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Manticor

Verschwörungstheoretiker

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Dienstag, 29. Juli 2014, 22:42

Mutierte Superratten in England

Bei dem Thema war ich mir wirklich unsicher, in welchen Themenbereich es gehört, aber weil diese Tiere absolut nicht erfunden und keiner Spukgeschichte entsprungen sind, scheiden für mich Kryptozoologie und Urban Legends aus. Das Thema hat außerdem LeFloid vor einiger Zeit mal angesprochen und ich wollte hier einen entsprechenden Beitrag erstellen.
Also, Superratten. Im ersten Moment habe ich mir auch gedacht: Typisch reißerische Berichterstattung! :thumbdown: Aber nach ein bisschen Recherche und einigen Bildern bin ich absolut überzeugt, dass es großteils ausnahmsweise nicht übertrieben ist, was die Medien verbreiten.
Das größte Exemplar dieser mutierten Rattenart, das in England entdeckt wurde, maß 60 cm in der Länge (mit Schweif) und man geht davon aus, dass es jetzt schon deutlich größere Ratten gibt. Einige Forscher behaupten sogar, diese Tiere könnten auf die Größe von Kühen heranwachsen, aber das kann ich (und will) ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Abgesehen davon die Superratten resistent gegen die Gifte, die der Mensch seit 60 Jahren zur Rattenbekämpfung einsetzt, allerdings verfügt man laut einem Mitarbeiter des Umweltbundesamtes dennoch über Gifte, mit denen gegen diese mutierten Schädlinge vorgehen kann, sofern sie zugelassen werden.
Deren Population könnte jedoch die der Briten bereits im nächsten Jahr im Verhältnis 2:1 übertreffen, bei Stichproben in 17 britischen Städten wurden in 17 davon Superratten entdeckt. Gegen wärtig schätzt man die Zahl der Ratten auf 80 Millionen, es wird bis zum Jahresende ein Anstieg auf 160 000 000 Ratten ( :shock: ) erwartet.

Hier noch zwei Fotos:





Quellen:
Focus online
Dailymail
N24 (Videobeitrag)
Denn die einen sind im Dunkeln
und die andern sind im Licht
und man siehet die im Lichte
die im Dunkeln sieht man nicht.

- Bertolt Brecht, Dreigroschenoper

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Rônin (30.07.2014)

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Mittwoch, 30. Juli 2014, 01:07

Willkommen im Sommerloch kann ich da nur sagen.

Da wurden wieder zwei Ereignisse zusammen geschmissen um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen, weil es sonst nicht viel zu berichten gibt. Klar, die Fussball-WM ist zuende, der Abhörskandal interessiert niemanden mehr, Hoeneß sitzt hinter Gittern, nichtmal nen kleinen Terroranschlag kann man präsentieren und die Ukraine juckt uns nur noch wenig. Da müssen halt die Ratten her halten.

Man muss das alles im Verhältniss sehen und die Ereignisse mal trennen: Einerseits die gegen Rattengift immunen Tiere und die Riesenratten. Das erstere ist nicht wirklich was Neues, selbst den "normalen" Ratten ist ja mit Gift kaum bei zu kommen. Die Tierchen sind nämlich schlau genug die Köder gar nicht zu fressen. Und das die Tiere im Laufe der Zeit dagegen auch noch eine Immunität entwickeln ist ja nun wirklcih nichts Neues. Ist das selbe wie bei Menschen und den Antibiotika. Ich persönlich wohne in einer Stadt wo es mehr Ratten als Menschen gibt, aber so gesehen gehören sie halt dazu und normalerweise weichen sie uns Menschen auch aus. Wenn mir meine Katze nicht hin und wieder eine von ihren Streifzügen mitbringen würde, würde ich sie wahrscheinlich gar nicht bemerken. Klar sind sie nicht ganz ungefährlich, aber man sollte die Sache auch nicht übertreiben und sich darüber wundern schon gar nicht.

