Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: :: Paraportal.org :: Das Forum für Grenzwissenschaften. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Tina

Lebendes Mysterium

  • »Tina« ist der Autor dieses Themas
  • Deutschland

Beiträge: 4 688

Registrierungsdatum: 16. Dezember 2004

Wohnort: Mainz

Danksagungen: 824

  • Private Nachricht senden

1

Sonntag, 13. Dezember 2015, 10:00

Haunted Houses in den USA - Riesenspaß oder Psychofolter?

Halloween ist zwar schon eine Weile vorbei, aber immer noch sehe ich gelegentlich Werbung fuer oder Nachrichten ueber die in den USA so populaeren Haunted Houses.

Was ich persoenlich noch als harmlosen Spass aus alten US-Serien wie Roseanne kenne, hat sich anscheinend mittlerweile zu sehr realen, professionell aufgezogenen, hollywoodreifen Attraktionen entwickelt, die einem Life-Action-Horrorfilm in nichts nachstehen. Es gibt Massen dieser Haeuser in den USA, und manche stehen auf der Beliebtheitsskala mittlerweile ungefaehr auf gleicher Hoehe mit Disneyland.

Ich habe einige Bilder und Filme gesehen und frage mich langsam ernsthaft: ist das noch Spass, oder ist es schon lange aus dem Ruder gelaufen?

Ich stelle jetzt mal ein besonders krasses Beispiel zur Diskussion: McKamey Manor in San Diego. Offensichtlich geht es dort richtig zur Sache. Die Gruselerfahrung dauert zwischen 4 und 7 Stunden und die Teilnehmer werden praktisch entfuehrt und mehr oder weniger physisch und psychisch gefoltert. Es gibt, anders als in vielen anderen Attraktionen, auch kein Safeword (das muss man sich geben - mittlerweile gibt es in diesen Spukhaeusern wie beim BDSM ein Safeword!), die Leute koennen die Geschichte NICHT abbrechen.

Die Webseite der Attraktion findet ihr hier:

McKamey Manor

Nun werden langsam auch Stimmen laut von Leuten, die sich darauf eingelassen haben, und es wohl etwas unterschaetzt haben:

McKamey Manor Opfer klagt an

Was sagt ihr dazu? Findet ihr die Vorgehensweise rechtens? Haltet ihr das Konzept fuer in Ordnung? Wuerdet ihr euch darauf einlassen? Welche Menschen machen so etwas mit?
Tina

Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!

Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

Knurzhart

Geisterjäger

Beiträge: 882

Registrierungsdatum: 5. Juni 2015

Wohnort: rechts oben, neben Polen

Danksagungen: 322

  • Private Nachricht senden

2

Sonntag, 13. Dezember 2015, 13:23

Die Werbung für dieses Manor House gibt doch mehr als genügend Hinweise, dass es nicht so ganz zimperlich zur Sache geht. Wenn man also der psychischen Belastung nicht standhalten kann, wieso geht man dann in so ein Haus? Dann noch obendrein in eins, dass von sich behauptet extrem zu sein und auch noch Videos und Fotos liefert, was alles passieren könnte. Selbst schuld, würde ich da mal sagen. Um teilzunehmen muss man ja auch eine Verzichtserklärung unterschreiben. Spätestens ab diesem Punkt sollte man also nochmal in sich gehen und überlegen ob man dafür tatsächlich bereit ist.

Das Konzept halte ich für in Ordnung. Auch wenn es eigentlich nicht wirklich gruselig ist, sondern die Teilnehmer in eine Position drängt, in der sie keine Kontrolle mehr haben, sie gedemütigt werden und dadurch Unwohlsein hervorgerufen wird.

Ob es rechtens ist weiß ich nicht aber wer eine Verzichtserklärung unterschreibt muss auch mit den Konsequenzen klarkommen.

