Du bist nicht angemeldet.

  • »maxthebest1234« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 5

Registrierungsdatum: 22. Januar 2016

  • Private Nachricht senden

1

Donnerstag, 11. Februar 2016, 12:33

Das gefährlichste Tier

Guten Tag, :)

Wie die Überschrift schon sagt, würde ich mich gerne einmal über dieses Thema unterhalten, gerade jetzt, wo immer mehr Wölfe und Bären nach Österreich, Deutschland usw. kommen.
Ich weiß, dass gesunde Tiere in der Regel nicht gefährlich sind, sollte man sie nicht ärgern. Hier möchte ich mich jedoch auf die Situation des Kampfes beziehen. Heißt: Welches Tier wäre in einem Kampf das Stärkste? Damit meine ich die Körpergröße, das Gewicht und seine Waffen (Klauen, Zähne, Beißkraft). Als Gegner nehme ich einfach einmal den Menschen, nennen wir ihn vielleicht Günther. Günther ist mit einem Messer bewaffnet. Hier einmal meine Meinung zu Günther und einem Bären. (Alle Situationen beziehen sich auf einen Extremfall, wie er durchaus vorkommen kann, wenn man unachtsam mit Tieren umgeht.)

1. Bär

Gegen einen Bären würde Günther keine Chance haben, denke ich. Sollte er sich in sein Territorium wagen, würde er höchstwahrscheinlich mit einem Prankenhieb, oder einem Biss, schwer verletzt werden. Auch das Messer würde ihm im Ernstfall wahrscheinlich nicht helfen, da der Bär selbst bei einem Stich in die Brust, oder in den Kopf, Günther immer noch erschlagen könnte.

Nun möchte ich gerne eure Meinung hören. :) Ihr könnt Günther als Beispiel nehmen, mit anderen Waffen, wenn ihr wollt, oder ja auch über verschiedene Tiere reden! Mich würde interessieren, wie ihr über Raubtiere denkt. (Wenn man von einem Kampf ausgeht, was in der Natur zwischen Tieren ja oft die Regel ist.)

silvercloud

Meister des Paranormalen

    Deutschland

Beiträge: 2 420

Registrierungsdatum: 3. Januar 2008

Wohnort: Links von da wo die Sonne verstauben tut

Danksagungen: 1249

  • Private Nachricht senden

2

Donnerstag, 11. Februar 2016, 13:09

Mir ist nicht ganz klar, in wie weit diese Fragestellung einen paranormalen oder biologisch-wissenschaftlichen Hintergrund hat? Die reine Überlegung, wie schwer es ein Mensch hätte, ein beliebiges Tier umzubringen halte ich für recht sinnfrei?

Zitat

Wenn man von einem Kampf ausgeht, was in der Natur zwischen Tieren ja oft die Regel ist.)

Hier machst du schon einen Generalfehler. Tiere unterschiedlicher Arten kämpfen nur miteinander, wenn es um Fressen oder gefressen werden geht. Ein Bär und ein Wolf kämpfen nicht miteinander, genausowenig ein Bär und ein Luchs oder ein Luchs und ein Wolf. Lediglich wenn es darum geht, Futter oder den Nachwuchs zu verteidigen kommt es zu Kämpfen, die aber nicht aufs Töten, sondern auf das Vertreiben des jeweils anderen aus sind. Hier hat uns Menschen die Natur einiges vorraus.

Kämpfe unter gleichen Arten sind etwas häufiger, hier jedoch auch zumeist nicht tödlich, sondern nur darum, wer sich mit den Weibchen paaren darf. Daher auch hier kein Ansatz.

