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Knurzhart

Geisterjäger

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1

Sonntag, 2. Juli 2017, 20:03

Gleichgeschlechtliche Ehe: Ehe für Alle

Der 30.06.2017 war ein bedeutender Tag für die Bundesrepublik Deutschland, denn während der 244. Plenarsitzung des Bundestages wurde gegen 8:50 Uhr der Gesetzesentwurf für das Recht auf Eheschließung für Personen mit gleichem Geschlecht mehrheitlich angenommen. Es waren 623. Abgeordnete anwesend um ihre Stimme geltend zu machen und um diese symbolträchtige Abstimmung zu untermauern verlief sie sogar namentlich.

Angela Merkel entschied sich übrigens gegen diesen Gesetzesentwurf.

Achja, da war noch was kleines direkt im Anschluss. Der Gesetzesentwurf zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken (NetzDG) wurde ebenfalls beschlossen. Augenscheinlich knappe 40 Leute waren noch anwesend. Die Linke stimmte geschlossen dagegen, die Grünen enthielten sich mehrheitlich und die SPD und die CDU stimmte mehrheitlich dafür.

Ist der Bundestag mit eindeutig weit unter 100 Leuten überhaupt beschlussfähig? -> klick mich!



244. Plenarsitzung
irgend nen Artikel der Faz.net zum Ehegesetz
Wiki Artikel zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz
Die Fassung des NetzDG, über die in der 244. Plenarsitzung abgestimmt wurde

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Knurzhart« (2. Juli 2017, 20:10)


Rônin

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2

Sonntag, 2. Juli 2017, 21:29

Historisch. Taiwan kam uns nen Monat zuvor. Als nächstes bitte Gras entkriminalisieren, und Deutschland ist gefühlt im späten 20. Jahrhundert angekommen.
Merkel ist aalglatt; dagegen stimmen, aber halt die Abstimmung in die Wege leiten und alles - sodass sie sich im Idealfall bei niemandem für die Wahl Minuspunkte einsammelt. So war der Plan; ging aber nicht ganz auf. Viele haben jetzt gemerkt, dass Merkel halt nicht ganz so liberal ist wie sie wegen ihrer Flüchtlingspolitik wirkt, und die CDU trotzdem noch im Spektrum rechts der Mitte steht, wenn auch mittlerweile weniger weit als die meisten anderen starken Parteien.
Nicht begeistert waren ja v.a. die Pappnasen von CDU/CSU und AfD.

War irrsinnig lange überfällig; zuletzt waren 83% der Deutschen für die Ehe für Alle. Man bedenke btw, dass die AfD vorgeblich für Volksabstimmungen einsteht; aber halt praktischerweise nur dann, wenns um Themen geht, bei denen man den Leuten leichter Fehlinfos zufüttern und sie wütend machen kann.
Im Bundestag stimmten 63% dafür. Also ne, gar so ganz spiegelt dieser sein Volk nicht wieder. Gefeiert wurde in den sozialen Netzwerken hoffnungsfroh aber bereits am Vortag, weil großes Vertrauen bestand.
"I knew this day would come. Now that it's here, it seems so sudden, and at the same time as if it took forever.
I know this opponent well..."

Knurzhart

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3

Dienstag, 4. Juli 2017, 23:15

In dem Video der Plenarsitzung gab's vor der eigentlichen namentlichen Abstimmung ne Abstimmung per Handzeichen, bei der ersichtlich war, wie die Stimmenverteilung ausschauen wird.
Merkel wusste also, dass die endgültige Wahl zugunsten des Gesetzesentwurfs ausgehen wird aber sie wusste auch, dass die CDU/CSU zum Großteil, ich habe irgendwo 75% gelesen, dagegen gestimmt hat. Ich glaube Merkel lässt sich nicht in liberal oder konservativ einteilen, dafür ist sie zu opportunistisch. Womit sie allerdings zu kämpfen hat, auch aufgrund ihrer Flüchtlingspolitik, ist mit dem Rückhalt ihrer Partei, weswegen sie mehr oder weniger gezwungen war, gegen den Entwurf zu stimmen. Wählerstimmen für ihre Kanzlerwahl hat sie damit sicherlich eher verloren.

Ich wäre ja sogar für eine Abschaffung der gesetzlichen Ehe. Wer braucht das heutzutage noch? Wer dann aber doch noch einen sentimentalen Wert in der Ehe sieht, kann ja in die nächste Kirche latschen und kriegt dann ein hübsches Papier auf dem "Ehe" steht oder diese Leute können sich selbst sowas ausdrucken und an die Wand hängen oder so. Die Bindung an den Partner sollte zumindest meiner Meinung nach nicht von so einem Konstrukt abhängig sein und das gilt für Heteros, wie Homos.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Knurzhart« (4. Juli 2017, 23:52)


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