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Davy Jones

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886

Mittwoch, 23. April 2014, 16:52

Da du mir ja eben zusätzlich zu der Antwort hier noch eine PN geschrieben hast, klären wir das auch mal dort...

lg Davy
"Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

Valten

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887

Mittwoch, 23. April 2014, 17:24

Hi

Ich versuch mal hier etwas zu vermitteln.

Vereinfacht ausgedrückt gab es für jedes Projekt bzw. Bau gewisse Materialvergaben. Diese waren vorgegeben und sollten strikt eingehalten werden.
Hintergrund waren der Mangel an Rohstoffen.
Natürlich konnte man auch trotz dessen Schindluder damit treiben.
Man konnte angeben, das ZA verstorben seien oder Material bei Bombenangriffen verloren gegangen ist. Das wurde grade zum Ende hin auch sehr häufig getan.
Schindlers Liste spielt genau zu dieser Zeit.

Für den Panzer V als Beispiel gibt es Materialanforderungslisten pro Panzer. Wurde diese in einen gewissen Rahmen überzogen, musste dargelegt werden warum dies so war.
Waren diese Gründe nicht belegbar, hagelte es drakonische Strafen.Seltener für die Fabrikbetreiber, mehr für die Verantwortlichen in der Produktion.
Das stehlen von Schrauben z.b galt als Sabotage und was darauf während der NS Zeit stand, muss ich sicher nicht erläutern.


Trotz dessen würde ein Projekt wie eben die Reichsflugscheibe nicht einfach so durch rutschen bzw. geheim gehalten werden können.
1. Weil die Alliierten durch Spione und den Abhören des deutschen Funkes sehr gut über die deutschen Rüstungsaktivitäten bescheid wussten.Daher auch die gezielte suche nach bestimmten Projekten,Forschern etc. nach dem Krieg. Die wussten sehr genau wer wo was produziert hat.
2.Weil bei so einen Projekt in der Größenordnung alleine im Reichswirtschaftsminesterium Unterlagen zwegs Materialfreigabe geben muss.
3.Weil sicher X Leute an so einen Projekt beteiligt waren und es vollkommen absurd ist davon auszugehen, das ALLE nach dem Krieg ein Schweigegelübte abgelegt haben.
Grade mit dem Hintergrund, das viele Forscher ihr Heil bei den Amerikanern gesucht haben, in dem sie Ihr Wissen anboten.

Weiter wurde auf Führerbefehl sämtliche Luftwaffenprojekte die keine Jäger -Projekte waren Ein bzw Zurückgestellt.
Das galt auch für ALLE Jäger Projekte die nicht innerhalt von kurzer Zeit in Serie gehen konnten.
Natürlich gab es auch weiterhin Projekte wie z.b von Horten etc. Diese wurden aber von den Firmen ohne Unterstützung alleine weiter geführt.

Grade ab Mitte 44 ist es vollkommen bescheuert, anzunehmen die Deutschen hätten noch die Recourcen gehabt um diese dann für so einen Schwachsinn zu verballern.
Die werkeln doch nicht an UFOs rum , wenn an der Front Panzer nicht mehr repariert werden können ,weil kein Material mehr da war.
BTw. waren die meisten Prototypen die gebaut wurden aus Sperrholz, weil kein Metall mehr da war.
But now the rains weep o'er his hall,
with no one there to hear.
Yes now the rains weep o'er his hall,
and not a soul to hear.

Konrad

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888

Mittwoch, 23. April 2014, 18:32

Es ist nun einmal so, dass es Menschen
gibt, deren Wissenstand eher gering einzuschätzen ist, die dann
völlig überzogen reagieren. Woran liegt es? Um mitreden zu wollen
oder welcher Grund auch immer? Es hängt wohl mit bestimmten
psychosozialen Verhaltensmustern zusammen und bedarf nicht unbedingt
der Erörterung. Dabei mache ich es mir ganz einfach. Ich teile die
Leute in Personen, die es wissen wollen und die Anderen, die es
glauben wollen.


Nehmen wir das Beispiel mit dem Acker
(Weizenfeld) und dem Bunker mit den Unterlagen.



