück vom Kuchen?" oder, wer bekommt ihn überhaupt? Sicher ist aber vermutlich schon eines, die Ukrainer werden ihn nicht bekommen. Zumindest nicht das "Rosinenstück".


Aber der Reihe nach. Lasst uns mal die Ereignisse der letzten Monate Revue passieren.

- am 21.11.2013 stoppte die ukrainische Regierung unter Präsident Janukowytsch das Assoziierunsverfahren mit der EU. (http://www.tagesschau.de/ausland/assozii…bkommen100.html) Dieses hatte, grob vereinfacht, zum Inhalt, dass sich die Ukraine zum EU- fähigen Mitgliedskandidaten hin assimilieren sollte.
Hierbei gilt zu bedenken, dass Russland immer schon darin bestrebt war einen Staatenpuffer um sich herum aufzubauen. Wohl ein Trauma aus der Zeit der Napoleonischen Kriege. Und eine geopolitische Vorgehensweise, welche sich später zu Sowjetzeiten bis zur (beinahe) Perfektion weiterentwickelte.
Die Unvereinbarkeit dieses Assoziierungsabkommens mit der allseits bekannten, russischen, aussenpolitischen Doktrin hätte den EU- Politikern, das hat Valten vollkommen richtig erkannt, von vornherein klar sein müssen.


- Daraufhin begannen die enttäuschten pro-europäischen Gruppen in Kiew ihre Demonstrationen auf dem Maidan, die dann letztlich in den bürgerkriegsähnlichen Ereignissen gipfelten und am 21.02.2014 zum Sturz der bis dahin amtierenden Regierung führte.
Hier möchte ich gerne anführen, dass ich ganz und gar nicht den Eindruck teile, Wiktor Janukowytsch sei ein despotischer Diktator gewesen, wie er oftmals in den Medien dargestellt wurde. Er hat erstaunlich lange, gelassen alle Manifestationen der Opposition geduldet und nicht mit Gewalt durchgegriffen. Da hätte manch andere Ex- Sowjetrepublik jeglichen Protest sehr frühzeitig und mit aller Härte im Keim erstickt.


- Zwischenzeitlich versuchten die Aussenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens zwischen den Konfliktparteien zu schlichten. Der Ansatz war gut und richtig. Das Vertragswerk sah einen Stop der Demonstrationen vor, eine Beteiligung/ Integration von Oppositionspolitikern an der Regierung und zeitnahe Neuwahlen. Der Gipfel an Vernunft und eigentlich ein Meisterstück der Diplomatie.
Bekanntermassen kam es anders. Vermutlich war die Stimmung unter den Protestlern zu diesem Zeitpunkt über den Siedepunkt hinaus und die Geduld der Opposition erschöpft. Die Ereignisse überschlugen sich.


- Lasst es mich kurz machen: Janukowytsch flieht, das Parlament in Kiew setzt ihn ab, eine (leider anti-russische) Übergangsregierung wird gebildet, russisch als zweite Amtsprache wird kurzerhand verboten,...etc, etc...


--------------------;


Ich teile mit einigen von euch den Eindruck, dass unsere Mainstreammedien nicht immer völlig objektiv Bericht erstatten. Ich kann das leider nicht wirklich mit Dokumenten untermauern, aber wenn man zwischen den Zeilen liest und eins plus eins zusammenzählt, stösst man doch auf einige Ungereimtheiten. Es gibt z.B. Hinweise darauf, dass die Protestler gezielt darauf hin gearbeitet haben, die Gewalt eskalieren zu lassen. (http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-ultimatum100.html siehe v.a. die Twitter- Meldung von Marina Weisband) Verständlich, denn wer kann in einem solchen Chaos den Überblick behalten und im Nachhinein Verantwortung für das ein oder andere Verbrechen nachweisen? Zumal, wenn sich die Konfliktparteien gegenseitig der Unglaubwürdigkeit bezichtigen?
Irgendwo hatte ich einen Beitrag der Tagesschau gesehen, in welchem davon berichtet wurde, Protestler hätten eine Polizeieinheit entwaffnet. Das war eindeutig zu einem Zeitpunkt vor den Schiessereien mit den vielen Toten auf dem Maidan und der Stürmung des Parlaments. Leider finde ich den Artikel nicht mehr. Vielleicht hat jemand hier im Thread die Muße das zu recherchieren?
Die daraufhin, überstürzt und planlos erfolgte, Absetzung, des bis dahin rechtmässig amtierenden, Wiktor Janukowitschs kann ich auch gut nachvollziehen. Welcher noch so loyale Parlamentarier hätte, angesichts des bewaffneten Mobs vor der Tür, den Mut gehabt, nicht auf die opportunistische Karte zu setzen?
---------------------------------------------------------------------------------------




