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Rodion

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  • »Rodion« ist der Autor dieses Themas

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1

Donnerstag, 30. März 2006, 16:47

George R. R. Martin: "Das Lied von Eis und Feuer"

Ich bin normalerweise sehr kritisch was epische Fantasy angeht, zu oft liest man tausende von Seiten um dann bei einem recht vorhersehbaren Ende anzukommen, die Figuren ähneln ausserdem meistens den altbekannten Helden anderer Geschichten.

Letztendlich kennt man ja alles schon von Tolkien, ausserdem hasse ich z.B. Lizenzromane die bekannte Rollenspielwelten verwursten, z.B. die endlos lange Saga vom guten lieben Dunkelelfen mit seinen zwei magischen Schwertern, seinem magischen Panther und seinen tollen Superfreunden die in jedem Band mindestens einmal die Welt retten.

So war ich dann auch recht skeptisch als mir "Das Lied von Eis und Feuer" oder auch "Song of Ice and Fire" ans Herz gelegt wurde.
Gottseidank hat sich meine Skepsis diesmal nicht bestätigt, die ersten beiden Bände, die jeweils mit lockeren 1000 Seiten aufwarten konnten habe ich in nicht mal 2 Wochen durchgepflügt und gerade lese ich mit grossem Vergnügen Band 3.

George Martin bricht mit sämtlichen Klischees die dem Freund anspruchsvoller fantastischer Literatur an dem ganzen Geschreibsel der unzähligen Salvatores, Hohlbeins und Goodkinds dieser Welt auf die Nerven gehen.
Keine Superhelden, keine kleinen Jungs die zum mächtigsten Magier der Welt werden, keine Orks, Zwerge und Elfen.

Nagut, einen Zwerg gibt es, aber es handelt sich hier um einen kleinwüchsigen Menschen, Tyrion Lannister, nur eine von vielen Figuren die das Lesen des Buches zu einem unglaublichen Vergnügen machen.

Die Welt ähnelt sehr dem europäischen Mittelalter, mit der Ausnahme das die Jahreszeiten auf Westeros um einiges länger sind.
Nach vielen Jahren des Sommers steht nun ein erneuter Winter bevor und die Maester von Oldtown sind sich einig das dieser besonders lang und grimmig sein wird.
Das Land wird durch zahlreiche adelige Fürstenhäuser regiert, welche alle dem König Robert Baratheon die Treue geschworen haben.
Im Norden liegt die Provinz Winterfell, der Sitz des Hauses Stark und noch weiter nördlich liegt der grosse Wall, welcher von einer mönchsähnlichen Bruderschaft bewacht wird, um die Wildlinge und die mysteriösen Anderen daran zu hindern in das Königreich einzudringen.

Als König Robert in die nördlichste Provinz reist, um seinen alten Freund Eddard Stark nach 15 Jahren zu besuchen und beschliesst ihn zu seiner rechten Hand zu machen, löst dies Ereignisse aus, welche ganz Westeros verändern werden.

Soweit zum Beginn des ersten Bandes, Die Herren von Winterfell (A Game of Thrones im Original).

Absolut brilliant ist die Erzählweise, jedes Kapitel wird aus der Sicht einer anderen Figur beschrieben, wobei der Name der jeweiligen Person auch die Kapitalüberschrift ist.
Im Laufe der Bände kommen neue Figuren hinzu, Charaktere die man bisher nur als Nebenfiguren wahrgenommen hat übernehmen so tragende Rollen, ehemalige Unsympathen werden plötzlich zu echten Sympathieträgern weil man ihre Ziele und Motive erfährt.

Und George Martin schafft es immer wieder zu überraschen, die Erwartungen des Lesers total über den Haufen zu wefen oder sogar noch zu übertreffen, Figuren sterben bei denen man dies nicht für möglich gehalten hätte, Freunde werden zu Feinden, unerwartete Bündnisse werden geschmiedet oder gebrochen.

Es geht auch um grosse Schlachten, aber vor allem um zahlreiche Intrigen, die Dialoge sind sehr gut und die Figuren glaubwürdig, einige schliesst man sofirt ins Herz während man andere augenblicklich hasst.

Der einzige Nachteil ist das die Reihe erst mit Band sieben abgeschlossen sein wird, Band 5 erscheint vorraussichtlich Anfang nächsten Jahres auf Englisch, ich bin mir allerdings sicher das das Niveau der Erzählung nicht nachlassen wird.
Allen die des Englischen mächtig sind empfehle ich die Originalausgabe, da in der deutschen Übersetzung mal wieder vom Verlag die beliebte Unsitte aufgegriffen wurde aus einem Englischen Buch 2 deutsche zu machen, was leider bei fantastischer Literatur mittlerweile schon fast üblich ist, daher gibt es bisher schon 6 deutsche Bände, statt 3 englischer.

Djinnbeam

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2

Freitag, 21. Oktober 2016, 17:03

Game of Thrones / A Song of Ice and Fire

Heyho,

das soll hier kein GoT-Bashing oder -Pushing sein, aber da mir im Verlauf des Tages folgendes Zitat im Forum begegnet ist: "Was tot ist, kann niemals sterben", habe ich darüber nachgedacht und im Rahmen dessen, dass ich einer der wenigen negativen Kritiker dieser Reihe (also weniger der Aufmachung, sondern der Inhalte in schriftlicher wie auch bildlicher Form) zu sein scheine, möchte ich anmerken, dass ich die Aussage des vorhin erwähnten Zitates qualitativ gleichgestellt mit einem berühmten Zitat aus Rambo sehe.
Nämlich dem "Das ist blaues Licht[...] Es leuchtet blau."