Klar doch, dann hätte es nicht den
Vorgaben anlässlich der großen Luftschutztagung im Sommer 1942 in
Berlin bedurft. Schon einmal etwas von hygroskopisch bedenklichen
Einlagerungen gehört? Wohl nicht.
:mrgreen:



… und was die Archivalien betrifft,
einschließlich besonderem Einlagerungsgut der W-SS und
staatswichtiger Unterlagen können wir uns durchaus darüber
unterhalten. Zumindest bilde ich mir ein, dass ich auf Grund einer
früheren Tätigkeit davon ein ganz klein wenig verstehe.
:P



Belassen wir es dabei, sonst werden mir
wieder übergroße Testikel unterstellt.
:D


... und genau, was Valten geschrieben hat, sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen. Es ging ganz einfach nichts mehr. Bei der Kernforschung hätte es noch bis Herbst bedurft, um Erfolge vorzuweisen und die Kernwaffen wären wohl kriegsentscheidender und wichtiger gewesen, als irgenwelche utopischen Fluggeräte.

... und bitteschön, mit was für Waffen sollten denn diese Reichssuppenschüsseln ausgestattet werden? Doch nicht mit Kanonen und Geschützen die auf Rückstoß basierten. Diese Flugmanöver hätte ich doch zu gern gesehen. :mrgreen: Selbst dem Sack seine Scheibe war derartig instabil.

... und bei der Horten war wohl auch in Sachen Flugstabilität nicht alles so, wie man es gern hätte.


MfG


Konrad

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silvercloud

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889

Mittwoch, 23. April 2014, 19:47

Signatur=

Zitat von »Konrad«

im Bibliotheks- und Archivwesen die Standortbezeichnung einer Bestandseinheit

LOL, du möchtest also statt einem Titel und dem Autor, ersatzweise der ISBN Nummer lieber wissen, in welcher Bibliothek oder Sammlung das Werk zu finden ist und da, an welcher Stelle? :denk:
Welchen Sinn soll das denn machen? Außer hier schlau tun zu wollen? In jeder fachlichen Diskussion kommt es nicht darauf an, in welchem Regal ein Buch steht oder eine Quelle zu finden ist, sondern ob es sich um Primär- oder Sekundärquelle handelt, wer der Autor ist, in welchem zeitlichen und sozialen Kontext er zu sehen ist und was er aussagt. Aber gut, dich interessiert das Regal, so hat jeder seinen Fetisch... :stirnhau:

Zitat von »Finanzlexikon«

Als Finanztitel werden vertragliche Vereinbarungen bezeichnet die für einen Vertragspartner einen finanziellen Vermöenswert erbringen . Für den anderen Vertragspartner ergibt sich dabei eine finanzielle Verbindlichkeit. Da die Vertragspartner durchaus unterschiedliche Bedürfnisse hinsichtlich Höhe, Laufzeit und Risiko haben wird dies durch eine entsprechende Ausgestaltung und Transormation aufeinander abgestimmt.

Da man hier ja alles belegen muss. Ein Finanztitel ist damit nicht ersichtlich etwas, was innerhalb von Staatsfinanzen, mithin einer Budgetplanung eingesetzt wird oder benannt wird. Damit ist der Gebrauch des Begriffs zur Beschreibung der Finanzierungen innerhalb des 3. Reichs völlig unsinnig.
Ferner, Konrad fordert ja immer, man möge alles belegen, so möge er doch bitte Belege beibringen, wo in den Dokumenten und Unterlagen des 3. Reichs eine solche Begrifflichkeit Verwendung fand. Davy ich würde sagen, die angebliche Grube wird immer kleiner, das es die Begrifflichkeit gibt habe ich nie bestritten, die Benutzung dieser Bezeichnung ist jedoch im Kontext der Bedeutung völlig unsinnig.

Zitat von »Konrad«

Es ist nun einmal so, dass es Menschen
gibt, deren Wissenstand eher gering einzuschätzen ist, die dann
völlig überzogen reagieren

Wahre Worte... sehen wir wie du reagierst:

Zitat von »Konrad«

Der Einwand, geheime Forschungen der SS machen wir ganz einfach so nicht mit.

Zitat von »Konrad«

Von den unterschiedlichen Autoren wird so viel Unfug verzapft und sich etwas zusammen gereimt, dass es schon grenzwertig ist. Da mache ich nicht mit

Zitat von »Konrad«

und mir bitte nicht damit kommen

Und das bereits im ersten Posting, quasi deine Einführung. Allen anderen hier zu unterstellen sie würden Unfug "verzapfen" und sich etwas "zusammenreimen" gilt dann als:

Zitat von »Konrad«

Dass ist alles Andere, als ein guter Stil.


