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Donnerstag, 19. Juli 2018, 19:12

Witzigerweise kann ich mich genau daran erinnern, wie schon im Jahre 2001 im (Auto-) Radio verkündet wurde, eben dieser Bin Laden wurde nun von den USA getötet. Wie soll man dann noch wissen, was im Moment als wahr zu gelten hat, auch wenn man als braver Spießbürger gern im Treu und Glauben sein will, dass die Medien, also "die da oben" immer recht haben? ;)

Natürlich hat Radio Eriwan, Radio Gaga, Radio Poo Poound das Fernsehen immer recht. Doch die Medien könnten sich bitte noch ein wenig konsequenter auf eine offizielle Version der Wahrheit™ einigen, denn all das hin und her macht einen manchmal doch meschugge, falls man ein wenig Gedächtnis dafür hat, was die so alles die ganze Zeit lang verkündigen. Wie in 1984 ist das wohl. Nicht auszudenken! ;)

"Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten."
Paul Sethe (1901-1967) , Gründungsherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ein aktives Mitglied im Bund der Freimaurer. Seine Loge Die Brückenbauer ist in Hamburg ansässig.

Rônin

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Donnerstag, 19. Juli 2018, 19:26

Berichterstattung in den ersten Stunden nach ner Katastrophe, nem Anschlag oder dergleichen ist einfach aus logischen Gründen übel; jeder will erste Infos, aber "Erste Infos" sind halt meist Sachen, die maximal zu 50% bestätigt sind. Muss man wissen. Man verdaut die ersten Infos dann vorsichtig und schaut sich drei Tage später nochmal vernünftige Berichterstattung an, idealerweise aus mehr als einer Quelle auch.
Ist natürlich n beliebtes Ziel für Verschwörungsheinis; wirre anfängliche Berichterstattung kann man natürlich auch verstehen als "Die waren sich noch nicht einig, welche Lügen sie erzählen wollen" - aber grad bei echten Verschwörungen macht das keinen Sinn; man wird sich ja wohl vorher überlegt haben, was man der Presse über den Killer sagt.
Das ist n Punkt, der an vielen vorübergeht - Logiklücken in der Berichterstattung und unlogisches Verhalten von Beteiligten deuten eher darauf hin, dass etwas keine Verschwörung ist, denn das Leben wickelt sich einfach unlogisch ab, während ne geplante Verschwörung deutlich perfekter wirken müsste.
"I knew this day would come. Now that it's here, it seems so sudden, and at the same time as if it took forever.
I know this opponent well..."

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138

Donnerstag, 19. Juli 2018, 20:35

Das ist natürlich wunderbar geschrieben. Das stimmt auch so methodisch, wie dem Buch 1984 zu entnehmen ist. Vielmehr sollten Medien logische Brüche bevorzugt und mit voller Absicht in ihre Berichterstattung einbauen, damit den in der Sprache der Geheimdienste genannten "Verschwörungstheoretiker" mit Logik nicht viel weiterkommen bei ihrem Versuch einer Aufklärung der tatsächlichen Gegebenheiten. In den rabulistischenTechniken der Propaganda ist das moving target hierbei entscheidend, so das sich ein logisch fundierte Argumentation immer wieder ins Leere laufen muss. Letztendlich muss es zu mühsam werden, eine fundierte Kritik gegen die herrschende Meinung hervorzubringen. Das klappt umso mehr umso absurder die Aussagen der Herrschenden sind, wie folgend zu entnehmen ist. ;)

Das Ziel alledem ist wie es William Casey, CIA Direktor 1981 so schön formiert hatte: “We’ll know our disinformation program is complete when everything the American public believes is false.” „Wir werden wissen, dass unser Desinformationsprogramm wirksam ist, wenn alles, was die Amerikanische Öffentlichkeit glaubt, falsch ist."

Das ist natürlich nicht an einem Staat gebunden oder an ein Imperium in der Zeitgeschichte. Das Böse findet immer seinen Weg an die Macht, denn Macht korrumpiert und totale Macht korrumpiert total. Beispielsweise bei Joseph Goebbels, (Tagebuch, 29. Januar 1942): "Ich kann wieder sehr viel lernen; vor allem, daß das Volk meistens viel primitiver ist, als wir uns das vorstellen. Das Wesen der Propaganda ist deshalb die Einfachheit und die Wiederholung. Nur wer die Probleme auf die einfachste Formel bringen kann, und den Mut hat, sie auch gegen die Einsprüche der Intellektuellen ewig in dieser vereinfachten Form zu wiederholen, der wird auf die Dauer zu grundlegenden Erfolgen in der Beeinflussung der öffentlichen Meinung kommen. Wer einen anderen Weg einschlägt, mag den oder jenen labilen Intellektuellenkreis beeinflussen, das Volk ist er nicht einmal an der Oberfläche zu ritzen in der Lage." Vergekürzt wird dieses Zitat oft wiedergegeben als "Eine Lüge muss nur oft genug wiederholt werden, dann wird sie geglaubt."

Viele seiner Methoden hatte dieser Verbrecher aber von Edward Bernays (1891-1995) geklaut, der als Spin-Doctornach dem Ersten Weltkrieg die Techniken der Propaganda der USA gegen die Deutschen dann für die Konsumgesellschaft erfolgreich einführte und sie für die Werbung und mehr benutzte: „Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Große Menschenzahlen müssen auf diese Weise kooperieren, wenn sie in einer ausgeglichen funktionierenden Gesellschaft zusammenleben sollen. In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren.“

In einer Demokratie ist eben alles etwas freier zu als in einer tyrannischen Diktatur, wie schon Alexis de Tocqueville (1805-1859), der Begründer der vergleichenden Politikwissenschaften erkannt hatte. Die moderne Zivilgesellschaft wirft nicht, wie die Diktaturen alten Stils, den Dissidenten in den Kerker, sondern sie geht subtiler vor: „Der Machthaber", so Tocqueville, „sagt hier nicht mehr: ‚Du denkst wie ich oder du stirbst‘; er sagt: ‚Du hast die Freiheit nicht zu denken wie ich; Leben, Vermögen und alles bleibt dir erhalten; aber von dem Tage an bist du ein Fremder unter uns. Du wirst dein Bürgerrecht behalten, aber es wird dir nicht mehr nützen; denn wenn du von deinen Mitbürgern gewählt werden willst, werden sie dir ihre Stimme verweigern, ja, wenn du nur ihre Achtung begehrst, werden sie so tun, als versagten sie sie dir. Du wirst weiter bei den Menschen wohnen, aber deine Rechte auf menschlichen Umgang verlieren. Wenn du dich einem unter deinesgleichen nähern wirst, so wird er dich fliehen wie einen Aussätzigen; und selbst wer an deine Unschuld glaubt, wird dich verlassen, sonst meidet man auch ihn.‘"

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