Bei diesem speziellen Beispiel würde ich nicht teilnehmen, weil der Fokus vollkommen falsch liegt. Ich will mich gruseln, irgendwelche Stimmen hören Schemen sehen, am besten in einer Art Film, nur dass man selbst den Protagonisten darstellt, der durch irgendeinen Umstand in ein Spukhaus geraten ist aber ich will nicht gefesselt auf dem Boden rumrobben und mit irgendwelchen dubiosen Flüssigkeiten vollgespritzt werden. Ersteres wird dabei wohl nie überzeugend rübergebracht werden können und Zweiteres sagt mir nicht zu, da meine masochistische Ader eher schwach ausgeprägt ist.

Welche Menschen sich auf sowas einlassen, frage ich mich auch immer. Ich tippe auf eine Art Adrenalin-Junky, der nicht willens ist, sein körperliches Wohlsein aufs Spiel zu setzen aber dennoch den nächsten Kick braucht.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Knurzhart« (13. Dezember 2015, 13:37)


Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Estebenjo (13.12.2015)

Tina

Lebendes Mysterium

  • »Tina« ist der Autor dieses Themas
  • Deutschland

Beiträge: 4 688

Registrierungsdatum: 16. Dezember 2004

Wohnort: Mainz

Danksagungen: 824

  • Private Nachricht senden

3

Sonntag, 13. Dezember 2015, 16:49

Zitat

Wenn man also der psychischen Belastung nicht standhalten kann, wieso geht man dann in so ein Haus?


Weil man es unterschaetzt? Weil man sich ueberschaetzt? Weil man wissen will, wie man reagiert? Weil man diese Gefuehle ausprobieren moechte?

Zitat

Ob es rechtens ist weiß ich nicht aber wer eine Verzichtserklärung unterschreibt muss auch mit den Konsequenzen klarkommen.


Ehrlich gesagt halte ich es NICHT fuer rechtens. Als Beispiel wuerde ich auch hier wieder die BDSM-Szene heranziehen - es gibt Paare, die regelrechte "Sklavenvertraege" abschliessen. Ein solcher Vertrag ist allerdings niemals rechtlich bindend. Ich weiss nicht, wie da die Rechtslage in den USA ist, aber wenn ich in Deutschland eine solche Verzichtserklaerung unterschreibe, dann waehrend der ganzen Sache verlange, dass abgebrochen wird, und man hoert nicht auf mich, dann kann ich in jedem Falle klagen!
Tina

Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!

Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

    Deutschland

Beiträge: 7

Registrierungsdatum: 16. November 2015

Wohnort: Die Stadt, die es gar nicht gibt.

Danksagungen: 5

  • Private Nachricht senden

4

Montag, 14. Dezember 2015, 14:31

mal den Horrorfilm „Haunted House“ gesehen und wenn auch nur annähernd versucht wird, den dort gezeigten Horror nachzuspielen, sollte man derartige „Späße“ besser verbieten, denn das geht eindeutig zu weit. Besonders wenn der Bitte um Abbruch des „Spiels“ nicht nachgekommen wird, drohen bleibende psychische Schäden. Anders als Knurzhart bin ich nicht der Meinung, dass die Leute wissen, worauf sie sich einlassen und selbst Schuld sind. Die Verantwortung liegt immer noch beim Veranstalter. Viele gehen wahrscheinlich mit völlig naiven Vorstellungen an so eine Unternehmung heran und werden dann mit Erlebnissen konfrontiert, auf die sie nicht vorbereitet waren. Spätestens wenn ihrer Bitte um Unterbrechung nicht nachgekommen wird, sind sie auch nicht selber schuld. Meiner Meinung nach wird hier skrupellos Kapital aus der Dummheit der Menschen geschlagen.
Als es im Fernsehen mit diesen unsäglichen Talk Shows losging, dachten ja auch viele: „Da gehe ich hin und sage meine Meinung. Endlich bekomme ich auch mal die Gelegenheit, zu sagen, was ich denke und alle müssen mir zuhören.“ In Wirklichkeit kamen sie gar nicht zu Wort oder wurden als Lachnummern vorgeführt. Die öffentliche Blamage und der anschließende Spott im persönlichen Umfeld mit oft weitreichenden Konsequenzen endeten nicht selten beim Psychiater.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Tina (14.12.2015)

