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Rônin

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Donnerstag, 30. August 2018, 15:22

Heutige Philosophen: Ist Philosophie tot?

Was haltet ihr von den klassischen Namen der Philosophie? Ich habe überlegt, ob Philosophie heute tot ist. Alte bis sehr alte Namen gibt es viele; jeder kennt Aristoteles, Platon, Sokrates, Nietzsche, Schopenhauer, Descartes, Cunt und so weiter. Gibt es lebende Philosophen, die man mit vergleichbarem Gewicht nennen könnte? Was für Kandidaten (positive und negative) gibt es? Alan Moore, Louis C.K., Chuck Palahniuk? Oder ist Philosophie im klassischen Sinne heute irrelevant?
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SETImental

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2

Donnerstag, 6. September 2018, 23:17

Kommt ganz drauf an was du mit heute meinst.
Aber generrel würde ich sagen das sie für die meisten menschen tot ist.

Wobei ich finde das wir in dem momentanen politischen klima das herscht mehr von den dir genanten denker bräuchten
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Ungläubiger

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Dienstag, 11. September 2018, 14:11

Ich habe kein Werk oder Gedankengut der alten Denker gelesen, wobei ich meine, dass man es eventuell vernachlässigen darf, deren Gedanken wieder heraus zu kramen. Vieles ist ja zeitspezifisch, was die alten Philosophen so umtrieb, und deren Ideen zur Existenz der Erde und allem Drum und Dran sind sicher auch von der damaligen Zeit geprägt und angestaubt.

Was Philosophen aller Zeiten beschäftigte, waren sicherlich Fragen nach einem einheitlichen moralischen Verhaltenskodex. Der ist ja immer noch recht unterschiedlich je nach Herkunft, Nationalität ,Erziehung und Konfession. Auch Gerechtigkeit ist ein heisses Thema nach wie vor.


Die Welt braucht Philosophen. Sie sind die unabhägigen Prediger und Freigeistliche, denen man Gehör schenken sollte. Einigen hört die Welt auch zu, wenn sie sich einen gewissen Ruf erarbeitet haben. Jeder Politiker oder Kanzler/Präsident eines Landes muss mit pilosophichem Feingefühl die Geschicke seines Landes führen und in die Zukunft schauen können, denke ich.

Gerade diese Personen brauchen philosofischen Beistand, gute Ideen und Verstand auf vielen Ebenen.


Bei der Frage nach dem Großen Ganzen sollte man aber unbedingt abwarten und die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die nach und nach eintreffen, als handfeste Fakten anerkennen.
Wie erhält man eigentlich den Titel Philosoph?
Kann jeder Mensch mit höherer nachweislicher Bildung Philosoph werden?
Muss man voller gesellschaftlich fördernder Ideen sein und über ein moralisch wertvolles Gewissen verfügen?
Voraussetzungen in der Person ja, aber welche?
Naja, irgendwie muss das ja auch Hand und Fuß haben, was man als Philosoph von sich gibt, deshalb können es wahrscheinlich nur von natur aus weise Menschen, um der Gesellschaft einen Dienst erweisen zu können.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ungläubiger« (11. September 2018, 14:43)


Rônin

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Dienstag, 18. September 2018, 15:37

Die Philosophen der Aufklärung waren teilweise Rockstars, oder? Ist halt ganz witzig, weil eine sehr intelligente Person von damals sich heute oft eher im Durchschnitt befinden dürfte. Naturwissenschaftler und so mal ausgenommen. Viele dieser Philosophen waren ja v.a. auch deswegen hervorstechend, weil sie sich besser ausdrücken konnten als jemand, der weder lesen noch schreiben konnte.
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Dienstag, 25. September 2018, 13:54

Hallo!
Ich habe mir ein paar YouTube Beiträge von bekannten Philosophen angetan, ja die Betonung liegt auf "angetan".
Einfach grausam, wie schwülstig und abgehoben, sogar eingebildet sie ihre Gedanken in einer unverständlichen Weise formuliert haben.
Es klingt schon fast wie eine Geheimsprache, die nur sie untereinander verstehen konnten.

Wieso konnten oder wollten sie ihre Gedanken und Theorien nicht für jeden verständlich machen.

Ich habe den Eindruck, dass ihr familiärer Background und diese furchtbaren Kriegszeiten in Europa sie selten hat objektiv
philosophieren lassen. Ok, man kann nicht nicht subjektiv gefärbte sozialkritische oder existenzielle Theorien aufstellen, weil

man ja keine wirkliche Wissenschaft betreibt, die nur beobachtet und logische Schlüsse zieht.

Ich sach mal so - die haben viel Zeuch gelabert, was kaum einer verstanden hat. Die Kohlen haben andere aus dem Feuer geholt,

um die Hirarchie dieser Zeit an den Pranger zu stellen.
Jeder kennt bestimmt Harald Lesch, der uns als TV-Astrophysiker bekannt wurde in den 90gern. Daneben ist er Prof. für Physik, Naturphilosoph und Moderator wissenschaftlicher Sendungen im TV.
Was ich bisher von ihm gehört und gesehen habe, gefällt mir. Es gibt Stimmen, die sagen, er war mal gut - jetzt würde er sich in Medienformate hineinpressen lassen, was seine Predikten gegen Mißstände in der Welt angeht. Das kann ich nicht erkennen, was soll daran falsch sein.
Sein Verständnis der Dinge dürfte durch seinen astrophysikalischen Hintergrund größer sein als das eines unbedarften Philosophen.
Er wettert über Konzerne, die ausbeuterisch der Natur entgegen treten - versucht, aufzuklären und in den Medien Umweltsünden publik zu machen.

Genau so ist es richtig. Außerdem kann man verstehen, was er sagt. Seine Reden sind von einer leichten Prise Humor geprägt, was ihn symphatisch macht.
Im Vergleich dazu kann ich den medial stark vertretenen Philosophen RICHARD DAVID PRECHT nicht verknusen. Schaut immer grimmig und macht einen eingebildeten Eindruck.
Eigentlich kann das, was ein Philosoph absondert, nur so gut sein, wie er sich mit dem Thema befaßt hat - oder welchen Wissensstand bzw Erfahrungen er in dem Bereich hat, den er glaubt zu verstehen, sodaß er mit besserwisserischen Theorien herumwedeln darf. Ich bin geneigt, zu sagen, dass Philosophie nur solchen Themen gewidmet werden sollte, die rein wissenschaftlich nicht ergründbar sind. Deshalb klingen die geistigen Ergüsse alter Philosophen heute auch so witzig, weil vieles heute vollkommen klar und logisch erscheint, worüber sie sich den Kopf zerbrochen haben. Aber teilweise verständlich, weil die ganze Welt ein Pulverfass und jeder nur sich selbst der Nächste war. Heute in Regionen humanistischer Rückständigkeit nicht anders.

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