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Knurzhart

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Montag, 29. Juni 2015, 12:59

neuer pathogener Organismus entdeckt

Es wurde kürzlich (also in den letzten 10 Jahren) ein neuer potenziell pathogener Organismus entdeckt.

https://www.change.org/p/those-concerned…it-harms-others

Der Grund warum ich das poste: inwiefern könnte dieser neu entdeckte Organismus mit dem von Wilhelm Reich beschriebenen Bionen (für diejenigen, die sich ein wenig mit seiner Bionen-Hypothese auskennen) in Verbindung stehen? Ich finde, das ist ein ziemlich interessanter Zusammenhang!



Reich hat möglicherweise keine neuen, den Lebewesen vorangstellten energetischen Partikel entdeckt, sondern vielleicht unter Umständen, bereits damals, diesen Organismus. Erstaunlich.

https://www.youtube.com/watch?v=w3ZLhCjqhkw

Das Video, dass mir diesen Aha-Moment bescherte.
"Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt." -Angela Dorothea Merkel

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Knurzhart« (29. Juni 2015, 13:28)


silvercloud

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Montag, 29. Juni 2015, 18:51

Zitat von »Knurzhart«

Es wurde kürzlich (also in den letzten 10 Jahren) ein neuer potenziell pathogener Organismus entdeckt.

Nein, das ist so nicht richtig. Es gibt jemanden, der behauptet so einen Organismus entdeckt zu haben, diese Person tingelt durch die USA, verdient Geld mit Veranstaltungen wo er das behauptet, sagt er forscht seit 10 Jahren daran und verweigert jeden Einblick in seine Forschung und die dort erzielten Ergebnisse.

Frage 1:
Wie glaubwürdig ist das?
Nicht sehr glaubwürdig, glaubt man diesem Versuch, den guten pensionierten Doktor zu widerlegen (was sehr gut gelungen ist)
Deconstructing Don Huber

Die Essenz ist, das er unwissenschaftlich arbeitet und Schlussfolgerungen aus Dingen ableitet, die noch viele andere Möglichkeiten beinhalten, diese anderen Möglichkeiten verschweigt er aber.

Zitat von »Knurzhart«

Der Grund warum ich das poste: inwiefern könnte dieser neu entdeckte Organismus mit dem von Wilhelm Reich beschriebenen Bionen (für diejenigen, die sich ein wenig mit seiner Bionen-Hypothese auskennen) in Verbindung stehen?


Dr. Wilhelm Reich ist der "Erfinder" des Orgons. Also einer obskuren Lebensenergie, die angeblich alles Leben von sich gibt und beinhaltet. Wissenschaftlich überhaupt nicht belegt.
Bione sind angeblich:

Zitat von »Wikipedia«

Energiebläschen, die Übergangsstufen zwischen lebloser und lebender Substanz darstellen


Selbst zu seiner Zeit wurde Reich schon widerlegt, von einem ganz großen:

Zitat von »Wikipedia«

Albert Einstein, der 1941 privat Reichs Messungen an einem Orgonakkumulator überprüfte, konnte Reichs Postulat einer noch unerforschten Energieart nicht bestätigen. Er gab Reich eine konventionelle Interpretation der beobachteten Phänomene und schrieb ihm: „Ich hoffe, dass dies Ihre Skepsis entwickeln wird, dass Sie sich nicht durch eine an sich verständliche Illusion trügen lassen.“


Frage 2:
Wie hängen denn deiner Meinung nach "Energiebläschen" mit einem angeblich entdeckten neuen Organismus zusammen?

Das erinnert mich an eine Anekdote des berühmten Archäologen Howard Carter, der nach der Entdeckung des Grabes von Tut Anch Amun gefragt wurde, inwieweit die Entdeckung des Grabes neue Blickwinkel auf die von den Deutschen begangenen Kongogräuel geworfen habe...

Einfacher gesagt, du versuchst hier Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Der einzige Vergleich der hier zulässig wäre ist, das es sich in beiden Fällen um Wissenschaftler handelt, die völlig unbewiesene und sogar widerlegte Dinge postulieren, ohne irgendeinen Beweis präsentieren zu können.

Zitat von »Knurzhart«

Ich finde, das ist ein ziemlich interessanter Zusammenhang!

Im Hinblick darauf, das die Leichtgläubigkeit der Menschen sich seit nunmehr 70 Jahren nicht verbessert hat, da gebe ich dir Recht ;)
Silver

Estebenjo

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Montag, 29. Juni 2015, 19:29

Och man, ich hatte mich schon so gefreut bei dem Threattitel :/

Also ich finde den Bericht auch sehr suspekt. Alleine schon, weil es nach 10 Jahren noch keinen Namen für diesen Organismus gibt. Außerdem gibt es auch sonst keine Informationen über den MO...nichts über seine Morphologie, physiologischen Eigenschaften, Art und Weise der Reproduktion, Menge der Proteine, Kilobasenpaare im Genom, noch über sein Habitat oder seine Fortbewegung oder auf welche Art und Weise er Pflanzen und Tiere (Menschen) befällt und was er anrichtet damit eine Krankheit ausbrechen kann...und das wäre sehr interessant zu wissen denn:

Es ist ein Hybrid aus Virus und Fungus. Ein Pilz hat bekanntlich einen Stoffwechsel, kann sich selbstständig reproduzieren und interagiert mit seiner Umwelt. Das alles kann ein Virus nicht, weil ein Virus im Gegensatz zum Pilz kein Lebewesen ist. Gerade da beißt doch sofort die Frage, welche Eigenschaften dieser Hybrid hat, dass man ihn tatsächlich nicht zwischen Pilz und Virus unterscheiden kann. Ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass es so etwas gibt...alleine schon vom Aufbau. Ein Eukaryot ist ziemlich weit weg von einem Virus, was die gesamte Organisation der Zelle angeht.