Zitat von »Konrad«

Wie kommt man zu der abstrusen Behauptung, Dr. Kammler habe im April 1945 noch irgend etwas mit dieser ominösen Glocke in Polen zu tun gehabt...Er hatte wichtigere Tätigkeiten zu absolvieren

Und woher stammt deine Weisheit, kannst du das irgendwie belegen? Wenn es geht mit Nennung der Primärquelle, Signatur brauch ich nicht ;)

Abschließend Konrad, vieles von dem was du an behördlichen Dingen und Vorgängen auflistest mag stimmen, das kann ich tatsächlich auf Grund von mangelndem Wissen der behördlich angeordneten Vorgänge auf Amtsstuben nicht beurteilen, da scheinst du dich besser auszukennen.

Jedoch behaupte ich, das im Chaos des Krieges, insbesondere in den letzten 1 1/2 Jahren solche Vorgänge auf dem Papier sich durchaus noch gut anhörten, praktisch jedoch nicht mehr umsetzbar waren. Wenn es zu Meldungen kam, so waren diese sicherlich nicht mehr exakt. Es befand sich zu viel im "Fluss" und Umbruch. Anlagen und Produktionsstätten die gestern noch produktiv waren wurden am Folgetag bereits verlegt oder zerstört. Eine genaue Buchführung war da gar nicht mehr möglich. Übrigens gehöre ich nicht zu den Verfechtern dieser Glocke, wenn du einmal etwas aufmerksamer gelesen hättest was hier wer vorher geschrieben hat, so hätte es dir auffallen sollen. Auch ich halte dieses Projekt, eben auf Grund des Chaos der letzten Jahre, für undurchführbar und aus physikalisch-naturwissenschaftlicher Sicht für Unsinn.
Deine Argumentation auf Grund der Bürokratie ist ein netter Ansatz, macht jedoch im zeitlichen Kontext und der Berücksichtigung der Kriegswirren keinen Sinn.

Zitat von »Konrad«

Woran liegt es? Um mitreden zu wollen
oder welcher Grund auch immer? Es hängt wohl mit bestimmten
psychosozialen Verhaltensmustern zusammen und bedarf nicht unbedingt
der Erörterung.

Dem schließe ich mich an, besser hätte ich es nicht schreiben können.

Zitat von »Konrad«

Personen, die es wissen wollen und die Anderen, die es
glauben wollen.

Nun, du weißt von den theoretischen Abläufen viel, jedoch scheinen dir die Kenntnisse der tatsächlichen Abläufe und des Chaos zu fehlen.

Wie gesagt, dein Ansatz ist interessant und befreit von den Bemühungen intelligenter und richtiger zu wirken, lohnt er sogar die Diskussion, jedoch auf Grund "von Aktenlage" kann solch eine Legende nicht entzaubert und widerlegt werden. Dazu bedarf es auch immer der Einordnung in die tatsächlichen Abläufe und die Realitäten, die andere waren.
Bringe selber was du einforderst, Belege und Quellen!
Silver

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Donnerstag, 24. April 2014, 13:51

Finanztitel

Sielvercloud, der Begriff Finanztitel befindet sich bspw.in einem Dokument des Haupt Staats Archiv Weimar. Dort fragt der Beamte innerhalb des Hauses an, unter welchem Finanztitel er die Schließbarmachung der Schießkammer in einem Kalischacht in Dietlas/Rhön verbuchen soll. Dort wurde Kulturgut eingelagert. Übrigens geschah das Ganze einen Tag vor Einrücken der Amerikaner. Nichts ging über Deutsche Gründlichkeit der Verwaltungsbeamten.

... und nun einmal etwas allgemeines zum Archivwesen. Oft wird behauptet, weil man Unterlagen nicht findet, sie seinen vernichtet worden usw. Betrifft hauptsächlich London und NA&RA. Diese Aussagen stimmen meist nicht. Der Ami hat sehr seltsame Ablagemodalitäten, die überhaupt nicht mit denen In Deutschland vergleichbar sind. Das Schriftgut, welches in Deutschland und den besetzten Gebieten beschlagnahmt wurde, ist unter den Einheiten der US Streitkräfte abgelegt, die sie sie eingenommen hatten. Da möchte man erst einmal wissen, welche Komp. oder Bat. vor Ort waren.

