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Ungläubiger

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Montag, 6. August 2018, 23:38

Friedliche Raubtiere

Hallo,

und wieder bringt jemand etwas durcheinander, was offensichtlich vollkommen klar ist.
Denn dass eine Katze ein Jäger ist, sieht man doch zumindest auf den zweiten Blick, wenn sie ihre Zähne zeigt und die Krallen ausfährt.
Aber hier in diesem Bericht wird zwischen den Zeilen erwähnt, dass Raubtiere einmal zahm waren und sich genausogut von Pflanzen ernähren können.
Genau so nen Schmu habe ich schon von den Zeugen Jehovas gehört, dass Raubtiere vor dem Einzug auf die Arche zahm waren.
Ja hat denn der Filmbeitragsersteller Edi Maurer die rosarote Bibelbrille aufgesetzt und nur das Paradies im Rückblick?

Komisch, dass in dem Beitrag meist nur kuschlige Tiere vorkommen. :D
Die Ernährungsweise räuberischer Insekten hat Herr Maurer links liegen lassen - ach ja, das sind ja auch keine Geschöpfe Gottes - die dürfen machen was sie wollen.
Und da gibt es noch die Gruppe der Aasfresser. Merkwürdig, dass alle fleischfressenden Tiere rein physisch auf das Fangen, Reissen, Zerkauen und Verdauen von Fleisch
eingerichtet sind, und das schon lange, bevor Noah die ersten Bäume zum Bau der Arche fällte.
Die einizigen wahren Aussagen im Film lauten:"Tiere gewöhnen sich an Menschen und verlieren ihre Scheu."
Das ist alles und es zieht sich durch den ganzen Film, als ob es so einzigartig wäre. Dabei weiß das jeder.

https://www.youtube.com/watch?v=zdLTRH96NEI

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Ungläubiger« (7. August 2018, 00:31) aus folgendem Grund: Hinzufügung


Rônin

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Dienstag, 7. August 2018, 15:17

Aber hier in diesem Bericht wird zwischen den Zeilen erwähnt, dass Raubtiere einmal zahm waren und sich genausogut von Pflanzen ernähren können.
Uff, es gibt ja tatsächlich ne kleine Gruppe von Freaks, die das glauben, und ihre Hunde und Katzen vegan ernähren oder so.
Witzigerweise ist meine Katze tatsächlich heiß auf Zeug wie Mais und Pilze.
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Dienstag, 7. August 2018, 23:56

Bei einer Katze, die von Kindesbeinen an nur das Innere einer Wohnung kennt und keine Katzenmami ihr das Beschaffen von Nahrung in der freien Natur beibringen konnte, kann man die Essgewohnheiten bestimmt ein Stück weit steuern. Bei Freigängerkatzen zeigt sich, dass Vögel und Mäuse normalerweise auf dem Jagdplan stehen.

Die Katze liefert im Mittelalter den Beweis, dass ein "ökologisches Nischensystem" kippen kann. Damals hatte es für den Mensch schwerwiegende Folgen, da sich Ratten ungehindert vermehrten und sie die Todesboten schlechthin waren - der schwarze Tod. Katzen wurden im Mittelalter grausam hingerichtet aufgrund eines zutiefst abergläubischen Weltbilds - und so schaufelte sich der Mensch das eigene Grab - ich würde fast schon sagen - verdient.

Vegane Ernährung: Es soll Belege geben, dass die Urchristengemeinde eine vegane Lebensweise bevorzugte und auch den Menschen nahe bringen wollte. Das führt darauf zurück, dass Jesus das Töten von Tieren zum Verzehr und als Opfergabe verurteilte. Er soll vegan gelebt haben, wie alten Aufzeichnungen zu entnehmen war. In der Bibel wurde dies unter den Teppich gekehrt, denn das Verzehren von Fleisch wollten sich die Oberen des folgenden römisch katholischen Christentums nicht nehmen lassen.
Hierzu gibt es tatsächlich Belege, Namen und Daten >> YouTube >> Die gefälschte Bibel.

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Donnerstag, 13. September 2018, 11:51

Die Pest wurde nicht durch die Ratten direkt sondern durch Flöhe verbrritet, und die Katze killt ja nicht den Floh sondern nur die Ratte.
Und selbst wenn die Haus- Wanderratte alleine die Pest übertragen hätte, gegen die Vermehrungsrate der Nager wäre keine Katze und andere Prädatoren gewachsen gewesen.