Zusätzlich krankt dein Beispiel daran, das Bären ihr Territorium gegenüber dem Menschen nicht verteidigen. Der Mensch steht auch nicht auf seiner Fressliste (in Europa). In Schweden leben rund 200 wilde Braunbären. Diese nehmen vor dem Menschen, trotz jahrzehntelangem Jagdverbot, reißaus. Daher wird es, außer in Hollywood, nie zu einer solchen Begegnung kommen. Mein Tipp, informier dich doch vorher mal über natürliches und artgerechtes Verhalten von Tieren, bevor du so eine Spekulation startest.
Silver

Rônin

Moderator

    Deutschland

Beiträge: 3 362

Registrierungsdatum: 24. September 2009

Wohnort: NRW

Danksagungen: 899

  • Private Nachricht senden

3

Donnerstag, 11. Februar 2016, 14:00

Willkommen im PP, silvercloud; du scheinst neu zu sein. Die Fragestellung hat nen biologischen Hintergrund, weils um Viecher geht. Nicht jeder Thread in diesem Forum hat überdies was mit Paranormalem zu tun; das ist seit 13 Jahren so jetzt.
"I knew this day would come. Now that it's here, it seems so sudden, and at the same time as if it took forever.
I know this opponent well..."

Estebenjo

Psiball-Erzeuger

Beiträge: 731

Registrierungsdatum: 3. Juli 2014

Danksagungen: 286

  • Private Nachricht senden

4

Donnerstag, 11. Februar 2016, 14:15

Also die Frage ist irgendwie etwas unspezifisch. So PI mal Daumen kann man das nicht sagen, da es von verschiedenen Faktoren abhängt...

Als gefährlichstes Tier würde mir jetzt spontan Cubozoa (Würfelqualle) einfallen. Das Gift in ihren gesamten Tentakeln würde ausreichen um 100 Menschen zu töten. Ein weiteres Problem, falls man es tatsächlich schaffen sollte sich von ihr zu befreien, die Nesseln mit dem Gift trotzdem an einem haften bleiben. Aber dann gäbe es z.B. auch noch Haie, nicht giftig, aber kräftig. Also demnach, wodurch wird das Tier gefährlich? Gift? Kraft? Persönlichkeitsänderung? (Zu letzterem später mehr)

Jetzt haben wir allerdings das Glück, dass wir in unseren Wäldern selten Würfelquallen oder Haien über den Weg laufen können. Also sieht Günther in diesen Tieren keine Gefahr. Also worauf begrenzt du es?
Des weiteren kommt es auf die Umstände an. Wenn Günther ein schwer bewaffneter Meisterschütze ist, dann tötet er den Bären noch bevor dieser ihn erreichen kann. Wenn Günther ein Martial-Arts Profi ist mit zwei Katana ist, dann könnte es im Nahkampf vielleicht auch noch hinhauen. Sollte er allerdings unbewaffnet sein oder nur mit einem Messer, aber ohne die Fähigkeit dieses einzusetzen, dann wird er sehr wahrscheinlich draufgehen.
Natürlich ist ein ausgewachsener Bär stärker als ein ausgewachsener Wolf. Dafür sind Wölfe Rudeltiere und in ihrer Quantität dem Bären überlegen (und in ihrer Qualität auch dem Menschen). Sollte man allerdings einen Angriff dieser überleben, dann wäre man auch sicher. Viel Gefährlicher wäre z.B. ein Fuchs, welcher ein Rabiesvirus in sich trägt. Günther würde zwar den Biss überleben, allerdings ohne schnelle Behandlung langsam und qualvoll an Tollwut sterben. Hier ist eine schleichende Gefahr auf einmal nicht mehr draußen vor der Küste, sondern könnte hier im Wald stattfinden und ein tollwütiges Tier wird dich beißen wollen, im Gegensatz zu einem normalen Wolf oder Bären.
Übrigens mal so ne Frage am Rande. Was machen Impfgegner eigentlich wenn sie von einem tollwütigen Fuchs gebissen werden? Globuli nehmen und hoffen das alles besser wird?