Zur Freigabe von Akten: Mit dem Freedom Informations Act sind sämtliche Akten freigegeben, soweit sie nicht die nationale Sicherheit gefährden. Das gleiche Prozedere in Deutschland, dazu die Einsicht von Privat- und Parteienarchiven, nur mit Zustimmung des Eigentümers.

Bei Kenntnis der Signaturen der Dokumente kann man schließlich bei Bedarf die T-Roll oder das Einzeldokument bestellen und selbst nachprüfen, ob es den Tatsachen entspricht, was behauptet wird. Es ist eine vollkommen normale Vorgehensweise bei historischen Recherchen.

Es sei denn jemand verlässt sich grundsätzlich darauf, was in obskuren Veröffentlichungen propagiert wurde. Da muss man allerdings gläubig sein. :)

Nur noch am Rande zu den vermeintlichen Zeitzeugen: Im Rahmen meiner damaligen Tätiglkeit wurden diese immer in schnöder Regelmäßgkeit an mich weiter geleitet. Ob der Herr Mautner (den müsste man in der Szene eigentlich kennen) oder Andere, es war reine Zeitverschwendung, nur musste ich die Höflichkeit wahren. Allerdings waren darunter auch Personen mit einem wahnsinnigen Wissensstand. Da kam ich fast ins Schleudern bei der Nachprüfung auf den Wahrheitsgehalt.

Erzählte man mir etwas von beoachteten Einlagerungen von Kisten im Wald und nach Möglichkeit noch die Beschreibung einer schwarzen Uniformierung der SS gegen Kriegsende, dann konnte ich schon einmal feststellen, dass es mit Wahrheit nicht zum Besten stand.

... und unter dem Bernsteinzimmer ging bei den Leuten gar nichts. :mrgreen:

Man sollte solche Erzählungen nicht unbedingt für bare Münze nehmen. Es soll nicht heißen, im voraus die Geschichten abzulehnen, nur überprüfen und so etwas geht schnell, wenn man das notwendige Grundwissen besitzt.

Viele Grüße

Konrad

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891

Donnerstag, 24. April 2014, 14:10

Was war den deine ehemalige Tätigkeit? Du berufst dich schon zum 3ten Mal darauf, aber irgendwie scheint hier nirgendwo zu stehen was du gemacht hast. Oder überlese ich das nur elegant?

Man brauch keinen SS-Mann in schwarzer Uniform, um ein paar Akten in irgend einen kleinen Luftschutzbunker zu werfen und da verrotten zu lassen. Die Dinger gabs (und gibt es!) in ziemlich großer Anzahl überall und ich denke nicht, dass in jeden einzelnen ein paar GI's rein sind, um mal zu schaun ob da jemand Akten versteckt hat. Die dort hinbringen hätte auch jeder X-beliebige Typ können.

Du hast ein Beispiel gebracht, in welchem ein Beamter mit äußerster Gründlichkeit vorgegangen ist. Dies auf prinzipiel alle deutschen Beamten zu münzen, die jemals tätig waren, halte ich für äußerst Fragwürdig. Bestimmt gab es dort herausragende Gestalten, die ihre Aufgaben einfach auch weiter erfüllt haben, wenn die meisten Menschen schon längst aufgegeben hätten, weil das Chaos sie übermannt. Aber das sind Ausnahmeerscheinungen, wie es sie überall gibt.
Es gibt zuviele Berichte aus Nazizeit, bei dem das Regime so garnicht wusste was abgeht, um davon sprechen zu können, dass die "deutsche Gründlichkeit" rigoros durchgesetzt wurde. Allein schon wieviele jüdische Lagerinsassen doch noch gerettet wurden, weil irgend ein findiger Kopf sich etwas ausgedacht hat ist bemerkenswert. Und die Verwalter von deutschen "Provinzen" oder auch Lagern (Egal ob KZ oder sonstiges) waren durchaus nicht die unbestechlichen, kaltblütigen Beamten, die einfach mal darüber hinwegsahen das es Menschenleben waren, oder ihre Aufgaben in jeder Situation erfüllten, wie es befohlen wurde. Das hört sich für mich eher nach Propaganda an, die irgendwie tatsächlich noch in vielen Köpfen der heutigen Zeit steckt.
'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'

Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister


Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor

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Konrad

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892

Donnerstag, 24. April 2014, 14:59

Bei meinem Beispiel ging es um einfache Verwaltungebeamte und die haben getan, wass sie tun mussten. Es ging doch gar nicht anders, weil sonst dass III. Reich schon vor der Kapitulation total zusammengebrochen wäre. Sie fühlten sich ja auch der Bevölkerung gegenüber verantwortlich. Allein Ernährungsfragen, Wohnungsfragen usw. mussten doch bearbeitet werden.

