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Vargo

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Freitag, 19. Mai 2017, 20:30

Kalter Fleck in kosmischer Hintergrundstrahlung: Versteckte Galaxien?

Hallo zusammen.

Erst heute wurde ich auf den sogenannten "Kalten Fleck" aufmerksam gemacht. Dabei handelt es sich um einen sehr kalten Bereich in der kosmischen Hintergrundstrahlung, dessen Entstehung sehr rätselhaft ist. Bis vor kurzem ging man wohl davon aus, dass dieser Bereich durch fehlende Materie entstanden ist. Wie man aber nun herausgefunden hat, sind da sehr wohl Galaxien vorhanden, weswegen die Theorie der fehlenden Materie weg fällt. Nun haben die Wissenschaftler zwei neue Theorien aufgestellt. Zum einen, dass es sich um eine Anomalie während der kosmischen Inflation (einer Phase, in der sich das Universum in seiner Frühphase sehr rasch ausgebreitet hat) handelt, zum anderen aber auch, dass dieser Fleck durch einen Zusammenstoß mit einem Paralleluniversum entstanden sein könnte, was sehr interessant wäre.

Quelle: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21409-2017-05-02.html

Habt ihr schon mal etwas von diesem Kalten Fleck gehört? Ich finde es ja recht interessant und würde schon gerne wissen, wie so eine Anomalie innerhalb der kosmischen Hintergrundstrahlung entstehen kann. Ich vermute zwar eher, dass es durch Turbulenzen während der Inflation handelt, aber so ein Zusammenstoß unserer Universums mit einem anderen wäre wirklich sehr interessant. Was haltet ihr davon? Glaubt ihr eventuell, dass es sich dabei wirklich um einen Zusammenstoß mit einem andere Universum gehandelt haben könnte?
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Eldorado

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Samstag, 20. Mai 2017, 12:15

nein, von einem kalten Fleck im Kosmos hatte ich zuvor noch nix gelesen ... ich find den Bericht aber sehr interessant, da ich persönlich der felsenfesten Überzeugung bin, das es Parallelwelten und Multiversums geben muss.... für mich spielt sich das alles in der 4 Dimension ab, da ich Zeit als ein 4 dimensionalen Würfel wahrgenommen habe .... unser Universum dümpelt halt "nur" auf einer einzelnen Zeitlinie umher und Materie scheint an dieser Zeitlinie gebunden zu sein... die Quantenphysik mit dem "Doppelspalt-Experiment" belehrt uns aber eines Besseren, denn die Teilchen scheinen eigentlich unabhängig von Raum und Zeit zu sein und besitzen alle Möglichkeiten seiner Existenz schon in sich ... eigentlich ist das aus unserer Logik her abgeleitet nicht möglich, denn in diesem Fall verhält sich so ein Teilchen nicht mehr wie Materie, aber Materie macht uns erst aus = man könnte auch sagen, das wir Menschen nur auf ein Teilchen beschränkt sind = auf jeweils ein Teilchen unserer Zeitline beschränkt, das eigentlich grenzenlos ist = DAS müsste jedem nachdenklich stimmen der die Annahme ist, das wir nur ein Leben besitzen.

zurück zum Fleck... obwohl ich (wie schon beschrieben) der Überzeugung von der Existenz von Multiversen ausgehe glaube ich nicht daran, das sie sich irgendwie gegenseitig im Wege stehen werden ... eine Kollision der gleichen Dimensionsebenen würde wohl eher ein Paradoxon gleichkommen, wo in Null Komma nix beide Ebenen auslöscht werden.... der Ulrich Walter hat dieses Szenario auch in seinem Buch "im schwarzen Loch ist der Teufel los" beschrieben, wüsste nun aber nicht mehr so genau, auf welche Seite ich danach suchen müsste.

ansonsten wüsste ich mir wegen der Temperaturabweichung auch keine logische Erklärung, wobei wir schon ehrlich zugeben müssen, das die Wissenschaft mit ihren Erkenntnissen noch längst nicht am Ende der Fahnenstange angelangt sein wird, da geht noch mehr/ wird sich auf Dauer mehr ergeben.... spannend ist das allemal ;)
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Vargo