Eigentlich bin ich noch lange nicht fertig mit meinen Ausführungen. Aber jetzt muss ich mich um die Raubtierfütterung kümmern und meine Kinder bevatern. Sobald es geht setze ich meinen Beitrag hier fort. Dann werde ich versuchen zu begründen, warum ich eine kriegerische Eskalation im Fall der Ukraine für unwahrscheinlich halte.




Bis dann und mit "erhobenem Faustgruß" ,


Bracarense.



P.S. : Ich bin kein Kommunist, noch fühle ich mich jedwelchem politischen Extremismus zugehörig. Mit meinem Avatar habe eigentlich nur äusserliche Ähnlichkeiten. Na ja, ... und ohne einer gesunden Mischung aus Skepsis und Provokation, sprich Opposition, wäre das Leben etwas fade. ;)

To be continued......

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Dienstag, 4. März 2014, 19:29

Zumal die Russen die Krim nicht besetzt haben, den die Russen waren bereits auf Grund eines Stationierungsabkommens dort bereits stationiert.

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7

Dienstag, 4. März 2014, 19:49

die Russen waren bereits auf Grund eines Stationierungsabkommens dort bereits stationiert.
Das gilt aber nur für die Schwarzmeerflotte, nicht für Landstreitkräfte.
Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
- Max Planck -

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Dienstag, 4. März 2014, 20:25

Die LKWs und Soldaten die man in den Medien sieht könnten auch Sicherungskräfte der Marine sein. Die besteht keineswegs nur aus Schiffen.

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Dienstag, 4. März 2014, 21:29

Hallo zusammen,
da bin ich wieder.

Das ukrainische Parlament hat also, vermutlich unter dem Druck der "Straße", mal so eben im Eiltempo ein Amtsenthebungsverfahren gegen Wiktor J. durchgezogen und eine Übergangsregierung installiert in der alle bisherigen und neuen Parteien vertreten sind. Über die Rechtmässigkeit dieser Regierung lässt sich sicherlich streiten. Mit ukrainischem Recht kenne ich mich nicht aus. Massstäbe deutscher Rechtstaatlichkeit können hier aber vermutlich nicht angelegt werden.
Vor dem Hintergrund betrachtet, dass erst wenige Stunden zuvor Schlichtungsverträge unter Mitwirkung westeuropäischer Spitzendiplomaten ausgehandelt und von ALLEN Parteien unterschrieben worden waren, muss man Wladimir Putin und Wiktor J. Recht geben, wenn diese weiterhin auf ihrem Standpunkt beharren, dass die derzeitige Übergangsregierung illegitim sei.

Ein weiterer Aspekt aus der aktuellen Gemengelage, der meiner Ansicht nach bei uns ebenfalls geflissentlich übersehen bzw. nebensächlich behandelt wird, ist die Rolle der ukrainischen Ultra-Nationalisten. Es wird spannend sein zu verfolgen, wie unsere Spitzenpolitiker in nächster Zukunft mit dem Vorwurf umgehen werden, stillschweigend die Mitwirkung antisemitischer Kräfte innerhalb der neuen ukrainischen Regierung hingenommen zu haben. Und zwar AUCH innerhalb der vertraglich legitimierten Übergangsregierung! (http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-…adikale-ukraine)

