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Ungläubiger

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1

Sonntag, 1. Juli 2018, 22:58

Datierung von Fossilien

Hallo und guten Tag,

das hier ist mein erster Thread bei Euch. Und ich erhoffe mir, Antworten zu finden auf Fragen zu Dingen, die man nicht sehen kann oder wo es keine Zeitzeugen mehr gibt, die unmissverständlich klar machen - so war das. :D

Was mich nun zu dieser Frage trieb, ist ein schon lange anhaltender Streit zwischen den Anhängern zweier Theorien, die praktisch die Entstehung aller Materie begründen "sollen". Evolutionstheorie gegen Schöpfertheorie.
Denn die Evolutionstheorie beginnt zu wackeln, weil z.B. Funde in Form von Zwischengliedern der Arten nicht auftauchen. Es wird von den Gegnern der Evolutionstheorie mit wissenschaftlich anmutendem Eifer eine ganze Menge angezweifelt, wobei es sich meist um noch bestehende Ungereimtheiten handelt. Aber sehr heftig finde ich, wenn jegliche Datierungsmethoden stark kritisiert werden und ihnen kein Vertrauen entgegen gebracht wird.
Das würde bedeuten, dass der Großteil aller Wissenschaftler schludrig arbeitet und es nicht wirklich genau nimmt mit der Datierung.
Mir stellt sich dann auch die Frage: Werden wir alle belogen - oder wer bindet hier wem einen Bären auf - und wie dreist wäre das nebenbei bemerkt?

Wie Ihr schon erkennen könnt, gehe ich von dem Wahrscheinlichsten aus, was übersinnliche Kräfte erstmal ausklammert bei der Lösungssuche.

Ich bin gespannt, ob Euch das Thema interessiert und eventuell ein "ehrlicher" ;) Wissenschaftler dabei ist, der den ganzen Betrug aufdeckt, der ihm vorgeworfen wird seitens der Kreationisten und Freikirchler.

Liebe Grüße,
Jo

Knurzhart

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2

Montag, 2. Juli 2018, 11:28

Moin Du,

Wie genau lautet denn deine Frage?


Du gehst problematischer Weise, für jeden, der versucht deinem Ersuchen nachzukommen Antworten zu geben, direkt von der Hinführung:

Zitat

das hier ist mein erster Thread bei Euch. Und ich erhoffe mir, Antworten zu finden auf Fragen zu Dingen, die man nicht sehen kann oder wo es keine Zeitzeugen mehr gibt, die unmissverständlich klar machen - so war das. :D

zur Erläuterung der Frage:

Zitat

Was mich nun zu dieser Frage trieb, ist ein schon lange anhaltender Streit zwischen den Anhängern (…)



Die konkrete Frage bleibt aus, auch wenn sie thematisch aus deinem Beitrag hervorgeht.

Sei bitte so lieb und formuliere deine Frage aus.


Ungläubiger

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3

Montag, 2. Juli 2018, 11:52

Oh, entschuldigung! Habe ich mir schon gedacht, dass die eigentliche Frage bei meiner umständlichen Formulierung nicht klar hervor geht.
Also ich möchte gerne wissen, ob die gängigen Datierungsmethoden von sehr alten Fossilien (Dinosaurier und Co) vertrauenswürdig sind, somit eben auch die Publikation eines Fundes keine grobe Schätzung ist.

Ich will es hoffen, sonst würden wir alle ja an der Nase herumgeführt. Ich habe mich etwas verrückt machen lassen von den Zeugen Jehovas und YouTube-Videos, denke ich.
Ist die Fragestellung so ok?
Grüße,
Jo

Knurzhart

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4

Montag, 2. Juli 2018, 13:10

Okay, vertrauenswürdig ist eben so eine Sache, das liegt bei jedem selbst ob er den Messungen vertraut. Vertrauen ist auch so ein großes Wort, ich kann die Bestimmungen nachvollziehen und gehe pauschal erstmal von deren ungefähren Richtigkeit aus.