Tina

Lebendes Mysterium

  • »Tina« ist der Autor dieses Themas
  • Deutschland

Beiträge: 4 688

Registrierungsdatum: 16. Dezember 2004

Wohnort: Mainz

Danksagungen: 824

  • Private Nachricht senden

5

Montag, 14. Dezember 2015, 14:35

Rigor-Mortis, ich muss sagen, dass ich es genauso sehe wie Du. Selbst wenn man wuesste, was auf einen zukommt, weiss man doch noch lange nicht, ob und wie man es verkraftet. Die Neugierde der Menschen dann auszunutzen, halte ich fuer verwerflich. Nahezu alle anderen "Hardcore"-Haunted Houses in den USA geben ihren Gaesten ein Safeword mit auf den Weg, und selbst in vergleichsweise harmlosen Attraktionen wie dem London Dungeon kann man sich jederzeit ans Personal wenden, wenn man sich unwohl fuehlt, und man wird sofort herausgelassen.

Dass es hier nicht geht - was genau wollen die Veranstalter damit erreichen? Wollen sie als Superhardcore dastehen? Nur die Harten kommen in den Garten? Was soll das? Mal ganz davon abgesehen, dass ich mich schon frage, was fuer eine Art Menschen das sind, die in so einer Attraktion arbeiten. Wahrscheinlich waschechte Sadisten, die da ihren Traumjob gefunden haben und mal so richtig die Sau rauslassen koennen.
Tina

Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!

Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

Knurzhart

Geisterjäger

Beiträge: 882

Registrierungsdatum: 5. Juni 2015

Wohnort: rechts oben, neben Polen

Danksagungen: 322

  • Private Nachricht senden

6

Montag, 14. Dezember 2015, 15:04

Ich verstehe euren Standpunkt. Aber ich bin der Meinung, dass jemand auch mal zu seinen Entscheidungen stehen muss und die Verantwortung übernehmen sollte. Vorallem bei dem Riesenhaufen an Hinweisen und Warnungen die durch die Werbung dieses Haunted House ausgestrahlt wird. Natürlich besteht hier ein Risiko auch für tiefgreifende Schäden, da sind aber nicht die Betreiber schuld sondern der Konsument. Angebot und Nachfrage, gilt genauso auch hier. Wenn dieses Haunted House schließt, öffnet bald ein neues mit ähnlichem Muster, sollte das nicht geschehen, bilden sich andere Wege, wodurch ein entsprechendes Angebot dargeboten wird, nur das die möglicherweise weniger offensichtlich sind und sogar wesentlich schlimmere Konsequenzen für die Betroffenen nach sich ziehen. Ein Verbot verbessert aufjedenfall Garnichts. Eine mögliche Lösung wären Fachkundige, die in der Lage sind die Teilnehmer einzuschätzen und gegebenenfalls intervenieren.

Mandukya

unregistriert

7

Montag, 14. Dezember 2015, 15:51

Aber ich bin der Meinung, dass jemand auch mal zu seinen Entscheidungen stehen muss und die Verantwortung übernehmen sollte.

Ist im Prinzip richtig, aber in diesem Fall ist der Preis (mögliche Folgeschäden) einfach zu hoch. Außerdem werden solche Veranstaltungen immer sehr vollmundig angepriesen, einfach nur um Leute anzulocken. Was einen dann wirklich erwartet ist in den meisten Fällen harmloser als es vorher dargestellt wurde. Insofern können besonders junge Menschen leicht darauf hereinfallen, vor allem wenn man den Gruppendruck berücksichtigt. Nur weil jemand volljährig ist, ist er noch lange nicht erwachsen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mandukya« (14. Dezember 2015, 16:38)


Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Tina (14.12.2015)

Tina

Lebendes Mysterium

  • »Tina« ist der Autor dieses Themas
  • Deutschland

Beiträge: 4 688

Registrierungsdatum: 16. Dezember 2004

Wohnort: Mainz

Danksagungen: 824

  • Private Nachricht senden

8

Montag, 14. Dezember 2015, 17:44

Zitat

Aber ich bin der Meinung, dass jemand auch mal zu seinen Entscheidungen stehen muss und die Verantwortung übernehmen sollte.