Jetzt zu meiner Überlegung:
Wenn ich also davon ausgehe, dass bei einem Toten der Sterbeprozess abgeschlossen ist, erscheint es mir nach den Gesetzen der Logik schnell einleuchtend, dass etwas, dass diesen Prozess also abgeschlossen hat, diesen Prozess nicht erneut abschließen kann, ohne dazu erneut ins Leben gerufen worden zu sein. Dieses "niemals" ist doch einfach nur stilistischer Käse. Abgesehen davon, dass diese Aussage einfach unfassbar...es zu verwenden, um die Genialität dieser Reihe hervorzuheben, erscheint mir einfach nicht angemessen und eher kontraproduktiv.

Was blau leuchtet, kann niemals rot werden...passt aber analogisch nicht.

Ein Zustand muss her, der wie Sterben zu Tod steht. Wäre das dann färben?

Was blau leuchtet, kann niemals gefärbt werden?

Was meint ihr?
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Knurzhart

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3

Freitag, 21. Oktober 2016, 19:28

@ Djinnbeam

Die Analogie "Tot sein verhält sich zu sterben, wie blau leuchten zu...." musst du hier als Grundlage verwenden.

Die Wahlmöglichkeit könnte dann folgendermaßen aussehen:
1) anfärben
2) verstrahlen
3) abschicken
4) emittieren
5) ...oh, Titten!

Eindeutig ist der hier aber nicht, hab mich schwer getan, wegen dem blau.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Knurzhart« (21. Oktober 2016, 19:33)


4

Freitag, 21. Oktober 2016, 19:36


"Was tot ist, kann niemals sterben", habe ich darüber nachgedacht
wat een onzin darüber nachzudenken, denn "was tot ist kann niemals sterben" ist doch ein Widerspruch in Sich, also ein Paradoxon

DocMaT

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5

Freitag, 21. Oktober 2016, 20:19

Zitat

Was blau leuchtet, kann niemals rot werden...
Na... blaue Dinge können schon rot werden. Nehmen wir doch mal eine Hortensie. Solange der Boden die richtigen Mineralien und den richtigen pH-Wert hat, blüht die Pflanze blau. Bei anderen Werten blüht sie rosa.

"Was tot ist, kann nicht sterben" ist etwa wie "was unter Wasser liegt, kann nicht noch feuchter werden" oder "Salz wird durch salzen nicht salziger". Ein maximaler Zustand kann nicht durch etwas, durch das dieser Zustand folgt, verstärkt oder geändert werden.
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Rônin

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6

Samstag, 22. Oktober 2016, 21:18

Ich ignoriere die laufende Diskussion über Rambo 3. Sehr gute Serie (Mein persönliches Interesse an den Büchern ist gering); Staffel 6 war bisher am besten. Ist zwar etwas overhyped, aber das ist eigentlich jede Serie, die von so vielen Seiten als beste aller Zeiten bezeichnet wird. Definitiv eine der besten der letzten Jahre.
Habe mehrere Lieblingsfiguren; cool sind v.a. Tyrion, Varys und der Hund.
Nur noch 13 Episoden in zwei Staffeln kommen jetzt noch (Wenn die Gerüchte über Staffel 8 stimmen; die über Staffel 7 wurden ja bereits bestätigt); handlungsmäßig ist also bereits hart Finalstimmung.
"I knew this day would come. Now that it's here, it seems so sudden, and at the same time as if it took forever.
I know this opponent well..."

Djinnbeam

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7

Sonntag, 23. Oktober 2016, 00:04

Ok, Hosen runter.
Was genau gefällt dir an dieser Serie, thematisch, ästhetisch, sonstwie?
Meine das diesmal völlig wertungsfrei, ironie- und sonstwie spottbefreit, quasi ernst.
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Rônin

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8

Sonntag, 23. Oktober 2016, 15:46

"I knew this day would come. Now that it's here, it seems so sudden, and at the same time as if it took forever.
I know this opponent well..."

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Ganja (23.10.2016)

9

Sonntag, 23. Oktober 2016, 19:11

got ist die tollste serie aller zeiten. wegen allem einfach (faszinierende story, charaktere, die musik, und dass auch magie eine rolle spielt).
auch ganz wichtig: da gibt es einige attraktive männer: khal drogo, jamie lannister und dieser blonde typ, der mal der berater von daeyneris war, der name ist mir entfallen.

10

Montag, 7. November 2016, 20:59

got kommt jetzt wieder auf rtl II, leider die uralt-folgen!

DAENERYS TARGARYEN AUF DEN EISENERNEN THRON!!!

11

Samstag, 19. November 2016, 21:27

Alaaarm! Heute abend kommen auf rtl II wieder die wiederholungen!
Weiss zufällig jemand, ob jon schnee mittlerweile wieder zum leben erweckt wurde?

Estebenjo

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12

Samstag, 19. November 2016, 22:35

Ja
"Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens


Wer weiß muss nicht glauben.

Ganja

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13

Samstag, 19. November 2016, 22:36

Das wäre ja ein Spoiler.
Schau dir doch einfach die 6te Staffel an.

Djinnbeam

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14

Samstag, 19. November 2016, 22:47

Ein Hinweis auf Spoiler wäre einfach zu nett gewesen, wa?
Bin gerade bei Staffel 4 :X
Zum Glück gibts hier ja keine Funktion, um Text zu verstecken...

Echt mal, Danke Merkel!
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Ganja

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15

Samstag, 19. November 2016, 23:06

Er hat doch nur gesagt er weiß was passieren wird ;)

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