Zu den Datierungsmethoden:

Das ist hier nicht mit einem einfachen ja oder nein zu beantworten. Es gibt verschiedene Datierungsmethoden, mit unterschiedlicher Aussagekraft. Einige dienen zur direkten Altersbestimmungen andere zur Relativen.

Ein Problem ist es, dass so eine Datierung immer nur über indirekte Messmethoden erfolgen kann, die abgelaufene Zeit wurde nicht mit einer Stoppuhr gemessen, deshalb muss man sich auf andere Werte zur Bestimmung des Alters stützen.

Die C14-Methode ist beispielsweise ne häufig kritisierte Methode zur Altersdatierung. Aber zur Bestimmung für das Alter von organischen Proben bis zu einigen tausend Jahren ist sie recht verlässlich. Problematisch wird's mit einigen zehntausend oder mehr Jahren, weil es dafür keine Kalibrierungswerte gibt und zusätzlich geringe Schwankungen in der C14 Konzentration einen maßgeblichen Fehler verursachen. Das sind dann meist auch nur in der Literatur angegebene Schätzwerte mit auch meist großer Bandbreite. Es gibt auch noch weitere Methoden zur Altersbestimmung, eine nenne ich noch für relativ "junge" Proben, die meinem Fachbereich eher entspricht, die Aminosäuredatierung. Dazu kommen dann noch verschiedene stratigraphische Methoden. Im Idealfall und nach Möglichkeit werden mehrere Methoden zur Altersbestimmung durchgeführt und einander abgeglichen. Doof ist's allerdings, wenn sich diese Methoden auf dieselbe Kalibriermessung beziehen, was wiederum die Aussagekraft zerstören würde.

Für die Datierung von erdgeschichtlich altem Zeug, also auch Dinosauriern, werden als Grundlage radiometrische Messungen herangezogen. Darauf aufbauend gibt es dann auch die Bestimmung mit Leitfossilien und Co.

Wie C14 beruhen radiometrische Messungen auf radioaktivem Zerfall von Teilchen, der bei hinreichend großer Menge zerfallendem Materials mit einer konstanten Geschwindigkeit abläuft. Erstarrt ein Gestein werden die Konzentrationen sämtlicher darin enthaltener Elemente "fixiert". Allerdings zerfallen radioaktive Elemente weiterhin und aus dem Verhältnis der Zerfallsprodukte zum zerfallendem Element kann man das Alter des Gesteins ermitteln. Weil die Mengen an radioaktiven Isotopen meist gering sind und die Halbwertszeiten sehr groß, sind die Methoden recht störanfällig, darüber hinaus aber potenziell sehr genau. Alle diese Methoden gehen allerdings davon aus, dass die Bedingungen sich im Verlauf der Zeit nicht geändert haben, dass es keine Kontamination oder Auslösungen der enthaltenen Stoffe gab etc. Da muss man einfach von ausgehen, auch wenn man schon die Möglichkeit hat, mit anderen Methoden die Datierungen zu überprüfen. Es bleiben aber immer indirekte Messmethoden.

Was ich zum Ausdruck bringen wollte, es gibt eine Vielzahl an Messungen und Methoden, mit denen die Messwerte überprüft werden. Nicht nur den einen Wert, der alleinstehend natürlich zu kritisieren wäre oder ist, sollte es so sein.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Knurzhart« (2. Juli 2018, 13:23)


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5

Montag, 2. Juli 2018, 14:12

Prima, vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung, welche Methoden es gibt und wie sie angewendet werden.

Wenn es um Zeiträume von hunderten von Millionen Jahren geht, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es + - 10% Abweichung hinhaut mit nur einer Messmethode oder der Annahme, dass ein Stoff immer mit gleicher Halbwertzeit zerfällt. Aber sind deshalb alle Wissenschaftler Betrüger oder besteht eine Verschwörung an den Universitäten, welche die Evolutionstheorie lehren.