Zu den Bunkern, LS Anlagen und Akteneinlagerungen. Deine Aussage ist falsch.

... und wenn ich es so sage, solltest Du es mir schon abnehmen. Da Du es unbedingt wissen willst, ich hatte das Projekt der kriegs-und nachkriegsbedingten Verluste an Kulturgut im Auftrag des damaligen Thüringer Wissenschaftsministerium bearbeitet und nebenher noch das BMI in Sachen Verlagung von Kulturgut, speziell Bernsteinzimmer beraten, mehr nicht. Das BZ suche ich mittlerweile seit 37 Jahren. :mrgreen:

Es ist nun einmal so, dass man gezwungen ist sich einen großen Überblick über das gesamte Staatswesen des III. Reiches zu verschaffen, um überhaupt die Spuren zu verfolgen. Wer gab wann Befehle, wann traten Änderungen ein, wie verlagerten sich die Kompetenzen, wie und durch wen wurde verlagert, all dass musste beachtet werden, um überhaupt bei dem teilweise herrschenden Durcheinander den Überblick zu behalten. Das Ganze ist mir in Fleisch und Blut übergegangen.

... und meinen Hintern habe ich mir in den Archiven wund gesessen. :mrgreen:

Zum Schluss: Archivgut ist Kulturgut und über die Verlagerung von Kulturgut gab es 37 zusätzliche Gesetze, Verordnungen und Durchführungsbestimmungen im Rahmen des Luftschutzes, des Selbstschutzes und erweiterten Selbstschutz. Also nichts mit Zufall oder Willkür. Wenn man Akten vernichten wollte, so hat man sie verbrannt oder in Gewässern verklappt.

Einzige Ausnahme in Tschchien. Dort hat man in einem Erdepot eine provisorische Einlagerung vorgenommen. Diese Unterlagen wollte man nach Kriegsschluss sofort bergen, nur hatten die Verantwortlichen nicht damit gerechnet, dass das Münchner Diktat aufgehoben wurde und der Sudengau an Tschchien zurkück kam. Die Annahme von Deutscher Seite, dass die Beibehaltung der Einverleibung des Sudetengau Bestand haben würde war auch der Grund, warum die Reichskanzlei dort ein großes Depot unterhielt, gemeint Kloster Hohenfurt.

... und ganz zum Schluss: In der Beurteilung der Historie halte ich mich tunlichst zurück, weil für mich nur eine objektive Betrachtung in Frage kommt. Ich laase mich jedenfalls vor keinen Karren spannern nur weil es politisch so gewollt ist. Dass betrifft die Sicht auf die Deutschen, wie auch die Sicht auf die Alliierten. Auf beiden Seiten lag vieles im Argen.

MfG

Konrad

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Donnerstag, 24. April 2014, 16:02

Könnte man eigentlich das Wort " Nazi " mal weglassen. Es nervt einfach nur noch. Schreibt einfach nationalsozialistisches Deutschland oder 3 Reich. Das Wort ist total idiotisch und entspricht Bild Zeitung Niveau. Vor allen Dingen bedeutet es eine Verallgemeinerung. Wir hatten mal einen hier bei dem alle deutschen die in jenen Tagen lebten " Nazis " waren, nur weil sie das Pech hatten in jener Zeit leben zu müssen.
Verlass dich nicht auf die Meinung anderer und suche keinen übermäßigen Ruhm Sieh besser genau hin und bilde dir dein eigenes Urteil

Timor Domini principium sapientiae.

Konrad

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Donnerstag, 24. April 2014, 17:47

Takwando, da muss ich Dir beipflichten, weil es eine Verallgemeinerung ist, die man so nicht im Raum stehen lassen kann. Dem Zeitgeist und Duktus der Medien ist diese Bezeichnung geschuldet, nur noch lange nicht richtig. Nur was erwartet man, wenn die Medien und alle dieses Vokabulkar benutzten? Man sollte ganz einfach differzieren und nach Möglichkeit objektiv urteilen. Es setzt allerdings das Wissen um die gesamten Zusammmhänge des Zusammenlebens im III. Reich voraus. Es ist doch so viel einfacher für die Leute, weil eine Differenzierung immer mit dem notwendigen Wissen einher geht, dass man sich ja sonst aneignen müsste. Faulheit siegt. :mrgreen:

Mit freundlichen Grüßen


Konrad

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Donnerstag, 24. April 2014, 18:01

Hach ja, diese "Ich-bin-so-klug"-Stichelei ist schon etwas kindisch Konrad.