Obwohl ich kein ukrainisch oder russisch verstehe habe ich dennoch mit einiger Faszination den Livestream der ARD vom Maidan während der Reden kurz nach dem Umsturz verfolgt. Der Sprache zwar nicht mächtig, habe ich dafür die Stimmung der Menge umso intensiver auf mich wirken lassen. Also, himmelhochjauchzende Begeisterung geht anders. Im Gegensatz zu manchem Kommentar der Auslandskorrespondenten habe ich keinen frenetischen Jubel oder Applaus gehört, als die, überstürzt aus dem Gefängnis herbeigekarrte, ehemalige Präsidentin, Julija Timoschenko, auf der Bühne erschien und zu ihrer Rede ansetzte. Da waren vielmehr Pfiffe und Buhrufe. Ständig gab es Zwischenrufe, und Julija T. musste ihre Rede mehrmals unterbrechen.
(Ach ja, hat eigentlich jeder mitbekommen welches vollmundige Versprechen sie gleich zu Anfang ihrer Rede gab? => UNTER IHRER FÜHRUNG WÜRDE DIE UKRAINE INNERHALB KÜRZESTER ZEIT MITGLIED DER EU WERDEN! Da würde ich doch gerne erfahren mit welchen westeuropäischen Politikern sie diesen Deal schon festgezurrt haben könnte.)

Es erging allen Rednern während des Abends des 21. Februar auf dem Maidan in etwa gleich. (Wenig Jubel und Applaus, viele Pfiffe und Zwischenrufe.) Die Menschen schienen wie betäubt. Als wären sie im Nachhinein vor ihrer eigenen Courage in Ehrfurcht erstarrt. Die späteren Kommentatoren erklärten dies mit der Trauer um die Toten der vorangegangenen Tage.
Mir drängte sich noch ein anderer Eindruck auf: Da hatte man sich also in monatelangem Kampf der vermeintlichen Tyrannei des Wiktor J. und Co. entledigt, aber angesichts der Alternativen die sich nun darboten, und immer noch bieten, zerrann vollends der letzte Rest an Zuversicht und den Glauben an eine sich rasch bessernde Zukunft.
Welche Akteure hat die ukrainische Politikerkaste denn zu bieten?
  • - Julija Timoschenko ist schwer der Korruption und Vetternwirtschaft verdächtig => nicht glaubwürdig. Dazu zählen dann zwangsläufig auch alle ihre Parteifreunde und Funktionäre.
  • - Vitali Klitschko ist viel zu unerfahren und wird, nicht zuletzt wegen seiner Kumpelei (oder sollte man eher sagen: Katzbuckelei?) mit deutschen Politikern und dem Boulevard, belächelt, um nicht zu sagen, verachtet. Seine Partei ist noch dazu ein politischer Winzling, und somit relativ unbedeutend.
  • - Petro Poroschenko ist ein schwerreicher Oligarch. Ob sich der kleine Mann auf der Strasse mit dem Programm seiner Partei wird identifizieren können, bleibt abzuwarten.
  • - Oleg Tjagnibok, Chef der Swoboda- Partei, einer rechtsextremen Partei die gerne die Autonomierechte der russischen Minderheiten beschneiden möchte und sich offen antisemitisch gibt.
Und nun, liebes Spieglein an der Wand? Wer wird der Retter von Ukraine-Land? Einem Land das in sich, ethnisch wie territorial, gespalten und noch dazu pleite ist.

Die Rolle des Westens, insbesondere der EU, kann sich bestenfalls auf die eines Moderators beschränken, im politischen Disput um die Zukunft der Nation im Gesamten.
Das heisst: In welcher Staatsform soll die Ukraine fortbestehen? Bundesstaaten oder Föderation? Welche Territorien werden möglicherweise unabhängig oder schanzen sich selbst freiwillig Russland zu? Und natürlich nicht zuletzt als Zahlmeister. Das Land ist de facto Pleite und von ausländischen Finanzspritzen abhängig! (Ein weiteres Fass ohne Boden das zukünftig mit unseren Steuergeldern gestopft werden wird.)

Die USA reagieren, wie sie reagieren muss um ihrer moralisch-ethischen Rolle als Weltpolizei gerecht zu werden. Obama leiert die obligatorischen Floskeln herunter, streut ein wenig Sand in die Augen der Öffentlichkeit und täuscht Aktionismus vor. Untermalt von ein wenig Drohgebärden und garniert von ein paar finanziellen Hilfszusagen, um die vorläufige Unabhängigkeit des Landes zu gewährleisten. Eben das obligatorische, reflexartige Säbelrasseln das eigentlich niemanden wirklich überrascht. Hat doch direkt schon Tradition! Und, wenn ich es recht bedenke, eigentlich sogar beruhigenden Charakter,
Im Falle Syriens ist doch bislang auch nicht wirklich viel geschehen. Der Konflikt tobt seit Jahren, hat bereits tausende Tote gekostet und der dortige Diktator ist, im Gegensatz zu Wiktor J., ein wahrer Despot und Tyrann! Russland steht verlässlich an der Seite der syrischen Machthaber und versorgt diese regelmässig mit Waffen. Der Krieg dort tobt unvermindert weiter. Täglich verlieren unzählige unschuldiger Menschen in Syrien ihr Leben und die ganze Welt schaut mehr oder weniger untätig zu.