Die zweite Sache sind die Riesenratten und hier muss man den Ball flach halten. Wie viele davon hat man gefunden, ein gutes Dutzend vielleicht? Ich würde gerne mal wissen welche Forscher da glauben das sie so groß wie Kühe werden können und vor allem wann es soweit sein soll. Garantiert nicht solange es noch uns Menschen in der derzeitigen Form gibt, denn so gesehen könnte uns gar nichts besseres passieren. Dann könnte man die Viecher nämlich leichter abknallen, sie könnten sich nicht mehr verstecken und schon gar nicht durch die Kanalisation und die Kellerfenster in unsere Häuser eindringen. Sicher wird es immer mal wieder den ein oder anderen Mutanten geben und irgendwann werden uns die Medien mal eine präsentieren können die so groß wie ein Hund ist. Aber das wird sich in der Natur nicht durchsetzen, eben weil das Erfolgskonzept der Ratten darauf beruht das sie sich an Stellen zurück ziehen können die für den Menschen nicht erreichbar sind, aber gleichzeitig in unseren Lebensraum vordringen und sich an unseren Abfällen gütlich tun. Sollte die Zivilisation sich tatsächlich mal selber vernichten, ja dann werden sie vielleicht dauerhaft als riesige Raubtiere über die neue Erde ziehen. Aber hier braucht keiner Angst zu haben das bald eine pelzige Kuh seine Toilette hoch geklettert kommt.

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Mittwoch, 30. Juli 2014, 11:53

Also was mich an den Bildern stört ist dass man die Grössenrelation gar nicht sieht. Für mich sieht das nach einer ganz normalen wilden Ratte aus. Auch von der Grösse her. Es kommt in der Natur immer mal wieder vor, dass einzelne Exemplare speziell klein oder gross werden. Das ist völlig natürlich und hat nichts mit einer Labor-Mutation zu tun.

Auch Bisamratten werden relativ gross:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bisamratte

In Papua-Neuguinea gibt es Ratten, die über 80cm lang werden:
http://wissen.de.msn.com/rekorde-im-tierreich?page=6

Und in Schweden wurde kürzlich auch eine eher grosse Ratte gefangen, nachdem sie sich bei einer Familie häuslich eingerichtet hatte.
http://www.spiegel.de/panorama/riesige-r…n-a-961344.html

Oder ein Beispiel aus China (wobei mich der reisserische Text wirklich extrem stört)
http://www.express.de/news/ekel-rekord-d…182,824684.html

grundsätzlich kann ich bis auf die frühere Verbindung zur Pest bis heute nicht verstehen, warum sich die Leute wegen Ratten gruseln. :?
"Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
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Mittwoch, 30. Juli 2014, 17:15

Die Monsterratten von England. Ich verfolge das schon seit n paar Wochen; ich find das lustig. So wie ich das verstanden habe, haben wir hier nen Fall von Survival of the fittest; es gab mal ne Ratte, die durch ne Mutation größer war als normal, und zusätzlich resistent gegen normale Rattengifte war. Weil ihre normalen Artgenossen draufgegangen sind, hat diese Ratte sich fortgepflanzt; und bei Ratten geht sowas ziemlich rapide. Also laufen jetzt in England gerade auffällig viele 60cm-Ratten rum.

Klar werden die dann nicht immer größer, erst recht nicht so groß wie Kühe, und klar gabs auch schon woanders so große und noch größere Viecher, aber hier haste jetzt halt einen auffällig großen Schwall von Monsterratten, mindestens doppelt so groß wie normal, u.a. in europäischen Großstädten - die sich logischerweise weiter vermehren und die normal großen Ratten weiter verdrängen werden, wenn der aktuelle Kurs ohne Eingriff so weiterläuft.

Ich freu mich da immer auf Updates; erinnert mich irgendwie an 28 Days/Weeks later, mit der Zombieinvasion in England.
"This world can just crumble for all I care! It's time to start the biggest war of the century!"

femshep

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Mittwoch, 30. Juli 2014, 17:59

Klar werden die dann nicht immer größer, erst recht nicht so groß wie Kühe, und klar gabs auch schon woanders so große und noch größere Viecher, aber hier haste jetzt halt einen auffällig großen Schwall von Monsterratten, mindestens doppelt so groß wie normal, u.a. in europäischen Großstädten - die sich logischerweise weiter vermehren und die normal großen Ratten weiter verdrängen werden, wenn der aktuelle Kurs ohne Eingriff so weiterläuft.

Nö, kein auffällig großer Schwall. Nur ein paar Exemplare, das es massenweise davon gibt wird nur unterschwellig in den Artikeln suggeriert indem sie zusammen mit den immunen Ratten in einen Topf geworfen werden. Eben wegen dem "Survival of the fittest" werden eher die kleinen Ratten überleben. Zunächst einmal bedeutet ein größerer Organismus auch das er mehr Energie braucht und sich schlechter verstecken kann. Da wiegt der Punkt das sie eben nicht mehr so leichte Beute für Katzen und Füchse sind nicht mehr so schwer, zumal sie eben für einen Menschen dann leichtere Beute sind. Oder um es anders zu sagen. Eine einzelne, große Ratte hat eine bessere Überlebenschance als eine einzelne, kleinere Ratte wenn sie beide durch die Stadt streifen. Aber viele kleine Ratten haben eine bessere Chance zu überleben als viele große Ratten.