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Montag, 22. Mai 2017, 00:30

Zitat von »Eldorado«

eine Kollision der gleichen Dimensionsebenen würde wohl eher ein Paradoxon gleichkommen, wo in Null Komma nix beide Ebenen auslöscht werden.... der Ulrich Walter hat dieses Szenario auch in seinem Buch "im schwarzen Loch ist der Teufel los" beschrieben


Ich kenne dieses Buch jetzt nicht, wie genau beschreibt er denn dort dieses Paradoxon? Meint er damit sowas ähnliches wie Annihilation, sprich die beiden Universen würden sich zu etwas neuem Umwandeln, wie es bei dem aufeinander treffen von Materie und Anti-Materie der Fall ist. Oder das sie sich komplett auflösen?

Zitat von »Eldorado«

ansonsten wüsste ich mir wegen der Temperaturabweichung auch keine logische Erklärung, wobei wir schon ehrlich zugeben müssen, das die Wissenschaft mit ihren Erkenntnissen noch längst nicht am Ende der Fahnenstange angelangt sein wird, da geht noch mehr/ wird sich auf Dauer mehr ergeben.... spannend ist das allemal


Das stimmt natürlich. Klar, wenn man dadurch entdeckt, dass es sich wirklich um eine Kollision mit einem anderen Universum handelt, dann wäre das die Entdeckung schlecht hin. Aber ich halte es doch für eher unwahrscheinlich, auch wenn ich persönlich ebenfalls selber an ein Multiversum glaube.Ich persönlich glaube eher an diese Inflationstheorie, wobei man sich dann natürlich fragt, was das ausgelöst haben soll. Ich bezweifle, dass man so schnell auf Antworten kommt, aber Einstein hat ja auch nie geglaubt, dass man jemals Gravitationswellen nachweisen könnte.
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Eldorado

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Montag, 22. Mai 2017, 10:05

im Juli 2015 gab es in Grenoble (Frankreich) ein Experiment, um Parallelwelten nachzuweisen (nachzulesen in der Juli Ausgabe der Fachzeitschrift "Physics Letters B.) = kurz die Theorie beschrieben = es geht es um die Stringtheorie die besagt, das unsere Welt nicht nur aus drei Raumdimensionen und zusätzlich der Zeitdimension besteht, sondern mindestens aus 9+1 Raum-Zeitdimensionen ... wir erleben davon aber nur 3+1, weil die anderen Raumdimensionen eingerollt sind.... trotzdem sind aber die Elementarteilchen (aus die wir bestehen) mit all den Dimensionen verbunden, ohne dass wir das wahrnehmen könnten... diese, untereinander wechselnde Verbindung der Elementarteilchen, bezeichnet man als Strings .... davon soll es dann zwei Sorten geben = die in sich geschlossenen und die offenen Strings ... die offenen Strings sollen für die Materie verantwortlich sein, also auch wir als Mensch besten daraus ... so ein offener String ist dann jeweils an einer anderen Oberfläche gebunden (die D-Branen ... oder auch anders gesagt die Verbindung zwischen unsere Welt und einer Parallelwelt)

der Test in Grenoble wollte also einen Beweis von Parallelwelten liefern, konnte er aber nicht = was nun nicht automatisch bedeutet, das es keine Parallelwelten gibt, doch mit deren Messmethode konnte man sie nicht nachweisen.... jetzt ohne zu sehr ins Detail zu gehen (denn Plankenlänge von 87x10 hoch -35 soll einem wohl nix sagen = reicht zu wissen dass das sehr sehr sehr nahe ist) war die Messung auf einen kleinen Erforschungsbereich fixiert... ist quasi wie das Suchen einer Stecknadel im Heuhaufen bei ungefährer Vermutung wo sie liegen müsste / diese auf Anhieb zu finden wäre purer Zufall.... trotz dem negativ Ergebnis geht man weiterhin von der Existenz von Parallelwelten aus.