Des weiteren scheint unser Paravirus fungisuspektus ja garnicht soo selten zu sein. Wieso hat ihn sonst noch niemand erforscht, wenn doch sogar schon Menschen an ihm erkrankt waren? Alles sehr mysteriös
"Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens


Wer weiß muss nicht glauben.

Vivajohn

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4

Montag, 29. Juni 2015, 20:24

Um auch noch mein bestes zum Thema zu geben:

Auch ich bezweifle die Glaubhaftigkeit des Herrn Dr. Don Huber. Nach einigen Recherchen fallt schnell auf, dass der werte Herr nur Behauptungen aufstellt. Und das immerhin seit rund 10 Jahren...

Spannenderweise musste ich mich vor rund einem Monat recht intensiv mit Glyphosat, RoundUp und Co. auseinandersetzen. Mein Fazit: Das Schadpotential von intensiver Landwirtschaft in Verbindung mit genveränderten Pflanzen und dem verschwenderischem Einsatz von Totalherbiziden wie RoundUp, lässt sich auch so erklären. Erst eine in diesem Jahr erschienene Studie der WHO kam zum Schluss: Glyphosathaltige Herbizide können Krebs verursachen. Genauer: Sie können Schäden an der DNA und an den Chromosomen verursachen. Das kann nicht nur zu Krebs führen, sondern auch zu Fehlgeburten, Missbildungen und anderen eigenartigen Krankheiten... Argentinien ist gerade eines derjenigen Ländern, welches in der Hinsicht nicht gerade brilliert. Hier werden Pflanzenschutzmittel aus Flugzeugen über die Felder versprüht, was natürlich zu einer grossflächigen Kontamination führt. Das sieht man dann auch den Krebsstatistiken an. In Gebieten mit intensiver Landwirtschaft, steigen die Krebserkrankungen stark an. Die Auswirkungen solch belasteter Futtermittel und Nahrungsmittel bleibt allerdings indes noch etwas intransparent. Es gibt "anscheinend" schon viele Schweine- und Kuhbetriebe, welche unter eigenartigen Krankheitsbildern bei ihren Tieren verfügen. Inwieweit dass auf solche Futtermittel zurückzuführen ist, muss wohl noch weiter geklärt werden. Denn grundsätzlich halte ich Glyphosat nicht für etwas völlig Böses, sondern es ist der Umgang damit, welcher böse Ausmasse angenommen hat. Auch hierzulande wird das Zeug in bedenklichem Ausmass eingesetzt. So werden beispielsweise Weizenfelder gerne vor der Ernte damit besprüht, damit der Weizen abstirbt und so scheinbar einfacher zu Ernten ist...

Für eine recht gute Doku, halte ich die hier , auch wenn sie ein recht einseitiges Bild versucht rüber zu bringen. Sie beleuchtet auch gewisse Umstände in Argentinien und ist nicht so ganz auf der Verschwörungstheorie-Ebene.

mfg Vivajohn

Knurzhart

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Dienstag, 30. Juni 2015, 00:16

Erst einmal Danke für die konstruktiven Beiträge.

Ich stimme euch voll und ganz zu. Beide, Reich und Huber, haben fragwürdige und nicht eindeutig belegbare Forschungen. Reich finde ich selbst ziemlich suspekt. Zu dem Herrn emeretierten Professor kann ich nicht viel sagen, da ich mich mit ihm noch nicht hinreichend beschäftigt habe. Nichtsdestotrotz gehe ich grundsätzlich davon aus, dass sich die meisten solche Dinge nicht vollkommen von null ausdenken, sondern dass sie bestimmte Beobachtungen machten. Wie sie diese interpretierten ist erst einmal nebensächlich.

Zu Reich: mein Wissen bezüglich seiner Orgonenergie und seiner dubiosen Bionen habe ich auch nur aus einer Zusammenfassung seiner Forschungen von Bernd Senf (ISBN 9783930243280) und einem Youtube-Video in dem näher auf die Bionen und ein Zusammenhang mit Krebs eingegangen wird. Dafür finde ich den Link nicht mehr, Sorry. Ich weiß nur noch, dass es eklatante fachliche Fehler enthielt. In dem Buch wurden neben den üblichen Bionen sogenannte T-Bazillen beschrieben, welche Reich als destruktiven konterpart zu den Bionen interpretierte. Diese T-Bazillen haben dabei ähnliche Eigenschaften wie diese potenziell pathogenen MO's, sehr klein, und die Ausbildung fadenförmiger Strukturen. Außerdem auch noch die Pathogenität und die Hitzebeständigkeit.

Um das klarzustellen: ich halte die ganze Idee der Orgonenergie und Bionen auch für fragwürdig. Dennoch versucht sie bestimmte Beobachtungen zu beschreiben, die nicht notwendigerweise falsch sind, nur falsch interpretiert. Und diesen Zusammenhang der Beobachtungen von Reich und Huber fand ich augenfällig.

Wichtig ist, dass man unvoreingenommen ist, die Datenlage analysiert und Kernaussagen definiert. Ob man sie übernimmt, egal. Aber alle Aussagen verneinen und vergessen ist engstirnig.
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