Ungläubiger

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Montag, 17. September 2018, 14:26

Naja, vieleicht hat der Umstand fehlender Rattenvernichter das Fass aber zum überlaufen gebracht. In den Ursprungsländern der Mittelalterpest, China und Indien, forderte die Pest nicht so hohe Verluste wie in Europa. In Indien gab es sogar laut Wikipedia einen Bevölkerungsanstieg.

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Gestern, 20:12

Das Raubtiere friedlich sind ist irgendwie ein Oxymoron in sich. Kommt darauf an, was man unter friedlich versteht.... Wenn Raubtiere töten (zur Nahrungsbeschaffung) oder um sich zu verteidigen ist es ja wie es die Natur vorgesehen hat. In uns allen schlummert ein Mörder. Wir als Menschen leben es einfach (im Normalfall) aufgrund der Gesetze und Moralvorstellungen nicht aus. Können tun wir es trotzdem.

Diese Dokumentationen über die „zahmen“ Löwen haben ja alle etwas gemeinsam. Der Löwe wurde in irgend einer Weise gerettet oder hat nie wild gelebt. Ihm fehlt schlicht die Prägung durch das Muttertier. Er tut das, was ihm vom Mutter-Ersatz (dem Menschen) vorgelebt wird.

Interessanterweise passiert ohne Prägung durch das Muttertier beim Fluchttier wie dem Pferd oft das Gegenteil. Es wird meist nicht zahm und anhänglich (obwohl es das auch geben soll) sondern sehr oft äusserst aggressiv und unreitbar resp. unzähmbar und extrem unberechenbar. Es reagiert nicht mehr wie es in der Natur vorgesehen wäre mit Flucht, sondern mit Angriff. Bei Aufzuchten mit der Flasche kann man das öfters beobachten. Deshalb ist es ja so wichtig, das Jungtiere nicht zu früh von der Mutter getrennt werden.

Meine Katzen fressen übrigens auch Oliven oder Salat, Avocado und Spargeln wurde auch schon geklaut. Sie vegan zu ernähren finde ich absolut hirnrissig. Auch wenn Katzen und Hunde (oder auch wir) tendenziell Fleischfresser sind, brauchen wir trotzdem pflanzliche Kost. Katzen benötigen vermutlich mehr Fleisch als wir - haben aber auch einen anderen Stoffwechsel. Sie brauchen trotzdem einen gewissen Anteil an pflanzlicher Kost, was in etwa dem Mageninhalt der eigentlichen Beutetiere entspricht. Gar nicht so einfach, Haustiere artgerecht zu ernähren. Vegan ist sicher nicht die richtige Lösung und für mich Tierquälerei. Es ist etwas, was Veganer (und ich pauschalisiere das jetzt mal) gerne machen - den anderen ihre Ideologie aufzwingen. Das war jetzt gemein. :mrgreen: Empfinde ich aber oft so. Bin auch jemand der wenig Fleisch isst, habe in meiner Jugend mehrere Jahre fleischlos gegessen, ist also nicht so, dass ich mich überhaupt nicht reinversetzen kann.

Im Video wird erwähnt, dass „wild“ als böse angesehen wird. Das ist ja nicht falsch. Man vermenschlicht Tiere ja gerne mal, im Gegenzug werden Tiere auch gerne mal als böse hingestellt, wenn sie was machen, dass sie nicht sollen. Dass das Verhalten der Tiere vom Menschen her kommt (also dass wir die Aura der Umwelt verpesten) macht absolut keinen Sinn. Wir sind ja noch nicht so lange hier... Ist ja nicht so dass Löwen erst Fleisch fressen seit die Menschen auf der Erde rumlaufen.