Natürlich ist das Virus kein Tier, es ist noch nicht einmal ein Lebewesen, aber der Host wird zu einem gefährlichen Tier. Oder was ist mit Angreifern die Günther nicht sehen kann, wie z.B. Plasmodium falciparum? Da kann Günther auf Safari noch so viele starke Löwen etc. über den Haufen schießen und wird dann durch den Biss eines einzigen Mosquitos an Malaria sterben. Zugegeben, den Mosquito kann Günther sehen, aber nur sehr schwer, aber wissen ob dieser Plasmodium trägt kann er in diesem Augenblick nicht, auch wenn es sich dabei nicht um ein Tier handelt, der Überbringer ist dafür eins.
Wie du siehst, das wirklich Gefährliche sind keine Tiere die einfach nur Kraft haben, sondern die, die einen mit gefährlichen Protozoen, Bakterien und Viren infizieren, oder einfach sau giftig sind, wie z.B. Kugelfische, wo Gift in der Dosis eines Staubkorns ausreicht um einen Menschen zu töten.
Aber selbst ein totes Tier kann dich noch infizieren. Wenn man z.B. Fleisch nicht ordentlich zubereitet oder verdorbenes Fleisch isst. Hier ist der Auslöser auch ein Bakterium, um genau zu sein Clostridium botulinum, der in seiner Sporenform Botulinumtoxin produzieren kann, ein AB-Toxin welches dafür sorgt, dass keine Kontraktion der Muskeln mehr stattfindet (sehr grob gesagt). Übrigens würde ein Kaffeelöffel dieses Giftes ausreichen, damit Günther der einzige Mensch in Europa wäre. Somit ist es das stärkste mir bekannte Gift.
Das sind jetzt natürlich nur einige wenige Bespiele, man könnte diese Liste ewig fortführen ;)

PS: Wie bereits oben versprochen ;) So, jetzt hat Günther Angst vor vielen Tieren, fährst deshalb nicht mehr in exotische Orte zum schwimmen, geht nurnoch schwer bewaffnet in den Wald, macht sämtliche Impfungen, kocht sein Essen ordentlich durch und geht fies aussehenden Tieren wie Nagern und Insekten aus dem Weg. Doch da kommt seine Katze vom tollen auf der Wiese rein und wird erstmal schön durchgeknuddelt. Jetzt hat sich allerdings das Kätzchen beim spielen im Garten mit einem weiteren Protozoen infiziert, nämlich Toxoplasma gondii, welcher wesentlich heimtükischer ist als z.B. Plasmodium. Zwar ist folgendes noch nicht zu 100% bewiesen, aber ich finde es trotzdem sehr erstaunlich und erschrecken. Ich zitiere:

Persönlichkeitsveränderungen[Bearbeiten]
Bei Nagetieren wurden durch Toxoplasma verursachte Verhaltensänderungen nachgewiesen. So verlieren infizierte Tiere ihre Scheu gegenüber dem Geruch von Katzen, was dem Lebenszyklus von Toxoplasma förderlich ist.[2] Allerdings zeigen die Studien zu den Verhaltensänderungen bei Nagetieren keine eindeutige Tendenz.[3] Neuere Studien weisen auch auf mögliche Zusammenhänge zwischen der Infektion und Schizophrenie beim Menschen hin.[4] Einige Studien lassen vermuten, dass auch beim Menschen Verhaltensänderungen auftreten. Infizierte Männer waren introvertierter, misstrauischer und risikobereiter sowie eher dazu neigend, Regeln zu missachten und die Meinung anderer zu ignorieren. Frauen mit latenter Toxoplasmose waren dagegen offener, vertrauensseliger, mehr um ihr Image besorgt und regelbefolgender als die nicht infizierte Kontrollgruppe. Die Unterschiede sind allerdings so gering, dass sie im Alltag kaum auffallen dürften.[5]
Die bei Patienten mit klinisch manifester Schizophrenie häufig beobachtete Abnahme an Hirnmasse in der Großhirnrinde tritt offenbar fast ausschließlich im Falle einer gleichzeitigen (latenten) Toxoplasmose auf, und die Daten lassen vermuten, dass sie bei entsprechender genetischer Prädisposition zum Ausbruch der Krankheit führen kann.[6] Auch suizidale Handlungen sollen bei Personen mit latenter Toxoplasmose signifikant häufiger auftreten als in der Normalbevölkerung.[7][8][9] Eine Studie mit knapp 500 Teilnehmern fand einen statistischen Zusammenhang der T.-gondii-Exposition mit Angststörungen, nicht jedoch mit Depression oder PTSD.[10]
Die Berichte zu erhöhten Anteilen seropositiver Patienten bei verschiedenen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen bedeutet allerdings nicht zwingend eine kausale Beziehung zwischen der Toxoplasma-gondii-Infektion und der Erkrankung. Dies wird schon aus der Tatsache ersichtlich, dass alle Erkrankungen auch bei Menschen auftreten, die seronegativ sind. Die Fähigkeit des Erregers in die Dopamin-Signalwege des Wirts einzugreifen ist aber ein Indiz dafür, dass T. gondii ein mitwirkender Faktor bei diesen Erkrankungen sein könnte.[11]