Und weil ich denke, dass da vernünftig Wissenschaft betrieben wird ohne "Och joo, könnte so und so alt sein...",weil es einem Archäologen so in den Kram paßt und seine Karriere vorantreibt.
Aber wieso wird die Datierung so stark angezweifelt, sodaß man den Dinosauriern höchstens ein Alter von 100.000 Jahren zugesteht.
Zudem gab es Funde mit weichem Gewebe.
Ok, ist ein anderes Thema. Ich habe jetzt verstanden, dass man zweifeln darf. Aber so, wie es Gegner der Evolutionstheorie tun, das unterstellt der Wissenschaft gezielten Betrug, um etwas zu vertuschen. Das ist extrem verrückt.

Knurzhart

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Montag, 2. Juli 2018, 20:01

Ausführlich war mein Beitrag ganz und gar nicht, ich wollte mich im Gegenteil kurz fassen aber gut wenn's zumindest verständlich war.

Zitat

Aber sind deshalb alle Wissenschaftler Betrüger oder besteht eine Verschwörung an den Universitäten, welche die Evolutionstheorie lehren.
Von einer Verschwörung auszugehen ist schon ziemlich hoch gegriffen aber schwarze Schafe, die nicht der Wahrheitsfindung gerecht werden wollen und aus Eigennutz handeln, gibt es überall, auch in der Wissenschaft und auch in wichtigen Positionen.



Zitat

Aber wieso wird die Datierung so stark angezweifelt, sodaß man den Dinosauriern höchstens ein Alter von 100.000 Jahren zugesteht.
Weil im Internet einfach alles angezweifelt wird. Sieh es wie ne Abwandlung der "Rule 34": "There is a conspiracy of it."


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Knurzhart« (2. Juli 2018, 20:17)


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Dienstag, 3. Juli 2018, 00:23

Habe mir das Isotop C14 und das Element C sowie N (Stickstoff) in Bezug auf Datierung über Quellen im Internet etwas näher angeschaut.
Das ist wirklich eine geniale Idee, wenn auch von vielen Faktoren abhängig, die zunächst geprüft werden müssen, um verlässliche Ergebnisse zu bekommen.
Scheint bisher die beste Methode zu sein, wenn man gewissenhaft vorgeht und viel Erfahrung darin hat.
Werde mich mal weiter damit befassen.

Dank Dir, Du hast den Anstoß dazu gegeben.

Rônin

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Mittwoch, 4. Juli 2018, 15:16

Btw kann man das Alter eines lebenden Menschen auch mit der Radiokarbonmethode bestimmen. Noch.

Nuclear Bombs Made It Possible to Carbon Date Human Tissue
But there’s a catch. Once carbon-14 levels return to their baseline level, the technique becomes useless. Scientific American explains that “scientists only have the opportunity to make use of this unique form of carbon dating for a few more decades, before C 14 levels drop to baseline.” Which means that if they want to use the technique, they’ve got to act fast. Unless there are more atomic bombs, and nobody really wants that.
https://www.smithsonianmag.com/smart-new…issue-20074710/
"I knew this day would come. Now that it's here, it seems so sudden, and at the same time as if it took forever.
I know this opponent well..."

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Mittwoch, 4. Juli 2018, 22:14

Sehr interessant. Da hat man buchstäblich einen Zeitmarker gesetzt auf so eine schändliche Weise, der in ferner Zukunft lesbar sein wird in den Funden.
Aber ehrlich gesagt wird seit gut hundert Jahren alles fleißig dokumentiert und seit 20 Jahren digitalisiert, sodaß es der Nachwelt nicht mehr verloren geht. :P
Außer wir schaffen es, einen 3. Weltkrieg mit atomaren Waffen anzuzetteln. President Trump hat es ja gerade noch verhindern können. ;)

Davy Jones

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Donnerstag, 5. Juli 2018, 11:30

Zitat von »Ungläubiger«

Denn die Evolutionstheorie beginnt zu wackeln, weil z.B. Funde in Form von Zwischengliedern der Arten nicht auftauchen.
Sie sind ja aufgetaucht und tauchen auch noch immer auf.
Werden aber von den Kreationisten und anderen Evolutions-Gegnern ignoriert.
"Der Fehlende Missing Link" ist ein Argument, das schon im seit dem 18ten Jahrhundert nicht mehr gilt.
Trotzdem wird es immer feucht fröhlich wiederholt.

