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wilfriedstevens

Poltergeist

  • »wilfriedstevens« ist der Autor dieses Themas
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Dienstag, 30. August 2016, 11:01

Wendelstein 7-X erzeugt Wasserstoffplasma

Experimentieranlage Wendelstein 7-X
Wendelstein 7-X ist eine der weltweit wenigen Experimentieranlagen, die zur Erforschung dienen, um einen beherrschbaren Fusionsreaktor entwickeln und bauen zu können, der selbst die heutige Atomenergie im Schatten stellen wird. Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald baut seid gut 10 Jahren, mit internationaler Beteiligung, an der äusserst komplexen Anlage. Ähnliche Projekte sind auch das Joint European Torus in Grossbritanien, das Iter in Frankreich oder und das Large Helical Device in Japan. Die Anlage in Greifswald ist die drittgrösste und modernste Anlage auf diesen Planeten und die bisherigen Gesamtkosten liegen bei rund einer Milliarde Euro.

Diese Forschung und Technik ist derart kompliziert, das man eigentlich nur auf das Herzstück der Forschungsanlage eingehen sollte, dem optimierten Stellarator oder auch Sonnenofen genannt. In diesem Sonnenofen will man kontrollierte Verschmelzung von Atomkernen zur Energiegewinnung erforschen, so wie es auf der Sonne jeden Tag verläuft. In der Anlage von Greifswald verschmelzen dazu die beiden Wasserstoff-Sorten Deuterium und Tritium. Dabei entstehe das unschädliche Edelgas Helium und Neutronen, also elektrisch geladene Teilchen. Dessen Energie kann über Dampferzeuger in elektrischen Strom umgewandelt werden. Dabei sind die notwendigen Rohstoffe für den Fusionsprozess praktisch unbegrenzt vorhanden. Deuterium lässt sich leicht aus Wasser gewinnen und Tritium wird aus Lithium gewonnen, das wiederum sehr häufig im Gestein vorkommt. Man errechnete, das bei der Kernfusion von nur einem Gramm beider Stoffe eine derart enorme Energiemenge freigesetzt wird, die dem Brennwert von rund 11 Tonnen Kohle entspricht, wobei es hier weder einen schädlichen Kohlendioxid-Ausstoß gibt oder schädliche radioaktive Abfälle, wie wir es aus herkömmliche Atomanlagen kennen. Die Forscher versprechen sogar Fusionsreaktoren, die keinen Atomgau erreichen können. Damit es in solch einer Anlage zu einer kontrollierten Verschmelzung von Wasserstoffkernen kommt, muss etwa hundert Millionen Grad heißes Plasma aus den Wasserstoffisotopen Deuterium und Tritium eine Zeit lang mit genügend hoher Dichte eingeschlossen werden. Das versucht man mit dem optimierten Stellarator erreichen zu können, der über eine höchst komplizierte Konstruktion von starken Magnetspulen, den stärksten Magneten auf der Welt, und Hitzeschilden verfügt. Die Zielsetzung der komplexen wissenschaftlichen Berechnungen ist es, mit Wendelstein 7-X unter Laborversuchen unbegrenzte Energie wie auf der Sonne erzeugen zu können !

Unbegrenzte Energie - erstmals Wasserstoffplasma erzeugt !
Bereits im Dezember 2015 war es gelungen Heliumplasma bei einer Temperatur von sechs Millionen Grad zu erzeugen. Dieses Gas geht leichter in Plasma über als Wasserstoff. Am 03.02.2016 wurde offiziell verkündet, das es nun auch gelungen istWasserstoffplasma zu erzeugen ! Der erste erfolgreiche Versuch dauerte zwar nur eine Viertelsekunde, wobei ein 2-Megawatt-Puls und eine Temperatur von sagenhafte 80 Millionen Grad erzeugt wurden, ist aber das Startsignal, um die Erzeugung schrittweise immer weiter zu erhöhen. Bis 2020 ist eine Energieerzeugung von mindestens 30 Minuten geplant. Durch diese neuen Erkenntnissen, sollen ab 2020 die Planungen für den Bau eines kleinen Fusionskraftwerk vorangetrieben werden, um die Zeiträume der Energieerzeugung weiterhin auf mehrere Stunden zu erhöhen. Nach dem bisherigen Wissensstand geht man davon aus, das ab 2030 der erste Fusionsreaktor mit 20 Megawatt Leistung mit Dauerbetrieb gebaut werden kann. Forscher rechnen damit, das eine tatsächliche industrielle Nutzung, um z.B. eine ganze Stadt mit dieser neuen Energieform zu versorgen, ab 2040 möglich sein wird. Damit wurde ein sehr wichtiger Meilenstein gesetzt, um eine mögliche zukünftige und fast unbegrenzte und umweltfreundliche Energieerzeugung zu entwickeln. Praktisch erzeugen 4 Eimer Wasserstoff die selbe Energie wie 40 Tonnen Kohle. Um auch weiterhin den technischen Vorsprung zu sichern und um grössere Fusionsreaktoren zu entwickeln, wird Wendelstein 7-X weiterhin von der Bundesregierung gefördert. Das Large Helical Device in Japan und Wendelstein 7-X gehören bisher zu den modernsten Anlagen auf den Planeten. Dabei hat man auch den nicht den Blick dafür verloren, zukünftige Antriebe für Raumschiffe zu entwickeln, die eine fast unbegrenzt Reichweite hätten und somit das Tor zum All öffnen würden.

