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Manticor

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Dienstag, 4. März 2014, 11:45

30 000 Jahre altes Riesenvirus im sibirischen Permafrost

Heute ist mir über das Radio zufällig die Information zugetragen worden, dass Wissenschaftler der Aix-Marseille Université bei einer Expedition in den sibirischen Permafrost ein Riesenvirus (Pithovirus) entdeckt und wiederbelebt haben. Das Forscherteam um Matthieu Legendre und Julia Bartoli taute Bodenproben im Labor auf und brachten sie mit Amöben zusammen, die als Virenköder dienen sollten. Der Versuch glückte, und die Viren infizierten die Wirtszellen. Das Alter des Virus wurde mit Hilfe der Radiokarbonmethode auf 30 000 Jahre bestimmt.
Das Virus ist, unüblicherweise, so groß wie ein Bakterium und sogar unter einem Lichtmikroskop sichtbar. Zwar waren der Wissenschaft bereits zwei Arten von Riesenviren bekannt, die Pandoraviren und die Megaviren, zu denen das 2010 vor der Küste Chiles entdeckte megavirus chilensis zählt, welches bis dahin für das größte Virus von allen gehalten wurde, aber durch das pithovirus sibericum wird eine neue Dimension erreicht. Interessant dabei ist, dass sowohl das megavirus chilensis als auch das pithovirus sibericum nur einzellige Amöben angreift. Darüber hinaus vereinen die Pithoviren die Eigenschaften der beiden schon bekannten Riesenvirenfamilien auf sich, d.h. Struktur der Pandoraviren und Gengehalt und Replikation der Megaviren.
Diese Entdeckung stellt zwar aktuell keine Gefahr für die Menschheit dar, weil nur Einzeller infiziert werden, aber die Wissenschaftler befürchten, dass wegen des Auftauens des Permafrostbodens durch Ölbohrungen und Klimaerwärmung weitere Viren frei werden, die unter Umständen gefährlich sein können. Dennoch ergibt sich hier für die Wissenschaft ein großes Feld für neue Entdeckungen, und die Forscher dieser ersten Expedition schreiben zu Recht: "Die Jagd auf diese Viren hat gerade erst begonnen."

Quellen:
http://www.stern.de/wissen/30000-jahre-a…en-2094129.html
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/201…afrost-epidemie
http://www.spektrum.de/alias/riesenvirus-aus-der-eiszeit/virus-uebersteht-30-000-jahre-tiefgekuehlt/1252663(+Video zur Infektion!)
http://www.focus.de/wissen/natur/virus-s…id_3656282.html
http://www.welt.de/wissenschaft/article1…Permafrost.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Pithovirus
http://de.wikipedia.org/wiki/Megavirus_chilensis
Denn die einen sind im Dunkeln
und die andern sind im Licht
und man siehet die im Lichte
die im Dunkeln sieht man nicht.

- Bertolt Brecht, Dreigroschenoper

Claxan

魚 - 烏

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Dienstag, 4. März 2014, 16:22

Aber ob diese Viren automatisch gefährlich werden können nur weil sie auftauchen?
Viren müssen sich doch auch an den Wirt anpassen erstmal. Und wenn man bedenkt wie unfassbar viele Erreger es gibt, und wie klein die Menge die auf den Menschen anspringt im Vergleich dazu ist, würde ich mir da erstmal nicht Sorgen machen bzw. Panik schieben.

Interessant ist das Thema aber auf alle Fälle!
Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.

~~~

Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

Manticor

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3

Dienstag, 4. März 2014, 16:37

Das kann aber auch mit der Erwärmung des Permafrost einhergehen. Wenn der auftaut, sodass die Viren frei werden können, wird die Gegend vielleicht auch wieder lebensfreundlicher für verschiedene Arten von Lebewesen, die anschließend befallen werden. Aber unabhänig davon, Viren sind grundsätzlich schon auf einen Wirt ausgerichtet, aber sie passen sich auch an. Das sieht man daran, dass manche Viren ihre Wirte töten; da sie diese Lebewesen aber zur eigenen Vermehrung benötigen, passen sie sich ihrem Wirt so an, dass eine Infektion ihn nicht mehr tötet und er möglichst lang der Vermehrung der Viren dienen kann. Je mehr sich der Erreger also anpasst, desto weniger schwer ist die Erkrankung. Und so viele Virenarten sind überhaupt nicht bekannt, laut Wikipedia nur etwa 3000.
Aber trotzdem halte ich es für keine akute Gefahr für die Menschheit.

Quelle: Wikipedia
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