Letztendlich muss man die wirtschaftliche Verflechtung zwischen Russland und der EU berücksichtigen. Allein Deutschland deckt ca. 20% seines Bedarfs an fossilen Energieträgern mit russischem Öl und Gas. Im Gegenzug importiert Russland Jahr für Jahr allein deutsche Waren im Wert von rd. €40 Milliarden!! Hier verhelfen wir mal einem alten Sprichwort zu Geltung: "Die Hand, die dich füttert, beisst man nicht!". Heisst dann wohl: Kriegsgefahr? Eher nicht.

Fazit:

Eine direkte, kriegerische Auseinandersetzung um die Ukraine zwischen Russland und einer wie auch immer gearteten westlichen Allianz wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht geben.
Noch dazu handelt es sich bei der Ukraine um ein rohstoffarmes Land, das abhängig ist von Auslandsinvestitionen. Das ukrainische Volk wird wohl alle Pillen allein schlucken müssen, die ihnen in der nächsten Zukunft zur Einnahme bevorstehen. Und die werden mit Sicherheit bitter!
Wir dürfen aber als Zuschauer weiterhin fasziniert einem spannenden Lehrstück internationaler Diplomatie und weltpolitischer Krisenbewältigungsstrategie zusehen!
Da bleibt mir eigentlich nicht viel mehr, als uns folgendes zu wünschen, frei nach dem Musical "Cabaret": "Willkommen, bienvenue, welcome....".

(Ja, ja, entschuldigt bitte. Der Gaul des Zynismus geht mal wieder mit mir durch.)



Danke fürs Lesen.



Bis dann, und mit zum Gruß erhobener Faust,



Bracarense.



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Mittwoch, 5. März 2014, 09:29

Kurze Frage hierzu:
Kennt jemand "Klagemauer.tv" ? Ich schau mir aktuell alles an was ich so finden kann zu diesem Thema und irgendwie ist hier die Berichtserstattung anders als bei anderen Medien. Kann jemand was sagen wo Klagemauer.Tv steht? Wirkt irgendwie auf micht Anti-USA etc.
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Mittwoch, 5. März 2014, 15:02

Bearbeitung fortsetzen
@ Konquistadore

Klagemauer.tv wird vom Sohn des "Sektenführers" Ivo Sasek betrieben.
Politisch schwer einzuordnen.
In dem von ihm initiierten Anti-Zensur-Koalition werden oft Themen präsentiert, die antiamerikanischen und antizionistischen sind. Gleichfalls aber auch Themen aus dem extrem linken Spektrum und
aber auch sehr extrem rechte wie Holocaust Relativierung bzw. Leugnung.

Dazu sind seine religiösen Ansichten recht konservativ oder besser gesagt extrem.

Zum Topic

Teile der Ukraine wollen die EU.Aber eben nicht alle.
Mit den Putsch wurde sich mal eben in die Politik eines souveränen Staates eingemischt. (mich wundert es eigentlich warum es in der Schweiz keine EU Finanzierte Revolte gab ;) )
Eskaliert ist das Ganze ja wirklich erst als unsere west. Politiker vorschnell den Schulterschluß zur Opposition gesucht haben. Anstatt besonnen und unter Beachtung der politischen Verhältnisse vor Ort zu reagieren.
Was dank Bild ja kaum einer mitbekommen hat , ist das die Demonstranten eben nicht die Mehrheit im Land stellen, sondern nur eine Minderheit sind.
Aber diese Minderheit kommt den Europäischen und US Interessen halt entgegen.
Aus US Sicht würde eine pro Westliche Regierung wahrscheinlich das Stationierungsabkommen mit den Russen auf der Krim aufheben, was somit den Einfluß der Russen in der Region minimieren würde.
Natürlich würden die USA dann diese Stelle zu gerne ausfüllen.