Zitat von »Ungläubiger«

Aber wieso wird die Datierung so stark angezweifelt, sodaß man den Dinosauriern höchstens ein Alter von 100.000 Jahren zugesteht.
Weil eine mehrere Millionen Jahre alte Erde nicht in die Bibel passt (und schon gar keine Milliarden Jahre alte).
Ganz einfach. In der Bibel steht wie die Welt geschaffen wurde und mit den Altersangaben der ganzen Typen aus dem alten Testament kann man zurück rechnen wann die Welt ungefähr erschaffen wurde. Raus kommen nach verschiedenen Rechnungen Erdenjahre im 5-stelligen Bereich. Da ist ein 65 Mio Jahre alter T-Rex.....unpraktisch.
Ergo muss ja der T-Rex lügen, denn die Bibel tut es ganz bestimmt nicht. ;)


Zitat von »Ungläubiger«

Zudem gab es Funde mit weichem Gewebe.
Nein, nicht von Dinosauriern.
Es gibt den berühmten Moa-Fuß, an dem noch gut Fleisch hing. Dieser wurde aber von einschlägigen Seiten (Kreationisten) direkt als Dinosaurier-Fuß deklariert weil das ja so schön zu ihren Vorstellungen passt.
Der Moa ist aber eben kein Dinosaurier und auch nicht vor 65 Mio Jahren ausgestorben, sondern erst im 14ten Jh. (meine ich jetzt so aus der Hüfte geschossen) - das ist quasi gestern. Der Fuß ansich war "nur" mehrere wenige Tausend Jahre alt. Natürlich auch eine Sensation.
Aber eben nichts, was die Datierung der Dinosaurier entkräftet.

lg Davy
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Donnerstag, 5. Juli 2018, 18:43

Hallo, Davy!
Sie sind ja aufgetaucht
Genau diese "Zwischenarten", sind es wirklich welche, werden als neue, fertigausgebildete Arten akzeptiert von den Evo-Gegnern.
Es wird nur als eine Evolution in der Art angesehen, jedoch nicht artübergreifend.
Z.B. ein Gleithörnchen würde ich tatsächlich nur als Evolution in seiner Art betrachten.
Ein Wal könnte eine Zwischenart sein auf dem Weg zu einer neuen Spezies - da muss man noch abwarten. :D

Ferner wird gesagt, es fehlen ja Tiere mit halbevolvierten Organen -- wären die überhaupt lebensfähig? :?

Hierzu gibt es ein Video, wo ein Herr Seiler einen Vortrag hält mit dem Namen "KRITIK AN DER EVOLUTIONSTHEORIE"
Der Vortrag macht einen professionellen Eindruck, denn dieser Mann scheint sich bestens auszukennen
mit biologischen und physikalischen Zusammenhängen.
Ich war stellenweise von seiner intellektuellen Argumentation so geblendet, dass mir Zweifel kamen
an meinem Weltbild, das einen Schöpfer für unwahrscheilich hält.

Also wenn Ihr Zeit und Lust habt, dann schaut selbst, wie einige Wissenschaftler, in diesem Fall
ein Biologe nicht ohne den Parameter "Gott" forschen können.
https://www.youtube.com/watch?v=Cm4yHHaR9e8
Ergo muss ja der T-Rex lügen
Auch da ist man konsequent und sagt, dass die Fossilien eine Prüfung von Gott sind.