::::

ich habe das Buch von Ulrich Walter noch mal herausgekramt .... auf Seite 132 beschreibt er zunächst den "Big Rip" = kurze Beschreibung = die Expansion unseres Universums wird abgebremst durch die gegenseitige gravitative Anziehung zwischen den Massen und in einem kleinen Punkt enden .... //... dann beschreibt er ein "falsches Vakuum" in der alles innerhalb kürzester Zeit ausgelöscht wird = zur Theorie = die Quantenmechanik besagt, dass ein Vakuum nicht einfach nur nichts ist, sondern bestimmte Zustände einnehmen kann (auch dunkle Energie genannt)... dort in der Dunklen Energie gibt es virtuelle Teilchen, die für uns zwar nicht greifbar und erfassbar sind, aber auf irgendeiner Weise eine Energie erzeugt (wahrscheinlich erzeugt durch die Wechselwirkung anderer Parallelwelten) ...

dann beschreibt er dieses Szenario wie folgt weiter

"Zapp und Tot" = Wenn unser Universum in einem ganz bestimmten Vakuumzustand wäre, dann würde irgendwann folgendes passieren = An irgendeinem Punkt im Universum würde ein Vakuumbereich durch ein Tunnelprozess plötzlich in den Grundzustand übergehen und die Bereiche um sich herum mitreißen... sobald sich einmal so eine Vakuum-Blase gebildet hat, breitet sich die Front mit Lichtgeschwindigkeit aus und vernichtet dabei alles was existiert ... dieser Tot würde uns in Lichtgeschwindigkeit treffen und wir als Mensch hätten nicht mal die Zeit um überhaupt zu verstehen was da gerade abgeht.

darum frage ich mich = könnte es eventuell so eine Vakuumblase sein? ist der helle Fleck so etwas wie der Anfang vom Ende? :? ... naja, uns solls in diesem Leben wohl egal sein denk ich mir.
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Montag, 22. Mai 2017, 14:43

@ Eldorado

Zitat

darum frage ich mich = könnte es eventuell so eine Vakuumblase sein? ist der helle Fleck so etwas wie der Anfang vom Ende? :? ... naja, uns solls in diesem Leben wohl egal sein denk ich mir.


Nur mal so als doofen Einwurf: Wenn das so eine Vakuumblase sein sollte, sie sich mit Lichtgeschwindigkeit ausdehnt und wir sie sehen können, müsste sie dann nicht bereits da sein; ergo, müssten wir dann nicht bereits vakuumisiert worden sein?
perinde ac cadaver

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Montag, 22. Mai 2017, 15:18

@Knurzhart ... wenn wir mit Teleskopen ins Weltall schauen dann basiert das was wir dann erblicken eh alles auf Vergangenheit .... würde man uns (nur mal so angenommen) die Sonne klauen, kämen wir hier auf Erden erst ca. 8 Minuten später dahinter, ohne vorab eine Veränderung wahrgenommen zu haben (jetzt rein auf das Sehen bezogen) ... warum soll also dieser Fleck nicht der Beginn von irgendetwas sein, was für die Erde Jahrmillionen später Auswirkungen haben könnte?! ... aber theoretisch könnte so ein Untergansszenario jeder Zeit passieren und wir bekämen es nicht mal mit, da der Vorgang schneller wäre als unser Verstand denken kann.
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Montag, 22. Mai 2017, 15:29

@ Eldorado

Zitat

würde man uns (nur mal so angenommen) die Sonne klauen, kämen wir hier auf Erden erst ca. 8 Minuten später dahinter, ohne vorab eine Veränderung wahrgenommen zu haben (jetzt rein auf das Sehen bezogen)


Wenn die Sonne plötzlich verschwindet, bemerken wir es erst 8 Minuten später, vorher ist, obwohl die Sonne weg ist, noch alles in Butter. Dasselbe gilt für deine Vakuumblase, sofern sie sich ebenfalls mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet. Wir bemerken sie nicht, bis wir sie sehen, denn dann hat sie uns ebenfalls erreicht und ist dann dabei ihre Wirkung zu entfalten.