Quelle: Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Toxoplasmo….C3.A4nderungen


So, das wäre dann mal so mein kleiner Suicide-Squad, mal gucken was der Rest so ins Rennen schickt :)
"Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens


Wer weiß muss nicht glauben.

Es haben sich bereits 4 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Silberträne (11.02.2016), Konquistadore (11.02.2016), Knurzhart (12.02.2016), Black Crow (12.02.2016)

Silberträne

Spukhausbewohner

Beiträge: 228

Registrierungsdatum: 27. März 2007

Wohnort: Wien

Danksagungen: 59

  • Private Nachricht senden

5

Donnerstag, 11. Februar 2016, 17:22

Interessante Fragestellung und @estebenjo: deine ausführliche Antwort ist hochinteressant!

Was weltweit das gefährlichste Tier ist, wird man nicht ad hoc genau benennen können, denke ich. Wobei doch. Unser lieber Günther und seine Artgenossen nämlich. Aber das war wohl nicht gemeint ;)

Im Afrika gilt als das gefährlichste Tier, das für die meisten tödlichen Angriffe auf Menschen verantwortlich ist, weder der Löwe noch die Puffotter. Es ist das Hippo. Man sollte niemals, wirklich niemals zwischen ein Hippo und sein Wasser geraten.

In unseren Breiten können übrigens auch parasitäre Evertebraten hochgefährlich sein. Fuchs- oder Hundsbandwurm etwa.
"Sucht mich am Himmel dort, wo die Nacht den Tag besiegt.
Wie jemand neulich sagte, leben heißt zu lernen wie man fliegt.
Und wenn ich auch allein flieg, wähl ich doch selbst mein Ziel!"

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Silberträne« (11. Februar 2016, 17:28)


Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Estebenjo (11.02.2016)

Vivajohn

Traumwanderer

Beiträge: 461

Registrierungsdatum: 31. Januar 2014

Danksagungen: 323

  • Private Nachricht senden

6

Donnerstag, 11. Februar 2016, 18:12

"Gefährlich" ist doch immer so ein faszinierender Begriff^^ Der Mensch ist unheimlich schlecht darin, Gefahrenpotentiale abzuschätzen...

Das für den Menschen gefährlichste Tier ist ein unheimlich kleines, vor dem man kaum Angst hat. Die Mücke. Laut hier sterben pro Jahr immerhin 725'000 Mensch an den Folgen von Krankheiten, welche Mücken übertragen.

Auf glatte 25'000 Tote pro Jahr schaffts immerhin der Hund, des Menschen bester Freund.

Ein ähnlich kleines Tier zur Mücke, die Tsetse-Fliege, bringt auch ganze 10'000 Menschenleben pro Jahr um die Ecke, ganz beachtlich!

Aber Hauptsache wir haben vor Haien (10 Tote/Jahr) und Bären ( 3 Tote/Jahr ) Angst....

Weiten wir den Begriff "Tier" auf Lebewesen aus, dürfte der absolute Oberkiller wahrscheinlich der unscheinbare Baum sein. Hier finde ich grad keine Statistik, ist wohl auch schwierig... Ich weiss nur, dass im Amazonas-Gebiet (und da gibts weiss Gott viele qualvolle Arten zu Sterben), Bäume am meisten Leben fordern. Auch hierzulande ist dies nicht zu unterschätzen! Immerhin gibts in DE alleine 644 Verkehrstote/Jahr durch Bäume (die müssen auch immer mittendrin stehen), da sind die dämlichen Jogger, welche sich bei Starkwind in den Wald verirren, noch gar nicht miteingerechnet...