Ich hatte beim Video nicht das Gefühl, dass der Ersteller des Videos der Bibel recht gibt. Zu Anfang wird ja ganz gut erklärt, warum Tiere manchmal die Gesellschaft der Menschen suchen. Teilweise falsch interpretiert als Freundschaft. Meist ist es eher eine zweckdienliche Gemeinschaft. Ein intelligentes Tier wie der Delfin versucht sein Glück und sucht beim Taucher Hilfe. Ich glaube nicht, dass er dann wegschwimmt und bis an sein Lebensende an den netten Taucher denkt. Ein tolles Beispiel dafür ist unsere Hauskatze. Die sind ja nur bei uns weil wir die Dosen aufmachen. Sie sind zwar irgendwie teilweise an uns gebunden und scheinen uns zu mögen, ist aber vielleicht einfach Abhängigkeit. Und eine Wohnungskatze muss ja nehmen was sie bekommt. Die kann nicht weg. Es kommt ja öfters vor, dass Freigängerkatzen abwandern, weil sie woanders besser gefüttert werden oder einen schöneren Schlafplatz haben. Katzen wurden nie in derselben Weise domestiziert wie Hunde. Sie wurden von den Ägyptern als Haustiere gehalten, weil sie Mäuse gefangen haben. Hunde wurden domestiziert, weil man sie zur Jagd und/oder Verteidigung nutzen konnte. Pferde wurden zur Fortbewegung domestiziert. Am ehesten „freundschaftlich“ würde ich die Beziehung vom Hund zum Menschen bezeichnen. Dies vermutlich weil beides Raubtiere sind und der Hund und eigentlich auch der Mensch Rudeltiere sind. Sie gleichen sich einfach am ehesten. Das Pferd wird immer ein Fluchttier bleiben, auch wenn man sein Vertrauen gewinnt.

Auch dass wir die Tiere aggressiv machen sollen und das früher nicht so war, ist ja in dem Sinne nicht korrekt. Was stimmt, ist dass wir durch die massive Zunahme der Weltbevölkerung und Zersiedelung massgeblich dazu beitragen, dass die "wilden " Tiere keinen Platz mehr für sich haben und nicht mehr ihrer Natur entsprechend reagieren können. Dies ist ja immer mal wieder ein Thema bei den Wölfen und Bären in Europa, die in Siedlungen vordringen. In Asien ist es der Elefant oder die Raubkatzen, in Afrika gibt es ähnliche Probleme. Eigentlich ist es aber so, dass wir den Tieren in die Quere kommen und nicht umgekehrt. Sie waren zuerst da.

Bei den wildlebenden Hirschen, die ins Dorf kommen, kann ich nicht ganz nachvollziehen, weshalb man die jetzt unbedingt umbringen muss, nur weil sie zuwider ihrer Natur handeln. Bei uns kommen die Hirsche im Winter teilweise sogar tagsüber bis an die Höfe ran, um Heu zu stehlen. Ist immer mal wieder eine Diskussion, weil sie lange von den Wildhütern gefüttert wurden, damit sie den Winter überleben und es jetzt natürlich nicht verstehen, dass es plötzlich nicht mehr so ist. Sie sind bereits abhängig geworden und verlieren drum ihre Scheu. Bei den Füchsen ist es ja so, dass sie seit langer Zeit die Nähe von Siedlungen zur Nahrungsbeschaffung suchen. Da sehe ich auch nicht unbedingt ein, dass ein (gesunder) Fuchs eingeschläfert wird, nur weil er in einem Blumentopf sitzt.

Ich verstehe immer noch nicht, wie man die Bibel Wort für Wort als Gegeben ansehen kann und das nicht anders interpretiert als geschrieben. Nur schon durch die ursprüngliche Übersetzung ist so viel vom eigentlichen Inhalt verloren gegangen - da bin ich sicher.

Man wollte mit der Bibel ja eine Art Leitfaden & Gesetz erschaffen. Da macht es sich natürlich besser, wenn man den Menschen die Schuld an schlechtem Verhalten gibt. Man arbeitet auch gerne mal mit dem schlechten Gewissen, wenn man Menschen in eine Richtung manipulieren will. Das wundert mich überhaupt nicht.

Da die Welt sich ja zuerst erschaffen hat und dann viel später die Menschen die Bibel geschrieben haben, muss man ja umgekehrt die Gläubiger überzeugen, dass alles von Gott so geplant wurde. Da muss man sich ja etwas überlegen, weshalb die Gewalt in der Tierwelt verbreitet ist. Gar nicht so einfach, sich etwas Überzeugendes auszudenken.

Abschliessend: der Mensch war nicht Vorbild für das Verhalten der Tiere. Das Verhalten ist ähnlich, weil wir ähnliche Geschöpfe sind und es in unserer Natur liegt. Nahrungsbeschaffung, Verteidigung, Imponiergehabe, Angriff…. alles nur um zu überleben. Da muss sich nicht der eine beim anderen etwas abschauen.
"Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
- Albert Einstein

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Estebenjo (23.09.2018)

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