Zitat

grundsätzlich kann ich bis auf die frühere Verbindung zur Pest bis heute
nicht verstehen, warum sich die Leute wegen Ratten gruseln
Naja, alleine der Gedanke das da irgendetwas aus der Kanalisation nachts deine Toilette hoch geklettert kommt ist schon ein bissel mulmig, oder?
Hinzu kommt das die Viecher eben in der Kanalisation leben, also da wo wir gerne alles hin spülen (aus den Augen, aus dem Sinn) und die kleinen Kerle eben einen Haufen Krankheitserreger mitbringen.

Ich sage es mal so, wenn ich meiner Mietze abgewöhnen könnte mir tote Ratten mitzubringen, würde ich es tun. Aber außer sie einsperren geht das leider nicht. Mir graut aber schon vor dem Tag andem sie die erste, lebendige mitbringt.

Rônin

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6

Mittwoch, 30. Juli 2014, 18:16

Nö, kein auffällig großer Schwall. Nur ein paar Exemplare
Ja, nach Ansicht der ansässigen Experten sollens halt gegen Ende Jahres nur 160 Millionen sein, wenn sich nix tut, und aktuell wurden die Viecher auch nur bei sämtlichen Stichproben in diversen Städten entdeckt. Geht also noch.
Es ist insofern auffällig, als dass es aktuell nicht schwer ist, eins von den Viechern aufzutreiben. Ne normale Ratte hatte ich Zeit meines Lebens zweimal im Haus, wenn ich mich recht erinnere - weils in Deutschland keine Rattenplagen gibt. In England finden aktuell drölf Leute Ratten bei sich, und einige davon sind dann grad mal eben doppelt so groß wie normal. Das ist auffällig, doch - weil es auffällt.

Aktuell ist der größte Vorteil dieser Ratten halt die Resistenz gegen handelsübliche Rattengifte; da wo normale Ratten zugrunde gehen, tun die großen es eben nicht. Die Ratten sind ja aktuell v.a. auch größer als so einige Hunderassen.

Was jetzt also vermutlich demnächst passieren wird, ist die Genehmigung stärkerer Rattengifte für den Markt; was das Problem dann erstmal recht schnell wieder beseitigen wird.
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femshep

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7

Mittwoch, 30. Juli 2014, 18:52

Zitat

Ja, nach Ansicht der ansässigen Experten sollens halt gegen Ende Jahres
nur 160 Millionen sein, wenn sich nix tut, und aktuell wurden die
Viecher auch nur bei sämtlichen Stichproben in diversen Städten
entdeckt.
Nur weil der Focus das behauptet? Der hat auch schonmal bessere Zeiten gesehen. Ich zum Beispiel kann dem Artikel nicht entnehmen welche Experten da gemeint sind und was sie genau sagen und da muss man schon vorsichtig sein. Vielleicht sind die Experten ja ein haufen besofffener Kammerjäger.


Ich sage es nochmal, da werden in dem Artikel zwei Dingen zusammen geworfen. Übergroße Ratten und immune Ratten. Wo sollen sich 60cm große Ratten verstecken, wie sollen sie durch kleine Ritzen kriechen? Hinzu kommt das die 160 Millionen Riesenrattten dann so viel essen müssten wie ca. 3-4 normale Ratten. Es müsste also genug Nahrung da sein für so an die 500 Millionen normale Ratten.

Zitat

Ne normale Ratte hatte ich Zeit meines Lebens zweimal im Haus, wenn ich
mich recht erinnere - weils in Deutschland keine Rattenplagen gibt.
Woran definierst du Rattenplage? Ich wohne in Berlin und hier ist man sich nichtmal sicher wie viele es davon geht. Schätzungen gehen von ein paar hunderttausend bis zu 5 Millionen und ich bin eher geneigt zu letzteren zu tendieren.

Wie gesagt, macht euch deswegen mal keine zu großen Sorgen. Der Artikel ist ein Sommerlochfüller

Rônin

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8

Mittwoch, 30. Juli 2014, 19:08

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Mutant “super rats” that have become immune to common poisons are spreading across Britain, scientists have warned.

