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Rônin

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16

Donnerstag, 10. Dezember 2015, 20:14

Bisschen heftig hier höhere Säugetiere mit Spinnen zu vergleichen. Selbstverständlich hat man im Normalfall mit einem zumindest teilweise bewussten Lebewesen mehr Mitleid als mit etwas, was keine Emotionen spürt.
Verstehe auch nicht was der Vergleich hier im Thread bringt. Wenn eine Stadt plötzlich von ein paar Millionen süßen, flauschigen Corgis überrant wird wundern sich die Leute auch; besonders wenn diese dann nen 800 Meter langen Teppich aus Scheiße in den Stadtpark kacken und auch massenhaft in die Häuser gelangen - obwohl Hunde bei den meisten Leuten beliebt sind. Die Reaktionen haben also keinesfalls nur was damit zu tun dass das Spinnen sind.
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Donnerstag, 10. Dezember 2015, 21:26

"gelernten" Spezismus

Hallo Nachdenker,
ich habe dieses Stichwort in meine Suchmaschine eingegeben, leider bekam ich nur die Auskunft, dass es dazu keine Einträge gibt. Kannst Du einen Link angeben? Danke!
LG Mandy

Rônin

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18

Donnerstag, 10. Dezember 2015, 21:42

Wie Rassismus, nur dass man pauschal gegen ne bestimmte Spezies steht. In einigen Fantasy- und Sci-Fi-Werken gibts das, und in der Realität wird es manchmal ironisch benutzt. Um Vegetarismus zu verspotten, gibt es ja auch Leute die sagen "Ich esse nur Dinge die keinen Schatten werfen".
Die Wissenschaft nutzt diesen Begriff selbstverständlich nicht. Es ist aber wahrscheinlich tatsächlich so, dass Angst vor Spinnen (Hunden, Schlangen...) "erlernt" ist. Ein Kind bekommt schnell mit, dass Spinnen etwas sind, was normalerweise als unangenehm empfunden werden soll. Angehörige von Naturvölkern haben normalerweise kein Problem mit Spinnen. Die Erwachsenen juckt es nicht, und das ist dann auch das was die Kinder lernen.
Pro-Tip: Man sollte vor seinen Kindern keine irrationalen Ängste zeigen.
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Donnerstag, 10. Dezember 2015, 21:48

Aber nicht nur erlernt. Es gibt tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Angst und Morphologie eines Tieres. Grob kann man sagen je "fremder" der Organismus aussieht, desto mehr Angst hat man vor ihm.
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Rônin

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Donnerstag, 10. Dezember 2015, 22:03

Steht als Ansatz sogar mit im Wiki-Artikel, aber es wird korrekterweise ebenfalls erwähnt, dass es diverse Tiere mit deutlich krasserer Morphologie gibt, zu denen es keine pathologischen Phobien gibt. Das kann also nicht der einzige Grund sein - selbstverständlich ist es bezüglich Spinnenphobie aber auch nicht hilfreich, dass die Viecher aussehen wie vieläugige Spacemonster und sich nachts in offene Münder abseilen können.
Würde ich in Memphis wohnen, würde ich mir aktuell vermutlich vorm Pennen so nen BDSM-Knebel in den Mund stopfen.
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Freitag, 11. Dezember 2015, 09:58

Es gibt ja auch noch die Theorie daß es wegen potenzieller Gefahr (Giftspinnen) ist, aber dann müßte man auch eine Abneigung gegen Großkatzen haben. Von denen sind die meisten Leute aber sehr fasziniert.

Obwohl man vieleicht mehr Angst haben müsste z.B. in Südamerika einen Jaguar zu begegnen als daß eine Phoneutria nigriventer einem vor die Füße krabbelt.

Begründet wird das damit da bei der Angst vor Spinnen meist ein bestimmter Typ von Spinnen bevorzugt wird, insbesondere die in Häusern vorkommenden Winkelspinnen oder die sogenannten Jagdspinnen wie die Wolfsspinnen oder die von mir gehaltenen Kammspinnen lösen die Panik aus. Um die Kreuzspinnen stört sich z.B. keiner und Vogelspinnen sind die meist gehaltenen Terrarientiere, das hat aber wieder damit zu tun daß die auch einfacher zu halten sind als andere Tiere und oftmals auch einen "Sammlertick" auslösen.