Zukünftige mögliche Entwicklungen
- ab 2040 Fusionsreaktoren bis zu 100 MW (=Megawatt)
- ab 2050 Fusionsreaktoren bis zu 1000 MW
- ab 2060 Fusionsreaktoren bis zu 2000 MW
- neue Antriebe für Raumschiffe, Schiffe, Autos und Flugzeuge
- mobile tragbare Fusionskerne / Batterien
- ab 2070 Wegfall sämtlicher fossiler Energieerzeugung auf der Erde

Epilog
Wissen über unbegrenzte Energie bedeutet in der Zukunft, das eine Milliarden schwere Lobby- und Machtelite, aber auch Staaten, mit ihren Reserven an fossilen Energien immer weniger verdienen werden und es an der gesamten Menschheit liegen wird,dieses Wissen so gerecht zu teilen und zu verteilen, ohne an das Bestreben von Kapital, Macht und Einfluss zu denken, ohne das eine Lobby und Staaten aus Hab- und Machtgier Patente unter Verschluss hält, zum Wohle des Planeten Erde. WISSEN wird unsere Zukunft entscheiden, nicht Kapital oder Macht. Es wäre wünschenswert, das es gelingt, saubere Energie für den ganzen Planten und für eine Expansion im ganzen Sonnensystem zu erzeugen und zu nutzen. Wasserstoff sei fast unbegrenzt vorhanden, daher wird diese fast kostenlose Energieform eine Gegner für radikale Kapitalisten und Lobbyisten der Energiewirtschaft sein, und dem muss vorgebeugt werden...

Vivajohn

Traumwanderer

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2

Freitag, 16. September 2016, 13:08

*KlugscheissModusAn*...
Auf Quora gibts einen interessanten Post, weshalb es eben in absehbarer Zeit zu keiner Fusionsenergie kommen wird, trotz "Durchbrüche":

https://www.quora.com/Why-isnt-there-mor…to-fusion-power


Kurze Erklärung:
Zuwenig Geld...

Dr. Stephen O Dean bringt es mit 2 Feststellungen auf den Punkt, wie es mit der Fusion, zumindest in den USA, liegt.

1. Für Forscher an der Fusion geht es eigentlich nur darum, benötigte Gelder zu kriegen... Dieser Zyklus graphisch dargestellt:
[img]https://qph.ec.quoracdn.net/main-qimg-0ab53176d100e301347cae7ef2a81755?convert_to_webp=true[/img]


2. Es wird massiv zu wenig investiert. Dr Dean schätzt, dass jährliche Investitionen von ungefähr 1 Mia. vonnöten wären, um den Entwicklungszustand von 1978 nur schon zu erhalten. Es wurde aber massiv weniger investiert... Der Fortschritt in der Fusionskraft ist also quasi rückläufig. Umgekehrt muss man sagen, dass bei entsprechenden Investitionen, wir die Fusionskraft wohl bereits hätten... Im Extremfall seit 1990.. Hier die Graphik:

[img]https://qph.ec.quoracdn.net/main-qimg-762f32a6dbfbecc4ec824b604c0571f0?convert_to_webp=true[/img]


Es ist relativ klar: Trotz angeblicher "Durchbrüche" und "Meilensteine"... In der Fusionskraft steht die Menschheit noch ganz am Anfang und muss immer wieder von vorne beginnen... Ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht, auch wenn sich Forschern getrauen, solche Dinge von sich zu geben:
Zukünftige mögliche Entwicklungen
- ab 2040 Fusionsreaktoren bis zu 100 MW (=Megawatt)
- ab 2050 Fusionsreaktoren bis zu 1000 MW
- ab 2060 Fusionsreaktoren bis zu 2000 MW
- neue Antriebe für Raumschiffe, Schiffe, Autos und Flugzeuge
- mobile tragbare Fusionskerne / Batterien
- ab 2070 Wegfall sämtlicher fossiler Energieerzeugung auf der Erde
Dabei hat man auch den nicht den Blick dafür verloren, zukünftige Antriebe für Raumschiffe zu entwickeln, die eine fast unbegrenzt Reichweite hätten und somit das Tor zum All öffnen würden.
Leider reicht die Energie noch nicht mal, um mein 1G-Spaceship anzutreiben... :(

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