Deine Festlegung, die Blase breite sich mit Lichtgeschwindigkeit aus, führt ganz einfach dazu. Ankunft und Wirkung sind damit gekoppelt. Wäre die Vakuumblase langsamer als das Licht, könnte man sie erst sehen und dann spüren.
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Eldorado

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Montag, 22. Mai 2017, 21:37

@Knurzhart .....mit deiner Aussage bin ich konform, es kann noch keine Vakuumblase mit Lichtgeschwindigkeit sein, das wäre unlogisch und war von mir auch nicht so beschrieben .... wie ein Vulkan auf Erden vorher seine Rauchzeichen gibt, um irgendwann auszubrechen, so könnte der Fleck ja ein Anfangsprozess sein, der sich dann mit der Zeit ausbreitet und erst dann zu dieser Blase wird .... bei einem Vulkanausbruch sprechen wir da über Jahre der ersichtlichen Vorzeichen, bei einer Vakuumblase könnte der Prozess eventuell von unserer Zeitrechnung ausgehend Jahrmillionen andauern bevor sie ihr zerstörerisches Werk beginnt ... und das meinte ich ja damit, das dieses Szenario uns zu jeder Zeit treffen könnte.
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Manetuwak

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Dienstag, 23. Mai 2017, 10:41

könnte es eventuell so eine Vakuumblase sein? ist der helle Fleck so etwas wie der Anfang vom Ende? :?


Denkbar, jedoch weisen die Daten nicht darauf hin, dass sich diese Anomalie ausdehnt. Zudem müsste sich eine Spektralverschiebung an den umliegenden Objekten messen lassen, entweder der Klassiker, die Rotverschiebung, oder eben, wenn es auf uns zu käme und die Raum-Zeit staucht, eine Blauverschiebung.

Wenn das so eine Vakuumblase sein sollte, sie sich mit Lichtgeschwindigkeit ausdehnt und wir sie sehen können, müsste sie dann nicht bereits da sein; ergo, müssten wir dann nicht bereits vakuumisiert worden sein?


Korrekt. Können wir sie sehen, hat uns das Licht bereits erreicht und insofern Eldorado hast du zwar grundsätzlich recht, wir schauen de facto in die Vergangenheit, dennoch hat uns das Licht bereits erreicht, denn sonst könnten wir es nicht sehen.

kämen wir hier auf Erden erst ca. 8 Minuten später dahinter, ohne vorab eine Veränderung wahrgenommen zu haben (jetzt rein auf das Sehen bezogen)


Meine Aussage ist mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch, also gilt nachstehendes mutmaßlich nicht mehr.
Auf das Sehen bezogen richtig aber ich werfe mal in den Raum, dass die Sonne als gravitativer Angelpunkt verlorgen ginge und es wird angenommen, dass sich gravitative Effekte schneller als das Licht ausbreiten. Gravitation ist keine Strahlung sondern die Wirkung einer x-beliebigen Masse.
Sonne weg => alle Planeten, Kometen, Monde etc. laufen im All amok, taumeln, stoßen zusammen und so weiter. Sie würden ad hoc nicht mehr ihre Bahn halten können, den Drehimpuls um die eigene Achse sicherlich und eventuell auch ihre momentane Ausrichtung im Raum (damit meine ich bspw. die geneigte Erdachse).
Sowas wurde doch bestimmt schon mal simuliert, oder? *such*


Wäre die Vakuumblase langsamer als das Licht, könnte man sie erst sehen und dann spüren.


Das wirft die Frage auf, warum das so sein sollte. Damit meine ich, dass es im All nicht viel gibt, dass eine einmal losgetretene Stoßwelle bremst. Deshalb sollte sich eigentlich mit der Stoßfront der Welle bereits alles erledigt haben. Der initiale Impuls wird nicht gestört, zumindest nicht nennenswert. Ich bezweifle daher, dass wir das mit bekämen.



