Du bist nicht angemeldet.

Ripperman

Poltergeist

  • »Ripperman« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 13

Registrierungsdatum: 20. März 2011

Danksagungen: 1

  • Private Nachricht senden

1

Dienstag, 16. Mai 2017, 11:42

Eure liebsten Sagen, Mythen und Legenden

Hallo zusammen,

ich erstelle grade eine Zusammenfassung von verschiedenen Sagen, Mythen und Legenden. Es wäre gut wenn es Geschichten sind die spannend bzw. mysteriös sind, sodass man darüber disskutieren kann. Ich habe selbst mal ein paar gesammelt:

- Legende von Sleepy Hollow
- Rattenfänger von Hameln
- Der wandernde Jude Cartaphilus
- Der Stein der Weisen
- Legende vom heiligen Gral

Wenn ihr noch interessante Themen habt, einfach mal Name des Themas und evtl. Link posten.

Danke schon mal :)

Black Crow

Geisterjäger

Beiträge: 766

Registrierungsdatum: 10. Dezember 2006

Wohnort: Irgendwo in der Oberpfalz

Danksagungen: 174

  • Private Nachricht senden

2

Mittwoch, 17. Mai 2017, 10:49

Hey,

generell interessant, doch soweit ich weis ist Sleepy Hollow nicht eine Sage im herkömmlichen Sinne, sondern entstand aus einem Roman von Washington Irving. Ist also keine Legende, Sage im Sinne von brauchtum^^ Eher ein Buch welches sich in der Sagen und Legenden Welt etabliert hat. Außerdme hat der Schreiber Irving das ganze wenn ich richtig liege auch aus der Deutschen Folklore so übernommen. (kann man hier bie wiki nach lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/The_Legend_of_Sleepy_Hollow )

Ich befasse mich sehr viel mit Sagen und Legenden das selbe gilt für Mythen. Bei uns hier in Bayern ist es ein Klassiker Sagen von der Wilden Jagd zu hören davon gibt es einige. Ebenfalls sehr bekannt sind feurige Männer und so weiter. Wenn du hier näheres hören willst, besorg dir doch mal das Buch von schönwerths Sagen oder vergleichsweise Material da gibts einige schöne Sagen und Legenden :)

grüße

Black Crow
"You believe that the Strong exist to cull the weak. To use them as Food. But you are Mistaken. The strong exist, not to feed off the weak, but to protect them!" - Rurouni Kenshin (Film)

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Ripperman (17.05.2017)

Rônin

Shinjidai

    Deutschland

Beiträge: 3 052

Registrierungsdatum: 24. September 2009

Wohnort: NRW

Danksagungen: 854

  • Private Nachricht senden

3

Donnerstag, 13. Juli 2017, 13:58

Ich steh besonders auf Viecher und Monster aus irischen und japanischen Mythen. Mein liebstes Fabelwesen ist der Leprechaun.
"This world can just crumble for all I care! It's time to start the biggest war of the century!"

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Ripperman (15.07.2017)

DunkleGräfin1985

Nachwuchsvampir

    Österreich

Beiträge: 28

Registrierungsdatum: 21. November 2016

Danksagungen: 5

  • Private Nachricht senden

4

Montag, 27. November 2017, 11:17

Hab auch eine Sage aus Wien

Der Stock im Eisen:

Ein armer Schlosserlehrling entwandte seinem Meister einen überaus künstlichen Nagel, welcher bei dem Bau eines Jagdschlosses Herzog Leopold des Heiligen verwendet werden sollte, das im Wienerwalde errichtet wurde. Bei der Heimkehr verirrte er sich in das Walddickicht.

Im Walde stand ein besonderer Baum, zu dem der Verirrte immer wieder gelangte, so dass er endlich ganz erschöpft und weinend unter diesen Baum auf das weiche Moos sank, und da wurde er inne, dass er sich eines großen Fehlers schuldig gemacht durch den Diebstahl, schämte sich aber doch, sein Verbrechen einzugestehen, wollte jedoch auch den Nagel nicht behalten und schlug ihn in den Baum.
Und wie er den Nagel in den Baum geschlagen hatte, so stand der böse Feind neben ihm und sprach: "Den gestohlenen Nagel kannst du wohl einschlagen; könntest du aber einen solchen Nagel und ein Schloß machen, das diesen Baum vor Axt und Säge schützte, so wäre dir geholfen."

Der Junge erschrak zwar sehr, doch fasste er einen frischen Mut und sprach: "Ich habe des wohl Lust und Mut, solch Schloß fertigen zu lernen, so Ihr mir's lehren wollt und könnt."
Der Teufel sagte: "Topp!" und hieß den Jungen mit sich gehen, der nun einen Bund mit ihm machte und von ihm Lehre und Unterweisung erhielt, so künstliche Schlösser zu verfertigen, wie niemand in der Welt. Diese Schlösser vermochte kein anderer Schlossermeister zu öffnen, und so verdiente der junge Meister viel Gut und Geld und wurde ein reicher und angesehener Mann. Neben jenem Nagel schlug er einen ganz gleichen ein, zum Zeichen, dass er seinem Meister gleich sei an Kunstfertigkeit, und umgab den Baum, dessen oberen Teil er absägte, so dass nur noch ein Stock da stand, mit einem starken Eisenringe, hing auch ein Schloß daran, welches kein Mensch zu öffnen vermochte, und lebte herrlich und in Freuden.