Zudem ist eigentlich klar, dass immer wenn hier der Begriff Nazi gebraucht wird, von der nationalsozialistischen Führungsspitze, bzw. wirklich integrierten Mitgliedern gesprochen wird. Nirgendwo steht:"Alle Deutschen von 1933-1945 waren Nazis!". Das ist nur wieder so eine Sache, die ihr zwei so aufnehmt, weil ihr sie so aufnehmen wollt. Das hat nichts mit fehlender Bildung oder "Medienprägung" zu tun, sondern Nazi ist schlicht das Kurzwort für Nationalsozialist.

Aber wenn ihr zwei Sticheln wollt und meint über solche Sachen jetzt diskutieren zu müssen, bin ich hiermit aus diesem Thread raus. Sowas geb ich mir nicht schonwieder.
'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'

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Donnerstag, 24. April 2014, 18:02

Hallo Konrad,

Zitat

Dort fragt der Beamte innerhalb des Hauses an, unter welchem Finanztitel er die Schließbarmachung der Schießkammer in einem Kalischacht in Dietlas/Rhön verbuchen soll.

Ok, schön. Also wird innerhalb eines Hauses die Begrifflichkeit verwandt, in diesem Fall aber ja wiederum mit einer von allen bisher hier genannten Definitionen abweichenden Bedeutung. Solltest nicht gerade du, mit deiner 37jährigen Erfahrung, es vorziehen, bei einer Begrifflichkeit etwas so zu verwenden, wie es auch wiederzufinden ist? Nur als Anmerkung...

Zu deiner Tätigkeit, ich meine darüber mal eine recht, ich sag mal, reißerische Dokumentation im Fernsehen gesehen zu haben, nicht was den Inhalt, sondern was die Aufmachung der Sendung anging. Handelte es sich dabei um dich? Handlungszeitraum war allerdings nicht die Zeitspanne seit der Wiedervereinigung, sondern der Zeitraum innerhalb der Deutschen Demokratischen Republik. Miteingebunden war auch die Zeitung mit den 4 Buchstaben und wenn man danach im INet sucht, findet sich fast immer das gleiche, seit Jahren. Ich nehme an, du hörst in anderen Foren auf den Namen Conny. Und dort wird ersichtlich, das du dich zwar immer mal wieder in diversen Foren meldest, wohl auch ein hervorragendes theoretisches Wissen über Abläufe und Vorgänge hast, jedoch seit

Zitat

...20 Jahren von dir nichts neues kommt...

Und siehe da, auch hier versuchst du wieder, das Bernsteinzimmer ins Gespräch zu bringen. Auch ein interessantes Thema, aber dann doch bitte im dazugehörigen Thread ;)

Zitat von »Konrad«

und wenn ich es so sage, solltest Du es mir schon abnehmen.

Vorschusslorbeeren bekommt hier keiner, selbst etablierte User müssen jeden Tag beweisen, was sie schreiben. Und sich Erfahrungen selbst zuzuschreiben ist kein Beweis für Authentizität oder Glaubwürdigkeit. Nur, im Gegensatz zu anderen Foren sind wir hier denke ich eher bereit und toleranter dich zu integrieren, wenn du nicht versuchst dich selbst permanent zu erheben. Das du über deinen Fachbereich Bescheid weißt, unbesehen. Mit Sicherheit eine Bereicherung gerade für diese Themen hier im Forum, davon gibt es etliche. Nur hoffe ich, dein Spektrum ist ein bisschen breiter als nur das Bernsteinzimmer?

Zitat

Ob der Herr Mautner (den müsste man in der Szene eigentlich kennen

Dies ist ein Paraforum, die Diskussion über die Glocke findet sich hier nicht, weil wir zur "Szene" der Schatzjäger gehören, sondern zur "Szene" der Paraforscher (UFOs und so) daher "kennt" man den Herrn hier nicht, sorry.

Zitat von »Konquistadore«

Man brauch keinen SS-Mann in schwarzer Uniform, um ein paar Akten in irgend einen kleinen Luftschutzbunker zu werfen und da verrotten zu lassen.