@Bracarense

Vorab.
Ich finde deinen Avatar etwas bedenklich.

Ich stimme deinen Ausführungen im Großen und Ganzen zu. Zu dem was ich anders sehe, schreibe ich gleich etwas .

Zitat

Es wird spannend sein zu verfolgen, wie unsere Spitzenpolitiker in nächster Zukunft mit dem Vorwurf umgehen werden, stillschweigend die Mitwirkung antisemitischer Kräfte innerhalb der neuen ukrainischen Regierung hingenommen zu haben

Ehrlich?
Das wird keine Sau interessieren. Solange die im Groben machen was gewünscht ist ist es egal ob die antisemitisch sind, Al Kaida angehören oder im Parlament in Frauenkleidern auftreten.
Der Westen ist da relativ pragmatisch. Das hat man im Kosovo gesehen als man eine terroristische Organisation unterstützt hat.In Afghanistan Drogenbarone an die Macht geballert hat oder wie in Syrien durchgeknallte isl. Fundamentalisten unterstützt. Solange das Ergebnis stimmt.

Zitat

Der Konflikt tobt seit Jahren, hat bereits tausende Tote gekostet und der dortige Diktator ist, im Gegensatz zu Wiktor J., ein wahrer Despot und Tyrann!


Mag aus westlichen Demokratieverständnis wohl vielleicht so sein.
Trotzdem war Asad jahrelang ein Garant für Ruhe und Stabilität in der Region. Grade in der Region ist das sehr wichtig.

Zitat

Täglich verlieren unzählige unschuldiger Menschen in Syrien ihr Leben und die ganze Welt schaut mehr oder weniger untätig zu.

Was soll die Welt denn deiner Meinung nach tun?
Das gleiche wie mit Saddam ? Oder Gaddafi
Wenn Asad fällt gibt es nur zwei Optionen was aus Syrien wird.
1.
ein türkischer Sateliten Staat.
2.
ein lustiger Gottesstaat mit Scharia

Weil die Demokratischen Kräfte der Opposition sind entweder,tot machtlos im Ausland oder korupt.
Die freie syrische Armee exestiert nur noch auf dem Papier.
Jetzt schon haben wir in Syrien in den "befreiten" Gebieten Kriegsverbrechen,Völkermorde,ethnische Säuberungen etc.
Wer Tyrann oder Despot ist bestimmen eben unsere Presse nach Absprache bzw. Freigabe durch unsere Regierungsvertreter. Goebbels wäre sicherlich sehr Stolz.

Und das es die Weltgemeinschaft nicht wirklich juckt wenn irgendwo Tausende täglich sterben ,solange nicht irgendwelche politischen Interessen gefährdet sind, dürfte jeden klar sein der sich in den letzten Jahren nicht in einer Höhle aufgehalten hat.
Erst wenn das geschieht wird aus humanitären Gründen. gehandelt ;)

Da es ja augenscheinlich sehr oft vergessen wird poste ich mal aus der Charta der Vereinten Nationen :

Zitat



„(1) Alle Völker haben das Recht auf Selbstbestimmung. Kraft dieses Rechts entscheiden sie frei über ihren politischen Status und gestalten in Freiheit ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung.“

„(2) Alle Völker können für ihre eigenen Zwecke frei über ihre natürlichen Reichtümer und Mittel verfügen, unbeschadet aller Verpflichtungen, die aus der internationalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf der Grundlage des gegenseitigem Wohles sowie aus dem Völkerrecht erwachsen. In keinem Fall darf ein Volk seiner eigenen Existenzmittel beraubt werden.“

„(3) Die Vertragsstaaten, einschließlich der Staaten, die für die Verwaltung von Gebieten ohne Selbstregierung und von Treuhandgebieten verantwortlich sind, haben entsprechend der Charta der Vereinten Nationen die Verwirklichung des Rechts auf Selbstbestimmung zu fördern und dieses Recht zu achten


P.s

Wie dumm die Amerikaner sind sieht man aktuell an H.Clinton.
In dem sie Hitler mit Putin vergleicht.
Ihr Beispiel welches sie aufsagt passt nicht einmal.
Sinniger oder passender wäre ein Vergleich zur Besetzung des Sudetenlandes oder sie sowjetischen Besetzung Polens gewesen.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Valten« (5. März 2014, 15:09)