Da habe ich keine Worte mehr, wie hinterhältig ist das denn. :shock:
Es gibt den berühmten Moa-Fuß
Das hat Herr Seiler dann wohl nicht erkennen können, denn der Fund wird auch in seinem Vortrag behandelt. Ein Dinofund angeblich, der mit der C14 geprüft wurde.
Meine Güte, der Mann ist wirklich hochintelligent, aber er besitzt das Gottesgen.
Liebe Grüße,
Jo

Davy Jones

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Freitag, 6. Juli 2018, 12:41

Genau diese "Zwischenarten", sind es wirklich welche, werden als neue, fertigausgebildete Arten akzeptiert von den Evo-Gegnern.
Es wird nur als eine Evolution in der Art angesehen, jedoch nicht artübergreifend.
Z.B. ein Gleithörnchen würde ich tatsächlich nur als Evolution in seiner Art betrachten.
Ein Wal könnte eine Zwischenart sein auf dem Weg zu einer neuen Spezies - da muss man noch abwarten.
Du hast hier einen komplett falschen Ansatz.
Eine Zwischenart, so wie du es definierst gibt es nicht. Jede Art ist fertig und dann auch wieder nicht. Das ist ein fließender Prozess.
Die Evolution ist ja kein Bauplan, der auf was hinarbeitet. Das ist ja das Problem, warum die Kreationisten und IntelliDesigner da nicht mit klar kommen.

Dein Beispiel mit dem Wal: der ist keine Zwischenart. Der ist ne Art. Genau wie der Ambulocetus eine Art war (noch mit Beinen), und der Basilosaurus (komplett Aquatisch aber ohne Speckschicht). Man kann hier den Weg zum heutigen Wal verfolgen. Das heißt aber nicht, dass der heutige Wal damals schon das Ziel war und alle anderen nur Zwischenarten.
Diese "Ziel"-Vorstellung ist falsch.

Ferner wird gesagt, es fehlen ja Tiere mit halbevolvierten Organen -- wären die überhaupt lebensfähig?
Genau das Gleiche in Grün.
Es gibt keine "halbentwickelten" Organe. Nur wenn du sie heute mit einem komplexeren Organ vergleichst kann dir dieser Vergleich einfallen. Es ist aber eher eine sprachliche Angelegenheit, als eine physische.
Jedes Organ eines Überlebensfähigen Wesens ist voll entwickelt. Nur halt nicht so komplex wie das anderer Arten.
Der Mensch hat im Laufe seiner Entwicklung immer längere beine bekommen. Das heißt aber nicht, dass die beine von früheren Hominiden wie Australopithecus Halbentwickelt waren. Sie waren einfach nur kürzer.

Hierzu gibt es ein Video, wo ein Herr Seiler einen Vortrag hält mit dem Namen "KRITIK AN DER EVOLUTIONSTHEORIE"
Der Vortrag macht einen professionellen Eindruck, denn dieser Mann scheint sich bestens auszukennen
mit biologischen und physikalischen Zusammenhängen.
Nein, tut mir leid.
Ich habe mir das jetzt nicht voll angesehen, sondern mich durchgeskippt und hier und dort mal etwas zugehört. ABER: der Mann kennt sich nicht bestens aus. Eher gar nicht.
Seine Argumentationen beruhen auf falschen Annahmen. Entweder welchen, die wissenschaftlich schon seit einem Jahrhundert überholt sind (Typisch für Kreationisten sich nur auf alte wissenschaftliche Modelle zu berufen, da sie oft die neuen nicht kennen), oder aber er versteht die Vorgänge ganz falsch.

Guck mal in die Comments unter dem Video. Da waren schon einige dabei, die ihm falsche Tatsachen darlegen und aufdröseln.

[quote='Ungläubiger','index.php?page=Thread&postID=363278#post363278']Auch da ist man konsequent und sagt, dass die Fossilien eine Prüfung von Gott sind. [/quote]Ich kenne dieses Argument. Mal sind sie als Prüfung von Gott vergraben, mal als Täuschungsversuch vom Satan.
Für mich ist das einfach nur eine billige Ausrede. Gottes Wege sind halt unergründlich.........