So wird vermutet zu wärmeren Urzeiten des Menschen in Mitteleuropa müßte es eine Art gegeben haben, die in ihrem Gefahrpotenzial und Aussehen den rezenten südamerikanischen Phoneutria entspricht.

Für die Morphologische These spricht aber mehr daß es eine verbreitete Faszination über normal aussehende "Vierbeiner" wie z.B. Großkatzen, Hundeartige gibt, als vor Spinnentiere, Insekten oder gar Schlangen.

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Freitag, 11. Dezember 2015, 11:54

Ich habe mal aufgeschnappt, dass allen Babys als Urinstinkt die Angst vor Schlangen und Insekten angeboren sein soll. Das verliert sich aber schnell wieder und dann ist es Erzhiehungssache.

Für die Morphologische These spricht aber mehr daß es eine verbreitete Faszination über normal aussehende "Vierbeiner" wie z.B. Großkatzen, Hundeartige gibt, als vor Spinnentiere, Insekten oder gar Schlangen.
Meine Meinung dazu ist, dass die Menschen sich in den frühen Urreligionen (Schamanismus) gerne vorgestellt haben, die Kraft dieser Tiere in sich aufzunehmen, dieses Tier für kurze Zeit zu werden. Diese Vorstellung ist auch heute noch beliebt, meist in modernen heidnischen Gruppen. Da spielt es dann eine große Rolle, dass wir eben auch Säugetiere sind, wenn auch höher entwickelt (oder doch nicht? :P ). Reptilien werden zwar auch verehrt und Spinnen haben teilweise sogar göttlichen Status, weil sie aus sich selbst einen Faden spinnen können, so wie Gott aus sich selbst die Welt geschaffen hat, aber soviel ich weiß gibt es keine Rituale, um sich selbst in ein Reptil oder ein Insekt zu verwandeln, für die im Zitat erwähnten Tiere schon. In der griechischen Mythologie wurde Arachne sogar als Strafe in eine Spinne verwandelt.
Zuerst mal Entschuldigung für den Doppelpost, aber ich weiß nicht, wie ich nachträglich ein 2. Zitat in den vorigen Beitrag reinkriege.

dass es diverse Tiere mit deutlich krasserer Morphologie gibt, zu denen es keine pathologischen Phobien gibt
Sind das vielleicht Tiere, denen man normalerweise nicht über den Weg läuft, vor denen man also keine instinktive Angst haben muss?

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23

Freitag, 11. Dezember 2015, 13:18

Zuerst mal Entschuldigung für den Doppelpost, aber ich weiß nicht, wie ich nachträglich ein 2. Zitat in den vorigen Beitrag reinkriege.

dass es diverse Tiere mit deutlich krasserer Morphologie gibt, zu denen es keine pathologischen Phobien gibt
Sind das vielleicht Tiere, denen man normalerweise nicht über den Weg läuft, vor denen man also keine instinktive Angst haben muss?


Ich vermute mal es sind Weichtiere aus dem Meer, wie z.B. Schnecken, Seesterne Tintenfische/Kraken usw. die jetzt wegen ihrer Farbenpracht (schön bunt usw) von ihrer körperlichen Erscheinung ablenken. Es wird übrigends aber auch bei Spinnen zwischen schönen (bunte/blaue Vogelspinnen oder die grüne Luchsspinne) und häßlichen Arten unterschieden. Zugegeben ich wähle meine Haustiere auch so aus.

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24

Freitag, 11. Dezember 2015, 13:40

@mandukya

Zitat

Sind das vielleicht Tiere, denen man normalerweise nicht über den Weg läuft, vor denen man also keine instinktive Angst haben muss?

Hm, das ist ein guter Einwand. Welche Tiere haben extremere Morphologien? Spontan in den Sinn kommen mir Tintenfische, Seeigel, die große Welt der wurmartigen, Wirbellosen und Quallen sowie Rippenquallen. Es gibt auch Fische, die man nur noch schwerlich als solche erkennen könnte und Krebse. Das sind zum Großteil Tiere, die man im Alltag nicht sieht. Ebenfalls sind viele dieser Tiere einfach langsam und plump und könnten schon dadurch als Gefahr kategorisch ausgeschlossen werden. Fälschlicherweise, da sie oftmals giftig sind und so eine Gefahr darstellen können. Das würde aber wiederum eher für eine erlernte Haltung solcher Tiere gegenüber sprechen. Das was man nicht gelernt hat, kann man sozusagen nicht fürchten, es ist halt einfach da, merkwürdig aber trotzdem. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich ein mir unbekanntes Tier grundsätzlich nicht berühren würde, egal wie drollig es ausschaut.