Researchers from the University of Huddersfield tested rats in 17 counties and found rodents resistant to over-the-counter poisons such as Bromadiolone and Difenacoum in every single one. In more than 50 towns across the UK - from Reading to Sheffield to Dumfries and Galloway – they found rats who were 100 per cent resistant to common poisons.

Dr Dougie Clarke, who carried out the research, told ITV’s Tonight “people should be concerned”. “The fact we've tested 17 counties and every single one of them has got resistant rats was an amazing find to us. We didn't expect to have every single country having resistant rats.”

Rats carry diseases such as the bubonic plague and can damage homes and public property – and they have developed the immunity to pest control poisons over generations. As ecology Professor Steven Belmain explains: “We’re using the same group of chemicals over and over again, resistance will build up, so the UK, but also many other parts of the world, are suffering from this phenomenon”.

Although stronger, professional quality poisons are available to kill the rats they could also be damaging to other forms of wildlife or even domestic pets and they cannot be used outdoors without a license.

Dr Clarke warned that as well as implications for public health, super-rats will also increase the cost of pest control will escalate, saying: “Unless there's new legislation for the more toxic poisons and maybe for the more lax use of them, then it will have to be the more physical forms of killing the rats. The costs are going to escalate because of the monitoring and the picking off of the rats, and the dead bodies.”

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Voller Independent-Artikel plus Video: http://www.independent.co.uk/news/uk/hom…uk-9567486.html

Da haste dann auch n paar der Experten benannt und konkretere (vollständigere) Berichterstattung über die immunen Ratten als in der deutschen Boulevardpresse.
Nach wie vor; das Problem ist echt, ich geb mir das wie gesagt schon seit n paar Wochen. Grund zur Panik ist es trotzdem nicht, wenn die jetzt einfach demnächst mal reagieren. Dass die großen normalresistenten Ratten n Problem sind, sagt ja keiner (Sie sind nur wie gesagt größer als einige Hunderassen, das ist halt lustig), aber die kleinen und großen superimmunen Ratten wirken sich halt aus.
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Rônin« (30. Juli 2014, 19:33)


femshep

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9

Mittwoch, 30. Juli 2014, 21:43

Hm, also ich lese da nichts von Riesenratten in dem Bericht und das meinte ich eben auch, das der Focus da zwei Dinge zusammen wirft um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen.

Im übrigen bringt mich aber auch der englische Artikel zum schmunzeln. Handelsübliches Rattengift hatte sowieso immer eine recht geringe Wirkung auf die Tiere, weil sie schlau genug waren das nicht zu fressen wenn sie gesehen haben das einer ihrer Kameraden daran verreckt ist. Das alles wirkt auf mich wieder wie so eine Alibi-Studie die man durchführt um das Budget aufzubrauchen.

Rônin

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Mittwoch, 30. Juli 2014, 22:01

Hm, also ich lese da nichts von Riesenratten in dem Bericht
Du liest aber, wenn du liest, etwas von einer Epidemie superimmuner Ratten, die selbst von höherpotenten Giften nicht beeinflusst werden. Also nicht "Sie fressen es einfach nicht weil sie schlau sind", sondern die Wissenschaftler nehmen sich stichprobenartig Ratten und stellen fest, dass bei einigen diverse Gifte nicht wirken, die ansonsten absolut tödlich wirken sollten.
Wenn du weitergelesen hast, hast du auch den Absatz über das dadurch erhöhte Gesundheitsrisiko gesehen.

Die Viecher müssen halt weg, weil sie eben ansonsten demächst immer weiter die normalresistenten Ratten verdrängen und ungehindert Krankheiten verbreiten. Erste solche Ratten wurden ja bereits um April entdeckt, und, oh Wunder, es werden halt exponentiell mehr, weil das eben die Art ist, auf die Ratten sich verbreiten.
Stärkere Gifte müsste man sehr kontrolliert einsetzen, weil dadurch auch anderes Getier geschädigt werden könnte.

