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ad_santiago

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46

Dienstag, 9. März 2010, 15:07

Naja, das kommt darauf an, was man unter "Verbindung" versteht. Zeitlich gesehen ist der Zusammenhang zwischen verschränkten Quanten wohl tatsächlich die kürzeste "Verbindung", da alle anderen Kausalitäten höchstens mit Lichtgeschwindigkeit stattfinden. Räumlich ist die kürzeste derzeit beschreibbare Länge die Planck-Länge.
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Mar.

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47

Dienstag, 9. März 2010, 22:56

Also ist die quantenverschränkung die schnellste verbindung von A nach B .

ad_santiago

im Ruhestand

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48

Dienstag, 9. März 2010, 23:15

Jein. Was Geschwindigkeiten betrifft, ist die Lichtgeschwindigkeit die Obergrenze; das heißt, die schnellste Verbindung zwischen zwei beliebigen Punkten ist die Distanz, die Licht im Vakuum zurücklegt. Bei der Quantenverschränkung handelt es sich zwar um eine "Verbindung", aber es wird keine Entfernung zurückgelegt - sie sind eben verschränkt, ohne dass irgendetwas (nachweisbar) zwischen den Teilchen ausgetauscht wird. Man könnte sagen, dass es sich nicht um eine Verbindung von A nach B handelt, sondern um zwei undefinierte X, die im Moment der Messung entweder beide zu einem A oder zu einem B werden.
Im Grunde ist aber schon die Frage nach der schnellsten Verbindung zwischen zwei Punkten Unsinn, wie ich schon weiter oben geschrieben habe. Da müsste man erstmal definieren, was mit "Verbindung" konkret gemeint ist, und selbst dann würde sich der Erkenntnisgewinn einer solchen Überlegung doch arg in Grenzen halten...

Fragen sind sinnvoller, wenn sie sich auf konkrete Sachverhalte beziehen, anstatt das ganze so sehr zu generalisieren, dass man am eigentlichen Kern vorbeiredet.

santiago
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Clave

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49

Dienstag, 16. März 2010, 02:47

Diese Verschränktheit macht nicht nur Quantencomputer (Also Computer, die nahezu augenblicklich arbeiten - sprich, ohne Ladezeiten, es ist einfach schon geladen), sondern auch Teleportation in der Theorie möglich.
Praktisch ist dies eine sehr schwere Aufgabe, da der Quantencomputer bzw. dessen Kern keine Wechselwirkungen mit der Außenwelt ausüben dürfte, da ja sonst eine indirekte Messung stattfindet - und somit das Quantensystem zusammenbrechen würde. Und bei Teleportation liegt das Problem darin, Materie zu teleportieren. Mit Photonen klappt es.

Vielleicht hab ich auch was falsch verstanden.
Aber ich finde Quantenphysik einfach :supergut:
Das einzige Unmögliche in dieser Existenz ist die Gewissheit, dass etwas unmöglich ist.

april2010

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50

Mittwoch, 7. April 2010, 04:07

oder ums mit Einsteins Worten zum Thema Quantenphysik auszudrücken

"Gott würfelt nicht"


er hats aber leider nie geschaft,die Quantentheorie zu wiederlegen.....

silvercloud

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51

Mittwoch, 7. April 2010, 13:06

:ironie: Nun April2010, dein Beitrag war ja sehr gehaltvoll......diesen Satz von Einstein hat hier noch keiner gepostet, den haben wir noch niiiiie gelesen.



Zu erwähnen sei noch, das bei der Quantenverschränkung lediglich Informationen ausgetauscht werden, aber es weder einen Austausch von Energie, noch von Materie gibt. Daher ist Beamen oder Teleportieren eben nicht möglich.
Silver

Gandalf1

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52

Donnerstag, 15. April 2010, 21:32

Verschränkung = Dekohärenz !

Hallo!
Aber: alle Quantenphänomene gelten nur für den mikroskopischen Bereich; bei Wechselwirkung kommt es zur Dekohärenz, weshalb sich makroskopische Phänomene weiterhin mit der klassischen Mechanik beschreiben lassen.
Nun das stimmt ja so natürlich nicht!
(auch wenn diese Trennung von Mikrokosmos und Makrokosmos oftmals noch gelehrt wird: Es gibt kein Naturgesetz, dass hier eine Grenze aufzeigen könnte). Die Gesetzte der klassischen Physik sind regelmäßig nichts anderes als "statistische Mittel", basierend auf Vereinfachungen, die je nach Kontext sinnvoll sein können. Interpretiert man in diese Vereinfachungen jedoch mehr hinein, als sie hergeben können, kommt man zwangsläufig zu falschen Schlüssen

"Dekohärenz" ist (auch deshalb) der meist missverstandendste Quantenbegriff überhaupt. (Ich empfehle hier die Texte von Prof. Zeh - dem 'Vater' des Dekohärenzprogrammes: http://www.zeh-hd.de/ )

Dekohärenz' ist nichts anderes ist als 'Verschränkung'!

Ledilgich die (falsche) Interpretation von Wissenschaftlern, die keinen Bezug zur Quantenpyhsik finden und diese folglich auch nicht verstehen können, macht aus der Dekohärenz einen Vorgang, der Mikro- und Makrokosmos trennen würde. Dekohärenz beschreibt lediglich die Dislokalisierung der Superposition - weiter nichts! Es gibt also keinen "Kollaps der WF", sondern dieser spielt sich nur "subjektiv" für das beobachtende System ab (und endet folgerichtig in einer Viele-Welten-Interpretation). Physikalsich passiert da gar nichts! (Die Verfechter eines implizierten Kollapses beim Dekohärenzprozess bleiben stets diesen Nachweis schuldig und stützen sich regelmäßig nur auf Behauptungen und "akzeptierte Lehrmeinungen", die sich als blose Wunschvorstellungen entpuppen)

Man kann daher durchaus davon ausgehen, dass Quantenphänomen in "makroskopischen" Bereichen eine äußerst wichtige und entscheidende Bedeutung zukommt. (Ich denke da u.a. auch an die Diskussionen um den "freien Willen" und die Entstehung und Entwicklung des Lebesn selbst (Evolution)) Wer etwas anderes behauptet, hat nichts von der Quantenphysik verstanden. (Hierzu auch ein interessantes, vielsagendes Interview mit Prof. Dürr: http://www.br-online.de/content/cms/Univ…00302121815.pdf )

Viele Grüße
Wir sind irgendwie Gott, gefangen im Morast der Materiehaftigkeit, weil wir etwas haben wollten, das wir anfassen können (F.A. Wolf)

Rônin

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Dienstag, 18. Juli 2017, 19:08

"This world can just crumble for all I care! It's time to start the biggest war of the century!"

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