Edith:
Btw. wäre das hier nicht eher ein Thema für den Paläo-Bereich?
Archäologie ist ja mehr mit Fundstücken Menschlicher Kulturgeschichte beschäftigt, nicht mit Fossilien.
Wie sieht es aus, Mods? Verschieben?

lg Davy
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Freitag, 6. Juli 2018, 18:07

Eine Zwischenart, so wie du es definierst gibt es nicht. Jede Art ist fertig und dann auch wieder nicht. Das ist ein fließender Prozess.
Kann man es dann als Stadium einer Entwicklung bezeichnen, weil es keinen Anfang und kein Ende gibt. Aber wovon, das Kind braucht einen Namen.
Dein Beispiel mit dem Wal: der ist keine Zwischenart. Der ist ne Art. Genau wie der Ambulocetus eine Art war (noch mit Beinen), und der Basilosaurus (komplett Aquatisch aber ohne Speckschicht). Man kann hier den Weg zum heutigen Wal verfolgen. Das heißt aber nicht, dass der heutige Wal damals schon das Ziel war und alle anderen nur Zwischenarten.

Diese "Ziel"-Vorstellung ist falsch.
Das ist nicht so leicht zu verstehen. Sind denn Ambulocetus und Basilosaurus keine Entwicklungsstufen, wo dann irgendwann der Wal auftauchte, aber eben mit den Vorfahren Ambulocetus und Basilosaurus. Entwicklungsstufen = Stufen der Entwicklung dazwischen. Jeder hat Vorfahren, bei uns Menschen sind es offensichtlich die Affen. Von irgendwas stammt jedes Lebewesen doch ab?

Dass das Aussehen und die Beschaffenheit eines Lebewesens kein direktes Ziel ist, sondern eine durchsetzungsfähige Anpassung an seine Umgebung, verstehe ich natürlich.
Wenn man den Wal mal weiterdenkt - vieleicht entwickelt sich noch was in Form von besserer Kommunikation, Ortung oder Wahrnehmungsorganen. Auch der Körper könnte sich noch effektiver entwickeln, keine Ahnung :) aber irgendwas tut sich immer, wenn es auch ultralange dauert. Die Veränderungen sind, so glaube ich, bei den heutigen Arten nciht mehr so gravierend, denn der Lebensraum verändert sich in seiner Art ja auch kaum merklich. Wenn der Sauerstoffgehalt sich drastisch verändert in der Luft oder die Schwerkraft sich verringert, sind die Lebewesen gezwungen, sich anzupassen. Aber da sich nichts mehr ändert auf dem Planeten an seiner lebensfördernden Oberfläche, passiert in den Arten, die geistig unterbemittelt sind, kaum etwas.



Es gibt keine "halbentwickelten" Organe. Nur wenn du sie heute mit einem komplexeren Organ vergleichst kann dir dieser Vergleich einfallen. Es ist aber eher eine sprachliche Angelegenheit, als eine physische.
Ja, das konnte ich wirklich nciht begreifen, wie man auf so eine Idee kommen kann. Ergo muss ja schon alles in einer gewissen Qualität ausgebildet sein, damit ein Lebewesen lebt.
Das komische ist aber, wie kann so ein großer Entwicklungssprung stattfinden. Hierzu gibt es ja keine Funde, an denen man das erkennen kann.

Jedes Organ eines Überlebensfähigen Wesens ist voll entwickelt. Nur halt nicht so komplex wie das anderer Arten.