Gerne kann man sich auch weitere Berichte aus UK, also vor Ort, dazu geben:

http://www.express.co.uk/news/uk/470543/…ve-experts-warn
http://metro.co.uk/2014/04/16/giant-rat-…vesend-4700743/
http://www.huffingtonpost.co.uk/2014/04/…_n_5159142.html

Ich weiß jetzt irgendwie nicht wirklich, worauf du hinauswillst, wenn du sämtliche Forschungsergebnisse negierst. Du stürzt dich da viel zu sehr auf den Murks mit den kuhgroßen Ratten; aber dass das Murks ist, wurde bereits geklärt.
Die Ratten gibts nicht? Doch.
Sommerloch? Ne.
Im Frühling hatteste dazu auch bereits Berichte (siehe die Links), weils da eben begonnen hat und sich seither kontinuierlich fortsetzt (Lustigerweise halt zusammen mit den Riesenratten, kannste aber bei Bedarf gerne unabhängig voneinander betrachten, hier gehts halt um Beides); was auch keine Überraschung ist. Ratten ficken halt viel, und so funktioniert Evolution. Auch Schädlinge entwickeln sich weiter; ist nix neues.
Stell dir halt einfach mal vor, du hast mitten in deinem netten Vorort irgendwann jeden Tag neue Ratten bei dir im Haus, die du manuell erschlagen musst, weil jegliche Gifte wirkungslos sind - wird auf die Dauer nervig, nech. Und richtig scheiße wirds, wenn (falls) sich erste Menschen an Ratten anstecken.
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Rônin« (30. Juli 2014, 22:09)


femshep

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11

Mittwoch, 30. Juli 2014, 23:55

Nein, du verstehst mich da glaube ich falsch (kommt irgendwie öfters in Foren vor ;)). Ich sage nicht das diese Forschungsergebnisse Murks sind, ich sage nur vier Sachen.

1. Der Focus suggeriert das die mutierten Ratten gleich die Riesenratten sind die groß wie Kühe werden.
2. Die Ergebnisse sind deshalb nicht ganz so sensationell weil es keine Probleme aufwirft, die wir nicht schon hatten. Die im Artikel erwähnten Bromadiolone and Difenacoum sind meines Wissens nach typische Köderfallen, das heißt sie werden oral aufgenommen um ihre Tödlichkeit zu entfalten. Ist ja auch logisch, du kannst ja schlecht eine ganze Stadt einnebeln um die Ratten zu töten. Und ich sehe ehrlich gesagt keinen großen Unterschied dazwischen ob da hundert Ratten ankommen, einer frisst den Köder und stirbt dran und die anderen wissen es dann und fressen solche Köder nicht mehr oder ob eine davon den Köder frisst und nicht daran stirbt. 1% der Rattenpopulation auszurotten ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Mal ganz davon abgesehen wundert es mich sowieso wenig das die Gifte nach über 50 Jahren (das sind 25 Rattengenerationen) nicht mehr so richtig Eindruck auf die Tierchen machen.
3. Das das alles schon seid Frühling in England grassiert und der Focus das jetzt nochmal aufbringt ist für mich das deutlichste Zeichen eines Sommerloches, was es gibt.
4. Ich stimme dir zu, Ratten können zu einem Problem werden aber keineswegs so schlimm wie man denken mag. Nehmen wir zum Beispiel die Pest. Die grassiert auch heute noch, vor allem in ärmeren (und hygenisch entsprechend schlechter gestellten) Gebieten. Es gibt heute noch ein paar zehntausende Pesterkrankte soweit ich weiß und gut ein zehntel davon stirbt daran, auch mal ein Urlauber aus einer Industrienation. Aber sie bricht trotzdem nicht wieder aus und selbst wenn die Ratten eine ganz neue Krankheit entwickeln würden, würde man dieser Herr werden mit "nur" ein paar hundert Todesopfern maximal. Denk doch nur mal an die Vogelgrippe, BSE, die Schweinegrippe und was wir sonst noch für "apokalyptische" Krankheiten in den letzten Jahren hatten. Haben wir es überlebt? Klar haben wir das und ich kenne sogar jemanden der die Schweinegrippe hatte. Schön war es nicht, aber auch nicht tödlich (die normale Grippe ist übrigens viel schlimmer, da sterben noch jedes Jahr tausende dran und wer die einmal hatte weiß wie grausam das ist. Zum Glück bleiben die meisten davon verschohnt) Aber ich schweife ab.

Zitat

Stärkere Gifte müsste man sehr kontrolliert einsetzen, weil dadurch auch anderes Getier geschädigt werden könnte.
Und wie willst du das tun? Köder sind ja wirkungslos, das wissen wir ja inzwischen. Du kannst auch nicht einfach anfangen in den Straßen oder den U-bahnschächten herum zu sprühen. Wie willst du die stärkeren Grifte also effektiv gegen die Ratten einsetzen?