Sorry, aber das gilt nicht fuer etwas, bei dem man schlicht und einfach nicht weiss und nicht wissen KANN, worauf man sich einlaesst, weil einem solche Situationen fremd sind. Wo genau wuerde der Betreiber dieser Klitsche sich einen Zacken aus der Krone brechen, wenn er seinen Kunden ein Safeword gaebe?

Wie schnell kann sowas ausser Kontrolle geraten? Ich meine, hallo, die druecken die Leute immer und immer wieder unter Wasser und haben den Nerv, zu behaupten, sie waeren die ganze Zeit sicher gewesen. Wie wollen die das beurteilen koennen? Wie wollen sie verhindern, dass jemand eben mal unkontrolliert einatmet waehrend er unter Wasser ist? Und das soll dann in Ordnung sein, weil sie eine Verzichtserklaerung unterschrieben haben? Kann ich mir kaum vorstellen, so funktioniert das nunmal nicht.
Tina

Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!

Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

Knurzhart

Geisterjäger

Beiträge: 882

Registrierungsdatum: 5. Juni 2015

Wohnort: rechts oben, neben Polen

Danksagungen: 322

  • Private Nachricht senden

9

Montag, 14. Dezember 2015, 18:13

Zitat

Sorry, aber das gilt nicht fuer etwas, bei dem man schlicht und einfach nicht weiss und nicht wissen KANN, worauf man sich einlaesst

Aber natürlich gilt das auch für Dinge, bei denen man nicht weiß worauf man sich genau einlässt. Falls man sich Aktien holt, diese aber alsbald in den Keller fallen, habe ich haufenweise Miese gemacht, im schlimmsten Fall lande ich auf der Straße und bin mittellos. Da kommt auch niemand und bemuttert mich, weil ich ja einen Fehler gemacht habe, es sei den ich lebe in Deutschland oder einem Land mit einem entsprechenden Sozialsystem. Dann habe ich genauso die Konsequenzen zu tragen.

Wenn man Fehler aus Dummheit macht oder weil man sich nicht hinreichend informiert hat, und diese Möglichkeiten gibt es in diesem speziellen Fall des Haunted House zu GENÜGE, dann habe ich mit den Konsequenzen zu leben. So einfach ist das. Ich will die angewendeten Methoden damit nicht schön reden, ganz und gar nicht aber es geht schlicht ums Prinzip.

Tina

Lebendes Mysterium

  • »Tina« ist der Autor dieses Themas
  • Deutschland

Beiträge: 4 688

Registrierungsdatum: 16. Dezember 2004

Wohnort: Mainz

Danksagungen: 824

  • Private Nachricht senden

10

Montag, 14. Dezember 2015, 18:55

Willst Du jetzt wirklich Geldverlust mit sowas vergleichen? Bei den Aktien weiss man, dass man das Geld verlieren kann. Mehr wird nicht passieren. Beim McKamey Manor weiss man NICHT, wie man auf die Dinge, die einem dort passieren, reagieren wird. Man kann es nicht wissen, weil man in der Situation noch nie war. Bei den Aktien kann man auch jederzeit wieder aussteigen, wenn man merkt, das man zu verlieren beginnt, was im Manor nicht moeglich ist.

Meiner Meinung nach benutzen die Betreiber die Verzichtserklaerung als Freifahrtschein, um Koerperverletzung zu begehen und Leute nach Belieben zu foltern, und das kann und darf nicht rechtens sein.
Tina

Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!

Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

Knurzhart

Geisterjäger

Beiträge: 882

Registrierungsdatum: 5. Juni 2015

Wohnort: rechts oben, neben Polen

Danksagungen: 322

  • Private Nachricht senden

11

Montag, 14. Dezember 2015, 19:08

Zitat

Beim McKamey Manor weiss man NICHT, wie man auf die Dinge, die einem dort passieren, reagieren wird


Also man wird nicht lachend von Raum zu Raum tänzeln, soweit lässt sich die Situation einschätzen und das mit den Aktien ist auch nicht wirklich durchschaubar, besonders wenn man sich nicht regelmäßig informiert, was mit der mangelnden Selbstinformation betreffend dieses Hauses gleichzusetzen ist. Beides kann letztendlich langfristige Konsequenzen nach sich ziehen und beruht auf Informationen, wie eigentlich alles. Aber du hast recht, das McKamey Manor stellt eine endgültige Entscheidung dar, wohingegen man zumindest die Möglichkeit hat, jederzeit seine Aktien abzustoßen.
Du verkennst aber einen wichtigen Punkt. Man hat alle Informationen die man braucht, um einschätzen zu können, inwieweit dieses Haunted House negative Konsequenzen auf das persönliche, seelische oder physische Wohlergehen hat. Natürlich war man vorher nie in so einer Situation, zumindest nicht im Regelfall. Aber dennoch gibt es einen Riesenhaufen Videos und Bilder und Beschreibungen, was da abgeht. Man wird ja nicht ins kalte Wasser geschmissen. Auch kann man einschätzen, inwiefern sich die dort ablaufenden Szenarios auf einen auswirken können, man lebt schon sein ganzes Leben mit sich, da sammeln sich Erfahrungen an, die man auch nutzen sollte. Wenn man aber blindlings entscheidet, dass es cool wäre da mal hinzugehen, OHNE sich zu informieren, kann es eben auch schlimm ausgehen. Das ist dann aber salopp gesagt, Selbstverschulden.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Knurzhart« (14. Dezember 2015, 19:17)


Mandukya

unregistriert

12

Montag, 14. Dezember 2015, 19:50

@ Knurzhart

Es geht Dir ums Prinzip,das Prinzip ist in diesem Fall aber unwichtig, denn es geht um Menschen. Im Prizip finde ich es zum Beispiel richtig, dass Extremsportler die einen Unfall hatten einfach ohne Rettungsmaßnahmen an Ort und Stelle liegen gelassen werden. Sie kannten das Risiko sogar besser als unbedarfte Leute die aus Dummheit einen Nervenkitzel falsch eingeschätzt haben. Ich verfolge aber trotzdem die Rettungsmaßnahmen und freue mich, wenn der Extremsportler wieder in Sicherheit ist und einen möglichst geringen gesundheitlichen Schaden hat.

Dass es überhaupt solche Veranstaltungen gibt, sagt einiges über den Zustand einer Gesellschaft aus. Sowohl über den Veranstalter als auch über die Teilnehmer und die, die sich passiv so ein Spektakel anschauen. Ich will auch nicht alle Teilnehmer als arme ahnungslose Opfer darstellen. Der entscheidende Punkt ist aber, dass die Teilnehmer am kürzeren Hebel sitzen wenn es ernst wird. Irgendwo muss es doch wohl eine Schmerz- und Schamgrenze geben. Aus diesem Grund bin ich dafür, dass der Gesetzgeber regulierend bei solchen Auswüchsen eingreift. Und zwar einzig und allein zum Nachteil des Betreibers.

Der Aktienmarkt ist der Dschungel der Raubtierkapitalisten in dem nur die großen Tiere überleben. Aber man kann ein Unrecht doch nicht durch den Verweis auf ein anderes Unrecht rechtfertigen.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Tina (14.12.2015)

Knurzhart

Geisterjäger

Beiträge: 882

Registrierungsdatum: 5. Juni 2015

Wohnort: rechts oben, neben Polen

Danksagungen: 322

  • Private Nachricht senden

13

Montag, 14. Dezember 2015, 20:01

Stimmt, ein Unrecht mit einem anderen Unrecht zu rechtfertigen ist haltlos. Aber wie du auch gut gesagt hast, sind wir nunmal Teil einer Gesellschaft mit Bedürfnissen. Deshalb halte ich es für sinnlos, McKamey Manor zu schließen oder zu verbieten, da alternative aber ähnlich geartete Angebote öffnen werden, solange noch irgendein Bedarf nach so etwas besteht. Wer also jetzt dort hingeht ist selbst schuld und führt letztendlich zum Bestand solcher Konzepte. Ein Verbot würde nur zu einer Verlagerung führen aber nicht zur Elimination solcher Auswüchse.