Wie wahr, wie wahr, fand ich doch unter meiner Garage einen 2 stöckigen Tiefbunker aus dem WK II, zu dem kein anderer Zugang mehr existierte und von dessen Existenz außer mir keiner mehr weiß. Und davon gibt es in den Ballungsräumen eine Menge. Gerade hier im Revier gibt es noch so viele unbekannte oder vergessene Stollen. Man kann durch Stollen, Bunker und aufgelassene U-Bahnschächte tatsächlich von Duisburg bis Dortmund unter Tage laufen. Teilweise kommt man an Gebäuden vorbei, die unterirdisch angeschlossen sind, teilweise kann man durch kleine versteckte Öffnungen Blicke auf Parkplätze werfen, die von "oben" aussehen wie Abwassergräben, oder man sieht in der Ferne eine U-Bahn rumpeln. Berlin ist da fast niedlich zu im Vergleich.
Silver

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Donnerstag, 24. April 2014, 18:32

Zitat

Nazi ist schlicht das Kurzwort für Nationalsozialist.


Ich habe nicht die Absicht zu Sticheln. Mich nervt einfach das Wort. Jeden Tag an dem man irgendeine Zeitung aufschlägt ist dieses Wort garantiert mit dabei. Stell dir mal vor ich wüsste nicht das es eine Abkürzung ist oder kenne es gar nicht wo und wie meinst du ist aus der Abkürzung Nazi - Nationalsozialist ersichtlich? Die normale Abkürzung wäre NASO. Vielleicht solltest du mal das hier lesen http://de.wikipedia.org/wiki/Nazi Daraus ist ersichtlich das es keine Abkürzung im eigentlichem Sinn ist.
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Konrad

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Donnerstag, 24. April 2014, 18:37

Silvercloud, so richtig scheinst Du meinen Ausführungen nicht gefolgt zu sein. Was haben deine Bunker mit Einlagerungen (hierbei Archivalien) zu tun? Einzige Ausnahme beheizbare Wohnbunker, siehe Flakturm Zoo. Sie kamen ganz einfach für solche Zwecke nicht in Frage. So einfach ist es. Es ist nicht Wunschdenken gefragt. Damit kommt man nicht weiter. Beschäftige Dich doch ganz einfach mit dem Thema ausführlich und Du wirst feststellen, wie es wirklich zuging.

Du darfst auch gern den Bestand Bundesministerium für Raumordnung, Flüchtlinge und Vertriebene nach Gründung der BRD durchgehen. Da werden die Fragen ausführlich abgehandelt. Die Archivbestände stehen jedem Bürger offen. Der Bestand Preußisches und Reichsministerium für Kunst Erziehung und Wissenschaft ist ebenso sehr informativ.

Nur missfällt es mir gewaltig, wenn Wunschdenken als Tatsachen verkauft werden. Dass funktioniert nicht, zumindest nicht mit mir.
.
.. und die Verlagerung und Unterbringung von technischen Materialien, einschließlich Dokumentationen war schön geregelt.

Ich denke doch, dass es bei diesen Themen, technische Forschung des III. Reichs nicht um paranomale Sachverhalte geht, nein um physikalisch technische Machbarkeit.
Diese Aussage ist aber nicht an deine Person gerichtet.
.


MfG


Konrad

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Donnerstag, 24. April 2014, 18:44

Klugscheißer Modus an:

Der Begriff Nazis wurde erstmals zur Jahrhundertwende 1900 von Wiener Juden benutzt, um sich gegenseitig zu ärgern. :mrgreen: Wollte ich auch nicht glauben, hatte es dann im Net nachgelesen.

Viele Grüße


Konrad

Ragnarsson

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900

Donnerstag, 24. April 2014, 18:44

So und jetzt wird wieder auf die Sachliche ebene zurückgekehrt und die persönlichen Sticheleien, Anprangereien und Giftereien werden unterlassen. Wer nichts zum Thema beitragen kann, hat hier nichts zu posten. Hier werden keine Diskussionen um die Qualifikation von Usern, Wortursprung oder Sonstiges diskutiert. Wenn ihr ein Wort nicht kennt, dann schlagt es nach und werft nicht den Anderen vor damit prahlen zu wollen oder sonstwas. Also kommen wir jetzt zum Thema zurück und unterlassen die Streitereien.
Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

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