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Estebenjo (11.02.2016), kleine Hexe (25.02.2016)

Konquistadore

Geisterjäger

Beiträge: 823

Registrierungsdatum: 30. April 2013

Danksagungen: 447

  • Private Nachricht senden

7

Donnerstag, 11. Februar 2016, 18:25

Diese Argumente mit Mücken und Hunden halte ich für verfehlt. Das liegt eben auch daran, weil große (nicht-Rudellebende) Raubtiere im allgemeinen relativ große Reviere beanspruchen. Tiger oder Bären können nicht in allzu großer Zahl auftreten, einmal wegen der menschlichen Bejagung, aber auch weil ein Tier dieser Größe eben ein entsprechendes Beute-/Nahrungsangebot (Bären sind großteils eig recht vegetarisch unterwegs) braucht. 150 Grizzlys auf 2 km² müssten sich auf lang oder kurz wohl gegenseitig fressen, wenn sie nicht alle verhungern wollen.

Natürlich ist eigentlich der Hauptgrund für die "Seltenheit" der tödlichen Unfälle mit großen Raubtieren eigentlich ein anderer. Der Mensch tötet viel aus Angst, Wölfe die eigentlich nicht groß gefährlich sind ausser in wirklich harten Zeiten oder für sehr kleine Kinder werden erlegt weil sie als "gefährlich" gelten. Hunde, welche teilweise größer und schwerer sind, sind wiederrum in unsrer direkten Umgebung geduldet und erwünscht. Dadurch das in Großstädten eben mehr verwilderte Hunde rumrennen als Wolfsrudel sind die logischerweise gefährlicher.

Mücken hat Estebanjo ja schon schön ausgeführt, letztlich tötet dich nicht die Mücke sondern die Übertragenen Krankheiten etc.

Aber was unsere heimische Tierwelt (inklusive der ausgerotteten, nicht ausgestorbenen) nehme gehe ich davon aus das Tatsächlich Braunbär und Ur die gefährlichsten Tiere in unseren Wäldern wäre...
'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'

Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister


Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor

Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Estebenjo (11.02.2016)

Estebenjo

Psiball-Erzeuger

Beiträge: 731

Registrierungsdatum: 3. Juli 2014

Danksagungen: 286

  • Private Nachricht senden

8

Donnerstag, 11. Februar 2016, 19:17

@ Silberträne

Ja habe auch schon oft gehört das Nilpferde sehr gefährlich sind. Außerdem sollen auch Kühe für sehr viele Tode verantwortlich sein. Wo du natürlich recht hast ist die Gefahr durch Menschen, nicht nur für andere Lebewesen, sondern auch für die eigene Spezies. Alleine in Brasilien gab es 2013 56.337 Homicide. Quelle Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6tun…ch_L%C3%A4ndern

@ Vivajohn und Konquistadore

Ihr habt beide irgendwo recht. Natürlich tötet eine Mücke den Menschen nicht, so wie jeder andere Wirt eines Parasiten auch nicht, allerdings geht es ja um die Gefahr die von diesem Tier ausgeht und dabei ist die Mücke natürlich einer der Spitzenreiter. Die Angst vor Tieren wie Bären, Wölfen, Löwen oder Haien sehe ich in ihrer Rolle als Raubtier, ihrer Größe und vor allem den vielen schlechten Erzählungen verankert. Ich hoffe aus meinem letzten Post ging hervor das ich da deine Meinung teile Viva, aber natürlich ist die Wahrscheinlichkeit von Tieren aus der "täglichen" Umgebung höher :D
Ja wenn wir die komplette Palette aller Lebewesen nehmen, dann könnte der Baum auch gefährlich werden, allerdings zum größten Teil durch Selbstverschuldung, der Rest durch dritte Naturphänomene die den Baum umholzen. Ich bezweifel das schonmal ein Baum mutwillig jemanden getötet hat ;) Was anderes wären da z.B. Pilze oder kleinere Pflanzen - wenn wir die Paltte schon erweitern - welche mit Absicht Gifte freisetzen. In dem Bereich bin ich allerdings wirklich kein Experte :D Wir könnten die Palette auch auf alles organische ausweiten, Orthopoxvirus variola hat zeitweise bis zu 400.000 Menschenopfer pro Jahr gefordert, wurde aber durch den Menschen und ihre bösartigen Impfungen fast komplett ausgerottet.
Oder wir machen die Palette anorganisch, wie viele Menschen ertrinken Jährlich? Allerdings verhält es sich hier aus Sicht des Menschen ähnlich wie mit dem Baum.
Was uns natürlich wirklich tötet sind die Parasiten. Hier ist das Problem das besonders Bakterien und Viren oftmals noch keine Co-Existenz zum Menschen aufgebaut haben, wie z.B. das Ebolavirus.
"Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens


Wer weiß muss nicht glauben.

Beiträge: 1 019

Registrierungsdatum: 3. November 2012

Danksagungen: 260

  • Private Nachricht senden

9

Mittwoch, 24. Februar 2016, 11:33

Die Gefährlichkeit hängt noch anderen Faktoren ab.

Die Erkrankungen durch Stechfliegen und Parasiten hängt von der med. Versorgungslage ab, und ist eher ein 3.Weltproblem.

Durch Gifttiere stirbt man in westlich zivilisierten Ländern bei rechtzeitiger Hilfe so gut wie gar nicht mehr. Siehe USA (Schlangen und Rindenskorpion) und Australien (Schlangen und wenige Spinnenarten) Unfälle kommen sehr oft vor, Todesfälle sind aber nur seltene Ausnahmen durch die med. Versorgung.

Grossen Carnivoren begegnet man nicht so oft, auch lassen sich Fälle durch Verhaltenskenntnisse vermeiden. Das selbe gilt für Tiere die oft unterschätzt werden, z.B. Dickhäuter, grosse Horn-Geweihträger, Schweine oder der neuseeländische Kasuar.

Knurzhart

Geisterjäger

Beiträge: 895

Registrierungsdatum: 5. Juni 2015

Wohnort: rechts oben, neben Polen

Danksagungen: 324

  • Private Nachricht senden

10

Mittwoch, 24. Februar 2016, 11:58

Es hängt immer von der Versorgungslage ab. Daran die Gefährlichkeit eines Tieres festzumachen, ist Unsinn.
Wichtig ist das Potential, dass einer Art innewohnt, Schaden an anderen Lebewesen anzurichten.
Die Versorgungslage stellt eine Rahmenbedingung dar und wenn diese unterschiedlich sind, kann man keinen Vergleich in Betracht ziehen.
"To Paradise, the Arabs say, Satan could never find the way until the peacock let him in." -Charles Godfrey Leland

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Knurzhart« (24. Februar 2016, 12:09)


kleine Hexe

Forenhexe

Beiträge: 1 511

Registrierungsdatum: 17. August 2006

Wohnort: 1815 m.ü.M.

Danksagungen: 125

  • Private Nachricht senden

11

Donnerstag, 25. Februar 2016, 11:51

Um die Liste noch etwas zu ergänzen:

In Afrika sterben wie bereits erwähnt sehr viele (natürlich vor allem Einheimische) bei Begegnungen mit Nilpferden. Was die wenigsten wissen: Nilpferde können an Land durchaus sehr schnell rennen. Am Tag sitzen sie immer so gemütlich in ihrer stinkenden Brühe rum, Abends resp. Nachts aber gehen sie an Land um zu Fressen und vor allem auch dann können sie schnell gefährlich werden wenn man sie reizt oder ihnen den Weg zurück ins Wasser erschwert. Von paarungsbereiten Bullen und Mutterinstinkten mal abgesehen.

Wovon ich allerdings am meisten Angst hatte in Afrika waren die Büffel (Afrikanischer Kaffernbüffel). Die haben gut und gerne einmal eine halbe Tonne Gewicht und sind echt grösser als man meint.