Endlich, so kam die Zeit, dass der Pakt um war, den der Schlosser mit dem Bösen geschlossen, und dieser gedachte ihn zu holen. Jedoch der Schlosser hatte längst bereut, sich mit dem Feinde eingelassen zu haben, und ging jeden Morgen in die Kirche, eine Messe zu hören. Die Kraft der Messe aber schützte den Frommen je vierundzwanzig Stunden lang, das wusste er gar wohl, und deshalb hörte er sie täglich, und der Böse, der auf ihn lauerte, konnte ihm nichts anhaben. Eines Tages ging er in einen Keller auf Sankt Peters Platze, allda vor Anfang der Kirche ein Glas Wein zum Morgenimbiß zu trinken, und verspätete sich in etwas. Als er endlich doch zur Kirche schritt, begegnete ihm ein altes Weib, das rief ihm zu: "Zu spät! zu spät! Die heilige Messe ist schon gelesen!" Daließ sich der Schlosser betören und kehrte um und ging wieder in den Keller, noch ein Glas Wein zu trinken; kaum aber setzte er den Becher an die Lippen, so trat das alte Weib von vorhin, das niemand anders als der Teufel war, auch herein, fasste und würgte ihn, drehte ihm den Hals um und hing ihn an die Wand an einen Haken.

Nach der Hand kamen gar viele geschickte Schlosser und probierten, das Schloß zu öffnen, doch vergebens, und als später Wien sich immer mehr anbaute und vergrößerte, ließ man den Stock im Eisen zum Wahrzeichen stehen, dass bis in diese Gegend sich der Wienerwald vor Zeiten erstreckt, und jeder wandernde Schlossergesell schlug einen Nagel hinein, so daß er voller Nägel wurde.

Ich hoffe es ist nicht so viel zum lesen und es ist Interessant für euch.

Lg.
Wenn es etwas gutes gibt, dann gibt es auch etwas böses!

DunkleGräfin1985

Nachwuchsvampir

    Österreich

Beiträge: 28

Registrierungsdatum: 21. November 2016

Danksagungen: 5

  • Private Nachricht senden

5

Montag, 27. November 2017, 11:33

Der Kegler vom Stephansdom

Neben der Stube des Türmers von St. Stephan befand sich einst eine Kegelbahn, die sich wohl einmal ein Turmwächter eingerichtet haben mochte, um sich mit ein paar munteren Gesellen gelegentlich die Langeweile zu vertreiben. Da aber der Raum beschränkt und die Bahn daher nur kurz war, pflegte man, mit dem Rücken gegen die Kegel gewendet, die Kugel zwischen den Beinen hinausrollen zu lassen.

Nun lebte einmal in Wien ein Schindelmacher, Meister Kunrat, ein Meisterkegler, dabei aber ein wüster Geselle und Saufbold, wegen seines unmäßigen Trinkens der "Ewigtrunk" genannt. Er war imstande, mit jedem Schub alle neun zu treffen. Eines Abends hatte ihn der Wirt des Gasthauses, wo er bis tief in die Nacht hinein gezecht und gekegelt hatte, des ewigen Gegröles müde, aus dem Hause gewiesen. Schimpfend und fluchend torkelte der Hinausgewiesene die Straße entlang und schwor bei Tod und Teufel, dass er trotzdem noch in dieser Nacht weiterkegeln und alle neun treffen werde, auch wenn er allein spielen müsste. So kam er zur Stephanskirche und stieg unter wüsten Verwünschungen die Wendeltreppe zur Kegelbahn des Türmers empor.

Kaum hatte er mit einem gräulichen Fluch die Kugel in die Hand genommen, da fühlte er eine Hand auf seiner Schulter. Sich umwendend, erblickte er einen hageren Mann in langem grauem Mantel, der ihn mit stechenden Blicken ansah, so dass dem einsamen Kegler gar unheimlich zumute wurde.
Fluchend rief er dem Fremden zu: "Was wollt Ihr da? Lasst mich in Ruhe! Oder habt Ihr etwa Lust, mit mir ein Kegelspiel zu machen? Aber ich sage Euch gleich: Bei mir sind es auf jeden Wurf alle neun! Das bringt Ihr wohl kaum zustande."

"Ich halte die Wette", erwiderte der Graue.

Da nahm Meister Kunrat die Kugel, stellte sich mit dem Rücken zur Bahn und warf die Kugel mit mächtigem Schwung durch seine Beine. "Alle neun" rief er mit grölendem Lachen seinem Partner zu; "nun macht es mir nach, wenn Ihr könnt!" Dabei nahm er anscheinend unbemerkt einen Kegel und warf ihn, um den Fremden zu überlisten, beim Turmfenster hinaus.
Sogleich richtete sich der Grau rock auf und wuchs zu unheimlicher Größe. "So haben wir nicht gewettet", erklärte er mit dumpfer Stimme, und schaudernd sah Kunrat das blanke Knochengerüst durch den Mantel des Fremden schimmern, "ich bin der Tod und treffe alle neun, auch wo nur acht sind." Damit warf Freund Hein die Kugel in die Kegel, dass alle acht mit unheimlichem Gerassel übereinander stürzten, als neunter aber sank Meister Kunrat vom Tode getroffen zu Boden. Am andern Morgen fand ihn der Türmer entseelt mitten zwischen den Kegeln liegen.

Noch lange Zeit nach diesem Ereignis musste jeder Besucher der Kegelbahn auf dem Stephansturm einen Schub tun und ein Vaterunser für die arme Seele des unglücklichen Keglers beten.

Hoffe es gefällt euch.
Lg
Wenn es etwas gutes gibt, dann gibt es auch etwas böses!

Social Bookmarks

Counter:

Hits heute: 2 643 | Hits gestern: 2 556 | Hits Tagesrekord: 53 992 | Hits gesamt: 11 299 357 | Gezählt seit: 11. September 2011, 15:03