Nur wie hat sich das Organ zum Standpunkt "nicht so komplex" hinevolviert.
"Nicht so komplex" ist immer noch so komplex, dass es funktioniert.
Es muss diese Entwicklung gegeben haben, sonst würde es keine Organe.
Ich denke, dass der Vorläufer aller Säugetiere und den Dinos die Vorraussetzungen, also gut entwickelte Organe hatte.
Seine Vorfahren waren die Lebewesen, wo die Natur die Organe erfinden mußte - ohne Bauplan eine komplizierte Sache. :nerd:


Danke für's Verschieben. Bei so alten Knochen paßt es echt besser hier rein. :D

Estebenjo

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Samstag, 7. Juli 2018, 02:15



Zitat

Kann man es dann als Stadium einer Entwicklung bezeichnen, weil es keinen Anfang und kein Ende gibt. Aber wovon, das Kind braucht einen Namen.

Nein, es geht niemand hin und sagt das aus Tier A jetzt Tier B werden muss. Die Veränderungen sind genetisch so dermaßen minimal von Generation zu Generation, dass wie Menschen mit unserer sehr begrenzten Lebenszeit diese gar nicht wahrnehmen können. Es wird niemals ein Ende geben, es gab nur irgendwann mal einen Anfang. Somit auch kein Stadium einer Entwicklung, sondern nur ein fertiges Lebewesen, welches wenn es Glück hat seine Gene weit streut.

Zitat

Das ist nicht so leicht zu verstehen. Sind denn Ambulocetus und Basilosaurus keine Entwicklungsstufen, wo dann irgendwann der Wal auftauchte, aber eben mit den Vorfahren Ambulocetus und Basilosaurus. Entwicklungsstufen = Stufen der Entwicklung dazwischen. Jeder hat Vorfahren, bei uns Menschen sind es offensichtlich die Affen. Von irgendwas stammt jedes Lebewesen doch ab?
Nein, es war nicht von heute auf morgen plötzlich ein "moderner" Wal da. Ich würde dich bitten, dass was Davy Jones geschrieben hat genau zu lesen, er beschreibt es sehr gut. Als das Ambulocetus sich ins Wasser zurückgezogen hat, brauchte es seine Beine nicht mehr zu benutzen, somit haben diese sich von Generation zu Generation weiter zurück entwickelt - und jetzt das wichtigste, das hat Millionen von Jahren gedauert und ist auch nicht abgeschlossen, wird es auch niemals sein. Es gibt also kein dazwischen.

Der Mensch stammt vielleicht offensichtlich (!) vom Affen ab, aber genetisch haben die heutigen Affen und der Mensch lediglich den gleichen Vorfahren, den Australopithecus um genau zu sein. Jedes Lebewesen stammt zuerst einmal von seinen Eltern ab und hat eine minimale genetische Veränderung, bzw trägt Allele beider Elternteile, wobei eines dominant ist und den Phänotypen bestimmt. Unsere Eltern sind fertige Lebewesen, wir sind fertige Lebewesen, obwohl wir schon wieder anders sind, als unsere Eltern. Unsere Ur-Großeltern waren auch fertige Lebewesen, und Ur-Ur-Großeltern...und wenn ich jetzt vor das Ur-Großeltern noch ein paar Millionen Ur- dran hänge, dann waren das Australopithecus, welche auch fertige Lebewesen waren, aber nicht die gleichen genetischen Merkmale hatten und auch keine schlechteren, sondern einfach nur andere. Am Ende des Tages stammen wir alle von Einzellern ab und diese sind vielleicht aus anorganischer Materie entstanden.

Zitat

Wenn man den Wal mal weiterdenkt - vieleicht entwickelt sich noch was in Form von besserer Kommunikation, Ortung oder Wahrnehmungsorganen. Auch der Körper könnte sich noch effektiver entwickeln, keine Ahnung :) aber irgendwas tut sich immer, wenn es auch ultralange dauert. Die Veränderungen sind, so glaube ich, bei den heutigen Arten nciht mehr so gravierend, denn der Lebensraum verändert sich in seiner Art ja auch kaum merklich. Wenn der Sauerstoffgehalt sich drastisch verändert in der Luft oder die Schwerkraft sich verringert, sind die Lebewesen gezwungen, sich anzupassen. Aber da sich nichts mehr ändert auf dem Planeten an seiner lebensfördernden Oberfläche, passiert in den Arten, die geistig unterbemittelt sind, kaum etwas.
Auch hier denkst du am Anfang wieder an ein Ziel. Es gibt dieses Ziel aber nicht.