Einmal mussten wir nachts, bei Regen zwischen dem Haus wo es Abendessen gab und unseren Bungalows mitten durch eine Herde grasender Büffel gehen, die überall in der Anlage verteilt waren - samt Jungtieren. Es gibt ja in der Serengeti oder im Ngorongoro Krater keine Zäune, die das verhindern würden also darf man sich nicht alleine in den Lodges oder Tented Camps bewegen. Man ruft dann immer einen Maasai. Ich hatte glaube ich noch nie so schiss vor einem Tier wie da. Den ganzen Tag zuvor hatten uns die Guides von Zwischenfällen mit diesen Riesenviechern erzählt (die werden übrigens netterweise von den Einheimischen liebevoll "Widowmaker" oder "Black Death" genannt). Und ehrlichgesagt fühlte ich mich von diesem dünnen, eher kleinen Männchen mit Pfeilbogen nicht allzu beschützt, auch wenn das Krieger sind ;) Man sagt, dass sie führ mehr Tode verantwortlich sind als Hippos oder Krokodile (aktuell etwa 200 pro Jahr). Und das sind deutlich mehr als jeder Hai auf dem Gewissen hat.

Da kann man dann auch davon ableiten, was man mit Big 5 meint. Das waren ja zu Zeiten wo noch mehr gejagt wurde die am schwersten und gefährlichsten zu erlegenden Tiere (Elefant, Büffel, Nashorn, Leopard und Löwe)...

Ausserdem wird gerne mal die Hyäne vergessen.



Klar sie ist jetzt nicht für wahnsinnig viele Tode verantwortlich aber das sind Haie ja auch nicht. Hyänen haben einer der kräftigsten Kiefer im Tierreich - klar, sie müssen ja grosse Knochen durchbeissen können wenn sie Aas fressen (und ja, sie jagen auch).

Mir macht ausserdem der Komodowaran unheimlich Eindruck. Er beisst seine Opfer gerne in die Achillessehnen (zumindest die grösseren Opfer) und beisst ihnen grosse Stücke Fleisch von den Knochen um sie verbluten zu lassen. Er besitzt im Unterkiefer ausserdem Giftdrüsen, die das Opfer lähmen und in einen Schockzustand fallen lassen.

Der Inlandtaipan ist soweit ich weiss die giftigste Schlange der Welt und kommt (natürlich) in Australien vor. Ich frage mich ehrlichgesagt desöfteren, wie alle diese furchtbar giftigen Tiere nach Australien gekommen sind, resp. warum sie sich ausgerechnet da so extrem durchgesetzt haben.

Ich behaupte mal im Norden gibt es mehr Zwischenfälle mit Elchen als mit Bären, mal abgesehen von den vielen Verkehrstoten für welche sie verantwortlich sind. Sie können eine Schulterhöhe (!) von bis zu 2.30m und ein Gewicht von bis zu 800 Kilo erreichen und verstehen überhaupt keinen Spass, wenn man ihnen zu Nahe kommt, vor allem wenn sie Jungtiere dabeihaben. Sie sind sehr leicht reizbar (neben den Kühen vor allem die Bullen während der Brunft im Herbst) und sind einfach riesig. Da wirst du einfach mal zertrampelt oder auf die "Hörner" genommen.

Hierzulande finde ich, werden vor allem Kühe gerne mal unterschätzt. Mit Jungtieren können sie sehr gefährlich werden und es gibt immer wieder Zwischenfälle wo Wanderer (vor allem mit Hunden) angegriffen und zertrampelt werden. Ich kannte eine nette Dame um die 50, der das passiert ist. Sie hatte aber Glück im Unglück. "Nur" eine gebrochene Hüfte und Rippen.

Ansonsten schliesse ich mich natürlich der Meinung an: gefährlich ist sehr relativ. Man müsste es schon unterteilen. Was sind die giftigsten (Quallen, Schlangen), die mit dem kräftigsten Kiefer (siehe Hyäne), die aggressivsten oder am leichtesten reizbaren usw.

Von Bäumen fallende Kokosnüsse sind übrigens für mehr Tote verantwortlich als die lieben Haie. Aber das vergessen wir Raubtiere ja gerne mal.
"Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
- Albert Einstein

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Estebenjo (27.02.2016)

Ähnliche Themen

Social Bookmarks

Counter:

Hits heute: 2 464 | Hits gestern: 8 923 | Hits Tagesrekord: 53 992 | Hits gesamt: 13 408 683 | Gezählt seit: 11. September 2011, 15:03