Bei Temperaturen von minus 270,43 Grad Celsius, also nur wenige Grad über dem absoluten Nullpunkt, weist dieser Mikrowellenhintergrund verschiedene Anomalien auf – darunter auch einen auffallenden „kalten Fleck“ (s. Abb. o.). Diese Region ist 0.00015 Grad kälter als ihre Umgebung und wurde bislang mit einer viele Milliarden Lichtjahre durchmessenden nahezu leeren Blase im Universum zu erklären versucht, in der es nur sehr wenige Galaxien geben soll (…GreWi berichtete).

Wir sprechen hier im Übrigen über eine Abweichung, die gerade einmal 0,000055% beträgt. Ich habe die Quelle nun noch nicht gelesen aber mich interessiert gerade der Fehlerbereich um den im Text angegebenen Wert von 270,43 °C. Ein kurzer Blick auf die weiterführenden Quellen zeigt, dass es um µK geht. Das ist schon Wahnsinn, keine Frage und bei allem Interesse das ich in diesem Feld an den Tag lege ist es nach wie vor so, dass ich dort absolut an meine Grenzen stoße. Ganz besonders dann, wenn ich dieses Foto der kosmischen Hintergrundstrahlung sehe und für mich als Laie dort noch ganz, ganz viele andere Stellen zu erkennen sind, welche in meinen Augen mindestens genau so blau dargestellt werden. Klar braucht man in diesem Fall also die Zahlen und nicht das bunte Bild aber ich würde zu gerne mal die Zahlen sehen, welche auf die übrigen blauen Flecken zu treffen. Naja...whatever...Vanitas miteinander :) :winks:

Edit: Danke Knurzhart. Ich hab's mal gleich zitiert und unten fett markiert.
"
"Gravitation und Relativitätstheorie
→ Hauptartikel: Aberration (Gravitation)

Parallel zu den Entwicklungen zur Elektrodynamik versuchten verschiedene Physiker zwischen 1870 und 1910, auch die Gravitation als Nahwirkung zu beschreiben. Schließlich gelang Albert Einstein mit der Allgemeinen Relativitätstheorie die Formulierung einer solchen Theorie, welche die Lichtgeschwindigkeit als Ausbreitungsgeschwindigkeit beinhaltet. Im hypothetischen Beispiel mit der verschobenen Sonne würde sich also die Gravitationswirkung auf die Erde erst nach ca. 8 Minuten ändern – also nach der Zeit, die das Licht von der Sonne zur Erde benötigt. Wir würden daher insbesondere nichts von der Verschiebung spüren, bevor wir sie nicht auch sehen.

Die Berechnung von Planetenbahnen um die Sonne mit diesem „retardierten Potential“, wie es in der Physik genannt wird, ergibt allerdings keine exakte Ellipse, sondern eine Spirale, die nach vielen Umläufen in der Sonne endet. Der größte Anteil dieses Effekts wird in der Allgemeinen Relativitätstheorie durch den gravitomagnetischen Effekt kompensiert.

Der verbleibende Energieverlust des Planeten wird mit einer Aussendung von Gravitationswellen erklärt. Für Planeten wäre die Abweichung von der Ellipsenbahn zu klein, um beobachtet zu werden. Bei hinreichend massereichen Objekten sollten sie jedoch zu beobachten sein. Ein direkter experimenteller Nachweis von Gravitationswellen fehlt bislang jedoch. Ein indirekter, rechnerischer Nachweis der Gravitationswellen durch Russell Hulse und Joseph Taylor zeigt genau diesen Effekt: Die Pulsare des Doppelpulsars PSR 1913+16 kreisen in einer Spiralbahn umeinander, was zu einer messbar zunehmenden Umlauffrequenz führt.