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Mittwoch, 5. März 2014, 20:50

@Valten

Also, das mit meinem vorherigen Avatar entsprang wohl einem gewissen Rest an jugendlicher Sozialromantik, die noch irgendwo tief in mir schlummert. Nach näherer Betrachtung muss ich Dir bezüglich der Bedenklichkeit Recht geben. Habe da auch sogleich für eine kleine Korrektur gesorgt. ;)

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Mittwoch, 5. März 2014, 21:13

@ Valten, danke für die Aufklärung, mit den Namen "Ivo Sasek" und "Anti-Zensur-Koalition" konnte ich dann was finden und habe mir mein Bild gemacht. Auf den Verein wird schonmal nichts gegeben ;)

Aber zum Thema:

Mein Problem bei der Sache ist das, dass eben die Russen hier anfangen an der Monopolstellung der USA zu kratzen und versuchen sich wieder zu etwas aufzuschwingen, was Weltpolitisch als Konkurenz dienen kann. Wir alle wissen worin das das letzte mal geendet ist und wollen wir das wirklich wieder?
Ich mag die Vormachtsstellung der Amis nicht, aber ebensowenig gefällt mir die Vorstellung, dass sich wieder zwei Großfronten gegenüberstehen die sich gegenseitig jederzeit die Hölle heiß machen können und wir sitzen mittendrin. Mir ist bewusst das die Situation verändert ist weil heute deutlich mehr Atommächte mitspielen als nur Amerikaner und Russen, aber dennoch sind alle Atomstaaten irgendwo mit einem dieser beiden Verbunden. Kann sich jemand Vorstellen, dass sich die Chinesen an die Seite der Amis stellen? Oder die Franzosen an die Seite der Russen? Ich denke nicht.

Diese Machtspielchen von Putin finde ich wirklich unangebracht und das Ganze wird noch so oder so übel enden. Entweder einer geht mit stolzgeschwellter Brust darauß und der andere verschwindet in der Versenkung (NOCH größere Monopolstellung als die Amis sie jetzt haben) oder die zwei lassen es auf ein Kräftemessen ankommen (Kalter Krieg 2.0 oder Weltkrieg 3, beides nicht grade wünschenswert). Andere Optionen für eine Beendigung des ganzen, SOLLTEN die Amerikaner jetzt wirklich eingreifen sehe ich da nicht.
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14

Donnerstag, 6. März 2014, 20:22

Ich bin der Ansicht der Kalte Krieg 2.0 war schon lange vor der Krim-Krise in Gange, spätetestens als russische Kriegsschiffe im Mittelmeer (definitiv zum Schutz für Syrien) im Mittelmeer waren, aber auch schon vorher.

Ichbins

Traumwanderer

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15

Samstag, 8. März 2014, 23:48

Ich möchte mal mit einem Ausspruch von Egon Bahr beginnen:
“In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.”

Da bemüht sich also die EU um die hoch verschuldete Ukraine und legt ihr ein Assoziierungsabkommen im Nov. 2013 vor, welches der pro-russische Machthaber Janukowitsch ablehnt.
Die Frage ist, war das nicht klar, dass Janukowirsch ablehnt, oder war es klar und Teil eines Planes?
Auffällig ist, dass der Höhepunkt der Ausschreitungen dann zu den olympischen Spielen in Russland stattfand.

Was hier auch zu beachten ist, ist der Umstand, dass die USA sehr viel Geld in die Abwendung der Ukraine von Russland gesteckt haben.
http://www.freitag.de/autoren/hans-sprin…n-staatsstreich

Es gibt Hinweise darauf, dass "Demonstranten" , die sich besonders aggressiv verhalten haben, vom Westen bezahlt und ausgebildet wurden.
https://www.youtube.com/watch?v=nys8kbei…BVM3RPRpYQwjuUw

Es gibt Parallelen zu Syrien. Auch dort gab es westlche Pläne, auch dort gab es unbekannte Scharfschützen, die sowohl auf Demonstranten und Polizisten schossen, und für eine Eskalation sorgten.

Die Polizisten in der Ukraine waren übrigens ungewöhnlich passiv.
https://www.youtube.com/watch?v=_EOyz8yS5cc

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Nachdenker (09.03.2014)

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