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Vivajohn

Traumwanderer

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46

Montag, 15. Juni 2015, 19:57

Hallo erstmal und willkommen!

Der Einfachheitshalber verzichte ich auf die Höflichkeitsform und sprich dich, wie eigentlich alle in diesem Forum, per Du an!

Um auf deine Überlegungen ein zu gehen:
*TiefLuftHol*

Es ging mir in gewisserweise darum, eine Art von Gesetzmässigkeit zu entwickeln, nach denen der Mensch zu funktionieren scheint. Im Zentrum dieses Gesetzes steht:

"Was du nicht willst, was man dir antut, das tue keinem anderen an!"

Damit diese Regel greift, muss aber eine Grundvoraussetzung erfüllt sein: Das gegenüber muss als gleichwertiges Individuum wahrgenommen werden! Und je mehr ich dies versuche zu beobachten, desto mehr stelle ich gewisse Eigenarten fest. Ein "gleichwertiges Individuum" definiert sich nämlich nicht dadurch, dass wir es als Mensch erachten. Vielmehr definiert es sich dadurch, wie es unserer subjektiven Vorstellung von Moral entspricht. Bei militanten Veganern beispielsweise, fängt diese Regel auf einmal an bei Tieren zu greifen! In anderen Dingen greift diese Regel nicht einmal bei Menschen. Dein Beispiel von Sklaverei ist typisch dafür. Sklavenhalter erachten "ihre" Sklaven nicht als gleichwertige Individuen und umgehen so die Regel.
Auch im Kleinen kann man dies bei hierzulande feststellen: Wir möchten nicht eingesperrt werden und möchten dies auch nicht irgendjemandem antuen. Einen Gesetzlosen weg zu sperren, damit haben wir aber keine Mühe! Hier kann dies ebenfalls erfüllt werden, weil die Voraussetzung (= Gleichheit) nicht gegeben ist.

Das Problem ist tatsächlich ähnlich, wie bei der Anwendung von Asimovs "Gesetze der Robotik". Wie kann ein Roboter einen Menschen als Mensch erkennen? An seiner Stimme: Unzuverlässig, ein Mensch kann stumm sein! Das es biologisch ist: Trifft dann auch auf Pflanzen und Tiere zu! Ein zu Emotionen fähiges Lebewesen ist: Auch ein Hund kann "fühlen"...


@ Alle anderen
Ich weiss, ich bin hier noch gewisse Ausführungen schuldig. Sobald ich mal wieder ausreichend Zeit finde, werde ich die nachliefern. Danke.

mfg Vivajohn

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47

Montag, 15. Juni 2015, 23:45

Zitat


Sklavenhalter erachten "ihre" Sklaven nicht als gleichwertige Individuen
Darauf wollte ich hinaus. Das andere Menschen als nicht gleichwertig betrachtet werden, wird nämlich nicht nur durch ihre Handlungen definiert, und ob sie moralisch korrekt oder inkorrekt handeln. Sondern es gibt noch ein weiteres Bewertungssystem, das ebenfalls durch die Gesellschaft geprägt ist.

Vivajohn

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48

Dienstag, 16. Juni 2015, 00:27

Zitat

Darauf wollte ich hinaus. Das andere Menschen als nicht gleichwertig betrachtet werden, wird nämlich nicht nur durch ihre Handlungen definiert, und ob sie moralisch korrekt oder inkorrekt handeln. Sondern es gibt noch ein weiteres Bewertungssystem, das ebenfalls durch die Gesellschaft geprägt ist.
Achso, jetzt verstehe ich, was du meinst. Ich denke, bei meinem Sklavenbeispiel halten halten auch hypothetische Handlungen zu einer moralischen Bewertung der Person her. So wurden Sklaven gerne als "Wilde" angesehen. Sie seien nicht zivilisiert, könnten ja nicht mal lesen. Sie würden nicht für ihr eigenes Überleben sorgen können, andere Töten, usw...
Natürlich werden solche Ansichten im wesentlichen "erlernt" durch die Gemeinschaft, in welcher ein Mensch aufwächst. Sozusagen lernt man, wie man die Gesetzmässigkeiten des eigenen Geistes "überführt".

mfg Vivajohn

Knurzhart

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49

Dienstag, 16. Juni 2015, 10:39

Ich glaube es hat mit der Gruppen und Stammbildung zu tun. Es sind eben "Wilde" oder es sind "Amerikaner" oder es sind "Mastschweine" oder "Ungläubige". Der Mensch neigt dazu zu kategorisieren und zu Verallgemeinern. Dabei definiert sich denn auch der Wert dieser "Gruppe", entsprechend ihrem Nutzen, ihrer hypothetischen Handlungen? Natürlich nicht für immer festgelegt. Der Wert den eine Gruppe hat, kann natürlich wechseln, je nachdem welche Erfahrung man macht, wie sympathisch sie einem erscheint.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Knurzhart« (16. Juni 2015, 10:47)


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