Du bist nicht angemeldet.

Knurzhart

Geisterjäger

  • »Knurzhart« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 807

Registrierungsdatum: 5. Juni 2015

Wohnort: rechts oben, neben Polen

Danksagungen: 311

  • Private Nachricht senden

1

Samstag, 29. Juli 2017, 23:08

Genetische Scheibe von Kolumbien

Der Titel lässt's vermuten, ich versuche nen paar Informationen zur sogenannten "genetischen Scheibe" zu geben, zum einen, damit des Ding nen Thema kriegt (falls es schon eins gibt, sorry) und vielleicht kann auch noch jemand Informationen bezüglich dieses Artefakts und den beteiligten Personen liefern.

In Kolumbien wurden ab den 1970er Jahren während Straßenarbeiten aber auch bei der Feldarbeit durch ansässige Menschen immer wieder archäologische Artefakte gefunden. Ein besonderes Fundstück war eine Scheibe, die irgendwo nördlich von Bogota entdeckt wurde. Diese Scheibe gelangte dann irgendwie in die Hände eines Jaime Gutierrez-Lega, der wiederum diese Scheibe aber auch andere ähnliche Artefakte dem Klaus Dona zukommen ließ.

Kommen wir zur Scheibe:

Das Artefakt ist ein scheibenförmiger, kreisrunder Stein mit einer Vielzahl beidseitig eingravierter Piktogramme. Sie hat einen Durchmesser von 22 oder 27 cm, meine Quellen waren da uneins und sie wiegt 2 Kilogramm. Sie besteht aus einem Material namens Lydit, zumindest sagt der Dona das, der diese Information wiederum auch von dem Herrn Gutierrez hat. Nach der Vermutung Donas muss die Scheibe und ähnliche Funde in eine Zeit von vor 6000 Jahren datiert werden, da sie keinen Fundstücken bekannter prä-kolumbianischer Kulturen entsprechen und damit zwingend älter als die Funde der bisher ältesten bekannten prä-kolumbianischen Kultur sein müssen.

Was die Scheibe nun aber besonders interessant macht, sind die Darstellungen.

Auf der einen Seite ist mit wenig Phantasie sone Art geschlechtliche Fortpflanzung und Embryonalentwicklung erkennbar. Die andere Seite zeigt weitere Darstellungen irgendwelcher Organismen oder Entwicklungsstadien derer aber eben auch Darstellungen die sich als Zellen mit deren Kompartimenten interpretieren lassen. Das macht dieses Artefakt so interessant, das Zellinnere ist nämlich nur mithilfe mikroskopischer Systeme erkennbar, die erst im 17. Jahrhundert in Europa entwickelt wurden.

Das wirft die Frage auf, wie solche augenscheinlichen Darstellungen von Zellkompartimenten auf eine mutmaßlich mehrere tausend Jahre alte Scheibe gelangen?

Hier ein paar Bilder der Scheibe

http://files.abovetopsecret.com/files/img/fp4eadd1bf.JPG
http://files.abovetopsecret.com/files/img/mx4eadbd88.jpg

Und ein anderes Objekt der Kollektion

http://ancients-bg.com/wp-content/uploads/2016/02/00183.jpg
http://ancients-bg.com/wp-content/uploads/2016/02/0028.jpg

Dona zur Scheibe und ähnlicher Fundstücke in einem Vortrag

https://www.youtube.com/watch?v=-32FTa_526k&t=6707s

Schlussendlich bleibt auch dieses Artefakt zweifelhaft. Zumindest ich konnte keine konkreten Angaben zum Fund ausmachen. Wie der Herr Gutierrez die Scheibe erlange ist mir auch fraglich und selbst bei den Aussagen Donas zur stofflichen Zusammensetzung der Scheibe kann man ihn nicht für bare Münze nehmen, denn die Untersuchungen sollen keineswegs ergeben haben, dass die Scheibe aus Lydit besteht, zumindest laut der Aussage der mutmaßlich untersuchenden Person Dr. Vera M. F. Hammer, die mit dem Ersteller dieses Artikels hier in Korrespondenz gestanden haben soll und mit einigen Behauptungen bezüglich dieser Scheibe aufräumte.

Der Prof. Gutierrez ist nebenbei auch Industrie-Designer und somit als Urheber der so toll ergonomisch geformten Artefakte aus Lydit denkbar. Vielleicht hat er sich ein wenig künstlerisch ausleben wollen? #whoknows

Der Dona erwähnt in dem Youtube-Link auch einen Rudolf Distelberger der irgend nen wichtiger Kunsthistoriker ist und scheinbar ernsthaft Interesse an der Scheibe hatte, zumindest legt das nen Zitat von ihm auf dieser Seite hier nahe: "Sie ist inhaltlich ein sehr kompliziertes Stück. Sollte sie gefälscht sein, so hätte der Fälscher mehr wissen müssen, als heute in der Forschung bekannt ist."

Der Dona ist ja selbst durchaus dafür bekannt steile Thesen zu vertreten, beispielsweise riesige Menschen in einer Höhle auf Kreta, die durch Psi-Kräfte vor dem betreten Unbefugter/Unwürdiger geschützt wird (Youtube-Link).
"We came, we saw, he died. *evil laughter*" - Hillary Clinton

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Knurzhart« (29. Juli 2017, 23:15)


Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Manetuwak (07.08.2017)

Tina

Lebendes Mysterium

    Deutschland

Beiträge: 4 672

Registrierungsdatum: 16. Dezember 2004

Wohnort: Mainz

Danksagungen: 824

  • Private Nachricht senden

2

Montag, 31. Juli 2017, 07:11

Interessant, das erste Mal, dass ich davon hoere. Hat denn schon irgendeine unabhaengige Stelle diese Funde untersucht? Auf den Bildern sieht's irgendwie sehr nach Plastik aus!
Tina

Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!

Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

Knurzhart

Geisterjäger

  • »Knurzhart« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 807

Registrierungsdatum: 5. Juni 2015

Wohnort: rechts oben, neben Polen

Danksagungen: 311

  • Private Nachricht senden

3

Montag, 31. Juli 2017, 10:25

Ich habe nichts Offizielles zu gefunden außer nen bisschen was auf der Seite hier , wo Klaus Dona ne Aussage in den Mund gelegt wird: “Geologists at the University of Bogotá date it to a prehistoric epoch. The most recent examinations were unable to find evidence of faking.”

Ich kann leider kein spanisch, kolumbianisch, südamerikanisch, whatever, um in dieser Sprache im Netz suchen zu können.
"We came, we saw, he died. *evil laughter*" - Hillary Clinton

Social Bookmarks

Counter:

Hits heute: 2 301 | Hits gestern: 5 132 | Hits Tagesrekord: 53 992 | Hits gesamt: 11 198 588 | Gezählt seit: 11. September 2011, 15:03