Schon Maxwell ging davon aus, dass sich Felder mit endlicher Geschwindigkeit ausbreiten. In seiner Relativitätstheorie zeigte Albert Einstein schließlich, dass sich keine effektiven Wirkungen, also auch keine Felder und Kräfte, schneller als das Licht ausbreiten können. Eine instantane Wirkung über beliebige Entfernungen ist demnach unmöglich."
Vanitas vanitatum

Memento mori

Mors certa hora incerta

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Manetuwak« (23. Mai 2017, 11:55)


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Dienstag, 23. Mai 2017, 11:01

@Manetuwak

Zitat

ich werfe mal in den Raum, dass die Sonne als gravitativer Angelpunkt verlorgen ginge und es wird angenommen, dass sich gravitative Effekte schneller als das Licht ausbreiten.


Hier lässt sich streiten.

Ich gehe davon aus, dass die Ausbreitung sämtlicher Informationen, auch die Gravitation durch die Lichtgeschwindigkeit begrenzt ist. Aber da kann uns der Physikspezialist Vargo validere Informationen liefern.



Zitat

Sowas wurde doch bestimmt schon mal simuliert, oder? *such*
Bei Wikipedia ist das Problem auch unter dem Begriff Aberration angerissen. Direkte Messungen sind laut Wiki strittig, deshalb gilt noch die Relativitätstheorie Einsteins, dort ist's durch c begrenzt.
perinde ac cadaver

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Dienstag, 23. Mai 2017, 22:25

Zitat von »Knurzhart«

Physikspezialist Vargo


Naja, das will ich so nicht stehen lassen. Bin selber noch Anfänger in dem Bereich und mache Fehler oder habe falsche Ansätze. ;)

Wie schon hier beschrieben ist nach jetzigem Stand der Dinge die Lichtgeschwindigkeit die absolute Obergrenze. Selbst die Gravitationswellen bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit meines Wissens. Auch muss man sagen, dass die Gravitation noch gar nicht richtig verstanden wird. So fehlt zum beispiel der Nachweis des Trägerteilchen für die Gravitation, das Graviton. Auch ist es noch nicht gelungen, die 4 Grundkräfte miteinander zu verbinden, wobei sich besonders die Gravitation als schwer verbindbar herausstellt (bis dato konnten nur der Elektromagnetismus, was laut meinem Physik Prof nebenbei erwähnt auch die am besten verstandene Fundamentale Wechselwirkung ist, und die schwache Wechselwirkung zu verbinden). Was bekannt ist, ist das Gravitation auf Licht einen Einfluss hat. Photonen werden durch die Gravitation abgelenkt, was man am Gravitationslinseneffekt sehen kann. Aber allgemein hat die Gravitation noch viele offene Fragen.

Zitat von »Manetuwak«

Wir sprechen hier im Übrigen über eine Abweichung, die gerade einmal 0,000055% beträgt. Ich habe die Quelle nun noch nicht gelesen aber mich interessiert gerade der Fehlerbereich um den im Text angegebenen Wert von 270,43 °C.


Also auf der Seite vom Max-Planck Institut für Radioastronomie in Bonn steht etwas von 2,725 ± 0,002 Kelvin. Auf Wikipedia habe ich auch einen Bericht zum CMB Cold Spot gefunden, wo es heißt, dass die übliche Mittelwert der Temperaturschwankungen im CMB bei 18 µK liegt, beim Kalten Fleck die Abweichung aber 70 µK beträgt, was doch schon eine ordentliche Abweichung ist. Ich hatte diesen Artikel in der Tat sogar schon vor einiger Zeit mal gelesen, aber da ging man wohl noch von einem Void, also einem Bereich mit sehr geringer Materie aus (wie es auf dem deutschen Wikipedia Artikel ja noch so beschrieben ist), weswegen er für mich nicht so interessant war.

Habe heute auch vor der Astronomievorlesung mit einem Kommilitone darüber diskutiert. Wir beide halten die Theorie von der Universumskollision für gewagt, aber durchaus interessant. So kam die Idee auf, dass in der Entstehung des Universums ein anderes, das sich nur minimal danach bildete, eingeschlossen wurde. Aber das war nur eine (weit hergeholte) Theorie. Leider bin ich nicht dazu gekommen meinen Dozenten mal darüber zu befragen. Eventuell kann ich das aber noch nachholen.
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