Der Lebensraum ändert sich immens aktuell und wir werden wahrscheinlich Zeuge eines der nächsten großen Massensterbens in der Erdgeschichte. Das Geschenk Gottes zerpflückt die Erde aktuell mit einer derartigen Geschwindigkeit, dass sehr viele Arten nicht die Zeit haben werden, sich daran anzupassen und uns verlassen werden.
Der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre hat sich zwar verändert, aber mit Sicherheit nicht drastisch, auch dass hat Millionen von Jahren gedauert und die Schwerkraft ändert sich schon mal gar nicht, die ist nämlich von der Gravitation abhängig und diese wird von der Masse der Erde bestimmt. Der Mensch kann aber die Bedingungen auf der Erdoberfläche in nicht mal 1000 Jahren so gravierend ändern, dass sich niemand mehr anpassen kann.
Geistig unterbemittelt? Ist das dein fucking ernst? Zuerst einmal ändert sich in jeder neuen Generation etwas, egal wie viel oder ob überhaupt kognitive Fähigkeiten gegeben sind. Gene verändern sich und wenn sie gut sind werden sie weiter gegeben, ansonsten halt nicht. Zweitens und was noch viel wichtiger ist. Alles was die Krone der Schöpfung bisher mit ihrer grandiosen Intelligenz für unsere Welt, besser gesagt unser Ökosystem getan hat, war bzw. ist dieses kontinuierlich zu zerstören. Was meinst du warum es drölfhundert Arten mit überdurchschnittlich ausgeprägten Augen gibt, aber nur eine Spezies mit überdurchschnittlich ausgeprägtem Verstand? Weil ein ausgeprägter Verstand dermaßen evolutionsfördernd ist? Wohl eher nicht


Zitat

Das komische ist aber, wie kann so ein großer Entwicklungssprung stattfinden. Hierzu gibt es ja keine Funde, an denen man das erkennen kann.
Es gibt noch immer keine Entwicklungssprung! Ich bitte dich erneut, dass was wir dir schreiben genau zu lesen. Ein Organ hat sich von Generation zu Generation entwickelt, in minimalen Schritten. Das war nicht von heute auf morgen da.

Und nein, es gab niemals einen Bauplan und es wird auch niemals einen geben. Es gibt Mutationen, welche etwas neues erschaffen und falls dieses Neue dabei hilft sich anzupassen, dann wird es übernommen, ansonsten stirbt man und es wird nicht übernommen. Oder kurz gesagt, der Zufall erschafft etwas und wenns passt, dann wirds genommen.

Zitat

"Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens


Wer weiß muss nicht glauben.

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15

Sonntag, 8. Juli 2018, 01:40

Dann streiche ich das Wort "zwischen" aus meinem Evolutions-Wortschatz. ;)


Ok, ich versuch das mal auf die Reihe zu kriegen

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- Stärke und Schnelligkeit oder Auffälligkeit in Form von Schmuck (Federkleid) oder
Gute Tarnung oder bessere Schutzschilde sind in der Tierwelt eine gute Vorraussetzung,
einen Partner zur Fortpflanzung zu finden.
Fortplanzung sichert Überleben. Überleben sichert Fortpflanzung.

- Eine Art bleibt bestehen, so lange sie sich auf dem Planeten behaupten kann.

- Mutationen bringen Dinge hervor, die sich als positiv erweisen, z.B einen Schutzschild oder Panzerung.

- Verbesserungen finden innerhalb der Lebensspanne eines Lebewesens statt, indem sich zum Beispiel Sehnen
und Knochen höherer Beanspruchung anpassen und dieses in der Genetik festgehalten wird als Anmerkung,
hier braucht's Nachbesserung, um den Ansprüchen gerecht zu werden.
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