Eindeutig spielen hier viele Faktoren rein. Nicht nur die Optik, auch Erfahrungen der beobachtenden Person, ganz klar aber ebenfalls das Verhalten des Tieres, unabhängig der Körpergröße.
Spinnen sind wohl deshalb so gefürchtet, weil sie komisch ausschauen und so unberechenbar sind. Sie kennen in der Regel nur still sitzen und panisch wegkrabbeln oder blitzschnell angreifen.
Hunde sind da wesentlich leichter einzuschätzen, da ihr Verhalten diverser ist. Außerdem kündigen sie einen möglichen Angriff mit Drohgebärden an.


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Freitag, 11. Dezember 2015, 15:25

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Danke für den Hinweis, in diesem Fall ging es speziell darum, dass ich nachträglich ein 2. Zitat einfügen wollte und das hat leider nicht geklappt. Wenn es nur darum geht Tippfehler zu verbessern oder den Text umzuformulieren oder mit meinen eigenen Worten zu ergänzen ist das kein Problem. Vorausgesetzt ich bin nicht gerade übermüdet und vergesse dass es die Möglichkeit zur Bearbeitung gibt. Vielleicht kann ja einer der Mods die beiden Posts zusammenfügen?

Tina

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26

Montag, 14. Dezember 2015, 10:01

Zitat

Es gibt ja auch noch die Theorie daß es wegen potenzieller Gefahr (Giftspinnen) ist, aber dann müßte man auch eine Abneigung gegen Großkatzen haben. Von denen sind die meisten Leute aber sehr fasziniert.



Was mit Sicherheit anders waere, wenn die Gefahr bestuende, dass einem in regelmaessigen Abstaenden ein Tiger durchs Wohnzimmer rennt. :D

Allerdings glaube ich, das Problem bei Spinnen ist auch, dass sie sehr klein und verdammt flink sind. Sie sind ploetzlich da, man sieht sie nicht kommen, und es ist unmoeglich, direkt abzuschaetzen, ob es sich nun um eine giftige Spinne handelt oder nicht. In unseren Breiten kein Problem, in Australien potentiell toedlich.
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Montag, 14. Dezember 2015, 15:27

Die Australier kennen ihre 4 Giftspinnen alle, da die dort bereits im Kindergarten drüber aufgeklärt, Sidney-/ und Melbournetrichternetzspinne und die australische Witwe und diese mit den weißen Spinnenwarzen (komme nicht auf den Name) sind dort bestens bekannt.

Anders ist das in Brasilien dort treten noch Unfälle mit Bananenspinnen auf wegen unvorsischtigen Verhaltens, die meisten entstehen wenn durch Panik danach geschlagen wird, weil die Tiere sehr schnell sind und zum Angriff übergehen.

Rônin

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28

Dienstag, 31. Mai 2016, 19:43

Die Australier kriegen coolere Invasionen. Vielleicht kommt da ja nun irgendwer auf die Idee, zu nem thematisch passenden Superhelden zu werden. Batsman oder so.

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29

Mittwoch, 1. Juni 2016, 10:10

Solche Fledermaus oder Flughundschwärme (weiss jetzt nicht genau welche der Beiden daß da sind) sind eigentlich nichts ungewöhnliches auch nicht in der Größ aber schon beeindruckend.

Rônin

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30

Mittwoch, 1. Juni 2016, 12:37

Den Notstand auszurufen heißt normal schon, dass gerade etwas Unalltägliches passiert.

Man merke: Wenn z.B. ne ganze Stadt von ner fetten Flut mitgerissen wird und tausende Menschen ersaufen, ist das
- zwar etwas, was nicht zum ersten mal in der Menschheitsgeschichte passiert, aber
- definitiv nicht gewöhnlich.
Vorsichtig mit den Formulierungen.
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