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kleine Hexe

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Mittwoch, 23. September 2015, 16:42

Gadawan Kura - die Hyänen-Menschen aus Nigeria

Schon lange geplant aber doch nie gemacht folgt nun endlich ein Beitrag, dessen Grundthema ich zumindest sehr interessant finde.



Es geht um die Gadawan Kura - ein fahrendes Volk (abstammend von den Hausa) aus Nigeria, welches sich wohl hauptsächlich in der Nähe der Stadt Abuja aufhält. Das besondere daran? Nun sie halten sich Hyänen als Haustiere und führen mit ihnen allerlei Kunststücke und Mutproben auf. Dies um grosse Zuschauermengen anzuziehen, denen Sie dann ihre Medizin verkaufen können. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie nämlich auf diese Weise. Die Gadawan Kura werden aufgrund ihrer speziellen tierischen Begleiter und der teilweise angeblich obskuren Machenschaften sowohl gefürchtet als auch insgeheim für ihren Mut bewundert. Ausser Hyänen haben sie auch Affen (Paviane) und Schlangen dabei.



Auch wenn ich allgemein die Zur-Schau-Stellung von Tieren vor allem in dieser Form (man ziehe auch Parallelen zu Tanzbären) aufs Schärfste verurteile und verabscheue, finde ich diesen Fall abgesehen davon doch sehr interessant. Immerhin sprechen wir hier nicht von domestizierten Tieren wie Hunden oder Eseln sondern von gefährlichen Raubtieren. Hyänen sind keine dummen und langsamen Aasfresser und haben zudem soweit ich informiert bin die kräftigsten Kiefer resp. Beisskraft im gesamten Tierreich, proportional zu ihrer Grösse. Es ist klar, dass die Tiere mit Betäubungsmitteln und Stockschlägen gefügig gemacht werden, trotzdem sind sie sehr schwer zu halten, geschweige denn zu zähmen. Man sagt, dass man in diese Familien hineingeboren werden muss, um die Tiere "zähmen" zu können ohne sich ernsthaft zu verletzen. Sie tragen ausserdem oft Amulette auf sich oder nehmen Medizin ein, die sie schützen soll.



Woher denkt ihr, haben diese Menschen diese Idee? Was brachte sie dazu? Anscheinend begann diese Tradition vor zwei Generationen, ist also nicht nicht so alt, wie manch andere... Vermutlich ist sie aus der allgemeinen Notsituation wie Armut und Arbeitslosigkeit (welche in Nigeria 50% beträgt) entstanden. Man sollte sich (wie in untem verlinkten Foto-Essay-Artikel gesagt) wirklich fragen, warum diese Männer soweit getrieben wurden, ist doch Nigeria eine der grössten Öl-Exporteure der Welt.

Man könnte hier auch Parallelen ziehen zu der Bestie von Gevaudan, welche in Frankreich ihr Unwesen trieb. Oft wurde nämlich in diesem Zusammenhang eine Hyäne genannt, weil die Beschreibung der Zeugen mit der Erscheinung einer Hyäne zumindest teilweise übereinstimmte.

Es gibt noch einen ähnlichen Fall in Äthiopien - allerdings füttert hier ein Mann die Hyänen regelmässig, um nicht von ihnen belästigt oder angegriffen zu werden. :shock: Sein Plan scheint jedenfalls aufzugehen. Sein Vater hatte diese "Tradition" vor 80 Jahren begonnen. Artikel in der Metro

Quellen
Wiki-Artikel
oben verlinktes Video
Photo-Essay mit Artikel
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Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
- Albert Einstein

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Tina

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Donnerstag, 1. Oktober 2015, 21:13

Zitat

Woher denkt ihr, haben diese Menschen diese Idee? Was brachte sie dazu? Anscheinend begann diese Tradition vor zwei Generationen, ist also nicht nicht so alt, wie manch andere..


War vielleicht nur Zufall. Jemand hat eine verletzte junge Hyaene gefunden und mitgenommen, und als er merkte, dass das neue "Haustier" ihm Bewunderung einbrachte, hat es sich eingebuergert.
Tina

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