Was ich eigentlich meine ist das Ratten sich schon seid Jahren
unkontrolliert vermehren und das wird auch so weiter gehen. Wenn man
etwas dagegen tun will muss man sich aber nicht darüber sorgen das
unsere Gifte nicht mehr wirken, sondern einfach mal darüber nachdenken
Omas Hackbraten nicht mehr die Toilette runter zu spülen, keine
Essensreste mehr auf die Straße schmeißen usw. Letztlich bin ich halt der Meinung das Superratten das Problem auch nicht schlimmer machen als es sowieso schon ist.

Rônin

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Donnerstag, 31. Juli 2014, 00:11

1. Der Focus suggeriert das die mutierten Ratten gleich die Riesenratten sind die groß wie Kühe werden.
Von dem haben wir uns jetzt ja aber schon seit 700 Jahren entfernt. Beschissene Berichterstattung kannste bei Bedarf zu allem finden. Wobei hier eher das Problem war, dass die Nummer halt boulevardisiert wurde, die Eckdaten haste trotzdem.

2. Die Ergebnisse sind deshalb nicht ganz so sensationell weil es keine Probleme aufwirft, die wir nicht schon hatten.
Bestreitet keine Sau, bzw. keine Kuhratte.

3. Das das alles schon seid Frühling in England grassiert und der Focus das jetzt nochmal aufbringt ist für mich das deutlichste Zeichen eines Sommerloches, was es gibt.
Die Ratten haben nicht aufgehört, sich zu vermehren - problematisch ist eher das Gegenteil, wenn die Medien z.B. einmal kurz über irgendwelche politischen Krisen berichten und dann niemals mehr ein Update bringen. Das hier ist keine politische Krise, aber es ist wie Berichterstattung sein sollte. Mit gelegentlichen Updates.

4. Ich stimme dir zu, Ratten können zu einem Problem werden aber keineswegs so schlimm wie man denken mag.
Stimme ich zu. Panikmache bringts nie; aber ich seh das hier auch keinen tun.

Und wie willst du das tun? Köder sind ja wirkungslos, das wissen wir ja inzwischen. Du kannst auch nicht einfach anfangen in den Straßen oder den U-bahnschächten herum zu sprühen. Wie willst du die stärkeren Grifte also effektiv gegen die Ratten einsetzen?
Weißt du, was der Vorteil ist? Das ist nicht mein Problem. Wenn man die Plage loswerden will, muss halt n bisschen Asche für Kammerjäger raus. Ich hab die Viecher aber auch nicht studiert; wie du selbst feststellst, gibts bei der Rattenbekämpfung allgemein so Mängel. Daher verfolge ich dieses Zeug ja auch nebenher, weil mich interessiert, was die jetzt vorhaben.

Leute zu mehr Hygiene aufrufen klingt schonmal nicht sinnlos.
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Donnerstag, 31. Juli 2014, 11:36

Die Riesenratten existieren tatsächlich, die Frage ist jetzt nur können sie auch eine Größe von Kühen entwickeln?

Auch das ist nicht neu, in der Ära der Megafauna gab es Nagetiere in der Größenordnung häutiger Großsäuger, darunter auch riesige Mäuse/Ratten. Nimmt die Evolution erneut einen dafür günstigen Verlauf, kann sich eine Ära von Riesennagern durchaus wiederholen. Jedoch nicht von Heute auf Morgen, es braucht aber auch nicht unbedingt Jahrtausende.
Der Gedanke ist natürlich schon spannend.

Manticor

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Donnerstag, 31. Juli 2014, 12:04

Stichwort Megafauna, in Australien gab es im Pleistozän Wombats mit einem Gewicht von bis zu 2,8 Tonnen und in Südamerika Meerschweinchen mit 700 kg Gewicht und drei Metern Länge, auch Ratzilla genannt.
Denn die einen sind im Dunkeln
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Donnerstag, 31. Juli 2014, 16:34

Die Riesenratten existieren tatsächlich, die Frage ist jetzt nur können sie auch eine Größe von Kühen entwickeln?
Können geht alles; die Frage ist eher ob das sinnvoll wäre. Der Organismus einer Ratte ist für nen kleinen Körper ausgelegt; wenn sich da die Größe massiv steigert ohne dass sich der innere Aufbau ändert, brechen die Viecher unter ihrem eigenen Gewicht zusammen und quetschen ihre Organe.
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