Tina

Lebendes Mysterium

  • »Tina« ist der Autor dieses Themas
  • Deutschland

Beiträge: 4 688

Registrierungsdatum: 16. Dezember 2004

Wohnort: Mainz

Danksagungen: 824

  • Private Nachricht senden

14

Montag, 14. Dezember 2015, 20:01

Zitat

Man hat alle Informationen die man braucht, um einschätzen zu können, inwieweit dieses Haunted House negative Konsequenzen auf das persönliche, seelische oder physische Wohlergehen hat. Natürlich war man vorher nie in so einer Situation, zumindest nicht im Regelfall. Aber dennoch gibt es einen Riesenhaufen Videos und Bilder und Beschreibungen, was da abgeht. Man wird ja nicht ins kalte Wasser geschmissen. Auch kann man einschätzen, inwiefern sich die dort ablaufenden Szenarios auf einen auswirken können, man lebt schon sein ganzes Leben mit sich, da sammeln sich Erfahrungen an, die man auch nutzen sollte.


Ich kann es nur noch einmal sagen: man kann es eben nicht einschaetzen. Man weiss nie, wie man emotional und physisch auf voellig neue Situationen reagiert. Selbst wenn sich jemand ausfuehrlich ueber das, was in diesem Haus vorgeht, informiert hat, weiss er nicht, wie er darauf reagieren wird. Trotzdem will er vielleicht seine eigenen Grenzen austesten. Nur sollte die Person dann eben die Moeglichkeit haben, anzuzeigen, wenn die Grenzen erreicht sind, und das muss akzeptiert werden! Alles, was darueber hinausgeht, ist in meinen Augen eine strafbare Handlung, und im Auge des (zumindest deutschen!) Gesetzes auch! Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in den USA, wo man wegen jedem Scheiss klagen kann, anders sein sollte.

Zitat

Dass es überhaupt solche Veranstaltungen gibt, sagt einiges über den Zustand einer Gesellschaft aus.


Das allerdings finde ich auch! Schon echt grenzwertig das ganze! Ich finde, dass Halloween allgemein viel zu krass geworden ist in den USA. Allein die Echtheit der Deko ist erschreckend! Es ist jetzt schon mehrfach vorgekommen, dass Selbstmoerder und Mordopfer fuer Deko gehalten wurden!

Zitat

Deshalb halte ich es für sinnlos, McKamey Manor zu schließen oder zu verbieten


Da gebe ich Dir wiederum Recht! Wenn die ersten Leute geklagt haben, werden die eh pleite sein! :D
Tina

Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!

Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

Knurzhart

Geisterjäger

Beiträge: 882

Registrierungsdatum: 5. Juni 2015

Wohnort: rechts oben, neben Polen

Danksagungen: 322

  • Private Nachricht senden

15

Montag, 14. Dezember 2015, 20:06

Das ist dann Auslegungssache des geltenden Rechts in den USA. ich bleibe dennoch dabei, dass die Teilnehmer selbst schuld daran haben, was dort mit ihnen geschieht. Sollte das Manordingens schließen und ein Bedarf besteht weiterhin, ungeachtet dessen, ob man das für gut hält oder nicht, wird ein anderes Angebot geschaffen, das dieses Bedürfnis befriedigen wird.

Zurzeit ist neben dir 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher

Ähnliche Themen

Social Bookmarks

Counter:

Hits heute: 1 166 | Hits gestern: 3 343 | Hits Tagesrekord: 53 992 | Hits gesamt: 12 416 854 | Gezählt seit: 11. September 2011, 15:03